Kodak Analog

Ektar 100 und Tri-X 400: Kodak übernimmt Eigenvertrieb für zwei weitere Klassiker

Kodak übernimmt den Vertrieb zweier Profi-Klassiker: Der Farbnegativfilm Ektar 100 und der Schwarzweißfilm Tri-X 400 sind ab sofort als 35mm und 120er Rollfilm direkt über Kodak erhältlich, zumindest in Nordamerika.

Damit erweitert das Unternehmen sein Direktvertriebsprogramm, das im Herbst 2024 mit Kodacolor 100 und 200 sowie Gold 200 und Ultramax 400 startete. Als Kodak 2012 Insolvenz anmelden musste, übernahm die britische Tochtergesellschaft Kodak Alaris ein Jahr später den Filmvertrieb. Die Produktion blieb in Rochester.

Mit dem neuen Modell, das Kodak als “direct-from-Kodak” bezeichnet, holt sich der Konzern nun schrittweise die Kontrolle zurück. Auf Instagram betont das Unternehmen, dass die professionellen Filme “immer von Kodak hergestellt” wurden und nun “stolz von Kodak vertrieben” werden.

An den Emulsionen ändert sich nichts. Der Ektar 100 ist ein feinkörniger Tageslichtfilm mit ISO 100, den Kodak als den “feinkörnigsten Farbnegativfilm auf dem Markt” bezeichnet. Lebendige Farben, hohe Schärfe und ausgeprägte Farbsättigung sollen ihn ideal für Landschafts-, Reise- und Produktfotografie machen. Der Tri-X 400 ist ein panchromatischer Schwarzweißfilm mit ISO 400 und seit Jahrzehnten ein Favorit für Street- und Dokumentarfotografie. Seine klassische Körnung, hohe Kantenschärfe und der große Belichtungsspielraum erlauben auch Push-Entwicklung bei schwierigen Lichtverhältnissen.

Beide Filme kommen in überarbeiteten Verpackungen mit Retro-Charme. Zunächst sind sie in den USA und Kanada erhältlich. Bei den Kodacolor-Varianten lag der Preis etwa einen Dollar unter dem vergleichbarer Alaris-Produkte. Ob sich dieser Trend fortsetzt, ist offen. Für Europa gibt es noch keine Informationen zu Verfügbarkeit und Preisen.

Kodak Alaris vertreibt weiterhin die Portra-Reihe, TMax-Filme und Ektachrome 100. Beide Unternehmen führen Ektar und Tri-X derzeit parallel. Für euch könnte der Direktvertrieb langfristig mehr Planungssicherheit bedeuten, da es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Lieferengpässen und Preisschwankungen kam. Kodak scheint entschlossen, den wachsenden Markt für analoge Fotografie aktiv mitzugestalten.

via: PetaPixelThe PhoblographerKosmofoto

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Patrick > Original Gangsta Dawg

Ich habe mehr Tri-X als Lebensmittel in meinem Kühlschrank. 😀 Finde ich gut, dass die langfristige Versorgung sichergestellt ist.

Mirko

Ich muss wohl den Ektar im Urlaub mal testen 📷

Patrick > Original Gangsta Dawg

Das solltest du. Filme testen ist grundsätzlich nie verkehrt.

Mirko

Februar & März noch dann kommt langsam die Farbe zurück, es warten schon drei chinesische Farbfilme auf ihren Einsatz 🎞️

Patrick > Original Gangsta Dawg

Und ich werde mein Glück mit dem Fujifilm Neopan Acros 100 II für Langzeitbelichtungen und Nachtfotografie versuchen. 😀

Mirko

Ich wünsche Dir viel Spaß dabei und glaube nicht das dich der Film enttäuschen wird. Bei analog suche ich eigentlich mehr nach Filmen die mir digital nicht bieten kann. Der Ektar100 ist ja auch eher ein “moderner” Farbfilm aber die Farben gefallen mir richtig gut (was ich bisher so gesehen habe) Werde mal ein 5er Pack im Sommer mit nach Kroatien nehmen, dann habe ich noch ein paar Rollen “Metropolis” im Kühlschrank liegen und wie gesagt den China Film…der Sommer kann kommen 😁

Uneternal

Hoffentlich dann mal wieder zu vernünftigen Preisen und nicht für knapp 20€ pro Packung.

Alfred Proksch

Warum ich manchmal analog (selten) fotografiere ??

Damit ich wieder auf den Teppich komme! Weil das Prozedere Konzentration erfordert. Weil die Vorfreude beim warten auf die Ergebnisse ein schönes Gefühl ist.

Technisch verwende ich dafür Mittelformat aus meinem Fundus. Die Kosten sind mir dabei nicht wichtig.

Selbst z.B. Schwarz/Weiß entwickeln? NIE wieder Stunden in einer Dunkelkammer verbringen! Genau das habe ich für mich beschlossen. Die Mischung aus feinster analoger Technik einer Leica Monochrom sowie deren manuelle Bedienung sind ein Genuss. Das warten auf die im Spezial-Labor bestellten Bilder – das hat was. Das ist finde ich ein guter Kompromiss aus beiden Welten.

Vielleicht gibt es global gesehen genügend Fotografen die „historisch“ arbeiten wollen. In Sekunden Bilder „teilen“ ist schwierig weil die Post leider mehrere Tage für den analogen Transport benötigt.

Mirko

“weil die Post leider mehrere Tage für den analogen Transport benötigt.”
…oder gar Wochen weil man vielleicht nicht weiß wo Wien liegt 👍

Alfred Proksch

Leider hast du ins Schwarze getroffen – das lesen der bei uns üblichen Schriftzeichen dürfte das Problem sein!

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