Canon Kaufberatung Objektive

Die besten Canon RF Objektive für Einsteiger [2022]

Wir haben die besten Canon RF Objektive herausgesucht, die für Einsteiger interessant sind und den Geldbeutel so gut wie möglich schonen.

Canon RF Objektive sind teuer

Du hast dir kürzlich eine Kamera der Canon EOS R Reihe zugelegt und bist jetzt auf der Suche nach dem ein oder anderen neuen Objektiv? Dann wirst du vielleicht schon festgestellt haben, dass die zu den EOS R Kameras passenden Canon RF Objektive oftmals vor allem eines sind: verdammt teuer. Preise von 2.000 oder sogar 3.000 Euro pro Objektiv sind hier keine Seltenheit.

Wir haben deshalb versucht, die Canon RF Objektive herauszusuchen, die für Neulinge in der EOS R Welt und zum Beispiel Besitzer einer Canon EOS RP besonders interessant sind. Dazu haben wir uns durch zahlreiche Testberichte gearbeitet, haben die Objektive teilweise selbst ausprobiert und konnten so schlussendlich eine Liste von Canon RF Objektiven zusammenstellen, die A) mit einer erstklassigen Qualität überzeugen und B) einigermaßen erschwinglich sind.

Günstige Alternative: EF-Objektive mit Adapter

Canons RF Bajonett, die spiegellosen Vollformatkameras der EOS R Familie und die dazugehörigen RF Objektive sind relativ neu, die Auswahl ist dementsprechend also noch nicht allzu groß. Und wie das mit neuen Produkten eben so ist, so wirklich günstig sind sie eigentlich nie. Vor allem da die Canon RF Objektive größtenteils mit einer tollen Qualität punkten – und Qualität hat meist ihren Preis.

Wenn du eine Canon EOS RP besitzt und dir selbst die günstigeren RF Objektive zu teuer sind, dann würden wir dir deshalb empfehlen, dich mal im Bereich der EF Objektive umzuschauen. Die eigentlich für Canons Spiegelreflexkameras gebauten EF Objektive können mit Hilfe dieses Adapters an jeder EOS R Kamera genutzt werden und bei den EF Objektiven findest du viel eher mal ein Schnäppchen oder eine außergewöhnliche Brennweite, von der vielleicht noch keine RF Version existiert.

Da es bei den EF Objektiven extrem viel Auswahl (auch von Drittherstellern) gibt, werden wir uns in diesem Artikel aber ausschließlich auf Empfehlungen für “echte” RF Objektive konzentrieren. Eine wertfreie Auflistung aller Canon Objektive, egal ob RF oder EF, findet du derweil in unserer Canon Objektivübersicht.

Die besten Canon RF Objektive

Update, 10. Januar 2022: In den letzten Wochen sind keine neuen Canon RF Objektive auf den Markt gekommen, dementsprechend sind all unsere Empfehlungen nach wie vor aktuell.

Welches Kit-Objektiv ist empfehlenswert?

Wenn man neu in ein bestimmtes Kamerasystem investiert, dann ist es in der Regel empfehlenswert, die Kamera mit dem passenden Kit-Objektiv zu kaufen. Vor allem dann, wenn es sich um eine eher günstige Kamera wie zum Beispiel die Canon EOS RP handelt und man keine alten EF Objektive besitzt, die sich unkompliziert adaptieren lassen.

Bei Canon gibt es derzeit drei Objektive, die als Kit-Objektiv fungieren können und die bei vielen Fachhändlern auch direkt im Paket mit Kameras wie der EOS RP angeboten werden:

  • RF 24–105 mm f/4–7.1 IS STM (UVP: 499€)
  • RF 24–105 mm f/4L IS USM (UVP: 1.199 €)
  • RF 24–240 mm f/4–6.3 IS USM (UVP: 999 €)

Da es in diesem Fall nicht DAS beste Starterobjektive für alle Anwendungsfälle gibt, wollen wir hier kurz erläutern, wem wir welches der drei Objektive empfehlen würden – und warum.

Canon RF 24-105mm f/4-7.1 IS STM

Fazit & Preisvergleich
Canon RF 24-105mm f/4-7.1

Das Canon RF 24-105mm f/4-7.1 IS STM ist das richtige Kit-Objektiv für Einsteiger, Besitzer einer Canon EOS RP und Sparfüchse.

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Das Canon RF 24-105mm f/4-7.1 IS STM ist das Kit-Objektiv, das wir den meisten Einsteigern empfehlen würden. Perfekt ist es allerdings nicht. Die Bildqualität kann beispielsweise nicht mit der von teureren RF Objektiven mithalten, außerdem ist es im Telebereich mit f/7.1 ziemlich lichtschwach.

Die unverbindliche Preisempfehlung des 24-105mm f/4-7.1 IS STM liegt bei 499 Euro, im Kit zusammen mit der EOS RP zahlt man aber effektiv meist nur rund 200-300 Euro mehr für das Objektiv. Das ist ein absolutes Schnäppchen und ein zu gutes Angebot, um das Objektiv nicht mitzunehmen. Zudem ist das 24-105mm f/4-7.1 deutlich leichter als die anderen beiden Objektive und besitzt auch die geringste Naheinstellgrenze (20 cm).

Trotzdem: Es ist nicht das Canon RF Objektiv mit der besten Bildqualität oder der höchsten Lichtstärke, da muss man gar nicht drum herum reden. Wir würden es deshalb primär Neueinsteigern empfehlen, vor allem in Kombination mit den günstigen Canon EOS R Kameras. Für den Start ist das 24-105mm f/4-7.1 IS STM perfekt geeignet.

Sehr günstig, in Kombination mit der EOS RP nur 200-300€ Aufpreis
Leicht, 395 Gramm Gewicht, perfekt für Reisen
Große Brennweite (24-105mm)
Geringe Naheinstellgrenze
Im Telebereich mit f/7.1 lichtschwach
Mittelmäßige Bildqualität

Canon RF 24–240mm f/4–6.3 IS USM

Fazit & Preisvergleich
Canon RF 24-240mm f/4-6.3

Das Canon RF 24-240mm f/4-6.3 IS USM ist das richtige Kit-Objektiv für alle Einsteiger, denen eine Brennweite von 105mm im Telebereich nicht ausreicht.

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Das RF 24–240mm f/4–6.3 IS USM hat im Vergleich zum 24-105mm f/4-7.1 eine deutlich größere Brennweite zu bieten. 240mm statt 105mm, das ist schon ein wirklich spürbarer Unterschied. Zudem ist es im Telebereich auch etwas lichtstärker.

Im Grunde kann man sagen, dass das 24-105mm im 24-240mm “integriert” ist. Wenn du also definitiv ein Canon RF Objektiv möchtest, das den Tele-Bereich bis gut 200mm abdeckt und dir das deutlich bessere 70-200mm f/4L IS USM mit seinem Preis von ca. 1.800 Euro zu teuer ist, dann kaufst du dir das 24-240mm f/4-6.3 IS USM. Auf das 24-105mm kannst du in diesem Fall verzichten. Wie gesagt, es steckt sozusagen im 24-240mm drin.

Okay, und warum sollte man dann nicht einfach immer das 24-240mm f/4-6.3 IS USM kaufen?

Ganz einfach: Das 24-240mm ist ca. 500 Euro teurer als das 24-105mm f/4-7.1 und bringt zudem auch ein deutlich höheres Gewicht auf die Waage (750 Gramm vs. 395 Gramm). Einen echten Vorteil in Sachen Bildqualität bietet das 24-240mm ebenfalls nicht. Wir würden es deshalb nur dann empfehlen, wenn man die zusätzliche Brennweite auch wirklich bewusst haben möchte.

Im Vergleich zum 24-105mm f/4-7.1 würden wir also die folgenden Stärken und Schwächen sehen:

Extrem große Brennweite, deutlich mehr Spielraum im Telebereich, “Immer-Drauf-Objektiv”
Etwas höhere Lichtstärke im Vergleich zum 24-105mm f/4-7.1
Vergleichsweise günstiger Preis, aber…
… ca. 500 Euro teurer als das 24-105mm f/4-7.1
Deutlich schwerer als das 24-105mm
Mittelmäßige Bildqualität

Canon RF 24–105 mm f/4L IS USM

Fazit & Preisvergleich
Canon RF 24-105mm f/4L

Das Canon RF 24-105mm f/4L IS USM ist das richtige Kit-Objektiv für Fotografen mit gehobenen Ansprüchen und Besitzer besserer Canon Kameras wie z. B. der EOS R5 oder R6.

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An dem “L” in der Bezeichnung des RF 24–105 mm f/4L IS USM erkennt man, dass es sich hier um ein teures Premium-Objektiv handelt. Dieses Objektiv bietet also eine deutlich bessere Bildqualität als die anderen beiden Objektive, zudem ist es mit einer durchgängigen Blende von f/4 auch lichtstärker.

Wenn du eine etwas teurere EOS R Kamera wie zum Beispiel die EOS R6 oder EOS R5 besitzt, dann passt dieses Objektiv in unseren Augen einfach deutlich besser zur erstklassigen Qualität der Kamera. Aber natürlich hat Qualität auch ihren Preis: Die unverbindliche Preisempfehlung des 24-105mm f/4L IS USM liegt bei 1.200 Euro.

Beste Bildqualität der drei Kit-Objektive
Durchgängige Lichtstärke von f/4
Hochwertigstes Gehäuse
Teuer
Gewicht von 700 Gramm

Diese Festbrennweite würden wir als Erstes kaufen

Fazit & Preisvergleich
Canon RF 50mm f/1.8

Eines der günstigsten Canon RF Objektive und eine absolute Standard-Festbrennweite für Einsteiger, zu der es allerdings auch interessante Alternativen gibt.

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Nach einem Kit-Objektiv steht bei vielen Kunden als Erstes eine Festbrennweite ganz oben auf der Wunschliste. Das macht durchaus Sinn, denn Festbrennweiten sind zum einen vergleichsweise erschwinglich und bietet zum anderen in der Regel eine deutlich bessere Bildqualität und eine höhere Lichtstärke als vergleichbare Zoom-Objektive. Zudem sind sie kompakter und leichter.

Vielleicht hast du schon mal etwas von Canons “Nifty Fifty” gehört. Nifty Fifty ist gewissermaßen so etwas wie ein Spitzname für Canons 50mm f/1.8 EF Objektiv für Spiegelreflexkameras. Dieses Objektiv ist vor allem unter Einsteigern extrem beliebt, da 50mm f/1.8 eine absolute Standardbrennweite ist, sie perfekt für den Anfang geeignet ist und das 50mm f/1.8 fast schon unverschämt günstig ist.

Die gute Nachricht: Canon hat das Nifty Fifty inzwischen auch als überarbeitetes RF Objektiv herausgebracht. Das Objektiv ist mit einem Preis von rund 230 Euro vergleichsweise günstig, zudem ist es nur 160 Gramm schwer und lässt sich damit wunderbar transportieren. Aus unserer Sicht ist das 50mm f/1.8 STM damit in vielen Fällen die beste Canon RF Festbrennweite für Einsteiger.

Das derzeit günstigste Canon RF Objektiv
Hohe Lichstärke, somit gut für Porträts und unscharfe Hintergründe geeignet
Leicht und kompakt
Kein Bildstabilisator

Alternative günstige Festbrennweiten

Wenn dir das Canon RF 50mm f/1.8 nicht zusagt und du eine alternative, ebenfalls eher günstige Festbrennweite suchst, dann würden wir diese drei Alternativen empfehlen:

Die Preise aller drei Objektive liegen zwischen 500 und 700 Euro. Das Samyang 85mm ist mit seiner hohen Lichtstärke von f/1.4 und der etwas längeren Brennweite perfekt für Porträts geeignet, das Canon RF 85mm f/2 punktet dafür auch mit Makrofähigkeiten. Wenn dir 50mm und 85mm als Brennweiten zu lang sind, dann sollte das 35mm f/1.8 die perfekte Festbrennweite zum Einstieg für dich sein, auch weil die Bildqualität hier etwas besser ist als beim 50mm f/1.8.

Geheimtipp: Das Canon RF 600mm f/11

Fazit & Preisvergleich
Canon RF 600mm f/11

Außergewöhnliches Objektiv, das in dieser Form kein anderer Hersteller im Angebot hat. Perfekte Wahl, wenn man weit entfernte Tiere fotografieren und möglichst wenig Geld ausgeben möchte.

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Wer kein kompletter Neueinsteiger ist und sich schon ein wenig mit dem Thema Lichtstärke beschäftigt hat, der wird ein Objektiv mit einer Offenblende von f/11 im ersten Moment vielleicht für einen schlechten Witz halten.

Ganz ehrlich: Das ging uns vor vielen Monaten, als die ersten Gerüchte zum 600mm f/11 RF Objektiv aufkamen, nicht anders. Doch als wir uns dann nach der offiziellen Präsentation genauer mit dem 600mm f/11 (und dem 800mm f/11) beschäftigt haben, waren wir definitiv positiv überrascht. In diesem Artikel haben wir unsere damaligen Einschätzung zusammengefasst und an dem positiven Eindruck, den die beiden Objektive kurz nach der offiziellen Präsentation hinterlassen hatten, hat sich im Laufe der Zeit nichts geändert.

Natürlich muss man sich darüber im Klaren sein, dass das Canon RF 600mm f/11 kein Objektiv für Profis ist, dafür ist die Lichtstärke von f/11 einfach zu schwach. Da du gerade diesen Artikel liest würden wir aber mal stark vermuten, dass du kein Profi, sondern ein Hobbyfotograf bist.

Und als Hobbyfotograf solltest du dir das 600mm f/11 unserer Meinung nach definitiv mal genauer anschauen. Denn ein solches Objektiv hat kein anderer Hersteller im Angebot und es ist gewissermaßen ein kleines Alleinstellungsmerkmal von Canons RF System.

Warum Alleinstellungsmerkmal? Weil niemand außer Canon ein 600mm Objektiv für eine spiegellose Vollformatkamera im Angebot hat, das gerade mal 800 Euro kostet. Zum Vergleich: Das Canon EF 600mm f/4 kostet schlappe 14.000 Euro.

Ja, du musst beim Canon RF 600mm f/11 mit etwas höheren ISO-Werten arbeiten. Nein, die Bildqualität kann nicht mit dem 14.000 Euro teuren 600mm f/4 mithalten. Dafür bietet es dir aber die Möglichkeit, für gerade mal 800 Euro Großaufnahmen von weit entfernten Tieren anzufertigen. Diese Möglichkeit hast du zu diesem Preis aktuell mit keiner anderen spiegellosen Vollformatkamera. Da kann man auch mal ein wenig Rauschen und eine nicht ganz optimale (aber immer noch sehr gute) Bildqualität in Kauf nehmen. Für uns ist das 600mm f/11 in jedem Fall ein echter Geheimtipp.

Unverschämt günstig für ein 600mm Objektiv
Perfekter Einstieg in den Bereich Wildlifefotografie
Vergleichsweise leicht
Mit f/11 sehr lichtschwach, unter schlechten Lichtverhältnissen nur mit Abstrichen nutzbar

Alternatives Teleobjektiv

Ein Teleobjektiv ist für dich grundsätzlich interessant, aber das 600mm f/11 ist dir dann doch ein bisschen zu speziell und die Brennweite ist dir zu lang? Dann ist das Canon RF 100-400mm f/5.6-8 IS USM, das im September 2021 mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 730 Euro vorgestellt wurde, die richtige Wahl für dich.

Das beste Canon RF Weitwinkelobjektiv

Fazit & Preisvergleich
Canon RF 16mm f/2.8

Das Canon RF 16mm f/2.8 STM ist das derzeit beste Weitwinkelobjektiv für Einsteiger. Mit einem Preis von 340 Euro ist es angenehm günstig, zudem ist es leicht und kompakt.

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Canon RF Weitwinkelobjektive waren bis vor Kurzem noch absolute Mangelware. Lange Zeit gab es von Canon selbst nur das RF 15-35mm f/2.8L IS USM. Das ist zwar absolut erstklassig, kostet aber eben auch 2.499 Euro.

Du willst keine 2.499 Euro ausgeben, hast aber trotzdem Interesse daran, mit deiner EOS R Landschaften, Innenräume oder Architektur zu fotografieren? Kein Problem, denn Canon im September 2021 endlich ein bezahlbares Weitwinkelobjektiv auf den Markt gebracht, das RF 16mm f/2.8 STM.

Das 16mm f/2.8 ist mit einem Gewicht von 165 Gramm außerordentlich kompakt und kostet lediglich 340 Euro. Es gehört also zu den günstigsten RF Objektiven auf dem Markt. Dementsprechend ist auch klar, dass man hier keine neuen Rekorde in Sachen Bildqualität erwarten darf, doch Testergebnisse bescheinigen dem 16mm f/2.8 eine wirklich gute Qualität und ein erstklassiges Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit einem Autofokus ist das Objektiv ebenfalls ausgestattet, sodass das Canon RF 16mm f/2.8 STM in unseren Augen im Weitwinkelbereich derzeit das beste Canon RF Objektiv für Hobbyfotografen ist.

Günstiger Preis
Leichtes und kompaktes Gehäuse
Flotter Autofokus
Kein Bildstabilisator
Kein zweiter Einstellungsring

Auf diese Canon RF Objektive lohnt es sich zu sparen

Viele Canon RF Objektive sind im Preisbereich von 1.000 Euro, 2.000 Euro oder sogar 3.000 Euro angesiedelt. Das ist jede Menge Geld, trotzdem kann es sich natürlich lohnen, auch mal auf ein richtig teures Objektiv zu sparen – denn die Qualität der teuren Canon RF Objektive ist im Schnitt wirklich erstklassig.

Schauen wir uns nochmal die besten Canon RF Objektive für preisbewusste Fotografen an, die wir hier im Artikel empfohlen haben. Da hätten wir zunächst einmal ein Kit-Objektiv, das den Bereich von 24-105mm abdeckt und ein guter Allrounder ist. Dann haben wir eine “normale” Festbrennweite im Bereich zwischen 35mm und 85mm, ein Weitwinkelobjektiv für Landschaftsaufnahmen (das RF 16mm f/2.8) und mit dem 600mm f/11 ein richtig langes Teleobjektiv. Damit ist man eigentlich schon richtig gut aufgestellt.

Bei uns würde als Nächstes ein lichtstarkes 70-200mm Objektiv auf der Wunschliste stehen, denn diesen Bereich haben wir noch nicht so wirklich abgedeckt (es sei denn du hast dich für das 24-240mm entschieden, das in Sachen Bildqualität aber definitiv nicht mit einem 70-200mm mithalten kann).

Das 70-200mm würden wir dir in der Version mit f/4 empfehlen, das kostet nämlich “nur” 1.800 Euro, während die Version mit f/2.8 ganze 2.850 Euro kostet und deutlich teurer ist.

Das 70-200mm gehört auch zur sogenannten “Holy Trinity” von Objektiven und ist somit eines von drei Objektiven, die quasi jeden Anwendungsbereich abdecken. Die anderen beiden Holy Trinity Objektive hat Canon ebenfalls schon in RF Versionen herausgebracht, nämlich das 15-35mm f/2.8L IS USM und das 24-70mm f/2.8L IS USM. Das sind ebenfalls zwei Objektive, auf die zu sparen es sich lohnt.

Schlussendlich solltest du Objektive aber natürlich immer so aussuchen, dass sie zu deinen persönlichen Anforderungen und deinem Einsatzgebiet passen. Wenn du dich zum Beispiel für Makrofotografie begeisterst, dann brauchst du nicht unbedingt eines der Holy Trinity Objektive, sondern solltest lieber auf das Canon RF 100mm f/2.8 Macro IS USM sparen, das ungefähr 1.500 Euro kostet. Das 100mm f/2.8 Macro ist mit Abstand Canons bestes RF Makroobjektiv, schon alleine deshalb, weil es mit einem außergewöhnlichen Abbildungsmaßstab von 1:0,71 (das ist besser als das übliche als 1:1) überzeugt.

Egal für welche Objektive du dich am Ende entscheidest: Wir wünschen viel Spaß beim Fotografieren und hoffen, dass wir dir mit diesem Artikel ein bisschen bei der Kaufentscheidung helfen konnten.


FAQ


Dieser Artikel wurde zuletzt im Januar 2022 komplett überarbeitet und auf den neusten Stand gebracht.

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Markus Gaide

Toller Beitrag,
Die 35 und 50mm F.1.8 Festbrennweiten habe ich selbst und bin damit sehr zufrieden, da der Portrait Bereich nur Nebensache bei mir ist.
Das 16mm kombiniert mit dem 24-105 F4 finde ich schon spannend
(Nutze das Sigma 24-70 & 70-200 und das Tamron 17-35 auf der RP per Adapter)
Das neue 100-400 in Verbindung mit dem 800er würde ich mir zumindest einmal ausleihen zum testen.

joe

Also ich würde mir zunächst das 35mm1.8 und das 85mm2.0 kaufen. Die sind beide auch Makrotauglich und haben eine ordentliche Schärfe und dann etwa sparen und ein gebrauchtes EF 100-400/4.5-5.6LII kaufen. Das 50er pumpt wie eine Luftpumpe und das 16mm ist in der Mitte selbst abgeblendet nicht 100% scharf. Die genannten Teles sind alles zu starke Kompromisse.

Michael

Beim 16mm F2.8mm könnte es mit deiner R5 zusammenhängen. Vllt. schafft das Objektiv das nicht zufriedenstellend. Bei der R/ RP ist dies in der Mitte ganz gut, die äußeren Bereiche sind halt tatsächlich qualitativ nicht so überzeugend. Aber auch hier: Einsteigermodell für 300 €, nächstes vergleichbares RF für 1.800 €… man muss halt gewissen Abstriche in Kauf nehmen und andere Vorteile genießen. Größentechnisch ist das 16mm wiederum genial…

Das 35mm F1.8 ist für mich das beste Canon Objektiv was das Preis-Leistungsverhältnis angeht. So eines hätte ich mir als 50mm und 16mm gewünscht.

Leonhard

Sehr guter Beitrag!

Möchte hier nur noch hinzufügen, dass jeder Neukunde nicht nur den Objektivmarkt kennen muss, sondern jeder Neukunde sollte beim Kauf auch sich selber gut genug kennen.

Wenn jemand sich selber kennt und weiß, dass es, falls er dieses neue Hobby als “Seins” erkennt und dann bei ihm der Fall eintritt, dass er dann besser haben möchte, dann würde ich jedem zu dem 24-105L raten.

Nichts ist am Ende so teuer als wenn man kauft, aufsteigt und immer wieder jede Menge Dinge im Schrank liegen hat, die preiswert waren und für die bessere Ausrüstung am Ende dann immer noch “geschenkt zu teuer” sind.

Wer sich vollkommen sicher ist, die RP ist es und wird es auch bleiben, der ist sicherlich, ausreichend Muskelmasse vorausgesetzt, mit einem 24-240mm nicht schlecht bedient, erspart auch die lästigen Objektivwechsel und man hat immer alles dabei!

Festbrennweiten für einen Anfänger, nun ja, früher gab es ja nur “die Festbrennweite ohne Wechsel”, halte aber gerade ganz am Anfang heute Festbrennweiten für problematisch, bieten die einmalige Gelegenheit, gerade am Anfang ohne jede Ahnung aber auch genau immer das absolut falsche Objektiv drauf zu haben.

Alfred Proksch

Der wichtigste Satz: Man sollte sich selbst kennen! Ohne persönliche Bedarfsanalyse geht nichts.

Bevor Papa/Mama ein Auto kaufen zählen sie die Köpfe der Familie weil sonst kauft er ein zweisitziges Cabrio und sie einen Kleintransporter. Kompromiss ein SUV mit reichlich Pferdestärken.

Meiner Meinung nach ist der Kauf von Objektiven stark von der oben erwähnten genauen Bedarfsanalyse abhängig. Wie Leonhard richtig schreibt ist zwei mal kaufen weil man nicht 100%ig zufrieden ist erstens teuer und zweitens frustrierend.

Einsteiger wie man sie früher kannte sind selten geworden weil wirklich jeder heute mit dem Smartphone angefangen hat und Dank Internet gut informiert sein kann wenn er/sie das Vorhaben Hobby Fotografie als Freizeitbeschäftigung ausgewählt haben.

Artikel wie diesen von Mark findet man selten. Gut gemacht und leicht verständlich hilft er bei der Überlegung was persönlich vorrangig ist.

Markus B.

Also ich habe das RF16, RF35, RF50 und das RF85. Ich bin mit allen 4 sehr zufrieden. Die Bildqualität aller Objektive ist durchgängig auf hohem Niveau und nicht vergleichbar mit den alten EF-Objektiven. Das RF24-105 habe ich im Kit erworben und gegen mein F4 verglichen. Wenn die Lichtstärke reicht, dann sind die Bildergebnisse kaum zu unterscheiden. Mag sein, dass es hier im Labor Messunterschiede gibt, aber in der Praxis vernachlässigbar. Einziger Grund für die L-Objektive ist die bessere Verarbeitung, Wetterfestigkeit und Lichtstärke. Mein Geheimtipp ist das RF85 2.0. Damit gelingen trotz Lichtstärke 2.0 fantastische Portraits.

mario kegel

kann ich voll nachvollziehen. das rf35 und das rf85 2.0 habe ich auch schon ausgiebig genutzt, die sind wirklich toll.
das rf16 weckt auch mein interesse. hast du da schon erfahrungen machen koennen, wie die sonnensterne so aussehen? mit einer rp (wuerde ich mir wohl im zuge mit diesen objektiv zulegen) bekommt man eine schoene kleine kombi fuers gebirge, finde ich zumindest.

Markus B.

Sonnensterne konnte ich leider noch nicht testen. Aber ich nutze die drei kleinen Festbrennweiten auch vorzugsweise an der RP. Das ist eine absolut leichte und kleine Kombi fürs Wandern oder den Familienausflug:)) Man muss zwar ein paar kleine Abstriche hinsichtlich der Funktionen und der Bedienung machen, aber die Bildqualität der RP ist verglichen mit APS-C oder MFT auch unter schlechten Lichtbedingungen einfach top.

Quantenrevolution

Leider sind viele Canon Objektive gar nicht lieferbar, unabhängig vom Preis.
Wenn man einen Händler nach dem 14-105mm f4,0 fragt, erhält man immer Schulterzucken.
Dieses Standard Zoom wird von Canon nur in Homeopatischen Dosen geliefert und die Liste der Vorbestellungen ist sehr sehr lang.
Bei anderen Objektiven schauts ähnlich aus, wenn man dann nicht auf eine Fundus von EF Optiken zurück blicken kann, wird es schwierig.
Es ist traurig das Canon keine Fremdmarken zu lässt, bzw die Produktion hoch fährt!

Quantenrevolution

Übrigens:
Die Ideale Einsteiger Objektiv Reihe sind meiner Meinung nach folgende RF Objektive:
14-35mm f4
24-105mm f4
70-200mm f4
und als Ergänzung das
85mm Macro f2,0!

Alfred Proksch

Gute Wahl, wenn man entsprechende Reserven hat.

Raphael

Macht alles zusammen round about ca. 5400€ und dann hat man noch keine Kamera dabei. Nicht gerade sehr Einsteiger- freundlich wie ich finde.

Quantenrevolution

Liegt aber daran das Nikon der teuerste Anbieter von allen im Spiegellosen Segment ist!

Quantenrevolution

Sorry, sollte Canon heißen, Nikon ist vergleichsweise günstig!

Michael

Als “Einsteiger” habe ich mir ein günstiges Sigma “immer-drauf” 18-300mm und eine preiswerte Festbrennweite geholt.

Die teuren RF Optiken mit durchgehender Lichtstärke, auch wenn “nur” F4, sehe ich jedenfalls nicht als “Einsteigerklasse” und gehören eigentlich zur Kaufempfehlung einer anderen Käufergruppe meiner Meinung. Das 24-105mm F kostet 1.199 € und von den anderen F4 Zooms mal ganz zu schweigen…

Joachim

Bei Canon bin ich im Prinzip nur eingestiegen, weil meine Zeisslinsen von der Contax mit Adapter gut anzuschließen sind. Zunächst mit APS-C und dann VF (RP). Habe dann, weil preiswert (Demo) das 1,8/35 gekauft. Macht prima Bilder und mit dem 1:2 Makro vielseitig einsetzbar. Das 50er hatte ich mal überlegt. Bin dann beim 1,4/50 Planar von Zeiss geblieben. Einen AF vermisse ich da nicht. Das MF Peaking ist da sehr hilfreich. Von meiner Seite brauche ich im Moment keine weiteren Objektive. Als Newcomer würde ich auch die nächsten Entwicklungen abwarten. RF ist relativ neu; es gibt zurzeit Versorgungsschwierigkeiten und es kommen mehr Linsen. Meine Grundausrüstung ist und war immer. 28, 35, 50, 85, 135, 70-200 und als Manie immer Makro Objektive 35, 60, 70,und 125.

Quantenrevolution

Das 24-105 f4 gehört bei Canon schon zu den günstigen Optiken.

derfeinemilde

“Diese Möglichkeit hast du zu diesem Preis aktuell mit keiner anderen spiegellosen Vollformatkamera. Da kann man auch mal ein wenig Rauschen und eine nicht ganz optimale (aber immer noch sehr gute) Bildqualität in Kauf nehmen.”

Stimmt, aber mit dem Zuiko100-400 5.0‑6.3 IS hat man für 1.200 € mit einem günstigeren, seit über 10 Jahren etablierten spiegellosen mft System die Möglichkeit, mit auf Vollformat umgerechneten 200-800 mm Tiere zu fotografieren. Mit 1,4 oder gar 2 fach Konverter kommt man (erst dann dann bei Blende 10-12,6) auf sagenhafte 1600 mm im Vergleich zum Vollformat. Mit hervorragender Bildstabilisierung.

Ein solches Objektiv hat kein anderer Hersteller im Angebot und es ist gewissermaßen ein kleines Alleinstellungsmerkmal von Panasonics und OM’s (vormals Olympus) mft-System.

Quantenrevolution

Wenn man sich für ein System neu entscheidet, sollte man sich vorher auch über die Preise im klaren sein.
Für Leute mit kleinem Geldbeutel ist Canon definitiv nix, weil man ja auch nur über Adapter auf günstige Objektivanbieter ausweichen kann, ähnlich wie bei Nikon.
Auch die aktuellen Canon R Gehäuse sind ja recht teuer, wenn man nix abgespecktes haben möchte.

Sony ist für kleine Geldbeutel eine super Alternative mit einem riesigen Objektiv Angebot auch für wenig Geld.
Oder das 4/3 Format, mit einem ähnlich günstigen und riesigen Objektivangebot!

Axel

Mir fehlen irgendwie die 35 und 85 mm Festbrennweiten. Das sind ja günstige und tolle Objektive