Kaufberatung

Das sind die besten Systemkameras für Einsteiger [2023]

Du suchst eine spiegellose Systemkamera für Einsteiger, weißt aber nicht, welches Modell du dir zulegen sollst? Kein Problem, wir helfen dir bei der Entscheidung.

Spiegellose Systemkamera oder Spiegelreflexkamera?

Canon, Nikon, Sony, Fujifilm, OM System, Panasonic – all diese Hersteller bieten seit einigen Jahren sogenannte spiegellose Systemkameras an. Du hast bisher noch nicht viel von spiegellosen Systemkameras, sondern eher von Spiegelreflexkameras gehört? Kein Problem!

Systemkameras (kurz: DSLMs) stellen eine vollwertige Alternative zu Spiegelreflexkameras (kurz: DSLRs) dar und sind den Spiegelreflexkameras in einigen Punkten sogar überlegen. So sehen meine Kollegen und ich beispielsweise in vielen Fällen den elektronischen Sucher, die kompaktere Bauweise und den Autofokus als Stärken der spiegellosen Systemkameras. Außerdem konzentrieren sich alle wichtigen Kamerahersteller inzwischen voll und ganz auf den Bereich der DSLMs, im Segment der Spiegelreflexkameras sind hingegen schon seit Jahren keine relevanten Neuheiten mehr erschienen. Spiegellose Systemkameras sind also moderner und deutlich zukunftssicherer.

Du bist dir trotzdem noch nicht sicher, ob eine klassische Spiegelreflexkamera oder eine spiegellose Systemkamera für dich die richtige Wahl ist und kennst dich mit Kameras allgemein noch nicht so gut aus? Dann wirf doch zuerst einen Blick in diesen Artikel. Dort erkläre ich dir ausführlich, wo die Unterschiede zwischen den beiden Arten von Kameras liegen und helfe dir dabei herauszufinden, welche Kamera am besten zu dir passt. Und falls für dich eine Spiegelreflexkamera doch interessanter ist als eine Systemkamera, dann findest du hier unseren Artikel mit den aktuell besten Spiegelreflexkameras für Einsteiger.

Was dich in diesem Artikel erwartet

Sich als Einsteiger für eine spiegellose Systemkamera zu entscheiden, ist bei der großen Auswahl verschiedener Hersteller alles andere als einfach. Auch die günstigsten Systemkameras kosten schon mehrere hundert Euro, da will ein Kauf gut überlegt sein. Aus diesem Grund möchte ich dir in diesem Artikel so viele Informationen wie möglich an die Hand geben, was im Umkehrschluss aber natürlich auch bedeutet, dass der Artikel ziemlich lang wird.

Damit du dich ein bisschen besser orientieren kannst, habe ich den Artikel in fünf große Abschnitte unterteilt:

  1. Einführung mit eher allgemeinen Informationen, die vor dem Kauf für dich interessant sein könnten.
  2. Konkrete Produktempfehlungen für die derzeit besten Systemkameras für Einsteiger.
  3. Detailliertere Informationen, die einige Punkte aus der Einführung vertiefen. Hier gehe ich beispielsweise detailliert auf die verschiedenen Hersteller und die unterschiedlichen Kamerasysteme ein.
  4. Warum nicht die…? In diesem Teil gebe ich kurz und knapp meine Einschätzungen zu diversen Systemkameras ab und erkläre, warum sie es nicht in unsere Produktempfehlungen geschafft haben.
  5. Schlusswort, Zusammenfassung und FAQ

Teil 1: Einführung und interessante Infos vor dem Kauf

So haben wir unsere Auswahl getroffen

  • Preisgrenze von rund 1.000 Euro
  • Kit-Objektiv soll im Preis inbegriffen sein
  • Ist das jeweilige Kamerasystem für Einsteiger empfehlenswert? Gibt es genügend (preiswerte) Objektive und Upgrade-Möglichkeiten? Sind Hersteller und System zukunftssicher?

Bei unseren Empfehlungen für die besten Systemkameras für Einsteiger haben wir uns eine Preisgrenze von rund 1.000 Euro gesetzt, da man als Anfänger unserer Meinung nach nicht mehr als ca. 1.000 Euro in eine neue Kamera investieren sollte. Außerdem haben wir bei unserer Auswahl darauf geachtet, dass im Preis bereits ein Objektiv inbegriffen ist. Das ist das sogenannte “Kit-Objektiv”, bei dem es sich normalerweise um ein Zoom-Objektiv mit etwa 18-55mm handelt. Das ist für den Anfang perfekt geeignet.

Generell würden wir dir aber empfehlen, zusätzlich zum Kit-Objektiv relativ schnell eine lichtstarke Festbrennweite zu kaufen, wenn es dein Budget zulässt. Eine Festbrennweite ist ein Objektiv, mit dem es nicht möglich ist, an das Motiv heranzuzoomen, dafür ist eine Festbrennweite aber kompakter, ermöglicht oftmals einen unscharfen Hintergrund und besticht mit einer besseren Bildqualität. Doch das ist ein Thema für einen separaten Artikel.

Bei unserer Auswahl haben wir außerdem stark auf den Hersteller und das jeweilige Kamerasystem geachtet. Viele Anfänger machen den Fehler, dass sie bei der Auswahl ausschließlich auf die Kamera schauen. Erst später stellen sie dann fest, dass es gar nicht genügend Objektive und passendes Zubehör für ihre Kamera gibt oder dass die mit der Kamera kompatiblen Objektive extrem teuer sind.

Fotografieren ist ein teures Hobby und natürlich werden wir oft gefragt, welches Budget man denn mindestens für den Kauf einer Systemkamera für Einsteiger einplanen sollte. Kurz gesagt: Unter 600-700 Euro wird die Auswahl etwas dünner, mindestens 500 Euro sollte man einplanen – zumindest bei Neuware, die halbwegs aktuell ist. Die meisten unserer Produktempfehlungen bewegen sich im Bereich zwischen 700 und 1.000 Euro.

Eine gebrauchte Kamera zu kaufen kann viel Geld sparen, allerdings würde es den Rahmen dieses Artikels sprengen, wenn wir auch den gesamten Gebrauchtmarkt berücksichtigen würden. Deshalb konzentrieren wir uns hier ausschließlich auf Kameras, die ganz regulär als Neuware im Handel erworben werden können.

Entscheide dich nicht nur für die Kamera, sondern für das gesamte Kamerasystem

Warum nicht nur die Kamera, sondern auch der Hersteller und das jeweilige Kamerasystem wichtig bei der Kaufentscheidung sind, möchte ich vorab nochmal erklären.

Eine “richtige Kamera” ist einem Smartphone immer deutlich überlegen, ganz egal ob spiegellose Systemkamera oder Spiegelreflexkamera. Das liegt vor allem an den Objektiven, diese sind in unseren Augen die größte Stärke einer Kamera im Vergleich zum Smartphone.

Sowohl bei einer Spiegelreflexkamera als auch bei einer spiegellosen Systemkamera hast du die Möglichkeit, die Objektive zu wechseln und unterschiedlichen Linsen anzubringen, die in verschiedenen Situationen ihre Stärke ausspielen können. So gibt es beispielsweise Objektive, mit denen besonders schöne Porträts möglich sind, mit anderen lassen sich hingegen besonders weite Bildbereiche einfangen, was perfekt für Landschaftsbilder geeignet ist.

Wichtig zu wissen ist allerdings: Man kann die Objektive von Hersteller A nicht an der Kamera von Hersteller B nutzen. Teilweise haben die Hersteller selbst auch Objektive mit unterschiedlichen Anschlüssen im Angebot. Nur weil sowohl auf der Kamera als auch dem Objektiv “Canon” steht, heißt das also noch nicht automatisch, dass beide kompatibel sind.

Das bedeutet, dass man beim Kamerakauf auch ein Auge darauf haben sollte, wie viele passende Objektive für diese Kamera zur Verfügung stehen und wie teuer diese sind. Theoretisch gibt es zwar die Möglichkeit, auch Objektive von anderen Herstellern mit Hilfe von Adaptern zu nutzen, davon würden wir einem Neueinsteiger aber zumindest am Anfang abraten. Das macht nur dann Sinn, wenn man von früher noch ein paar alte Spiegelreflexkamera-Objektive rumliegen hat und diese jetzt an einer neuen Systemkamera weiterverwenden möchte.

Viele Fotografen bleiben über Jahre und teilweise sogar Jahrzehnte bei einem Kamerasystem. Im Laufe der Zeit kauft man sich schließlich das ein oder andere Objektiv (Vorsicht, da kann eine Sucht draus werden!) und Objektive veralten bei Weitem nicht so schnell, wie es Kameras oder Smartphones tun. Die eigene Kamera möchte man nach einigen Jahren vielleicht erneuern oder sich ein professionelleres Modell zulegen. Dann macht es Sinn, innerhalb des gleichen Kamerasystems zu bleiben, um die teuer erstandenen Objektive weiterhin nutzen zu können.

Das ist der Grund, warum es sich direkt am Anfang lohnt, nicht nur einen Blick auf einzelne Kameras, sondern auch auf die Kamerasysteme und die Hersteller zu werfen.

Merke: Objektive spielen eine sehr wichtige Rolle beim Fotografieren und sind im Normalfall NICHT mit den Kameras von anderen Herstellern kompatibel. Achte beim Kauf also niemals nur auf die Kamera, sondern auch auf das gesamte System mit dazugehörigem Objektivangebot.

Finger weg von Vollformatkameras, zumindest normalerweise

Kameras können mit unterschiedlich großen Bildsensoren arbeiten. Der Sensor ist das Bauteil, das am Ende das Bild aufnimmt. Hier siehst du einige Beispiele von verschiedenen Sensorgrößen. Die Abbildung ist nicht ganz maßstabsgetreu, sollte aber als grobe Orientierung ausreichen:

Wenn man es vereinfacht ausdrücken möchte, könnte man sagen, dass ein größerer Sensor immer eine bessere Bildqualität liefert. Manche Systemkameras arbeiten mit wirklich großen Vollformatsensoren, einem kompletten Neueinsteiger würden wir von einer spiegellosen Vollformatkamera aber im Normalfall abraten. Das ist ungefähr so, als würdest du dir als Fahranfänger direkt einen Porsche kaufen wollen. Vollformatkameras sind für Einsteiger normalerweise einfach zu teuer und auch die passenden Vollformatobjektive können teilweise mehrere tausend Euro kosten. Da sind APS-C-Objektive oder Micro-Four-Thirds-Objektive im direkten Vergleich oft deutlich günstiger, auch wenn sie an sich die gleiche Brennweite abdecken.

Einzig und alleine eine etwas ältere oder gebrauchte Vollformatkamera könnte für Einsteiger interessant sein, doch selbst hier überschreitet man in der Regel die Grenze von 1.000 Euro. Falls du bereits einige Erfahrungen sammeln konntest und wirklich bewusst auf der Suche nach einer spiegellosen Vollformatkamera für Einsteiger bist, dann schau dir mal die Canon EOS RP, die Sony A7 II, die Sony A7 III, die Nikon Z5 oder die Panasonic S5 an.

Merke: Mach als Neueinsteiger eher einen Bogen um teure Vollformatkameras und schaue dich lieber nach einer Kamera mit APS-C- oder Micro-Four-Thirds-Sensor um. Falls dich langfristig gesehen aber die Upgrade-Möglichkeit auf eine Vollformatkamera reizt, ohne zu einem ganz anderen Kamerasystem wechseln zu müssen, dann solltest du dir die Kameras von Sony, Canon oder Nikon anschauen. Diese drei Hersteller haben nämlich innerhalb des gleichen Kamerasystems sowohl APS-C- als auch Vollformatkameras im Angebot.

Welche Systemkameras für Einsteiger NICHT geeignet sind

Weiter unten in diesem Artikel spreche ich noch etwas detaillierter über die Hersteller und die verschiedenen Kamerasysteme. Falls du dich aber nicht so sehr für die Details interessierst, will ich hier vorab eine Einschätzung abgeben, welche spiegellosen Kamerasysteme für Einsteiger interessant sind und welche nicht. Wenn ich von “Kamerasystemen” sprechen, dann meine ich damit im Übrigen Kameras, die das gleiche Bajonett bzw. den gleichen Objektivanschluss verwenden:

SystemSensorKamerasVorteileNachteileFazit
Canon EOS M (EF-M)APS-CCanon EOS M50, M100, M200, M6Günstig, kompakt, ausreichende Anzahl an ObjektivenNicht zukunftssicher, kaum Neuheiten und WeiterentwicklungenGeeignet
Canon EOS R (RF)APS-CCanon EOS R7, R10Zukunftssicher, Upgrade-Möglichkeit aufs VollformatKaum APS-C-ObjektiveGeeignet
VollformatCanon EOS R, RP, R5, R6, R3Mit der EOS RP günstiger Einstieg ins Vollformat möglichObjektive teils sehr teuer, kaum Objektive von DrittherstellernEher nicht geeignet
Fuji GFXMittelformatFujifilm GFX 50S, 100SSehr teuer, System nur für Profis gedachtNicht geeignet
Fuji XAPS-CFujifilm X-T5, X-S10, X-T30, X-E3, X-H2Viele APS-C-Objektive, auch von Drittherstellern. Kompakt, nicht zu teuer. Upgrade-Möglichkeit auf APS-C-Kameras für ProfisKeine Upgrade-Möglichkeit aufs VollformatSehr geeignet
Nikon ZAPS-CNikon Z30, Z50, Z fcZukunftssicher, Upgrade-Möglichkeit aufs VollformatKaum APS-C-ObjektiveGeeignet
VollformatNikon Z5, Z6, Z7, Z9Mit der Z5 günstiger Einstieg ins Vollformat möglichObjektive teils sehr teuerEher nicht geeignet
Olympus / OM SystemFour-ThirdsOM System OM-1, OM-5, E-M10, E-M5, E-M1Viele Objektive (Micro-Four-Thirds-Objektive sind untereinander kompatibel, egal von welchem Hersteller). Günstig, kompaktKeine Upgrade-Möglichkeit aufs APS-C- oder VollformatSehr geeignet
Panasonic GPanasonic G81, G91, G110, G70, GH6, GX80, GX880, G9
Panasonic S (L-Mount)VollformatPanasonic S5, S1, S1R, S1HMit der S5 günstiger Einstieg ins Vollformat möglichObjektive teils sehr teuerEher nicht geeignet
Sony EAPS-CSony A6400, A6100, A6600, ZV-E10Viele APS-C-Objektive, auch von Drittherstellern. Kompakt, günstig. Upgrade-Möglichkeit aufs VollformatKein echtes APS-C-Flaggschiff wie bei FujifilmSehr geeignet
VollformatSony A7, A7r, A7s, A7c, A9, A1Mit der A7 II oder A7 III günstiger Einstieg ins Vollformat möglichObjektive teils sehr teuerEher nicht geeignet

Aufgrund der schlechten Objektivauswahl und/oder der hohen Preise der Kameras und Objektive kann man manche Kamerasysteme also schon von vorne herein eher ausschließen. Mit den übrig gebliebenen haben wir uns intensiv beschäftigt, um dir schlussendlich die unserer Meinung nach besten Systemkameras für Einsteiger empfehlen zu können.

Merke: Objektive sind sozusagen “abwärtskompatibel”. Wenn ein Objektiv für Vollformatkameras geeignet ist, dann kannst du es auch ohne Einschränkungen an einer APS-C-Kamera verwenden (so die Kameras denn den gleichen Objektivanschluss besitzen, wie zum Beispiel bei Canon RF, Nikon Z oder Sony E). Ein APS-C-Objektiv hingegen kannst du nicht ohne Einschränkungen an einer Vollformatkamera benutzen.

Teil 2: Die besten Systemkameras für Einsteiger

Letztes Update, 16. Januar 2023:

In den letzten Monaten hat sich im Bereich Systemkameras für Einsteiger nicht allzu viel getan, stattdessen haben die Hersteller eher teure Systemkameras für Profis präsentiert. Unsere Empfehlungen sind dementsprechend weiterhin aktuell. Wir haben die Zeit genutzt, um den Artikel um weitere Hintergrundinformationen zu ergänzen.

Vorherige Updates
17. Juli 2022: In den letzten Wochen sind zwei neue Systemkameras für Einsteiger auf den Markt gekommen, die Canon EOS R10 und die Nikon Z30. Beide Kameras hinterlassen auf dem Papier einen sehr guten Eindruck, allerdings haben Canon und Nikon nach wie vor weniger (APS-C-)Objektive im Angebot als Fujifilm oder Sony. Das ist ein Nachteil, der teilweise aber durch Adapter und ältere Objektive für Spiegelreflexkameras ausgeglichen werden kann – so man das denn möchte. Wir werden die R10 und Z30 zeitnah in unsere Produktempfehlungen aufnehmen.

7. Januar 2022: In den letzten Wochen sind keine neuen Kameras auf den Markt gekommen, die für Einsteiger interessant sind. Unsere Empfehlungen sind dementsprechend weiterhin aktuell. Lieferengpässe sind aufgrund des weltweiten Chipmangels nach wie vor ein Problem, manche Kameras sind unter Umständen derzeit also nicht verfügbar. Betroffen ist von den Lieferproblemen beispielsweise die Fujifilm X-T30 II, als Alternative empfehlen wir die Fuji X-S10.

24. September 2021: Wir haben unsere Empfehlungen überarbeitet und die Fuji X-T30 durch die kürzlich vorgestellte Fuji X-T30 II ersetzt. Die X-T30 II hat ein paar kleine Verbesserungen im Vergleich zur X-T30 zu bieten und liegt preislich mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 999 Euro inklusive Kit-Objektiv genau im Rahmen. Die X-T30 ist nach wie vor eine empfehlenswerte Kamera, allerdings ist sie kaum noch verfügbar. Überhaupt konnte man in den letzten Monaten bei allen Herstellern viele Lieferengpässe und damit zusammenhängende Preiserhöhungen beobachten.

Beste Leistung: Fuji X-T30 II und Sony A6400

Wer sich sicher ist, dass die neue Systemkamera nicht schon nach einer Woche in der Ecke verstaubt und dementsprechend bereit ist, das Budget bis 1.000 Euro voll auszuschöpfen, dem würden wir ganz klar die Fujifilm X-T30 II oder die Sony A6400 ans Herz legen.

Beide Kameras sind absolut erstklassig und es ist uns auch nach stundenlangen Tests, Vergleichen und Recherchen nicht gelungen, uns klar für eines der beiden Modelle zu entscheiden. Beide Kameras (und auch die dazugehörigen Kamerasysteme) liegen unserer Meinung nach auf Augenhöhe, allerdings sind die Stärken und Schwerpunkte unterschiedlich verteilt. Es kommt also auf den persönlichen Geschmack an, ob man die Fuji X-T30 II oder die Sony A6400 bevorzugt.

Fuji X-T30 II

Bei mir persönlich trifft die im September 2021 vorgestellte Fuji X-T30 II etwas mehr den persönlichen Geschmack. Das liegt an zwei Dingen. Zum einen ist bei Fujifilm das Angebot an passenden APS-C-Objektiven größer als bei Sony. Klar, bei Sony hat man dank des gleichen Bajonetts auch die Möglichkeit, die vielen vorhandenen Vollformatobjektive an der A6400 zu nutzen. Doch Vollformatobjektive sind oftmals schwerer und teurer, was nicht unbedingt ideal ist, wenn man mit APS-C fotografieren möchte. Wer hingegen langfristig gesehen mit einer Vollformatkamera liebäugelt, für den ist die Sony vielleicht interessanter.

Zum anderen setzt Fujifilm bei der Bedienung der eigenen Kameras mehr auf analoge Bedienelemente und Rädchen, mit denen sich direkt verschiedene Einstellungen verändern lassen. Das fühlt sich meiner Meinung nach in der Praxis einfach wahnsinnig gut an. Natürlich ist man es im Smartphone-Zeitalter gewohnt, das Display als zentrales Bedienelement zu benutzen. Doch analoge Einstellräder vermitteln beim Fotografieren einfach ein anderes Gefühl. Da hat Fujifilm – zumindest bei mir – genau den Geschmack getroffen.

Ansonsten kann die Fujifilm X-T30 II als herausragende Kamera mit einer erstklassigen Bildqualität, einem tollen Autofokus sowie einer flotten Serienbildgeschwindigkeit bezeichnet werden. Auch für Videos ist sie sehr gut geeignet. Somit ist die X-T30 II in meinen Augen die beste Systemkamera für Einsteiger in der Preisklasse um rund 1.000 Euro.

Fazit & Preisvergleich
Fuji X-T30 II

Die beste Systemkamera für all diejenigen, die bereit sind rund 1.000 Euro auszugeben und außerdem Lust auf ein klassisches Bedienkonzept mit vielen manuellen Einstellrädern haben.

Falls dir das Kamerasystem von Fujifilm grundsätzlich zusagt, du aber mit der eher analog angelegten Bedienung der X-T30 II nichts anfangen kannst, ist die Fujifilm X-S10 die richtige Kamera für dich.

Tipp: Wenn es dein Geldbeutel hergibt, dann kannst du dir überlegen, die X-T30 II nicht mit dem XC 15-45mm Kit-Objektiv, sondern mit dem XF 18-55mm Objektiv zu kaufen. Diese Kombination ist zwar rund 300 Euro teurer, dafür ist das XF 18-55mm aber ein absolut erstklassiges Objektiv, das deutlich besser ist als ein “normales” Kit-Objektiv.

Sony A6400

Die Sony A6400 besticht mit einem wahnsinnig guten (Augen-)Autofokus und einem großen Griff, der wirklich gut in der Hand liegt, deutlich besser als bei der Fuji X-T30 II. Außerdem kann das Display um 180 Grad nach oben geklappt werden. Das ist praktisch, wenn man sich selbst filmen oder fotografieren möchte. Dieses Klappsystem wurde von Sony zwar nicht perfekt umgesetzt, doch bei der Fuji X-T30 II ist ein “Selfie-Display” überhaupt nicht vorhanden. Dort kann das Display lediglich nach oben oder unten gekippt werden.

Bei der Bedienung setzt die Sony A6400 etwas weniger auf klassische Einstellräder, wem das Bedienkonzept der X-T30 II nicht ganz so zusagt, der fühlt sich also vielleicht bei der A6400 besser aufgehoben. Außerdem gibt es bei Sony auch Vollformatkameras mit dem gleichen Objektivanschluss, das gibt es bei Fujifilm nicht.

Auch für die Sony sprechen also einige Punkte. Allgemein schenken sich Fuji X-T30 II und Sony A6400 aber nicht viel. Zusammenfassend kann man festhalten, dass die Sony A6400 mit einer tollen Bildqualität, einem wahnsinnig guten Autofokus, einer schnellen Serienbildgeschwindigkeit und einer guten Videoqualität überzeugt.

Fazit & Preisvergleich
Sony A6400

Vollwertige Alternative zur Fuji X-T30 II und eine erstklassige spiegellose Systemkamera. Es ist eine Sache des persönlichen Geschmacks, welche der beiden Kameras und welchen Hersteller man am Ende bevorzugt.

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Favorit der Mittelklasse: Panasonic G81

In der Mittelklasse – also im Preisbereich von rund 650 bis 700 Euro – haben wir uns für die Panasonic G81 als beste Systemkamera für Einsteiger entschieden. Diese Entscheidung war gar nicht so einfach, da es in diesem Preissegment jede Menge sehr interessante Optionen gibt.

Warum also am Ende die Panasonic G81? Ganz einfach, wegen des absolut stimmigen Gesamtpakets, das die anderen Kameras in dieser Form unserer Meinung nach nicht ganz zu bieten haben. Die Panasonic G81 hat keine großen Schwächen, dafür aber zahlreiche Stärken. Das Gehäuse ist leicht, gleichzeitig aber hochwertig verarbeitet und sogar wetterfest. Der Touchscreen ist extrem beweglich und kann auch seitlich neben das Gehäuse geklappt werden, die Bildqualität ist sehr gut, der Autofokus flott.

Ein Highlight der Panasonic G81 ist außerdem der 5-Achsen-Bildstabilisator, den man ansonsten in dieser Preisklasse oft vergeblich sucht. Und: Es gibt nicht nur jede Menge passende Objektive von Panasonic selbst, sondern auch von anderen Herstellern wie OM System (ehemals Olympus). Das liegt daran, dass die Panasonic G81 eine Micro-Four-Thirds-Kamera ist und dann alle Micro-Four-Thirds-Objektive kompatibel sind, die es auf dem Markt gibt. Auch wenn sie von einem anderen Hersteller als Panasonic stammen.

Zudem hat die Panasonic G81 auch einen elektronischen Sucher zu bieten, was unserer Meinung nach ein wichtiges Merkmal in der Preisklasse über 500 Euro ist. Günstigere Systemkameras für Anfänger verzichten oftmals auf einen Sucher. Natürlich kann man auch nur über das Display fotografieren, doch ein Sucher vermittelt beim Fotografieren doch nochmal ein anderes Gefühl. Deshalb empfehlen wir grundsätzlich lieber Kameras, die einen EVF besitzen.

Fazit & Preisvergleich
Panasonic G81

Schon ein paar Jahre auf dem Markt, dafür aber inzwischen ein Preis-Leistungs-Knaller. In der Mittelklasse von 650-700 Euro in unseren Augen derzeit die beste Systemkamera für Einsteiger.

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Wenn es Canon oder Nikon sein soll: Canon EOS R10 und Nikon Z50

Canon und Nikon sind erst vergleichsweise spät auf den Zug der spiegellosen Systemkameras aufgesprungen. Die Vorstellung der ersten APS-C-Kameras erfolgte noch später, erstmal hatten die beiden Hersteller nur spiegellose Vollformatkameras präsentiert. Die Anzahl der zur Verfügung stehenden APS-C-Objektive kann man sowohl bei Canon als auch bei Nikon an einer Hand abzählen. Das ist für uns auch der entscheidende Grund, warum wir Kameras wie die EOS R10, Nikon Z50 oder Nikon Z30 aktuell leicht hinter den Modellen von Fujifilm, Sony sowie den Micro-Four-Thirds-Kameras einordnen würden.

Trotzdem können wir absolut nachvollziehen, dass das RF-System von Canon und das Z-System von Nikon auf Kunden eine gewisse Anziehungskraft ausüben. Die Systeme sind extrem professionell, neu, hochwertig und zukunftssicher. Zudem kann man bei beiden Systemen theoretisch irgendwann die eigene Fototasche um eine spiegellose Vollformatkamera erweitern, ohne auf ein anderes System wechseln zu müssen.

Wenn du dich damit anfreunden kannst, dass es kaum günstige APS-C-Objektive gibt und du stattdessen mit einem Adapter arbeiten oder zu teureren Vollformatobjektiven greifen musst, dann spricht absolut nichts gegen die Canon EOS R10, Nikon Z50 oder Nikon Z30 als spiegellose Systemkamera für Einsteiger – im Gegenteil!

Canon EOS R10

Die Canon EOS R10 arbeitet mit 24 Megapixeln und hat in ihrer Preisklasse den vielleicht besten Autofokus zu bieten, da dieser inklusive der 651 Autofokus-Zonen von der teureren R7 übernommen wird. Sogar der Deep-Learning-Autofokus der Canon EOS R3, die mehrere tausend Euro kostet, wird hier verbaut, dieser ist für die Erkennung von Menschen, Tieren und Fahrzeugen verantwortlich. Zu den weiteren technischen Daten gehören ein elektronischer Sucher mit 2,36 Millionen Bildpunkten, 15 fps Serienbildgeschwindigkeit und ein Touch-Display mit 1,04 Millionen Bildpunkten, das sich links neben das Gehäuse klappen lässt.

Fazit & Preisvergleich
Canon EOS R10

Herausragender Autofokus und auch ansonsten sehr gute Spezifikationen. Nachteil: Vergleichsweise wenige APS-C-Objektive, recht teuer.

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Nikon Z50

Die Auflösung der Nikon Z50 beträgt 21 Megapixel, der Autofokus arbeitet mit 209 Messfeldern, hinzu kommt eine Serienbildgeschwindigkeit von 11 Bildern pro Sekunde. In Bezug auf die Spezifikationen würde man die Z50 wahrscheinlich minimal hinter der R10 einordnen, allerdings sollte es bei der Entscheidung ja nicht nur um minimale technische Unterschiede, sondern auch um das Kamerasystem im Gesamten und z. B. die Frage gehen, welche DSLM besser in der eigenen Hand liegt. Auch das Budget spielt natürlich eine Rolle, hier ist die Z50 etwas preiswerter als die R10.

Übrigens: Wenn du keinen elektronischen Sucher brauchst, dann schau dir statt der Nikon Z50 mal die Nikon Z30 an. Die teilt sich viele Merkmale mit der Z50, verzichtet aber auf den Sucher und ist deshalb etwas günstiger. Außerdem lässt sich das Display der Z30 links neben das Gehäuse klappen, was für Vlogger ein Vorteil sein dürfte.

Fazit & Preisvergleich
Nikon Z50

Sehr gute Technik. Wer den elektronischen Sucher nicht braucht, kann zur Nikon Z30 greifen. Nachteil: Vergleichsweise wenige APS-C-Objektive.

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Für Sparfüchse: Panasonic GX80 und Canon EOS M200

Panasonic GX80

Wer so wenig Geld wie möglich ausgeben möchte, dem würden wir die Panasonic GX80 als beste Systemkamera für Einsteiger empfehlen. Der Preis bewegt sich im Bereich von 500 Euro, viel günstiger wird es nicht mehr, es sei denn man schaut sich auf dem Gebrauchtmarkt um oder kauft sich eine wirklich alte Kamera.

Dass die Panasonic GX80 nicht mit den teureren Systemkameras für Einsteiger mithalten kann, ist klar. Vor allem beim Autofokus hat sich in den letzten Jahren viel getan. Trotzdem hat die im Jahr 2016 vorgestellte DSLM ein paar echte Highlights zu bieten, so besitzt sie beispielsweise – im Gegensatz zu vielen anderen Einsteiger-Kameras – einen 5-Achsen-Bildstabilisator. Dieser hilft dabei, Verwacklungen auszugleichen, was vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen praktisch ist.

Ansonsten ist das Gehäuse der Panasonic GX80 klein und leicht, sie kann Videos in 4K aufnehmen und besitzt einen elektronischen Sucher mit einer Auflösung von 2,76 Millionen Bildpunkten – ebenfalls keine Selbstverständlichkeit in dieser Preisklasse. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hier also erstklassig und für Sparfüchse ist die GX80 in unseren Augen eine hervorragende Wahl ohne große Schwachstellen.

Fazit & Preisvergleich
Panasonic GX80

Besitzt einen elektronischen Sucher und einen 5-Achsen-Bildstabilisator – alles andere als selbstverständlich in dieser Preisklasse. Auch sonst keine großen Schwachstellen. Eine erstklassige Systemkamera für Sparfüchse.

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Canon EOS M200

Eigentlich ist die Canon EOS M200 eine exzellente Systemkamera für Einsteiger im Bereich von rund 500 Euro. Allerdings gehen wir derzeit davon aus, dass innerhalb des EF-M-Systems von Canon in Zukunft keine Neuheiten mehr erscheinen werden. Das zeigt sich teilweise auch schon in der schlechten Verfügbarkeit der M200 und anderen Modellen. Canon hat die EOS M Kameras zwar noch nicht offiziell eingestellt, aber es ist mehr oder weniger ein offenes Geheimnis, dass die Musik in Zukunft innerhalb des RF-Systems spielen soll.

Meiner Meinung nach trübt das das sonst so gute Gesamtbild der M200 und aller anderen EOS M Kameras. Sicherlich ist das irgendwie eine subjektive Gewichtung, allerdings ist das dazugehörige Kamerasystem in meinen Augen eben etwas, das nicht vernachlässigt werden sollte.

Wenn dich das nicht stört, ist die EOS M200 eine erstklassige Systemkamera für Einsteiger im Preisbereich von 500 Euro. Klar, man muss bei den Funktionen einige Abstriche in Kauf nehmen. So verzichtet die EOS M200 beispielsweise auf einen Sucher und auf einen Griff. Außerdem gibt es, wie weiter oben bereits erwähnt, nicht allzu viele Objektive für die Canon EOS M Kameras. Für Einsteiger ist die Auswahl in der Regel aber mehr als ausreichend.

Für rund 500 Euro ist die Canon EOS M200 eine sehr gute Wahl. Sie ist sehr leicht und kompakt, dementsprechend kann sie unkompliziert transportiert werden. Außerdem ist die Bedienung sehr einfach, was natürlich vor allem für Einsteiger wichtig ist.

Fazit & Preisvergleich
Canon EOS M200

Tolle Kamera für rund 500 Euro. Gute Bildqualität, schneller Autofokus, 4K-Videos, klappbares Display – das Gesamtpaket stimmt. Verzichten muss man allerdings auf einen Sucher, außerdem ist das Kamerasystem nicht zukunftssicher.

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Weiterführender Artikel: Das sind die 6 besten Objektive für Canon EOS M200 & Co.

Teil 3: Details zu den Herstellern und ihren Objektiven

Du interessierst dich für die Details und Hintergrundinformationen zu den Objektiven und willst dir einen Überblick verschaffen, welche Kameras mit welchen Objektiven kompatibel sind? Dann sollte der folgende (relativ lange) Abschnitt interessant für dich sein.

Bei Spiegelreflexkameras ist es im Grunde gar nicht notwendig, sich genauer mit den verschiedenen Herstellern und ihren Objektivanschlüssen zu beschäftigen. Denn es gibt – mal abgesehen von Pentax, einem ziemlich kleinen Hersteller – eigentlich nur Canon und Nikon, die noch klassische DSLRs anbieten. Beides sind große Unternehmen, die im Laufe der Jahre jede Menge Objektive auf den Markt gebracht haben haben. Da gibt es in Bezug auf die Objektive keine großen Unterschiede, die sich auf die Kaufentscheidung eines Einsteigers auswirken würden.

Bei spiegellosen Systemkameras sieht das anders aus. Hier gibt wesentlich mehr Unterschiede bei der Objektivauswahl, weil es deutlich mehr Hersteller gibt und diese teilweise noch nicht so lange mit DSLMs auf dem Markt vertreten sind. Dementsprechend gibt es für manche Systemkameras auch noch nicht so viele Objektive, was natürlich ein Nachteil ist.

Aus diesem Grund möchte ich hier nochmal detailliert die verschiedenen Hersteller und Objektivanschlüsse vorstellen und so meine Tabelle von weiter oben ergänzen. Die Größe der zur Verfügung stehenden Objektivauswahl hat, wie bereits mehrfach erwähnt, auch bei unseren Produktempfehlungen für die besten Systemkameras für Einsteiger eine wichtige Rolle gespielt.

Canon

Canon hat drei Arten von spiegellosen Systemkameras im Angebot, manche arbeiten mit APS-C-Sensoren, andere mit Vollformatsensoren.

Canon EOS M (APS-C)

Die Canon EOS M Kameras sind spiegellose Systemkameras mit APS-C-Sensoren. Diese arbeiten mit einem eigenen Objektivanschluss (EF-M Bajonett) und die Auswahl an den sogenannten “EF-M Objektiven” ist ziemlich überschaubar. Canon behandelt die EF-M Objektive seit langer Zeit stiefmütterlich, weshalb wir jemanden, der die Fotografie als langfristiges Hobby mit gewissen Ambitionen sieht, von einer Canon EOS M aktuell eher abraten würden. Auch weil klar abzusehen ist, dass Canon keine neuen EOS M Kameras mehr auf den Markt bringen wird.

Trotzdem gibt es ein paar tolle und auch relativ günstige Gläser für die Canon EOS M Kameras. Gerade für Neueinsteiger, die ein günstiges Upgrade zu ihrem Smartphone suchen, ist die Auswahl an EF-M Objektiven absolut ausreichend. Zudem bieten langsam auch einige Dritthersteller Objektive mit EF-M-Anschluss an. Kaufempfehlungen für die unserer Meinung nach besten EF-M Objektive findest du in diesem Artikel.

Canon EOS R (Vollformat und APS-C)

Die Canon EOS R Kameras arbeiten teilweise mit Vollformatsensoren (R3, R5, R6, R, RP) und teilweise mit APS-C-Sensoren (R7, R10). Alle Kameras teilen sich das RF-Bajonett. Bei “RF-Objektiven” handelt es sich um Vollformatobjektive (die sowohl an Vollformatkameras als auch an APS-C-Kameras verwendet werden können), “RF-S-Objektive” hingegen sind ausschließlich für APS-C-Kameras geeignet. Sie sind in der Regel leichter, kompakter und günstiger.

RF-Objektive für Vollformatkameras sind mit wenigen Ausnahmen extrem teuer, weshalb man von einer EOS R mit Vollformatsensor als Einsteiger tendenziell eher die Finger lassen sollte. Außerdem hat Canon das EOS R System erst im Jahr 2018 vorgestellt, dementsprechend gibt es sowohl bei den Kameras als auch bei den Objektiven momentan noch keine unglaublich große Auswahl. Trotzdem hat Canon inzwischen ein paar interessante RF Objektive für Einsteiger im Angebot, die Kombination mit der Canon EOS RP könnte für ambitionierte Einsteiger also einen Blick wert sein. Auch gibt es natürlich die Möglichkeit, alte EF-Objektive mit Hilfe eines Adapters an einer EOS R Kamera zu benutzen. Das ist für all diejenigen interessant, die eine alte Spiegelreflexkamera von Canon besitzen und jetzt auf eine spiegellose Systemkamera umsteigen möchten.

Nikon

Nikon Z (Vollformat und APS-C)

Nikon hat wie Canon auch spiegellose Systemkameras mit APS-C- und Vollformatsensoren im Angebot. Wie bei Canons RF-Bajonett auch verwendet Nikon das eigene Z-Bajonett sowohl für APS-C- (Z30, Z50, Z fc) als auch Vollformatkameras (Z5, Z6, Z7, Z9).

Die Z-Vollformatobjektive können an allen Kameras genutzt werden. Es gibt allerdings auch einige wenige spezielle Z-APS-C-Objektive, diese erkennt man an einem “DX” im Namen. Diese können ohne Einschränkungen NUR an der Nikon Z50, Z30 und der Nikon Z fc und nicht an einer Vollformatkamera mit Z-Bajonett genutzt werden.

Die Auswahl an Z-Objektiven ist aktuell – ähnlich wie bei Canon – noch nicht allzu groß, außerdem gibt es nur sehr wenige echte APS-C-Objektive für die Nikon Z50, Z30 und Z fc. Wer möglich günstig eine aktuelle Vollformatkamera von Nikon erwerben möchte, sollte sich die Nikon Z5 und die alte Nikon Z6 anschauen.

Fujifilm

Fujifilm hat zwei verschiedene Kamerareihen im Bereich der Systemkameras im Angebot. Hier haben wir es diesmal nicht nur mit unterschiedlichen Sensorgrößen, sondern auch mit zwei verschiedenen Objektivanschlüssen zu tun.

Fuji GFX (Mittelformat)

Die Fuji GFX Kameras arbeiten mit großen Mittelformatsensoren, diese sind sogar noch größer als Vollformatsensoren. Damit können wir es kurz machen: Finger weg von allen Fuji GFX Kameras und den dazugehörigen “GF-Objektiven”, wenn du ein Einsteiger bist.

Fuji X (APS-C)

Fujis X-Kameras sind hingegen sehr interessant für Einsteiger, denn sie arbeiten nicht nur mit einem APS-C-Sensor, vielmehr hat Fujifilm auch eine extrem große Auswahl an passenden APS-C-Objektiven im Angebot. Diese erkennt man entweder an einem “XF” (das sind die hochwertigeren Objektive) oder einem “XC” (das sind die günstigeren Objektive) im Namen. Die Objektive sind teilweise schön kompakt und überzeugen darüber hinaus mit einer hohen Qualität. Das macht die Fuji X Kameras in unseren Augen sehr attraktiv für Einsteiger, auch wenn die XF-Objektive manchmal etwas teuer sind.

Was bei Fujifilm ebenfalls erwähnenswert ist ist die Tatsache, dass der Hersteller mit der X-H2s, X-H2 und X-T5 drei sehr professionelle APS-C-Kameras im Angebot hat. Andere Hersteller nutzen das APS-C-Format eher in der Einsteiger- und Mittelklasse und wollen, dass man ab einem gewissen Level aufs Vollformat wechselt. Bei Fujifilm ist das nicht der Fall, hier gibt es auch wirklich professionelle APS-C-Kameras. Im Gegenzug fehlt natürlich die Upgrade-Möglichkeit auf einen größeren Vollformatsensor, da Fujifilm gar keine Vollformatkameras hat.

Sony

Sony E (Vollformat und APS-C)

Bei Sony verhält es sich wie bei Nikon und Canons RF-System. Das Unternehmen hat sowohl Systemkameras mit APS-C- als auch Systemkameras mit Vollformatsensoren im Angebot, beide teilen sich aber das gleiche Bajonett – das sogenannte E-Bajonett. Vollformatobjektive erkennt man bei Sony an einem “FE” in der Bezeichnung und sie können an allen Kameras verwendet werden. APS-C-Objektive hingegen können (wie immer) ohne Einschränkungen nur an den APS-C-Kameras angebracht werden. Zu den APS-C-Kameras gehören die A6xxx Kameras (z.B. Sony A6100, A6400 oder A6600) sowie die ZV-E10. Vollformatkameras hören auf die Bezeichnung Sony A7, A7r, A7s, A9 oder A1.

Sonys A6xxx Kameras sind für Einsteiger definitiv eine sehr interessante Option. Die Auswahl von Sonys eigenen APS-C-Objektiven ist zwar etwas kleiner als bei Fujifilm, dafür gibt es aber noch viele Objektive von Drittherstellern wie z.B. Tamron oder Sigma und jede Menge Vollformatobjektive von Sony. Diese könnte man dann natürlich auch an einer Vollformatkamera der A7 Reihe weiterverwenden, wenn man irgendwann später mal aufs Vollformat wechseln möchte.

Panasonic

Panasonic “S” (Vollformat)

Panasonics Vollformatkameras beginnen stets mit einem “S”, also S1, S1R, S5 oder S1H. Diese Kameras arbeiten mit dem sogenannten L-Bajonett, auf welches auch Kameras von Leica und Sigma setzen. Das bedeutet, dass sich diese Hersteller das Bajonett teilen und es dementsprechend eine größere Auswahl an Objektiven gibt, da alle drei Unternehmen nicht nur Kameras, sondern auch Objektive produzieren. Trotzdem bleiben die Panasonic S Kameras Vollformatkameras, die für Einsteiger mit Ausnahme der Panasonic S5 eher uninteressant sind. APS-C-Kameras hat Panasonic nicht im Angebot.

Panasonic “G” (Micro-Four-Thirds)

Micro-Four-Thirds-Sensoren sind kleiner als APS-C-Sensoren und somit grundsätzlich sehr gut für Einsteiger geeignet. Panasonics Micro-Four-Thirds-Kameras beginnen alle mit einem “G”, erhältlich sind verschiedenste Modelle in unterschiedlichen Preisstufen. Man hat hier also die Möglichkeit, alle seine Micro-Four-Thirds-Objektive weiter zu verwenden, wenn man auf eine teurere Kamera wechseln möchte. Insgesamt ist die Auswahl an Objektiven sehr groß, da auch OM System (ehemals Olympus) Micro-Four-Thirds-Kameras anbietet und hier das gleiche Bajonett genutzt wird.

Nachteil: Es gibt keine Upgrade-Möglichkeit auf ein größeres Sensorformat.

OM System / Olympus

Olympus OMD (Micro-Four-Thirds)

Olympus bzw. OM System hat ausschließlich Micro-Four-Thirds-Kameras im Angebot. Hier gilt natürlich das gleiche, was wir schon bei Panasonic geschrieben haben: Die Systemkameras sind grundsätzlich sehr gut für Einsteiger geeignet, da die Auswahl an Objektiven sehr groß ist. Außerdem sind Micro-Four-Thirds-Kameras häufig angenehm leicht und kompakt und lassen sich gut transportieren.

Teil 4: Warum nicht die…?

Vielleicht hast du vor dem Lesen dieses Artikels schon eine ganze bestimmte spiegellose Systemkamera für Einsteiger im Sinn gehabt und fragst dich jetzt, warum wir diese nicht als eine der besten DSLMs für Anfänger aufgelistet haben. Da wollen wir natürlich für Klarheit sorgen. Im folgenden Abschnitt erkläre ich kurz und knapp, was aus unserer Sicht gegen die anderen spiegellosen Systemkameras in der Preisklasse von unter 1.000 Euro spricht.

In diesem Zusammenhang möchte ich aber nochmal erwähnen, dass es zahlreiche erstklassige DSLMs und somit sehr gute Alternativen zu unseren Produktempfehlungen gibt. Manche Kameras sind quasi auf Augenhöhe mit den Kameras, die wir empfohlen haben und es ist eher eine Sache des persönlichen Geschmacks, für welches Modell man sich entscheidet. Nur weil eine Systemkamera nicht weiter oben im Artikel genannt wird, heißt das also nicht automatisch, dass sie schlecht ist.

Sony A6000

Die Sony A6000 kostet inzwischen weniger als 500 Euro und ist dementsprechend eine wirklich günstige Systemkamera für Einsteiger. Hätten wir neben der Canon EOS M200 und Panasonic GX80 noch eine weitere richtig günstige Kamera empfehlen wollen, wäre es vielleicht die A6000 gewesen. Vorteile im Vergleich zur Canon EOS M200 sind zum Beispiel der vorhandene Sucher (der allerdings recht pixelig ist) und die schnellere Serienbildgeschwindigkeit. Allerdings ist die A6000 inzwischen auch sehr in die Jahre gekommen und gerade beim Autofokus und im Video-Bereich hat sich in letzter Zeit viel getan. Da sehen wir die GX80 insgesamt vorne.

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Sony A6100

Für die Sony A6100 werden derzeit etwa 830 Euro inklusive Kit-Objektiv fällig. Da sollte man lieber 100 Euro mehr in die Hand nehmen und die bessere A6400 kaufen, auch wenn die A6100 grundsätzlich eine gute Kamera ist.

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Sony ZV-E10

Die Sony ZV-E10 ist eine Kamera, mit der Sony vor allem Vlogger und Content Creator ansprechen möchte. In vielen Punkten ist die ZV-E10 auf Augenhöhe mit der A6400, es gibt aber einen entscheidenden Nachteil: Die ZV-E10 hat keinen Sucher. Da wir einen Sucher im Preisbereich von mehr als 500 Euro als wichtig erachten, haben wir uns deshalb schlussendlich für die A6400 entschieden. Die ZV-E10 ist insgesamt aber eine hervorragende Kamera und wer auf den Sucher der A6400 verzichten kann und stattdessen lieber ein komplett flexibles Display möchte, der macht hier absolut nichts falsch.

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Canon EOS M50

Eine sehr gute Option und eine absolut empfehlenswerte Kamera. Vorteile im Vergleich zur EOS M200 sind der vorhandene Sucher, das beweglichere Display und die schnellere Serienbildgeschwindigkeit. Wem die M200 etwas zu schwach auf der Brust ist, der greift zur M50 (falls noch verfügbar) oder zur Nachfolgerin, der M50 Mark II.

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Canon EOS M50 Mark II

Die Canon EOS M50 Mark II ist auf dem Papier die Nachfolgerin der M50, in der Praxis hat sie aber keine nennenswerten Verbesserungen zu bieten, wie du in diesem Artikel nachlesen kannst. Schlussendlich ist es also (fast) egal, ob du zur M50 oder zur M50 Mark II greifst. Nimm die Kamera, die günstiger ist.

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Fuji X-S10

Wir haben es weiter oben im Artikel schon beschrieben: Das Bedienkonzept der Fuji Kameras mit den ganzen mechanischen Einstellrädern ist ein bisschen Geschmackssache. Darüber ist sich auch Fujifilm im Klaren, weshalb vor einiger Zeit die Fuji X-S10 vorgestellt wurde. Kurz gesagt ist die Fuji X-S10 eine gleichwertige und teilweise sogar bessere (Stichwort “IBIS”) Alternative zur X-T30 II, die in Sachen Bedienung eher einer “normalen” Kamera ähnelt. Leider liegt die X-S10 auch mit einem zugedrückten Auge preislich über der von uns gesteckten 1.000-Euro-Grenze, insgesamt ist sie aber eine absolut empfehlenswerte Systemkamera, an der es nichts zu meckern gibt.

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Olympus E-M10 Mark IV

Die Olympus E-M10 Mark IV ist die Nachfolgerin der E-M10 Mark III, vorgestellt wurde sie im Jahr 2020. Sie ist aktuell im Preisbereich von gut 800 Euro angesiedelt und damit doch nochmal ein Stückchen teurer als die Panasonic G81, weshalb sie es aktuell nicht in unsere Liste geschafft hat. Grundsätzlich ist die Olympus E-M10 Mark IV aber eine exzellente Kamera.

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Panasonic G91

Die Panasonic G91 ist die Nachfolgerin der G81 und somit eigentlich ein ganz heißer Kandidat für unsere Liste der besten Systemkameras für Einsteiger. Im Vergleich zur G81 hat sie auch einige Vorteile und Verbesserungen zu bieten, dafür ist sie aber auch spürbar teurer und fällt eher in eine Kategorie mit der Fuji X-T30 II und der Sony A6400 – und da sehen wir Fuji und Sony dann doch leicht vorne. Sollte die G91 irgendwann noch etwas stärker im Preis fallen und die G81 nicht mehr erhältlich sein, hat die G91 aber gute Chancen, in unsere Liste zu rutschen.

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Nikon Z fc

Die Nikon Z fc ist die perfekte Kamera für dich, wenn du Fan von einer eher analog angelegten Bedienung bist, mit dem Fuji System aber nicht so richtig warm wirst. An der Technik der Z fc gibt es nichts zu meckern, wer mit den vorhandenen DX-Objektiven klarkommt und/oder bereit ist mit einem Adapter zu arbeiten, der kann sich die Kameras in jedem Fall genauer anschauen.

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Nikon Z30

Die Nikon Z30 ist die günstigste spiegellose Systemkamera für Einsteiger von Nikon. Der Haken aus unserer Sicht ist lediglich, dass die Z30 auf einen Sucher verzichtet. Wenn dich das nicht stört und du gerne in Nikons Z-System einsteigen willst, ist die Z30 mehr als nur einen Blick wert. Ein günstigerer Einstieg ins Z-System ist nicht möglich.

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Teil 5: Schlusswort, Zusammenfassung und FAQ

Ich fasse zusammen: Lass als Einsteiger im Normalfall die Finger von einer Kamera mit Vollformatsensor und schau dir nicht nur die einzelnen Kameras, sondern auch die gesamten Kamerasysteme an. Kleine technische Unterschiede innerhalb einer Preisklasse spielen unserer Einschätzung nach nur eine untergeordnete Rolle, vielmehr sollte den Ausschlag geben, mit welchem Hersteller man sich am wohlsten fühlt (Objektivauswahl berücksichtigen!) und welche Kamera am besten in der Hand liegt.

Wenn du mittel- bis langfristig mit einer spiegellosen Vollformatkamera liebäugelst, solltest du dir als erstes das Canon RF, Nikon Z und Sony E System anschauen. Bei Canon und Nikon bieten sich die Canon EOS R10 und Nikon Z50 für den Einstieg an, bei beiden Systemen gibt es aber nur wenige APS-C-Objektive.

Wenn man die Vollformatkameras und die Hersteller mit einem etwas mageren Objektivangebot aussortiert, dann kommen als erstes die folgenden Systemkameras für Einsteiger in Frage:

  • Fuji X Reihe (z.B. Fuji X-T30 II, X-S10)
  • Sony A6000 Reihe (z.B. Sony A6000, A6100, A6400) und Sony ZV-E10
  • Panasonic G Reihe (z.B. Panasonic G81, G91, G70, GX80)
  • Olympus Kameras, die weniger als 1.000 Euro kosten, z.B. E-M10 Mark IV

Wir würden absoluten Neueinsteigern, die ein günstiges und kompaktes Upgrade zum Smartphone suchen, zur Panasonic GX80 oder Canon EOS M200 oder zur raten. In der Preisklasse von rund 500 Euro bekommt man aktuell nichts Besseres. Als etwas professionellere Alternative zur Canon EOS M200 empfiehlt sich die Canon EOS M50 Mark II.

Im Bereich von über 650 Euro tut sich unserer Meinung nach die Panasonic G81 hervor, im Bereich von 850 Euro folgen die Olympus E-M10 Mark IV und Panasonic G91 als Empfehlung. Und wer bereit ist, ca. 1.000 Euro in eine Systemkamera für Einsteiger zu investieren, der sollte sich genauer mit der Sony A6400 und der Fuji X-T30 II beschäftigen.

Falls du bereits Erfahrungen mit anderen Kameras sammeln konntest und dich bewusst für eine spiegellose Vollformatkamera interessierst, dann empfehlen wir dir die Canon EOS RP, Sony A7 III, Nikon Z5 oder Panasonic S5.

Ganz egal für welche Systemkamera du dich entscheidest, am Ende lassen sich mit jedem der in diesem Artikel genannten Modelle hervorragende Bilder schießen. Schließlich macht am Ende der Fotograf das Bild – und nicht die Kamera.

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Dieser Artikel wurde zuletzt im Januar 2023 überarbeitet und auf den neusten Stand gebracht.



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Bodo Schulz

Olympus (und Sony) für Anfänger. Naja, die ganze Menüführung ist ja nun wirklich nicht sehr intuitiv. Eine Canon, Panasonic und Nikon sind da einfacher zu verstehen.

Marcel

Also etwas muss ich nun auch mal zur Menüführung sagen… Ich habe mit Sony angefangen und finde nicht, dass die Menüführung extrem schwierig ist. Bei der A7 kann man ja sogar sein Menü anordnen und Favoriten anlegen wie man Lust hat.
Wenn ich mich bereits seit Jahren an eine Menüführung gewöhnt habe und muss dann auf eine Andere umsteigen, ist es klar, dass es mir schwer fällt. Es ist wie Mark sagt eben eine subjektive Geschichte.

Dominik

? die beste spiegellose Kamera für “Einsteiger” ist das Smartphone. Ist auch die einzige Kamera, die ein jeder versteht inkl. Kleinkind bis Oma. Die restlichen 1% der Bevölkerung orientiert sich schlichtweg nach Preis und Größe. Nicht zu groß, weil man es nicht mehr mitnehmen möchte und nicht zu klein, weil es ja per se dann nichts taugen kann laut Vorstellung. Je kleiner, desto schlechter übrigens. Also… die Außenabmessung des Gehäuses. Am Ende des Tages wird es dann eine Canon. Warum? Ganz einfach: Die Kitlinse, die von nun an für immer wie angeschweißt drauf bleibt, ist schon dabei, im Fernsehen und Plakaten ist immer Werbung von Canon und ganz ganz wichtig: Im Mediamarkt liegt die gerade auf dem Wühltisch für -50%.

ODER sprechen wir vom restlichen 0,1% der Bevölkerung? Tja… beim dem ist es eigentlich komplett egal was dieser kauft. Wirklich völlig egal. Weil diese Leute fähig sind mit dem Werkzeug umzugehen und wissen was sie machen. Da ist dann auch keinerlei Unterschied zwischen Smartphone, MFT, APS-C oder Vollformat. Bei den Leuten sieht es immer erste Sahne aus

? My 50 cent

Dominik

mist… das war jetzt bestimmt zu subjektiv. Also was ist damit sagen möchte… liebe Einsteiger und Anfänger: Das Foto macht nicht die Kamera, sondern ihr selbst. Mit Gestaltung, Kreativität und einen guten Workflow in der Bildhandhabung macht ihr 99% des Bildes. So Themen wie Kamera und Objektiv sind Nebenschauplätze. Und wenn, dann ist das Objektiv noch entscheidender als die Kamera. Oft reicht eine gebrauchte Kamera, die paar Jahre alt ist. Bekommt man bei eBay Kleinanzeigen für 100 – 300 euro. Da drauf ein gutes Objektiv und schon liegt der gesamte Rest bei euch. Nur noch bei euch

Achim Maas

Hallo Dominik,
das war nicht subjektiv sondern arrogant.
Vielleicht sollten die Fotografen, die sich für Profis halten mal an ihre eigenen Anfänge denken und, anstatt zu lästern, Anfängern Tipps geben oder zumindest zulassen, dass sich auch Anfänger hier orientieren können.
Ich bin auch kein Profi, habe aber mit Interesse einige Beiträge gelesen, war aber ziemlich angewidert, wie sich einige Foristen auf niedrigstem Niveau beharken, das kann einem das ganze Forum verleiden.
Deshalb bin ich ganz froh, dass hier inzwischen eingegriffen wird.
Mit freundlichen Grüßen
Achim Maas

Dominik

@Achim – ich glaube einfach, dass die Aufteilung “Einsteiger” heutzutage nicht mehr so pauschal verläuft. Früher brauchte man eine sehr spezifische Technik, um überhaupt Fotos zu erhalten. Das Wissen musste jahrelang zunächst theoretisch erlernt werden, da die Kosten immens waren. Heutzutage gibt es diese “spezifische” Technik per se nicht mehr. Natürlich kann ich mir eine 50 Jahre alte SLR aus dem Regal nehmen und einen Film einlegen. Aber das ist eher was für exotische Puristen. Heutzutage braucht es nicht viel für ein gutes Foto. Und “gut” wird definiert über die Likes bei Instagram. Auch dafür braucht man Geschick, Gestaltung, Idee und Umsetzung. Leider muss ich ehrlich sagen, dass man dazu kaum eine Kamera braucht. Da reicht zur Not das neuste Smartphone und eine gute Foto-App. War übrigens nicht einmal arrogant gemeint. Eher eine Mischung aus lachenden und weinenden Auge. Lachend weil: Heutzutage braucht man die ganzen oben aufgeführten und liebevoll ausgewählten Kameras nicht mehr. Und weinend weil: Heutzutage besteht Fotografie aus einem Massenkonsum am Smartphone-Bildschirm. Maximal 0,5 Sekunden und dein Bild wird weiter gewischt. Mit etwas Glück 1 Sekunde und du bekommst ein Herzchen. Das ist nicht nur bei Instagram so. Früher saß ich stundenlang am Rechner und habe die… Weiterlesen »

Heiko

Ich kann immer noch nicht mit dem Smartphone umgehen, geschweige denn damit fotografieren. Der Umgang mit den Menüs meiner Olympus OM-D EM1II und der Sony A7 bereitet mir aber keinerlei Probleme. Im Gegenteil – ich finde die Menüs von Canon und Nikon total unübersichtlich. Und warum ist das so: weil ich mich von Anfang an in die Menüs meiner Kameras reingedacht habe. Ein Canon-User wird deshalb das Canon-Menü als übersichtlicher empfinden … ganz klar. Sollte ich einmal auf die Idee kommen, mir ein Smartphone zuzulegen (eher unwahrscheinlich), würde ich das Menü sicherlich auch nach kurzer Zeit verstehen.

Frank Heidemann

Die M10 ll habe ich mir grade als Zweitkamera gekauft, zum einen der Funktionen wegen und dann weil ich sie unglaublich hübsch finde.

Hendrik

Dieses Mantra “Der Fotograf macht das Foto und nicht die Kamera” das immer überall runtergebetet wird ist so wie es oft verwendet wird doch auch quatsch. Wenn ich einen Vogel fotografieren will, dann kann ich noch so ein toller Fotograf sein. Das wird mir mit einem 35mm Objektiv sehr selten gelingen. Wenn ich eine Raupe oder sowas formatfüllend fotografieren will, dann werde ich das mit vielen Objektiven wegen zu hoher Naheinstellgrenze nicht können. Usw. Usw.

Es stimmt: Ohne den Fotografen macht die Kamera keine Bilder und die Kamera sucht auch nicht selbstständig das richtige Motiv, die richtige Stimmung, die richtige Perspektive usw. Aber ein Fotograf der nicht nur das Können und Wissen hat für das Foto, das er im Kopf hat, sondern auch die passende Ausrüstung, hat noch mal ganz andere Möglichkeiten.

Und ja, ein Smartphone kann unter bestimmten Bedingungen (gutes Licht z.B.) grandiose Bilder machen. Aber mit größeren Sensoren kann ich auch in anderen Situationen, in denen das Smartphone eben hoffnungslos versagt, immer noch mein Können nutzen, um die tollen Bilder zu machen.

Besseres Equipment ermächtigt den Fotografen also sein Können in vielfältigeren Situationen anwenden zu können.

Alfred Proksch

Servus Mark Göpferich,

Deine Idee leicht verständlich Grundwissen zu vermitteln finde ich echt gut. Das fördert bestimmt die Traute so das Neulinge hier im Portal ihre Erfahrungen und Meinungen zum Ausdruck bringen.

Den Hinweis mit begründeten Aussagen Meinungen zu veröffentlichen und nicht mit besser oder schlechter zu arbeiten finde ich wichtig.

Mark ich freue mich schon auf die neuen Ansichten der „Einsteiger“!

Heiko

Ich möchte mich dem Kommentar von Alfred Proksch anschließen. Bei aller Selbstverständlichkeit zum fotografischen Wissen und Können der meisten Kommentatoren: es kommen doch immer wieder neue Fotoentusiasten aus den Reihen der Smartphonebenutzer. Dank AI ihrer Smartphones machen sie vergleichsweise “gute” Bilder. Ohne das Grundwissen von Zeit und Blende wissen sie nur nicht, wieso ihre Fotos gut geworden sind. Hier vermittelnd einzugreifen sollte die Aufgabe der alten Hasen sein.

Noch etwas generelles zum Thema DSLM / DSLR: als Brillenträger, der (aus welchen Gründen auch immer) keine Gleichtsichtbrille tragen kann, kommt eigentlich nur die DSLM in Frage. Ich hatte schon früh neben meiner EOS-Ausrüstung Kontakt zur ersten MFT-Lumix. Was für ein Fortschritt: gleich nach der Belichtung, ohne die Kamera vom Auge nehmen zu müssen, das Foto im Sucher betrachten zu können! Dieser Punkt wird hier meiner Ansicht nach von den Freunden der DSLR zu häufig nicht mit berücksichtigt. Für z.B. Vogelbeobachtungen mit stundenlangem Ansitzen bleibt die DSLR ohne den Strom verbrauchenden Sucher natürlich im Vorteil.

Hex

Ich finde diesen Artikel sehr gelungen und ausgewogen!

Vielleicht wäre es noch ganz hilfreich gewesen, auch bei Olympus ein paar Modelle zu nennen und einzustufen.

Vielleicht noch ein paar Preis-Leistungstipps:

Olympus hat öfter mal Aktionen, bei denen zum Kauf einer neuen Kamera eine gute Festbrennweite dazu geschenkt wird.

Effektiv habe ich so letztes Jahr für eine neue Pen E-PL9 (sucherlose kompakte Einsteigerkamera mit vielen Features, ohne Objektiv) nur 270 Euro gezahlt.

Meiner Meinung nach bietet die Olympus E-M10 Mark II das bessere Preis-Leistungsverhältnis gegenüber der Nachfolgerin, vor allem gebraucht.

Wer als Einsteiger trotz Unvernunft unbedingt spiegelloses Vollformat will, der sehe sich mal die Sony A7 Mark II an, aktuell neu inkl. Kitobjektiv im Angebot unter 1.000 Euro und gebraucht bei 600-700.
Hauptnachteil: nicht so leistungsfähiger Autofokus bei Dunkelheit und Bewegung, Rauschverhalten nur auf Höhe einer aktuellen APS-C Kamera, keine günstigen Teleobjektive im System.
Hauptvorteile: Bildstabilisator, sehr guter Dynamikumfang (praktisch bei Landschaftsaufnahmen mit Sonne und für die Nachbearbeitung), leichter, einen unscharfen Hintergrund zu bekommen als bei kleineren Sensoren.
Objektive gibt es mittlerweile gute neu ab 400 Euro aufwärts.

Carsten Becker

Moin!
Ich finde ein paar Dinge im Artikel etwas “unglücklich” formuliert.
Das eine ist die “kategorische” Ablehnung von Kleinbild (“Vollformat”) für Anfänger. Ja, VF kommt durchaus in den eher komplexen Kameras zum Einsatz und bedingt dadurch meist, dass man sich mehr mit der Kamera beschäftigt. Allerdings kommt es meiner Meinung nach darauf an, was Jemand fotografieren will. Wer viel LowLight machen möchte, den wird eine APS-C relativ wenig bringen, bzw. da wird er schnell an die (ISO)Grenzen kommen…

Und dann der Hinweis, dass es noch keine große Auswahl an EF-M-Objektiven gibt. Ja, das ist auch soweit richtig, aber es lassen sich ALLE EF-Mount-Objektive (auch EF-S und Drittanbieter!) an den EOS-M nutzen (zwar mit Adapter, aber völlig verlustfrei)! Das sollte zumindest nicht unerwähnt bleiben finde ich! Vor Allem, da bei Fuji und Sony das Portfolio der nativen Linsen auch nicht gerade überragend (und oft teuer, bzw. teurer als eine EF-Linse) ist!

Georg

Nun, für die Zielgruppe der “suchenden” nach der richtigen Kamera nebst Zubehör ist es doch hilfreich.
Für mich ist das doch wie jemand, der heute seine Führerscheinprüfung hinter sich hat. Er fährt erst einmal, wie es vom Fahrlehrer erlernt wurde, aber mit der Zeit entwickelt er seinen eigenen Fahrstil.

So betrachte ich auch diesen sehr umfassenden Bericht. Es dient als Basic, als einen Anfang.
Irgendwann hat den der “suchende” seine Kamera begriffen und ist entweder zufrieden mit dieser oder sucht nach einem Upgrade.

Ich denke, so ist es uns doch ähnlich ergangen.
…und nur mal so am Rande, wer kennt sich mit allen Neuheiten aus? Ein Neueinsteiger eher weniger.

Cat

Hallo Mark mich irritieren die dargestellten Größenunterschiede der Sensoren, die scheinen mir nicht Maßstabsgerecht sondern eher symbolhaft zu sein. Vor allem der Unterschied FT – APS-C scheint mir deutlich zu gering – zumal man da auch klar stellend könnte, APS-C von Canon oder APS-C von allen anderen? Auch der Unterschied IPhone zu 1″ Sensor scheint mir zu klein. Film-Mittelformat 645 – 2.69x = 42.5×5.6 mm – 2324mm2 0.37x MITTELFORMAT Pentax – Mamiya – Zenza Bronica (45x60mm) Mittelformat Digital – 1,7x = 33×44 mm – 1450mm2 0.68x MITTELFORMAT Fujifilm – Hasselblad – Pentax – Leica (30x45mm) Kleinbild – Vollformat – 1x = 24×36 mm – 864mm2 1x VOLLFORMAT SONY – CANON – NIKON – LEICA – PENTAX APS-C – 1/2.4x = 15,7 x 23,4 mm – 367mm2 1.5x HALBFORMAT SONY – FUJI – NIKON – PENTAX – LEICA APS-C – 1/2.5x = 15,1 x 22,7 mm – 342mm2 1.6x HALBFORMAT CANON Canon 1,5“ – 1/3.7x = 14,0 x 18,7 mm – 233mm2 1.9x VIERTELFORMAT CANON microFourThirds – 1/3.9x = 13,0 x 17,0 mm – 221mm2 2.0x VIERTELFORMAT PANASONIC – OLYMPUS 1“ Zoll – 1/7.5x = 8,8 x 13,2 mm – 116mm2 2.7x ACHTELFORMAT SONY – PANASONIC – NIKON – OLYMPUS –… Weiterlesen »

Cat

Häufig werde ich nach einer Empfehlung gefragt, die Meisten haben bereits ein aktuelles Handy und weniger Berührungspunkte mit Systemkameras und andere sind schon älter, haben alles miterlebt und wollen unbedingt “unbeschwerter” fotografieren. Ich empfehle oft die Finger von Canon EOS M (gute Bedienung, aber Spielzeug – eher für Vlogger) und Sony Alpha E (einseitig, schwächere Objektive, Bedienung unbefriedigend) zu lassen und selbst Fujifilm empfehle ich nicht mehr so gerne. Nach vielen schlechten Erfahrungen mit Panasonic-Kundendienst die letzten 2 Jahren, selbst erlebt und zu Ohren gekommen aus bekannter Quelle, würde ich auch Panasonic nicht mehr uneingeschränkt empfehlen. Was bleibt sind Olympus MFT und jetzt besonders auch Nikon Z50 – selbst wenn es dafür bisher nur 2 angepasste Objektive gibt – das 16-50 mm ist für mich zweifelsfrei mit Abstand der Klassenprimus und macht in der Größe absolut spaß. Ja, ist vielen erst einmal zu teuer. Dann würde ich eine gebrauchte E-M1, E-M1II immer den neuen Modellen E-M5III, E-M10 vorziehen. Fuji muß man mögen und der anfängliche Nimbus der besonderen Festbrennweiten verblasst langsam, weil viele ein Update bei AF-Antrieb, Blende, Mechanik brauchen – also dann eher die neueren f:2.0 Festbrennweiten, die Zooms sind für den Einsteiger noch sehr gut, im Vergleich lassen… Weiterlesen »

Maratony

Interessant, wie meinst du das mit Sackgasse?
Ich habe es bei Fujifilm anders gesehen, daher ist es interessant andere Ansichten zu hören.

Cat

@ Maratony
Ich meine das in dem Sinne:
Wohin kann man sich von Fuji-APS-C entwickeln?
Zum Mittelformat ist der Weg versperrt.
Sigma und Tamron werden aller Voraussicht nach nicht für Fuji Objektive produzieren, aber sicher bald sehr vie für alle anderen.
Eine Option zu Vollformat gibt es nicht.
Das Aps-c vergleichbare gute Bildergebnisse erlaubt wie Vollformat ist allenfalls erreichbar wenn ein sehr kenntnisreicher Fotograf sie bedient und daneben ein wenig kenntnisreicher mit Vollformat fotografiert.
Am Limit betrachtet stimmt das eher nicht.
Farben empfindet jeder anders und entstehen letztlich in unserem Kopf u davor in der Bildbearbeitung – nicht allein in der Kamera.
Die Sackgasse kann man auch bei Panasonic sehen, allerdings gibt es dort erheblich mehr Objektive und Optionen.
Aber wer sich bescheiden und von Fuji begeistert gibt, kann damit auch sehr glücklich sein.

Maratony

Danke Cat für deine Ausführungen. Ich will mal ungefragt meine Meinung dazu äußern. Für mich persönlich stellt Fujifilm einen der kompetentesten Akteure auf dem Markt dar. Ich halte die Entwicklung der Kameras für gelungen und die Auswahl, sowie die Qualität der Objektive für gelungen. Alles folgt, zumindest für mich, einem roten Faden. Letztlich ist Fujifilm aber ein Außenseiter und darin liegt für mich auch der Grund nicht konsequenter Weiterentwicklung. Es fehlt der nächste Schritt vom Charismatischen Produkt, hin zur bedingungslosen Maschine. Es fehlen, und das eher aus Imagegründen, die Brecher. Ein 135mm f1.4/f2, 300mm f2.8/f4, 400mmf2.8/f4. Ein 33mm f1 wäre gut gewesen, auch wenn es nicht realistisch erscheint. Das Poprtfolio muss dringend die vorhanden Linsen überarbeiten. Nicht auschließlich von der optischen Qualität, aber mindestens vom AF und dem WR. Will heißen Mark II für das 23mmf1.4, 35mm f1.4, 56mm f1.2, 10-24f4, 16-55f2.8 und anndere ebbenfalls. Ich habe letztens meine XPro2 gegen eine XH1 getauscht. Ich mochte meine XPro2 immer, aber mit der XH1 habe ich eine ernst gemeinte Kamera in den Händen. Das müsste konsequent weiterentwickelt werden. Optisch gefällt mir die XT3 besser, aber haptisch sind da Welten. Ich bin mal gespannt was kommen mag die nächsten Jahre, bzw. den… Weiterlesen »

Mirko

Verstehe jetzt auch nicht warum man sich mit Fuji (APSC) den Weg verbaut und in der Sackgasse landet ? Kenne genügend Leute die neben Fuji X Mount noch mit Fuji GF, Nikon, Canon oder Sony fotografieren und keiner von denen sieht sich in einer Sackgasse, von daher verstehe ich auch nicht das permanente Gejammer über Canon M vs R Mount und verstehe nicht das Canon das M Mount so künstlich ausbremst da es schon viel weiter sein könnte.
Nikon Z (APS-C) auch hier wird es dauern bis Objektive da sind und auch hier (vermute ich) wird Nikon die Bälle flach halten, nach dem Motto „liebe DX Kunden kauft bitte weiterhin unsere Pro Linsen für das „FX Format“
Die Leute die ich kenne wissen eigentlich im Voraus schon was sie fotografieren wollen und entscheiden so was in die Tasche kommt und schleppen nicht ihre Fuji und Sony Ausrüstung gleichzeitig mit.

Uneternal

Man könnte vielleicht noch zufügen, dass man bei Canon auch einen Original-Objektivadapter EF auf EOS-M bekommt (oft sogar im Bundle mit der Kamera), womit die Auswahl an Objektiven dann deutlich steigt.
Darüberhinaus gibts noch einen relativ günstigen Speedbooster von Viltrox, der M-Kameras quasi zu ner Mini-EOS RP macht.

Alfred Proksch

Aus Spaß habe ich mich an ein Kamera Verkaufsgespräch bei Saturn „herangeschlichen“. Der Kunde (so um die 30 Jahre jung) hatte sich anscheinend schon in diversen Foren und auf den Hersteller Seiten kundig gemacht.

Er selbst hat bisher mit dem SP Bilder gemacht und momentan eine Panasonic FZ83 Bridge-Kamera in Verwendung.

Der Verkäufer wollte ihm ohne Nachfragen ein „Wühltisch“ Angebot aufs Auge drücken! Das Ende war das der Kunde noch verunsicherter den Laden verlassen hat.

Es ist Glückssache wenn der Interessent auf einen Foto/Video Fachmann trifft der erst einmal den Bedarf des Kunden hinterfragt bevor er ihm einen Gerätevorschlag unterbreitet.

Deswegen finde ich es gut wenn Photografix sich Mühe gibt die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Systeme darzustellen.

Welcher Hersteller für einen Einsteiger der richtige ist hängt nicht nur von der Technik ab sondern ob der zukünftige Anwender gut mit der Kamera klar kommt und ob er sie gerne in die Hand nimmt. Es ist und bleibt eine individuelle Angelegenheit.

Trainzspotter

Mein Tipp: Eine gebrauchte Sony A6000 inkl. Kit 16-50 (280.-), und ein gebrauchtes A7 Kit 24-70 (130.-), welches an der A6000 zu einem 36-105 wird. Fertig ist die APS-C Systemkamera-Grundausrüstung.

evilcorp

Das ist eine hervorragende Übersicht und Einsteiger werden sich sicherlich gut zurechtfinden. Ich war einer dieser Umsteiger auf Systemkameras. Vor knapp 3 Jahren habe ich mir eine neue A6000 gekauft weil ich mir immer häufiger gewünscht habe eine bessere Linse als im Smartphone zu haben. Ich fotografiere immer noch gern mit dem Smartphone vor allem bei Ausflügen und Kurztripps, wenn ich keine Lust habe die Ausrüstung mitzuschleppen.
Damals stand ich vor der Wahl zwischen Nikon, Fuji und Sony. Letztendlich ist es die A6000 geworden mit der ich viel Spaß und viel gelernt habe. Auch weil man Altglas sehr gut adaptieren kann und mich damals der Vintagevirus gepackt hat. 🙂
Inzwischen habe ich mich von APS-C getrennt und mir eine A7R II zugelegt.

Harald Grimm

Als Einsteiger sollte man eine kleine Kamera um die fünfhundert Euro sich anschaffen.Egal ob Spiegel oder Spiegellose Kamera.Hat man interesse am Fotografieren gefunden,kauft man mit der Zeit sowieso eine bessere Kamera.

Wolfgang

Lieber Mark, vielen Dank für Deine große Mühe bei Photografix, das ich als Anfänger sehr gerne lese. Der Artikel ist sehr interessant, wobei ich mit meinem iPhone XS Max schon über 20.000 Bilder aufgenommen habe und insoweit ein wenig Erfahrung habe. Mittlerweile nutze ich ein iPhone 11 Pro Max und mir gefällt besonders gut die Belichtungsautomatik. Andererseits hat das iPhone deutliche Grenzen und ich überlege, ob ich mir eine Sony Alpha 7iii mit einem 24-105 mm F4 hole. Das wäre ein schönes Immerdrauf-Objektiv. Klar verstehe ich die Einschränkung bzgl. der damit verbundenen Kosten. Doch andererseits ist interessant, was ich statt des iPhone dafür bekäme? Selbst wenn Du mir sagen würdest, dass ich im Automatikmodus und mit JPEG nur 80% der Kamera ausschöpfe, würde ich eine deutliche Steigerung gegenüber einem iPhone sehen. Ja, die Kamera ist schwerer. Doch würde ich erwarten, dass ich mit der Alpha 7iii bei Landschaftsfotografie auf ein Stativ verzichten kann? Und eventuell auch viel weniger Ausschuss an Bildern hätte, da mich der Sucher stärker unterstützt. Noch kurz bezüglich Sony. Die sind eindeutig Marktführer bei den Bildsensoren und es ist nicht so, dass zum Beispiel nur Sigma oder Tamron schöne Objektive bauen. Sony kann das auch 😉 Auch… Weiterlesen »

Oliver2

Ich habe meiner 18jähigen Tochter zum Einstieg meine Pentax K-5 vererbt. Finde in dem Artikel keinerlei Gerät von Ricoh/Pentax; habe ich die junge Frau überfordert?

Sebastian Fornpost

Die Nikon Zs sind alle auch für Anfänger geeignet (ob nun APS-C (DX) oder Viollformat(FX) ) – meine Meinung. Vielleicht sollte man den Begriff ‘Anfänger’ mal klarer definieren. Da gibt es nämlich alles vom Knipser bis zum ernsthaften Interessenten. Die Empfehlungen sind so gesehen wertlos (meine Meinung – natürlich).

Paul

Hallo,
ich denke so eine Kaufberatung sagt nicht viel aus. Die Frage ist was möchte und kann ich ausgeben.
Was möchte ich an Gewicht und Größe dabei haben. Was ist mir an Technik – Qualität wichtig.
Aus den Antworten kann man jemanden Beraten. z.B. Sony A 6000 hat kein Bildstabilisator, elektronischer Verschluss – lautloses fotografieren, Bildretusche – störende Elemente aus den Fotos entfernen, 4K-Foto-Funktion – ermöglicht einzelne Bilder zu extrahieren, Sensorreinigung, Post-Focus-Funktion – die Schärfe nachträglich festlegen u.v.m´´. Das sind alles Dinge die man vorher in Betracht ziehen sollte. Als Frührentner habe ich mich für die Panasonic LUMIX G DMC-GX80 entschieden mit gebrauchten Objektiven und Festbrennweiten. Weil für mich das MFT System der ideale Kompromiss zwischen Leichtigkeit, Spontanität und Abbildungsqualität ist. So hat jeder sein persönlichen Vorstellungen, die in jede Kaufberatung einfließen sollten. Schöne Grüße Paul.

Toshi

Hallo,
ich fotografiere seit Ewigkeiten nur analog und will nun mal ein bisschen andere Sachen machen. Dazu habe ich mir vorab mal ein neues Petzval-Objektiv mit Canon EF-Mount bestellt. Ich besitze bisher außer meinem Smartphone keine Digitalkamera und bin somit Einsteiger.
Nach der Lektüre auch des anderen Beitrags habe ich mich eigentlich schon für eine DSLM entschieden. Nun lese ich immer, dass die Zahl an Objektiven überschaubar ist.
Was ich nun noch nicht gesehen oder gelesen habe ist, ob ich bspw. mit der Canon M50 ein EF-Objektiv nutzen kann. Oder ob es für eine Olympus oder Fuji Adapterringe für EF gibt. Kann mir das jemand beantworten? Danke vorab. BG

Janine

Hey,
 
ich bin zufällig auf diese Seite gestoßen und kompletter Neuling was das Thema “Kamera” betrifft. Momentan bin ich auf der Suche nach meiner Ersten und informiere mich sehr viel.
 
Zwei Modelle hatte ich bisher in der engeren Auswahl – die Canon EOS M50 (DSLM) und die Canon EOS 77D (DSLR). Nach diesem wirklich gut geschriebenen und einfach verständlichen Beitrag wird es vermutlich die M50 (DSLM) werden.
 
Der Beitrag hat mir wirklich geholfen, das ganze Thema schneller zu verstehen und war sehr informativ. Den Artikel „Systemkamera oder Spiegelreflex kaufen?“ habe ich vor diesem bereits gelesen und er hat auch sehr geholfen.
 
Vielen Dank dafür! 🙂
 

Mara Bz

Wow!
Ich war auf der Suche nach einer allgemeinen und verständlichen Erklärung bzw. Einführung in Systemkameras und bin auf diesen Artikel gestoßen.
Herzlichen Dank für so viel Guten und wirklich verständlichen Input!

Christian

Guten Tag !
Ich finde diesen Artikel wirklich gelungen und hilfreich. Aber allen Neulingen pauschal von einer Vollvormat Kamera abzuraten , nur weil sie zu teuer sind finde ich etwas oberflächlich. Technisch sind sie vielleicht etwas anspruchsvoller. Der Preis sagt nichts über die Eignung für einen Einsteiger aus . Das sollte jeder für sich entscheiden vieviel er investieren möchte.

Joshua

Was mir hier fehlt, ist der Wechsel vom Smartphone zum Einsteigerbereich um die 200 bis 250 Euro.

Es gibt Leute die sich vom Smartphone überhaupt erst einmal in den Kamerabereich bewegen wollen, aufgrund der Haptik gegenüber dem Smartphone und als Hobby.

Nicht jeder will gleich 600 Euro für eine Kamera und noch dazu Objektive kaufen.

Viele steigen auch erstmal mit einer Bridgekamera in das Segment der Fotografie ein.

Da sind dann auch Preise ab 230 Euro für eine Nikon B500/600 oder Canon SX530/540 HS ausreichend.

Rothe

Hallo,
bin zwar noch nicht zu einer Entscheidung gekommen welche Kamera es wird aber die Beschreibungen sind sehr hilfreich. Deshalb möchte ich mich dafür bedanken.
MfG
D.Rothe

Jan Maik Baumann

Hi Mark
Absolut genial dein testbericht. Hab nun stunden mich über kameras informiert und vollbildfunktion. Dein review und die inputs sind einfach top für einsteiger. Merci dir vielmals!
Lieber gruss
Jan maik

Soni

Hallo Mark! Vielen Dank für diese Informative Seite! Mir gefallen die sehr übersichtlichen und strukturiert aufgebauten Informationen 🙂 Leider kann ich mich nicht entscheiden und hoffe auf Hilfe. Getestet habe ich schon: *Oly M5 Mark 3 mit einem Pro Objektiv (ich weiß jzt nicht mehr welches): am PC waren das leider die Fotos mit den unnatürlichsten Farben und alle irgendwie milchig 🤔 ev hatte das Gerät/Objektiv ja auch was Die Kamera war auch nicht so angenehm zum halten soweit ich mich erinnere. *Sony A6100 mit dem einfachen Kitobjektiv (nur ganz kurz getestet für etwa 10 Fotos) : Die Geräusche der Kamera nervten mich und die fehlende Touchfunktion, das Steuerrad war auch gewöhnungsbedürftig sag ich mal. Das man im Automatikmodus nicht lautlos auslösen kann bzw das Verschlussheräusch so laut war, fand ich gar nicht gut, weil ich den Automatikmodus halt noch viel nutze und auch keine lauten Geräusche mag und auch nicht brauchen kann. Selber besitze ich die Panasonic G70: Sie liegt mir gut in der Hand und alles ist auch über den Touchscreen einstellbar und das finde ich auch gut. Lautlose Aufnahmen sind möglich und nur so mache ich die Fotos mit ihr und (leider) noch ganz viel im Automatikmodus.… Weiterlesen »

ChristianW

Vielen Dank für den wirklich guten Artikel. Mir hat er sehr viel geholfen. Aktuell bin ich mit der FZ82 unterweg. Da ich aber in die Produktfotografie einsteigen muss, möchte ich mich verbessern. Die G81 scheint ja sehr gut zu sein und für den Tipp mein Dank…

DIRK DASSLER

Olympus M10 mit 14-150 gibt s im Bunde oft um 500,- EU. Der ideale Einstieg Dann noch ein Portrait Objektiv 45 1.8 dazu (200,-) – pergekt

Georg

Zufällig hier reingelesen, und mit 35 Jahren Fotgrafieerfahrung sehr erstaunt und erfreut gewesen, einen richtig guten, für den interessierten Einsteiger perfekt geeigneten Artikel zu lesen. Ohne die übliche Expertenüberheblichkeit, wie sie in solchen Portalen oft üblich ist. Und nur mit dem nötigen Minimum an Fachgeschwurbel. Super! Wenn ich wieder mal gefragt werde, welche Kamera für den Einsteiger geeignet ist, werde zu auf diesen Artikel verweisen.

Ein Gedanken noch von mir
Ein Hobby ist eben mehr als die Produktion von Artefakten,insofern stimme ich nicht zu, dass es zu 99% egal ist, welche Kamera man kauft. Look and feel, Optik, Ergonomie,Bildstil, ja, Prestige (sind wir nicht alle ein bisschen Heuchler, wenn wir das von uns weisen?) sind eben schon wichtig. Vielleicht zu weniger als 50% für das Bildergebnis, aber für den Spaß schon, und damit auch für die Kontinuität, mit der das Hobby betrieben wird.
P. S. Die Empfehlung für das Fujifilm-X-System kann ich nur unterschreiben. .

Marius

Klasse Artikel! Großes Lob! Sehr umfangreich aber dabei doch kurzweilig und interessant geschrieben. Weiter so, Ich bin hat begeistert 😊👍

Schmid Margrit

Hallo Mark
dein sehr informativer Artikel hat mir als Foto-Neuling bei der Entscheidung zu einer Systemkamera sehr geholfen, ganz herzlichen Dank! Die Frage ist nur noch welche — Fujifilm XT 30 gefällt mir, Panasonic G 81 und Olympus E Reihe auch. Ich plane nächstes Jahr eine Reise in die Antarktis – welche Kamera würdest du mir empfehlen? Spritzwasserschutz wäre wohl wichtig, aber wie gesagt, bin ich Anfänger und möchte mich aber mehr mit Fotografie beschäftigen, vor allem für diese Reise.
ganz herzlichen Dank für deine Hilfe und freundliche Grüsse
margrit

Antje Lampe

Hallo Mark,
Danke für diesen tollen und übersichtlichen Artikel! Ich überlege gerade, von meiner gut zehn Jahre alten Canon EOS 600D Spiegelreflex auf eine Systemkamera umzusteigen. Meine alte Kamera hat besonders in Innenräumen immer wieder Probleme beim Auslösen und Fokussieren und ist auch ziemlich schwer.
Jetzt schwanke ich zwischen einer EOS m50 und einer LUMIX G81. Beide Kameras gibt es im Kit mit einem eher kleineren (15-45 bzw. 12-60) und einem größeren Objektiv (18-150 bzw. 14-140). Ist es sinnvoll, ein solches, größeres Objektiv zu kaufen oder ist man mit zwei Objektiven besser bedient?
Vielen Dank für die vielen interessanten Infos! MfG Antje