Kaufberatung

Das sind die besten Systemkameras für Einsteiger 2020

Du suchst eine spiegellose Systemkamera für Einsteiger, weißt aber nicht, welches Modell du dir zulegen sollst? Kein Problem, wir helfen dir bei der Entscheidung.

Kaufberatung für spiegellose Systemkameras

Canon, Nikon, Sony, Fujifilm, Olympus, Panasonic – all diese Hersteller bieten seit einigen Jahren sogenannte spiegellose Systemkameras an. Du hast bisher noch nichts von spiegellosen Systemkameras, sondern nur von Spiegelreflexkameras gehört? Kein Problem: Systemkameras (kurz: DSLMs) stellen inzwischen eine vollwertige Alternative zu Spiegelreflexkameras (kurz: DSLRs) dar und sind den Spiegelreflexkameras in einigen Punkten sogar überlegen. So sehen wir von Photografix beispielsweise in vielen Fällen den elektronischen Sucher, die kompaktere Bauweise und den Autofokus als Stärken der spiegellosen Systemkameras.

Du bist dir noch nicht sicher, ob eine klassische Spiegelreflexkamera oder eine spiegellose Systemkamera für dich die richtige Wahl ist und kennst dich mit Kameras allgemein noch nicht so gut aus? Dann wirf doch zuerst einen Blick in diesen Artikel. Dort erklären wir dir ausführlich, wo die Unterschiede zwischen den beiden Arten von Kameras liegen und helfen dir dabei herauszufinden, welche Kamera am besten zu dir passt. Und falls für dich eine Spiegelreflexkamera doch interessanter ist als eine Systemkamera, dann findest du hier unseren Artikel mit den aktuell besten Spiegelreflexkameras für Einsteiger.

So haben wir unsere Auswahl getroffen

DSLMs sind seit einigen Jahren auf dem Vormarsch, das erkennt man auch an der aktuellen Auswahl von Systemkameras für Einsteiger. In der Preisklasse von unter 1.000 Euro tummeln sich verschiedenste Modelle von unterschiedlichen Herstellern. Da ist es schwer, als Laie den Durchblick zu behalten.

Aus diesem Grund wollen wir dir in diesem Artikel die unserer Meinung nach besten Systemkameras für Einsteiger vorstellen, die der Markt aktuell zu bieten hat.

Bei unseren Produktempfehlungen haben wir uns eine Preisgrenze von rund 1.000 Euro gesetzt, da man als Einsteiger unserer Meinung nach niemals mehr als ca. 1.000 Euro in eine neue Kamera investieren sollte. Natürlich geben wir aber auch Kaufempfehlungen für Kameras, die sich eher im Bereich von 500 Euro bewegen. Das ist für jemanden, der eine gute Kamera für Urlaubsfotos und ein Upgrade zu seinem Smartphone sucht, in der Regel absolut ausreichend.

Eine gebrauchte Kamera zu kaufen kann viel Geld sparen, allerdings würde es den Rahmen dieses Artikels sprengen, wenn wir auch den Gebrauchtmarkt berücksichtigen würden. Deshalb konzentrieren wir uns hier ausschließlich auf neue Kameras, die ganz regulär im Handel erworben werden können.

Außerdem haben wir bei unserer Auswahl darauf geachtet, dass im Preis bereits ein Objektiv inbegriffen ist. Das ist das sogenannte „Kit-Objektiv“, bei dem es sich normalerweise um ein Zoom-Objektiv mit etwa 18-55mm handelt. Das ist für den Anfang perfekt geeignet. Generell würden wir dir aber auch empfehlen, zusätzlich zum Kit-Objektiv relativ schnell eine lichtstarke Festbrennweite zu kaufen, wenn es dein Budget zulässt. Eine Festbrennweite ist ein Objektiv, mit dem es nicht möglich ist, an das Motiv heranzuzoomen, dafür ist eine Festbrennweite aber kompakter, ermöglicht oftmals einen unscharfen Hintergrund und besticht mit einer besseren Bildqualität.

Objektive: Großer Vorteil im Vergleich zum Smartphone

Eine „richtige Kamera“ ist einem Smartphone immer deutlich überlegen, ganz egal ob spiegellose Systemkamera oder Spiegelreflexkamera. Das liegt vor allem an den Objektiven, diese sind in unseren Augen die größte Stärke einer Kamera im Vergleich zum Smartphone.

Sowohl bei einer Spiegelreflexkamera als auch bei einer spiegellosen Systemkamera hast du die Möglichkeit, die Objektive zu wechseln und unterschiedlichen Linsen anzubringen, die in verschiedenen Situationen ihre Stärke ausspielen können. So gibt es beispielsweise Objektive, mit denen besonders schöne Porträts möglich sind, mit anderen lassen sich hingegen besonders weite Bildbereiche einfangen, was perfekt für Landschaftsbilder geeignet ist.

Eine Sache solltest du aber unbedingt wissen: Man kann die Objektive von Hersteller A nicht an der Kamera von Hersteller B nutzen. Teilweise haben die Hersteller selbst auch Objektive mit unterschiedlichen Anschlüssen im Angebot. Nur weil sowohl auf der Kamera als auch dem Objektiv „Canon“ steht, heißt das also noch nicht automatisch, dass beide kompatibel sind.

Das bedeutet, dass man beim Kamerakauf auch ein Auge darauf haben sollte, wie viele passende Objektive für diese Kamera zur Verfügung stehen und wie teuer diese sind. Theoretisch gibt es zwar die Möglichkeit, auch Objektive von anderen Herstellern mit Hilfe von Adaptern zu nutzen, davon würden wir einem Neueinsteiger aber abraten. Das macht nur dann Sinn, wenn man von früher noch ein paar alte Spiegelreflexkamera-Objektive rumliegen hat und diese jetzt an einer neuen Systemkamera weiterverwenden möchte.

  Objektive spielen eine sehr wichtige Rolle beim Fotografieren und sind im Normalfall NICHT mit den Kameras von anderen Herstellern kompatibel. Achte beim Kauf also niemals nur auf die Kamera, sondern auch auf das dazugehörige Objektivangebot.

Finger weg von Vollformatkameras

Vorab noch eine kurze Info, falls du davon bisher noch nichts gehört hast: Kameras können mit unterschiedlich großen Bildsensoren arbeiten. Der Sensor ist das Bauteil, das am Ende das Bild aufnimmt. Hier siehst du einige Beispiele von verschiedenen Sensorgrößen:

Wenn man es vereinfacht ausdrücken möchte könnte man sagen, dass ein größerer Sensor immer eine bessere Bildqualität liefert. Manche Systemkameras arbeiten mit wirklich großen Vollformatsensoren, einem kompletten Neueinsteiger würden wir von einer Vollformatkamera aber stets abraten. Das ist ungefähr so, als würdest du dir als Fahranfänger direkt einen Porsche kaufen wollen. Vollformatkameras sind für Einsteiger einfach zu teuer und auch die passenden Vollformatobjektive können teilweise mehrere tausend Euro kosten.

Wie du siehst ist aber auch ein Four-Thirds- oder APS-C-Sensor deutlich größer als der Sensor in einem Smartphone. Das bedeutet, dass du mit einer richtigen Kamera eine bessere Bildqualität erhälst, als mit einem Smartphone.

  Mach als Einsteiger einen Bogen um teure Vollformatkameras und schaue dich lieber nach einer Kamera mit APS-C- oder Micro-Four-Thirds-Sensor um.

Welche Systemkameras für Einsteiger NICHT geeignet sind

Weiter unten in diesem Artikel sprechen wir noch etwas detaillierter über die Kamerahersteller und die verschiedenen Objektivanschlüsse der jeweiligen spiegellosen Systemkameras. Falls du dich aber nicht so sehr für die Details interessierst, wollen wir hier vorab kurz unsere Einschätzung abgeben, welche spiegellosen Systemkameras für Einsteiger interessant sind und welche nicht:

  • Canon EOS M: Für Einsteiger gut geeignet, aber für Profis zu wenig Auswahl bei den Objektiven
  • Canon EOS R: Für Einsteiger nicht geeignet
  • Fujifilm GFX: Für Einsteiger nicht geeignet
  • Fujifilm X: Für Einsteiger und Profis gut geeignet
  • Nikon Z: Für Einsteiger nicht geeignet
  • Olympus: Für Einsteiger und Profis gut geeignet
  • Panasonic S (Vollformat): Für Einsteiger nicht geeignet
  • Panasonic G (Micro-Four-Thirds): Für Einsteiger und Profis gut geeignet
  • Sony E: Für Einsteiger und Profis gut geeignet

Aufgrund der schlechten Objektivauswahl und/oder der hohen Preise der Kameras und Objektive kann man manche Kamerasysteme also schon von vorne herein ausschließen. Mit den übrig gebliebenen haben wir uns intensiv beschäftigt, um dir schlussendlich die unserer Meinung nach besten Systemkameras für Einsteiger empfehlen zu können.

Die drei besten Systemkameras für Einsteiger

Beste Leistung: Fuji X-T30 und Sony A6400

Wer sich sicher ist, dass die neue Systemkamera nicht schon nach einer Woche in der Ecke verstaubt und dementsprechend bereit ist, das Budget bis 1.000 Euro voll auszuschöpfen, dem würden wir ganz klar die Fujifilm X-T30 oder die Sony A6400 ans Herz legen.

Beide Kameras sind absolut erstklassig und es ist uns auch nach stundenlangen Tests, Vergleichen und Recherchen nicht gelungen, uns klar für eines der beiden Modelle zu entscheiden. Beide Kameras liegen unserer Meinung nach auf Augenhöhe, allerdings sind die Stärken und Schwerpunkte unterschiedlich verteilt. Es kommt also auf den persönlichen Geschmack an, ob man die Fuji X-T30 oder die Sony A6400 bevorzugt.

Fuji X-T30

Bei uns trifft die Fuji X-T30 etwas mehr den persönlichen Geschmack. Das liegt an zwei Dingen. Zum einen ist bei Fujifilm das Angebot an passenden APS-C-Objektiven größer als bei Sony. Klar, bei Sony hat man auch die Möglichkeit, die vielen vorhandenen Vollformatobjektive (Sony hat sowohl Kameras mit APS-C- als auch mit Vollformatsensoren im Angebot) an der A6400 zu nutzen. Doch Vollformatobjektive sind oftmals schwerer und teurer, was nicht unbedingt ideal ist, wenn man mit APS-C fotografieren möchte. Wer hingegen langfristig gesehen mit einer Vollformatkamera liebäugelt, für den ist die Sony vielleicht interessanter.

Zu anderen setzt Fujifilm bei der Bedienung der eigenen Kameras mehr auf analoge Bedienelemente und Rädchen, mit denen sich direkt verschiedene Einstellungen verändern lassen. Das fühlt sich unserer Meinung nach in der Praxis einfach wahnsinnig gut an. Natürlich ist man es im Smartphone-Zeitalter gewohnt, das Display als zentrales Bedienelement zu benutzen. Doch analoge Einstellräder vermitteln beim Fotografieren einfach ein anderes Gefühl. Da hat Fujifilm – zumindest bei uns – genau den Geschmack getroffen.

Ansonsten kann die Fujifilm X-T30 als herausragende Kamera mit einer erstklassigen Bildqualität, einem tollen Autofokus sowie einer flotten Serienbildgeschwindigkeit bezeichnet werden. Auch für Videos ist sie hervorragend geeignet. Somit ist die X-T30 in unseren Augen die beste Systemkamera für Einsteiger in der Preisklasse um rund 1.000 Euro.

Tipp: Wenn es dein Geldbeutel hergibt, dann kauf dir die X-T30 in Kombination mit dem XF 18-55mm Objektiv. Das ist ein absolut erstklassiges Objektiv, das deutlich besser ist als ein „normales“ Kit-Objektiv. Wenn dir das zu teuer ist, hat Fujifilm aber auch noch ein günstigeres Kit-Objektiv im Angebot, das XC 15-45mm. Das wird ebenfalls als Kit zusammen mit der X-T30 angeboten.

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Sony A6400

Die Sony A6400 besticht mit einem wahnsinnig guten (Augen-)Autofokus und einem großen Griff, der wirklich gut in der Hand liegt, deutlich besser als bei der Fuji X-T30. Außerdem kann das Display um 180 Grad nach oben geklappt werden. Das ist praktisch, wenn man sich selbst filmen oder fotografieren möchte. Dieses Klappsystem wurde von Sony zwar nicht perfekt umgesetzt, doch bei der Fuji X-T30 ist ein „Selfie-Display“ überhaupt nicht vorhanden. Dort kann das Display lediglich nach oben oder unten gekippt werden.

Auch für die Sony sprechen also einige Punkte. Ansonsten schenken sich Fuji X-T30 und Sony A6400 nicht viel, beides sind erstklassige Systemkameras. Tolle Bildqualität, wahnsinnig guter Autofokus (führender Eye-AF auf dem Markt), schnelle Serienbildgeschwindigkeit und gute Videoqualität sprechen für die Sony A6400. Somit ist sie eine vollwertige Alternative zur X-T30 und es ist eine Sache des persönlichen Geschmacks, welche Kamera und welchen Hersteller man denn nun bevorzugt.

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Favorit der Mittelklasse: Panasonic G81

In der Mittelklasse – also im Preisbereich von rund 650 Euro – haben wir uns für die Panasonic G81 als beste Systemkamera für Einsteiger entschieden. Diese Entscheidung war gar nicht so einfach, da es in diesem Preissegment mit der Sony A6000, Fuji X-A7, Canon EOS M50 usw. jede Menge sehr interessante Optionen gibt.

Warum also am Ende die Panasonic G81? Ganz einfach, wegen des absolut stimmigen Gesamtpakets, das die anderen Kameras in dieser Form unserer Meinung nach nicht ganz zu bieten haben. Die Panasonic G81 hat keine großen Schwächen, dafür aber zahlreiche Stärken. Das Gehäuse ist leicht, gleichzeitig aber hochwertig verarbeitet und sogar wetterfest. Der Touchscreen ist extrem beweglich und kann auch seitlich aus dem Gehäuse herausgeklappt werden, die Bildqualität ist sehr gut, der Autofokus flott.

Ein Highlight der Panasonic G81 ist außerdem der 5-Achsen-Bildstabilisator, den man ansonsten in dieser Preisklasse meist vergeblich sucht. Und: Es gibt nicht nur jede Menge passende Objektive von Panasonic selbst, sondern auch von anderen Herstellern wie Olympus. Das liegt daran, dass die Panasonic G81 eine Micro-Four-Thirds-Kamera ist und dann alle Micro-Four-Thirds-Objektive kompatibel sind, die es auf dem Markt gibt. Auch wenn sie von einem anderen Hersteller als Panasonic stammen.

Zudem hat die Panasonic G81 auch einen elektronischen Sucher zu bieten, was unserer Meinung nach ein wichtiges Merkmal ist in der Preisklasse ab 500 Euro ist. Günstigere Systemkameras für Anfänger verzichten oftmals auf einen Sucher. Natürlich kann man auch nur über das Display fotografieren, doch ein Sucher vermittelt beim Fotografieren doch nochmal ein anderes Gefühl.

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Für Sparfüchse: Canon EOS M100

Canon EOS M100 + 15-45mm Objektiv
87 Bewertungen
Canon EOS M100 + 15-45mm Objektiv
  • Beste Kamera für unter 450 Euro
  • Sehr leicht und kompakt
  • Einfach Bedienung + tolle Bildqualität

Wer so wenig Geld wie möglich ausgeben möchte, dem würden wir die Canon EOS M100 als beste Systemkamera für Einsteiger empfehlen. Mit einem Preis von rund 350 Euro inklusive Objektiv ist die Canon EOS M100 einfach unglaublich günstig. Klar, man muss bei den Funktionen dann einige Abstriche machen. So verzichtet die EOS M100 beispielsweise auf einen Sucher und auf einen Griff. Außerdem gibt es, wie weiter oben bereits erwähnt, nicht allzu viele Objektive für die Canon EOS M Kameras.

Doch für diesen Preis ist die Canon EOS M100 unserer Meinung nach eine hervorragende Wahl. Sie ist sehr leicht und kompakt, dementsprechend kann sie unkompliziert transportiert werden. Außerdem ist die Bedienung sehr einfach, was natürlich vor allem für Einsteiger perfekt ist. Hinzu kommt eine tolle Bildqualität. Für 350 Euro ist die Canon EOS M100 die perfekte Wahl für einen Neueinsteiger, der ein günstiges Upgrade zu seinem Smartphone sucht. Und wenn man sich irgendwann doch mehr Funktionen wünscht, dann ist die M100 auch schnell wieder verkauft und man kann sich eine etwas bessere Canon Kamera zulegen – da hat Canon mit der EOS M50 und der M6 Mark II nämlich interessante Optionen im Angebot.

Fazit: Wer nicht mehr als 450 Euro für eine Systemkamera für Einsteiger ausgeben möchte, der findet aktuell nichts Besseres auf dem Markt als die Canon EOS M100.

Details zu den Herstellern und ihren Objektiven

Du interessierst dich für die Details und Hintergrundinformationen zu den Objektiven und willst dir einen Überblick verschaffen, welche Kameras mit welchen Objektiven kompatibel sind? Dann sollte der folgende (relativ lange) Abschnitt interessant für dich sein.

Bei Spiegelreflexkameras ist es im Grunde gar nicht notwendig, sich genauer mit den verschiedenen Herstellern und ihren Objektivanschlüssen zu beschäftigen. Denn es gibt – mal abgesehen von Pentax, einem ziemlich kleinen Hersteller – eigentlich nur Canon und Nikon, die noch klassische DSLRs anbieten. Beides sind große Unternehmen, die regelmäßig neue Produkte auf den Markt bringen und zudem jede Menge erstklassige Objektive im Angebot haben. Da gibt es keine großen Unterschiede, die sich auf die Kaufentscheidung eines Einsteigers auswirken würden.

Bei spiegellosen Systemkameras sieht das anders aus. Hier gibt wesentlich mehr Unterschiede bei der Objektivauswahl, weil es deutlich mehr Hersteller gibt und diese teilweise noch nicht so lange mit DSLMs auf dem Markt vertreten sind. Dementsprechend gibt es für manche Systemkameras auch noch nicht so viele Objektive, was natürlich ein Nachteil ist.

Aus diesem Grund wollen wir hier nochmal detailliert die verschiedenen Hersteller und Objektivanschlüsse vorstellen und so unsere kurze Auflistung von weiter oben ergänzen. Die Größe der zur Verfügung stehenden Objektivauswahl hat auch bei unseren Produktempfehlungen für die besten Systemkameras für Einsteiger eine wichtige Rolle gespielt.

Canon

Canon hat zwei Arten von spiegellosen Systemkameras im Angebot, manche arbeiten mit APS-C-Sensoren, andere mit Vollformatsensoren.

Canon EOS M (APS-C)

Die Canon EOS M Kameras sind Canons spiegellose Systemkameras mit APS-C-Sensoren. Diese arbeiten mit einem eigenen Objektivanschluss (EF-M Bajonett) und die Auswahl an den sogenannten „EF-M Objektiven“ ist ziemlich überschaubar. Canon behandelt die EF-M Objektive ein wenig stiefmütterlich, weshalb wir jemanden, der die Fotografie als langfristiges Hobby mit gewissen Ambitionen sieht, von einer Canon EOS M aktuell eher abraten würden.

Trotzdem gibt es ein paar tolle und auch relativ günstige Gläser für die Canon EOS M Kameras. Gerade für Neueinsteiger, die ein günstiges Upgrade zu ihrem Smartphone suchen, ist die Auswahl an EF-M Objektiven absolut ausreichend. Zudem bieten langsam auch einige Dritthersteller Objektive mit EF-M-Anschluss an.

Canon EOS R (Vollformat)

Die Canon EOS R Kameras arbeiten mit Vollformatsensoren und dem RF-Bajonett. Die passenden „RF-Objektive“ sind allesamt extrem teuer, weshalb man von einer EOS R als Einsteiger unbedingt die Finger lassen sollte. Außerdem hat Canon das EOS R System erst im Jahr 2018 vorgestellt, dementsprechend gibt es sowohl bei den Kameras als auch bei den Objektiven momentan noch zu wenig Auswahl. Somit ist die EOS R oder EOS RP keine gute Systemkamera für Anfänger.

Nikon

Nikon hat wie Canon auch spiegellose Systemkameras mit APS-C- und Vollformatsensoren im Angebot. Es gibt allerdings einen großen Unterschied, denn anders als bei Canon arbeiten die zwei verschiedenen Systeme NICHT mit unterschiedlichen Objektivanschlüssen. Vielmehr verwendet Nikon das sogenannte Z-Bajonett sowohl für APS-C und Vollformatkameras.

Objektive sind stets abwärtskompatibel. Das bedeutet, dass man ein Vollformatobjektiv ohne Einschränkungen auch an einer APS-C-Kamera verwenden kann. Es ist dann lediglich etwas größer (und teurer) als es eigentlich sein müsste, da es ursprünglich für eine Kamera mit einem größeren Sensor gebaut wurde.

Ein APS-C-Objektiv hingegen kann nicht ohne Einschränkungen an einer Vollformatkamera genutzt werden, auch wenn der Objektivanschluss der gleiche ist und das Objektiv ohne Probleme an die Kamera geschraubt werden kann. Das Objektiv ist einfach für einen kleineren Sensor ausgelegt. Wenn man es an einer Vollformatkamera benutzt, werden auf den Bildern dunkle Ecken sichtbar. Allerdings kann bei vielen Kameras in einen sogenannten Crop-Modus geschaltet werden, bei dem dann nicht mehr der komplette Vollformatsensor genutzt wird. Die Kamera nutzt dann nur noch den mittleren Teil des Sensors, das ist dann ungefähr so, als würde man eine APS-C-Kamera benutzen – was man in der Regel aber natürlich nicht möchte, wenn man denn schon eine Vollformatkamera besitzt.

Nikon Z (Vollformat und APS-C)

Die Nikon Z50 ist aktuell Nikons einzige Systemkamera mit APS-C-Sensor. Als Vollformatkameras stehen die Z6 und Z7 zur Verfügung. Alle diese Kameras arbeiten mit dem Z-Bajonett.

Die Z-Vollformatobjektive können an allen Kameras genutzt werden. Es gibt allerdings auch zwei spezielle Z-APS-C-Objektive, diese erkennt man an einem „DX“ im Namen. Diese können ohne Einschränkungen NUR an der Nikon Z50 genutzt werden.

Die Auswahl an Z-Objektiven ist aktuell noch deutlich zu klein, außerdem gibt es nur zwei echte APS-C-Objektive für die Nikon Z50. Das ist zu wenig, weshalb die Nikon Z50 unserer Meinung nach aktuell (noch) keine gute Systemkamera für Einsteiger ist. Und die Vollformatkameras sind für Einsteiger, wie bereits erwähnt, sowieso nicht interessant.

Fujifilm

Auch Fujifilm hat zwei verschiedene Kamerareihen im Bereich der Systemkameras im Angebot.

Fuji GFX (Mittelformat)

Die Fuji GFX Kameras arbeiten mit großen Mittelformatsensoren, diese sind sogar noch größer als Vollformatsensoren. Damit können wir es kurz machen: Finger weg von allen Fuji GFX Kameras und den dazugehörigen „GF-Objektiven“, wenn du ein Einsteiger bist.

Fuji X (APS-C)

Fujis X-Kameras sind hingegen sehr interessant für Einsteiger, denn sie arbeiten nicht nur mit einem APS-C-Sensor, vielmehr hat Fujifilm auch eine extrem große Auswahl an passenden APS-C-Objektiven im Angebot. Diese erkennt man entweder an einem „XF“ (das sind die hochwertigeren Objektive) oder einem „XC“ (das sind die günstigeren Objektive) im Namen. Die Objektive sind teilweise schön kompakt und überzeugen darüber hinaus mit einer hohen Qualität. Das macht die Fuji X Kameras in unseren Augen sehr attraktiv für Einsteiger, auch wenn die XF-Objektive manchmal etwas teuer sind.

Sony

Sony E (Vollformat und APS-C)

Bei Sony verhält es sich wie bei Nikon. Das Unternehmen hat sowohl Systemkameras mit APS-C- als auch Systemkameras mit Vollformatsensoren im Angebot, beide teilen sich aber das gleiche Bajonett – das sogenannte E-Bajonett. Vollformatobjektive erkennt man bei Sony an einem „FE“ in der Bezeichnung und sie können an allen Kameras verwendet werden. APS-C-Objektive hingegen können, wie bei Nikon auch, ohne Einschränkungen nur an den APS-C-Kameras angebracht werden. Zu den APS-C-Kameras gehören die A6xxx Kameras (z.B. Sony A6100, A6400 oder A6600), Vollformatkameras hören auf die Bezeichnung Sony A7, A7r, A7s oder A9.

Sonys A6xxx Kameras sind für Einsteiger definitiv eine sehr interessante Option. Die Auswahl an APS-C-Objektiven ist zwar kleiner als bei Fujifilm, dafür gibt es aber noch jede Menge Vollformatobjektive. Diese könnte man dann natürlich auch an einer Vollformatkamera der A7 Reihe weiterverwenden, wenn man irgendwann später mal aufs Vollformat wechseln möchte.

Panasonic

Panasonic „S“ (Vollformat)

Panasonics Vollformatkameras beginnen stets mit einem „S“, also S1, S1R oder S1H. Diese Kameras arbeiten mit dem sogenannten L-Bajonett, auf welches auch Kameras von Leica und Sigma setzen. Das bedeutet, dass sich diese Hersteller das Bajonett teilen und es dementsprechend eine größere Auswahl an Objektiven gibt, da alle drei Unternehmen nicht nur Kameras, sondern auch Objektive produzieren. Trotzdem bleiben die Panasonic S Kameras Vollformatkameras, die für Einsteiger völlig uninteressant sind.

Panasonic „G“ (Micro-Four-Thirds)

Micro-Four-Thirds-Sensoren sind kleiner als APS-C-Sensoren und somit grundsätzlich sehr gut für Einsteiger geeignet. Panasonics Micro-Four-Thirds-Kameras beginnen alle mit einem „G“, erhältlich sind verschiedenste Modelle in unterschiedlichen Preisstufen. Man hat hier also die Möglichkeit, alle seine Objektive weiter zu verwenden, wenn man auf eine teurere Kamera wechseln möchte. Insgesamt ist die Auswahl an Objektiven sehr groß, da auch Olympus Micro-Four-Thirds-Kameras anbietet und hier das gleiche Bajonett genutzt wird.

Olympus

Olympus OMD (Micro-Four-Thirds)

Olympus hat ausschließlich Micro-Four-Thirds-Kameras im Angebot. Hier gilt natürlich das gleiche, was wir schon bei Panasonic geschrieben haben: Die Systemkameras sind grundsätzlich sehr gut für Einsteiger geeignet, da die Auswahl an Objektiven sehr groß ist. Außerdem sind Micro-Four-Thirds-Kameras häufig angenehm leicht und kompakt und lassen sich gut transportieren.

Warum nicht die…?

Vielleicht hast du vor dem Lesen dieses Artikels schon eine ganze bestimmte spiegellose Systemkamera für Einsteiger im Sinn gehabt und fragst dich jetzt, warum wir diese nicht als eine der drei besten DSLMs für Anfänger aufgelistet haben. Da wollen wir natürlich für Klarheit sorgen. Im folgenden Abschnitt erklären wir kurz und knapp, was aus unserer Sicht gegen die anderen spiegellosen Systemkameras in der Preisklasse von unter 1.000 Euro spricht.

In diesem Zusammenhang möchten wir aber nochmal erwähnen, dass es inzwischen wirklich einige erstklassige DSLMs und somit sehr gute Alternativen zu unseren Produktempfehlungen gibt. Manche Kameras sind quasi auf Augenhöhe mit den Kameras, die wir empfohlen haben und es ist eher eine Sache des persönlichen Geschmacks, für welches Modell man sich entscheidet. Nur weil eine Systemkamera nicht weiter oben im Artikel genannt wird, heißt das also nicht automatisch, dass sie „schlecht“ ist.

Sony A6000

Empfehlung: Sehr gute Kamera für ca. 500 Euro

Die Sony A6000 kostet inzwischen etwas weniger als 500 Euro und ist dementsprechend eine wirklich günstige Systemkamera für Einsteiger. Hätten wir neben der Canon EOS M100, Panasonic G81 und Fuji X-T30 noch eine vierte Kamera empfehlen wollen, wäre es vielleicht die A6000 gewesen. Vorteile im Vergleich zur Canon EOS M100 sind zum Beispiel der vorhandene Sucher und die schnellere Serienbildgeschwindigkeit.

Sony A6100

Für die Sony A6100 werden derzeit etwa 800 Euro inklusive Kit-Objektiv fällig. Da sollte man lieber 100 Euro mehr in die Hand nehmen und die bessere A6400 kaufen, auch wenn die A6100 grundsätzlich eine gute Kamera ist.

Canon EOS M200

Die Nachfolgerin der Canon EOS M100 hat natürlich einige Verbesserungen im Vergleich zur Vorgängerin zu bieten, zum Zeitpunkt dieses Artikels ist die EOS M200 aber mit mehr als 500 Euro unserer Meinung nach noch etwas zu teuer und die wenigen Neuerungen rechtfertigen diesen großen Preisunterschied nicht. Dann lieber die EOS M100 und eine zusätzliche Festbrennweite für das gleiche Geld kaufen oder gleich zur Canon EOS M50 greifen.

Canon EOS M50

Empfehlung: Sehr gute Kamera für ca. 500 Euro

Eine sehr gute Option und eine absolut empfehlenswerte Kamera. Vorteile im Vergleich zur EOS M100 und M200 sind der vorhandene Sucher, das beweglichere Display und die schnellere Serienbildgeschwindigkeit. Wem die EOS M100 und M200 etwas zu schwach auf der Brust sind, der greift zur M50.

Fuji X-A7

Die Fuji X-A7 ist eine sehr gute Kamera, an der uns eigentlich nur eine Sache stört: Sie hat keinen Sucher. Das heißt man kann hier nur über das Display fotografieren. Wen das aber nicht stört, der erhält für aktuell rund 750 Euro eine wirklich erstklassige Kamera mit toller Technik.

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Fuji X-T100

Empfehlung: Sehr gute Kamera für ca. 500 Euro

Die Fuji X-T100 kostet inklusive Objektiv rund 500 Euro, hat aber im Gegensatz zur X-A7 einen Sucher zu bieten. Klingt unlogisch? Nicht unbedingt, denn natürlich spart Fujifilm dafür an anderer Stelle. 4K-Videos gibt es beispielsweise nicht, auch sind Autofokus, Display und Bildqualität schlechter als bei der X-A7. Trotzdem ist die X-T100 für diesen Preis eine sehr interessante Kamera. Wer so günstig wie möglich ins Fuji System einsteigen will, der greift zur X-T100.

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Fuji X-T20

Wenn wir die Fuji X-T30 als beste Systemkamera für Einsteiger im 1.000 Euro Bereich empfehlen, dann kann die Fuji X-T20 als Vorgängerin ja nicht so schlecht sein, oder? Stimmt absolut. Allerdings ist die X-T20 inzwischen kaum noch verfügbar und die schlechte Verfügbarkeit sorgt auch für einen etwas zu hohen Preis.

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Olympus E-M10 Mark III

Eine interessante Alternative zur Panasonic G81, auch weil beide Kameras mit einem Micro-Four-Thirds-Sensor arbeiten. Bei einigen Kleinigkeiten liegt die E-M10 Mark III aber unserer Meinung nach knapp hinter der G81, zum Beispiel bei Videos, weshalb wir uns am Ende für die G81 entschieden haben.

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Schlusswort und Zusammenfassung

Wir fassen zusammen: Lass als Einsteiger immer die Finger von einer Kamera mit einem Vollformatsensor. Wenn man die Vollformatkameras und die Hersteller mit einem etwas mageren Objektivangebot aussortiert, dann kommen am Ende noch folgende Systemkameras für Einsteiger in Frage:

  • Canon EOS M Reihe (z.B. Canon EOS M100, M200, M50)
  • Sony A6000 Reihe (z.B. Canon EOS A6000, A6100, A6400)
  • Fuji X Reihe (z.B. Fuji X-A7, X-T100, X-T30)
  • Panasonic G Reihe (z.B. Panasonic G81, G70, GX80)
  • Alle Olympus Kameras

Wir würden absoluten Einsteigern, die ein günstiges und kompaktes Upgrade zum Smartphone suchen, zur Canon EOS M100 raten. In der Preisklasse von unter 450 Euro bekommt man aktuell nichts Besseres.

Im Bereich von 500 Euro sind die Canon EOS M50, die Sony A6000 und die Fuji X-T100 interessante Optionen. Hier spielen kleine technische Unterschiede unserer Einschätzung nach nur eine untergeordnete Rolle, vielmehr sollte den Ausschlag geben, mit welchem Hersteller man sich am wohlsten fühlt (Objektivauswahl berücksichtigen!) und welche Kamera am besten in der Hand liegt.

Im Bereich von rund 650 Euro tut sich unserer Meinung nach die Panasonic G81 hervor. Und wer bereit ist ca. 1.000 Euro in eine Kamera der Mittelklasse zu investieren, der sollte sich genauer mit der Sony A6400 und der Fuji X-T30 beschäftigen.

Ganz egal für welche Systemkamera du dich entscheidest, am Ende lassen sich mit jedem der in diesem Artikel genannten Modelle hervorragende Bilder schießen. Schließlich macht am Ende der Fotograf das Bild – und nicht die Kamera.

Hast du Fragen zu diesem Artikel oder brauchst Hilfe bei der Kaufentscheidung? Dann hinterlasse einfach einen Kommentar!


Dieser Artikel wurde im Januar 2020 komplett überarbeitet und auf den neusten Stand gebracht.

Im nächsten Update werden wir uns unter anderem mit der Fuji X-T200 beschäftigen. Diese wurde im Januar 2020 vorgestellt, ist im Moment aber noch zu teuer, um es in die Top 3 zu schaffen.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

42 Kommentare

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  • Hallo ihr Lieben! Eine Bitte an alle erfahrenen Fotografen und die Community: Lasst uns versuchen, unter diesem Artikel ausschließlich hilfreiche Hinweise für Einsteiger zu sammeln und nicht vom Thema abzuweichen. Sonst wird es für Neulinge, die hier mitlesen und nützliche Tipps suchen, zu unübersichtlich.

    Mir ist klar, dass es gerade beim Thema Kamerakauf sehr viele subjektive Meinungen gibt. Ich habe mein Bestes gegeben, im Artikel so objektiv wie möglich zu sein, zu 100 Prozent gelingt das aber natürlich nie. Wenn ihr mit einer Empfehlung im Artikel nicht einverstanden seid, dann könnt ihr sehr gerne eure eigene Einschätzung in den Kommentaren ergänzen. Ich würde euch aber bitten, eure Meinung auch zu begründen. „Kamera X ist schlecht, Kamera Y ist viel besser“ hilft einem Einsteiger, der hier mitliest, nicht weiter.

    Ich freue mich auf viele hilfreiche Kommentare! 🙂

    • Ich meinte damit, dass grundsätzlich alle Olympus Kameras unterhalb von 1.000 Euro für Einsteiger in Frage kommen, da das Micro-Four-Thirds-Format generell einsteigerfreundlich ist (im Gegensatz zum Vollformat). Dass so eine 3.000 Euro teure Olympus E-M1 X nicht für Einsteiger gedacht ist sollte jedem klar sein 😉

  • Hallo zusammen,

    ich lese seit längerem hier gerne Beiträge, die doch mehr den ambitionierten Photographen ansprechen. Aber was sollen den die letzten drei „Kaufberatungs“ oder „Kamerakauf“ Berichte.
    Sollte man das nicht anderen Medien vorbehalten lassen? Sorry, das musste ich hier leider mal mitteilen, da ich dies in diesem Magazin und Forum als nicht passend empfinde, auch wenn dies oben in der Leiste als Themenpunkt steht.
    Ansonsten möche ich hiermit aber auch mitteilen, das die Tests, Meinungen, News, Gerüchte usw. des Photografix Magazin hervorragend geschrieben sind.

    Nur wenn möglich bitte zukünftig nicht mehr aus der Rubrik „Kaufberatung“, ich sage einfach mal das der allergrößte Teil der Leser hier bestens informiert ist und neue Leser eher andere Medien zur Info nutzen. Wie Sie in Ihrer Autorenbeschreibung mitteilen. „Mit mehr als 3.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras“.
    Das stimmt und schätzen wir sehr.

    • Hallo Gerrit! Da liegst du mit deiner Einschätzung nicht ganz richtig, denn der Artikel „Die 5 Nikon Objektive, die du als Erstes kaufen solltest“ ist der mit Abstand meistgelesene Photografix Artikel aller Zeiten. Auch der Artikel „Systemkamera oder Spiegelreflex kaufen?“ wurde in den letzten Jahren wirklich extrem oft gelesen. Das Interesse an solchen Artikeln ist also definitiv vorhanden, was mir auch die immer häufiger werdenden Emails von Einsteigern zeigen, die mich um Hilfe beim Kamerakauf bitten. Ich finde also die Artikel passen hier sehr gut rein und haben ja auch keinerlei Einfluss auf die normalen News. Wen solche Kaufberatungsartikel nicht interessieren, der muss sie ja nicht lesen. Und wenn ich so etwas wie ein „Experte für neue Kameras“ bin (danke für deine Zustimmung), dann bin ich glaube ich nicht allzu schlecht geeignet, um auch Kaufempfehlungen für Einsteiger auszusprechen 🙂

    • An was willst Du denn das festmachen? Wir, die hier kommentieren, sind doch fast alle langjährige,teilweise mehrere Jahrzehnte lang, fotografierende erfahrene Amateure oder sogar Profis. Wir trauen uns hier mit unserer fotografischen Erfahrung und angeeignetem Wissen zu schreiben. Wieviele hier aber einfach nur mitlesen und nicht schreiben, entweder weil man sich trotz bestem oder wegen fehlendem fotografischem Wissen nicht traut, keine Lust dazu hat, oder weil man sich hier einfach nur informieren will, wissen wir nicht, auch Du nicht. Vermutlich ist deren Zahl aber hoch und genau deshalb ist solch ein Artikel für viele sicherlich interessant. Allen anderen fällt auch kein Zacken aus der Krone, wenn man den anderen die Kaufberatung lässt. Um was es hier geht, geht ja schon aus der Überschrift hervor und niemand wird gezwungen solche Artikel zu lesen. Es bleiben ja trotzdem immer noch viele andere Artikel über.

  • Olympus (und Sony) für Anfänger. Naja, die ganze Menüführung ist ja nun wirklich nicht sehr intuitiv. Eine Canon, Panasonic und Nikon sind da einfacher zu verstehen.

    • Hallo Bodo! Menüführung und Bedienung ist ein ziemlich subjektives Thema, deshalb habe ich das nicht genauer thematisiert. Ich glaube gerade als kompletter Neueinsteiger kann man sich mit jeder Menüführung zurecht finden. Ich hatte auch mit Sony zum Beispiel nie Schwierigkeiten. Komplizierter wird es da schon, wenn man bereits über Jahre mit einem bestimmten Hersteller gearbeitet hat und sich dann umgewöhnen soll.

    • Also etwas muss ich nun auch mal zur Menüführung sagen… Ich habe mit Sony angefangen und finde nicht, dass die Menüführung extrem schwierig ist. Bei der A7 kann man ja sogar sein Menü anordnen und Favoriten anlegen wie man Lust hat.
      Wenn ich mich bereits seit Jahren an eine Menüführung gewöhnt habe und muss dann auf eine Andere umsteigen, ist es klar, dass es mir schwer fällt. Es ist wie Mark sagt eben eine subjektive Geschichte.

  • 😁 die beste spiegellose Kamera für „Einsteiger“ ist das Smartphone. Ist auch die einzige Kamera, die ein jeder versteht inkl. Kleinkind bis Oma. Die restlichen 1% der Bevölkerung orientiert sich schlichtweg nach Preis und Größe. Nicht zu groß, weil man es nicht mehr mitnehmen möchte und nicht zu klein, weil es ja per se dann nichts taugen kann laut Vorstellung. Je kleiner, desto schlechter übrigens. Also… die Außenabmessung des Gehäuses. Am Ende des Tages wird es dann eine Canon. Warum? Ganz einfach: Die Kitlinse, die von nun an für immer wie angeschweißt drauf bleibt, ist schon dabei, im Fernsehen und Plakaten ist immer Werbung von Canon und ganz ganz wichtig: Im Mediamarkt liegt die gerade auf dem Wühltisch für -50%.

    ODER sprechen wir vom restlichen 0,1% der Bevölkerung? Tja… beim dem ist es eigentlich komplett egal was dieser kauft. Wirklich völlig egal. Weil diese Leute fähig sind mit dem Werkzeug umzugehen und wissen was sie machen. Da ist dann auch keinerlei Unterschied zwischen Smartphone, MFT, APS-C oder Vollformat. Bei den Leuten sieht es immer erste Sahne aus

    😁 My 50 cent

    • mist… das war jetzt bestimmt zu subjektiv. Also was ist damit sagen möchte… liebe Einsteiger und Anfänger: Das Foto macht nicht die Kamera, sondern ihr selbst. Mit Gestaltung, Kreativität und einen guten Workflow in der Bildhandhabung macht ihr 99% des Bildes. So Themen wie Kamera und Objektiv sind Nebenschauplätze. Und wenn, dann ist das Objektiv noch entscheidender als die Kamera. Oft reicht eine gebrauchte Kamera, die paar Jahre alt ist. Bekommt man bei eBay Kleinanzeigen für 100 – 300 euro. Da drauf ein gutes Objektiv und schon liegt der gesamte Rest bei euch. Nur noch bei euch

      • @Dominik: „Mit Gestaltung, Kreativität und einen guten Workflow in der Bildhandhabung macht ihr 99% des Bildes. So Themen wie Kamera und Objektiv sind Nebenschauplätze.“

        Das mit den 99% würde ich so vielleicht nicht ganz unterschreiben, aber grundsätzlich hast du nicht unrecht. Der Fotograf macht das Bild, nicht die Kamera. Trotzdem muss sich ein Anfänger ja für irgendein Modell entscheiden und will das beste für sein Geld. Gebrauchtmarkt kann definitiv interessant sein, wollen aber nicht alle.

        Und was du nicht vergessen darfst: Das Fotografieren mit Kamera A macht vielleicht einfach mehr Spaß als mit Kamera B. Auch wenn die Bilder am Ende identisch sind. Ist wie mit Autos. Manche fahren lieber mit Audi, andere lieber mit BMW. Ans Ziel bringen dich aber theoretisch alle Autos. Also lohnt es sich meiner Meinung nach auch für den Spaßfaktor und das Gefühl beim Fotografieren, sich vorher ein bisschen mit verschiedenen Kameramodellen zu beschäftigen.

      • Hallo Dominik,
        das war nicht subjektiv sondern arrogant.
        Vielleicht sollten die Fotografen, die sich für Profis halten mal an ihre eigenen Anfänge denken und, anstatt zu lästern, Anfängern Tipps geben oder zumindest zulassen, dass sich auch Anfänger hier orientieren können.
        Ich bin auch kein Profi, habe aber mit Interesse einige Beiträge gelesen, war aber ziemlich angewidert, wie sich einige Foristen auf niedrigstem Niveau beharken, das kann einem das ganze Forum verleiden.
        Deshalb bin ich ganz froh, dass hier inzwischen eingegriffen wird.
        Mit freundlichen Grüßen
        Achim Maas

      • @Achim – ich glaube einfach, dass die Aufteilung „Einsteiger“ heutzutage nicht mehr so pauschal verläuft. Früher brauchte man eine sehr spezifische Technik, um überhaupt Fotos zu erhalten. Das Wissen musste jahrelang zunächst theoretisch erlernt werden, da die Kosten immens waren. Heutzutage gibt es diese „spezifische“ Technik per se nicht mehr. Natürlich kann ich mir eine 50 Jahre alte SLR aus dem Regal nehmen und einen Film einlegen. Aber das ist eher was für exotische Puristen. Heutzutage braucht es nicht viel für ein gutes Foto. Und „gut“ wird definiert über die Likes bei Instagram. Auch dafür braucht man Geschick, Gestaltung, Idee und Umsetzung. Leider muss ich ehrlich sagen, dass man dazu kaum eine Kamera braucht. Da reicht zur Not das neuste Smartphone und eine gute Foto-App.
        War übrigens nicht einmal arrogant gemeint. Eher eine Mischung aus lachenden und weinenden Auge. Lachend weil: Heutzutage braucht man die ganzen oben aufgeführten und liebevoll ausgewählten Kameras nicht mehr. Und weinend weil: Heutzutage besteht Fotografie aus einem Massenkonsum am Smartphone-Bildschirm. Maximal 0,5 Sekunden und dein Bild wird weiter gewischt. Mit etwas Glück 1 Sekunde und du bekommst ein Herzchen. Das ist nicht nur bei Instagram so. Früher saß ich stundenlang am Rechner und habe die Rohdaten einer Nikon D80 zu einem HDR-Weitwinkel-Panorama zusammen geschnitten und überblendet. Ein Foto kostete mich 2 bis 3 Stunden. Heutzutage gehört dies der Vergangenheit an. Mein P30 Pro macht dies in 5 Sekunden inkl. HDR, inkl. Panorama, inkl. Bearbeitung. Und genau so werden die Daten konsumiert. In der Auftragsfotografie ist das ähnlich. Die Kunden fragen nicht ob du da APS-C oder Vollformat hast oder f/1.4 oder f/1.8. All diese Sachen sind so fürchterlich unwichtig. Sei einfach freundlich, kommunikativ, organisierend und immer zur rechten Zeit am rechten Ort. Im Nachgang ist es egal, ob du da ein 20…30.000 euro Equipment hast oder dein Smartphone. Ich habe mal eine halbe Hochzeit mit einer Nikon D200 und einem manuellen Lensbaby fotografiert. Natürlich dann auch mit manueller Belichtung und manueller Iso. Die Bilder waren bombe. Schlussendlich ist es schon fast egal was du in der Hand hast. Du solltest Spaß daran haben und damit umgehen können. Heutzutage lebe ich eher das Motto: Weniger ist mehr

        @Mark – ja da hast du recht. Das Feeling ist nach wie vor wichtig. Nicht ohne Grund greifen viele Leute zu einer Fujifilm. Viele Drehknöpfe, Metallgehäuse und die Serien X100 oder X-Pro haben sogar echte Sucher. Da kommt viel Freude auf. Eine Symbiose aus Tradition und Moderne. Und nebenbei erlernt man Sachen wie Blende, Belichtung, Iso, … beim Spielen mit der Kamera. ABER ja… man muss Willens sein sich der Fotografie hinzugeben

    • Ich kann immer noch nicht mit dem Smartphone umgehen, geschweige denn damit fotografieren. Der Umgang mit den Menüs meiner Olympus OM-D EM1II und der Sony A7 bereitet mir aber keinerlei Probleme. Im Gegenteil – ich finde die Menüs von Canon und Nikon total unübersichtlich. Und warum ist das so: weil ich mich von Anfang an in die Menüs meiner Kameras reingedacht habe. Ein Canon-User wird deshalb das Canon-Menü als übersichtlicher empfinden … ganz klar. Sollte ich einmal auf die Idee kommen, mir ein Smartphone zuzulegen (eher unwahrscheinlich), würde ich das Menü sicherlich auch nach kurzer Zeit verstehen.

  • Servus Mark Göpferich,

    Deine Idee leicht verständlich Grundwissen zu vermitteln finde ich echt gut. Das fördert bestimmt die Traute so das Neulinge hier im Portal ihre Erfahrungen und Meinungen zum Ausdruck bringen.

    Den Hinweis mit begründeten Aussagen Meinungen zu veröffentlichen und nicht mit besser oder schlechter zu arbeiten finde ich wichtig.

    Mark ich freue mich schon auf die neuen Ansichten der „Einsteiger“!

    • Ich möchte mich dem Kommentar von Alfred Proksch anschließen. Bei aller Selbstverständlichkeit zum fotografischen Wissen und Können der meisten Kommentatoren: es kommen doch immer wieder neue Fotoentusiasten aus den Reihen der Smartphonebenutzer. Dank AI ihrer Smartphones machen sie vergleichsweise „gute“ Bilder. Ohne das Grundwissen von Zeit und Blende wissen sie nur nicht, wieso ihre Fotos gut geworden sind. Hier vermittelnd einzugreifen sollte die Aufgabe der alten Hasen sein.

      Noch etwas generelles zum Thema DSLM / DSLR: als Brillenträger, der (aus welchen Gründen auch immer) keine Gleichtsichtbrille tragen kann, kommt eigentlich nur die DSLM in Frage. Ich hatte schon früh neben meiner EOS-Ausrüstung Kontakt zur ersten MFT-Lumix. Was für ein Fortschritt: gleich nach der Belichtung, ohne die Kamera vom Auge nehmen zu müssen, das Foto im Sucher betrachten zu können! Dieser Punkt wird hier meiner Ansicht nach von den Freunden der DSLR zu häufig nicht mit berücksichtigt. Für z.B. Vogelbeobachtungen mit stundenlangem Ansitzen bleibt die DSLR ohne den Strom verbrauchenden Sucher natürlich im Vorteil.

  • Also ich würde raten, mit einer anvisierten „richtigen“ Kamera nachts ein paar Freihandaufnahmen bei nur Mondlicht zu machen.
    Da sieht man dann schon im Vergleich zu den Aufnahmen mit dem Nachtmodus von Handies, wie Huawei P30 / Samsung S10 / OnePlus Pro / iphone 11, ob der Autofokus zufriedenstellend arbeitet und ob die Bildqualität zufriedenstellend ist.

    Man muss den Leuten sagen:
    Du kannst mit den großen Kameras bessere Bildqualität bekommen – aber es kostet mehr Geld und viel Zeit.

    Bei wenig Licht ist bei den „richtigen“ Kameras oft manueller Fokus und Stativ angesagt.
    Ansonsten wird es teuer mit Objektiven mit großer Blende und dann auch geringer Schärfentiefe.
    Der Automatikmodus führt nicht selten zu leichter Überbelichtung. Man muss manuell die Belichtungswerte etwas absenken, damit es wenigstens nicht überbelichtet ist. Einen HDR-Modus wie bei Smartphones gibt es nicht oder nur rudimentär.

    Sinnvoll ist eine „richtige“ Kamera wirklich nur, wenn es bei Smartphones Dinge gibt, die diese „richtigen“ Kameras besser können und einem das wirklich wichtig ist. Das sind nur wenige Dinge: z.B. die eindeutig bessere Auflösung (noch), der Zoom (noch) und die Freiheit von Artefakten durch die weniger guten Objektive und die künstliche Intelligenz der Smartphones.

    Und man kann bei „richtigen“ Kameras (fast) alles selbst kontrollieren, sowohl bei der Aufnahme als auch der Bildbearbeitung. Aber – man sollte wissen, dass das sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, die ein anderweitig Berufstätiger in der Regel nicht hat.

    Man sollte es sich also sehr gut überlegen, ob das wirklich was bringt, in eine herkömmliche Kamera samt Objektiven zu investieren.

    • Das ist alles irgendwie halbwahr.
      Denn die Richtige gibt es nicht.
      Jemand der fotografieren lernt hat maximal Ahnung von der Theorie.
      Jemand zu empfehlen die Richtige zu nehmen um dann alles richtg und perfekt zu machen ist gleich mit der Empfehlung keine Fehler machen zu sollen.

      Wenn es eine neue Kamera sein soll, empfiehlt sich eine die sich optisch manuell einstellen lässt. Da wird die Präsenz der Referenzeinstellungen deutlich. Aber du machst auch nichts verkehr wenn du dir ne alte Canon 50D besorgst und damit loslegst.

      Wichtig ist die Neugier und der Drang nach Erfahrungen. Alles andere muss geübt werden.

      Daher würde ich niemanden raten viel in sein Equipment zu investieren. Das ist das Falscheste überhaupt. Denn jemand der das behauptet, scheint in seinen kreativen Möglichkeiten selbst sehr eingeschränkt zu sein.

  • Ich finde diesen Artikel sehr gelungen und ausgewogen!

    Vielleicht wäre es noch ganz hilfreich gewesen, auch bei Olympus ein paar Modelle zu nennen und einzustufen.

    Vielleicht noch ein paar Preis-Leistungstipps:

    Olympus hat öfter mal Aktionen, bei denen zum Kauf einer neuen Kamera eine gute Festbrennweite dazu geschenkt wird.

    Effektiv habe ich so letztes Jahr für eine neue Pen E-PL9 (sucherlose kompakte Einsteigerkamera mit vielen Features, ohne Objektiv) nur 270 Euro gezahlt.

    Meiner Meinung nach bietet die Olympus E-M10 Mark II das bessere Preis-Leistungsverhältnis gegenüber der Nachfolgerin, vor allem gebraucht.

    Wer als Einsteiger trotz Unvernunft unbedingt spiegelloses Vollformat will, der sehe sich mal die Sony A7 Mark II an, aktuell neu inkl. Kitobjektiv im Angebot unter 1.000 Euro und gebraucht bei 600-700.
    Hauptnachteil: nicht so leistungsfähiger Autofokus bei Dunkelheit und Bewegung, Rauschverhalten nur auf Höhe einer aktuellen APS-C Kamera, keine günstigen Teleobjektive im System.
    Hauptvorteile: Bildstabilisator, sehr guter Dynamikumfang (praktisch bei Landschaftsaufnahmen mit Sonne und für die Nachbearbeitung), leichter, einen unscharfen Hintergrund zu bekommen als bei kleineren Sensoren.
    Objektive gibt es mittlerweile gute neu ab 400 Euro aufwärts.

    • Hallo Hex, danke für deine Ergänzungen! Werde versuchen im nächsten Update dieses Artikels noch ein zwei Olympus Kameras genauer einzuordnen. Ich habe die E-PL Reihe aber nicht vor der Canon EOS M100 gesehen, deshalb habe ich sie im Artikel (noch) nicht berücksichtigt.

  • Moin!
    Ich finde ein paar Dinge im Artikel etwas „unglücklich“ formuliert.
    Das eine ist die „kategorische“ Ablehnung von Kleinbild („Vollformat“) für Anfänger. Ja, VF kommt durchaus in den eher komplexen Kameras zum Einsatz und bedingt dadurch meist, dass man sich mehr mit der Kamera beschäftigt. Allerdings kommt es meiner Meinung nach darauf an, was Jemand fotografieren will. Wer viel LowLight machen möchte, den wird eine APS-C relativ wenig bringen, bzw. da wird er schnell an die (ISO)Grenzen kommen…

    Und dann der Hinweis, dass es noch keine große Auswahl an EF-M-Objektiven gibt. Ja, das ist auch soweit richtig, aber es lassen sich ALLE EF-Mount-Objektive (auch EF-S und Drittanbieter!) an den EOS-M nutzen (zwar mit Adapter, aber völlig verlustfrei)! Das sollte zumindest nicht unerwähnt bleiben finde ich! Vor Allem, da bei Fuji und Sony das Portfolio der nativen Linsen auch nicht gerade überragend (und oft teuer, bzw. teurer als eine EF-Linse) ist!

    • Moin Carsten! Ich habe versucht den Artikel einigermaßen übersichtlich zu halten, damit man als Einsteiger ein bisschen den Durchblick behält. Und da für 99 Prozent aller Neueinsteiger eine Vollformatkamera eben nicht die richtige Wahl ist, habe ich das der Einfachheit halber mal als „Regel“ aufgestellt. Für 1% könnte aber auch eine gebrauchte oder ältere Vollformatkamera interessant sein, das stimmt.

      Dass es Adapterlösungen gibt spreche ich im Artikel ja an, genauso wie im Artikel „Systemkamera oder Spiegelrelfex kaufen?“. Aber als Einsteiger gleich mit Adaptern und nicht nativen Linsen zu starten halte ich persönlich für ungeschickt, schon alleine weil sich der Gewichtsvorteil dadurch relativiert. Aber grundsätzlich natürlich richtig, dass das theoretisch möglich ist. Dieser „Vorteil“ gilt aber dann natürlich nicht nur für die EOS M Kameras, sondern auch für andere Hersteller. Denn da gibt es ja auch passende Adapter für die Objektive von Spiegelreflexkameras.

  • Nun, für die Zielgruppe der „suchenden“ nach der richtigen Kamera nebst Zubehör ist es doch hilfreich.
    Für mich ist das doch wie jemand, der heute seine Führerscheinprüfung hinter sich hat. Er fährt erst einmal, wie es vom Fahrlehrer erlernt wurde, aber mit der Zeit entwickelt er seinen eigenen Fahrstil.

    So betrachte ich auch diesen sehr umfassenden Bericht. Es dient als Basic, als einen Anfang.
    Irgendwann hat den der „suchende“ seine Kamera begriffen und ist entweder zufrieden mit dieser oder sucht nach einem Upgrade.

    Ich denke, so ist es uns doch ähnlich ergangen.
    …und nur mal so am Rande, wer kennt sich mit allen Neuheiten aus? Ein Neueinsteiger eher weniger.

  • Hallo Mark

    mich irritieren die dargestellten Größenunterschiede der Sensoren, die scheinen mir nicht Maßstabsgerecht sondern eher symbolhaft zu sein.
    Vor allem der Unterschied FT – APS-C scheint mir deutlich zu gering – zumal man da auch klar stellend könnte, APS-C von Canon oder APS-C von allen anderen?

    Auch der Unterschied IPhone zu 1″ Sensor scheint mir zu klein.

    Film-Mittelformat 645 – 2.69x = 42.5×5.6 mm – 2324mm2 0.37x MITTELFORMAT Pentax – Mamiya – Zenza Bronica (45x60mm)

    Mittelformat Digital – 1,7x = 33×44 mm – 1450mm2 0.68x MITTELFORMAT Fujifilm – Hasselblad – Pentax – Leica (30x45mm)

    Kleinbild – Vollformat – 1x = 24×36 mm – 864mm2 1x VOLLFORMAT SONY – CANON – NIKON – LEICA – PENTAX

    APS-C – 1/2.4x = 15,7 x 23,4 mm – 367mm2 1.5x HALBFORMAT SONY – FUJI – NIKON – PENTAX – LEICA

    APS-C – 1/2.5x = 15,1 x 22,7 mm – 342mm2 1.6x HALBFORMAT CANON

    Canon 1,5“ – 1/3.7x = 14,0 x 18,7 mm – 233mm2 1.9x VIERTELFORMAT CANON

    microFourThirds – 1/3.9x = 13,0 x 17,0 mm – 221mm2 2.0x VIERTELFORMAT PANASONIC – OLYMPUS

    1“ Zoll – 1/7.5x = 8,8 x 13,2 mm – 116mm2 2.7x ACHTELFORMAT SONY – PANASONIC – NIKON – OLYMPUS – CANON

    1/1,7“ Zoll – 1/21x = 5,6 x 7,5 mm – 42mm2 5.6x KLEINSTFORMAT PENTAX Q7 – OLYMPUS – PANASONIC – Huawai P30Pro

    1/2,3“ Zoll – 1/31x = 4,5 x 6,2 mm – 28mm2 7.4x KLEINSTFORMAT PENTAX Q & Mehrheit der Kompaktkameras, Smartphones

    1/2,9“ – 1/3,6“Zoll = 4 x 5 mm Apple IPhone

    Digitales Mittelformat hat nur 1.7x mehr Fläche als Vollformat (x1,34)
    Digitales Mittelformat hat knapp 4x mehr Fläche als Halbformat
    Kleinbild-Vollformat hat 2,3x – 2,5x mehr Fläche als APS-C Halbformat
    Kleinbild-Vollformat ist fast 4x größer als mFT
    Kleinbild-Vollformat ist fast 8x größer als 1“ Zoll
    APS-C ist nur 1,66x größer als mFT (Canon = 1,55x)
    APS-C ist nur 3x größer als 1“ Zoll
    mFT ist 1,9x größer als 1“ Zoll
    mFT ist 7,9x größer als 1/2,3“
    1“ Zoll ist 4x größer als 1/2,3“ Zoll

    • Hallo Cat!

      „Mich irritieren die dargestellten Größenunterschiede der Sensoren, die scheinen mir nicht Maßstabsgerecht sondern eher symbolhaft zu sein.“

      Absolut richtig. Die Größen dienen nur als Anhaltspunkt zur groben Orientierung für jemanden der gar nicht wusste, dass es überhaupt unterschiedliche Sensorgrößen gibt. Die Grafik ist also nicht ganz exakt.

  • Häufig werde ich nach einer Empfehlung gefragt, die Meisten haben bereits ein aktuelles Handy und weniger Berührungspunkte mit Systemkameras und andere sind schon älter, haben alles miterlebt und wollen unbedingt „unbeschwerter“ fotografieren.
    Ich empfehle oft die Finger von Canon EOS M (gute Bedienung, aber Spielzeug – eher für Vlogger) und Sony Alpha E (einseitig, schwächere Objektive, Bedienung unbefriedigend) zu lassen und selbst Fujifilm empfehle ich nicht mehr so gerne. Nach vielen schlechten Erfahrungen mit Panasonic-Kundendienst die letzten 2 Jahren, selbst erlebt und zu Ohren gekommen aus bekannter Quelle, würde ich auch Panasonic nicht mehr uneingeschränkt empfehlen.

    Was bleibt sind Olympus MFT und jetzt besonders auch Nikon Z50 – selbst wenn es dafür bisher nur 2 angepasste Objektive gibt – das 16-50 mm ist für mich zweifelsfrei mit Abstand der Klassenprimus und macht in der Größe absolut spaß.
    Ja, ist vielen erst einmal zu teuer. Dann würde ich eine gebrauchte E-M1, E-M1II immer den neuen Modellen E-M5III, E-M10 vorziehen.
    Fuji muß man mögen und der anfängliche Nimbus der besonderen Festbrennweiten verblasst langsam, weil viele ein Update bei AF-Antrieb, Blende, Mechanik brauchen – also dann eher die neueren f:2.0 Festbrennweiten, die Zooms sind für den Einsteiger noch sehr gut, im Vergleich lassen sie aber auch Federn. Es gibt bei Fuji eben letztlich wenig Objektiv-Alternativen – wenn man mal von China-Produktionen und der Adapterlösungen etwas Abstand nimmt.
    Das „alle“ eine Alpha 6000 kaufen, verstehe ich nicht – ich hatte sie 1 Jahr lang, da mache ich einen weiten Bogen drum herum – aber Einsteiger kaufen eben extrem preisbewußt und dann kaufen sie eben 2x – aber dann trotzdem lieber eine Oly E-M1 für 450€ gebraucht und ein Basisobjektiv dazu, oder eben gleich Z50 mit 16-50 mm – die dann auch nicht so weit weg ist, preislich.
    1000€ sollte auch ein Einsteiger für Kamera und Objektiv zum Start ausgeben – schließlich kosten gute Handys mindestens genauso viel.
    Einsteiger wissen vorher nicht, was sie später für Objektive wollen oder brauchen – daher werden viele durch die Kamera-Anbieter wechseln – mit Canon EOS-M und Fuji steckt man aus meiner Sicht etwas in der Sackgasse.
    Aber das ist nur meine Meinung und sicher nicht der Weisheit letzter Schluss –
    am Anfang steht immer, wie gut liegt die Kamera in der Hand, versteht man die Bedienung, ist das Bild im Sucher auch bei weniger Licht rauscharm und brillant…

      • @ Maratony
        Ich meine das in dem Sinne:
        Wohin kann man sich von Fuji-APS-C entwickeln?
        Zum Mittelformat ist der Weg versperrt.
        Sigma und Tamron werden aller Voraussicht nach nicht für Fuji Objektive produzieren, aber sicher bald sehr vie für alle anderen.
        Eine Option zu Vollformat gibt es nicht.
        Das Aps-c vergleichbare gute Bildergebnisse erlaubt wie Vollformat ist allenfalls erreichbar wenn ein sehr kenntnisreicher Fotograf sie bedient und daneben ein wenig kenntnisreicher mit Vollformat fotografiert.
        Am Limit betrachtet stimmt das eher nicht.
        Farben empfindet jeder anders und entstehen letztlich in unserem Kopf u davor in der Bildbearbeitung – nicht allein in der Kamera.
        Die Sackgasse kann man auch bei Panasonic sehen, allerdings gibt es dort erheblich mehr Objektive und Optionen.
        Aber wer sich bescheiden und von Fuji begeistert gibt, kann damit auch sehr glücklich sein.

      • Danke Cat für deine Ausführungen.

        Ich will mal ungefragt meine Meinung dazu äußern.

        Für mich persönlich stellt Fujifilm einen der kompetentesten Akteure auf dem Markt dar. Ich halte die Entwicklung der Kameras für gelungen und die Auswahl, sowie die Qualität der Objektive für gelungen. Alles folgt, zumindest für mich, einem roten Faden.
        Letztlich ist Fujifilm aber ein Außenseiter und darin liegt für mich auch der Grund nicht konsequenter Weiterentwicklung. Es fehlt der nächste Schritt vom Charismatischen Produkt, hin zur bedingungslosen Maschine. Es fehlen, und das eher aus Imagegründen, die Brecher. Ein 135mm f1.4/f2, 300mm f2.8/f4, 400mmf2.8/f4. Ein 33mm f1 wäre gut gewesen, auch wenn es nicht realistisch erscheint. Das Poprtfolio muss dringend die vorhanden Linsen überarbeiten. Nicht auschließlich von der optischen Qualität, aber mindestens vom AF und dem WR. Will heißen Mark II für das 23mmf1.4, 35mm f1.4, 56mm f1.2, 10-24f4, 16-55f2.8 und anndere ebbenfalls.

        Ich habe letztens meine XPro2 gegen eine XH1 getauscht. Ich mochte meine XPro2 immer, aber mit der XH1 habe ich eine ernst gemeinte Kamera in den Händen. Das müsste konsequent weiterentwickelt werden.
        Optisch gefällt mir die XT3 besser, aber haptisch sind da Welten.

        Ich bin mal gespannt was kommen mag die nächsten Jahre, bzw. den nächsten Monat.

      • Verstehe jetzt auch nicht warum man sich mit Fuji (APSC) den Weg verbaut und in der Sackgasse landet 🤔 Kenne genügend Leute die neben Fuji X Mount noch mit Fuji GF, Nikon, Canon oder Sony fotografieren und keiner von denen sieht sich in einer Sackgasse, von daher verstehe ich auch nicht das permanente Gejammer über Canon M vs R Mount und verstehe nicht das Canon das M Mount so künstlich ausbremst da es schon viel weiter sein könnte.
        Nikon Z (APS-C) auch hier wird es dauern bis Objektive da sind und auch hier (vermute ich) wird Nikon die Bälle flach halten, nach dem Motto „liebe DX Kunden kauft bitte weiterhin unsere Pro Linsen für das „FX Format“
        Die Leute die ich kenne wissen eigentlich im Voraus schon was sie fotografieren wollen und entscheiden so was in die Tasche kommt und schleppen nicht ihre Fuji und Sony Ausrüstung gleichzeitig mit.

  • Also wenn es um Einsteiger gehen sollte, so wirkt die Resonanz auf den Artikel eher nicht so, als wenn sich Neulinge hierher verirrt hätten. Es sind doch mehr diejenigen unter sich, die die großen Kameras kennen und darunter vor allem solche, die die Smartphonekameras nicht ernstnehmen.

    Könnte es vielleicht sein, dass den gigantischen Vorteilen der Systemkameras eben auch Nachteile gegenüberstehen (Preis, Schlepperei, zeitaufwendige Objektivwechsellei mal ausgeklammert), die letztlich die Smartphone-Nutzer um diese mega-tollen SystemKameras einen großen Bogen machen lassen?

    Mich persönlich interessiert, was kann ich damit machen, was kommt hinten dabei raus und welchen finanziellen und zeitlichen Aufwand muss ich dafür treiben. Und dann erst entscheide ich, was ich verwende.

    • Hallo Sabrina! Der Artikel wurde innerhalb von nur zwei Tagen etwa 6.000 Mal gelesen und hier stehen 27 Kommentare. Die sagen also im Grunde gar nichts aus 🙂 Und es ist ja klar, dass vor allem Leute aus der Community kommentieren, die hier allgemein sehr aktiv sind.

      Smartphones haben ihre Vorteile und reichen für viele Zwecke inzwischen aus, na klar. Aber ich habe für diesen Artikel quasi vorausgesetzt, dass jemand schon den Denkprozess „mein Smartphone reicht mir nicht mehr aus, ich möchte eine richtige Kamera kaufen“ durchlaufen hat.

  • Man könnte vielleicht noch zufügen, dass man bei Canon auch einen Original-Objektivadapter EF auf EOS-M bekommt (oft sogar im Bundle mit der Kamera), womit die Auswahl an Objektiven dann deutlich steigt.
    Darüberhinaus gibts noch einen relativ günstigen Speedbooster von Viltrox, der M-Kameras quasi zu ner Mini-EOS RP macht.

  • Ich würde dem Artikel widersprechen. Zum einen sollten Einsteiger nicht die Finger von Vollformat lassen, ganz im Gegenteil… Meiner Freundin habe ich zB zu einer Canon 5D mark II geraten (gebraucht für 450€). Für das EF-Bajonett gibt es unzählige günstige gebrauchte Objektive. Wer gerne Portraits machen möchte dem empfehle ich dazu entweder das 50mm 1.8 stm (ca 100€) oder das canon 85mm 1.8 (ca.200). Gerade für Einsteiger kann es sehr motivierend sein wenn man durch tolles Bokeh belohnt wird und einen deutlichen Unterschied zu Smartphone sieht…

    Wer eher etw kleines für unterwegs sucht dem empfehle ich eine gebrauchte X-E1. Die Kamera ist leicht und sehr günstig zu bekommen (ca. 150€). Ein Anfänger kann super an der Kamera wachsen, denn statt einem Vollautomatikmodus an dem man garnichts dazulernt, kann man hier die Blende oder die Verschlusszeit auf Automatik drehen, wenn man sich erst auf etw anderes konzentrieren möchte. Wer tolle Hintergrundunschärfe möchte, dem Empfehle ich die Fuji Festbrennweiten. Wenn es klein bleiben soll va das 35mm 1.4 oder ein 23mm f2. Wer ein Zoomobjektiv möchte mit dem er fast alles abdeckt, kann zu dem erwähnten 18-55mm greifen – meine Freundin und ich waren von dem etw enttäuscht weil es einfach nicht so schön rendert wie unsere Festbrennweiten – für Urlaube aber vielleicht nicht schlecht. Die Bildqualität die aus der X-E1 kommt ist einfach unglaublich – die 16MP reichen eigentlich für alles aus – da kein Tiefpassfilter verbaut ist, ist die Schärfe sehr hoch und durch die X-Trans Anordnung ist es Fuji gelungen Moiree weitgehend zu vermeiden – ich hatte jedenfalls damit keine Probleme. Ich war auch von dem Dynamikumfang überwältigt. Vielleicht weil es ein isoloser Sensor ist. Gerade überbelichtungen verzeiht der Sensor sehr gut – anders als meine Canon 6D. Anfänger, die ein bisschen mit RAW- Bearbeitung spielen, können hier falsch belichtete Fotos oft sehr gut retten. In der Kamera kann man den Dynamikumfang erhöhen (200 und 400%)… Dem Sensor wird nachgesagt, dass er einen pastellartigen Look erzeugen kann den manche Fotografen sehr mögen. Aber auch einsteiger die nur JPG fotografieren wollen werden sicher auf ihre Kostn kommen – Fuji bietet sehr schöne Filmsimulationen an. Weiterer Vorteil der Kamera ist, dass sie einen Sucher hat – somit kann man auch in sehr hellen Umgebungen problemlos fotografieren – der Sucher ist zwar nicht extrem hoch aufgelöst, aber es reicht um einen Eindruck von dem Bild zu bekommen, das man gerade aufnimmt. Zudem hat die Kamera in heutigen Maßstäben keinen besonders schnellen Autofokus – bei Tageslicht hatte ich aber eigentlich nie Probleme – wenn es dunkler wird manchmal. Manchmal kommt es dann dazu dass der Hintergrund scharf gestellt wird statt die Person im Vordergrund – muss man halt noch ein Foto machen. Wer schnell viele Bilder hintereinander rausballern möchte, für den ist diese Kamera sowieso nix (Also Wildlife-, oder Sportfotografen – Finger weg). Wenn man 3-4 Bilder schnell hintereinander gemacht hat, muss man mal 3-4 Sekunden warten bis die Daten auf die SD-Karte geschrieben sind. Die Kamera entschleunigt also ein bisschen. Mir ist das so gut wie nie negativ aufgefallen… Wer sich für die Kamera interessiert kann auch nochmal bei YT bei Ralphs Fotobude gucken. Zudem vielleicht mal bei Flickr reinschauen – Bilder die mit der Kamera gemacht wurden. Ich persönlich finde nicht dass neuere und teure Kameras der X-E1 in sachen Bildqualität deutlich überlegen sind.
    zB https://www.flickr.com/photos/147271705@N07/49438980276/in/pool-fujifilm-x-e1/
    Entscheidender werden wohl die Objektive sein. Letztendlich muss jeder selbst entscheiden ob er den neuesten Sch***ß, besten Autofokus, meisten Megapixel usw braucht und ob er bereit ist dafür auch viel Geld auszugeben. Eine X-E1 könnt ihr im Gegensatz zu einer X-T30 (oder X-e3) ohne Wertverlust weiter verkaufen, wenn ihr sie doch nicht mehr wollt… Das meiste Geld solltet ihr eh in gute Objektive investieren – diese sind auch deutlich wertstabiler.
    Allerseits gutes Licht und viel Spaß beim Fotografieren.

  • Aus Spaß habe ich mich an ein Kamera Verkaufsgespräch bei Saturn „herangeschlichen“. Der Kunde (so um die 30 Jahre jung) hatte sich anscheinend schon in diversen Foren und auf den Hersteller Seiten kundig gemacht.

    Er selbst hat bisher mit dem SP Bilder gemacht und momentan eine Panasonic FZ83 Bridge-Kamera in Verwendung.

    Der Verkäufer wollte ihm ohne Nachfragen ein „Wühltisch“ Angebot aufs Auge drücken! Das Ende war das der Kunde noch verunsicherter den Laden verlassen hat.

    Es ist Glückssache wenn der Interessent auf einen Foto/Video Fachmann trifft der erst einmal den Bedarf des Kunden hinterfragt bevor er ihm einen Gerätevorschlag unterbreitet.

    Deswegen finde ich es gut wenn Photografix sich Mühe gibt die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Systeme darzustellen.

    Welcher Hersteller für einen Einsteiger der richtige ist hängt nicht nur von der Technik ab sondern ob der zukünftige Anwender gut mit der Kamera klar kommt und ob er sie gerne in die Hand nimmt. Es ist und bleibt eine individuelle Angelegenheit.

    • Auf dem Gebrauchtmarkt gibt es definitiv interessante Optionen, wenn man ein gutes Angebot erwischt. Im Artikel habe ich mich aber bewusst ausschließlich auf neue Kameras konzentriert, da alles andere den Rahmen gesprengt hätte.

  • Das ist eine hervorragende Übersicht und Einsteiger werden sich sicherlich gut zurechtfinden. Ich war einer dieser Umsteiger auf Systemkameras. Vor knapp 3 Jahren habe ich mir eine neue A6000 gekauft weil ich mir immer häufiger gewünscht habe eine bessere Linse als im Smartphone zu haben. Ich fotografiere immer noch gern mit dem Smartphone vor allem bei Ausflügen und Kurztripps, wenn ich keine Lust habe die Ausrüstung mitzuschleppen.
    Damals stand ich vor der Wahl zwischen Nikon, Fuji und Sony. Letztendlich ist es die A6000 geworden mit der ich viel Spaß und viel gelernt habe. Auch weil man Altglas sehr gut adaptieren kann und mich damals der Vintagevirus gepackt hat. 🙂
    Inzwischen habe ich mich von APS-C getrennt und mir eine A7R II zugelegt.

  • Als Einsteiger sollte man eine kleine Kamera um die fünfhundert Euro sich anschaffen.Egal ob Spiegel oder Spiegellose Kamera.Hat man interesse am Fotografieren gefunden,kauft man mit der Zeit sowieso eine bessere Kamera.

    • „Egal ob Spiegel oder Spiegellose Kamera.“ – Das würde ich so nicht sagen. Ich würde mir immer vorher überlegen, ob für mich eine Spiegelreflexkamera oder eine spiegellose Systemkamera besser geeignet ist. Denn wenn ich erstmal ein bis zwei zusätzliche Objektive angeschafft habe, dann ist der Wechsel zu einem anderen Hersteller bzw. einem anderen Kamerasystem meistens mit einem finanziellen Verlust verbunden, da man auch neue Objektive braucht.