Bei Fujifilm dreht sich derzeit alles um die kommende GFX100RF, aber es gibt ja noch den Nachfolger der X-Pro3, zu dem sich Fuji jetzt geäußert hat.
Nächste Woche soll die GFX100RF von Fujifilm endlich vorgestellt werden. Viele Details sind bereits durchgesickert und wir haben regelmäßig darüber berichtet. Die Hoffnung auf eine Mittelformat-Volkskamera für jedermann hat sich wohl auch mit dem kürzlich bekannt gewordenen Preis in Deutschland zerschlagen.
Inzwischen hat Fujifilm ein neues Teaser-Video veröffentlicht, in dem zuerst eine Fujifilm X100VI, dann eine GFX100SII und am Ende der Umriss der neuen Kamera zu sehen ist. Also ein Hinweis auf eine Kamera im Stil der X100-Serie im Mittelformat – was natürlich die GFX100RF sein wird.
Da sich die GFX100RF nun preislich in dem dafür vorgesehenen Mittelformat-Rahmen bewegt, wird der eine oder andere von euch vielleicht doch eher auf den Nachfolger der X-Pro3 warten, den wir nächste Woche und auch in diesem Jahr wohl noch nicht sehen werden.
Auf der letzten CP+ in Japan äußerte sich Fujifilm im Gespräch mit PetaPixel etwas ausführlicher dazu, dass man sich der hohen Erwartungen und der Nachfrage nach einem Nachfolger der X-Pro-Serie durchaus bewusst sei und sicherstellen wolle, dass es nicht nur ein kleines “langweiliges” Upgrade werde.
Schließlich ist es schon fast sechs Jahre her, dass Fujifilm die X-Pro3 angekündigt hat und nicht wenige fragen sich, ob es überhaupt noch einen Nachfolger geben wird. “Wir haben die Linie nicht aufgegeben, also wird sie eines Tages kommen, aber wir brauchen etwas, das die erfahrenen Anwender zufriedenstellt”, sagt Yuji Igarashi, General Manager der Professional Imaging Group, Imaging Solutions Division, Fujifilm Corporation, gegenüber PetaPixel.
Gegenüber PetaPixel sagte Igarashi weiter: “Natürlich können wir den X-Prozessor 5 und den neuen X-Trans-Sensor in eine X-Pro3 einbauen und sie X-Pro4 nennen, aber das ist langweilig.” Ich finde das sehr bemerkenswert, denn leider ist es heutzutage sehr häufig der Fall, dass bei Nachfolgern von erfolgreichen Produkten echte Innovationen vermisst werden. Diese Aussagen wecken noch mehr Begehrlichkeiten auf den Nachfolger der X-Pro3.
Es scheint aber auch so zu sein, dass Fujifilm sich damit selbst unter Druck setzt, etwas Spezielles auf den Markt zu bringen. Hierzu gibt Fujifilm auch zu, dass sie viel Zeit damit verbracht haben, herauszufinden, was sie dem Kunden noch Besonderes bieten können. So hat Fujifilm der X100VI einen IBIS und 40 MP spendiert und damit natürlich die Erwartungen an die neue X-Pro Serie nur noch weiter erhöht. “Wir haben es uns wahrscheinlich selbst schwer gemacht”, gibt Igarashi gegenüber PetaPixel zu. “Vielleicht haben wir die X-Pro zu speziell gemacht”.
Bevor der Nachfolger der X-Pro3 angekündigt wird, dürfen wir uns vielleicht noch auf die Fujifilm X-E5 freuen. Vielleicht gibt Fujifilm am Ende der Präsentation auf dem X-Summit nächste Woche schon erste Details dazu bekannt.
Was denkt ihr über die längere Entwicklungszeit für den Nachfolger der X-Pro3?