Wer braucht neue Technik, wenn es auch ein neues Aussehen tut? Leica hat jetzt einem älteren Modell einen frischen Anstrich verpasst – und einen neuen Preis.
Sondereditionen sind bei Leica keine Seltenheit – aber das kann oft auch einfach nur bedeuten, dass ein Kameramodell plötzlich in einer weiteren Farboptionen erhältlich ist. Dieses Mal hat es die SL2 getroffen, die ursprünglich 2019 in einer schwarzen Version eingeführt wurde.
Ich bin mir sicher, dass sich nur wegen der Farbe des Gehäuses niemand in den letzten vier Jahren davon hat abhalten lassen, die Vollformatkamera zu kaufen, wenn Interesse bestand. Vielleicht fühlt sich aber der ein oder andere jetzt durch die silberne Variante besonders motiviert, mehrere Tausend Euro für die Kamera in die Hand zu nehmen.
Optisch soll sie an das klassische Design der beliebten silbernen M- und R-Serien erinnern. Neben der silbern eloxierten Bodenplatte und Deckkappe hat sich auch die Oberfläche der restlichen Kamera verändert, hier wurde nämlich das schwarze Leder der M11 verwendet. Technisch unterscheidet sich das Modell aber kein Stück von dem im Jahre 2019 vorgestellten. Dementsprechend ist es unter anderem mit einem 47-MP-CMOS-Sensor ausgestattet.
Die silberne Leica SL2 ist ab sofort zumindest über den offiziellen Onlineshop erhältlich. Die neue Farbe hat allerdings auch ihren Preis: 7.100 Euro veranschlagt Leica für die Kamera, was 300 Euro mehr sind als das, was für die schwarze Ausführung fällig werden. Das dürfte auch mit der neuen Belederung zusammenhängen, wird bei ernsthaftem Interesse an der SL2 und in diesen Preisregionen nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Passend zu der neuen Variante gibt es auch zwei neue Kits. Inklusive Vario-Elmarit-SL 1:2.8/24-70 ASPH ist eines für 9.100 Euro erhältlich, das zweite mit dem Noctilux-M 1:1.2/50 ASPH samt M-Adapter L für 13.890 Euro.