Es sollte niemanden mehr überraschen, wenn ein Hersteller die Preise erhöht. Bei Nikon Japan gibt es einen Rundumschlag.
Es hat inzwischen eine gewisse Regelmäßigkeit, dass Kamerahersteller ihre Preise anziehen. Erst in diesem Jahr hatten wir über einen solchen Fall bei Sony berichtet, vor gut einem Jahr waren Nikon und Canon dran. Canon führte sogar gleich zwei Runden der Preiserhöhung letztes Jahr durch. Nikon hat sich immerhin ein bisschen mehr Zeit gelassen.
Die Preiserhöhung verkündet Nikon Japan wie gewohnt in einer knappen Pressemitteilung auf der offiziellen Webseite, gefolgt von einer langen Liste der dieses Mal mehr als 50 betroffenen Produkte. Darunter sind vor allem Nikkor-Objektive zu finden, doch auch vor Kameras macht der Preisanstieg nicht halt. So werden unter anderem die Z5, Z6 II, Z7 II und Z9 teurer.
Nikon kommt auch nicht umhin, die Preiserhöhung zu begründen. “In einem schwierigen Umfeld wie dem jüngsten Anstieg der Rohstoffkosten haben wir daran gearbeitet, die Kosten durch die Förderung von Effizienz und Rationalisierung zu senken”, so die maschinenübersetzte Argumentation. Nun habe man eine Situation erreicht, in der man trotz aller Bemühungen die gestiegenen Produktionskosten mittel- bis langfristig nicht mehr auffangen könne.
Unpraktischerweise gibt Nikon in der Tabelle nur den neuen Preis an, nicht den bisherigen, was es schwieriger macht, die Erhöhungen einzuordnen. Zumindest ein Vergleich: Die Nikon Z9 kostete bei ihrer Einführung 698.500 Yen und soll bald auf 772.200 Yen steigen. Das entspricht einem ordentlichen Plus von gut zehn Prozent.
Die neuen Preise treten am 18. Mai 2023 in Kraft. Ob und wie sich die Preiserhöhung auch nach Deutschland übertragen wird, ist noch unbekannt. Anfang des Jahres kündigte Nikon übrigens auch schon eine Preiserhöhung für ein paar Zubehörteile an und entband Händler von der Preisbindung. Wie bewertet ihr die Situation?
via: Nikonrumors