Sie hat auf sich warten lassen, doch jetzt ist die jüngste Generation aus dem Hause Leica offiziell. Die Leica M11 hat einiges zu bieten, jedoch ihren Preis.
Kaum eine Kamera hat euch so viel Anlass zur Diskussion gegeben wie die Leica M11 – was unter anderem an dem gemutmaßten Preis von rund 10.000 Dollar gelegen hatte. Immer wieder gab es in den vergangenen Monaten Leaks und Gerüchte zu der neuen Messsucherkamera. Sogar offizielle Teaservideos sind vor der Vorstellung durchgesickert.
Zum Glück haben die Spekulationen nun endlich ein Ende, denn der deutsche Traditionshersteller hat die Leica M11 final enthüllt. Hier wollen wir euch einen Überblick über technischen Daten und die neuen Funktionen der kompakten High-End-Kamera geben.
Die Leica M11 soll das “einzigartige Erlebnis traditioneller Messsucher-Fotografie mit modernster Kameratechnologie” verbinden. Ihr Herzstück ist der neue Vollformat-Sensor, der die Aufnahme in den Auflösungen 60, 36 und 18 MP unterstützt.
Wer die höchste Qualität sucht, stellt sie natürlich auf 60 MP ein, eine höhere Serienbildgeschwindigkeit erreicht sie jedoch bei 36 oder 18 MP und produziert zudem kleinere Bilddateien. Apropos: Diese lassen sich nicht nur auf einer SD-Karte, sondern auch auf dem 64 GB großen internen Speicher ablegen. Erstmalig in einer M-Kamera ist damit die parallele Sicherung von Bilddaten auf zwei Speichermedien möglich.
Der Maestro-III-Prozessor soll jedoch auch bei höchstmöglicher Auflösung eine flüssige Arbeitsweise erlauben. Der optionale elektronische Verschluss erlaubt eine Belichtungszeit von bis zu einer 1/16.000 Sekunde. Neu ist auch die Mehrfeld-Belichtungsmessung im Messsucher-Modus, die sichtbar bessere Bildergebnisse liefern soll.
Nicht nur unter der Haube gibt es einige Neuerungen. So können unter anderem der 1.800-mAh-Akku und die SD-Karte direkt entnommen werden und sind nicht mehr unter einer abnehmbaren Bodenplatte versteckt. Der Akku wird jetzt über USB-C aufgeladen.
Die Deckkappe der silbernen Variante ist klassischerweise aus Messing gefertigt und bringt das Gewicht der Kamera auf insgesamt 640 Gramm. Bei der Deckkappe der schwarzen Ausführung setzt Leica auf Aluminium, was zu einer Ersparnis von 100 Gramm führen soll.
Zusätzlich zur Kamera hat Leica wie erwartet den neuen Aufstecksucher Visoflex 2 präsentiert, der mit einer Auflösung von 3,7 Millionen Bildpunkten daherkommt. Er ist in einem Metallgehäuse untergebracht und optisch perfekt auf die Leica M11 abgestimmt. Ob er auch wie zuvor vermutet mit anderen Leica-Modellen kompatibel ist, wurde nicht direkt preisgegeben.
Für die zweite Jahreshälfte kündigt Leica außerdem ein Firmware-Update an, das die Leica M11 in Sachen Konnektivität erweitern soll. Die überarbeitete Software verspricht die Möglichkeit, Standortdaten in die “Leica FOTOS”-App einzubetten, über eine Bluetooth-Verbindung auf Bilder zuzugreifen sowie höhere Übertragungsraten zu gewährleisten. Apple-Nutzer freuen sich darüber, dass die Leica M11 als offizielles Zubehör zertifiziert ist und ein “Leica FOTOS”-Kabel mitgeliefert wird.
Die Leica M11 ist laut Hersteller ab sofort und weltweit zu einem Preis von 8.350 Euro inklusive Mehrwertsteuer verfügbar.
Jetzt interessiert uns eure Meinung zur Leica M11: Hat sich das Warten gelohnt?