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SanDisk erweitert Portfolio um CFexpress-Type-A-Speicherkarten

Der Speicherhersteller SanDisk hat auf der NAB 2025 neue CFexpress-Type-A-Speicherkarten in seiner Pro-Cinema-Serie vorgestellt.

Type A noch wenig Auswahl

Im Gegensatz zum stetig wachsenden Angebot an Type-B-Karten ist der Markt für Type-A-Speicher noch ziemlich überschaubar. Kein Wunder, unterstützen auch nur Sony-Kameras aus der A- und FX-Reihe den technisch Type B unterlegenem Standard. In der Pro-Cinema-Familie verkauft SanDisk schon seit einer Weile Type-B-Karten mit bis zu 640 GB.

Die Speicherkarten erreichen laut Herstellerangaben Lesegeschwindigkeiten von 1800 MB/s und Schreibgeschwindigkeiten von 1650 MB/s. Eine VPG200-Zertifizierung bestätigt eine minimale Dauerschreibrate von 200 MB/s, was für hochauflösende 8K-Aufnahmen bei hohen Bildraten ausreichen soll. Die neuen Karten werden mit Speicherkapazitäten von 480 GB und 960 GB angeboten.

Mit Abmessungen von 28,0 × 20,0 × 2,8 mm sind die Typ-A-Karten kleiner als herkömmliche SD-Karten und daher vor allem für die kompakten Cinema-Kameras von Sony nützlich. SanDisk gibt eine Sturzsicherheit von 7,5 Metern und eine Biegefestigkeit bis 150 Newton an. Die IP57-Zertifizierung weist auf Schutz gegen Staub und temporäres Untertauchen hin.

Ab 339 € für 480 GB

Die Karten sind ab April 2025 erhältlich, wobei der Hersteller Lieferzeiten von zwei bis vier Wochen nennt. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 338,99 Euro (480 GB) bzw. 543,99 Euro (960 GB). Eine Stange Geld, aber angesichts der Konkurrenz tatsächlich noch human bepreist.

Eine Alternative gibt’s in der Kombination aus Kapazität und Geschwindigkeit meines Wissens nach nur von OWC mit der OWC Atlas Pro 4.0. Die Sony-TOUGH-CEA-G sind zwar mit knapp 2 TB verfügbar, bieten aber niedrige Spitzengeschwindigkeiten. (Update: Auch Angelbird, Wise, Nextorage und Pergear verkaufen ähnliche Typ-A-Karten, danke für den Hinweis in den Kommentaren!)

Die Pro-Cinema-Reihe richtet sich offensichtlich an Profis und mein Eindruck ist, dass SanDisk ganz generell seinen Produkten eine klarer definierte Zielgruppe geben will. Hier funktioniert das auf jeden Fall gut – schließlich wird kaum jemand seine verwackelten Urlaubsvideos auf Type-A-Karten speichern wollen. Bei der jüngst eingeführten Creator-Serie hat das meiner Meinung nach dafür eher schlechter geklappt.

via: Camerajabber

Jonathan Kemper

Hat Technikjournalismus studiert, bloggt seit einer gefühlten Ewigkeit vor allem über die neusten Entwicklungen der Mobil-Branche und fotografiert lieber mit kompakten Kameras.