Schon bald könnte auf beliebten Micro-Four-Thirds-Kameras ein anderes Logo prangen. Ein Bericht legt nahe, dass die Lizenz zur Nutzung des Olympus-Markennamens zum Ende dieses Jahres ausläuft.
Laut 43Rumors stammt diese Information von einer als zuverlässig beschriebenen Quelle. Dieser Quelle zufolge endet die Olympus-Trademark-Lizenz auf Basis eines Vertrags zwischen Olympus und OM Digital Solutions zum Jahresende. Das betrifft vor allem Kamera-Modelle wie die E-M10 Mark IV und die E-P7. Überraschenderweise wurde ja die 2024 erschienene Astro-Version der E-M1 Mark III noch mit dem Olympus-Schriftzug versehen.
Auch bei einigen Objektiven soll ein Wechsel anstehen, wenngleich dieser Prozess teilweise bereits in den letzten Jahren stattgefunden hat. Damit steht ein Rebranding im Raum, also ein neues Namensschema und ein anderer Aufdruck am Gehäuse oder am Tubus. Oder erwartet uns hier und da vielleicht sogar ein Austausch durch Nachfolgemodelle? Im Falle der E-P7 und E-M10 Mark IV wird das sicherlich auch davon abhängen, wie OM Digital Solutions die Einsteigerklasse künftig positionieren will und ob diese überhaupt noch weitergeführt werden soll.
Anfang 2021 hat Olympus sein Imaging-Geschäft an Japan Industrial Partners übergeben. Damit hatte OM Digital Solutions das Kamerageschäft übernommen. Der Verkauf sollte das unter Marktdruck stehende Geschäft schlanker aufstellen und wieder nachhaltig profitabel machen. OM Digital Solutions konnte den Namen Olympus jedoch nicht einfach langfristig behalten, da die Markenrechte bei Olympus verblieben und eine Nutzung nur per Lizenz möglich war. Deshalb wurde ab 2021 die eigene Marke OM System aufgebaut und der Olympus-Schriftzug ab 2022 schrittweise ersetzt.
Ein reines Rebranding der noch verbleibenden Olympus-Produkte wäre wohl recht schnell umgesetzt, ein echter Generationswechsel würde dagegen neue Technik und mehr Aufwand bedeuten. So oder so dürfte die Umstellung dabei helfen, die Marke OM System klarer von der Vergangenheit von Olympus abzugrenzen.