Olympus Objektive

Olympus: Markenname verschwindet langsam von älteren Objektiven

Der Markennamen Olympus verschwindet langsam auch von einigen älteren Objektiven und wird dort durch OM System ersetzt.

“OM System” jetzt auch auf älteren Objektiven

Als OM System Anfang 2022 das neue Flaggschiff OM-1 vorgestellt hatte, wurde der Name “Olympus” noch gut sichtbar auf der Vorderseite der Kamera platziert. Im Herbst 2022, bei der Präsentation der OM System OM-5, verzichtete man dann erstmals komplett auf den traditionsreichen Namen. Spätestens damit war klar, dass in Zukunft keine neuen Olympus Kameras oder Olympus Objektive mehr auf den Markt kommen werden.

Auch bei den alten Objektiven, die eigentlich noch von Olympus entwickelt und vorgestellt wurden, scheint OM Digital Solutions nun aber auf den neuen Markennamen umstellen zu wollen. In Japan werden einige Objektive wie das Olympus 150-400mm f/4.5 TC 1.25x IS PRO oder das Olympus 45mm f/1.2 PRO inzwischen nämlich schon als Objektive von “OM System” verkauft.

Wundert euch also nicht, wenn ihr irgendwann ein eigentlich von Olympus entwickeltes Objektiv mit dem Markennamen OM System in die Finger bekommt.

Quelle: Photorumors

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Alfred Proksch

Gleich zwei rein persönliche Gründe halten mich vom OM System fern – erstens KEIN Blendenring an den Objektiven – zweitens keine PEN-F mit akzeptablen Sucher in Sicht.

Gilt natürlich auch für das Panasonic MFT System. Da die Blende sowieso elektronisch angesteuert wird kann doch ein extra Ring zur „manuellen Einstellung“ nicht besonders aufwendig sein.

Also wer bleibt sonst noch übrig? Nur Fuji mit den XF Objektiven!

Peter

Naja, sind halt individuelle Vorlieben. Ich für mich, habe kein Problem damit, mit dem vorderen Einstellrad die Blende einzustellen und mit dem hinteren die Verschlusszeit…

Markus B.

Wenn mich heute als langjähriger Nutzer von Olympus etwas von OM-System fern hält, dann ist es nicht allein die Technik, sondern das Geschäftsgebaren und der katastrophale Service dieser Firma. MFT wäre ein geniales Zweitsystem für Tele- und Streetfotografie. Olympus hat bis vor 5 Jahren qualitativ und technisch hochwertige Produkte angeboten. Der Service war immer top. Leider haben sie sich dann schlafen gelegt und nichts mehr investiert. OM-System ist für mich nur der Verwalter der Resterampe – mehr nicht. Der einzige Lichtblick bisher war die OM-1. Wahrscheinlich basiert die aber noch auf Entwicklungen von Olympus. Die OM-5 ist eine umgelabelte EM5III mit ein paar neuen Features – Schade, RIP Olympus.

Heinkal

Hast du ein Beispiel für deine Aussage?

Markus B.

Wenn eine Firma in 2 Jahren nichts wirklich neues entwickelt, alte Geräte zu Hauf zum Dumping-Preis raushaut (kann man aktuell im OM-Store sehen – die EM1x gibt’s hier im Ausverkauf), diverse Events absagt, die früher gesponsert wurden, den Service verlagert und die Service-Qualität runterfährt, die Zusammenarbeit mit dem Handel aufgibt (denke hier insbesondere an die WOW-Aktionen) und alte Geräte umlabelt, dann unterstütze ich persönlich so ein Geschäftsgebaren nicht. Das kann aber jeder gern für sich selbst entscheiden. Wer Olympus mag, der soll sich günstig mit gebrauchter Ware eindecken. Neu würde ich von OM-Systems nichts mehr kaufen.

Frank

Was von den Aussagen beruht denn auf eigenen Erfahrungen? Daß der Handel das Verhalten von OMDS nicht honoriert ist schon klar, aber deshalb ist ein System doch nicht automatisch tot.

Peter

Nun, der Service ist wirklich grauenhaft. Ich hatte in den letzten zwei Jahren zwei Reparaturen: eine Kamera war 6 Wochen unterwegs, die andere 8 Wochen und kam defekt zurück (von mir klar deklarierter Verschlussklemmer) und war nochmal 7 Woche zur zweiten Reparatur weg, immerhin kam sie dann funktionierend an. Mails wurden nicht beantwortet, teilweise kamen mails von offiziellen Mailadressen des Supports zurück. Es gab kein Tracking bei der Rücksendung. Beim Service Status stand wochenlang, dass die Kamera nicht angekommen sei. Laut Datum der Reparaturrechnung war die Kamera aber 5 Tage nach abschicken repariert worden. Nachfragen blieben unbeantwortet.
Dann die deutschen Webseiten von OM System: die Übersetzungen kriegt teilweise nicht mal KI so schlecht hin.

Und ja: die OM-5 ist eine umgelabelte EM5 III mit ein paar Software Features der EM1 III.
Resteverwertung.
Ich bin da vorerst auch raus mit Investitionen und brauche einfach noch was ich habe.

Frank

Kann ich selbst nicht beurteilen, da ich noch kein Problem mit meinen Kameras hatte. Die Frage ist halt, ob sich außer dem Werkskundendienst kein anderer Reparaturservice sich an die Kameras heran traut.
Nach meinen Recherchen gibt es hier bei mir ganz in der Nähe einen Reparaturservice, wo ich meine Kamera hinbringen kann, und auch wieder abholen. Vor Reparaturbeginn schriftlicher Kostenvoranschlag, so wie Reparaturen zum Festpreis nach einem Katalog. Besser ist nur keine Reparatur.
Die Webseite ist auch hier in Frankreich schlecht gemacht. Und viel Neues gibt es eh nicht bei OM-System.
Einsteigen würde ich heute auch nicht mehr. Aber ein Umstieg ist mir zu kostspielig, zumal das System auch Vorteile hat.

Markus B.

Sorry, ich habe selbst lange mit Olympus fotografiert und weiss ziemlich gut, was Olympus geboten hat und OM-Systems heute nicht mehr bietet. Deswegen ging meine letzte Olympus PEN F letztes Jahr weg. Gerne hätte ich einen Nachfolger gekauft eventuell auch eine OM-5, wenn sie denn ein würdiger Nachfolger gewesen wäre. Die meisten der existierenden Olympus MFT-Objektive halte ich immer noch für TOP. Aber wenn ich in ein System investiere, dann braucht es auch vernünftige Bodys. Und hier kann seitens OM-D aktuell nur die OM-1 in der ersten Liga mitspielen. Und die ist mir zu gross und zu teuer. Da kann man gleich eine APS-C Kamera holen (Canon R7 oder Fuji X-T4/X-T5).

Cat

vielleicht falsch herum gedacht – der R7 Sensor ist ja nur minimal größer und rauscht ab 1600 ISO sichtbar mehr als der OM-1 Sensor und man verzichtet auf sehr viele Technik, die jeden Fotografen weiterbringen kann, ganz zu schweigen von der Schnelligkeit. Eine X-T5 hat zwar die doppelte Sensorfläche, rauscht aber auch wie der Blätterwald und die wenigsten Fuji-Objektive sind wirklich noch besonders gut an 40 MP.
Mit Tele- und Macro-Motiven handelt man sich ausserdem starke Nachteile ein.
Die Kritik oder “Angst” vor OMDS kann ich teilweise verstehen, aber ich fotografiere heute und habe das teuerste Objektiv von denen – ich wäre ja komplett blöd anstelle dessen irgendein anderes Tele-Zoom zu verwenden – sie bleiben alle blaß dagegen.
Bei WW und Normal ist es ohnehin egal womit man fotografiert, Vollformat und MF haben einfach Vorteile (außer Gewicht, Größe, Kosten) für Landschaften, Porträts und vieles was kein Tele braucht.
Bis jetzt hatte ich die letzten 4 Jahre keinen Service-Fall, allerdings werden bei mir Kameras auch nur so alt, bis der verbesserte Nachfolger lieferbar ist.

Thorsten

Das mit der Dynamik und dem Rauschen ist so eine Sache. Auch RAW Dateien sind nicht unbearbeitet, aber weniger bearbeitet als JPG aus der Kamera. Die Hersteller setzen dort auch Rauschunterdrückungen ein. Damit wird dann die Dynamik und das Rauschen verbessert. Aber: Keine Beeinflussung der Daten ohne Nebenwirkungen: Durch die Rauschunterdrückung, auch bei den RAW- Daten, werden kontrastarme Feinstrukturen beeinträchtigt. Ein 4 mal größerer Sensor, ist bei gleicher Sensortechnologie, im Rauschen und in der Dynamik (Dynamik wird durch Rauschen begrenzt) um 2 Blendenstufen im Rauschen und Dynamik besser als ein MFT- Sensor. Da er 4 mal mehr Licht einfängt. Beispiel aus meiner Praxis: Ich fotografiere gern alte Städte abends/nachts bei Laternenbeleuchtug. Früher habe ich dazu meine EM1-3 mit dem unter anderen 4/12-100 verwandt, wegen des überragend guten Synch-IS, der die MFT- Schäche bei wenig Licht mehr als kompensiert. Und wenn ich aus der Hand fotografiere und gleiche Tiefenschärfe möchte, muß ich bei KB 2 Blenden stärker abblenden, damit ist der Rauschvorteil von KB dann dahin. Nun habe ich mir vor ca 2 Jahren das sehr gute Pana L- Mount- Objektiv 4/24-105 mit internem IS gegönnt, damit ist dann auch Dual-IS möglich, bei Oly nennt es sich Synch-IS, also dabei arbeiten… Weiterlesen »

Thorsten

Nachtrag: Die Oly- Kombi ist aber etwas kleiner und leichter und geht bei der Brennweite bis 200 mm KB).
Äquivalent ist das 4/12-100, ja auch ein 8/24-200.
So bin ich dann mit der KB- Kombi 2 Blenden lichtstärker (Nicht in der Belichtung, denn da zählt ja die Lichtmenge pro Flächeneinheit auf dem Sensor) Und mit der KB- Kombi habe ich die bessere Freistellung, wenn ich die denn möchte.
Auch hat das 24-105 Pana das klar bessere Gegenlichtverhalten und erzeugt abgeblendet Blendensterne an Laternen, das 12-100 leider gar nicht.
In Schärfe und Auflösung, auch am Rand, über den Brennweitenbereich ergibt sich ein Patt. In der Hinsicht, sind beide exzellente Objektive.

Thorsten

Quintessens des ganzen Geschreibsels:
Wenn man nur die Dynamik und das Rauschen betrachtet/misst, kommt man leicht zu Trugschlüssen.
Man muß auch immer dazu die Feinauflösung bei kontrastarmen Strukturen betrachten.
Manche Hersteller setzen aber auf stärkere Rauschunterdrückung, wie Oly, so das man bei den Rausch- und Dynamikmessungen dann besser aussieht, wie sie z.B. DXO durchführt.
Man sollte immer die Feinauflösungs- und Artefaktewerte mitbetrachten.
Und natürlich sind größere Sensoren dann klar besser, bei ähnlicher Sensortechnologie.
Dafür haben kleinere Sensoren andere Vorteile. Z.B. Gewicht und Preis der Objektive und im Bereich Makro.

Thorsten

Ich stimme dir weitgehend zu. Der Service von OMDS ist wirklich eine Zumutung. (eigene Erfahrung) die zu reparierenden Teile sind wochenlang unterwegs, ohne jegliche Statusmeldungen, das war zu Olympus- Zeiten erheblich besser.. Auch scheint die Qualität der neuen Produkte abgenommen zu haben. Siehe OM1, oder die neuen Objektive wie das 1.4/20, oder 4/8-25. Siehe die vielen Klagen im Oly- Forum. Mit dem Verkauf der Kamerasparte an den Finanzinvestor JIP (OMDS), wurden lt. div. Meldungen 50% der Mitarbeiter weltweit freigestellt. Das das nicht ohne Auswirkung auf die Qualität der Produkte bleiben kann ist auch klar. Denn in solchen Fällen suchen sich die Leistungsträger, denn die haben Alternativen, sicherere Jobs in anderen Firmen. Auch ich kaufe mir nichts von OMDS, jedenfalls solang sich der Kundendienst nicht erheblich bessert. Ich fotografiere mit L- Mount und MFT. MFT ist durchaus ein sehr attraktives 2. System, gerade auf Reisen und für Makros. Es gibt ja noch Panasonic. Mit denen habe ich nur die besten Erfahrungen gemacht. In all den Jahren nur eine Garantiereperatur einer Kamera. Incl. Postweg und Wochenende, hielt ich die Kamera nach 6 Tagen!!! wieder perfekt repariert in Händen, zwischendurch 2 Statusmeldungen. Service Standort Schleswig Holstein, OMDS hat seinen Sercive in Portugal. Dauer… Weiterlesen »

Frank

Abwarten. Micro Four Thirds ist längst noch nicht tot. Aber OMDS verhält sich nicht besonders kundenfreundlich.

Frank

Ich habe mir gerade ein rein manuelles Laowa Venus Optics Objektiv gekauft. Mit Blendenring, mit Fokusring, und richtig lichtstark. Ist allerdings eine Festbrennweite. Auflösung zwischen 80 Lp bei Blende 5.6, so wie 65 Lp an den Rändern. Wir haben alle doch mal ohne Autofokussystem gearbeitet. Da kommen nur die Pro-Objektive noch mit.