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Sony A1 II, A1 und A9 III: Große Firmwareupdates veröffentlicht

Die teuersten Sony-Fotokameras bekommen Aktualisierungen mit Versionsnummernsprung, die Neuerungen halten sich aber in Grenzen.

Mehr Unterstützung für C2PA

Sony hat umfangreiche Firmwareupdates für seine Profikameras A1 II, A1 und A9 III veröffentlicht. Die neuen Versionen bringen nicht nur Optimierungen für Foto-, Video- und Bedienungsfunktionen, sondern auch eine erweiterte Unterstützung für Sonys Camera Authenticity Solution (CAS).

Damit soll sich künftig die Echtheit von Bildern zuverlässig verifizieren lassen. Für A1 und A9 III hatte Sony begrenzten C2PA-Support schon im Frühjahr 2024 eingeführt. Wenn ich das richtig verstehe, bringt aber auch das Update noch keine breite Verfügbarkeit. Wieder zeigt sich: C2PA ist nicht einfach nur ein Wasserzeichen, sondern setzt eine ganze Prozesskette voraus, die sich diese Metadaten auch sinnvoll zu Nutze macht.

“Mit den neuen Firmware-Updates werden die Kameras Alpha 1 II, Alpha 1 und Alpha 9 III mit der erweiterten Camera Authenticity Solution von Sony kompatibel. Die aktuellen Erweiterungen dieser Lösung umfassen die Einführung einer Website zur Überprüfung von Bildern sowie eine Digital Signature-Upgrade-Lizenz für ausgewählte Nachrichtenagenturen und deren Fotograf*innen. Der Service bietet zusätzliche Informationen zur Authentizität von Bildern und vereinfacht die Arbeitsabläufe für Profis, die höheren Standards für die Überprüfung von Inhalten gerecht werden müssen. Dies soll die Umsetzung des C2PA-Standards (Coalition for Content Provenance and Authenticity) erleichtern, insbesondere in der Nachrichtenbranche. Als Mitglied des C2PA-Lenkungsausschusses spielt Sony eine führende Rolle bei der Entwicklung dieses Standards und trägt maßgeblich zu seiner breiteren Anwendung bei.”
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Weitere kleinere Verbesserungen

Abseits der CAS-Funktionen bringen die Updates weitere Verbesserungen. So ermöglicht die A9 III nun Belichtungszeiten bis 1/80.000s bei allen Blendenwerten. A1 II und A9 III versprechen zudem eine bessere Bildqualität beim Anwenden von LUTs. Außerdem wurden Bedienung und Workflow optimiert, etwa durch Benachrichtigungen bei neuen Firmwareversionen, geplante FTP-Transfers und eine bessere Anbindung an die nicht sonderlich beliebte Creators’ App.

Mit der Firmware hofft Sony auch, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Immerhin hatte das Unternehmen im Herbst 2024 für Negativschlagzeilen gesorgt, als fehlerhafte Updates die A7r V und FX30 einiger Nutzer unbrauchbar machten.

Die Firmwareupdates sind ab sofort von der offiziellen Seite kostenlos herunterladbar. Solltet ihr noch auf älteren Systemversionen unterwegs sein, beachtet unbedingt die richtige Reihenfolge der Installation und sichert eure Daten.

Jonathan Kemper

Hat Technikjournalismus studiert, bloggt seit einer gefühlten Ewigkeit vor allem über die neusten Entwicklungen der Mobil-Branche und fotografiert lieber mit kompakten Kameras.