Sony kündigt große Firmwareupdates für insgesamt vier Kameras an. Die Updates bringen unter anderem die Unterstützung von C2PA mit sich.
Sony: Die Woche der Firmwareupdates
Viele Monate stand Sony wegen ausbleibender Firmwareupdates in der Kritik. Schon seit Wochen lässt der Hersteller immer wieder durchblicken, dass diese Kritik in der Chefetage angekommen ist und dass man darauf reagieren werde – und heute lässt das Unternehmen diesen Worten auch Taten folgen. Nachdem vor einigen Tagen bereits kleinere Updates für die A7r V, A7C R, A7C II und ZV-E1 vorgestellt wurden, schießt Sony heute nochmal vier wirklich umfangreiche Firmwareupdates für die folgenden Kameras hinterher:
- Sony A1: Firmware 2.00 (Update 29.03.: Sony Japan hat das Firmwareupdate 2.00 für die A1 wegen technischer Probleme zurückgezogen. Mehr Infos hier.)
- Sony A7s III: Firmware 3.00
- Sony A7 IV: Firmware 3.00
- Sony A9 III: Firmware 2.00 (ab April 2024)
Unterstützung des C2PA-Formats
Im letzten Jahr hatte Sony angekündigt, manipulierten Bildern – insbesondere solchen, die KI-generiert sind – den Kampf ansagen zu wollen. Ein Teil der Lösung besteht laut Sony darin, dass Kameras C2PA-konform werden. Dadurch können aufgenommene Bilder direkt in der Kamera digital signiert werden, damit sich Herkunft und Echtheit überprüfen lassen. Die digitale Signatur enthält bei Sony auch 3D-Tiefeninformationen, sodass festgestellt werden kann, ob es sich bei dem aufgenommenen Bild tatsächlich um ein 3D-Objekt oder lediglich um ein Foto eines Bildes oder Videos handelt.
Alle vier Kameras unterstützen nach Installation der Firmwareupdates grundsätzlich das C2PA-Format. Wenn ich die Pressemitteilung richtig verstehe, steht die Signatur aktuell aber (noch) nicht allen Nutzern zur Verfügung. (“Diese Funktion ist für einige Nachrichtenorganisationen zum Zeitpunkt der Pressemitteilung verfügbar.” […] “Sowohl die kamerainterne digitale Signaturtechnologie von Sony als auch die C2PA-Konformität sind derzeit über eine separate Upgrade-Lizenz erhältlich.”)
Die Kollegen von PetaPixel schreiben dazu (maschinell übersetzt):
“Was die C2PA-Tools betrifft, so werden diese zunächst im Rahmen eines Betatests für ausgewählte Nachrichtenorganisationen und Fachleute eingeführt, bevor sie später auf weitere Nutzer ausgeweitet werden. Sony hat noch keine genauen Angaben zum Zeitplan der Einführung gemacht, da dieser vom Verlauf der Betatests abhängt.”
Weitere Neuerungen der Firmwareupdates
Die Neuerungen der Firmwareupdates sind zu umfangreich, als dass man sie hier vollständig auflisten könnte. Wir nennen deshalb nur einige Highlights, eine vollständige Liste könnt ihr den entsprechenden Firmware-Seiten bei Sony entnehmen.
Die Sony A1 und Sony A7s III erhalten mit den Updates endlich einige Funktionen, die bei neueren Sony Kameras inzwischen zum Standard geworden sind. Dazu gehört zum Beispiel die digitale Korrektur für Fokusatmen. Außerdem unterstützen beide Kameras jetzt die Creators App und die Monitor & Control App, auch Touch- und Wiedergabefunktionen wurden verbessert. Die Sony A7s III erhält zudem die Möglichkeit einer Timecode-Synchronisation, während die Sony A1 neue Fernsteuerungs- und FTP-Übertragungsfunktionen sowie eine 4K 30p UVC-Streamingkompatibilität erhält.
Die detaillierten Neuerung der Firmware 3.00 für die Sony A7 IV fehlen auf Sonys Produktseite zum Zeitpunkt dieses Artikels noch. Laut PetaPixel erhält die Kamera zusätzlich zur C2PA-Unterstützung aber erweiterte Ordner, verbessertes Netzwerk-Streaming, bessere Unterstützung von Video-Metadaten und verbesserte SDK-Unterstützung.
Kameraeinstellungen werden zurückgesetzt
Achtung, bei der Installation der Updates werden die individuellen Einstellungen der Kameras gelöscht und auf die Standardwerte zurückgesetzt. Das Speichern und Laden der alten Einstellungen ist laut Sony nicht möglich, die Einstellungen müssen notiert und im Anschluss an das Firmwareupdate manuell neu eingestellt werden.
Quelle: Sony
Leider sind fast alle neuen Funktionen wohl eher den Wünschen der Agenturen geschuldet und weniger dem gemeinen Fotohobbyiesten. Für die lohnt sich kaum das aufspielen.
Ich lass das mal vorläufig, da die “SW-Amateure” bei Sony es nicht mal geschafft haben die gesicherten alten Einstellungen zurück spielen zu können!
Alleine das endlich die creators App unterstützt wird, ist für mich wichtig. Die fokusanzeige auch
„Ich lass das mal vorläufig, da die „SW-Amateure“ bei Sony es nicht mal geschafft haben die gesicherten alten Einstellungen zurück spielen zu können!“
Das sollte im 2024 wirklich nicht mehr vorkommen.
Gibt‘s jemanden, der auf die Funktionen des Updates gewartet hat?
Was ist mit zusätzlichen Seitenverhältnissen (65:24)?
Nebenbei hoffe ich auf ein Hardware-Upgrade bei den nervigen Augenmuscheln. Bei meinen Kameras der a7-Serie rutscht zuverlässig die Gummiumrandung aus der Führung. Die lässt sich dann nicht mehr wieder „einfädeln“.
Ein wirklich riesiges Update. Ärgerlich das die Einstellungen verloren gehen. Aber halb so wild. Endlich auch die Creators App an der A1 und man kann BT Auslöser und GPS gleichzeitig nutzen. Wieso da jetzt haufen Leute jammern, erschliesst sich mir nicht. Das Update ist so fett, das man sogar 2 Stufen bei der Installation gehen muss, was alleine schon zeigt das da sehr tiefe Änderungen gemacht wurden
Keine Ahnung was Sony alles neues bringt, aber eine 2 Stündige Installation ist wahrlich kein Qualitätsmerkmal, sondern das deutet eher auf einen neuen Bug hin: den Updatebug.😉
So lange brauchen ja nicht mal Apple oder Windows für eine komplette Installation ihres Betriebssystems…😁
Wenn bei uns die grossen Profimischpulte oder komplexe Bildmischer 2h für ein umfangreiches Update bräuchten, würden wir die Kisten wohl aus dem Fenster werfen.😊
Ich hab keine 2h gebraucht
Kommt davon, wenn man schludrig lesen tut.😂
Du schreibst 2 Stufen ich las 2 Stunden…🤦♂️
Also ein Update mit der heissen Nadel gestrickt. Wenn das mal gut geht.
Sony war noch niemals gut in Software Dingen.
Neue Funktionen sind erst einmal eine feine Sache ! Oft werden hinter diesen Bonbons Fehler aus vergangenen Tagen behoben was an und für sich gut ist.
Unabhängig von Sony scheint mir das bei der „Neuheiten-Flut“ aller Hersteller keine Zeit für „anständige“ Arbeit bleibt. Dazu gehört meines Erachtens auch die verwendete Software. Mechanische oder Produktionsmängel sieht man mit freiem Auge sofort, fehlerhafte Software bemerkt der Kunde erst beim Gebrauch.
Für mich gilt: Solange ein für mich nicht relevanter Nutzen angeboten wird spare ich mir solche Updates grundsätzlich.
Sollte beim Kauf einer Kamera der versprochener Nutzen nicht erfüllt werden gebe ich das Gerät zurück und fertig. Ich habe keine Lust der „Kaspar“ von schlampig arbeitenden Industrien zu werden.
Was auch nett ist: Die A1 lässt sich jetzt via USB C mit der Creators App fernsteuern. Bei der A74 hab ich das nicht hinbekommen, da muss weiter WIFI genommen werden, was echt unzuverlässiger Murks ist. Aber per USB sollte das den Fernauslöser sehr gut ersetzen können. Bei Gelegenheit werd ich das mal ausgiebig testen
Die A9 III gibt’s noch nicht mal zu kaufen, aber wenigstens schon ein Update.