Ein wichtiges Update für die SL-Reihe von Leica ist endlich da. Die Leica SL3 vereint die neusten Technologien des Herstellers in einem kompakten Gehäuse.
Leica bringt mit der SL3 die nächste Generation seiner spiegellosen Vollformatsystemkamera auf den Markt. Über die letzten Wochen und Monate sind immer wieder technische Details durchgesickert, über die ich hier ausschweifend berichtet hatte. Jetzt zeigt sich, dass die meisten Leaks, wenn nicht sogar alle, tatsächlich zutreffen. Das neue Flaggschiffmodell wartet mit einigen innovativen Funktionen auf, die es “kompakter, leichter und noch benutzerfreundlicher” machen sollen als den Vorgänger.
Der 60-MP-BSI-CMOS-Vollformatsensor erlaubt es Fotografen, zwischen drei verschiedenen Auflösungsstufen zu wählen: 60, 36 oder 18 MP. Dabei wird stets die volle Sensorfläche genutzt, nicht nur ein Bildausschnitt. Durch diese Variabilität soll sich die SL3 flexibel an unterschiedliche Motivanforderungen anpassen lassen. Der gleiche Sensor feierte sein Debüt in der Leica M11 und kam auch schon in der Leica Q3 zum Einsatz, der Prozessor Maestro IV ist sonst nur in der Q3 zu finden.
Eine weitere Neuerung ist das Autofokussystem, das erstmals Phasendetektion, Objekt-Erkennung mittels Tiefenkarte und Kontrasterkennung in einer SL-Kamera vereint. Unterstützt durch eine intelligente Motiverkennung soll dies für zuverlässige Scharfstellung auch bei dynamischen Motiven und ungünstigen Lichtbedingungen sorgen.
Der elektronische Sucher mit Namen “EyeRes” verspricht mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde und 5,76 Millionen Bildpunkten eine außergewöhnlich flüssige und scharfe Live-Vorschau. Der 3-Zoll-Touchscreen ist endlich immerhin neigbar und ermöglicht dadurch etwas flexiblere Blickwinkel. Der neue BP-SCL6-Akku ist mit Doppelladegerät erhältlich.
Videografen können mit der SL3 Aufnahmen in 8K-Auflösung mit den effizienten Codecs H.265 und Apple ProRes aufzeichnen. Die Timecode-Schnittstelle dient zur Synchronisation von Bild und Ton am Drehset. Zu den weiteren Neuerungen zählen das komplett überarbeitete Benutzerinterface mit farblich strikter Trennung zwischen Foto (rot) und Video (gelb) sowie die optimierte Ergonomie von Gehäuse, Tasten und Bedienrad. Die Bedienoberfläche passt sich automatisch an Quer- oder Hochformat an.
Die Leica SL3 ist ab sofort zum Preis von 6.800 Euro erhältlich. Zum Vergleich: Der Vorgänger, die Leica SL2, ging 2019 für rund 6.000 Euro an den Start. Die etwas mehr auf Video ausgelegte SL2-S kam rund ein Jahr später für 4.500 Euro auf den Markt.