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Leica SL2-S für Fotografie und Videoproduktionen enthüllt

Leica nimmt mit der neuen SL2-S nicht nur Fotografen ins Visier, sondern möchte auch Kunden aus dem Videosegment gewinnen.

Leica SL2-S präsentiert

Videoproduktionen spielen in der heutigen Zeit für viele eine immer wichtiger werdende Rolle. In den letzten Jahren haben aus diesem Grund viele Hersteller ihre Kameras im Videobereich stark verbessert und höhere Auflösungen sowie umfangreichere Funktionen ergänzt.

Leica gehörte zuletzt nicht unbedingt zu den Herstellern, die für einen Videografen interessant gewesen wären. Mit der neu vorgestellten Leica SL2-S soll sich das nun grundlegend ändern, denn die Leica Camera AG hat nach eigenen Angaben ihre “vielseitigste Kamera für Fotografie und Videoproduktion” entwickelt.

Vollformatsensor mit 24 Megapixeln, 25 fps

Aus technischer Sicht bietet die Leica SL2-S zunächst einmal einen 24-Megapixel-CMOS-BSI-Sensor im Vollformat. Die Kombination mit dem Maestro-III-Prozessor erlaubt in der Spitze eine beeindruckende Serienbildgeschwindigkeit von 25 Bildern pro Sekunde, für eine unbegrenzte Zeit kann eine Geschwindigkeit von 9 fps gehalten werden. Beide Werte beziehen sich allerdings auf die Serienbildgeschwindigkeit ohne Autofokus-Nachführung. Mit kontinuierlichem Autofokus schafft die Leica SL2-S maximal 5 Bilder pro Sekunde. Das liest sich schon deutlich weniger beeindruckend als die sehr starken 25 fps.

Der Sensor ist beweglich gelagert und erlaubt ISO-Einstellungen bis hin zu ISO 100.000. Zudem gibt es auch einen Pixel-Shift-Modus, bei dem Einzelbilder zu einem hochauflösenden Bild mit 96 Megapixeln zusammengesetzt werden können.

Die wichtigsten Videofunktionen

Wenn man den Blick zu den Videofunktionen wandern lässt, dann bestätigt sich, dass die Leica SL2-S eine leistungsfähige Videokamera zu sein scheint. 4K- und Cine4K-Videos werden nämlich mit Leica L-Log Gamma und 10-Bit-Auflösung in 4:2:2 mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet. Eine zeitliche Beschränkung der Aufnahmezeit gibt es nicht. Weitere Videofunktionen möchte Leica bald mit einem Firmwareupdate nachliefern, dann soll zum Beispiel die HEVC-Videokompression für 10-Bit-Videos bis 4K / 60 fps unterstützt werden.

Interessanterweise verzichtet Leica bei der SL2-S auf ein bewegliches Display, auch wenn sich die Kamera ja unter anderem an Videografen richten soll, die ein flexibles Display in der Regel bevorzugen. Doch eine extrem robuste Bauweise war dem Hersteller am Ende anscheinend wichtiger. Grundsätzlich ist das Touch-Display 3,2 Zoll groß und löst mit 2,1 Millionen Bildpunkten auf. Der elektronische Sucher bietet derweil eine Auflösung von 5,76 Millionen Bildpunkten, eine 0,78-fache Vergrößerung und erlaubt eine Bildwiederholrate von bis zu 120 fps.

Selbstverständlich ist die Leica SL2-S aus Metall gefertigt und vor Staub und Spritzwasser geschützt. Die neue Vollformatkamera mit L-Mount ist ab sofort erhältlich, die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 4.500 Euro.

Eure Meinung zur Leica SL2-S?

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit rund 4.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

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