Rollei

Rollei 35AF: Preis liegt am oberen Ende

Nicht mehr lange müsst ihr auf die vielleicht spannendste Analogkamera 2024 warten. Jetzt ist auch klar, wie viel ihr für sie bezahlen müsst.

Alle Details jetzt bekannt

Wie ich hier im Blog schon das ein oder andere Mal berichtete, bringt das Hongkonger Unternehmen MiNT Camera dieses Jahr unter der deutschen Traditionsmarke Rollei die unter Fans lang ersehnte Rollei 35AF auf den Markt. Nach Monaten von kleinen Teasern, in denen uns das Unternehmen am Entstehungsprozess hat teilhaben lassen, stehen inzwischen praktisch alle technischen Details fest. Die wahrscheinlich interessanteste Info war bislang jedoch nur Spekulation: der genaue Preis.

Kostet 849 € und kommt Mitte Oktober

Jetzt ist klar, wie viel sie kosten wird, nämlich 849 Euro. Die Auslieferung soll Mitte Oktober 2024 beginnen, der Vorverkauf startet am 10. September. Rollei hat angekündigt, dass die Rollei 35 AF zunächst in begrenzter Stückzahl produziert wird. Falls ihr zu den ersten Besitzern gehören wollt, könnt ihr euch auf der offiziellen Webseite schonmal in den Newsletter eintragen.

In der Vergangenheit war MiNT Camera mit dem Preis recht transparent umgegangen, Gründer Gary Ho sprach in den unregelmäßigen Updates stets von einem Preisbereich zwischen 650 und 800 US-Dollar. Bei diesem selbstgesetzten Budget liegt man jetzt also am oberen Ende.

Verkaufsargument LiDAR-Autofokus

Ob der Preis gerechtfertigt ist, wird sich wohl erst nach der Präsentation und ausführlichen, unabhängigen Tests zeigen. Gute Voraussetzungen, die hohen Erwartungen zu erfüllen, bringt sie jedenfalls mit. Das Besondere an der neuen Kamera ist nämlich der LiDAR-Autofokus, der auch bei schlechten Lichtverhältnissen schnell und präzise scharfstellen soll.

Damit hebt sich die Rollei 35AF von vielen anderen analogen Kameras ab, die oft nur über eine manuelle Fokussierung verfügen. Zusätzlich bietet die Kamera eine automatische Belichtung, die auch unerfahrenen Anwendern gute Ergebnisse ermöglichen soll.

So sah ein früher Prototyp der Rollei 35AF im Juli 2023 aus.

Trotz der modernen Funktionen bleibt die Rollei 35AF ihren analogen Wurzeln treu. Sie verwendet klassische Kleinbildfilme im 35-mm-Format, die in einem kompakten und leichten Gehäuse untergebracht sind. Ein lichtstarkes 35-mm-Objektiv mit einer Blende von f/2.8, ein integrierter Blitz und ein Selbstauslöser runden die Ausstattung ab.

Für Fotografen, die gerne manuell arbeiten, stehen neben den automatischen Belichtungsmodi auch manuelle Einstellmöglichkeiten zur Verfügung. Ein hochauflösendes OLED-Display informiert über wichtige Parameter wie den Filmzähler, die gewählte Empfindlichkeit und den Batteriestand.

Die Analog-Renaissance 2024

Das Jahr 2024 scheint allgemein eine Analog-Renaissance zu bedeuten, wie auch die kürzlich vorgestellte Pentax 17 unterstreicht. Die scheint zumindest bei einigen Analog-Enthusiasten durch das verwendete Halbformat aber nicht unbedingt gut anzukommen. Mit mehr Spannung erwartet wird da die Rollei 35AF. Hoffen wir mal, dass sich die in meinen Augen eher kurze Entwicklungszeit bei einer doch eher ungewöhnlichen Kamera nicht negativ bemerkbar macht, weil etwa Zeit für ausreichende Qualitätssicherung fehlte.

Passend zur Markteinführung der Rollei 35AF hat das Unternehmen übrigens bereits Schwarzweiß-Negativfilme ins Sortiment aufgenommen, die ab 6,99 Euro im Onlineshop erhältlich sind.

Jetzt seid natürlich ihr gefragt, da alle Eckdaten der Rollei 35AF ans Licht gekommen sind: Seid ihr mit dem Preis einverstanden und werdet ihr sie euch holen?

via: fotoMAGAZIN

Jonathan Kemper

Hat Technikjournalismus studiert, bloggt seit einer gefühlten Ewigkeit vor allem über die neusten Entwicklungen der Mobil-Branche und fotografiert lieber mit kompakten Kameras.