Fujifilm

Fujifilms Kamerasparte ist die profitabelste im Konzern

Die Imaging-Sparte war Fujifilms größter Wachstumstreiber im abgelaufenen Geschäftsjahr. Sowohl Sofortbild- als auch Digitalkamerasysteme profitierten.

Die Imaging-Sparte ist im Geschäftsjahr 2025/26 zur wachstumsstärksten und profitabelsten Einheit von Fujifilm Holdings aufgestiegen. Der Umsatz mit Sofortbild- und Digitalkameras kletterte um 15,7 Prozent auf 627,1 Milliarden Yen (rund 3,58 Milliarden Euro), das operative Ergebnis um 14,9 Prozent auf 160,0 Milliarden Yen (rund 914 Millionen Euro).

Grafik: Photografix-Magazin.de

Mit einer operativen Marge von 25,5 Prozent liegt Imaging damit vor allen anderen Konzernsparten, darunter auch dem Wachstumsschwerpunkt Healthcare (5,8 Prozent Marge) und der Elektroniksparte (22,1 Prozent). Innerhalb von Imaging entfielen 367,9 Milliarden Yen (rund 2,10 Milliarden Euro) auf das Consumer-Geschäft mit Sofortbildkameras und Fotopapier, 259,2 Milliarden Yen (rund 1,48 Milliarden Euro) auf das Profi-Geschäft mit System- und Cine-Kameras.

Instax baut Marktposition weiter aus

Im Sofortbildgeschäft baut Fujifilm die im April 2025 verkündete Marke von 100 Millionen verkauften Instax-Geräten weiter aus. Treiber ist eine breitere Produktpalette: Gleichzeitig erschien die Einsteigerkamera Instax Mini 41 in klassischem Design, im November 2025 folgte die Hybridkamera Instax Mini LiPlay+ mit Audiofunktion. Im Januar brachte Fujifilm dann die Instax Mini Evo Cinema und den Smartphone-Drucker Instax Mini Link+ auf den Markt.

Die Mini Evo Cinema kann zusätzlich zu Standbildern auch Videos aufzeichnen und verfügt über das sogenannte “Eras Dial”, ein Wählrad mit zehn Effekten, die Aufnahmen im Stil verschiedener Jahrzehnte zwischen 1930 und 2020 nachahmen. Im Dezember kündigte Fujifilm zudem eine Erweiterung der Produktionskapazitäten für Instax-Filme am Standort Ashigara an, um auf die weltweit steigende Nachfrage zu reagieren.

Neue X- und GFX-Modelle stützen das Kamerageschäft

In der professionellen Bildsparte verweist Fujifilm auf eine Reihe neuer Digitalkameras. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erschienen die GFX100RF, die X half, die X-E5 und die X-T30 III. Im Oktober folgte mit der GFX Eterna 55 zudem das erste reine Bewegtbildmodell des Herstellers, das für die professionelle Videoproduktion ausgelegt ist.

Fujifilm will die Doppelstrategie aus dem APS-C-System X und dem Mittelformatsystem GFX weiter ausbauen und plant zusätzliche Modelle mit neuen Konzepten in beiden Reihen.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026/27

Für das im März 2027 endende Geschäftsjahr erwartet Fujifilm im Imaging-Geschäft einen Umsatz von 650 Milliarden Yen (rund 3,71 Milliarden Euro, +3,7 Prozent) und ein operatives Ergebnis von 162 Milliarden Yen (rund 926 Millionen Euro, +1,2 Prozent). Auf Konzernebene sind 3,47 Billionen Yen (rund 19,8 Milliarden Euro) Umsatz und 365 Milliarden Yen (rund 2,09 Milliarden Euro) operatives Ergebnis geplant. Eine Unsicherheit bleibt die Versorgung mit Speicherchips, die im Zuge der aktuellen Speicherkrise deutlich teurer geworden sind. Den Bedarf für das laufende Geschäftsjahr hat Fujifilm nach eigenen Angaben nahezu vollständig gesichert.

Jonathan Kemper

Hat Technikjournalismus studiert, bloggt seit einer gefühlten Ewigkeit vor allem über die neusten Entwicklungen der Mobil-Branche und fotografiert lieber mit kompakten Kameras.