Gerüchte aus Wetzlar deuten auf eine M11-R mit neuem Sensor hin. Auch an der Bedienung könnte sich etwas Grundlegendes ändern.
Leica könnte noch in diesem Jahr oder Anfang 2027 eine M11-R vorstellen. Das berichtet Leicarumors unter Berufung auf eigene Quellen. Laut den Gerüchten bekommt die M11-R einen neuen Sensor, der aber wie schon bei der M11 bei 60 Megapixel bleibt.
Das ist bemerkenswert, weil das Kürzel “R” früher für mehr Auflösung stand. Die M10-R löste seinerzeit höher auf als die reguläre M10, weshalb viele das R als “Resolution” lasen. Diesmal soll die Auflösung also gleich bleiben.
Stattdessen geht es offenbar um die Technik dahinter. Leica Rumors vermutet, dass der Sensor entweder dem der kommenden M12 entspricht oder eine Vorstufe davon ist. Dazu passt, dass Leica seit Anfang 2026 wieder an einem eigenen Sensor für die M12 arbeitet und im April eine Entwicklungspartnerschaft mit dem Sensorhersteller Gpixel angekündigt hat.
Ein weiterer Punkt aus dem Bericht betrifft die Rückseite. Die M11-R könnte ein größeres Display erhalten, was die Anordnung der Tasten verändern oder sie ganz überflüssig machen würde. Eine reine Touch-Bedienung wäre dann die Folge.
Genau das kennt man bereits aus den Gerüchten zur M12, wo von einem großen Touchscreen anstelle der meisten physischen Tasten die Rede war. Damit liest sich die M11-R wie ein Testlauf für die nächste M-Generation.
Interessant ist das auch mit Blick auf das Portfolio. Die reguläre M11 von 2022 hat Leica inzwischen offiziell eingestellt und durch Sondermodelle wie M11-P, M11-D und M11 Monochrom ersetzt. Ein klassisches Standardmodell fehlt damit aktuell. Eine M11-R könnte diese Lücke füllen und zugleich ein vergleichsweise günstiger Einstieg in die aktuelle M-Reihe werden, so wie es die M10-R war.
Parallel kursiert ein weiteres Leica-Gerücht. Eine M11-P im Hammerschlag-Finish (englisch Hammertone) soll ebenfalls noch dieses Jahr kommen, bislang gibt es davon allerdings nur Mockups. Neu wäre der raue, grau strukturierte Lack nicht. Leica greift ihn regelmäßig für Sondereditionen auf, zuletzt im April bei der analogen M-A Hammertone zum 20. Geburtstag des Store Ginza in Tokio.
Erst Ende Mai hat Leica mit Metallgrau einen neuen Farbton für M11-P, Q3 und D-Lux 8 eingeführt, was zeigt, wie eifrig die Wetzlarer ihre bestehende Modellpalette derzeit über Farben und Editionen ausdifferenzieren.