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Klonversionen von Lightroom & Photoshop und noch ein Grund für APS-C (Wochenrückblick)

Es gibt interessante Klonversionen von Lightroom und Photoshop, die mithilfe generativer KI und unter Open-Source-Lizenzen veröffentlicht wurden! Dazu hat Tamron einen weiteren guten Grund für den Griff zu einer APS-C-Kamera präsentiert. Auf zum Photografix-Wochenrückblick!

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Die wichtigsten Foto-News der Kalenderwoche 42

Panasonic und Sigma planen neue Kameras

Die Nachfolgerin der Sigma fp könnte ein erstes Anzeichen für größere Events mit Neuigkeiten für den L-Mount im November sein. Denn allmählich verdichten sich Gerüchte, dass nicht nur Sigma etwas Neues plant, sondern auch Panasonic.

Anlass ist der 25. Geburtstag der Lumix-Marke, dazu soll es laut neuesten Gerüchten ein großes Event geben.

Die erste Kamera mit der Bezeichnung LUMIX war die DMC-LC5, die am 27. Oktober 2001 herausgekommen ist. Angaben Panasonics zufolge hat man seitdem 200 Kameramodelle unter der Lumix-Marke gelauncht – zuletzt war’s die L10 als Premium-Kompaktkamera.

Am Wahrscheinlichsten ist dabei, dass Panasonic ein neues Cine-Modell mit L-Mount präsentieren wird. Gut möglich, dass man mit einem boxförmigen Cine-Modell ohne Sucherbuckel die Sony FX5 kontern wird – das wäre insofern spannend, als Panasonic bei Videofunktionen generell schon sehr stark ist.

Auch möglich wäre eine neue MFT-Kamera. Hier wird aktuell eine GH8 oder ein kompakteres Modell gehandelt.

Noch ein gutes Argument für APS-C von Tamron

Heute steht die Fujifilm X-E5 auf meinem Tisch, die schon ein erstes Anzeichen für ein längeres Video hier auf dem Photografix-YouTube-Kanal ist. Vor zwei Jahren habe ich mir ja aktuelle Vollformatkameras angeschaut und miteinander verglichen, letztes Jahr waren dann Kompaktkameras dran und dieses Jahr schauen wir uns einige APS-C-Modelle an.

Und irgendwie ist das Timing dafür sehr gut, denn es gibt in letzter Zeit einige Argumente für die Wahl eines etwas kleineren Sensors beim Kauf einer neuen Kamera. Letzte Woche hatte ich Euch vom Sigma 50-120mm f/2.8 erzählt und diese Woche liefert Tamron mit dem 16-50mm f/2.8 A nach.

Mit einem Gewicht von nur 305 Gramm an Sonys E-Mount und einer Länge von knapp 8 cm ist das neue Tamron 16-50mm f/2.8 wirklich äußerst kompakt. Äquivalent zu Kleinbild ergibt sich ein Brennweitenbereich von 24-75mm – mit durchgehender Offenblende von f/2.8 schleppe ich dafür bei Sony immer ein Riesenpaket mit rum.

Die kompakten Maße ergeben sich aus einem Aufbau aus 14 Linsen in 10 Gruppen. Mit sieben Blendenlamellen gibt’s laut Tamron eine nahezu kreisrunde Öffnung für ein schönes Bokeh bis zwei Blendenstufen unterhalb der Offenblende. Für den Autofokus kommt Tamrons VXD-Linearmotor zum Einsatz, der schön lautlos sein soll. Der Abbildungsmaßstab liegt bei 1:4,5 im Weitwinkel mit einer Naheinstellgrenze von 15 cm.

Falls Ihr Tamrons Objektive kennt, fällt Euch zudem direkt auf, dass das neue 16-50 ein wenig anders aussieht. Es ist das zweite Objektiv in Tamrons neuem “Toned Profile Next”-Design mit schlichterem Design und kürzerem Namen. Find ich persönlich ganz hübsch, das Gehäuse ist zudem gegen Feuchtigkeit geschützt und die Frontlinse hat wie so oft in letzter Zeit eine Fluorbeschichtung gegen Schmutz.

Erfreulicherweise kostet das neue 16-50 f/2.8 A gerade einmal 469 Euro für Sonys E-Mount und Fuji X und nur 499 € für Canon RF und Nikon Z.

Mir persönlich fehlt noch ein Standard-Zoom für meine Fuji X-T50 und das Tamron ist eine wirklich interessante Option. Mark hat erste Teststimmen in einem Artikel zusammengepackt und die fallen durchweg positiv aus:

Die Schärfe überzeugt wohl auf ganzer Linie, schon bei Offenblende liefert das Objektiv im BIldzentrum laut Chris Niccolls von PetaPixel exzellente Ergebnisse ab. Beim Bokeh und beim Flare gehen die Meinungen ein wenig auseinander – Hillary Grigonis von Digital Camera World beschreibt das Bokeh als gelungen, Niccolls von PetaPixel ist eher weniger angetan.

Einigkeit herrscht beim Autofokus, der schnell und leise sein soll. Die Verarbeitung sei insgesamt hochwertig – allerdings fällt allen Testern die minimale Ausstattung auf: Es gibt keine physischen Schalter oder Tasten, lediglich einen Fokus- und einen Zoomring.

Nikon Z70 erscheint wohl doch im November

Über 100 Kommentare hat die nächste News auf Photografix gesammelt: Die Nikon Z70 soll wohl im November erscheinen – vorher will Nikon wohl noch ein 120-300mm f/2.8 TC VR S für den Z-Mount präsentieren.

Die Seite Nikonrumors hat sich diese Informationen aus einigen Gerüchten und der Sichtung eines neuen Objektivs zusammengetragen: Das neue Telezoom ist wohl bei einem Formel-1-Rennen in Singapur aufgetaucht. Zu sehen ist es dabei an einer Nikon Z9, an einer APS-C-Kamera wie der Z70 würde sich die Brennweite aber natürlich nochmal entsprechend verlängern.

Die DX-Kamera soll dabei mit einem vollständig gestapelten Sensor erscheinen, der mit 45 Megapixeln arbeiten soll. Bisherige Gerüchte haben die Kamera immer als schnelle Profikamera im Stile der Z9 beschrieben, weisen aber auch darauf hin, dass sich der Release nochmal nach hinten verschieben könnte.

Kamerahersteller haben ja aktuell generell Probleme mit dem Release neuer Kameras. Bei Nikon gibt es aber schon recht viele Anzeichen dafür, dass die Z70 demnächst erscheint. Etwa die Listung auf einer Supportseite von Apple im August.

Ich bin sowohl auf das neue Objektiv als auch die Kamera gespannt. Sobald ich also mehr Infos hab, teile ich sie Euch im Wochenrückblick mit!

Klonversionen von Adobe Lightroom und Photoshop

Mit News 4 müssen wir uns einem Thema widmen, das gerade die Software- und App-Welt komplett umkrempelt:

Die neuen Möglichkeiten zur Datenverarbeitung und zur Code-Generierung durch generative KI führen dazu, dass es immer mehr – ich nenne es mal “Klonprogramme” – oder auch Fusionen unterschiedlicher Software gibt. Das kann skurrile Formen annehmen: Es gibt etwa ein Spiele-Mashup zwischen Tony Hawk’s Pro Skater und dem Ego-Shooter Call of Duty. Heißt: Man kann in einer Map auf ein Skateboard springen und rumfahren.

Projekte wie das von ArtCraft, von dem ich Euch jetzt erzähle, zeigen aber, dass solche Projekte durchaus als ernstzunehmende Konsequenz für professionelle Software-Entwickler verstanden werden sollten.

Denn: Mit LightCraft, PhotoCraft und einigen weiteren “Craft-”Programmen gibt es unter Open-Source-Lizenzen nun kostenlose Klonversionen der neuesten Adobe-Programme. Möglich wird das durch sogenanntes “Dekompilieren”: Ein Sprachmodell – in diesem Falle Anthropics Opus 5.5 – schaut sich quasi die Nullen und Einsen einer Software wie Photoshop an und leitet aus diesen ab, wie der originale Quellcode aussehen müsste.

Brandon Thomas, der das Ganze mithilfe der Anthropic-KI realisiert hat, ist laut einem Artikel von PetaPixel selbst Programmierer mit 15 Jahren Berufserfahrung. Seine Motivation dahinter war wohl, dass ihn Adobes Abo-Zwang stört und dass er in der Vergangenheit sogar häufiger für die Kündigung der Adobe-Dienstleistungen zahlen musste.

LightCraft und PhotoCraft sowie andere Programme wie FilmCraft als Premiere-Klon laufen dabei unter Windows, macOS und dank der Programmierung in Rust auch unter Linux. Und eben komplett kostenlos mit nahezu demselben Funktionsumfang wie das, was Adobe bietet.

Die Craft-Suite ist laut ihren Entwicklern aktuell noch in einer frühen Alpha-Phase – das Ziel ist aber nach und nach der volle Funktionsumfang mit einer ähnlichen Performance. Jürgen hat die Programme bereits getestet und schreibt, dass man sich durchaus schnell zurechtfindet, wenn man Photoshop oder Lightroom nutzt.

Für einen produktiven Einsatz würde er die Software auch noch nicht verwenden, dafür ist sie noch in einem zu frühen Status. Das gilt auch für diese neue “Kategorie” an Programmen selbst.

Es bleibt nämlich noch abzuwarten, ob Hersteller wie Adobe rechtlich gegen solche Klonversionen vorgehen. Der YouTube-Kanal LinusTechTips, für den viele Kreative arbeiten, hat seinem eigenen Team eine andere Klonversion von Photoshop einmal vorgesetzt. Falls Ihr Euch also noch scheut, eine solche Software auszuprobieren, könnt Ihr Euch da einen ganz guten Eindruck verschaffen. Ich bin auf jeden Fall auf Eure Kommentare gespannt:

Leica Kamera wird für 4,25 Millionen Euro versteigert

Nach diesem kontroversen Thema beenden wir die Woche mit einer Nachricht, auf die wir uns wahrscheinlich alle einigen können:

Ist doch wirklich völlig gerechtfertigt, dass diese Leica 0-Serie mit der Seriennummer 103 für 4,25 Millionen Euro inklusive Premium versteigert worden ist, oder?

Na gut, die Kamera ist aber wirklich auch etwas Besonderes. Denn Leitz baute damals nur 22 bis 25 Exemplare der 0-Serie und laut Katalog existieren heute nur noch 16 davon. Die Zählung begann damals bei der Nummer 101, die Seriennummer 103 ist also wirklich eines der allerersten Modelle.

Wollt Ihr Euch noch mehr Leica-Kameras anschauen, die im Rahmen der achten Wetzlar Camera Auctions versteigert wurden, hat Jonathan noch einige zusammengetragen.



Damit verabschiede ich mich und sage wie immer: „Bis zum nächsten Mal!“

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Stefan Zimmermann

Eine Leica von 1923 bringt 4,25 Millionen.

Bei Kleinanzeigen: „Leica, bereits 3 Jahre alt, technisch einwandfrei, 3.975 Auslösungen, leichte Gebrauchsspuren. Preis VB.“

Bereits drei Jahre alt …

Diese Ungeduld heutzutage. 😁