Sigma startet mit dem 50mm f/1.4 CL DG eine neue Objektivreihe innerhalb der I-Series, die auf Vintage-Ästhetik und kompakte Bauweise setzt.
Wie erwartet hat Sigma auf seinem heutigen “Special Event” neben der neuen FP2 auch ein neues Objektiv vorgestellt. Das Sigma 50mm f/1.4 CL DG Contemporary ist das erste Modell der neuen CL-Reihe innerhalb der I-Series und verfolgt einen Ansatz, der in der modernen Objektivwelt eher ungewöhnlich ist: Bildcharakter soll hier vor klinischer Schärfe stehen.
Klein, leicht und aus Metall
Wer das aktuelle Sigma 50mm f/1.4 DG DN Art kennt, weiß, dass es mit seinen 110 mm Länge und 670 g nicht gerade ein Leichtgewicht ist. Das neue CL schrumpft auf rund 65 mm Länge und 375 g zusammen und ist damit nur minimal schwerer als das bisherige I-Series 50mm f/2. Das Filtergewinde misst 52 mm.
Das Ganzmetallgehäuse des neuen Objektivs greift typische Designelemente der I-Series auf, darunter eine gerändelte Gegenlichtblende, einen Blendenring und einen magnetischen Objektivdeckel aus Metall. Erhältlich sein wird das Objektiv in Schwarz und Silber.


Ein echtes Highlight für Fans klassischer Objektive ist die integrierte Schärfentiefenskala, die zusammen mit der Entfernungsskala das CL optisch an manuelle Festbrennweiten vergangener Jahrzehnte erinnern lässt.
Bewusst weich an den Rändern
Das optische Design ist mit 9 Elementen in 6 Gruppen klassisch aufgebaut, wobei drei asphärische Elemente und ein FLD-Glaselement zum Einsatz kommen. Die asphärischen Elemente sind laut Sigma so positioniert, dass sie trotz der kompakten Bauweise Geisterbilder unterdrücken. Die Naheinstellgrenze liegt bei 0,45 m.
Sigma macht bei diesem Objektiv keinen Hehl daraus, dass maximale Randschärfe nicht das Entwicklungsziel war. Stattdessen hat Sigma die Abbildungsfehler mithilfe umfangreicher Simulationen gezielt abgestimmt. Sie sollen für eine sanfte Weichzeichnung innerhalb der Schärfeebene, ein weiches Bokeh mit fließenden Übergängen und eine natürliche räumliche Tiefe sorgen. Auf Details soll man dabei trotzdem nicht verzichten müssen: Sigma verspricht eine detailreiche Texturwiedergabe mit feinen Tonwertabstufungen.

Neuer RDD-Autofokusantrieb
Um die kompakte Bauweise zu ermöglichen, setzt Sigma auf einen Fokussiermechanismus, bei dem sich das gesamte optische System bewegt. Dafür hat Sigma den neuen “Rotary Direct Drive” (RDD) entwickelt, bei dem Spulen und Magnete kreisförmig im Objektivtubus angeordnet sind. Das Ergebnis ist ein schlanker Antrieb mit hohem Drehmoment.
Laut DPReview soll der RDD-Antrieb beim kontinuierlichen Autofokus für Video allerdings zu einem leichten Wackeln neigen und für Dauerautofokus im Videobetrieb weniger geeignet sein.
Das Gehäuse ist gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet, außerdem verfügt die vorderste Linse über eine wasser- und ölabweisende Beschichtung.
Preis und Verfügbarkeit
Verfügbar sein wird das Sigma 50mm f/1.4 CL DG Contemporary für L-Mount und Sony E-Mount. Der Marktstart ist für das Frühjahr 2027 geplant, einen Preis hat Sigma bislang noch nicht genannt.
Einordnung
Mit dem CL geht Sigma einen spannenden Weg, der an den aktuellen Vintage-Trend bei Kameras und Objektiven anknüpft. Während viele Hersteller ihre Objektive immer schärfer und “perfekter” machen, dreht Sigma hier bewusst an den Reglern für Charakter und Stimmung. Zusammen mit der ebenfalls heute vorgestellten Sigma FP2 ergibt sich ein kompaktes Vollformat-Setup für alle, die bewusst anders fotografieren wollen.
Was haltet ihr vom neuen Ansatz der CL-Reihe? Gute Idee oder überflüssig?


Super Sigma 👍📷
😭😤😭 – Alter Schwede, Du denkst aber auch nur an Dich, anstatt mir Trost zu spenden! Wo ist bitteschön mein quasi bestelltes und knackescharfes AF 0,95/1,0 65mm – jetzt fangen die auch noch mit Pseudo-Vintage an – sich bei mir richtig unbeliebt zu machen, klappt so hervorragend! 😭😤😭 – ich suche schon die Rufnummer in Aizu: Kuso, nanda kore!😎🍻😎
Ein wunderschönes Objektiv für eine zukünftige S9MKII 😎Danach bist Du dran…versprochen 🤞
Ich habe schon Flöhe im Hintern, mein Thypoch 28/1.4 ist eingetroffen und ich hänge noch bei der Arbeit ab 😂
Sehen schon echt gut aus. Würden sich an einer Zf gut machen falls Sigma den Z Mount mal bedient / bedienen darf.
Ansonsten fällt mir da nur die Sigma BF, A7C Reihe in silber und ggf. die S9 ein die optisch (aus Kamerasicht) gut dazu passen würde.
Bitte, bitte, bitte nicht für Nikon! Für den Gemischtwarenladen L-Allianz (Leica, Sigma usw.) ist das OK…..
Na da nehm ich doch lieber Sigma bei Nikon als Sungrow oder so was in der Art. Wäre jetzt für Z Mount schon ein Gewinn würde ich sagen.
Persönlich fehlt mir im Nikon Sortiment nix, aber würde Z Mont noch ein Stück attraktiver machen.
Ich hatte mich direkt gefragt, wie das mit der fixen Entfernungsskala am MF-Ring bei einem AF-Objektiv funktionieren soll, aber man sieht in einem der Videos, dass der Fokusring sich beim AF mit dreht. Da muss man darauf achten, dass man das Objektiv nicht am Fokusring festhält, wenn man AF nutzt.
Und wie oft müssen bei diesem Ding Fehler korrigiert werden?
Ich weiß, was ich an meiner 40 Jahre alten Technik habe.
Viel Spaß mit dem Murks.
Auf der DDR Mondbasis gar nicht.