Sony hat seinen riesigen Cinema-Sensor Rialto 65 offiziell vorgestellt. Das Sensormodul allein kostet stolze 80.000 Dollar.
Sony deckt bei Bildsensoren mittlerweile eine beeindruckende Bandbreite ab. Erst vor wenigen Tagen haben wir über den IMX742 berichtet, einen winzigen Chip mit gerade einmal 1 × 1 Millimeter Fläche. Jetzt folgt das andere Extrem: Der neue Rialto 65 ist ein Sensormodul für Sonys Cinema-Kamera Venice 2 und misst 53,75 × 35,83 Millimeter. Das ergibt eine Bildfläche von rund 1.926 Quadratmillimetern, gut 2,2-mal so viel wie beim Vollformat.
Das Besondere am Konzept: Weil die Venice 2 modular aufgebaut ist, verwandelt der Rialto 65 eine bestehende Kamera per Sensorblock-Tausch in eine digitale 65-mm-Kinokamera. Nutzer brauchen also keinen komplett neuen Body. Das unterscheidet Sonys Ansatz von Konkurrenten wie der Arri Alexa 265 oder der Blackmagic URSA Cine 65mm 17K, die jeweils als eigenständige Kameras konzipiert sind.
In Kombination mit der Venice 2 nimmt der Sensor in Open Gate 9,6K-Material im 3:2-Format mit bis zu 30p auf. Im breiteren 2,20:1-Seitenverhältnis sind bis zu 50p möglich. Per Software-Update sollen weitere Modi folgen, unter anderem ein 6,4K-Modus aus einem Vollformat-Crop mit bis zu 60p.
Da ein Kamerabody nicht im Preis enthalten ist, landet man zusammen mit einer Venice 2 bei einem Gesamtpaket jenseits von 140.000 Dollar.
Der Sensorblock lässt sich über ein mitgeliefertes 4,5-Meter-Kabel vom Body trennen, um an schwer zugänglichen Stellen zu filmen. Ein optionales 12-Meter-Kabel kostet weitere 9.000 Dollar. Sony plant den Marktstart für die erste Hälfte 2027. Die Zielgruppe sind Hollywood-Produktionen und Verleihfirmen.
Für Fotografen ist der Rialto 65 natürlich nicht relevant. Spannend ist aber, dass Sony Sensoren in dieser Größenordnung fertigen kann. Die Abmessungen liegen nah am Mittelformat, und dort arbeitet Sony bekanntlich an einem 180-Megapixel-Sensor, der offenbar bereit für die Serienproduktion ist.
Quelle: DPReview


Klingt gut, aber ich denke, mir wären die Versandgebühren zu hoch.
Genau aus diesem Grund scheitert der Kauf auch bei mir. Die günstigste Kleinbild Kamera (Canon RP) kostet im Verkauf inklusive Händlermarge und Steuern etwa 800.-€. Das heisst, der Sensor kostet vielleicht maximal 100 bis 200.-€. Bei etwas komplexeren Sensoren, stacked oder mit GS wird das natürlich erheblich teurer, gehen wir von dem 10-fachen Preis aus, dann lägen wir bei 1’000.- bis 2’000.-€. wenn jetzt der Sensor aber 2,2 Mal grösser ist, dann kostet er nicht 2,2 Mal mehr, sondern 40 bis 80 Mal! Gott sei Dank bin ich kein Kinofilmer!
Ein Blockbuster Kinofilm kostet heute so ab 100-200 Mio aufwärts – gescheites Kamera-Equipement und Optiken darf man da wohl erwarten…
S1HII confirmed!
Ich liebe Filme die noch mit Filmen gedreht sind , wo man auch noch das Korn etwas sieht ! Es muss also nicht der teuere Mist sein! Wenn die neuen Teile ein paar Jahre in professionellen Einsatz sind haben die sich schon bezahlt und sparen sicher auch Zeit an den Drehtagen sowie Schneittpaltzstunden! Also die Produktiven werden billiger ! Mit freundlichen Grüßen
Ich glaube eher, dass heute analoge Filmkameras der “teure Mist” sind.
9.000 Dollar für ein Kabel? Amazon bietet 5 % Rabatt, wenn man gleich zwei bestellt. Macht immerhin 900 Dollar Ersparnis!
Davon könnte ich mir endlich eine vernünftige Kabelkiste kaufen. In meiner alten verknotet sich grundsätzlich alles zu einem einzigen Klumpen. Irgendwann werfe ich dann entnervt den kompletten Inhalt weg und kaufe sämtliche Kabel neu.
Ach was, die beiden passen sicher noch zwischen die alten SCART- und USB-Kabel. Und wenn ich sie irgendwann nicht mehr finde, bestelle ich eben wieder zwei.
Wäre ja schön blöd, die nächsten 900 Dollar Rabatt einfach liegenzulassen.