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Rezension: “Das Canon EOS 70D Handbuch” von Michael Hennemann

Blick über den Tellerrand

Der Autor geht auch über die Funktionen der EOS 70D hinaus und zeigt beispielsweise, wie genau man einen externen Blitz einsetzt und welche Objektive man sich kaufen kann. Auch wird im letzten Kapitel ganz generell über Zubehör für die EOS 70D gesprochen. In einem anderen Kapitel widmet sich Hennemann außerdem allgemein dem Fotografieren, sprich Themen wie der Landschafts- oder Makrofotografie. Insgesamt nehmen allgemeinen Tipps zum Fotografieren aber eher einen kleinen Teil des Buches ein, das wird den ein oder anderen vielleicht stören, unserer Meinung nach ist das allerdings nicht weiter schlimm, im Gegenteil, schließlich haben wir es mit einem Handbuch für eine spezielle Kamera zu tun. Für allgemeine Tipps zur Fotografie gibt es andere Bücher. Trotzdem ist es schön, dass in einem Handbuch nicht ausschließlich die technischen Aspekte einer Kamera behandelt werden.


Schreibstil und Aufbau einzelner Seiten

Wir haben uns das Buch im Gesamten angeschaut – werfen wir noch einen Blick auf den Aufbau einzelner Seiten und den Schreibstil. Schon beim ersten Durchblättern fällt auf, dass auf große Bilder, die sich über eine oder sogar zwei Seiten erstrecken, quasi gänzlich verzichtet wird. Doch natürlich gibt es trotzdem jede Menge Beispielbilder und auch Bilder, die das Beschriebene visualisieren und verdeutlichen – nur eben nur wenige wirklich große Bilder. Doch auch hier sind wir der Meinung, dass das bei einem Handbuch nicht notwendig ist.

Eine jede Seite ist im EOS 70D Handbuch klar strukturiert, so gehören etwa zwei Drittel dem Text, während das äußere Drittel einer jeden Seite für zusätzliche Bilder und Anmerkungen freigehalten wurde. Auch hier kann das Buch also mit einer übersichtlichen Strukturierung punkten. Sprachlich gesehen haben wir es (zum Glück) mit keinem Handbuch im klassischen Sinne zu tun. Hennemann schreibt flüssig und locker, spricht den Leser mit “Sie” an und verpackt auch eher komplizierte Funktionen und Vorgänge so, dass man seinen Gedanken gut folgen kann. Natürlich ist das EOS 70D Handbuch kein Roman, doch sprachlich ansprechend ist das Ganze allemal.

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Fazit

Man merkt, dass das EOS 70D Handbuch nicht das erste Buch von Michael Hennemann ist. Die Inhalte sind klar gegliedert und gerade als Neuling dürfte mit diesem Buch der perfekte Einstieg in die Arbeit mit der Canon EOS 70D gelingen. Alle Funktionen und Möglichkeiten der Kamera werden detailliert beschrieben und mit Bildern unterlegt, trotzdem gelingt an einigen Stellen noch der Blick über den Tellerrand hinaus. Wer sich in erster Linie große Bilder anschauen möchte, unter anderem um zu sehen, welche Einstellungen ein Profi in welcher Situation wählt, der wird mit dem EOS 70D Handbuch vielleicht nicht glücklich werden. Auch ist das Buch für all diejenigen, die einen Begleiter für unterwegs suchen, einfach zu groß und zu schwer – allen anderen aber können wir eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Das EOS 70D Handbuch ist wie schon gesagt im dpunkt.verlag erschienen, es kostet 39,90 Euro.

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

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