Sony spendiert der A7 V ein umfangreiches Firmware-Update mit professionellen Audio-Features, Preset Focus für Zoomobjektive und digitalen Signaturen für Videos.
Sony hat für die A7 V die Firmware-Version 2.00 veröffentlicht und damit das erste große Update seit der Markteinführung der Vollformat-Kamera ausgerollt. Das Update steht ab sofort auf der offiziellen Sony-Supportseite zum Download bereit.
Professionelles Audio direkt in der Kamera
Das wohl auffälligste neue Feature betrifft die Audioaufnahme. Die A7 V unterstützt ab sofort hochwertige Audioaufnahmen mit 96 kHz und 32-Bit-Float, wenn der neue XLR-A4-Adapter über den Multi Interface Shoe angeschlossen wird. 32-Bit-Float-Aufnahmen bieten einen enorm großen Dynamikumfang und machen das Aussteuern bei der Aufnahme quasi überflüssig, da selbst extrem laute oder leise Signale ohne Clipping eingefangen werden. Für Videografen, die bei Live-Events oder unter unvorhersehbaren Bedingungen drehen, ist das ein erheblicher Zugewinn.
Preset Focus jetzt auch für Zoomobjektive ohne Powerzoom
Sony erweitert außerdem die Funktion “Preset Focus” auf Zoomobjektive ohne Powerzoom. Damit lassen sich Fokuspositionen speichern und auf Knopfdruck abrufen, was etwa für wiederholbare Fokusübergänge bei Interviews oder cineastischen Setups nützlich ist. Allerdings werden laut Sony nicht alle Zoomobjektive ohne Powerzoom unterstützt. Weitere Informationen zur Kompatibilität stellt der Hersteller hier bereit.
Darüber hinaus können Bilder auf beiden Speicherkartensteckplätzen nun gleichzeitig gelöscht und bewertet werden, die Brennweite wird auf eine Dezimalstelle genau angezeigt und während der Wiedergabe sind jetzt Ordner- und Dateinamen sichtbar. Auch im Bereich FTP-Übertragung gibt es mehrere neue Optionen, unter anderem in Verbindung mit der “Transfer & Tagging”-App.
Weitere Neuerungen und ein kleiner Wermutstropfen
Die A7 V unterstützt mit dem Update 2.00 jetzt auch für Videos die Funktion “Write Digital Signature”. Diese ist Teil von Sonys Kamera-Authentizitätslösung, mit der sich per C2PA-Standard nachweisen lässt, dass Aufnahmen mit einer Kamera erstellt und nicht per KI generiert wurden. Ebenfalls neu ist die Unterstützung für “Scan and Tag”, “Photo Cropping” und “Volume Photography Commands”. Dafür wird allerdings eine kostenpflichtige Lizenz benötigt, die voraussichtlich ab Ende Mai 2026 verfügbar sein soll.
Das Update behebt auch kleinere Bugs, zum Beispiel ein Problem mit dem externen Mikrofon ECM-M1. Zudem wird die allgemeine Betriebsstabilität verbessert. Wie auch Digital Camera World berichtet, entfällt mit Firmware 2.00 allerdings die Möglichkeit, Objektiv-Firmware direkt über die Kamera per Speicherkarte zu aktualisieren. Stattdessen muss dafür nun das Software-Update-Tool für Windows oder macOS verwendet werden.
Wie immer gilt: Wartet mit der Installation einer neuen Firmware lieber ein paar Tage, bis eventuelle Bugs behoben sind.

