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Fujifilm XF 400mm f/4.5 vorgestellt: Leichtes Supertele für die X-Serie

Fujifilm hat mit dem 400mm ein neues Supertele-Objektiv für die X-Serie vorgestellt, das mit 600mm Kleinbild-Äquivalent gezielt Wildlife- und Sportfotografen anspricht.

21 Elemente, 5,5 Stufen Stabilisierung und unter 1,25 Kilogramm

Wie wir gestern bereits angekündigt haben, ist das neue Objektiv nun offiziell vorgestellt. Mit rund 1,24 Kilogramm Gewicht und 239,5 Millimetern Länge bleibt es für seine Klasse angenehm leicht und eignet sich laut Fujifilm für den ganztägigen Handheld-Einsatz, etwa am Spielfeldrand oder auf dem Wanderweg.

Der optische Aufbau aus 21 Elementen in 14 Gruppen enthält vier ED- und zwei Super-ED-Elemente, kombiniert mit Fujifilms Super-EBC-Vergütung für kontrastreiche, farbtreue Aufnahmen. Die neunblättrige, gerundete Blende soll für weiches Bokeh sorgen, verstärkt durch die typische Telekompression bei 400mm Brennweite.

Der lineare Autofokusmotor arbeitet laut Fujifilm schnell und nahezu geräuschlos und profitiert von der Motiverkennung aktueller X-Serie-Kameras, zusätzlich bringt das Objektiv eine Fokus-Voreinstellung für schnell wechselnde Motive mit. Die optische Bildstabilisierung gleicht bis zu 5,5 Blendenstufen Verwacklung aus. Voll kompatibel ist das Objektiv außerdem mit Fujifilms 1,4-fach- und 2-fach-Telekonvertern, die die Brennweite auf 560 beziehungsweise 800mm erweitern.

Ausstattung, Preis und Verfügbarkeit

Am Objektivtubus sitzen ein Blendenring sowie mehrere frei belegbare Bedienelemente, dazu ein abnehmbarer, drehbarer Stativfuß mit Arca-Swiss-kompatibler Schwalbenschwanzführung. Das komplett wetterfest abgedichtete Gehäuse verträgt Staub und Feuchtigkeit, in Kombination mit einem ebenfalls abgedichteten X-Serie-Gehäuse.

Das 95mm-Filtergewinde vorn erlaubt den Einsatz gängiger Rundfilter. Im Lieferumfang enthalten sind vordere und hintere Objektivdeckel, Gegenlichtblende, Objektivtasche, der Stativfuß sowie ein Tragegurt.

Das Fujifilm XF 400 mm f/4.5 R LM OIS WR kostet 2.899 Euro, die Auslieferung beginnt Mitte September 2026. Im Fachhandel werden bereits Vorbestellungen für das Objektiv entgegengenommen.

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Erster Test: 9 von 10 Punkten bei PetaPixel

In einem ersten Test bei PetaPixel zeigt sich Tester Chris Niccolls beeindruckt und vergibt 9 von 10 Punkten. Optisch sei das Objektiv nahezu makellos, mit hoher Schärfe bereits bei Offenblende, gut kontrollierten Farbsäumen und angenehmem Bokeh. Kritischer fällt seine Einschätzung zum Autofokus-Tracking der getesteten X-H2S aus, das gelegentlich nachfokussiere oder vom Motiv abrutsche, was er allerdings eher der Kamera als dem Objektiv selbst zuschreibt.

Der Autofokus könnte unter anderem auch ein Grund dafür zu sein, dass sich die X-T6 etwas verspätet. In Kombination mit dem 1,4-fach-Telekonverter habe ihm das 400mm sogar mehr Flexibilität geboten als das etablierte XF 500mm f/5.6.

Würde euch für Wildlife- oder Sportaufnahmen eher die kompakte Festbrennweite reizen, oder bevorzugt ihr die Flexibilität eines Telezooms wie dem XF 100-400mm?

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Alfred Proksch

Ja, das Fujifilm XF 400 mm f/4.5 R LM OIS WR scheint genau für die Zielgruppe zu passen wenn man sich die Daten ansieht.

Für mich ist das ein Objektiv zu viel in der Fototasche weil ich den Bedarf nicht habe. Allen anderen viel Spaß damit.

Pork Pie

Das Chris diesem Objektiv 9 von 10 gibt, ist schon einmal eine Ansage.

Hier ist Fuji wohl ein richtig gutes Tele gelungen. Größe/Gewicht/Ausstattung…alles Top.

Leider für meine Anwendung nicht geeignet…

Bei meinen Highspeed Photos auf dem Salzsee benötige ich zuerst die 600 mm – manchmal wünsche ich mir 800…
ist der Bremsschirm draußen muss ich (ganz schnell) auf 250-300 mm verkürzen…der Bremsschirm hängt oft
so 30 und mehr Meter hinter dem Fahrzeug…
somit bleibt mir nur das 100-400 mm, dass aber ein super Job auf dem Salzsee macht.

Für viele Fuji Nutzer ist es wahrscheinlich das Objektiv auf das so lange gewartet wurde.

Wunderbare Ergänzung im Objektiv Angebot von Fuji.

Markus S.

Warum nimmst du nicht das 150-600. Am Salzsee sollte f8 kein Problem sein und viel was im Hintergrund stört ist da wohl auch nicht wo du Freistellung brauchst?

Aber du hast da schon nen recht spitzen Einsatzbereich.

Thomas Nordsee

Aus Interesse: geht es bei deiner Fotografie um Autos für Geschwindigkeitsrekorde? Oder um Autorennen, die öfter gefahren werden? Ich kann mir das fotografische Umfeld nicht recht vorstellen… kurzer Bericht?

Pork Pie

Ich antworte Euch beiden in einer Notiz.   Markus, an das 150-600 habe ich schon gedacht, soll ja ein sehr gutes Zoom sein…und da ich mit Blende 10 auf dem Salzsee arbeite…wegen dem AF…wäre die 8 kein Problem… das Problem steckt im Detail…100-400 mm ist 210 mm lang…150-600 mm ist 314 mm lang… ich muss dieses Objektiv jedes Mal über die große Pfütze nach Amerika schleppen…und ich sollte auch die anderen Ausrüstungsteile in meinem Handgepäck unterbringen…das wird eng…   Thomas, es geht hier um Geschwindigkeitsweltrekorde auf dem Bonneville Salt Flats in Utah…früher auch Black Rock Desert…dort habe ich Andy Green mit seinem Thrust SSC 1997 festgehalten…Andy ist der, der die Schallmauer zu Lande durchbrochen hat…15 Oktober 1997…   Auf dem Salzsee von Bonneville bin ich seit 1982… bin selbst Inhaber eines Weltrekords und wurde als zweiter Deutscher in 99 Jahren 200 Meilen, in den 200 Mile Per Hour Club of Bonneville aufgenommen…dieser Club gilt als der exklusivste Motorsport Club der Welt…   Im Oktober 2018 ist Dave Spangler mit dem Turbinator II, radgetrieben, 810 km/h schnell gewesen…   Im Oktober 2001 fuhr Don Vesco den bis heute schnellsten FIA Rekord mit dem Turbinator I, 750 km/h… Die Highspeed Photos machte… Weiterlesen »

Thomas Nordsee

Danke… das muss ich erst alles verdauen und sortieren… bleib gesund!

Alfred Proksch

Zustände sind das?!?

Wegen VIEL weniger Kilometer pro Stunde durfte ich 6 Wochen mit dem Taxi fahren. Der nette Polizist meinte ich hätte zwar an diesem Tag das kleinste Auto (den Fiat Abarth 695 meiner Enkelin) gefahren – aber ich wäre trotzdem der Schnellste gewesen! Immerhin war ich einmal auf Platz EINS.

BEN

Für den Salzsee würde es trotzdem nicht reichen.
Bei diesen Geschwindigkeiten im Fiat wäre die Fleppe für immer weg und du in Zwangsjacke in der Geschlossenen. Der Fiat wäre wahrscheinlich zu feinem Pulver zerfallen.

Alfred Proksch

Wahrscheinlich hätte man mich „vorläufig“ erschossen, verbrannt sowie gemeinsam mit dem zu Staub verfallenen Fiat anonym beigesetzt damit keine „Pilgerstätte” entsteht.

Thomas Nordsee

Na, ist ja nochmal gut gegangen…🙃

Pork Pie

…noch mehr zum verdauen…:-)

und weil es scheint, ein interessantes Thema zu sein…hier ein paar links…

die ersten beiden zeigen den Bockscar 2.0, den ich konstruierte, nachdem der original Bockscar 2017 zerstört wurde…

https://www.facebook.com/photo/?fbid=122277370364173250&set=pb.61555197521349.-2207520000

https://www.facebook.com/photo/?fbid=122183315984173250&set=pb.61555197521349.-2207520000

Apropos, die Aufnahme von der Seite von der 240 mph Fahrt…ist aus der Hand….

der dritte link zeigt den Bockscar 2012…mit meiner Wenigkeit an Bord…Barc schiebt mich zur Startlinie
für meinen Qualifier Run…

https://www.facebook.com/photo/?fbid=122245186550173250&set=pb.61555197521349.-2207520000

Thomas Nordsee

Ich wiederhole mich: bleibe gesund! Wenn du mit dem Teil aus der Spur kommst…👋🏻👍🏻

Pork Pie

Don’t worry…

Ich brauche nichts mehr zu Beweisen…

ich war first over 200 (erster über 200) in der Klasse in der ich gefahren bin, 15 Teams haben das über 20 Jahre
versucht und keiner hat es geschafft…

als Fahrer bin ich zurückgetreten…bin nur noch der Techniker Chef im Team…Stainless ist der Motoren Guru…

Rolf Carl

Gratuliere, tolle Karriere! Und sehr interessante Fotografie.

Raphael

2899€ ist wirklich ein sehr guter Preis.

Rolf Carl

Das Z 4.5/400 ist günstiger und vor allem gibt es noch geeignete Kameras dazu.

Radioreinhard

Wie auch immer, das obige Bild zusammengelogen wurde, ein solches Rohr kann man nicht freihändig halten. Es wird wohl einen Grund haben, dass an derartigen Objektiven ein Stativanschluss vorhanden ist, aber soweit kann man ja in manchen Kreisen, gerade im Bereich der Reklame, nicht denken.

Yoan

Klar geht das innerhalb gewisser Grenzen. Entsprechend kürzere Verschlusszeit kombiniert mit gutem Stabi machen’s möglich.

Tom

Wieso sollte man so ein Objektiv nicht freihändig halten können? Ich nutze das XF 500mm und das XF 150-600mm stets nur freihändig. Und die sind beide schwerer und größer, als dieses hier. Das ist überhaupt kein Problem 📷👍🏻

Markus S.

Wiegt doch grade mal 1,2kg. Das wirst du doch aus der hand fotografieren können?
Wenn nicht solltes du ggf. zur Physio gehen.

Rolf Carl

Vergiss ihn, der hat von geschätzt 100 Kommentaren noch keinen vernünftigen hingekriegt.

Turmfalke

Der sollte mal die ganz großen Teleobjektivboliden tragen, diese Festbrennweiten sind zwischen 2.5 – 4 Kilo schwer, der arme bricht ja zusammen, wenn schon 1.2 Kilo für ihn schwer sind. 😉 Mein Z 180-600 mm wiegt 1.9 Kilo und ich kann damit auch freihändig noch fotografieren. Schätze er hat sich noch nie wirklich mit dem Teleobjektiv beschäftigt, geschweige mit ihnen gearbeitet.

Markus S.

Habe ebenfalls das 180-600, allerdings weiß ich nicht wie du das auf unter 2kg gebracht hast? Wiegt ja normal 2,3kg.
Wie hast das leichter bekommen?

Turmfalke

Da habt ihr Recht, hatte ich leider falsch in Erinnerung, nach den offiziellen Daten von Nikon ist das Z 180-600 mm – ca. 2140 g (mit Stativadapterring) ca. 1955 g (ohne Stativadapterring) schwer. Nehme den Stativring eh in den allermeisten Fällen ab, nur für Motive die in weiter Ferne sind, benutze ich mein Stativ und den Stativadapter des Objektivs. Sonst komme ich mit ihm freihändig noch gut zurecht. Darum sind 1.2 Kilo ja im Telebereich ein Federgewicht. 😉

Markus S.

Habe sogar öfter gelsen von ca. 2,3kg. Aber ich nutze es ebenfalls nur aus der Hand. Habe aber die Stativschelle dran da ich die Objektiv/Kamera Kombi so immer trage, finde ich angenehmer.

Turmfalke

Ja, der Tier Fotograf muss, wirklich viel Gewicht rum buckeln. Ich trage die Kamera, die ja auch noch ihr Gewicht hat mit dem Teleobjektiv immer an der Seite mit einem sehr guten Kameragurt zusammen, der elastisch ist und dazu noch bequem. Zudem habe ich ein Fotorucksack wo ich die Kamera mit dem Teleobjektiv zusammen gut verstauen kann. Wer es leicht haben will, fotografiert besser, Leute, Landschaften, Sterne usw. 😉

Markus S.

Sag das nicht. Wenn ich mit 2 Kameras, einmal mit dem 85 1.2 und dem Plena über die Schultern beim Portraitshooting bin ist das auch alles andere als Leicht 😉

Turmfalke

War auch etwas scherzhaft formuliert, ja glaube ich gerne, bestimmte lichtstarke Festbrennweiten und Spitzenobjektive haben auch so ihr Gewicht. 🙂 Aber da gebe ich gerne zu, habe ich jetzt wieder weniger Ahnung davon.

Rolf Carl

Das Tele scheint ja gut zu sein, aber wie ich gedacht habe, hält Fuji beim AF-C der Kameras nicht mit. Gemäss Chris schafft es ja nicht mal die X-H2s, am Motiv zu bleiben. Dann kann man es mit den restlichen Kameras auch gleich vergessen. Fuji bringt einfach den AF-C nicht hin, da nützt dann natürlich das beste Tele nichts.

Turmfalke

Interessant, das wusste ich nicht, tja, dann wird es schwer im Telebereich vernünftig damit zu fotografieren.

Rolf Carl

Steht oben im Artikel. Es wird vermutet, dass die X-T6 doch nicht zeitgleich mit dem Tele kommt, weil Fuji den AF-C noch nicht zufriedenstellend hinkriegt. Mal schauen, ich hätte auf jeden Fall absolut kein Vertrauen in so Material. Betrifft natürlich nur die schnelle Tierfotografie, für alles andere ist das kein Problem.

Turmfalke

Man staunt immer wieder, man bringt ein leichtes und bestimmt nicht schlechtes Teleobjektiv raus, aber der AF-C ist noch nicht professionell, was sich wohl die Firmenführung dabei gedacht hat. 😉 Und ja, eigentlich lese ich schon die Artikel durch zuerst. Das hilft auf jedenfall. 🙂

Pork Pie

Im Original Text von Chris kommt das etwas anders rüber…
…es kann passieren das der Fokus mal kurz Orientierungslos wird, es steht nirgendswo das dies permanent passierte,

Außerdem soll man nicht die Hardware schuldig machen, wenn der Nutzer die notwendige Einstellung bei
einem 600er vornimmt.

Als Canon für seine EOS das 100-400 mm in den Verkauf brachte, war in der Anleitung ein
ganz wichtiger Vermerk…

“Damit der AF bei 400mm funktioniert soll mit Blende 10 gearbeitet werden, 8 ist schon kritisch….”

Als Fuji das 100-400 mm ins Angebot nahm, kaufte ich es sofort…

Auch hier der Hinweis in der Anleitung…”Blende 8 ist mindestens erforderlich damit der AF korrekt arbeitet…”

Wie aus dem Text von Chris hervorgeht hat er die meiste Zeit mit offener Blende, sprich 4,5, gearbeitet…
Mit dieser Blendeneinstellung kann es bei entsprechender Situation zu einer Fehlfunktion kommen.

2024 habe ich auf dem Salzsee das Fuji 100-400 mm mit der X-T3 eingesetzt…die X-T3 gilt nicht
als die Schnellste was AF betrifft…

Mit der korrekten Blende hatte ich nicht EINMAl ein Problem…ich habe etwa 3500 Highspeed Photos
gemacht…

Rolf Carl

Wenn jemandem, der so viele Kameras testet wie Chris, auffällt, dass der AF-C nicht wunschgemäss funktioniert, dann ist da auch was dran. Schon bei meiner D500, die etwa gleich alt ist wie die X-T3, bleibt der AF-C auf dem Motiv, wenn er mal zugepackt hat, und bei meiner Z8 sowieso. Fotos auf dem Salzsee sind für einen AF eher einfache Motive, da sie sich zwar schnell, aber regelmässig in eine Richtung bewegen. Grössere Herausforderungen gibt es bei der Tierfotografie, z.B. bei Tieren, die Haken schlagen und schnelle Richtungswechsel vollführen, also etwa Schwalben oder Mauersegler im Flug. Nun zur Blende: Es kauft kein Tier- oder Sportfotograf ein Tele mit f4.5 und blendet dann auf 8 oder 10 ab. Canon/Nikon/Sony sind bei der Telefotografie auf Höchstleistung bei offener Blende getrimmt, alles andere wäre unverkäuflich. Nur Fuji kriegt das offensichtlich immer noch nicht hin. Gut, sie haben ja auch erst vor ein paar Jahren halbherzig mit der Telefotografie begonnen, sieht man ja immer noch dem Teleangebot an, da ist für Wildlife praktisch nichts vorhanden, und die Kameras hinken betreffend AF-C immer noch ziemlich hinterher. Die Probleme, die Chris beschreibt, wird er bei den Spitzekameras der grossen Drei nicht finden. Und übrigens, ich habe… Weiterlesen »

Markus S.

Abblenden verbessert den AF bestimmt nicht. Je weniger Licht dem AF System zur Verfügung steht desto schlechter kann es arbeiten.
Was es dagegen tut, es verzeit mehr Fehler des AF, weil die Schärfentiefe eben größer ist.

Pork Pie

Bingo…

die größere Schärfentiefe unterstützt hier den AF…den Herstellern ist das bewusst und daher der Hinweis…

Was Nikon/offene Blende/AF betrifft…

meine beiden Kollegen…Dave Kommel und Dan Kaplan sind Nikon Fanatiker….:-)…darf man sein…

Deren Erfahrung mit Nikon und offener Blende auf dem Salzsee…
AF arbeitet…das Ergebnis war aber NIE scharf…was immer der AF versucht hat einzustellen…

Ich habe deren Kameras nach meiner Methode eingestellt…danach war jedes Bild gestochen scharf…

soviel zu perfektem AF mit offener Blende…

und Sony Tele Photographen…alle haben ihre Kameras eingepackt weil der AF nicht einmal
ein Ergebnis ermitteln konnte….

Markus S.

Kenne mich da bei deiner Art der Fotografie nicht aus. Jedoch, wenn man einen Greifvogel im Sturzflug oder einen Jet im Kunstflug scharf bekommt bei 400 2.8 oder 600 f4 dann kann ich mir nicht vorstellen das es bei einem Auto ein Problem geben soll.

Mag sein das es da bzgl. Hitzeflimmern oder was auch immer ein Probelm gibt in der Umgebung.
Aber eine geschlossene Blende hilt dem AF nur das Fehler nicht so schnell zum Problem werden.

Wenn ich die Bilder oben von dir sehe, da ist ja das Auto parallel zu dir. Also bleibt ja in der Schärfebene. Da kann ich mir echt nicht vorstellen das es da Probleme mit dem Fokus gibt.

Conny

Hallo Markus,

sehe ich auch so!
Wird vielleicht, wie Du schreibst irgende eine ungünstige Randbedingung sein.

Geschwindigkeit eher nicht, es gibt ja tausende Fotos von der Formel1 oder von fliegenden Militärjets welche sich auch in Richtung des Fotografen bewegen. Und die sind knack scharf, egal mit welchem aktuellem DSLM Boliden die gemacht wurden.
Auch wenn die nur halb so schnell oder langsamer sind.

Grobe Überlegung:
Ein Fahrzeug das z.B. 1000km/h (=277m/s) fährt, bewegt sich bei 120 AFC Berechnung pro Sekunde (z.B. Sony A1/A9) gerade mal 277m/s / 120 = 2,3 Meter weit im Worst Case Richtung Kamera.
Aufgenommen mit einem 400mm Tele und Blende 4.5 wäre die Schärfentiefe bei 100m Abstand schon ca. 17m.
Bei 50m immer noch ca. 4m
Also fällt die Aufnahme im Worst Case nach 1/120s Verzögerung und kurzer Belichtungszeit nicht aus dem Bereich der Schärfentiefe.

Also muss das Problem irgendwo anders liegen!

Pork Pie

Das Photo mit dem Bremsschirm ist natürlich das “unglücklichste” das ich aussuchen konnte… Stainless hat auf der Team FB leider keine anderen in Aktion eingestellt und ich konnte nur dieses verlinken, damit man sehen kann wie das Rekordauto aussieht… diese Aufnahme ist tatsächlich der einzig Moment wo ich über eine Strecke von ca. 100 Meter das Fahrzeug “parallel” zu mir stehen habe…das Beste für den AF…ansonsten ändert sich die Distanz und der Winkel permanent. Bei dieser Aufnahme war ich ca. 400 Meter weg von der Strecke…. Dazu kommt das diese Aufnahme im idealen Zeitfenster war…9 bis 9.30 Uhr…davor ist die Sonne noch nicht hoch genug…danach ist es zu warm und dann entsteht ein starkes Hitzeflimmern von ca. einem Meter Höhe…dieser Lakester ist keine 70 cm hoch…. das tatsächliche Problem, neben dem Hitzeflimmern, ist der extreme Kontrast… die Salzoberfläche ist nichts anderes als Millionen kleiner Spiegel…plus direkte Sonneneinstrahlung und im Hintergrund die Bergkette… Nahezu jedes Highspeed Photo benötigt eine Nacharbeit wenn es um Licht und Kontrast geht… Wie es mit Jets ist, kann ich aus eigener Erfahrung nicht beurteilen. Das letztemal als ich mich mit Flugzeugen beschäftigte, war Reno Air Race…1996 und 97…und Handarbeit…kein AF… Ein leider viel zu früh verstorbener… Weiterlesen »

Conny

Hallo Pork Pie,

Deine Angaben von der spiegelnden Salzoberfläche wäre vielleicht ein Hinweis was Probleme machen könnte…

Darf ich fragen von wann den die Kameras sind die da Probleme haben.
Älter als z.B. 5 Jahren oder wirklich aktuelle Kameras?

Denn mit Einzug der stacked Sensor Technologie und den modernen und schnellen Teles war es erst möglich einen wirklich guten auch bei hohen Geschwindigkeiten in Echtzeit funktionierenden nachgeführten AFC umzusetzen.

In Schweizer Berner Oberland gibt es das legendäre Militärjet Leistung Fliegerschiessen auf der Axalp.

Ich war da auch schon 2mal, früher war die Ausschussquote unscharfer Fotos mit den Spiegelreflexkameras viel viel höher als mit den heutigen modernsten DSLM Kameras die da null Probleme haben.

Markus S.

Würde jetzt nicht sagen das dies nur mit Stacked Sensoren geht. Eine R5 kann das bestimmt auch. Zumindest machen ja viele damit gute Bilder von sich schnell bewegenden Objekten.

Aber du hast auf jeden Fall recht, die 120 Kalkulationen die z.B. A1/A9 oder Z8/9 machen dabei hilft.

Conny

Hallo Markus, natürlich ist die R5 eine gute Kamera, nur bei dem obigen extremen Beispiel solch eines schnellen Raketenautos welches sich auf die Kamera zubewegt, trennt sich die Spreu vom Weizen. Mit der R5 wird man auch scharfe Bilder bekommen, keine Frage nur der Ausschuss wird halt höher sein. Warum, ganz grob beschrieben: Die Auslesegeschwindigkeit des Sensors ist mehr als deutlich langsamer. Eine korrekte AFC Berechnung benötigt für jede Berechnung ein neues Bild aus dem Sensor, darauf folgt die Position der Motiverkennung, die Fokusberechnung und die Ansteuerung des Teleobjektivs zur neuen Fokussierposition. Das ist ein sequentieller Prozess wo die Einzelzeiten sich grob addieren. Diese Gesamtzeit begrenzt letztendlich wieviel AFC Berechnungen da pro Sekunde wirklich effektiv stattfinden können. Da die R5 mit elektronischem Verschluss 20B/s kann aber da schon auf 12Bit zurückschaltet, kann man davon ausgehen dass da nicht so viel mehr drin ist. D.h. die Sensorauslesezeit begrenzt mit maßgeblich die echte AFC Nachsteuerung, der Lag wird zeitlich länger und schon ist es möglich, dass je nach Tiefenschärfe, aus dem Fenster zu fallen. Das passiert statistisch verteilt, deshalb die Aussage mehr Ausschuss möglich. Dann kommt noch bei solch hohen Geschwindigkeit der RS hinzu, welcher mit dem MS eliminiert werden kann. Ob… Weiterlesen »

Pork Pie

Hi Conny, das Fliegerschiessen auf der Axalp ist mir bekannt…meinem verstorbenen Freund war es immer ein Traum, dort einmal dabei zu sein…er konnte es nie realisieren… Was das Alter der Kameras betrifft…Brandaktuelle werden so gut wie gar nicht eingesetzt…die Belastungen auf das Material sind enorm…Dan Kaplan hat sich ein Pro Nikon Objektiv auf der Hinfahrt nach Wendover beim Händler abgeholt…im Motel ausgepackt…nach drei Stunden auf dem Salzsee wieder eingepackt… weil das “Oel” gekocht hat…Nikon hat die Garantieansprüche abgelehnt wegen nicht üblicher Nutzung…und ihm eine fette Rechnung gestellt… Bei den meisten Kameras kann man davon ausgehen, das diese zwischen 7 und 10 Jahre alt sind…es werden noch sehr viele Canon EOS eingesetzt…Steinzeit…eine Canon R habe ich noch nicht gesehen (Stand 2024) ob 2025 oder 26 ein paar neue Kameras dazugekommen sind, ich war nicht vor Ort, sonst hätte ich mich schlau gemacht…meine X-T3 ist ja auch schon was älter…inzwischen setze ich eine H2 und eine T5 ein, das sind Welten… Es ist nicht nur die spiegelende Oberfläche. Wenn ich ein Flugzeug oder einen Vogel in der Luft festhalte…ist zwischen der Kamera und dem Objekt eine gleichmässige Luftverschmutzung…normallerweise.. Auf dem Salzsee ist das nicht so… unter der Oberfläche des trocknen Salzsee sind… Weiterlesen »

Conny

Hallo Pork Pie,

danke für Deine ausführliche Ausführung!
Das erklärt Vieles und macht verständlich dass das alles kein einfaches Unterfangen ist.

Rolf Carl

Noch zwei Anmerkungen: Auf diese Distanz ist die Luft immer ein Problem, das kennen wir auch bei uns: Dunst, Nebel usw., dann ist das Motiv natürlich auch leicht unscharf, das hat aber rein gar nichts mit dem AF der Kamera zu tun. Auf eine Distanz von 400 m kann man ganz einfach manuell scharf stellen und hat eine ausreichende Schärfentiefe, sodass das Auto auch scharf ist. Und wenn es trotzdem nicht scharf ist, dann ist nicht das Kamera-System schuld, sondern es fehlt der Kontrast und es liegt ganz einfach nicht mehr drin. Dann zu den Vögeln, da hast du offensichtlich keine Ahnung. Schon mal Uferschwalben aus 5 bist 10 m Distanz im Zick-Zack-Flug fotografiert? Wenn du die in den Sucher kriegst – gratuliere. Wenn du sie im Sucher behalten kannst – bravo, und wenn 5 Fotos von 100 scharf sind, dann bist du ein Meister. Das sind höchste Anforderungen an einen AF-C, denn je näher ein Motiv ist, desto schwieriger. 400 m Distanz zum Motiv? Aber bitte, das ist dagegen ein Kinderspiel. Kannst es ja mit den Uferschwalben mal probieren, würde mich aber nicht wundern, wenn du nach ein paar Versuchen die Fuji in die Ecke schmeisst. Und noch was… Weiterlesen »

Rolf Carl

Habe mir deine Bilder auch noch angesehen. Die Schärfeebene ist so gross, dass der Berg im Hintergrund auch noch fast scharf ist. Dann ist natürlich klar, dass das Auto auch scharf ist. Für einen geübten Sport- oder Tierfotografen ist das rote Auto parallel zur Kamera ein Kinderspiel, und zwar auch mit Offenblende. Würde dem Foto übrigens gut tun, wenn der Berg statt nicht ganz scharf etwas unschärfer wäre. Auch braucht man für so eine Aufnahme keine speziell gute Kamera, deshalb hat es ja auch mit der X-T3 geklappt. Das bringt man mit Offenblende mit jeder Nikon hin, muss nicht mal eine der besten sein. Wenn das die Kollegen nicht scharf gekriegt haben, dann ist nicht die Kamera schuld, sondern die dahinter. Ich sags dir jetzt ganz ehrlich: eine Z8 wäre bei so einem Motiv total unterfordert, auch wenn das Auto die gleiche Farbe hätte wie der Salzsee. wäre es kein Problem, auch mit offener Blende nicht, oder gerade deshalb. Und vor allem zeigt ein solches Motiv nicht, ob der AF-C etwas taugt oder nicht. Etwas schwieriger wäre es z.B., wenn das Auto in vollem Tempo auf die Kamera zurast und nur noch 100 bis 50 m entfernt ist. Aber wie… Weiterlesen »

Pork Pie

…Stop…Unwissenheit schützt….Stop….Lakester ist weniger als 400 Meter weg…Stop…
Berg ist mehr als 5 Kilometer weg und total unscharf…Stop…

Rolf Carl

Okay, vergiss es einfach. Das Thema war ja eigentiich der AF-C der Fuji. Mit deinen Bildern hast du nicht bewiesen, dass der auf der Höhe ist, eher das Gegenteil ist der Fall: Einfache Motive kann Fuji, bei schwierigeren müssen sie es erst noch beweisen.

Mirko

Moin Pork Pie,
mir gefällt dein Bild sehr gut aber vermutlich hätte ich ein “Kino-Format” gewählt. Die anderen Leser/Schreiben werden eh nie so ein Bild abliefern egal wie schlecht/gut der AF auch ist 😉

Pork Pie

Hi Mirko,

ich verstehe was Du meinst…das Kino Format habe ich verwendet wenn ich jemand ein spezielles Poster gedruckt
habe…dann kommt auch noch richtig “Speed” rein…:-)
Bei diesem Photo war es so, das es für einen Artikel war…Magazin Doppelseite…
ich bin nicht nur Historiker für Geschwindigkeitsrekorde…ich bin auch Chronist…Zeitzeuge vor Ort bei den Rekordversuchen, halte das ganze mit der Kamera fest und schreibe danach Artikel…so, 25 Jahre lang für den
Fast Facts…das war ein Weltweit publiziertes Magazin für Geschwindigkeitsrekorde zu Lande, auf dem Wasser
und in der Luft…in Englisch…
Hinter diesem Bild ist eine längere Geschichte…daher hat es auch Stainless für die FB verwendet…
ansonsten ist es eigentlich ein ganz simples Photo…gegenüber den anderen die ich sonst rausgebe….

Mathias

Also das Problem auf dem Salzsee sind doch nicht die Kamera oder der AF-c sondern die falschen Begleitfahrzeuge. Richtig unterwegs gelingen doch sogar super Videos…😎

https://youtu.be/BlhI1xjpYTA?is=yc1BeCIuhAZs6zPu

PaBo

Nun habe ich hier einige Kommentare zur Fujieignung für die Tierfotografie gelesen. Mich wundert die große Kommentarbereitschaft ohne eigenständige Erfahrungen, wie mir scheint.
Dazu zunächst einige Vorraussetzungen für erfolgreiche Sport- und Tierfotografie :
a: man muss die Abläufe antizipieren können;
b: man muss die Kamera und die entsprechend Brennweiten in allen erforderlichen Situationen im Schlaf beherrschen.
Dazu müssen das Mitziehen und die Fussstellungen als Trockenübungen am jeweiligen Standort eintrainiert werden.
Das mag altmodisch klingen, aber schon Fritz Pölking wusste, dass ein stabiler Stand für eine hohe Erfolgsquote erforderlich ist.

Meiner Erfahrung nach erziele ich mit der H- Kamera und dem 100- 400er – auch mit Tc- bei der Flugfotografie von Wasservögeln die höchste Erfolgsquote bei AF-C und vergrößertem AF- Feld. Und, soll der AF etwas sehen, braucht er Licht, genügend Licht!

Rolf Carl

Genau, eine Fuji braucht genügend Licht, eine Nikon trifft auch bei diffusem Licht. Und deshalb hat es Fuji bisher noch nicht auf einen grünen Zweig gebracht.

Thomas Nordsee

Moin, ich fasse es auf meine einfache Art zusammen:
Die Kameraden im fotografischen Umfeld von mir (22-25) nutzen Canon, Sony und Nikon. Eine OM ist dabei. Einige sind leidenschaftliche Vertreter von Fuji… aber nicht bei Fotos von hochdynamischen Wattvögeln… wahrscheinlich wird sich Fujis Weg hier noch wandeln. Gut so! Was für Rolf die Uferschwalben sind, sind bei mir Sandregenpfeifer und Bekassinen… die Ausbeute ist gering (mein Alter, Augen Ausrüstung?)… hier halten die bisherigen Fujis nach Aussagen der Kollegen noch nicht mit (subjektiv- kein Labor). Allerdings versuche auch ich z. B. eine Stufe abzublenden- wenn es möglich ist. Mir ist der Hinweis von Pa Bo bekannt. Von den Salzseen habe 0,0 Ahnung- und würde nach 10 Min tot umfallen. Jetzt gibt es Bohnenkaffee!

Radioreinhard

Wenn die Reklame lügen muss, dann ist das Rohr sicher nur eine Papphülse, denn jeder, der mit langen Brennweiten arbeitet, weiß, dass man ein solches Rohr nicht freihändig benutzen kann, ohne die Aufnahme zu verreißen.
Der Stativanschluss wird schon einen Sinn haben. Wer aber zum Nachdenken zu fämlich ist, der glaubt dieser Reklame unbesehen.

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