Bildbearbeitung • Neuheiten

Photoshop Elements 2027 und Premiere Elements 2027 vorgestellt: Mehr KI für Einsteiger

Adobe hat neue Versionen seiner einsteigerfreundlichen Bild- und Videobearbeitung angekündigt, mit deutlich mehr KI-Unterstützung als bisher.

KI-Assistent und Generative Tools halten Einzug in Elements

Anders als die vollwertigen Creative-Cloud-Programme richten sich die Elements-Ableger an Einsteiger, die ohne steile Lernkurve zu guten Ergebnissen kommen wollen. Genau hier setzt Adobe mit dem neuen KI-Assistenten an, der zunächst in Photoshop und Premiere für Web und Desktop eingeführt wurde und jetzt als Beta-Funktion auch in den Elements-Programmen ankommt. Ihr beschreibt die gewünschte Änderung in eigenen Worten, der Assistent übernimmt dann zumindest einfachere Bearbeitungsschritte automatisch.

Photoshop Elements 2027 bekommt außerdem Generatives Erweitern, womit sich Bilder über den ursprünglichen Bildrand hinaus KI-gestützt erweitern lassen, sowie Generatives hochskalieren zum Hochskalieren niedrig aufgelöster Fotos. Neue Kreative Filter bringen Stile wie Stickerei, Ölgemälde oder Duotone mit, deren Intensität, Textur und Farbe sich individuell anpassen lassen. Ein neuer KI-Modus bündelt sämtliche KI-Werkzeuge der Software an einem Ort.

Premiere Elements 2027 zieht mit ähnlichen KI-Funktionen nach: Bilder generieren erzeugt fehlende Aufnahmen direkt aus Textbeschreibungen, um Lücken in der Timeline zu füllen, Kreative Titelgestaltung mit KI verwandelt Textvorgaben in gestaltete Titelgrafiken. Eine kontextsensitive Werkzeugleiste hilft beim Auffinden passender Funktionen über eine Beschreibung der gewünschten Aufgabe, neue Editing Indicators zeigen zudem auf einen Blick, wo bereits Effekte, Übergänge oder Textformatierungen angewendet wurden.

Zeitlich begrenzte Lizenz und überarbeitete Fotoverwaltung

Auch die Fotoverwaltung Elements Organizer wurde überarbeitet. Eine neue, vorerst nur englischsprachige semantische Suche erlaubt die Suche per Freitextbeschreibung, selbst wenn diese nicht exakt mit vorhandenen Schlagworten übereinstimmt. Dazu kommen eine verbesserte Duplikaterkennung sowie die Funktion An Telefon senden, die bearbeitete Fotos per QR-Code direkt vom Desktop-Rechner aufs Smartphone überträgt.

Photoshop Elements und Premiere Elements 2027 sind ab sofort für macOS und Windows hier auf der Webseite erhältlich. Einzeln kosten die Programme jeweils 98,98 Euro für eine auf drei Jahre befristete Lizenz, Bestandskunden zahlen für das Upgrade 80,99 Euro. Das Bundle aus beiden Programmen kostet Neukunden 148,99 Euro, das Upgrade 122,99 Euro.

Nach Ablauf der drei Jahre verliert ihr den Zugriff auf die Bearbeitungsfunktionen, eure Mediathek bleibt laut Adobe aber weiterhin über den Elements Organizer zugänglich. Die KI-Funktionen sind zudem an ein monatliches Guthaben gekoppelt: Die Einzelprogramme bringen 25 Credits pro Monat mit, das Bundle 100, weitere Credits lassen sich über ein separates KI-Abo dazukaufen.

Sind Photoshop und Premiere Elements für euch noch eine interessante Einsteiger-Option, oder würdet ihr eher gleich zu kostenlosen Alternativen wie Affinity greifen?

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Stefan Zimmermann

Fürchterliches Video von Adobe. Es geht inzwischen gefühlt nur noch um Fake und künstlich erzeugte Inhalte – also um Dinge, die es so in Wirklichkeit überhaupt nicht gegeben hat. Ich glaube, ich werde alt und möchte vielleicht auch gar nicht mehr verstehen, wie man diese Entwicklung gut finden kann. Auch das Titelbild ganz oben ist dafür ein schönes Beispiel. Ich war dort vor einem halben Jahr und hatte mein Ferienhaus keine 800 Meter entfernt. Ich weiß also ziemlich genau, wie es dort rund um Reine, Hamnøy und Sakrisøy aussieht. Und das dort gezeigte Haus ist eben nicht einfach irgendein „Red House“, wie man anhand dieses Bildes meinen könnte. Das bekannte Haus dort kennt man als „Hamnøy Yellow House“ bzw. als das gelbe Haus. Gerade diese Farben sind dort auch nicht völlig beliebig. Die kleinen Orte und Inseln in diesem Bereich haben jeweils ein sehr charakteristisches Erscheinungsbild. Sakrisøy fällt beispielsweise gerade durch seine gelb bzw. ockergelb gestrichenen Häuser auf, während man in Hamnøy und Reine sehr viele der typischen dunkelroten Rorbuer findet. Genau diese unterschiedlichen Farben machen einen Teil des besonderen Charakters dieser Orte aus. Einfach aus einem bekannten gelben Haus ein knallrotes zu machen, verändert also nicht nur irgendeine Kleinigkeit,… Weiterlesen »

Alfred Proksch

Stefan Zimmermann besten Dank für deine ausführliche Erklärung eines riesigen Problems. Für mich gesehen müsste ein warnendes Wasserzeichen sofort beim öffnen einer künstlichen Bilddatei sichtbar sein. Sowie der Betrachter das Kunstwerk Bild/Video ohne Einschränkung sehen möchte genügt ein Klick um das Wasserzeichen auszublenden. Warum ist das enorm wichtig? Weil wir Menschen seit Jahrtausenden glauben was wir sehen und hören. Wer aus der multimedialen Welt im Schnelldurchlauf Informationen abruft macht sich nicht die Mühe Inhalte zu überprüfen. Übrigens danke für den Link! Natürlich sind künstliche Welten schon immer aus unterschiedlichen Gründen erzeugt worden siehe die wunderbaren Kuppelgemälde in unseren Kirchen. Der Unterschied zur Realität ist klar erkennbar, das ist bei KI erzeugten Bildern und Videos oft nicht erwünscht weil im besten Fall z.B. bestimmte Reiseziele gebucht werden sollen, im schlimmsten Fall sollen wir durch ungute Bildinhalte politisch manipuliert werden.

Adobe sagt: Wir sind für Bildinhalte nicht verantwortlich, stimmt! Der Feuerzeug Hersteller ist nicht dafür verantwortlich ob Nutzer mit seinem Produkt eine Duftkerze oder das Haus des Nachbarn anzünden.

Adobe möchte in erster Linie Geld verdienen, das gelingt anscheinend recht gut.. Die Büchse der Pandora ist geöffnet und sie wird für immer offen bleiben!

Stefan Zimmermann

Das passt wunderbar hier rein: US-Militär Fehlerhafter KI-Bericht löst beinahe Militärschlag aus: https://www.golem.de/news/us-militaer-fehlerhafter-ki-bericht-loest-beinahe-militaerschlag-aus-2609-213240.html

joe

Ich bin ja PS Elements Nutzer, verabschiede mich aber mehr und mehr Richtung DXO, 2023 war mein letzter Kauf und obwohl ich eigentlich alle 3 bis 4 Jahre eine Neue Version kaufe, war 2023 mein Letzter, denn ich kaufe grundsätzlich kein Abo! Ich bin raus.

Rolf Carl

Geht mir auch so joe, Abo ist ein No-Go für mich. Deshalb DxO PL.

Frank

Nicht nur das Video ist fürchterlich. Ich habe mir gestern Abend einmal die Testversion bei Adobe herunter geladen. Da gibt es bis auf ein paar Retuschen keine nennenswerte Verbesserungen zu den Vorgängerversionen. Dafür führt einen Adobe gleich zu den KI-Funktionen, die dann kostenpflichtig sein sollen.
Beim Organizer habe ich mich gar nicht erst mit den Funktionen beschäftigt, da ich meine Bilder für gewöhnlich auf externen Medien speichere.

Adobe geht es hier wohl in erster Linie um die Vereinfachung der Bildbearbeitung für diejenigen, die bislang keine Erfahrung mit Rawkonvertern gesammelt hatten, und deshalb Unterstützung brauchen. Wenn ich dann erst mit Worten beschreiben soll, was die Software mit meinem Bild machen soll, dann bin ich mit normalen Schiebereglern aber schneller am Ziel.

Wie Du schon richtig schreibst, es geht um Veränderungen des Bildmaterials in der Weise, daß Bilder augepeppt werden sollen, damit sie dem Betrachter sofort ins Auge stechen. Es werden neue Inhalte kreiert. Das nennt sich dann Fortschritt, wenn jedes Foto aussieht wie eine Hochglanzbroschüre.

Und Adobe geht es um neue Einnahmequellen, mit denen der Benutzer sich an einen Vertrag bindet. Fehlt nur noch, daß wenn die mit Firefly kreierten neuen Wirklichkeiten bei Kündigung der Softwaremiete die KI-Änderungen verlieren.

Stefan Zimmermann

Danke für deine Einschätzung, Frank. Leider ist viel Wahres daran. 

Hilary

Warum sollen sich Einsteiger, auf die dauernd Geld geilen ADOBE’s stürtzen.
Andere haben sehr gute Software, da muss man nicht auf ADOBE setzen!

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