Nach fast zwei Jahrzehnten an der Spitze von Adobe gibt CEO Shantanu Narayen seinen Posten ab. Die Aktie rauschte nachbörslich in die Tiefe.
Narayen hat Adobe seit 2007 maßgeblich geprägt. Unter seiner Führung vollzog das Unternehmen den für viele Fotografen und Kreative schmerzhaften Wechsel von Einzellizenzen hin zum Abo-Modell der Creative Cloud. Zuletzt trieb er außerdem die Integration generativer KI in Adobes Produkte voran. Für Adobes Geschäftszahlen war sein Kurs ein voller Erfolg: Der Umsatz wuchs von unter einer Milliarde auf über 25 Milliarden US-Dollar.
Einen Nachfolger gibt es bisher nicht. Narayen bleibt als Vorstandsvorsitzender (Chairman of the Board) an Bord, bis ein neuer CEO gefunden ist – das soll laut ihm nur wenige Monate dauern. In einem Memo an die Belegschaft betonte er, er wolle den Übergang begleiten, so wie es die Adobe-Gründer einst für ihn getan hätten.
An der Börse kam die Nachricht gar nicht gut an. Die Adobe-Aktie fiel nachbörslich um rund 7 bis 9 Prozent – und das, obwohl Adobe gleichzeitig starke Quartalszahlen präsentierte, die über den Erwartungen der Analysten lagen. Allerdings steht die Aktie ohnehin unter Druck. Seit Jahresbeginn hat sie bereits rund 23 Prozent verloren, getrieben von der Angst der Investoren, dass KI-Konkurrenz Adobes Geschäftsmodell gefährden könnte.
Für Nutzer von Lightroom, Photoshop und Co. dürfte sich kurzfristig erst einmal nichts ändern. Spannend wird aber, wer Narayens Nachfolge antritt und ob ein neuer CEO dem Unternehmen möglicherweise eine andere strategische Richtung verpasst. Das werden wir im Auge behalten.


Nun ja, er ist 62 Lenze jung und es ist nicht unbedingt ein Nachteil, wenn man mal jüngere Leute ans Ruder lässt.
Ob Adobe eine Zukunft hat oder nicht hängt wohl auch sehr stark damit zusammen, inwieweit sie die Herausforderung KI in die Programme hinein bekommen, denn hier ist eine neue Phase der Datenverarbeitung erreicht.
Klar, viele hier lehnen KI ab, nur dies wird die Entwicklung eher nicht verändern.