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Angriff auf Adobe: Apple stellt “Creator Studio” vor

Apple startet mit “Creator Studio” einen neuen Abo-Service für Kreative. Enthalten sind unter anderem Final Cut Pro, Pixelmator Pro und Logic Pro.

Unterschiedliche Programme für Kreative, gebündelt in einem Abo-Service – das werden viele erstmal an Adobe denken. Mit dem neu angekündigten Creator Studio dürfte Apple dem Platzhirsch sicherlich auch einige Marktanteile streitig machen wollen, dafür wird ein Paket aus der Video- und Audioanwendung Final Cut Pro, Logic Pro, Pixelmator Pro, Motion, Compressor und Mainstage geschnürt. Auch KI-Funktionen und Premium-Inhalte für Keynote, Numbers und Pages gehören dazu.

Preise und Verfügbarkeit

Das Apple Creator Studio wird ab dem 28. Januar 2026 verfügbar sein, die Kosten liegen bei 12,99 Euro pro Monat oder 129 Euro pro Jahr. Deutlich günstiger wird es für Studenten und Lehrkräfte, hier werden nur 2,99 Euro pro Monat bzw. 29 Euro pro Jahr fällig. Doch auch ohne den Bildungsrabatt können die Kosten gesenkt werden, über Apples Familienfreigabe kann das Abo nämlich mit bis zu sechs Personen geteilt werden.

Die gute Nachricht: Apple bietet auch weiterhin Einmalkäufe für alle Programme an. An den Preisen für Final Cut Pro (349,99 Euro), Logic Pro (229,99 Euro) und Pixelmator Pro (59,99 Euro) ändert sich vorerst nichts. Allerdings scheinen Abonnenten Zugriff auf einige exklusive Funktionen (KI-)Funktionen zu haben.

Pixelmator Pro bald auch für das iPad

Das für Fotografen interessanteste Programm ist die Photoshop-Alternative Pixelmator Pro, die Apple erst vor rund einem Jahr übernommen hat. Diese erscheint jetzt neben dem Mac auch für das iPad und bietet dabei eine optimierte Touch-Oberfläche sowie Unterstützung für Apples Pencil. Eine echte Lightroom-Alternative fehlt in Apples Creator Studio. Das dürfte vorerst zumindest viele Fotografen davon abhalten, von Adobes Creative Cloud zu Apples neuem Creator Studio zu wechseln.

Wer doch neugierig geworden ist: Zum Start am 28. Januar wird es eine einmonatige kostenlose Testphase für Neukunden geben. Außerdem erhalten Käufer eines neuen Macs oder iPads drei Monate kostenlosen Zugang zum Creator Studio.

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Alfred Proksch

Wer sich ein wenig mit „Abhängigkeiten“ beschäftigt stößt immer wieder auf die selben US-Giganten.

Das Dumme ist das sie sich bei „kreativen Foto/Video Produkten“ vielfach MONOPOL-hafte Strukturen erarbeitet haben – einfach weil sie sehr gut sind und weil man im Business nicht darum herum kommt. Apple ist in der Foto/Video Szene ein Muss, EIZO, Adobe usw. lassen ebenfalls grüßen.

Abo und Softwarefunktionen passen wie „Arsch auf Eimer“. Besonders im AI, KI Zeitalter mit rapide kurzen Entwicklungsschritten ist „immer aktuell sein“ das Totschlag-Argument für das Abo-Modell. Alles weitere zu diesem Thema erspare ich mir.

Zeit und Bequemlichkeit haben immer schon ihren „Geldwert“ besessen. Trotzdem sollte der Hobbyist überlegen ob „kostenlose“ oder „preiswerte Kaufsoftware“ vielleicht doch für die eigenen Zwecke ausreichen.

BEN

Für Video benutze ich Grassvalley Edius und Blackmagic Davinci Resolve. Beide (noch) in Dauerlizenz, wobei bei Edius alle paar Jahre ein größerer Softwaresprung richtig ins Geld gehen kann. Trotzdem noch günstiger als manche Mietmodelle und man ist auch nicht gezwungen, zu upgraden. Die alte SW verliert nicht seine Funktion. Ich bleibe solange es geht bei den Dauerlizenzen, aber die Luft wird zunehmend dünner, wie bei allem, was mit Besitz zu tun hat.

Ich bin nicht sicher, aber gibt es Final Cut Pro nicht auch noch als Dauerlizenz?

Johannes Pottfay

Ich denke, dass Apple keinen adäquaten Ersatz für Lightroom bietet. Somit wird sich für Lightroom-Benutzer ein Wechsel zu Apple nicht wirklich anbieten.
Generell begibt man sich mit den Abo-Modellen der verschiedenen Hersteller in eine gewisse Abhängigkeit, aus der man ohne Verlust der Bearbeitungshistorien kaum heraus kommt.

Keyser

Hier besteht immerhin weiterhin auch die Möglichkeit die Dienste einmalig zu kaufen . Also kein Abp Zwang

Johannes Pottfay

Ja, das stimmt.
Ich meine allerdings den umgekehrten Weg: wenn man für das Apple-Produkt ein bestehendes Abo beendet.

Uneternal

Für Photoshop auch nicht wirklich, nicht in dem Umfang was Photoshop aktuell bietet.

René

Richtig, da muss man für sich selbst aber auch bewerteten wie viel man tatsächlich von dem Funktionsumfang nutzt.
Nur haben bringt an dieser Stelle ja auch nix.

MplusM

Wenn wir ehrlich sind braucht das neue Apple Produkt niemand

Ben

Du bist nicht gleich Niemand.
Es wird immer eine Zielgruppe geben. Und es gibt genug die sich gute alternative zu Adobe wünschen.

Thomas Müller

Wir brauchen eigentlich überhaupt keine neuen Produkte mehr, keine neuen Autos, keine neuen Toaster, keine neuen …… Bist Du Dir eigentlich sicher, dass Du die Funktionsweise der Markwirtschaft verstanden hast?

Marcello

Gut habt ihr kein Handy, Tv und Internetabo.Wäre ja schrecklich so eine Abhängigkeit

Mark

Ob Apple mittlerweile bereut Aperture eingestampft zu haben, statt weiterzuentwickeln? Dann wäre dies Paket ein Alternative zu Adobe.
Mal schauen, ob sie vielleicht in Pixelmator Pro einiges an RAW-Entwicklung plus Bilderverwaltung implementieren.

Explore-shoot-share

Ich selbst kenne Aperture nicht, jedoch lese ich immer wieder, dass es vllt wiederbelebt werden sollte. Mich würde das Programm auf jeden Fall interessieren.

Uneternal

Ich glaube da muss Apple noch ein paar Firmen einkaufen, wenn sie wirklich eine Alternative zu Adobe sein wollen. Statt Pixelmator hätten sie besser mal Affinity gekauft, das einzige Programm was sich halbwegs mit Photoshop/Lightroom anlegen kann.

René

Hätte Apple Affinity gekauft wäre es aber, zumindest preislich, nicht mehr so attraktiv.
Vorteil für uns Verbraucher.

Jean Ferry

Apple hat den gesamten Foto/Video-Bereich schon vor langer Zeit anderen überlassen, sich jahrelang ausschließlich auf das IPhone konzentriert und die meisten Profis haben sich umorientiert…. Selbst was die Hardware betraf, erst mit dem M1 kamen viele erst wieder zurück und Adobe hat viele seiner Pro Kunden an DaVinci verloren und mit Canva gibt es im Grafik Bereich einen Player den niemand hat kommen gesehen. Marktwirtschaft hin oder her, dass neue Abo-Model wird mit Sicherheit Kunden finden, gerade wenn man die einzelne Software schon nutzt. aus meiner Sicht sind die meisten Anwender jedoch seit Jahren woanders glücklich und wollen oder können nicht wechseln…

Explore-shoot-share

Wenn den Preis für das Adobe Abo mit dem Apple Angebot vergleicht, dann werden sich diejenigen, die mit Apple Bundle gut bedient sind, sicherlich umorientieren. Meiner Meinung ist es ein Großangriff auf Adobe und ich hoffe sehr, dass da noch gescheite Fotosoftware a la Lightroom nachgelegt wird. Dann würde der Preisdruck auf Adobe doch immens steigen und das kann nur gut sein für die Kunden.

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