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Bildsensor in der Folterkammer: Kratzfest trotz Staub und Messer?

Ein YouTuber hat den Sensor einer Sony A6000 in die Folterkammer geschickt. Mit Staub, Dreck und einem Messer zeigt er, wie gut moderne Bildsensoren vor Schäden geschützt sind.

Wie robust ist der Sensor einer Kamera?

Vorsichtig mit dem Blasebalg den Staub oder kleine Haare vom Sensor pusten. Diese Arbeit unter höchster Anspannung kennen wohl die meisten Fotografen, die eine Kamera mit austauschbarem Objektiv nutzen. Der Foto-YouTuber “Arthur R” hingegen wurde von seinen Fans dafür kritisiert, recht unvorsichtig mit den Sensoren seiner Kameras umzugehen. Wie er in der Einleitung seines Videos verrät, zeige er Kameras häufig ohne Schutzkappe auf dem Bajonett. Kommt die hochsensible Technik dabei nicht zu schaden?

Um das herauszufinden, hat Arthur R einen APS-C-Sensor einem Stresstest unterzogen. Hierfür kaufte er den 24,3-Megapixel-Exmor-HD-CMOS-Sensor einer Sony Alpha 6000 als Ersatzteil. Wie ihr im Video sehen könnt, unterteilt er den Sensor dann in vier Bereiche und macht sich mit verschiedenen Werkzeugen an die Arbeit.

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Auch wenn das Zuschauen ein wenig wehtut, die Glasplatte, die Farbfilter und den eigentlichen Sensor schützt, zeigt sich scheinbar sehr kratzfest. Staub, Fettschmiere und sogar Dreck hinterlassen laut Arthur R keinerlei Kratzer. Lediglich ein Messer, das Arthur R mehrmals über den Sensor zieht, hinterlässt deutlich erkennbare Spuren. Für den YouTuber ein Beweis, dass die Sorge seiner Zuschauer vollkommen unberechtigt war.

Fazit unbedingt mit Vorsicht genießen

Eine recht gewagte Aussage. Denn Arthur R trifft sie, ohne überhaupt die Funktionsfähigkeit des Sensors nach dem Test zu überprüfen. Womöglich haben Staub und Dreck beim Verwischen kleinere Kratzer hinterlassen, die sich negativ auf die Bildqualität auswirken. Der YouTuber prüft den Sensor jedoch nur auf kosmetische Mängel. Zudem schützt eine Abdeckung des Bajonetss nicht nur den Sensor, sondern auch das Innere der Kamera. Bei digitalen Spiegelreflexkameras beispielsweise finden sich im Inneren des Gehäuses Motoren, die durch Staub und Schmutz beschädigt werden können.

Nach seinem Test ergänzt Arthur R, dass Staub und Dreck am besten mit einem kleinen Blasebalg oder über die integrierten Reinigungsfunktionen der Kameras vom Sensor entfernt werden sollten. Alternativ gebe es auch Reinigungssets, in denen spezielle Werkzeuge enthalten seien. Diese führt er am Sensor seiner Sony Alpha 9 vor und geht auch hier ein wenig unvorsichtig vor. So weist er nicht darauf hin, dass Kameras mit integriertem Bildstabilisator nur im Reinigungsmodus oder ausgeschaltet gereinigt werden sollten. Andernfalls versucht der Stabilisator die einwirkenden Kräfte auszugleichen. Eine unnötige Belastung, vor der man unerfahrenen Fotografen in dieser Situation warnen sollte.

Was sagt ihr zu den Ergebnissen von Arthur R? Seht ihr sein Ergebnis ebenfalls kritisch und überrascht euch die Robustheit des Sensors?

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Benjamin Lucks

Freiberuflicher Journalist, der einige Jahre Berufserfahrung aus einer Technik-Redaktion mitbringt. Da er seit seiner Jugend fotografiert, ist Photografix für ihn die lang ersehnte Doppelbelichtung aus Berufs- und Privatleben.

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