Die Nikkei Industry Map 2026 gibt interessante Einblicke, welcher Hersteller im letzten Jahr wie viele Kameras verkauft hat.
Erst kürzlich haben veröffentlichte Zahlen der CIPA (kurz für “Camera & Imaging Products Association”) gezeigt, dass die Kamerabranche mit dem 1. Halbjahr des Jahres 2025 durchaus zufrieden sein kann. Die bisherigen Verkaufszahlen zeigen eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den beiden Vorjahren.
Leider lassen die Zahlen der CIPA aber keine Rückschlüsse zu, wie viele Kameras von welchem Hersteller aufgeliefert wurden. Da springt nun die kürzliche veröffentlichte Nikkei Industry Map 2026 in die Bresche, darin werden von nämlich die Marktanteile der einzelnen Hersteller (bezogen auf die Anzahl der verkauften Digitalkameras) beleuchtet.
Verkaufte Digitalkameras 2024
Kleiner Hinweis vorab: Im Report werden lediglich japanische Unternehmen berücksichtigt, die im Nikkei 225 vertreten sind. Die Verkaufszahlen von Leica, Hasselblad oder Sigma sind im Bericht also nicht inkludiert.
- Canon: 3,53 Millionen (43,2 % Marktanteil)
- Sony: 2,33 Millionen (28,5 %)
- Nikon: 960.000 (11,7 %)
- Fujifilm: 740.000 (9,0 %)
- Panasonic: 280.000 (3,4 %)
- OM Digital: 160.000 (1,9 %)
- Ricoh: 70.000 (0,8 %)
Das Ergebnis ist eindeutig: Canon hat im Jahr 2024 mit Abstand die meisten Digitalkameras verschifft. Der Abstand zu Sony beträgt fast 15 Prozent und ist deutlich, auch zwischen Sony und Nikon ist es alles andere als ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Auf den weiteren Plätzen folgen Fujifilm, Panasonic, OM Digital Solutions und Ricoh.
Zum Vergleich: Die Zahlen des Jahres 2023
Interessant ist außerdem ein Vergleich zu den Zahlen des Jahres 2023:
- Canon: 3,34 Millionen (46,5 % Marktanteil)
- Sony: 2 Millionen (27,9 %)
- Nikon: 810.000 (11,3 %)
- Fujifilm: 430.000 (6 %)
- Panasonic: 260.000 (3,6 %)
- OM Digital: 180.000 (2,5 %)
- Ricoh Imaging: 60.000 (0,8 %)
Eine Gegenüberstellung macht deutlich, dass im Jahr 2024 alle Hersteller mehr Kameras verkaufen konnten als im Vorjahr – mit Ausnahme von OM Digital Solutions. Das dürfte sich im nächsten Report aber vermutlich ändern, da OM System in diesem Jahr mit der OM-5 Mark II und vor allem der OM-3 zwei neue Kameras auf den Markt gebracht hat, die sicherlich auch ihre Abnehmer gefunden haben.
Prozentual gesehen konnte sich Fujifilm im Vergleich zum Vorjahr am deutlichsten steigern. Wurden 2023 noch 430.000 Fujifilm Kameras verkauft, waren es im Jahr 2024 ganze 740.000. Damit rückt man langsam näher an Nikon heran.
via: DCLife


Schön das es insgesamt leicht aufwärts. Je nachdem in welchem Lager der Fotograf sein Werkzeug hat wird er mehr oder weniger zufrieden darauf schauen.
Leider fehlen die Betriebsergebnisse hinter den gelisteten Herstellern. Die würden zeigen wie es wirklich um den Einzelnen bestellt ist. Was sagen die JPEG Fotografen immer? Wichtig ist was hinten raus kommt!
Ich bin seit Herbst HEIC-Fotograf.
Wenn OMDS keine Einsteigerkamera bringt, die E-P7 ist keine, dann wird es nichts mit steigenden Marktanteilen. Mit OM-5 II und OM-3 gewinnt man keine Neukunden.
Die Stückzahlen sinken. Eine OM10, gerne mit modernem Gehäuse, wäre deshalb schon gut. Preis nicht mehr als 800 Euro. Damit könnten sie vielleicht Neukunden gewinnen.
Aber ich denke, da wird nicht viel kommen. Und wenn doch, dann nur eine umgebrandete EM10 IV.
Sehe ich genauso. Eine OM-10 in Form einer 10 IV mit neuem Menü ist zu wenig. 800 € incl. eines Setobjektives ist das Maximum.
Hier noch ein wenig Perspektive:
Canon hat das Glück, das immer noch viele Einsteiger DSLR Kameras zu verkaufen, wie z.B. den Plastikbomber EOS 2000D, der sich immer noch größter Beliebtheit erfreut. Wenn dieser Markt mal wegbricht (u.a. durch immer besser werdende Handys oder neue Trends) wird sich auch der Abstand zu Sony verringern.
Übrigens was Sensoren angeht ist Sony der Platzhirsch, weil Sony auch Sensoren für andere Hersteller (Nikon,
Fujifilm, Panasonic, eigentlich fast alle) produziert. Sony macht also weit mehr Umsatz an der Kameraindustrie als andere Hersteller.
Was reine Kameras angeht, ist ein ganz anderer der Platzhirsch: Fujifilm. Denn deren Instax Kameras verkaufen sich wie warme Brötchen. Fujifilm gab an, insgesamt bereits über 100 Mio. Einheiten verkauft zu haben. 2024 lag ihr Umsatz bei 1 Milliarde Dollar. Was Rückschlüsse auf ca. 8-10 Mio. verkaufte Einheiten pro Jahr zulässt.
Man soll vlt. nicht alle Kameras in einen Sack werfen. Wenn man Instax berücksichtigen will, dann warum nicht die Smartphones? – und schon sieht das noch anders aus…
Oben ging es um die Kameras mit Wechseloptik.
Na ja, ein Smartphone hat eine Kamera, ist aber keine.
Die Canon EOS 2000D ist eine gute Camera; sie hat geau das nicht worüber sich hier einig Foristen beschweren: nämliche nur sehr eingeschränkte Videofunktionen. Und wie bei den meisten APS-C Cameras sollte man nur bis ISO 1600 photographieren. Und ein Plastikbomber ist sie auch nicht.
Ich hatte sogar ein 1200D, auch die war wirklich gut, auf jeden Fall nicht schlechter als die derzeit gehypten Kompaktkameras, wenn es nur um Fotografie geht.
Diese Statistik wird vor allem durch die billigen Modelle befeuert, welche von der Masse gekauft wird – hier haben Canon als auch Sony einfach eine Vorteil.
Ist das schlimm, wenn Hersteller günstige Cameras verkaufen? Und Nikon hatte auch günstige DSLR s im Angebot: Die 3000er und die 5000er Serie; waren aber teurer als Canon.
Nein, diese Zahlen sagt nur nichts über die Qualität der Kameras/Hersteller aus.
Hab ich auch nicht geschrieben, aber auch mit günstigen Cameras kann, wenn man sein Handwerk versteht, gute und sehr gute Photos machen.
BILD wird auch mehr gelesen, als die FAZ oder als Wochenzeitung “die Zeit”, die journalistische Qualität ist aber bei FAZ und ZEIT deutlich besser und vor allem “seriöser!”
Wie meinst Du das? Ist für Dich Nikon die FAZ unter den Kameras und Canon die Bild-Zeitung? Echt jetzt?
Bei der Zeit von journalistischer Qualität zu reden … tsi tsi … Das ist ein Blatt, das die Leute manipulieren soll.
Das ist ein, Blatt das die Leute manipulieren soll. Das versuchen Medien allgemein. Es kommt darauf an ob man alles fuer Bahre Muenze, haelt was da einem vorgesetzt wird. Ich denk mal Zeitleser sind da etwas kritischer als …
Der “Vorteil” ergibt sich daraus, dass andere Hersteller in diesem Preisbereich keine Systemkameras (mehr) anbieten. Hersteller wie Nikon hatten auch einmal solche Angebote, haben sie aber aufgrund selbstgewählter Produktstrategie aufgegeben. Sie müssen sich also jetzt nicht wundern, wenn ihnen die entsprechenden Stückzahlen fehlen.
Aber jetzt bitte nicht gleich weinen, weil Sony mal nicht die Nr. 1 ist. Es ist doch egal wie viele Kameras jemand verkauft. Entscheidend ist doch, welcher Hersteller hat die beste oder besser die am besten geeignete für meinen Einsatzzweck! Kriegt man bei VW die besten Autos, weil er Europas größter Auto Hersteller ist? Natürlich nicht, trotzdem passt es für viele, für mich nicht. Wer sich daran orientiert was am meisten verkauft wird und nicht nach technischen und qualitativen Kriterien ist selbst schuld.
Da wundert es mich allerdings, dass die meisten “Hobby”youtuber mit Sony unterwegs sind. 🙂
Das liegt daran, dass Sony die mirrorless Autofocus Geschichte als erstes gut umgesetzt hat, die Profifotografen aber nicht die anderen Tugenden verlieren wollten, sie bei Canon und Nikon besser sind.
Sehr gut – bitte mehr davon!
Man sieht dass Nikon ganz leicht Boden gewinnt. Nächste Jahr kann man davon ausgehen, dass die Zahlen noch besser werden, nachdem die Z5-II so ein Knaller geworden ist.
Zusätzlich mit Sony kommt dann ein 3-Layer Stacked Sensor, der eine neue Referenz im Bereich Dynamik werden wird und keinen rolling shutter mehr hat.
Der 3 Layer Sensor wird noch etwas dauern und wird nur bei den teuren top Modellen verbaut werden. Diese Statistik wird aber nur kaum von den Profikameras beeinflusst. Die Masse kauft die günstigen Modelle von deiner Canon und Sony einfach mehr bieten.
Ja, sehr leicht. Eine Steigerung von 70 000 zu 190 000 (Canon) bzw. 330 000 (Sony). Und auch (das richtet sich auch an andere Foristen), wenn die 2000D die letzte DSLR ist, die Canon noch produziert, gehen die Verkäufe eher auf die günstigen R-Modelle; schon alleine wegen der Objektive.
Ich vermute, die meisten, die mit Canon fotografierten, sind nicht auf Sony gewechselt, als Sony die DSLM “erfunden” hatte. Teuer, Systemwechsel, noch nicht abgeschrieben, funktioniert noch etc. Die haben abgewartet und wechseln jetzt nach und nach, auf die Canon-DSLMs
Allerdings ist es eine Statistik mit bedingtem Wert da keine Umsätze genannt werden. Was bringt mir Stückzahl bei Billigkameras wenn ich damit nichts verdiene. Wenn Sony viele 6400er und ZV-X1 Kameras verkauft, Nikon dafür aber sehr viele Z8 sieht die Sache schon anders aus. Dazu wäre eben sehr interessant, wieviele Objektive so verkauft werden, welcher Hersteller es schafft, neben dem Kit noch zusätzliche Objektive an den Mann zu bringen
… immer alles relativieren … Canon hat halt viel mehr Cameras verkauft als Nikon. Und Sony auch. Und selbst wenn Canon viele EOS 2000D verkauft haben sollten und weniger hoch preisige; mit der 2000D kann man auch photographieren.
Und Umsätze wiedererum sind nicht Gweinn.
Ja, Nikon hat vergleichsweise wenig im low-end Bereich. Das wirkt sich hier natürlich aus.
Kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Wenn ich dran denke, wie viele damals von Canon zu Sony gewechselt sind, weil Canon ML verpasst hatte usw.
Es sind viel mehr von Nikon zu Sony gewechselt, schau dir doch mal die Verkaufszahlen und Marktanteile von 2016 bis heute an. Der grösste Verlierer ist Nikon und der grösste Gewinner Sony. Und jetzt die letzten zwei Jahre hat Fuji mit Hipster Kameras mächtig zugelegt.
Ich bin mit Canon zufrieden, ich habe auch Sony, Nikon, Panasonic g und OM gekauft ( gebraucht) , aber alles wieder verkauft.
Das Gesamtbild von Canon ist am besten, OM wäre Platz zwei, aber da ist die Zukunft und der Service ungewiss.
Über die Jahre betrachtet ist sicher aktuell Nikon schwächelnd, und Fuji hat die richtigen Produktentscheidungen rechtzeitig getroffen. Lustig finde ich in dem Zusammenhang insbesondere, dass sich eigentlich in den letzten 40 Jahren nicht viel verändert hat. Canon, Minolta, Nikon, in dieser Reihenfolge. Nur dass Minolta nach Aufkauf durch Sony jetzt anders heißt, und dass die Dominanz Canons derzeit recht groß ist.
ob weitere kleine Anbieter aufgeben werden? Pentax oder OM-Systems?
Hier wird eine Funktion vorgestellt, bei der zwei Aufnahmen gleichzeitig durch den Sensor gemacht und zu einem Bild zusammengesetzt werden und zwar bei Video.
https://www.youtube.com/watch?v=YVj6JYXF14M
Und es wird auch klar, dass man in der Forschung und Entwicklung viel weiter ist, als in den aktuellen Smartphones rausgerückt wird.
Aber zum Glück sind Smartphonekameras ja keine Kameras sondern nur Handy-Anhängsel.
Statt Verbesserungen der Kameras dort, wo der Kunde davon profitiert, werden die großen Kameras immer nur auf noch mehr Bilder pro Sekunde getrimmt. Und natürlich Augenautofokus und Offenblende für Tiefenschärfe Null. Das braucht man ja fast immer. Dabei dürfen die Kosten ruhig völlig aus dem Ruder laufen, weil es ja jede Menge Kunden gibt, die nur darauf warten, das Geld endlich an die Kamerahersteller geben zu können.
Ich habe vorige Woche den Tiergarten in Berlin (hinter dem Brandenburger Tor gelegen) abfotografiert. Wäre mit Fotorucksack und Objektivschrauberei nie zu schaffen gewesen. Die meisten Fotos sind so gut, dass man da mit einer Großen nicht mehr viel rausholen kann.
Im Grunde ist das hier ein Blick ins Hospiz, in dem sich alle zujubeln um im nächsten Moment tot zu sein.
Liebe Sabrina,
in der professionellen Videotechnik ist das eigentlich schon ein alter Hut.
Beispiele (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Canon EOS C300 Mark III / C70, Panasonic Lumix S1R II, ARRI ALEXA …
Im Unterschied zu Deiner SP aber mit bis zu 16 Blendenstufen Dynamikumfang, statt nur den popligen 12!
Wie Du sicher weißt, haben fast alle modernen Fotosensoren Dual Gain, bei dem je nach Belichtung umgeschaltet wird.
Damit erreicht man heute 14–15 Blendenstufen, mehr geht über ein 14-bit ADC-Interface nicht.
Somit schon mehr als deutlich mehr als bei jedem SP mit einer Einzelbildaufnahme möglich ist,
Der 100-MP-Sensor von Sony bietet allerdings ein 16-bit ADC Ausleseinterface, womit z. B. in der Fuji-Mittelformatkamera bei entsprechender Belichtung 15–16 Blendenstufen möglich sind.
Echtes simultanes Dual-Gain-Readout wird aktuell quasi nur in der Videotechnik eingesetz
Es geht da aber nicht ums Umschalten, sondern um die zeitgleiche Aufnahme von zwei Belichtungen die zu einem Bild bzw. einem Video zusammengesetzt werden.
Ich dachte vor allem daran, dass das auch bei Foto möglich sein muss, um Nachteile nacheinander aufgenommener Belichtungen zu vermeiden.
Bei der Auflösung können Smartphones derzeit allerdings nicht mithalten und werden das mit den aktuell eingesetzten Technologien, insbesondere der Qualität der Objektive und der bei manchen Sensoren sehr kleinen Sensorpixel vorläufig wohl auch nicht.
Die großen Kameras haben immer noch Vorteile, aber die Nische wird immer kleiner.
Wie geschrieben die oben genannten VidoCams können Dual-Gain-Readout. Bei Fotos ist der Benefit begrenzt… Zum einen müsste die Full-Well-Capacity, welche linear abhängig von der Sensorpixelgröße für den Lichteinfall ist, größer sein als die Bitbreite des ADC (Analog Digital Wandler). Das ist weder beim SP mit noch bei einem hochauflösenden modernen Kamerasensor gegeben. Die ADC-Breite ist logischerweise angepasst and die FWC. Z.B. beim SP 10-Bit ADC bei FF 14Bit-ADC. Bei niedrig auflösenden Videosensoren mit großen Sensorpixel wäre das aber gegeben. Foto & Belichtung: Bei Überbelichtung bringt das nichts! Ausgebrannt ist ausgebrannt egal mit welchem Gain ausgelesen wird. Bei korrekt belichteten Bildern bei Basis ISO wird die FWC optimal ausgenutzt da ist auch nicht mehr möglich und bei modernen FF sind da 14-15 Dynamiksteps möglich. Bei Unterbelichtung bringt das nur in engen Grenzen was. Aber bei der Fotokamera kann man die Belichtung anpassen/korrigieren. Im Bereich Video nicht unbedingt denn da sind bei gegebener B/s Grenzen gesetzt. Und das in Verbindung mit großer FWC ist ein sichtbarer Benefit sicher vorhanden. Man darf auch nicht vergessen es muss bei jedem Bild 2-mal ausgelesen werden. Parallel auslesen würde mehr Rauschen bedeuten und sequentiell kostet Zeit. Und ja ganz wichtig: Es bezieht sich immer auf eine… Weiterlesen »