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Canon EOS 5DS Mark II: Mit dieser Auflösung soll die neue DSLR arbeiten

Es sind erste technische Daten der Canon EOS 5DS Mark II aufgetaucht! Höchstwahrscheinlich wird die Kamera einen neuen Megapixel-Rekord aufstellen.

Canons Antwort auf die Nikon D850

Mit der kürzlich vorgestellten D850 hat Nikon Canon unter Druck gesetzt, das steht fest. Die D850 scheint aus technischer Sicht eine sehr gelungene Kamera zu sein und mit ihrer Auflösung von 46 Megapixeln macht sie auch der Canon EOS 5DS bzw. der 5DS R mit ihren 50 Megapixeln Konkurrenz.

Doch Canon wird früher oder später reagieren, da darf man sich sicher sein – und die Antwort wird entweder Canon EOS 5DS Mark II oder Canon EOS 5DS R Mark II heißen. Für welchen Namen sich Canon letztendlich entscheiden wird wissen wir natürlich noch nicht, doch Gerüchte deuten derzeit in jedem Fall an, dass die beiden Modelle zu einer Kamera zusammengeführt werden sollen und es beim Nachfolger keinen Tiefpassfilter geben wird.

Canon EOS 5DS Mark II: Technische Daten aufgetaucht

Nun sind erstmals einige konkrete technische Daten der Canon EOS 5DS Mark II aufgetaucht. Beginnen wir gleich mit dem wichtigsten Punkt: Die neue DSLR soll anscheinend mit einem 60,1-Megapixel-Sensor ausgestattet sein. Damit würde Canon im Vollformatbereich einen neuen Rekord aufstellen, so denn Sony Canon nicht zuvorkommt.

Wie schon erwähnt soll es keinen Tiefpassfilter geben, außerdem ist die Rede von einem neuen Low-Megapixel-Modus, der bei einer solch hohen Auflösung sicherlich sinnvoll wäre. Das Gehäuse der Canon EOS 5DS Mark II soll sich wohl stark an der Canon EOS 5D Mark IV orientieren, außerdem wird die Kamera wohl mit Fokus Peaking, dem Dual-Pixel-Autofokus, WiFi, GPS und einem Touchscreen ausgestattet sein.

Außerdem sollen auch Videos in 4K aufgenommen werden, auch wenn der Fokus der Canon EOS 5DS Mark II nicht auf den Videofunktionen liegen wird.

Wann wird die Kamera vorgestellt?

Den aktuellen Gerüchten zufolge soll die Canon EOS 5DS Mark II im dritten oder vierten Quartal 2018 auf den Markt kommen. Damit wäre es sehr gut möglich, dass die neue Vollformatkamera auf der photokina 2018 vorgestellt wird. Die Gerüchte befinden sich allerdings noch in einem frühen Stadium, da kann sich natürlich noch einiges ändern.

Was wünscht ihr euch von der 5DS Mark II und würdet ihr eine Auflösung von 60 MP für sinnvoll halten?

Quelle: Canonrumors

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

25 Kommentare

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  • Wer braucht denn 60 MP in einer KB Kamera ?
    Berufsfotografen werden doch dann sicher lieber eine Mittelformatkamera mit der gleichen MP Zahl benutzen. Sicherlich wird auch der Preis einer solchen Canon KB höher ausfallen und dann in Konkurenz mit einer MF stehen. Man braucht ja auch einen entsprechenden PC , welcher die Daten flott verarbeiten kann.
    Ich als Hobbiefotograf brauche eine solche Kamera nicht,

    Ps. zu den oft verwendeten Bezeichnungen wie Profi, Semiprofi , Amateur etc. meine ich , das dies nicht unbedingt etwas aussagt, denn auch ein Hobbiefotograf, der wie ich seit über 40 Jahren fotografiert, kann profimäßige Fotos erstellen, während so mancher sogenannter Profi zwecks dem Zwang zum Geldverdienen für den Lebensunterhalt auch mittelmäßige Qualität abliefern kann.
    Mir würden Bezeichnungen wie Berufsfotograf (welcher seinen Lebensunterhalt mit Fotos bestreitet), Hobbiefotograf (welcher ohne Zwang das Fotografieren kann als Leidenschaft betreibt , gelegentlich vielleicht auch mal ein Foto veröffentlicht) und -Freizeitfotograf (z.B. alle Urlaubsfotografen, Handyfotografen etc) besser gefallen.

    • Haben Sie von der Diskussion nicht in den letzten 15 Jahren einen langen Bart bekommen?

      Immer wenn es technischen Fortschrritt gibt, egal ob Sensor oder Megapixel oder neuen Bildstabilisierungstechniken, Videofunktionen (4K, 8K), Speicherkarten usw. die elende Diskussion wer das braucht und es ja alles quatsch ist.

      Wenn man so denken würde wie Sie, dann hätten wir noch eine Camera obscura.

      • Es ist müssig darüber zu sprechen, ob man das braucht.

        Die Nachfrage am Markt wird es zeigen, ob es ein reines Prestigemodell bleibt oder eine neue Entwicklung bringt.

        Ich lebe bereits heute sehr gut mit 8 bis 24 MP Modellen

    • Also wenn die Kamera einen Low Pixel Modus entsprechend der D850 hätte wäre sie sicherlich eine mögliche Alternative zur D850. Zum Beispiel 60MP, 40MP und 20MP. Damit wären fast alle Fotosituationen abzudecken. Für gewisse Landschaftsaufnahmen hätte ich manchmal gerne mehr als die bei mir vorhandenen 30MP. Aber unabhängig was tatsächlich kommt, mit meiner 5D Mark IV bin ich soweit zufrieden, was mich viel mehr reizen würde wäre eine spiegellose Vollformat mit EF-Bajonett.

    • „Ich als Hobbiefotograf brauche eine solche Kamera nicht,“
      Ist ja auch ne Profikamera
      „ein Hobbiefotograf, der wie ich seit über 40 Jahren fotografiert, kann profimäßige Fotos erstellen“
      Also verkaufst Du deine Bilder doch? Profi bedeutet immer den Verkauf von Waren. Das ist kein Qualitätsmerkmal.

  • Wenn ich an den Scheiß mit den „brauchbaren“ Objektiven für die EOS 5Ds R denke, ich habe seit dem etliche neue angeschafft, frage ich mich ob denn bei den Neuanschaffungen die Reserve für noch mehr Auflösung eingebaut ist oder ob ich abermals neue Objektive benötige.

    Reine Auflösung ist nicht alles und wird in den meisten Fällen gar nicht benötigt. Dynamikumfang und Farbtiefe sind wichtiger. Rauschfreiheit bei hohen ISO Werten ist zwar schön aber bei meinen Anforderungen nicht so wichtig, schließlich gibt es so etwas wie Beleuchtung und Stative.

    Wenn ich echte Bildqualität abliefern muss verwende ich das Mittelformat und fertig. Eine hochwertige Vollformat hätte für mich schnelle 25-35 MB die aber vom Feinsten, ähnlich den sauberen Daten einer Mittelformat. Sensor stabilisiert, Wetterfest, möglichst mit Hybrid Technik, also mit einem sehr großen optischen Sucher, mit einem mechanischem Verschluss und einem rein elektronischen Verschluss im Live Bild. Etwa wie die Pentax K1 und die neue Penax KP zusammen in einem EOS Gehäuse. Was Pentax kann muss Canon doch aus dem Ärmel schütteln.

    • @Alfred Proksch – es ist wirklich nicht böse gemeint, aber ich begreif es nicht, wieso wird auf diese hohen ISO-Werte wert gelegt? Die die noch mit Film fotografiert haben erinnern sich doch sicher noch an ISO 400/800, das hat ja mit Blitz noch gerauscht. Heute sind die meisten (guten) Kameras bis ISO12800 in Din A4 nahezu rauschfrei, manche gar bis 25600 und das reicht jetzt auf einmal nicht mehr? Meine Empfehlung benutzt einen vernünftigen Blitz. Lernt richtig mit Licht und Blitz umzugehen, das gibt 100mal bessere Bilder. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Ich wusste bis vor nicht all zu langer Zeit auch nicht vernünftig mit dem Blitz umzugehen. Nach einem Workshop hatte ich die Physik dahinter verstanden, kann jetzt Manuell oder mit ETTL jede beliebige Lichtsituation kreieren. Laut Kursleiter drücken sich auch viele Profis vor Blitzaufnahmen, weil sie nicht sicher sind welche Ergebnisse sie bekommen. Was braucht es dazu? Lediglich einen entkoppelten Blitz, das reicht in den meisten Situationen, und wenn man das beherrscht kann man sich einen zweiten oder dritten (bis 15) Blitz dazukaufen. Aber für die meisten wird einer maximal zwei reichen. Alternativ gibt es die Möglichkeit von Bulb bei unbeweglichen Motiven oder bei Motiven bei denen man bewusst die Bewegung sehen möchte. Welche Fotosituation ist nicht abgedeckt? Motive in der Nacht die weiter als 50m entfernt sind und sich bewegen (braucht man ja permanent), aber da kann man ja zur Not die ISO bis auf 25600 oder noch mehr hochdrehen – spielt eigentlich keine Rolle wie hoch, gut werden die Bilder eh nicht.

      • „Welche Fotosituation ist nicht abgedeckt?“
        z.B. Theater oder Konzertfotos. Die Künstler würde sich bestimmt freuen, wenn ich 15 Blitze auf der Bühne aufstelle 😉

  • Amateure brauchen solche Kameras einfach nicht.

    Eine 5D MIII, dazu 3-4 gescheite Objektive, Stativ, Blitz, Filter und erstmal sehen lernen.

    Bringt mehr als eine Ausrüstung für 12.000,- zu kaufen und zu denken, die macht die guten Bilder von alleine.

    Aber auf eine gute Bildbearbeitungssoftware achten, am PC holt man aus einem RAW auch noch eine Menge raus.

    Mehr braucht es nicht und vor 5 Jahren waren die Profis damit auch noch zufrieden.

    Wenn in naher Zukunft einfach Standbilder aus 8 oder mehr K Videos rausgepickt werden, ist der Spaß am fotografieren eh vorbei.

    Und in etwas weiterer Zukunft werden dann die meisten kommerziellen Bilder gänzlich digital erzeugt werden.

    By the way, Mark, im Moment gibt es ja auch einen Drohnen Hype, das wär doch auch mal ein interessantes Thema.

    • Endlich jemand der die Zeichen der Zeit richtig deutet. Genau das schreibe ich seit drei Jahren immer wieder mal. Das Umfeld rund um das Bild/Video ändert sich momentan so schnell das selbst Geräte Hersteller ihr Problem haben den richtigen Weg zu finden.

      Ich bin seit Jahrzehnten beruflich mit der Fotografie verbunden und bin froh das ich mich noch selbst in den Ruhestand setzen kann, wenn ich das möchte.

      Jeder der Wissen und Geld in seinen Betrieb steckt muss längerfristig planen können, gerade dieses ist in unserer Branche derzeit sehr schwierig, wegen der Umstellung fast nicht möglich.

    • @Hotte – Die Ausrüstung die du beschrieben hast, reicht im Grunde auch jetzt noch für Profis aus.
      Trotzdem ist es für mich als Amateur verlockend, eine derartige Kamera mit meinem bestehenden Objektivpark zu testen.
      Vorausgesetzt die techn. Daten rechtfertigen den Preis. (Was „meiner Meinung“ bei Canon in letzter Zeit nicht der Fall war)

  • „Mit der kürzlich vorgestellten D850 hat Nikon Canon unter Druck gesetzt, das steht fest.“

    Na na

    Das glaube ich nicht.

    Schon die auf Wikipedia veröffentlichten Fotos mit der D800 waren nicht sonderlich scharf, weil es die Objektive einfach nicht hergeben.

    • @ Sabrina – Sie meinen, von ein paar Bildchen im Internet Rückschlüsse auf die Qualität einer Kamera ziehen zu können?
      Ich bin der Meinung, dass man Qualitätsunterschiede bei guten Kameras und Objektiven (egal von welchem Hersteller) nur im Rohdatenformat mit hochauflösenden Monitoren erkennen kann.
      Obwohl ich selbst mit Canon fotografiere, zähle ich die D800 zu den guten Kameras, im Gegensatz zu einer Canon M3.
      Die beste Kamera wird keine zufriedenstellenden Ergebnisse liefen, wenn ich vorne eine „Gurke“ montiere.
      Deshalb gebe ich auch auf die ganzen Testberichte, Meinungen und Fotos die da so veröffentlicht werden nicht viel.
      Und bei den Profis ist ohnehin derjenige um die Nasenlänge voraus, der sich in Photoshop am besten auskennt.

      • >>Die beste Kamera wird keine zufriedenstellenden Ergebnisse liefen, wenn ich vorne eine >>„Gurke“ montiere.

        Da muss ich klar widersprechen! Wenn man auf die Gurke noch ne Tomate montiert dann gibts wohl zufriedenstellende Ergebnisse.
        Einen klasse Tomaten-Gurken-Salat! Hmmm,
        gut Licht! 😉

      • @joersch – Mit dem Ausdruck „Gurke“ habe ich minderwertig gefertigte Objektive gemeint.
        Tut mir leid, dass ich mich da ungeschickt ausgedrückt habe oder du dich da besonders angesprochen gefühlt hast.
        Übrigens: Die Verlinkung zu deiner Webseite funktioniert nicht!

  • Tja…. zu spät für einen „Marktführer“. Und wenn der „neu“ entwickelte Sensor die gleichen Macken hat wie die anderen… dann…… den Rest kann sich jeder denken. Ich habe mir heute die A7 RII gekauft, keine Lust mehr auf „neu“ entwickeltes aus dem Hause Canon zu warten.

  • ich kann mir manchmal nicht vorstellen das einige der kommentarschreiber auch photographieren. viele sind scheinbar nur damit beschaeftigt ihr kamerasystem zu wechseln oder testberichte zu lesen. letztendlich sind mit jedem system ab einer gewissen preislage sehr gute photos moeglich. wenn nicht, liegt das problem eher hinter der kamera.
    persoenlich halte ich kb mit mehr als 50 megapixel nicht fuer sinnvoll, da gehe ich lieber zur gfx 50s.

  • Der Marktführer muß auch lt Datenblatt wieder vorne liegen. Da ist es egal, ob der Quatsch funktioniert.
    Das ist wie bei den Bayern im Fußball, da kann einer machen was er will, überholt er diesen Club, kauft der wieder für viele Millionen ein.
    Es kann eben nicht sein, was nicht sein darf.
    Canon darf man eben nicht überholen, wie gerade Nikon.
    Ich lache mich nur kaputt wegen Sony. Die planen ja wohl mit 70 MP.
    Der Rest wie Dynamik usw kommt dann eben später als Update.
    Stellt Euch darauf ein.

    Auf der anderen Seite freuen wir alle uns doch auf die neuen Entwicklungen. Mal sehen, was noch so passiert.

    • Zu früh gelacht, Volker. Sony kam wieder mit 42 MP und einer noch weiter ausgereiften Kamera. Bereits die A7r II ist sehr gut und die A7r III macht daraus ein universell einsetzbares Rundum-Sorglos-Paket, das sich auch für alle anderen Disziplinen eignet. Sozusagen eine D850 in spiegellos. Was ich von Canon erhoffe und erwarte, ist erst mal mehr Dynamikumfang bei den niedrigeren ISO-Werten. Dann kann ich vielleicht auch für Landschaftsaufnahmen (ich hasse HDR!) wieder von Sony zurück zu Canon gehen. Die Objektive sind (noch) vorhanden. Aber ich würde niemals eine der aktuellen Canons für solche Motive verwenden, wenn ich vom Sony Sensor dabei einfach ein besseres Ergebnis bekomme, egal ob mit nativen FE- oder mit Canon EF-Objektiven.