Canon Kameras

Canon EOS 6D Mark II: Firmwareupdate zur Verbesserung der Bildqualität?

Canon wird im September 2017 vermutlich ein Firmwareupdate für die 6D Mark II herausbringen. Dieses könnte angeblich die Bildqualität verbessern.

Bildqualität der Canon EOS 6D Mark II

Der Sensor der Canon EOS 6D Mark II musste in den letzten Wochen von verschiedenen Magazinen, Testern und Kunden viel Kritik einstecken. Vor allem der Dynamikumfang und die teilweise schlechten High-ISO-Ergebnisse kommen bei vielen Kunden nicht gut an, wobei es auch zahlreiche sehr zufriedene Stimmen gibt.

Insgesamt ist es jedoch eine vergleichsweise große Gruppe, die mit der Bildqualität der 2.000 Euro teuren Kamera unzufrieden zu sein scheint. Deshalb könnte Canon – das haben Quellen gegenüber Canonwatch verlauten lassen – möglicherweise im September ein Firmwareupdate herausbringen, welches die Bildqualität der Canon EOS 6D Mark II verbessern soll.

Firmwareupdate im September?

Die Kollegen von Canonwatch halten das insgesamt allerdings für unwahrscheinlich und vermuten eher, dass Canon mit dem Firmwareupdate einige Bugs beheben möchte:

„Ich bezweifle, dass das Firmwareupdate die angeblichen Probleme in Bezug auf den schwachen Dynamikumfang und die schwache High-ISO-Performance lösen wird, auch wenn ich gehört habe, dass das so sein wird. Vermutlich wird das Update Bugs beheben.“

Ich persönlich würde mich da anschließen, ich rechne nicht mit einem Firmwareupdate, welches die Bildqualität der 6D Mark II verbessern wird. Davon mal abgesehen stellt sich natürlich die Frage, inwiefern man einen Sensor überhaupt durch ein Fimwareupdate besser machen kann. Natürlich ist es über Firmwareupdates möglich, den Funktionsumfang einer Kamera zu erweitern, so wie Fujifilm das beispielsweise regelmäßig auch bei älteren Kameras macht. Doch die Bildqualität verbessern? Klingt, als wäre das nicht ganz so einfach, es sei denn Canon hat die bisherige Software bewusst eingesetzt, um den Sensor minimal schlechter zu machen, als er es eigentlich sein könnte. Beispielsweise um den Abstand zur Canon EOS 5D Mark IV zu bewahren. Davon ist aber nicht auszugehen.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

30 Kommentare

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  • Die Bildqualität hängt unter anderem von den Algorithmen ab, mit welchen der Prozessor die vom Sensor gelieferten Signale/Daten verarbeitet. Folglich ist es durch Veränderung der Algorithmen und der Signalverarbeitung möglich, auf die Bildqualität Einfluss zu nehmen und genau durch ein Firmware-Update kann man solche Änderungen der Algorithmen und in der Signalverarbeitung erreichen. Man kann ja sogar mit diesen Algorithmen und der Signalverarbeitung optische Fehler von Objektiven korrigieren. Ich bin ja auch der Meinung, dass Canon aus modellpolitischen Gründen die Specs der 6D MkII so gewählt hat, dass sie der 5DMkIV nicht zu nahe kommt. Aber gerade beim Sensorverhalten müssen die Eigenschaften so nicht beabsichtigt gewesen sein, bzw. man hat evtl erst nach Markteinführung das Verbesserungspotential durch eine bestimmte Algorithmusveränderungen realisiert. Im Automobilbereich ist das gang und gäbe, dass man innerhalb des ersten Produktionsjahres ein besonderes offenes Ohr für das Kunden-Feedback hat und deren Beanstandungen in Änderungen der Serie einfliessen lässt. So könnte es hier bei Canon auch der Fall sein.

    • Hi Thomas, danke für deine Ergänzungen! Natürlich nimmt die Firmware auch Einfluss auf die Bildqualität, was ich meinte war lediglich, dass Canon natürlich jetzt im Nachhinein keine Veränderungen mehr am Sensor selbst, sprich an der Hardware, vornehmen kann.

      Dass Canon jetzt in den letzten Wochen Verbesserungspotenzial durch eine Veränderung der Firmware entdeckt hat, das ist theoretisch natürlich möglich. Halte ich aber irgendwie für unwahrscheinlich, da Canon lange an der Kamera gearbeitet hat und die 6D Mark II keineswegs überhastet auf den Markt gebracht wurde, wie das vielleicht bei Modellen wie der A6300/A6500 der Fall war. Dass da jetzt nach der offiziellen Präsentation „entdeckt“ wird, wie die Bildqualität durch die Firmware verbessert werden könnte… ich weiß nicht. Die Leute bei Canon wissen schon ganz genau, was sie machen und was sie auf den Markt bringen. Wenn dann halte ich es tatsächlich für wahrscheinlicher, dass Canon bewusst die Firmware eingesetzt hat, um die Bildqualität etwas schlechter zu machen, damit der Abstand zur 5D Mark IV gewahrt wird. Und vielleicht möchte Canon diese Entscheidung – so sie denn in dieser Form gefällt wurde – jetzt nachträglich aufgrund des negativen Kundenfeedbacks rückgängig machen.

      Warten wir es einfach mal ab 🙂

      • Hi Mark, vielen Dank für Deine zusätzlichen Erläuterungen!

        Unternehmen wie Canon wissen natürlich was sie machen, da stimme ich Dir zweifellos zu. Das gilt aber auch für Weltkonzerne wie Mercedes, BMW, Toyota etc und trotzdem gibt es bei jedem von diesen Unternehmen eingeführten Produkt praktisch immer eine Vielzahl von kurzfristigen Änderungen an den Produkten unmittelbar nach Markteinführung, obwohl ganze Horden von Entwicklern über Jahre das Produkt entwickeln und weitere Horden von Produkttestern die Produkte vor Markteinführung auf Herz und Nieren prüfen. Im Fall der 6DII kann ich mir eben schlecht vorstellen, dass Canon bei der Auslegung der 6DII nur die 5DIV und nicht eben vor allem Nikon auch im Auge hatte, also DEN Hauptkonkurrenten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Canon bewusst den Dynamikumfang des Sensors der 6DII schwach ausgelegt hatte um einen ausreichenden Abstand zur 5DIV einzuhalten und dabei in Kauf nahm, dass die 6DII deutlich schwächer ist als das Konkurrenzprodukt von Nikon und nochdazu schwächer als das eigene Vorgängermodell. Ich tendiere deshalb eher zur Annahme, dass bei Canon etwas schief gelaufen ist, eventuell bei der Umstellung von Vorserie auf Serie und man von den Testergebnissen überrascht wurde. Dafür spricht meiner Ansicht nach auch der Versuch von Canon einer hektischen und schnellen Verbesserung durch das angekündigte Firmware-Update. Hätte man die Dynamik-Specs so geplant, hätte man doch wissen müssen, dass dies durch Tests sofort nach Markteinführung herausgefunden und thematisiert wird. Dann hätte Canon die Situation eher ausgesessen und die Marktentwicklung abgewartet als so schnell zu reagieren.

        Aber wie Du richtig sagst, warten wir es einfach mal ab, eventuell werden wir es auch nie erfahren, was da tatsächlich gelaufen war und was Canon beabsichtigte und was nicht beabsichtigt war ;-).

      • Im Grunde wäre Deine Erklärung nachvollziehbar – Sie hat nur einen Haken. Sie würde unterstellen dass die Ziegruppe dieser Kamera keine Ahnung hätten uns ich blind auf eine €2000. Investition einlassen würden und Testberichte auch nicht gäbe.
        Ich schließe mich Deiner Theorie an, dass Canon die Leistung des Sensor- / Wandler-Gespann bewusst gesteuert hat und dies durch Firmware-Updates steuern kann. Canon weiss ganz genau was die Systeme leisten können und was nicht. Die Absatzzahlen werden entweder das Modell oder die Firmware steuern. Es wäre für mich auch nicht ungewöhnlich wenn die MK-3 Version mit einem neuen Aufkleber und anderer Firmware das Problem beseitigen würde. Die Kosten für ein neues Modell wären gering und man hat wieder etwas neues auf dem Markt. Top Argument des Marketings – „5 ist mehr als 4“. Es funktioniert fast immer und überall. Es ist gerade im Hobby- und Semiprofi Segment sehr wirksam und lässt dem Umsatz steigen, ohne seinen Top-Modellen zu nahe zu kommen.

    • Ja, die Bildqualität hängt auch von den Algorithmen ab und Software ist überall drin.
      In der Kamera zum Auslesen des Sensors und entwickeln der JPG-Dateien, im RAW-Konverter in dem die RAW-Dateien dann interpretiert werden. Was tendenziell war, dass jede Qualitätseinbuße direkt der Kamera und dem Sensor zugeschrieben wurde! Dabei stellte es sich schnell heraus, dass der sog. Magentastich beim Aufhellen ein Problem von Adobe RAW war, der in Photoshop mit der Version 9.12.1 und in Lightroom gar erst mit der Version 2017 gelöst wurde. Und trotzdem gibt es (ich durfte das probieren, da mein geliebtes DxO-Programm erst Ende Oktober die 6D Mark II unterstützte) auch so massive Qualitätsunterschiede bei der Entwicklung der RAW-Dateien durch verschiedene RAW-Entwickler. Gregor Zajac ist darauf auch in einem leider nicht sehr weit verbreiteten Aufsatz eingegangen https://www.dforum.net/entry.php?10-EOS-6D-Mark-II . Dass gerade beim Aufhellen der Schatten die verschiedenen Pakete unterschiedlich abliefern und LR eben NICHT der Qualitätsmarktführer ist hat Rüdiger Schestag in einem Youtube-Beitrag ausgeführt https://www.youtube.com/watch?v=tHpuO-Z8Jdg&feature=youtu.be . Diese Erfahrungen (dass Unterschiede bestehen) kann ich aus Tests von Adobe RAW, DPP, Affinity, ON1 und DxO bestätigen. Es ist doch schon ein Wunder, wie viele 6D Mark II-Besitzer doch mit ihrer Kamera zufrieden sind. Vielleicht liegt es daran, dass es eben doch eine bärenstarke Kamera ist 🙂 . Ich hab mal auch ein kleines privates Video zum Aufhellen von Schatten bei einer Gegenlichtaufnahme der 6D Mark II gemacht https://www.youtube.com/watch?v=depQPItIioo&feature=youtu.be . Möglichkeiten die ich so mit der 6D nicht hatte (habe häufiger Flieger im Gegenlicht).
      Insofern nehme ich gerne entsprechende Features einer neuen Firmware der 6D Mark II mit, nur um mit der Kamera erstklassige Bilder zu machen braucht es das nicht.

  • Warum sind die Überschriften bei den Beiträgen über Canon sehr tendenziöse? Das ist eine doch eine Trollseite.

    Bsp.
    „Canon wird im September 2017 vermutlich ein Firmwareupdate für die 6D Mark II herausbringen. Dieses könnte angeblich die Bildqualität verbessern.“
    vermutlich und angeblich liegt im Bereich der Spekulation. Darauf setzt dann gleich ein wichtiger Hinweis auf

    Nächstes Bsp.
    „Vor allem der Dynamikumfang und die teilweise schlechten High-ISO-Ergebnisse kommen bei vielen Kunden nicht gut an, wobei es auch zahlreiche sehr zufriedene Stimmen gibt.“
    Hier wird der Schein der Objektivität gewahrt. Zum Ende wird dann noch vermutet, dass es sich auf keinen Fall um eine Verbesserung der Bildqualität handeln kann. Das soll wahrscheinlich die Kaufentscheidung beeinflussen.

    Auch freiberufliche Redakteure sollten sich an den journalistischen Anstand halten. Wobei freiberuflich nichts mit objektiv, unparteiisch oder unbezahlt zu tun hat.

    • Wenn hier irgendwo „getrollt“ wird, dann eher in diesem Kommentar… 😉 Ich will beispielhaft trotzdem mal darauf antworten:

      In der Überschrift ist meiner Meinung nach keine „Tendenz“ erkennbar. Wenn man die Überschrift etwas mehr ausformuliert würde sie lauten: „Canon EOS 6D Mark II: Wird demnächst ein Firmwareupdate zur Verbesserung der Bildqualität erscheinen?“. Die Überschrift ist als Frage formuliert, weil es noch unsicher ist, ob ein solches Firmwareupdate kommen wird. Es handelt sich hier um ein Gerücht. Und das Gerücht besagt, dass die Bildqualität verbessert werden könnte – was im Übrigen nichts darüber aussagt, ob die Bildqualität nun gut oder schlecht ist. Man kann auch eine gute Bildqualität weiter verbessern.

      „Vermutlich“ und „angeblich“ liegt im Bereich der Spekulation. Korrekt. Weil es sich hier wie bereits erwähnt um ein Gerücht handelt und um keine bestätigte Information. Das soll mit solchen Wörtchen wie vermutlich oder angeblich deutlich gemacht werden.

      „Vor allem der Dynamikumfang und die teilweise schlechten High-ISO-Ergebnisse kommen bei vielen Kunden nicht gut an, wobei es auch zahlreiche sehr zufriedene Stimmen gibt.“ Hier wird der Schein der Objektivität gewahrt.

      Du willst also eine Tendenz in den Beiträgen zur 6D Mark II erkennen, beschwerst dich aber darüber, wenn erwähnt wird, dass es gleichermaßen zufriedene und unzufriedene 6D Mark II Kunden gibt (was der Fall ist)? Das erschließt sich mir nicht. Außerdem ist es nunmal leider einfach Fakt, dass viele Testberichte nicht so wirklich positiv ausfallen. Ich berichte seit Monaten und Jahren immer wieder darüber, wie z.B. TCSTV, DxO und DPReview über neue Kameras urteilen. Im Falle der 6D Mark II sehen die genannten Tester die 6D Mark II als eine durchschnittliche und maximal „gute“ Kamera an, aber nicht als mehr. Das ist leider Fakt und hat nichts mit gesteuerter Berichterstattung zu tun. Im Gegenteil, die wirklich vernichtenden YouTube Videos habe ich bewusst außer Acht gelassen.

      „Zum Ende wird dann noch vermutet, dass es sich auf keinen Fall um eine Verbesserung der Bildqualität handeln kann. Das soll wahrscheinlich die Kaufentscheidung beeinflussen.“

      Ich sehe nicht wo ich im Artikel etwas von „auf keinen Fall“ schreibe? Ich halte es für unwahrscheinlich, ja. Aber dass ich das schreibe soll nicht die Kaufentscheidung beeinflussen, sondern keine unrealistischen Erwartungen schüren. Die 6D Mark II ist offiziell vorgestellt und auf dem Markt. Man schaut sich die Kamera an, ob sie einem zusagt oder nicht, und fällt DANACH eine Kaufentscheidung. Nicht anhand eines möglicherweise kommenden oder nicht kommenden Firmwareupdates.

  • Der Zeitpunkt einer fairen Berichterstattung ist schon lange vorbei.

    Der erste Fehler war die Veröffentlichung von nicht belegten Aussagen zur Bildqualität!
    Die für einen Test so wichtige Offenlegung der Prüfvorgaben hat nicht stattgefunden. Auch über das kalibrierte Equipment des Prüflabors wurde nicht geschrieben.

    Der zweite Fehler: Wenn ein Hersteller einen eigenen RAW Konverter mitliefert sollte man diesen verwenden, denn meistens werden neue Sensoren von den etablierten Konvertern nicht korrekt erkannt.

    Der dritte Fehler: Nun geht es schon lange nicht mehr um belegbare Fakten sondern nur noch um zwischenmenschlichen Zwist in jeglicher Form.

    Für mich hat die Auseinandersetzung um die 6D-ll in diesem Artikel einfach keine Zukunft weil die Situation viel zu verfahren ist um jemals wieder zu vergleichbaren messbaren Fakten zurück zu finden.

    • Vergleichen sie mal die Dynamikwerte von dieser Kamera mit denen der Nikon D5 und 5D MKIII – sie kritisieren hier vehement ein sehr hohes Bildqualitätsniveau, das seines Gleichen sucht. Also was soll das ganze Gejodel um Dynamik Range. Habe mir bereits die 6D-II zugelegt und bin begeistert – genau das , was ich suchte: niedrigstes Rauschen! Verwendung von 12800 ISO – wer kann das noch? Übrigens: die Nikon D750 gilt als die absolute Rauschkamera bei high ISO unter den Vollformaten. Sie sollten aufhören mit dem Bashing. Jede Vollformat hat seine Stärken. Wer mit LR umgehen kann, zaubert sensationelle High-ISO-Werke aus den 6D-II- RAWs. Und die High-ISO-JPGs sind schon blank beeindruckend. Low-ISO kann jeder…

    • Der erste Fehler war die Veröffentlichung von nicht belegten Aussagen zur Bildqualität!

      Ich kann deinen Standpunkt verstehen Alfred, aber wenn man so argumentiert, dann müsste man auch sagen, dass alle Gerüchte generell nicht belegte Aussagen sind und dass sie deshalb nicht veröffentlicht werden dürfen. Sprich du würdest sagen, dass wir hier den Laden dicht machen sollen, denn es sind ja vor allem die Gerüchte, die uns von anderen Blogs und Fotomagazinen unterscheiden.

      Wie gesagt, ich kann deinen Standpunkt verstehen, denn man darf niemals so tun, als wären Gerüchte nun Fakten. Oder als wären diese ersten Dynamikumfangtests von diesem Nutzer nun absolut verlässliche Werte aus einem Labor. Aber das ist bei uns nicht der Fall! Wenn man einen Artikel bei uns von vorne bis hinten konzentriert liest, dann kann man die darin enthaltenen Informationen denke ich sehr gut einordnen. Es finden sich immer Quellenangaben und ich bin bedacht darauf, Gerüchte auch als das was sie sind zu kennzeichnen – Gerüchte. Spekulationen. Nicht bestätigte Informationen.

      Genauso war es bei den ersten Testergebnissen zum Dynamikumfang. Waren erste Tests, von Nutzern, kein Labor, sollte kein Maßstab sein, weitere Tests abwarten, möglicherweise aber eine erste Tendenz. Ich sehe den Grund für den „zwischenmenschlichen Zwist“ wie du sagst nicht in diesem ersten Artikel zum Dynamikumfang, denn die Testergebnisse des Nutzers waren ja – wie wir im Nachhinein wissen – absolut korrekt und wurden durch diverse seriöse Testberichte bestätigt.

      Und ja, für meinen Geschmack gibt es auch etwas zu viele Auseinandersetzungen rund um die 6D Mark II. Aber wieso sollte uns das abhalten, zu messbaren Fakten zurück zu finden?

    • @Alfred Proksch

      „Der Zeitpunkt einer fairen Berichterstattung ist schon lange vorbei.“
      und
      „Der erste Fehler war die Veröffentlichung von nicht belegten Aussagen zur Bildqualität!
      Die für einen Test so wichtige Offenlegung der Prüfvorgaben hat nicht stattgefunden. Auch über das kalibrierte Equipment des Prüflabors wurde nicht geschrieben“

      Der Meinung bin ich nicht, denn es gibt mittlerweile genug objektive Stimmen und Fachmagazine, welche die neue 6D verglichen und getestet haben, auch mit ersichtlichen Prüfangaben.
      Aber selbst wenn man nur die Spezifikationen vergleicht, kann ein objektiver Mensch schon seine Schlüsse ziehn.
      Ich hatte sie zeitgleich mit der alten 6D mit genau den gleichen Objektiven im Einsatz. Dabei war mir nicht nur der Dyn. Umfang wichtig, sondern u.a. auch der Autofokus bei Dunkelheit und bei Sport allgemein.

      Im Allgemeinen werden auch in vielen anderen Bereichen Gerüchte veröffentlicht und dann darüber diskutiert, das empfinde ich nicht als Fehler.
      IT, Automobile, Spieleindustrie, Haushaltsgeräte usw., überall wird man das finden.

      Ich empfinde es als Problem, wenn Menschen sich nicht mit Fakten abfinden können, aus welchen Gründen auch immer.

      „Der zweite Fehler: Wenn ein Hersteller einen eigenen RAW Konverter mitliefert sollte man diesen verwenden, denn meistens werden neue Sensoren von den etablierten Konvertern nicht korrekt erkannt.“

      Auch das wurde gemacht, mit annähernd den gleichen Resultaten.
      Und nun? Die Leistungen der Kamera sind gleich geblieben.

      “ Der dritte Fehler: Nun geht es schon lange nicht mehr um belegbare Fakten sondern nur noch um zwischenmenschlichen Zwist in jeglicher Form.“

      Die Fakten sind jetzt schon länger bekannt, aber viele Kunden hoffen noch auf ein FW Update, welches die Quali verbessert, gerade weil sie schon so lange auf die MK II gewartet haben.

      Wenn man rein nach den techn. Fakten geht, sollte die neue MK II eigentlich nicht so viele Abnehmer finden. Aber da gibt es eben noch ein paar mehr Gründe, die jemanden dazu bewegen sich die Kamera zu kaufen.

      Und so vermischen sich viele Dinge in solchen Diskussionen.

      Was ich aber immer mehr merke –
      Es fällt vielen Menschen richtig schwer, belegte Fakten und Tests zu akzeptieren.
      Hat sie nicht – brauch ich bei mir auch nicht
      kann sie nicht – muss sie auch nicht können
      leisten andere Hersteller mehr – dafür ist deren Service schlechter… usw.

      „Für mich hat die Auseinandersetzung um die 6D-ll in diesem Artikel einfach keine Zukunft weil die Situation viel zu verfahren ist um jemals wieder zu vergleichbaren messbaren Fakten zurück zu finden.“

      Gute Vergleiche und Tests gibt es mittlerweile schon, aber man muss sie irgendwann einmal akzeptieren.
      Deshalb kann die Kamera trotzdem die richtige für viele Kunden sein, es gibt so viele Gesichtspunkte, welche neben der techn. Kameraleistung eine Rolle spielen.

      • Hallo Thomas,

        hierzu:
        „Ich hatte sie zeitgleich mit der alten 6D mit genau den gleichen Objektiven im Einsatz. Dabei war mir nicht nur der Dyn. Umfang wichtig, sondern u.a. auch der Autofokus bei Dunkelheit und bei Sport allgemein.“

        würde mich sehr freuen über ein kurzes Fazit Deinerseits. Ich steht nämlich vor genau dem „Problem“: 6D behalten weil in diesen Punkten besser bzw. ausreichend oder ganz klar neue 6D Mii, weil der Unterschied deutlich ist – im postiven Sinne.

        Freue mich auf eine kurze Antwort, gerne auch per PN.
        Grüße, Rainer

    • ich glaube man sollte die vor und nachteile dieser kamera objektiv betrachten. sie hat nun einmal zugegebener weise einige nicht von der hand zu weisende nachteile und meines erachtens bringt es nichts diese wegzudiskutieren. ich persoenlich haette sie mir gern gekauft, aber sie entspricht nicht meinen erwartungen. im uebrigen finde ich die „berichterstattung“ hier durchaus nicht ueberzogen, eigendlich recht sachlich. aus einer ente wird halt kein schwan mehr, auch nicht mit firmwareupdate.

      • Also mir hat der Bericht auf Heise gefallen (wird hier leider nicht erwähnt), die haben sich eine eigene Meinung gebildet. Den kann man sich mal ansehen und selber entscheiden. Das ist besser als Filmchen zu verlinken, mit denen die Macher nach Klicks heischen.

        @ Mark: Ich finde es sehr ehrenhaft, dass du den Beitrag frei gegeben hast.

      • Hi Paule! Wieso sollte ich deinen Kommentar nicht freigeben? Ich habe kein Problem mit Kritik 🙂 Ich kann gut einstecken, teile im Gegenzug aber dann manchmal auch aus.

        Ich habe gerade nochmal einen neuen Artikel zur 6D Mark II geschrieben, in dem ich einige Testberichte zusammengefasst habe. Unter anderem auch den von Heise, den du erwähnt hast:

        https://www.photografix-magazin.de/blog/2017/08/18/canon-eos-6d-mark-ii-zahlreiche-tests-kurz-zusammengefasst/

      • Dann hatte ich ja nicht so unrecht mit der Beeinflussung der Kaufentscheidung ;-), oder hast Du die Kamera schon getestet ? Es wurden doch einige Verbesserung vorgenommen ohne den Preis zur Vorgängerin zu erhöhen. Ich hab mich selber dabei erwischt nach der 5D zu schielen bei der Berichterstattung.

      • Ich konnte die 6D Mark II schon kurz ausprobieren, ja. Kein ausführlicher Test, aber hat gereicht um mir selbst ein Bild zu machen. Habe nichts entdeckt, was meine grundsätzliche Meinung von der Kamera ändern würde.

        Nochmal zum Thema „Beeinflussung der Kaufentscheidung“: Wenn ich einen Artikel schreibe, dann gibt es für mich grob zwei Möglichkeiten.

        Möglichkeit 1: Ich fasse Fakten, Meinungen anderer oder Gerüchte zusammen. Da versuche ich dann vergleichsweise objektiv zu bleiben, ohne dabei einen komplett trockenen Schreibstil zu pflegen – es ist hier letztendlich ein Blog und wir sind nicht bei der FAZ.

        Möglichkeit 2: Ich lasse meine persönliche Meinung einfließen. Das kennzeichne ich entweder dadurch, indem es in dem Artikel komplett um meine persönliche Einschätzung einer Sache geht („Meine Meinung zu XXX“), indem ich am Ende eines Artikels einen Abschmitt mit der Überschrift „Meine persönliche Meinung“ einbaue oder indem ich einen Satz mit „Ich persönlich denke“ beginne.

        Beeinflusse ich durch die Mitteilung meiner persönlichen Meinung Leute bei der Kaufentscheidung? Keine Ahnung, vielleicht. Aber wo kommen wir denn – gerade auf einem Blog! – hin, wenn ich als Autor keine persönliche Meinung mehr kommunizieren darf? Ob jemand etwas auf meine Meinung gibt oder nicht, ist doch jedem selbst überlassen. Auch erwarte ich überhaupt nicht, dass immer alle einer Meinung mit mir sind, das kann ja gar nicht funktionieren.

        Für mich ist primär wichtig, meine persönliche Meinung immer deutlich als solche zu kennzeichnen. Kritisch wäre es nur dann, wenn ich unterschwellig meine Meinung einfließen lassen und Fakten verdrehe und nicht richtig darstelle. Das ist aber (hoffentlich) nicht der Fall, und falls doch wäre es nicht meine Absicht, dann darf man mich gerne darauf aufmerksam machen!

        Mir persönlich ist es im Übrigen völlig egal, ob eine bestimmte Kamera nun gut oder schlecht ist. Ich bin kein hauptberuflicher Fotograf und bin auch als Hobbyfotograf nicht auf einen bestimmten Hersteller festgelegt. Und bevor irgendwo der Vorwurf aufkommt, es sollen nur Klicks mit der angeblich negativen Canon EOS 6D Mark II Berichterstattung erzeugt werden: Ob ein Artikel nun die Überschrift „Canon EOS 6D Mark II mit enttäuschender Bildqualität“ oder „Canon EOS 6D Mark II mit erstklassiger Bildqualität“ hat, wirkt sich in keinster Weise auf die Klickzahlen aus. Beide Artikel werden gleichermaßen gelesen. Ich hätte also nicht einmal auf theoretischer Ebene einen Vorteil davon, die 6D Mark II künstlich schlecht zu reden.

        P.S.: Dass es Vollformatkameras mit einer besseren Bildqualität als die der 6D Mark II gibt, ist aufgrund zahlreicher Testberichte und Labormessungen ein Fakt, nicht meine persönliche Meinung. Persönlich wird es erst dann, wenn es um die subjektive Beurteilung der Bildqualität und darum, ob die Bildqualität nun „gut“, „schlecht“, „sehr gut“, „ausgezeichnet“ oder „zufriedenstellend“ ist, geht.

        So, damit habe ich mich glaube ich genug zum Thema geäußert 🙂 Hoffe auf einen weiterhin guten und möglichst friedlichen Meinungsaustausch!

      • @ Mark:

        Du kannst es halt nicht jedem recht und es ganz grundsätzlich eh niemals richtig machen! 😉 Also hab Spaß und sei Dir des Dankes vieler stummer Mitleser sicher, die den Blog sehr schätzen!

        Leute wie ich könnten sagen, dass die gefühlt 123,6 Artikel zur 6 Douche Mk II eh schon jenseits jeder Verhältnismäßigkeit stehen und doch nur den wahnhaft zu nennenden (im übrigen auch viele, bzw. die Mehrzahl der sog. ‚Test‘-Redaktionen und ‚Unboxing‘-Kanäle durchseuchenden) Canon-Sektenkult füttern, denn auch negative Publicity ist Publicity.
        Leute wie ich sähen dann kritisch, dass Du die D7500 einfach weggeschitten hattest (was ich auch verstehe und unterschreibe, da die Kamera völlig uninteressant ist), Du aber eben von der 6 Douche Mk II nicht gleichermaßen gelangweilt agierst. Kurz: Du spiegelst schlicht den wahnhaftigen Canonkult des Netzes 1:1 wider, durch eine, diesem entsprechende Zahl von Artikeln, nur zu dieser einen, völlig überflüssigen, zielgruppenfreien, langweiligen und so überholten wie überteuerten Kamera.

        Meinung:
        Leute, die einfach 2000€ für keinen wie auch immer gearteten Mehrwert zum Verbrennen über haben, sollten sich ‚meiner Meinung nach‘ in Zeiten von Hunger, Krieg, Vertreibung und Elend längst der eigenen Verhausschweinung schämen, statt irgendwelche Rechtfertigungen für die Kaufentscheidung zu erfinden oder dafür, wie man nur so konsumsüchtig und markenabhängig, so innerlich haltlos und leer sein kann. Das Verhalten ist eigentlich pathologisch genug, um hier mal populistisch zu werden. Rentnerinnen von über 80 Jahren gehen bei uns für Monate in den Knast, weil sie mangels Devisen mehrfach einen Mundraub begehen mussten, aber unsere völlig korrupten ver-apple-ten, iblöden Markennerds können 2000 Euro für eine Hand voll Linienpaare mehr (die ab ISO 800 eh vermutlich stärker mit Rauschunterdrückung beaufschlagt werden müssen, als bei einer “14er Sony/Nikon APS-Knipse) und einen Klappmonitor verbrennen.
        Jene Leute, mit einem entspr. Marken- und Konsumerismuskomplex von der anderen Seite, vielleicht auch solche, die nur von Bergen Glas gefangen und in Zeiten immer besserer Handybilder durch schwindende Aufträge sehr stark frustriert und finanziell angeschlagen wirken, die wünschten sich am liebsten eine Zensur aller negativ intonierten Beiträge zu dieser Kamera (und zum Hersteller speziell ) – seien es nun persönliche Meinungen oder objektive (weil neutral herausgemessene) Evidenzen, die auch nur entfernt am Markennimbus der Mutter aller Hersteller kratzen könnten. So wie die Lächerlichkeit der Notargumente von ‚EVF geht gar nicht‘ bis ‚ein Akku muss mindestens 24h halten‘ (obwohl solche Leute dann ohne rot zu werden ihre Akkus durch intensiven Liveview-Betrieb ihrer DSLR oft viel schneller verschleißen, als die DSLM-Shooter das tun könnten) peinlicher zu werden scheint, so nimmt auch die Wehleidigkeit und Aggressivität im Canonlager immer mehr zu.

        Wenn es Dir aber um Klicks gehen würde, dann wärst Du einfach ein Opportunist und würdest Dich ins unüberschaubare Lager der Canon Sektierer einklinken, denn die paar Nikon-, Pentax, Oly-, Sony- und Fuji- Randgruppenshooter müssten Dich dann bei der Marktmacht auch nicht mehr jucken. Du wärst Dir ja der Klicks, der sich gegenseitig und ihre Marke beweihräuchernden Canon-Sektier sicher und Du würdest helfen, dass sich gegenseitig und selbstverstärkend nur immer weiter ins bestehende Wahnsystem hineingeschrieben würde. Aber das ist ja genau die bestehende Resonanzkatastrophe, aus der es doch längst auszubrechen gilt. Weil es aber nur so wenig integere Blogger und Redaktionen gibt, entstehen ja entspr. dysfunktionale, jeden technologischen oder kulturellen Fortschritt erstickende Kulte (das geht auch politisch, ideologisch oder religiös btw.) und die Lemminge merken nicht, dass sie ihrem eigenen Missbrauch Beifall spenden. Das hat dann für Außenstehende das irritierende und befremdliche Moment eines Stockholmsyndroms oder von ganz gewöhnlichen Daddy-Issues.

        Mach einfach so weiter, das passt schon so! Keine Angst, zwischen die Stühle zu geraten oder vereinnahmt zu werden. Grade verkippt der Markennimbus von Canon eh sehr stark. Die 7 D Mk II mit ihrem Uraltsensor und die lächerlich überteuerte 5D Mk IV haben – genau wie die sehr selektive Beschneidung von Funktionen einzelner Produktlinien – trotz eines sehr heftigen Wettbewerbsdruckes noch nicht wirklich an der Hypnose der Fanboys rütteln können. Aber die Leute, die nun mit dieser Kamera endlich aufzuwachen scheinen, die ist unüberschaubar groß. Grade im angelsächsischen Netz kann man nur noch von einem tsunamiartigen Shitstorm sprechen. Das kann Dein Canon-Stammtisch hier genauso wenig mehr leugnen, wie die Rückständigkeit der Kamera selbst.