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Canon EOS 6D Mark II vs. 6D: Alle wichtigen Unterschiede

Vergleich zwischen Canon EOS 6D Mark II und Canon EOS 6D

Wo liegen die wichtigsten Unterschiede zwischen der Canon EOS 6D und der neuen 6D Mark II? Unser Artikel liefert die Antwort.

Canon EOS 6D Mark II vs. EOS 6D Vergleich

Endlich ist sie da, die Canon EOS 6D Mark II! Rund fünf Jahre hat es gedauert, bis der Nachfolger der im September 2012 präsentierten EOS 6D vorgestellt wurde. Da darf man sich nun als Kunde natürlich die Frage stellen: Hat sich das Warten gelohnt? Kommt die EOS 6D Mark II mit wichtigen Neuerungen daher?

Diese Frage können wir gleich zu Beginn beantworten: Ja, die Canon EOS 6D Mark II weiß mit wichtigen Neuerungen zu überzeugen! Wie genau diese Neuerungen aussehen und welches die wichtigsten Unterschiede im Vergleich zwischen 6D und 6D Mark II sind, das werden wir in diesem Artikel klären.

Wir beginnen wie immer mit einer tabellarischen Gegenüberstellung der wichtigsten technischen Daten:

1. Sensor

Eine der wichtigsten Neuerungen der Canon EOS 6D Mark II ist mit Sicherheit der Sensor. Dieser löst nämlich mit 26 und nicht mehr mit 20 Megapixeln auf. Das bedeutet zum einen natürlich, dass die 6D Mark II eine höhere Auflösung und mehr Details liefert. Doch zum anderen kann man auch generell mit einer besseren Bildqualität rechnen, denn Canon hat sicherlich in Sachen Dynamikumfang und Rauschverhalten nachgebessert. Wie gut die Bildqualität der 6D Mark II genau ausfallen wird, können wir zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht sagen – da müssen die ersten Tests abgewartet werden.

2. Autofokus

Der Autofokus war immer eine Schwachstelle der alten Canon EOS 6D. Elf Messfelder, nur ein Kreuzsensor (der allerdings immer sehr gute Dienste geleistet hat) – das ist in der heutigen Zeit einfach zu wenig. Doch Canon hat die Schwachstelle erkannt und zumindest auf dem Papier ausgemerzt: Die Canon EOS 6D Mark II kommt nun nämlich mit ganzen 45 Messfeldern (alles Kreuzsensoren) sowie dem Dual-Pixel-Autofokus daher! Auch hier müssen selbstverständlich erste Tests abgewartet werden, doch ich persönlich habe keine Zweifel, dass der neue Autofokus in der Praxis hervorragende Dienste leisten wird.

3. Display

Die Canon EOS 6D Mark II ist die erste Vollformatkamera aus dem Hause Canon, die mit einem beweglichen Touchscreen daherkommt. Das Display passt sich nun also sehr flexibel der jeweiligen Situation an, sodass auch Dinge wie Über-Kopf-Aufnahmen kein Problem darstellen. Außerdem erleichtert der Touchscreen natürlich die Bedienung. Klasse!

Weitere Unterschiede und Neuerungen

Mit 6,5 Bildern pro Sekunde ist die Canon EOS 6D Mark II in der Lage, zwei Bilder pro Sekunde mehr aufzunehmen als die 6D. Das ist eine durchaus ordentliche Steigerung, die man unter anderem dem neuen Digic 7 Prozessor zu verdanken hat.

Des Weiteren hat Canon noch an einigen weiteren Stellen nachgebessert. So deckt der Sucher der 6D Mark II nun beispielsweise 98 Prozent des Bildfeldes ab (anstatt 97 Prozent), Full-HD-Videos werden mit 60p und nicht mehr nur mit 30p aufgezeichnet und die Akkulaufzeit erhöht sich von 1.090 auf 1.200 Bilder.

Zusammenfassung & Fazit

Neuer Sensor, neuer Autofokus, neuer Prozessor, neues Display. Im Vergleich zwischen Canon EOS 6D Mark II und EOS 6D wird schnell klar, dass es einige wichtige Unterschiede zwischen den beiden Kameras gibt. Die Neuerungen der 6D Mark II treffen voll ins Schwarze und merzen einige entscheidende Schwachstellen der Vorgängerin aus – da darf man als Kunde von Canon durchaus zufrieden sein! Und unserer Meinung nach rechtfertigen die Neuerungen auch einen Umstieg von der 6D auf die 6D Mark II, so man denn mit seiner 6D nicht mehr zufrieden ist.

Ist die Canon EOS 6D Mark II nun die perfekte Kamera? Nein, nicht unbedingt. Denn die DSLR kommt beispielsweise ohne 4K-Videos, ohne Joystick, mit nur einem SD-Slot und einer minimalen Verschlusszeit von nur 1/4.000 Sekunde daher. Das sind in jedem Fall Negativpunkte, doch man muss im Hinterkopf behalten, dass es sich hier um eine Vollformatkamera für Einsteiger handelt. Der Preis fällt mit einer UVP von 2.099 Euro nach heutigen Maßstäben auch absolut moderat aus, da haben wir Schlimmeres befürchtet. Und wer es mit dem Kauf nicht eilig hat, kann die 6D Mark II in einigen Wochen sicherlich für weniger als 2.000 Euro ergattern.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

3 Kommentare

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  • Also ich schaffe mit der Canon 6D und einem Akku locker 1600 Bilder.
    (schon mehrfach auf diversen Hochzeiten erprobt / beobachtet)

    Ein Umstieg auf die neue 6D MK II wird sich aber für mich lohnen denke ich.
    Mir würde halt das Schwenk/Klapp/Touch Display schon gefallen. Und auch das neue Fokusmodul
    auch der neue Sensor mit ein kleinwenig mehr Pixel wäre ein „Nice to have“.
    Aber im grossen und ganzen, sind das keine Features die einen Wechsel nötigmachen würden.

    • Nur leider sind die AF Punkte sehr zentral angeordnet, was aus meiner Sicht eine echte Enttäuschung ist. Als Einstieg sicher ganz ok, als Upgrade, ehrlich gesagt kein must have

  • Nachdem wir bereits eine 6d haben, wollte ich mich gerne mit der 6d ii weiterentwickeln. Nun habe ich bereits das zweite Modell, bei dem der Auslöser – auch im silent mode – deutlich lauter ist als bei der „alten“ 6d. Gibt es hierzu Erfahrungswerte? Ist das so? oder habe ich schlicht zweimal daneben gegriffen??