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Canon: EOS R mit Hybrid-Bajonett für EF- & RF-Objektive geplant?

Canon arbeitet angeblich an einer neuen EOS R, an der sowohl EF- als auch RF-Objektive angebracht werden können – und zwar ohne Adapter.

Der Wechsel hin zur EOS R

Mit der Canon EOS R und der EOS RP hat Canon bereits zwei spiegellose Vollformatkameras im Portfolio und das Angebot an passenden RF-Objektiven wächst stetig. Trotzdem ist der Wechsel hin zu einer Vollformat-DSLM für viele Profis, die aktuell mit einer EOS-1D X oder einer vergleichbaren Kamera arbeiten, im Moment noch ein zu großer Schritt. Denn es fehlt nicht nur eine wirklich potente EOS R im High-End-Bereich, es gibt insgesamt auch (noch) zu wenige RF-Objektive.

Neue DSLM mit Hybrid-Bajonett?

Nun sind neue Gerüchte aufgetaucht, wie Canon das Problem mit den Objektiven möglicherweise lösen könnte. Angeblich arbeitet der Marktführer nämlich an einem spiegellosen Pendant zur Canon EOS-1D X Mark III, das mit einem sogenannten Hybrid-Bajonett ausgestattet sein soll. Das bedeutet, dass sich sowohl RF-Objektive als auch EF-Objektive an der Kamera anbringen lassen sollen – und zwar ohne dass ein Adapter vonnöten wäre.

Wie genau Canon das technisch umsetzen möchte, das kann im Moment nur spekuliert werden. Es gibt diverse Theorien, von einer Art integriertem Adapter bis hin zu einem Sensor, der nach vorne bewegt werden kann, ist alles dabei.

Klar ist aber, dass ein solches Hybrid-Bajonett den Wechsel hin zu einer spiegellosen Vollformatkamera für viele Profis deutlich einfacher machen würde. Sicherlich wäre mit einem flexiblen Mount keine wirklich kompakte Bauweise möglich, doch das wäre bei einer Kamera im Stile der EOS-1D X Mark III ja zu verschmerzen, denn hier kommt es nicht auf kompakte Abmessungen an.

Gerüchte mit Vorsicht genießen

Insgesamt fallen diese Gerüchte meiner Meinung nach in die Kategorie „mit Vorsicht genießen“. Wir haben in den letzten Jahren hier schon über viele interessante Patente und mögliche Innovationen von Canon berichtet, in den allermeisten Fällen ist daraus aber nichts geworden. Und so verlockend so ein Hybrid-Bajonett auch wäre – Canon würde sich damit ja irgendwie ja auch ins eigene Fleisch schneiden, weil das Interesse an RF-Objektiven schlagartig zurückgehen würde.

Was würdet ihr von einer EOS R mit Hybrid-Bajonett halten?

Quelle: Canonrumors

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

24 Kommentare

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  • Da ist wohl der Wunsch der Vater des Gedankens. Technisch gäbe es da etliche machbare Varianten!

    Es ist eher die Frage was längerfristig zielführend ist. Canon hat sich mit der 90D und der Sport Vollformat noch einmal Zeit verschafft um die Spiegellose Objektiv Palette auszubauen und hat damit den harten Schnitt nach hinten verschoben.

  • Für was soll so etwas gut sein?
    Absolutley Nothing – oder?
    Das M Dilemma wird damit nicht gelöst.
    Und wer DSLM will, haut lieber seinen alten Krempel raus, solang der noch was bringt.
    Da wäre doch eine Profi R, die bessere Ansage.
    Gemach, natürlich kann man mit Canon DSLRs wunderbare Bilder aufnehmen.
    Irgendwann, wird es allerdings ein vollständiges RF Objektivangebot geben.

    • Hallo Robin,
      Die auch sehr guten Objektive bringen schon nach kurzer Zeit keinen Wiederverkaufswert. Wer kann sich denn alle Nase lang eine neue Ausrüstung leisten? Eben, Niemand. Die gewerblichen auch nicht, teilweise haben diese noch ältere Kameras im Gebrauch und sie wollen Reflex wegen dem Bestand an Objektiven. Auf diese Weise, mit der neuen Kamera könnte man sie von Spiegellos überzeugen.
      Zur M, diese Kamera ist eh nur Spielzeug, ohne vernünftige Linsen, ohne die geringste Zukunft. Wenn sich die schwierige Marktlage weiter verschärfen sollte, wird die M eh geopfert. 3 Produktreihen kann man sich nur im Wachstum leisten

      • Richtig.
        Ich habe meine Analogausrüstung, für viele tausend Deutsch Mark, seinerzeit in die Vitrine gestellt. Dem Beispiel eines Onkels folgend, der alle seine Computer gesammelt hat, weil er der richtigen Meinung war, sonst, wenn er sie versucht zu verkaufen, vernichtet er nur Geld.
        Und für alle, die das R-System wollen, hat Canon die richtige, die kostengünstige Lösung.
        An jedes EF Objektiv, das man weiter verwenden will, einen RF- Adapter und gut ist. Alles andere ist Verschwndung von Ingenieursschmalz.

  • HaHa, das ist lustig! Jetzt mal im ernst, technisch nicht machbar da der Abstand von EF Objektiven zum Sensor, aufgrund des Spiegelgehäuses, größer ist als der von R Objektiven zum Sensor. Wie will man das bewerkstelligen? 2 Bajonette auf unterschiedlichen Ebenen oder mit einem Sensor der den Abstand zum aufgesetzten Objektiv ändert.

    • @Pini
      es könnte wie bei einigen Filmkameras sein, man wechselt den „Mount“ komplett, kann dann mit EF fotografieren und wenn man mit RF fotografieren will wechselt man den kompletten „Mount“, so macht man es bei Filmkameras. Und das Dilemma mit der Kamera-Grösse wäre dann obsolet.

      • @joe
        Mit dem aktuellen EF zu RF Adapter wechselt man doch auch effektiv den „Mount“. Die neue Variante muss also schneller bzw. bequemer sein, als irgendwas auf die Kamera draufzuschrauben bzw. zu wechseln.

      • @Pini
        NEIN man adaptiert. Bei Filmkameras und auch bei bestimmten MF Kameras gibt es die Möglichkeit den kompletten Mount zu wechseln, auszutauschen! Das hat nichts mit Adapter zu tun!
        Im Übrigen bin ich mir nicht sicher ob es so wie es oben von Mark beschrieben worden ist überhaupt zuverlässig funktioniert. Das kann man meiner Meinung nach auch sehr günstig und unkompliziert machen. Wenn ich 5 gute EF Objektive habe und die permanent im Wechsel mit R-Objektiven verwenden will, dann kaufe ich mir halt für weniger als 500.-€ fünf Adapter und lass die an den Objektiven dran. Wenn ich keine R-Objektive habe reicht übrigens einer, denn dann lässt man den Adapter am Bajonett dran! Ganz ehrlich, ich verstehe nicht wie man sich daraus ein Problem machen kann! Wenn ich mir für 2’500.-€ ein neues R-Objektiv leisten kann, dann kann ich mir auch die 5 Adapter leisten.

    • Maximilian S. hat recht. um den MOUNT-ADAPTER kommen sie nicht herum. Eine Lösung wäre es, einen Umbauservice für EF Objektive anzubieten. Dann wird der Mountadapter fest auf das wertige Objektiv implementiert.

  • Hallo zusammen
    So etwas halte ich für absolut unnötig. Ich arbeite immer öfter mit der R (obwohl ich eine EOS 1, 5D und eine 5 DSR habe) und habe kein Problem mit dem Adapter. Früher oder später wechselt man sowieso suk­zes­si­ve auf die RF Objektive, bis dahin kann man doch mit Adapter arbeiten.

  • Die sollen lieber die Ressourcen in neue (und bezahlbare) RF-Objektive stecken.

    Ich habe mir eine RP gekauft und möchte jetzt nicht lesen, dass sie an den Erfolg des RF-Systems nicht wirklich glauben. 😃

    • @AK
      da brauchst du dir keine Gedanken machen. Die ersten günstigen nativen Objektive sind ja schon da, RF 35mm /1.8, das 24-240 /4.0-6.3 oder das 24-105mm /4.0, weitere werden folgen und Sigma hat bereits welche angekündigt und falls Du EF hast, kannst du die ja zwischenzeitlich adaptieren!

  • Es wäre einfach schlichtweg der Stein der Weisen. Das wirklich teure an einer Fotoausrüstung sind die Objektive. Alles andere, Blitz, Stativ und sogar das Kameragehäuse sind schon fast vernachlässigbar. Wenn man die Objektive anschafft, die man so braucht, sind 5000€ im Nu weg. Und ganz wichtig, der DSLR Nutzer kann sich an spiegellos erstmal rantasten, er braucht keinen Adapter, der eh schlecht funktioniert, kein abruptes komplettes Wechseln, die guten EF Linsen können idealerweise uneingeschränkt weiter verwendet werden. Damit wäre Canon allen anderen im Vorteil. Also, schnell umsetzen, Canon, sehr gut durchdacht.

    • Warum funktionieren die Adapter schlecht?
      Man hört alleweile nur das Gegenteil.
      Aber schauen wir uns mal ein paar „Hybridlösungen“ an.
      Ich bin der Überzeugung es gibt noch eintauseneine weitere, auch atomgetriebene, Lösungen.
      Der ganze Mount wird gewechselt.
      Und die Präzision?
      Das ist doch wie Adapterwechsel (beim Adapter wird die Präzision erhalten).
      Der Sensor wird verschoben.
      Wieder eine Frage der Präzision und Robustheit.
      Das Auflagemaß wird angepasst.
      Robustheit und Präzision?
      Irgendwelche Linsen werden eingeschwenkt?
      Wer möchte mit so etwas arbeiten?
      Ich würde es nicht wollen.
      Außerdem, das größere Bajonett wird beim Ansetzen über das Kleinere gestülpt? Dann müssten die RF Objektive entsprechend konstruiert worden sein. Sind sie aber nicht.
      Da bin ich bei Alfred, da ist der Wunsch der Papa. Allerdings eines ziemlich unsinnigen Wunsches.
      Technisch glatteste Lösung, neue R-Kameras und für EF Objektive, jedes EF Objektiv erhält seinen EF/RF Adapter.

  • ich habe nicht die geringste vorstellung wie das funktionieren soll. das r bajonett ist größer und häher am sensor. auf die lösung bin ich gespannt.

    würden sich canon und nikon nicht besser den gefallen tun und vernünftige adapter für niedriges geld an die besitzer entsprechender opjektive zu geben? also nicht nur ein adapter, sondern für jedes objektiv ein adapter.

    • @Daniel
      die Adapter werden mit der Kamera mitgeliefert! Wenn man zusätzliche Adapter möchte kosten die – je nach Funktionalität – zwischen 99.- und 399.-€. Und wie bereits oben erwähnt sind der Bajonett Durchmesser von Eos R und EOS EF identisch, nur die Anzahl der Kontakte, die zusätzliche Funktionen bei der R bzw. den RF beinhalten (8 bei EF, 12 bei RF) sind unterschiedlich. Das heisst EF-Objektive funktionieren an einer EOS R genauso gut wie an jeder EOS mit EF-Anschluss.
      Wie das Abstandsproblem vom Sensor Spiegel vs Spiegellos gelöst werden kann überlasse ich den Ingenieuren von Canon, falls sie überhaupt daran arbeiten.

      • hallo joe,
        ich dachte die bajonettanschlüsse seien verschieden. aber es scheint tatsächlich als wären sie, außer der kontakte, identisch.
        ich fürchte, daß was die meisten photografen am meisten stört, ist die wechselei zwischen adapterlosen und „adapterbedürftigen“ objektive, wenn man von diesen mehrere in der tasche hat. aus diesem grund finde ich 399,-€ für einen solchen adapter zu teuer. vielleicht sollte man wenigstens für die in den letzten fünf jahren erworbenen objektive einen voll funktionstüchtigen adapter zur verfügung stellen. je objektiv.

        hätte ich mir in den letzten fünf jahren eine nikon oder canon dslr erworben und müsste mir heute anhören, daß diese in fünf jahren nicht mehr produziert werden, wäre ich sehr verärgert. ein profi der sich ohnehin alle fünf jahre eindecken muss sieht das vielleicht nicht so eng.

  • Eines weiß Canon genau, die Besitzer werfen ihre EF Objektive nicht weg, dafür eher das Gehäuse, das nach ein paar Jahren sowieso veraltet ist oder nicht mehr funktioniert. Deshalb kann man den Käufer eher zum Kamerakauf als zum Neukauf der als EF vorhandenen Brennweiten animieren. Wenn dann der Kunde auch noch seine teuren Linsen ohne Adaption und uneingeschränkt auf der modernsten Kamera verwenden kann, ist die Kamera so gut wie gekauft.

  • Es ist bestimmt eine gute Idee an spiegellose Kameras auch EF Objektive direkt montieren zu können.
    Was spricht eigentlich gegen die Variante, daß zwei Bodys auf den Markt angeboten werden, die sich nur darin unterscheiden welche Objektive sie unterstützen.
    1) Body für Neueinsteiger –> RF – Objektive
    2) Body für Umsteiger von Spiegelreflex –> EF Objektive ( Zusatzfunktionen und größerer Abstand bereits im Body integriert – keine zusätzliche Schwachstelle durch einen Adapter mit zwei Kontaktübergängen – zur Kamera und zum Objektiv) .