Canon Kameras

Canon EOS R6: Offizielle Präsentation anscheinend verschoben

Die Canon EOS R6 soll anscheinend doch nicht im Mai 2020 vorgestellt werden. Die Präsentation wurde neusten Infos zufolge verschoben.

Canon EOS R6 frühestens im Juli 2020

In den letzten Wochen und Monaten gab es mehrfach Gerüchte und Hinweise von verschiedenen Quellen, dass Canon im Mai 2020 zwei neue EOS R Kameras vorstellen wird – die Canon EOS R5 und die Canon EOS R6. Dass die Canon EOS R6 im Mai präsentiert werden soll, das hatte Canon wohl schon vor Monaten geplant. Damals war aber natürlich noch nicht abzusehen gewesen, dass die Coronakrise ausbrechen und die photokina 2020 abgesagt werden würde.

Diese beiden Faktoren wirken sich nun anscheinend doch auf das Erscheinungsdatum der Canon EOS R6 auf, das berichten zwei Quellen. Die kleine Schwester der Canon EOS R5 soll nicht wie zuletzt vermutet im Mai 2020 präsentiert werden, sondern frühestens im Juli 2020. Auf den Markt kommen könnte die DSLM dann Ende des 3. Quartals 2020.

Vorankündigung im Mai 2020?

Natürlich wäre es denkbar, dass Canon mit der EOS R6 einen ähnlichen Plan verfolgen möchte wie mit der EOS R5 und die Entwicklung der neuen Kamera schon im Mai ankündigen wird. Konkrete technische Details könnten dann nach und nach in den folgenden Wochen kommuniziert werden. Es könnte also sein, dass am Ende doch beide Seiten Recht haben werden: Erste Ankündigung der EOS R6 im Mai, finale Präsentation im Sommer.

Dass auch das Erscheinungsdatum der Canon EOS R5 verschoben wurde, dazu gibt es derzeit keine Hinweise. Nach heutigem Stand (04.05.2020) dürfen wir uns also nach wie vor auf eine baldige Präsentation der Canon EOS R5 freuen, bis zur Enthüllung der Canon EOS R6 müssen wir uns aber anscheinend noch einige Wochen gedulden.

Hier abschließend nochmal die aktuellen Gerüchte zu den technischen Daten der Canon EOS R6:

  • Vollformatsensor mit 20 Megapixeln
  • IBIS
  • 12 fps Serienbildgeschwindigkeit mechanisch
  • 20 fps Serienbildgeschwindigkeit elektronisch
  • 4K-Videos mit 60 fps
  • Full-HD-Videos mit 120 fps
  • Zwei Speicherkarten
  • Kein Schulterdisplay
  • EVF mit geringerer Auflösung als der der Canon EOS R5
  • Neuer Akku

Quelle: Canonrumors

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

21 Kommentare

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  • ich könnte mir vorstellen, dass die R5/R6 am 27.Mai vorgestellt werden, dem Eröffnungsdatum der nicht stattfindenden Photokina 2020. Möglicherweise wartet Canon aber auch mit der Präsentation der R6 bis Sony die A7IV präsentiert hat um gegebenenfalls das eine oder andere noch freizuschalten oder hinzuzufügen.

  • Neuer Akku? Hoffentlich ist es dann eine verbesserte aber kompatible Neuauflage des LP-E17 aus der RP, analog LP-E6 und -6N. Noch besser wäre es, den 6er auch in der ‚kleineren‘ Kamera zu verwenden. Denn klein heißt sicher nicht: geringer Stromverbrauch. Der Ibis wird auch zusätzlich schlucken. Da wären ein paar Wattstunden extra sehr willkommen.

  • Ich denke die R6 wird für ihren Einsatzzweck, die Fotografie bei schwierigen Lichtverhältnissen, hervorragend geeignet sein. Allein schon wegen der moderaten Auflösung von 20 MPX. Aber Canon wird wohl auch eingesehen haben, dass wegen der aktuellen Krise, die die Welt in die schwerste Rezession stürzt, ein Vorpreschen mit neuen Modellen in kurzer Zeit sinnlos ist. Es kaufen momentan wenig Kunden, allein die USA haben 20 Mio Arbeitslose, Chinas Wirtschaft gehts auch nicht glänzend, in Europa….wissen wir alle. Also Canon, Ball flach halten, Kapital zusammen halten, Zeiten werden wieder besser.

  • Ist ja auch verständlich obwohl es wohl einigen weh tun wird noch länger zu warten. Aber ich kann mir gut vorstellen das alle Ressourcen nun benötigt werden um das aktuelle „flagship“ R5 zu produzieren und auf Kurs zu bringen…

  • Kein Schulter Display? Puh…. Das gehört für mich eigentlich zu den Must-haves einer guten Mittelklassekamera.
    Gerade wenn ich umfangreiche Umstellungen für ein anderes Fotoszenario schnell durchführe, habe ich mit dem Schulter Display alles auf einen Blick und bediene die Köpfe und Drehräder quasi blind.
    Bei meiner M50 habe ich das nicht, da geht das auch alles nicht ganz so intuitiv. Dadurch fühlt sich das Fotografieren mit der Kamera oft auch einfach nur nach knipsen an.
    Klar, wenn alles andere super ist, wäre das kein absolutes Ausschlusskriterium. Aber neben der MP Zahl ein Häarchen in der Suppe. Mal gucken wie es weiter geht.

    • Dieselben Informationen bekommt man doch auch im Sucher und im EVF angezeigt, wozu braucht man die aso noch eind rittes Mal? Siehe auch Sony A9x oder A7x, die haben auch kein Schulterdisplay.

      • weil es Situationen gibt wo ich die Kamera nicht am Auge habe bzw. nicht auffällig auf´s display große display schauen möchte. Grad bei Reportagen find ich das Schulterdisplay extrem bereichernd. Versteh in diesem Punkt Lichtbetrieb voll und ganz…

      • An einer DSLR möchte ich ein Schulterdisplay auch nicht missen. Es war für mich damals sogar ein Kaufargument. Es war von der Bedienbarkeit einfach schneller und bequemer.

        Seit ich allerdings auf DSLM (Canon R) umgestiegen bin, habe ich meine Einstellungen so gut wie nie damit vorgenommen und empfinde das Schulterdisplay auch als nice to have aber nicht unbedingt nötig. In den meisten Fällen nutzt man dafür den EVF oder das Display auf der Rückseite mit seiner guten und benutzerfreundlichen Touchfunktionalität.

    • Ich musste erst nachschauen ob meine 5D4 ein Schulterdisplay hat (sie hat) – ich habe es in dreieinhalb Jahren noch nicht ein einziges mal benutzt, habe es bei gut 50’000 Aufnahmen nicht vermisst und würde es an keiner Kamera vermissen. Erstens weiss ich bevor ich abdrücke was ich eingestellt habe, zweitens sieht man einen Teil der Info im Sucher, dritens sind alle Infos auf dem Touch-Screen wo ich blitzschnell alles korrigieren kann. Wer es braucht kauft sich eine andere Kamera! So einfach ist das!

    • Das Schulterdisplay wäre vielleicht kein Ausschlusskriterium , aber es ist ein „nice-to-have“. Selbst meine alte 70d hat es , und hin und wieder nutze ich es schon. Ist dieses kleine Display denn so kostenintensiv, dass man es einsparen muss? Viel Platz braucht es nicht.
      Wenn da der Rotstift angesetzt wird, sollte bei der R5 (rede für mich!) das ganze Video-Highend-super-8K-Gedöns weggelassen werden. Aber das wurde ja hier schon ausgiebig diskutiert und die Meinungen gehen da natürlich auseinander.

      • Die R5 hat ein Schulterdisplay – ich brauche das nicht. Hier geht es um die R6! Wenn man dort das Schulterdisplay weglässt und damit nur 4.-€ spart, sind das, bezogen auf die zu erwartenden Stückzahlen, eine Menge Holz für die engen Gewinnmarschen bei Fotogeräten. Ganz ehrlich, ich sehe den Nutzen nicht, könnte man dort was einstellen, wäre das etwas anderes, aber so ist das nicht nur doppelt gemoppelt, sondern so gar dreifach. Und nur weil es für ein paar Leute in ein paar wenigen Situation ganz nett wäre so etwas zu haben muss ich ganz ehrlich sagen, alles andere als weglassen wäre Dummheit.

    • Schulter Display ist Firlefanz bei einer DSLM. Was mich bei Sony extrem stört ist, dass sie den Platz ungenutzt lassen. Einfach ein paar frei belegbare Knöpfe drauf, noch besser ein frei programmierbares Drehrad. Das würde Sinn machen.

    • @Hallo Lichtbetrieb…seh es ähnlich, ohne kl.Dislpay sind Gehäuse halb fertig, aber im Grunde bleiben sie fast ein Luxus oberster Modelle, bei Nikon nicht anders. Einmal gewöhnt, sich mit flüchtigem Blick von oben erste Einstellungen zu machen, noch bevor man fotografiert und ohne dafür in fuzzelige Mäusekinos zu kriechen, will man es nicht mehr missen. Dazu Abends beleuchtbar, oft in versch.Variationen. Ausgenommen Fuji wo es nur optisch fehlt, aber direkte Räderanwahl ähnliches ermöglichen und anzeigen.
      Von daher dürfte ein noch vorhandener Restunsinn der Gehäuse spartanisch winzig machte, darüber entscheiden, obwohl es sich gerade langsam legt. Die R5 zeigt gut, wie nach solchen Provisorien der letzten Jahren wieder „haltbar“ Ganzes folgt. Kein Wunder wenn viele sagten, bisher konnte man sich vor allem ganz vieles sparen wie ersparen, was man wohl ab ~2022 wieder kaufen könnte.

  • Schulterdisplay,
    ich würde mir wünschen die Anzeigen einstellen zu können.
    Welche?, da brauche ich wenige.
    Unbedingt die Größe der Anzeige.
    Ich gehöre zu den Lesebrillenträgern. Das heist das ich meist keine Brille aufhabe, die Sucherdioptrienkorrektur ist ja eh eingestellt.
    Bei schlechterem Licht kann ich auf dem Schulterdisplay nur schwer die Anzeigen ablesen.

    • Es macht einen großen Unterschied wie zusätzliche Displays zum Einsatz kommen. Bei Canon kann man das Ding zwar beleuchten aber die Piktogramme, Schriften sind schwarz. @Emil hat da als Lesebrillen Träger die selbe Beeinträchtigung wie ich. Glücklich war ich mit den Canon Schulterdisplays nie!

      Wie Displays aussehen müssen und was für Funktionen damit möglich sind zeigt sich eindrucksvoll an einer Fuji GFX100 die sowohl ein großes Schulter- als auch unter dem kippbaren normalen Rückdisplay ein zusätzliches Statusdisplay anbietet.

      Erstens der Hintergrund ist dunkel die Schrift ist hellgrau (sehr gut ablesbar) gestaltet, zweitens lassen sich die Anzeigen individualisieren und es stehen verschiedene Design Varianten bereit. So kann drittens jeder die Kamera seinen Bedürfnissen perfekt anpassen. Das ist in der Praxis sehr angenehm und hilfreich.

      In der Art stelle ich mir die Anzeigen bei den Vollformat Boliden vor. Einen in mehreren Stufen beweglichen Sucher wie ihn Fuji bei der GFX anbietet würde ich mir bei den Canon Boliden ebenfalls wünschen. Diese Art Sucher ist bei halbhohen und bodennahen Aufnahmen viel besser verwendbar als ein ausklappbares, schlecht sichtbares Rückdisplay neben der optischen Achse.

      • Bis eben hätte ich auch gesagt, ich würde das Schulterdisplay bei der EOS R nicht brauchen, bis eben! Sonne, auf dem großen Display nix zu erkennen, aber mit dem Schulterdisplay konnte ich ganz schnell die Einstellungen vornehmen. Es arbeitet anscheinend wie ein E-Book-Reader und ist deshalb auch im direkten Sonnenlicht gut abzulesen.

      • @hajo
        Bei uns regnet es in strömen, kann also deine Angaben nicht überprüfen. Aber hast Du keine Anzeige im E-Sucher? Ich habe übrigens die 5D4, fotografiere bei jedem Wetter, aber bisher konnte ich darauf alles erkennen, sogar im heissen und sonnenreichen Oman.

      • @joe: Hast völlig recht, wollte nur andeuten, manchmal ergeben sich aus bestimmten „features“ plötzlich Möglichkeiten, an die man vorher nicht gedacht hat. Bisher hatte ich das Minidisplay noch nie genutzt, da es recht unübersichtlich – weil klein – ist. (Bei der 5d4 ist es ordentlich. Aber bei den DSLM musste ja unbedingt das Gehäuse geschrumpft werden, was am Ende wenig Sinn macht, da ein Kleinbildobjektiv nicht beliebig miniaturisiert werden kann.) Was ich bei der R im Vergleich zur 5d4 vermisse, ist das integrierte GPS. Dieses blöde Rumgefummel mit dem Handy, bei dem die Verbindung meist gerade dann abbricht, wenn man sie braucht. Bei meiner (leider „verstorbenen“) Fuji Superzoomknipse für die Hosentasche war GPS drin und die Kamera hatte gleich noch eine Art Navi eingebaut, sozusagen den automatischen Motivfinder 😜, alles in einer Minikamera für ca. 350€. Geht also.