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Canon G1 X Mark III: Größenvergleich mit Sony RX100 V & Panasonic LX100

Die neue Canon G1 X Mark III ist kompakt, keine Frage. Doch wie groß ist das Gehäuse eigentlich im Vergleich zur Vorgängerin, der Sony RX100 V und der Panasonic LX100?

Canons neue Edelkompakte im Größenvergleich

Canon hat es bei der neu vorgestellten PowerShot G1 X Mark III geschafft, einen APS-C-Sensor in einem extrem kompakten Gehäuse unterzubringen. Doch wie schlägt sich das Gehäuse eigentlich im direkten Vergleich mit der Vorgängerin, der Sony RX100 V und der Panasonic LX100? Ist es größer oder kleiner? Das wollen wir in diesem Artikel mithilfe der Bilder von camerasize.com herausfinden.

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Canon G1 X Mark III vs. G1 X Mark II

Trotz des größeren Sensors und des integrierten EVF ist die G1 X Mark III deutlich kompakter und auch leichter als ihre Vorgängerin. Konkret bringt sie nur 399 Gramm anstatt 553 Gramm auf die Waage, was aber in erster Linie damit zu tun hat, dass Canon ein Objektiv mit geringerer Brennweite und geringerer Lichtstärke verbaut, ein  24-72mm f/2.8-5.6 nämlich. Wer sich daran nicht stört, erhält mit der G1 X Mark III aber eine Kamera, die in jedem Fall deutlich kompakter ist als ihre Vorgängerin (die G1 X Mark III ist auf den Bildern immer links zu sehen):

Canon G1 X Mark III vs. Sony RX100 V

Einer der größten Konkurrenten der Canon G1 X Mark III ist natürlich die Sony RX100 V. Diese kommt zwar nur mit einem 1-Zoll-Sensor daher, hat dafür aber ein deutlich besseres 24-70mm f/1.8-2.8 Objektiv zu bieten. Die unverbindliche Preisempfehlung der Sony liegt übrigens – wie die der Canon auch – bei 1.200 Euro.

Im Größenvergleich hat die Canon PowerShot G1 X Mark III gegen die Sony RX100 V klar das Nachsehen, auch ist die RX100 V mit einem Gewicht von 299 Gramm genau 100 Gramm leichter. Dafür ist der EVF der G1 X Mark III natürlich etwas größer als der Pop-Up-Sucher der RX100 V:

Canon G1 X Mark III vs. Panasonic LX100

Die Panasonic LX100 kommt mit einem Four-Thirds-Sensor daher und liegt in Sachen Sensor-Größe damit zwischen der G1 X Mark III und der Sony RX100 V. Beim Objektiv handelt es sich um ein 24-75mm f/1.7-2.8. Die Canon hat also den besseren Sensor, die Panasonic das bessere Objektiv.

Das führt dazu, dass beide Kameras im Größenvergleich sehr nah beeinander liegen. Auch das Gewicht ist quasi identisch (die LX100 ist nur 6 Gramm leichter):

Fazit des Größenvergleichs

Canons Augenmerk lag bei der Entwicklung darauf, einen APS-C-Sensor in einem möglichst kompakten Gehäuse unterzubringen. Beim Objektiv ist man deshalb bewusst Kompromisse eingegangen.

Die Sensoren der Sony RX100 V und der Panasonic LX100 sind beide kleiner als der Sensor der Canon G1 X Mark III, dafür sind die Objektiv aber deutlich lichtstärker. Zudem muss man bedenken, dass eine Panasonic LX100 schon mehr als drei Jahre alt ist und nicht mal halb so viel kostet wie die G1 X Mark III.

Insgesamt ist es schwer, zu einem eindeutigen Fazit zu kommen, weil wir es hier mit unterschiedlichen Sensor-Größen zu tun haben. Letztendlich muss sich jeder die Frage stellen, ob ihm ein größerer Sensor oder ein besseres Objektiv wichtiger ist. Auch müssen natürlich weitere technische Unterschiede berücksichtigt werden. Ich würde sagen rein auf die Größe bezogen schlägt sich die neue G1 X Mark III gut, aber nicht besser als die Konkurrenz.

Wie seht ihr das?

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

8 Kommentare

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  • Hallo Mark, nur eine kleine Bemerkung: höhere Lichtstärke bedeutet nicht zwangsläufig besseres Objektiv. Besser bedeutet für mich es macht schärfere und kontrastreichere Bilder und das müssen wir erst mal vergleichen. Dann stellt sich vielleicht heraus, dass Sony oder Panasonic vielleicht tatsächlich besser sind, was ich allerdings bei so einem kleinen Sensor bezweifle.

    • Hallo Joe! Einverstanden, da habe ich es mir bei der Formulierung mit „besser“ und „schlechter“ aufgrund der Lichtstärke vielleicht etwas zu einfach gemacht. Trotzdem: Die Lichtstärke ist – zumindest für mich – ein großes Kriterium bei einem Objektiv, vor allem wenn ich es nicht wechseln kann. Und ich bezweifle, dass Kontraste Schärfe usw. bei der G1 X Mark II so viel besser sind als bei den anderen Kameras, dass sie die geringere Lichtstärke komplett wettmachen. Aber warten wir mal Tests ab.

  • Ich finde nicht, dass man diese Kameras vergleichen kann und sollte. Das Objektiv der Sony ist sicher lichtstärker, ich bezweifel aber, dass man das an so einer Kamera braucht. Die Kompaktheit muss man auch ins Verhältnis zur Bedienbarkeit setzen. Es kommt also nicht nur auf die Abmessungen an. Ich finde die Kamera gelungen.

    • Natürlich kommt es nicht ausschließlich auf die Abmessungen an, da hast du Recht. Aber eine Kompaktkamera will in erster Linie, nun ja, „kompakt“ sein, wie der Name schon sagt. Und Canon hat sich größte Mühe gegeben, dass diese Kamera kompakt ist, weshalb man den Abmessungen auch eine gewisse Beachtung schenken sollte finde ich.

      Wenn die Abmessungen nicht wichtig sind, dann kann man gleich eine DSLR oder DSLM kaufen und ist damit zu 100 Prozent besser bedient.

  • Ich hatte die Panasonic LX100 – bis mich der Sucher links zu sehr gestört hat und ich unbedingt den beweglichen Touch-Screen wollte.
    Dann habe ich mir die Sony angesehen, mir gefallen die Fotos nicht, weder die Farben noch das Bokeh treffen meinen Geschmack, die Kamera ist wie ein Stück Seife – das ist eher ein Handy als eine Kamera.
    Also habe ich die Canon GX5 gekauft – alles dran – und letztlich kann sie meist gut mit der LX100 mithalten und hat mehr Funktionen, ist etwas schneller und hat den Sucher richtig und fühlt sich vertraut an wie eine richtige Kamera.
    Bei der neuen G1XIII hat Canon also die Form übernommen und das Objektiv beschnitten – Kompromisse beim Objektiv finde ich immer blöd.
    Die G5X ist und bleibt in meiner Tasche.

  • Ist es nicht so, dass durch den anderen Crop-Faktor der Sensoren auch die Blendenzahl entsprechend „übersetzt“ werden sollte (bzgl. full frame equivalent)? Das relativiert die Lichtstärke dann wieder etwas.

    • Bezüglich Tiefenschärfe ja, in punkto Lichtstärke nein. Ein f2.8 bleibt immer ein f2.8. Nur wenns quasi ums Bokeh geht, dann muss der Cropfaktor berücksichtigt werden. Bei einem M43-Sensor bspw. und einer f2.8-Linse krieg ich theoretisch die selbe Tiefenschärfe wie bei f5.6 bei Vollformat. Trotzdem kommt da gleich viel Licht rein wie bei f2.8 beim Vollformat.

      • @Stefan:
        Da liegst Du leider falsch. Natürlich ist es bei gleicher Blende auf dem Sensor gleich hell. Da aber die Sensorfläche bei Vollformat 4 mal so groß ist als beim M43-Sensor kommt auch 4 mal so viel Licht an.
        Entsprechend kann man die ISO höher drehen, ohne das es mehr rauscht.