Canon Kameras

Canon: Erste handfeste Hinweise auf neues Bajonett

Erstmals gibt es wirklich handfeste Hinweise, die auf ein neues Bajonett von Canon hindeuten. Könnte dieses neue Bajonett in der spiegellosen Vollformatkamera zum Einsatz kommen?

Canon DSLM mit neuen oder alten Objektiven?

In den letzten Monaten wurde häufig spekuliert, ob Canons kommende spiegellose Vollformatkamera mit einem neuen Bajonett ausgestattet sein könnte. Für viele Bestandskunden wäre eine DSLM mit EF-Bajonett natürlich wünschenswert, damit alle alten Objektive ohne Einschränkungen weiter verwendet werden könnten. Doch ob sich das technisch so einwandfrei umsetzen lassen würde und auch ob das langfristig gesehen wirklich sinnvoll wäre (komplett neue Objektive könnten z.B. kompakter gebaut werden), das durfte zurecht angezweifelt werden.

Patent für neues Canon Bajonett

Nun gibt es nach all den Gerüchten und Spekulationen der letzten Monate erstmals eine handfeste Information, die auf ein neues Canon Bajonett hindeutet. So ist nämlich ein Patent aufgetaucht, in dem es um die Kommunikationsprotokolle eines Bajonetts geht, welches bei genauem Hinsehen weder das EF-Bajonett noch das EF-M-Bajonett zu sein scheint. Canonnews hat sich ausführlich mit dem Patent beschäftigt und schreibt, dass die Details zwar etwas schwer zu durchschauen sind, aber dass es den Anschein hat, als würde das abgebildete Bajonett gleichermaßen mit alten als auch mit neuen Objektiven umgehen können. Es wird deshalb vermutet, dass es sich hier um eine Art „Hybrid-Bajonett“ handeln könnte, an welchem sowohl alte als auch neue Objektive angebracht werden können.

Mein technisches Verständnis reicht leider nicht weit genug, um spontan beurteilen zu können, ob und wie genau so etwas möglich wäre. Auch ist ein Patent nie ein Beweis dafür, dass die entsprechende Technologie auch jemals in einer fertigen Kamera zum Einsatz kommen wird. Trotzdem: Es ist das erste Mal, dass es eindeutige Hinweise auf ein neues Bajonett von Canon gibt. Ich bin gespannt, wie sich die Geschichte weiter entwickelt.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

17 Kommentare

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  • Wenn dem so ist, sage ich mal: Tschüss Canon, ein Mitglied bei Canon CPS weniger. Eine Canon VF Spiegellos mit neuem Bajonett wird bei mir defenitiv nicht ins Haus kommen. Da investiere ich lieber in eine Lumix G9 oder Oly. Mein Rücken dankt es mir, meine Geldbörse sowieso.

    • Also wenn ich das jetzt richtig interpretiere sollen bestehend EF Objektive genauso angeschlossen werden können (ohne Adapter) wie auch neue kommende Objektive für spiegellos. Also kein Nachteil. Wäre doch toll. Ich dachte so etwas wünscht sich jeder der Canon Glas hat und diese ohne Adapter an spiegellos anschließen kann. Aber vielleicht verstehe ich das falsch. Bin da auch zu wenig Technisch beschlagen.

    • @ Auke

      dann hätte ja keiner Sony kaufen dürfen! Das Bajonett ist doch Sch… egal, solange der Adapter perfekt funktioniert und der Rest, der eh wichtiger ist, stimmt. Wenn aber tatsächlich 100 oder 200g mehr für deinen Rücken eine Rolle spielen, würde ich – und das meine ich ernsthaft – dringend zum Arzt gehen, dann könntest Du Osteoporose oder eine extrem schwach ausgebildete Rückenmuskulatur besitzen. Ich würde in deinem Fall dann doch eher auf das Huawei P20 wechseln, das wiegt insgesamt unter 200g.

  • Habe es ebenso verstanden, dass der neue Anschluß ein „Hybrid“ von EF und Spiegellos werden soll. Wobei auch ich mir nicht vorstellen kann, wie die beiden Auflagemaße unter einen Hut gebracht werden sollen.

    Eine Spiegellose, wo nur der Spiegel aus den bisherigen Gehäuse rausfliegt und anstelle ein elektronischer Sucher eingebaut wird, so was hat Pentax mit der K-01 schon mal probiert – und es ist prächtig in die Hose gegangen. Ich denke, das würde auch Canon blühen. Und andererseits ist und bleibt eine reine Adapterlösung (wie bei den M’s) letztlich nur eine Krücke.

    Nee, da beißt die Maus keinen Faden ab: Wenn schon Spiegellos, dann bitte richtig! D.h. mit allen Vorteilen für kleinere und leichtere Objektive. Wenn dann noch die alten Klötzer ohne zusätzliche Klimmzüge ranpassen, nehmen wir das gerne mit.

    • Pentax als kleiner Anbieter war mit der K01 nur seiner Zeit viel zu weit voraus – die Idee war prima, die Umsetzung mit dieser scheußlichen Designkamera leider unzufriedenstellend.

      • Sehe ich gerade andersum: Die Idee war Murks (und das Design leider auch). Das Gehäuse so fett zu lassen wie bei DSLR, nur damit es keinen Objketivadapter braucht, das war/ist irgendwie das Gegenteil von kreativ. Und die Kundschaft hat es ja auch nicht honoriert.
        Pentax ist zwar nicht so groß wie Canon, aber doch in Japan eine andere Nummer als hier in Europa. Einiges kann man schon ablesen an der Sackgasse, die sich mit der K-01 aufgetan hatte.

  • Canon hat schon immer mit sehr kreativen Bajonett-Lösungen überzeugt und muss es vor allem jetzt – EOS muss voll kompatibel bleiben – sonst verlieren sie alles.

    Und so ein Quatsch wie EFs und EFm darf eigentlich nicht angeboten werden – das Trennen der Nutzergruppen ist eine miese Tour.

  • Vielleicht habe ich gerade total den Denkfehler: Korrigiert mich bitte.

    Die Entfernung Sensor – Objektiv ist ja bei DSLRs deutlich länger als bei DSLMs.. also wenn Canon das alte Bajonett oder Hybrid trotzdem verwenden würde, wären ja die alten Objektive viel zu nah am Sensor als bei der DSLR… Also Adapter wäre ja trotzdem nötig..?

    Bin ja gespannt was Canon macht…

  • Da sich einige schon fragen wie das funktionieren soll, DSLR und DSLM verwenden zu können möchte ich auch was dazu loswerden. Ich hab vor einiger Zeit schon mal über eine Idee dazu gelesen, da ging es darum, das Auflagemaß verstellen zu können. Der „Adapter“ ist also in der Kamera integriert. Das Bajonett ist eigentlich das gleiche nur die Lage (Auflagemaß) lässt sich verschieben. Ich denke das Canon diese Idee aufgegriffen hat, was ich echt gut und innovativ fände.

    • Oder ein Bajonett für alte EF Linsen und neue spiegellos-Linsen, bei denen die neuen spiegellos-Linsen weiter in die Kamera – bis in den Bereich wo bei DSLRs der Spiegel liegt – reichen.

  • @Mark

    Deine Worte: „So ist nämlich ein Patent aufgetaucht, …“
    deuten stark daraufhin, dass ein esoterischer Zauberer einen Zettel aus dem Hut zaubert, auf dem eine nicht näher definierbare Zeichnung irgendeines Objektivbajonetts zu sehen sein ist. Seriöser Journalismus (Berichterstattung) sieht anders aus!
    Du nennst keine Quelle, keine realen Daten!
    Gäbe es ein Patent, dann gäb es eine Patentnummer eine Zeichnung eine technische Beschreibung, alles dies wäre öffentlich, denn geheime Patente gibt es nicht!!! Sonst wären sie keine Patente!
    Was Du hier tust, ist das Füttern einer Glaubensgemeinschaft mit fantasiereichem Glaubensinhalt! Denk mal an „Sekte“!

    Nach meiner Kenntnis von Patenten ist fraglich, was an einem „neuen“ Bajonett wirklich so neu sein kann, dass man ein Patent bekommt. Vielleicht (spekulativ) ist ein Patent „beantragt“, d.h. aber noch lange nicht, dass eines erteilt wird!!! Dieses wird Canon wissen, nutzt aber die Pressemeldung, nein: das Gerücht, denn mehr ist es ja nicht, des Antrags für Aufmerksamkeit; viele Indstrieprodukte (seit der Einführung von Patenten) tragen auf ihrer Kennungsmarke die Worte: „Pat. pend.“ = „Patent beantragt“, auch wenn sie nie ein Patent bekommen werden, weil keine wirkliche Erfindung vorliegt. Auf spätere Modelle schreibt man aber nie: „Patent nicht erteit“! 🙂

    Das Bajonett ist technisch ‚uralt‘ und kann als Prinzip nicht mehr erfunden werden, jede Weiterentwicklung ist da zunächst einmal keine Erfindung, selbst wenn es so konstruiert sein sollte, dass zwei alte Bajonette kombinierbar sein sollten, wäre das noch nichts Neues: Universalverbindungen gibt es in der Technik schon länger. Und wenn eine Mechanik nur das Auflagemaass anpasst, ist das auch technisch nichts Neues.

    Also der hier marktschreierisch eingesetzte Begriff „PATENT“ ist so etwas wie der Ruf nach dem sogenannten „heiligen Geist“, keiner hat ihn gesehen, viele wollen an ihn glauben, weil sie sich nicht aus ihrem infantilen Glauben herausentwickeln können.

    Das Ganze ist ein Fake, so gut wie ihn Trump nicht hätte erfinden können, weil der sicher nichts von Technik und Patenten versteht. Aber die Marketingstrategen von Konzernen wickeln ihr Publikum täglich um den kleinen Finger, besser als das die katholische Kirche inzwischen kann, deren Glaubensabhängigkeitstechniken haben viele ja inzwischen durchschaut. Wacht also mal auf und glaubt nicht alles, was man so vorgesetzt kriegt.

  • Vielen Dank für diese Informationen! Wobei ich es nicht in Ordnung finde… Wollen die in ihrem Idealfall alle Objektive ein zweites Mal mit neuem Bajonett verkaufen?!