Canon Kameras

Canon Q3/2019: Dickes Minus bei Verkäufen und Gewinn

Canon hat die Zahlen für das 3. Quartal 2019 veröffentlicht. Im Kamerabereich sieht es alles andere als rosig aus, das Betriebsergebnis bricht um sage und schreibe 56,8% ein.

Schlechte Zahlen für Canon im aktuellen Quartal

Es sind weiterhin düstere Zeiten für die Kamerabranche, die Smartphones machen den Herstellern nun schon seit Jahren zu schaffen und das wird sich in nächster Zeit auch nicht ändern, im Gegenteil. Dass die Hersteller nach wie vor vor großen Herausforderungen stehen, das machen nun auch die neusten Quartalszahlen aus dem Hause Canon deutlich. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum muss der Marktführer in fast allen Bereichen rückläufige Zahlen vermelden, den Bereich „Imaging System“ trifft es dabei besonder hart: Bei den Verkaufszahlen steht ein Wert von -13,9% zu Buche, das Betriebsergebnis fällt mit -56,8% noch deutlich schlechter aus.

Verkaufszahlen von Spiegellosen steigen

Als Grund für die schlechten Zahlen nennt Canon die immer schlechter werdende Marktlage, vor allem im Einsteigerbereich werden immer weniger Kameras verkauft. Außerdem spricht Canon von einem intensiven Konkurrenzkampf in Bezug auf die Preise. Die Verkaufszahlen von spiegellosen Systemkameras seien allerdings gestiegen, hier scheinen sich Canons Bemühungen also zumindest teilweise auszuzahlen. Den Abwärtstrend aufhalten können die Spiegellosen allerdings (noch) nicht.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

88 Kommentare

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    • Naja. Es ist halt gerade das große Warten. Alle warten bei Canon auf die Pro-Version der R und vielleicht auch auf preiswertere Objektive. Nicht jeder braucht ein L-Objektiv.

    • Warum zurück ziehen, wenn man im Profi Bereich gut überleben kann?
      Canon muss „nur“ mit Sony gleich ziehen und die Defizite hier ausgleichen.
      Allerdings wird das aber immer schwieriger, je weniger Geräte Canon verkauft.

  • Wirklich verstehen kann man diese Zahlen nur in einem breiteren Zusammenhang mit mehr Information aus der gesamten Branche. Wenn auch die anderen Kamerahersteller ähnliche Werte zeigen, lässt sich etwas über die Branche sagen, wenn aber nur Canon so schlecht dasteht, dann haben die anderen besser gearbeitet und Canon mit den DSLRs am Markt vorbeiproduziert.
    Es wäre daher aufschlussreich, wenn nun auch die Zahlen der anderen kämen.

    • Ausser bei Sony gehts ja bei allen anderen in der jüngsten Zeit umsatzmäßig steil nach unten.
      Das bedeutet leider die konzentration auf wenige semi und profi Modelle und weniger Mitarbeiter.
      Sehr wahrscheinlich werden die kompakt Kameras eingestampft, da sie gegen die Smartphones nicht mehr ankommen und nur noch in speziellen Fällen wegen dem Zoom oder Robustheit punkten können. Meine Kompakten habe ich seit Jahren nicht mehr angefasst. Videotechnisch werden sie zudem auch von der ActionCam Sparte obsolet gemacht.
      Leica und Zeiss hatten die Entwicklung früh erkannt und haben sich im Smartphone Bereich auch weiter entwickelt. Wobei ich die Zusammenarbeit mit den Chinesen immer kritisch sehe. Das geht normaler Weise nach einem technologischen Wissenstransfer immer nach hinten los.
      Wenn in der Zukunft bei Huawei nicht mehr Leica drauf steht, dann wars das auch für Leica.

      Hätte Canon sich auch am Smartphone Markt orientieren sollen?

      • @ Nihat
        Huawei hat dieses Jahr wohl soviele Smartphones wie noch nie verkauft, trotz der US-Politik.
        Ich denke, auch Leica und der Markenname habe ihren Teil dazu beigetragen. Die werde sicher Leica weiter verwenden.
        Umsatzmäßig hast du natürlich völlig recht.
        Man könnte aber auch sagen, außer der Firma, die vor kurzem konsequent auf kleine Vollformat Spiegellose Kameras umgestellt hat, merken die anderen Firmen die Marktlage sehr stark.
        Nikon und Canon sind ja erst im Aufbau begriffen und extrem spät dabei. Fuji glaube ich geht es auch gut, die haben ja auch konsequent auf Spiegellos gesetzt.
        Olympus hat meines Erachtens einfach einen zu kleinen Sensor, das ist schlecht fürs Marketing und im Dunkel auch für die Bilder. Die haben früher einfach keine richtige Konkurrenz gehabt, deshalb gings ihnen so gut. Jetzt hat die Konkurrent einfach die größeren Spiegellosen Sensoren zu bieten.
        Bei allen anderen Herstellern wird sich das erst mit einem komplettierten System zeigen, ob die Fotografen auf ein umfangreiches Spiegelloses System warten oder einfach mit ihren Kameras zufrieden sind.
        Ich denke, momentan ist es einfach ein ungünstiger Zeitpunkt, den Markt zu bewerten.

  • Damals sagte mein Arbeitskollege zu mir, das in spätestens 2 Jahren sowieso 99 % alle mit dem Smartphone fotografieren werden. Er hat sich leider geirrt. Es sind 99,99%. Die restlichen 0.01 % sind vermutlich die 40 netten Leute, die hier immer Kommentare abgeben. Auch ich kenne leider in meinem Bekanntenkreis fast niemanden mehr, der mit einer Fotokamera Bilder macht oder filmt.
    Aber ganz so schlimm wird es wohl nicht werden:
    Ich hab mal in meinen alten Prospekten geschaut, was es so damals für Kameramarken gegeben hat: Agfa, Bronica, Carena , Chinon, Contax, Fuji, Hasselblad, Konika , Minolta, Leica, Mamiya, Minox, Nikon, Olympus, Pentax, Ricoh, Voigtländer, Rollei, Yashica, Zeiss, Zenit, Exakta, Porst, Quelle ,usw. Viele Marken gibt es nicht mehr. Der Gesamtverkauf lag 1970 damals bei ca. 10 Millionen Stück (siehe CIPA). Vermutlich werden wir 2020 auch da wieder landen. Aber: warum sollten sich die jetzigen wenigen Hersteller nicht den Markt aufteilen wie eben damals mit den vielen Anbietern.

    • Also ich kenne in meinem Bekanntenkreis nur eine Hand voll Leute, die ne Kamera haben. Die hatte sie damals und die haben sie heute. Smartphone kommt für diese Leute nicht in Frage. Es ist schon noch ein großer Unterschied, ob ich ne Kamera in der Hand habe oder ein Handy. Und auch damals vor Smartphone hatten die meisten Leute in meinem Bekanntenkreis keine Kamera, die haben halt einfach keine Fotos gemacht, weils sie nicht interessiert hat. Maximal zu Weihnachten oder zur Konfirmation wurde dann mal die Ritsch-Ratsch rausgeholt, die aber auch schon viele Jahre aufm Buckel hatte. Da wurde auch nicht alle paar Jahre ne neue Kamera gekauft. Das haben halt nur die Leute gemacht, die das Fotografieren zum Hobby hatten und die Leute die das heute noch immer zum Hobby haben, werden das wohl kaum mit nem Smartphone tun. Ich glaube, so sehr hat sich das gar nicht verändert. Ich glaube, es ist als viel schnellebiger geworden, ständig „müssen“ neue Kameramodelle auf den Markt und die verursachen auch viele Kosten. Wenn dann nicht genug verkauft werden, weil die Konkurrenz ebenso gleich zieht, gehts abwärts. Wie oft kam früher ein neues Kameramodell heraus und wie oft heute?

  • Ganz so schwarz sehe ich die Zahlen von Canon nicht. Sie sind zwar rückläufig, aber es werden immer noch Gewinne geschrieben und zwar trotz der Umstellung des Fokus im optischen Geschäftsbereich von DSLRs auf die neue VF-DSLM Linie, die sicherlich hohe Investitionen in R&D und in Produktionsanlagen gekostet hat und bezüglich Modellen und Objektiven gerade mal aus den Startlöchern herausgekommen ist.

    • Alles halb so schlimm.
      Der Umsatz geht lt. eigener Prognosen, die Jahr für Jahr deutlich unterschritten werden, nur um gut 20% zurück. Gewinne machen Cameras jetzt schon keinen mehr. Übrigens nicht wegen hoher Investitionen, sondern wegen wegbrechender DSLR Wühltisch Verkäufe. Mit einer lauwarmen 90D und einem Aufguß der 1D-X quetscht man da noch die letzten Umsätze aus dem Markt.
      Gewinne macht man heute mit Druckern aller Art.
      Druckt man halt vermehrt die Bilder von SONY, FUJI, Nikon & Co auf Canon Druckern.
      Was solls.

    • also gerade mal 80Millionen „Operational Profit“ im Imaging Sektor, also Gewinn aus der Geschäftstätigkeit – vor Steuern und anderen Abzügen, das ist gelinde gesagt katastrophal und ist sicher noch schön gerechnet! Wie ich schon geschrieben habe, wenn 2020 keine Trendwende oder zumindest eine Stabilisierung der Geschäftstätigkeit stattfindet, dann wird es düster am Fotomarkt und auch für Canon insgesamt.

    • @Bernhard: Was Du schreibst ist ein Teil der gleichen Medaille nur von der anderen Seite betrachtet. Die DSLR-Wühltischumsätze gehen zurück, weil Canon hier im Einsteigerbereich nicht mehr investiert und nur noch vergleichsweise alte Modelle anbietet und diese auslaufen lässt, während man im hochpreisigeren DSLR-Bereich nachgelegt hat, die M-Reihe anfängt zu erneuern und im DSLM-VF Bereich komplett neu eingestiegen ist und hier fast sämtliche Resourcen bündelt, was Du aber komplett unerwähnt lässt. Diese Umstellung bekommt aber kein Unternehmen von heute auf morgen hin und genau diese Umstellung bedingt erhebliche Investitionen, in R&D und in Produktionsanlagen und genau diese Investitionen sind ziemlich sicher ein erheblicher Teil der Diskrepanz zwischen dem noch moderaten Umsatzrückgang und dem katastrophalen Gewinneinbruch bei „Imaging System“.

    • Ja, aber die am besten differenzierten Zahlen findest Du hier:
      https://global.canon/en/ir/ (Presentation Material)

      Broadcast equipment und cinema-use cameras machen auch keine hohen Milliarden Umsätze (in Yen).
      Zumindest wurde der kleine Bereich in den Berichten der vergangenen Jahren nicht extra ausgewiesen.

    • ja, habe ich, und dann wird die Sache noch schlechter, denn dieser Bereich macht gerade mal 19Millionen operational Profit, das ist am Ende bestenfalls eine schwarze Null! Ich sage doch, die haben den Profit in der Imaging Sparte durch diese Massnahme schön gerechnet!
      Im Übrigen steht im Geschäftsbericht noch, dass bei den höherwertigen Kameras der Profit noch stärker eingebrochen ist und man nur mit den „Consumer“ Kameras einigermassen Profit gemacht hat!

  • Kein Wunder, dass im Einsteigerbereich immer weniger Kameras verkauft werden.
    Kameras die, bis auf wenige Ausnahmen, jenseits der 1000.- Euro beginnen sind halt nicht jedermanns Sache und in meinen Augen schon gar kein Einsteigerpreis. Welcher Handyfotograf will schon 1500.- Euro für eine Kamera mit Objektiv ausgeben, wenn er für das gleiche Geld die hochgelobten Knipsdinger von Samsung, Apple und Co. erwerben kann?
    Einsteigerkameras sollten mit einem Kit-Objektiv nicht mehr als 500/600,- Euro kosten.

  • Ich sehe von jeher den umgang von Canon mit APS-C sehr kritisch.
    Alle APS-C Modelle wurden und werden künstlich schlechter gehalten als die VF Modelle.
    So stehe ich am Kameraregal, sehe mir die Modelle an und stelle fest das z.b. bei den Eos-M Kameras vieles nicht so funktioniert wie ich mir das vorstelle.
    Das allerschlimste finde ich die Objektive! wenn ich ich für Eos-M entscheide werde ich beim Hersteller ausschließlich schlechtere Linsen finden wie im EF/RF Bereich.
    Das frustet.
    Ich würde mir eine M kaufen und hätte gerne dazu eine Canon Original Eos-M / L Linse ohne irgend einen Adapter oder sonstiges gedöns.

  • Worüber niemand spricht

    ist wie stark sich die Nutzung von Bildern verändert hat. Wie viele Bildermacher drucken ihre Fotos wirklich aus? Und wo machen sie das?

    Wenn ich die Fotos hauptsächlich auf Bildschirmen betrachte, wozu brauche ich dafür eine teure Kamera? Wenn ich meine Fotos „teilen“ möchte warum den Umweg über eine DSLM/DSLR wählen? Wegen freistellen? Das können die SP Dinger mittlerweile ebenso! Schöne Effekte erzielen? Geht im SP mit der passenden App sehr elegant und viel schneller! Je nach Mobilvertrag gibt es die Smartphones dazu fast umsonst! Es geht so einfach mit dem Smartphone, auslösen und fertig!

    So machen es mittlerweile viele Menschen.

    Profis die von ihren Bildern gut leben können werden weniger, Foto begeisterte Hobbyisten sterben langsam weg beziehungsweise wollen oder können sich die edlen Gerätschaften nicht mehr leisten.

    Foto infizierte Idioten wie ich einer bin wird es in der geschäftlich benötigten Masse nicht geben.

    Das betrifft die gesamte Branche, die einen mehr die anderen weniger. Das sind die wahren Gründe für die Umsatzeinbußen. Wer schlussendlich überleben wird hängt nicht nur von den Produkten, sondern hauptsächlich von den erzielbaren Gewinnen ab.

    Momentan sind extrem gute fast alles könnende Geräte auf dem Markt, eigentlich müsste es dafür Lieferfristen geben! Meine Befürchtung ist das am tatsächlichen Bedarf vorbei produziert wird.

    • 100% Zustimmung

      Wie vorher schon geschrieben, bin ich auch so einer dieser „infizierte Idioten“
      Aber ich bleibe dabei, ich würde sofort neues Geld ausgeben für Superqualität ohne großem Gewicht.
      z.b. EOS M5 Mark 2 ( halt eine M mit Sucher) + ein M-L Objektiv welches es nichtgibt.

      • @Emil,

        geht mir ähnlich, nur das ich bestens „versorgt“ bin.

        Meine beiden Systeme können Foto und Video sehr gut! Hat mich der Hersteller gefragt ob ich beide Funktionen in meinen 2 Systemen haben möchte? Nein, ich durfte nur zwei mal für etwas bezahlen was ich nicht brauche.

        Wenn ich filmen möchte mache ich das mit einer dafür gebauten Kamera wo ich nicht erst umständlich und zeitintensiv mit Rigs diverses Zubehör montieren muss. Mal eben schnell ein kurzes Video macht meine bessere Hälfte mit ihrem Smartphone.

        Weil alles was machbar ist in ein Gerät gepackt werden muss, angeblich will es die Kundschaft so, werden die Produkte teurer und komplizierter in der Handhabung was einige wiederum abschreckt sich so etwas anzuschaffen.

        Fünf Funktionstasten (FN1-5) habe ich neulich an einer Kamera gezählt. Weis der gelegentliche Benutzer nach 6 Wochen noch deren Funktionen?

        Worauf ich hinaus will ist ob es nicht besser wäre bei den Geräten auf eine selbsterklärende einfache Handhabung zu achten als sich innerhalb der möglichen technischen Funktionen zu verlieren.

        Ein Fotoapparat, besonders Einsteigergeräte, sollten in meinen Augen EINFACH und UNKOMPLIZIERT NUR schöne, gute Bilder ermöglichen, sonst nichts! Weil Einsteigervideos macht sowieso das immer dabei Smartphone! Dafür sollten Einsteiger Systemgeräte richtig preiswert sein, auch die Standard Zoom Objektive. Das Set mit den zwei Zooms um die 500-600 Euro.

        Das könnte den Umsatz wieder in Schwung bringen!

      • @ALFRED
        ich bin da pessimistischer. Selbst wenn Kameras umsonst wären, gäbe es kaum einen spürbaren Aufschwung. Meine Kinder nehmen NIE meine Kamera mit, benutzen sie eigentlich nur, damit ich auch mal auf dem Foto bin. Nicht einmal die M5 schafft es in ihre Taschen. Ab und zu nehmen sie die Olympus TG 5 mit, weil sie damit Unterwasser Fotos schiessen können. Das einzige was meiner Meinung nach helfen würde, wenn irgend ein wichtiger „Influencer“ daraus einen „Hype“ macht. Ansonsten sehe ich uns als aussterbende Rasse bzw. Minderheit in einer Nische.

      • Panasonic G91 funktioniert auch ohne Rig und Gimbal.
        Die Videofunktion ist eher ein digitales Abfallprodukt und die Preisgestaltung für Softwarefunktionen, reine Fiktion der Hersteller.

    • Das Problem der Hersteller ist, dass sie die Sache nicht vom Standpunkt des Kunden gesehen haben, sondern nur rückblickend auf die letzten Verkaufszahlen bzw. deren Entwicklung.
      Und da sind sie eben zu anderen Ergebnissen gekommen: Bei Kleinbild machtE man noch Gewinn.

      Sieht man die Sache jedoch vom Smartphone-Sowieso-Besitzenden Fotografen aus, trifft man andere Entscheidungen.

      Das fängt beim Preis an.
      Mehrere 1000 Euro – das steht doch in überhaupt keinem Verhältnis zum Nutzen.

      Dann die Schlepperei.
      Das Leben kann deutlich angenehmer sein, wenn man auf das letzte Quentschen Qualität verzichtet.

      Die Umständlichkeit des Objektivwechsels.
      Momentan mache ich das zwar noch, aber immer seltener.
      Beim Smartphone wähle ich die Optik per Fingertip aus. Nichts da mit Staub auf dem Sensor.

      Dann kommt noch hinzu, dass das Smartphone in manchen Bereichen sogar überlegen ist.
      – Hohe Dynamik durch HDR
      – Nachtmodus
      – Panorama
      – 4K Video
      – relativ ausgewogene „Belichtung“
      – oft – nicht immer – relativ gute Farben.
      – Keine RAW-Bearbeitung notwendig
      – Autofokus oft viel besser als bei den Systemkameras
      – sehr große Schärfentiefe
      – Time of Fly Sensor bei den teuersten Modellen, womit sich Schärfenuntiefe realisieren lässt
      – GPS-Koordinaten sind Standard

      Außerdem kann das Smartphone noch mehr, z.B.
      – Hifi-Anlage
      – Internetradio und Fernsehen
      – Navigation / Trackaufzeichnung
      – Taschenrechner
      – Vergleichsportale aufrufen, wenn man gerade im Laden steht.
      – Telefonieren

      Als Hersteller muss man sich doch fragen, wo gerät der Fotograf mit dem Smartphone an Grenzen.

      Und das ist eindeutig fehlendes Tele und bei vielen Smartphones auch fehlendes Ultraweitwinkel, das Fehlen eine optischen Zooms.
      Da kauft sich der Smartphonenutzer aber ungern eine Riesen-Systemkamera.
      Er will was, was bezahlbar und möglichst klein ist.
      Die Lösung wäre eine Nikon DL mit 2 Objektiven übereinander am Gehäuse positioniert.
      Aber Nikon hat sich nicht getraut und statt dessen auf Kleinbild gesetzt – also Buckelei und Objektivwechsel

  • Was ich interessant finde ist, dass Canon fast die Hälfte des Umsatzes mit Office-Produkten, also Druckern, Tinte, Taschenrechnern, etc. macht. Und auch da gehts bergab. Kameras machen nicht mal ein Viertel des Umsatzes aus. Der Abwärtstrend scheint also auch einer sich abzeichnenden globalen Rezession geschuldet zu sein.

    • @Christoph Schieder

      …Der Abwärtstrend scheint also auch einer sich abzeichnenden globalen Rezession geschuldet zu sein…

      teilweise, aber die Hauptursache ist das digitale Büro. Es wird viel weniger gedruckt, viel weniger kopiert und insgesamt geht der Papierverbrauch (bis auf Toiletten- und Spezialpapier) jedes Jahr um ca. 5% zurück.

      Schauen wir mal ob es Canon in 10 Jahren noch gibt.

  • Es werden nicht nur die Smart Phones sein, weswegen es den traditionellen Kameramarkt immer schlechter geht.
    Es wird auch daran liegen, dass die Kameras einfach nicht das können, was die Kunden wollen und brauchen. Etwa, wenn USB-ladefähig, warum nicht mit jedem USB-Ladegerät, jeder USB-Power Bank.
    Markus Arzt hat dazu ein schönes Video auf You Tube, bezüglich Canon.
    Der wesentlich Punkt wird wohl, im Consumer Bereich, der Preis sein.
    Einfach zu teuer. Selbst Spielzeuge, wie Ivy Rec für 126 $ einfach überteuert.
    Und für eine Kamera mit Objektiv will man kaum mehr als 500 € ausgeben.
    Natürlich die Smart Phones und hier die Computational Photography sind ein großer Brocken (deswegen engagiert sich Leica hier so stark, vielleicht ein Modell für alle Hersteller).
    Matti Haapoja, Youtuber und Fotograf, läßt sein iPhone 11 Pro gegen seine Canon 1DX Mk III antreten. Und ist erschrocken über den geringen Unterschied.
    Sehenswertes Video:
    https://www.youtube.com/watch?v=6irorkXCLyw

    • @Robin
      ich hatte das i-phone 11pro für einen halben Tag, ich weiss wie gut und vor allem wie einfach es ist gute Fotos zu machen. Und für das wofür die Bilder gebraucht werden und wo sie geschaut werden ist selbst schon das i-phone 11pro mehr als gut genug. Selbst ich als bisheriger Smartphone/Handy-Verweigerer (benutze es nur gelegentlich und ausschliesslich zum Telefonieren) spiele mit dem Gedanken eines – oder den Nachfolger – zu kaufen statt einer weiteren Kamera und das will was heissen.

      • @joe,

        Du auch schon? Bei mir hat es als Polaroid Ersatz angefangen ist dann für Texturen von mir genommen worden und jetzt spiele ich mit dem Gedanken die nächste SP Generation als Fotoapparat zu verwenden. Pssst… ich habe mich versprochen!!!

        Wer weiß schon was die Dinger zukünftig können werden? Meine Fujis werden sie nicht ersetzen, wenigstens hoffe ich das, aber so nebenbei?

        Es wird ernst für die konventionelle digitale Fotografie! Eine alte chinesische Weisheit: „Wenn du einen Feind nicht besiegen kannst mach ihn dir zum Freund.“

      • Da würde ich aber erst mal abwarten, bis Samsung die neuen Modelle mit dem größeren Sensor bringt. Das dürfte nochmals ein gewaltiger Sprung nach vorn sein.

      • Eben. Bei Canon eben nicht. Und Olympus mit der E-M5III USB2, sowie beim USB-Laden abgeschaltet. Ist ein schlechter Witz.
        Es sind eben nicht nur die Smart Phones, sondern die Kamerahersteller selbst, die sich das Geschäft ruinieren.

      • @Carsten @Robin
        Richtig! Offenbar hat SONY verstanden, dass eine proprietäre Haltung bei den Kunden schlecht ankommt. Viele Objektive nutzen können, Standard-Blitzschuh, leichte Vernetzung, … macht viel Spaass 😊, so danken es dann auch die Kunden, weil sie entsprechend viel „spielen“ können.

      • @Carsten Klatt, Robin, renus, Pendulum

        genau deswegen ist die Kameraindustrie im allgemeinen und Canon im Speziellen in der Krise – ich lach mich schlapp!!!

      • @joe

        Habe ich nicht gesagt.

        Aber an sowas sieht man Mal wieder, das Canon paar Jahre hinterher hinkt. Gut, da arbeiten keine Fotografen. Sieht man am Einschaltknopf der EOS R.

      • @ Carsten Klatt, Pendulum

        Wenn es danach ginge dürfte auch Porsche nicht erfolgreich sein, denn bei denen ist in der Bedienung auch einiges anders, besonders, wenn man noch ein Modell mit Zündschlüssel hat!

        Der Grund ist ein ganz anderer, dass die Fotoindustrie im Allgemeinen und Canon im Speziellen zu kämpfen haben – die Digitalisierung führt zu weniger Papierverbrauch und damit zwangsläufig zu weniger Drucker und Druckerfarben Verbrauch. Die Entwicklung von kleinen und sehr kleinen Sensoren geht wesentlich einfacher und schneller voran und ist viel stärker Software gestützt (Computerisierung der Bilder), was inzwischen zu einer sehr guten Bildqualität führt, die für das Handy, den PC und Instagram mehr als ausreichend sind. Mit Bildern lässt sich wegen der Bilderflut fast kein Geld mehr verdienen und Kompaktkameras, die zu Millionen verkauft wurden sind praktisch tot. Weshalb soll sich Otto-Normal-Verbraucher denn noch eine Kamera kaufen, wenn sein Telefon, das er sowieso dabei hat, genauso gute Bilder macht und dazu noch viel einfacher? Diese Veränderungen werden im Übrigen auch bei der Deutschen Automobilindustrie stattfinden, denn durch die Digitalisierung und Elektrifizierung, verbunden mit KI, werden in Deutschland bis 2030 in der Automobilindustrie mindestens 100’000 Arbeitsplätze verloren gehen und wenn es ganz dumm läuft, dann ist de Autoindustrie nur noch Zulieferer für die grossen Software Konzerne und Mobilitätsanbieter, weil das Auto in Zukunft ein fahrendes Handy sein wird. Das sind die Gründe und nicht weil ein Knopf falsch sitzt oder was weiss ich was Euch an der Kamera nicht passt. Denn selbst wenn die Kameras verschenkt werden würden, würden kaum mehr nachgefragt, sehe das doch bei meinen eigenen Kindern und deren Freunden, da hat NIEMAND mehr eine Kamera und will auch keiner eine! Der Kameramarkt wird zum Nischenmarkt, egal was Canon und Co. auch machen werden.

  • Vielleicht hören sie dann endlich langsam mal auf mit ihrer bescheuerten Kastrationspolitik…verbauen Joysticks an allen ihren Kameras, spendieren ordentliche Updates und nen kleineren Crop im Videomode. Aber ich befürchte, die lernen es einfach nicht…

  • Moin

    Wer schöne Bilder machen möchte, der ist so gut wie mit jeder DSLR, oder DSLM gut beraten. Ich habe selbst ein iPhone 11 und es ist ganz sicher ein tolles Smartphone.

    Die Frage ist, was meint man persönlich mit „schönen Bildern“?

    Das iPhone ausgepackt und drauf los fotografieren, produziert schöne Bilder, weil man herzlich wenig daran verändern muss. Die Software bestimmt, was schön ist.

    Nutze ich meine Canon, dann übernehme ich das Kommando. Aber ich setze mich auch später hin und bearbeite nach. Mal mehr, mal weniger…

    Jedoch muss man schon feststellen, dass man die Canon beherrschen muss und das iPhone kann nahezu alles fast „allein“.

    „Unsere“ Kameras, egal ob sie von Canon, Panasonic, Sony, etc. hergestellt worden sind, werden immer mehr in den Hintergrund rücken.

    Während Apple, Samsung, Huawai und alle anderen Smartphone-Hersteller Ihre Benutzer beobachten und die Anwender in Ihrer Anwendung immer besser verstehen, kommen die traditionellen Kamerahersteller nie mehr nach dem Kauf an Ihre Inhaber heran. Canon & Co können nicht von Ihren Benutzern lernen.

    Der Anbieter, der es schafft, eine IoT-Kamera zu bauen, wir überleben

    • @Stefan

      hat einen für mich neuen Aspekt in die Diskussion gebracht. Smartphone Hersteller beobachten (betreiben oft auch selbst Datenwolken) das Nutzerverhalten ihrer Kunden sehr genau.

      Deswegen reagieren die SP Hersteller so schnell und richtig. Alle Kamera Produzenten verkaufen ihre Kameras und hören in den seltensten Fällen etwas von den Nutzern. Es werden zwar evolutionär technische Veränderungen vorgenommen, aber in kleinen Schritten, es wird nicht das Benutzer Verhalten hinterfragt.

      Oft denke ich mir die sind immer noch der Meinung das das verwenden eines digitalen Sensors statt eines Filmes schon ausreicht um zu verkaufen. Es zeigt sich auch in der Beibehaltung von alten und neuen Bajonetten und der Verwendung von antiquierter Kamera Software, Panasonic mit den vielfältigen Sonderfunktionen einmal ausgenommen.

      Vielleicht sitzen in den Vorständen von den ehemaligen Platzhirschen hauptsächlich geldgeile, senile, alte Männer ohne Vorstellung von der neuen digitalen Welt die sie umgeben.

      • @Alfred
        …Vielleicht sitzen in den Vorständen von den ehemaligen Platzhirschen hauptsächlich geldgeile, senile, alte Männer ohne Vorstellung von der neuen digitalen Welt die sie umgeben…

        Die sind wie ich, benutzen das Smartphone nur als Mobiltelefon und merken gar nicht, dass die Kamera die da dranhängt nicht nur für Selfies taugt, sondern mit Hilfe von genialer Software fast alle Schwächen eines Minisensors beseitigt und dazu noch sekundenschnelle kamerainterne Nachbearbeitung ermöglicht, die daraus ähnliches oder sogar besseres macht als Lightroom.
        Allerdings glaube ich, wäre der Trend sowieso nicht zu verhindern gewesen, da inzwischen jeder ein SP dabei hat war das eine zwangsläufige Geschichte. Das ist wie mit dem Vorortverkauf und dem Online-Handel. Dieses Rad kann man auch nicht mehr zurückdrehen.
        Was ich allerdings nicht verstehe, ist dass Sony beim Handyverkauf nicht besonders erfolgreich ist, wenigstens die müssten doch mit Pixel, I-phone und Samsung mithalten können!

      • @Alfred

        Viele haben Angst vor Ihren eigenen produzierten Daten, die auf US-Amerkanischen Servern landen und wiederum US-Amerikanischen Firmen die Richtung vorgeben, wie sie (nahezu in Echtzeit) die Produkte für „uns“ verbessern. Mit weit aufgerissenen Augen sehen und hören wir deren Keynotes und freuen uns auf neue Produkte aus dessen Häusern.

        Und genau hier liegt der wirklich größte Fehler, weshalb sich die eigentlich so viel besseren Kameras nicht in derselben Geschwindigkeit mitentwickeln können. Weil WIR Kameranutzer es i.d.R. nämlich besser finden, dass eben unsere „Daten“ nicht in der Cloud landen und ausgewertet werden können. Fänden wir es gut, würden die Hersteller es auch tun… Sie würden lernen, wie wir im Allgemeinen fotografieren, mit welchen Objektiven wir umgehen und welcher Sensor eigentlich auch am ehesten vollumfänglich der bessere ist. Nur verlieren die Marken nach dem Kauf die Berührungspunkte zum Käufer.

        Apple und Co nicht! Mein iPhone 8 konnte mit jedem Update irgendwie immer mehr und mehr. Somit benutze ich es auch für immer mehr Anwendungen und man beschäftigt sich dann vollautomatisch auch mit der eingebauten Kamera. Seit dem iPhone 4S gibt es den Fotostream: Foto schießen und sobald ich im heimischen WLAN bin, werden die Fotos vollautomatisch auf meinen PC/Mac übertragen – ohne SD-Karten hin- und her wechseln…

        Wieso kann das meine Canon nicht? Weil Sie eben nicht als IoT-Gerät konzipiert worden ist, wenngleich das doch heutzutage einer DER Schlüssel wäre.

        Anderes Bespiel: Ich komme nach Haus, der Datentransfer startet und eine Software stellt fest, dass ich immer wiederkehrend einen Punkt auf den Bildern habe – Hinweis von der Cloud: Reparaturdienst aufsuchen! Besser schnell ein Problem identifizieren, als nach einer einmaligen Session alle Bilder wegzuwerfen. Die Kamerahersteller würden eine neue Wertschöpfungskette haben und die Kunden immer mal wieder zum Markenshop führen.

        Man wird umdenken müssen: Die Kamera ist nur noch Mittel zum Zweck – Die angebundene Plattform wird den Profit generieren!

      • @Stefan
        George Orwell / 1984; geschrieben 1946/48 lässt grüßen. Grundsätzlich sind die Kommentare dieser Seite ohne Bedeutung. Ich habe nur die Befürchtung, das sich ein junger, Fotobegeisterter Mensch hier einfindet. Und dann diese unsäglichen, unreflektierten Gedanken zu lesen bekommt. Gerade jetzt hat Russland sein eigenes, unter eigener Regierungskontrolle Internet angekündigt. Man schaue auf China, Polen usw. Wenn dann die Kameras per GPS zugeordnet werden können, haben wir eine Überwachung in Bestform. Als Beruftsphotograf ist man u.U gezwungen, auf Servern von Adobe & Co. seinen Kunden Bilddaten zu Verfügung zu stellen. Canon sein seit 2014 bereitgestelltes Irista wird eingestellt. Die Photos dürfen dann bis Ende 01/20 heruntergeladen werden. Tags, Bewertungen, Alben – gehen verloren. Kurz, wer einer noch engeren Bindung an die Industrie Rede gibt, sollte oben genanntes Buch ( so ein Ding aus Papier; 386 Seiten) einmal möglichst mit Verstand lesen. Keiner kann sagen, wie die politische Landschaft „morgen“ aussehen mag. Ich sehe schon die Bitte von Stefan am besten alle Kameradaten mit Amazon“Alexa“ in Verbindung zu setzten. Das hier von Mark Göpferich eine Seite über Neuerscheinigungen bereit gestellt wird, ist soweit in Ordnung. Wir dürfen jedoch auch nicht vergessen, das dies sein Geschäftsmodel ist. Die verbleibende Photoindustrie hat kein Interesse an solchen Seiten. Wir dürfen uns jedoch nicht auch noch mit unseren Kameras;Photos kontrollierbar machen.

      • @Dieter Kleinert
        Selten hier einen so wichtigen und reflektierten „Post“ gelesen. Leider prallen solche Dinge bei 90% der jungen Menschen ab. Die glauben immer noch sie hätten nichts zu verbergen und man muss gar nicht nach Russland oder China gehen. In den USA wird man mindestens genauso extrem überwacht. Zumindest in New York gibt es kaum einen Flecken der nicht Kamera überwacht ist. Ob im Hotel, Lift, Lobby, Strasse, Restaurants, Einkaufszentren. Und sobald das Bargeld abgeschafft ist hat man auch noch Kontrolle über alle finanziellen Transaktionen. Privat war gestern! Und damit nicht genug, in Deutschland gibt es immer noch 22Millionen!!!! Facebook-Nutzer trotz aller Skandale.

  • Also ihr habt Probleme. Automobilindustrie bricht auch ein. Kamera Markt reguliert sich gerade. Keine Firma macht Gewinne. Samsung hat aus dem Grund die Sparte wieder eingestellt. Sony verdient nur mit Handysensoren Geld und war trotzdem übernahmekandidat. Der Markt wird sich noch mal ändern wenn yongnuo oder huawei in den Markt einsteigen. Leica entlässt gerade Mitarbeiter. Die Firmen verdienen ihr Geld in anderen Bereichen. So und jetzt ist mal gut. Ich muss noch so viele Bilder bearbeiten. Und Shooting Vorbereiten. Schreibt ihr nur schön über Kameras.

    • @Ralle Art

      womit Du ins Schwarze getroffen hast. Das wider besseren Wissens auch unsere Automobil Industrie geschlafen hat ist sehr traurig.

      Gott sei Dank muss ich mir nicht mehr den A…. aufreißen um an Shootings zu gelangen. Glückwunsch zu jedem einzelnen Auftrag den du ergattern kannst.

      Unbezahlbar ist die freie Zeiteinteilung meinerseits! Herrlich, ich kann ohne Druck Fotos machen die ich früher nie gemacht hätte, kann Bilder „verwurschteln“ wie es mir gefällt und kann hier meine Meinung frei äußern. Danke Mark das du das ermöglichst!

      Yongnuo und Huawei wären schon ein eigenes Kapitel wert, Ralle deine Befürchtungen das die beiden Kandidaten ernsthaft einsteigen könnten sind nicht von der Hand zu weisen.

      Gutes Gelingen wünscht dir Alfred

  • Und das ist doch erst der Beginn des großen Dinosauriersterbens!
    Wenn Anfang 2020 die neuen Samsung Geräte mit 108 Megapixles kommen,
    implodiert der Kameramarkt binnen Wochen und die Hersteller gleich mit.

    • @SamSam

      Wäre für mich und meine GFX100 ein sehr erschütternder Moment, denn ich hätte von einem auf den anderen Moment einige tausend Euronen versenkt!

      Selbst wenn NUR 4 Kameras a`25 Megapixel zu dem 100 MP Bild zusammen gerechnet würden wäre das eine Sensation. So könnte jeder Sensor eine RGB Farbe bedienen der vierte Sensor die dazu gehörigen Luminanzwerte beisteuern. Fast kein Rauschen weil nicht interpoliert werden muss usw.

      Wer sich ansieht welche Funktionen ein modernes SP schon jetzt bietet fragt sich was mit der cleveren Software bei größeren Sensoren machbar wäre und warum die konventionellen Kamera Hersteller nicht schon lange bei den innovativen Software Entwicklern der Smartphone Industrie aufgeschlagen sind.

      Gegen neue Fotogeräte habe ich nichts einzuwenden denn sie sind Mittel zu Zweck! Es geht ums Bilder machen und nicht darum womit sie gemacht wurden, so bitter das auch sein kann!

      • Alfred,

        es gibt 3 gute Gründe, wieso viele Leute auch in 50 Jahren noch den Fotoapparat bevorzugen:

        1. Mit dem SP fotografieren macht keinen Spass!

        2. Mit dem SP fotografieren macht überhaupt keinen Spass!!

        3. Mit dem SP fotografieren macht nun wirklich überhaupt keinen Spass!!!

      • Servus Rolf Carl

        Klar hat das SP ein Spaßpotential, siehst du daran wenn die Jungs und Mädels ihre Selfies belachen. Das ich persönlich lieber etwas „vernünftiges“ in Händen halte ist dem bisherigen Fotografie Verhalten geschuldet.

        Andererseits habe ich mir eine Smartphone Halterung für das Stativ (Nachtaufnahme Funktion) angeschafft. Es ist erstaunlich was damit sehr einfach und schnell machbar ist.

        Sicher nicht vergleichbar mit den mit viel Aufwand gefertigten Daten meiner GFX100 aber für den üblichen Kram reicht das Smartphone locker.

        Ich bin wahrlich kein SP Verfechter, dafür fotografiere ich zu gerne und als BQ Verrückter gehen Smartphones überhaupt nicht. Trotzdem verwende ich es manchmal, einfach weil sich kein Mensch durch ein SP belästigt fühlt und jeder eines benutzt.

  • Mir ist hier ein bisschen zuviel Endzeitstimmung. Erstens glaube ich nicht, dass grosse Marken wie Canon und Nikon aus dem Photobusiness aussteigen. Zweitens sehe ich hier aber ebenfalls eine dringend notwendige Konsolidierung im Markt. Die Kameraindustrie wird sich in den Bereich hochwertiger Geräte für Amateure und Profis verschieben. Drittens sehe ich einen grossen Trend in der zunehmenden Verschiebung von Hard- zu Software. Es wird immer unlukrativer ständig teure Optiken und Hardware zu entwickeln. Smartphones und auch MFT zeigen heute schon, was mit kleinen Sensoren und besserer Software möglich ist. Und viertens wie hier schon erwähnt wurde, wird es immer wichtiger dem Nutzer einen kompletten Workflow bzw. ein verbessertes „Nutzererlebnis“ zu bieten. Und das muss über das simple Speichern von 60Megapixel Fotos auf SD-Karte hinausgehen. Viele Nutzer erwarten eine optimierte JPEG Verarbeitung in der Kamera (siehe Fuji Filmsimulationen), eine Speicherung in der Cloud oder ein Teilen oder Fotos über die grossen Dienste etc etc.

    • Hallo Markus B. Es ist ohne weiteres vorstellbar, dass die großen 2 aus der Fotografie aussteigen. Es ist nämlich keine Endzeitstimmung sondern in Realität Endzeit. Kameraverkäufe im freien Fall, Verluste, schwindende Marktanteile. Da bleibt kein Hersteller tatenlos. Vor allem Canon hat noch weitere Geschäftsfelder. Und die Fotografie dümpelt da nur noch lustlos dahin. Kein Zukunftskonzept erkennbar, in was soll der Kunde sein gutes Geld investieren? Wo bleibt die Sicherheit, ein teures Objektiv noch in 5 Jahren einsetzen zu können.

  • Ich denke mal, dass sich die Hersteller auf diese Entwicklung eingestellt haben. Es kommt ja insgesamt nicht überraschend. Allerdings dürfte es eine Fehleinschätzung sein, sich auf das Kleinbildformat und größer zu orientieren.

    • Das sehe ich anders. Irgendwie muss es ja noch einen qualitativen Vorteil gegenüber den allgegenwärtigen Smartphones geben. Der liegt nun mal nicht bei Mini-Sensoren, sonst müssten sich ja die Kompaktkameras verkaufen wie geschnitten Brot. Stattdessen ist diese Kamera fast vollständig vom Smartphone kanibalisiert. Die Einführung der DSLM durch Sony ist ja die Antwort darauf, grosse Sensoren in kompakte Kamerasysteme zu implementieren. Die Zeit von riesig, schwer und unhandlich ist allerdings vorbei. Was fehlt sind überzeugende Softwarelösungen wie beim Handy, draufdrücken und ein perfektes Bild haben. Stattdessen gibt es dutzende Raw Formate, kein Konverter gleicht dem anderen, jeder kocht sein eigenes Süppchen. Von KI Algorithmen hat bisher kaum ein Hersteller gehört und auch die Konverter benötigen Einarbeitungszeit, ohne das ein perfektes Ergebnis erreicht wird. Das führt zu Frust, viele wollen eben keine Fotoprofis werden. Also bietet Ihnen das Smartphone alles, was Sie in einer Kamera, auch wenn Sie die mitschleppen würden, eben nicht bietet. Daher kann der Rest der Zielgruppe nur damit geködert werden, das grosse Sensoren eben doch noch Vorteile haben. Wie lange noch wird sich zeigen.

      • Hallo Karsten,

        schön auf den Punkt gebracht.

        Darüber nachdenken welchen Aufwand ich betreiben muss um technisch perfekte Bilder aus dem Mittelformat zu erhalten darf ich nicht, sonst müsste ich die Fotografie sofort aufgeben.

        Menschen die einfach gerne Bilder machen sind mit den Smartphones bestens bedient. Schnell, unkompliziert, gute Ergebnisse die auf der Stelle „geteilt“ werden können. Dafür ein herkömmliches Fotogerät verwenden? Nein das funktioniert nicht!

        Der Nutzen macht in diesem Fall den Erfolg aus, nicht die Technik! Das sich beides immer mehr annähert und verbessert ist die Gefahr für alle Kamera Hersteller, denn die haben das immer noch nicht verinnerlicht!

      • Sie irren.
        Nicht die Kompaktkamera als solche ist vom Smartphone verdrängt worden.
        Verdrängt worden ist vielmehr die Kompaktkamera von gestern.

        Sie ist verdrängt worden, weil moderne Technologien zur Verbesserung der Bildqualität, wie sie in Smartphones mittlerweile Standard sind, von den traditionellen Herstellern nicht in die Kompaktkamera gebracht wurden – und das, obwohl diese Technologien seit langem bekannt sind.
        Man hat sich darauf ausgeruht, dass die Smartphones sowieso nicht an die Qualität der großen Kameras herankommen und hat sich schwer getäuscht.

        Man stelle sich mal eine Kompaktkamera mit 1 Zoll oder mFT-Sensor und den in Smartphones üblichen Technologien vor! Die Qualität wäre deutlich überlegen.

        Jetzt ist es möglicherweise zu spät.

        Es gibt noch Einsatzgebiete der großen Systemkameras, wo die Smartphones nicht mithalten. Aber wie lange noch?

  • Es geht nicht um einen unglücklich platzierten Knopf, sondern um alles. Mit “ alles“ ist Qualität gemeint. In der Zelluloidzeit wurden hauptsächlich kompakte Plastekameras verkauft, der Kunde wollte nichts besseres. Heute verrichtet das SP alles, was Audio, Video und Image ist. Die Fotoindustrie will das nicht wahrhaben, fährt sich mit neuen alten Konstruktionen aufs Abstellgleis. Das gilt für alle und alle bekommen größte Probleme. Fusionen werden kommen, Marken werden wegsterben, Firmen sich anderen Geschäftsfeldern zuwenden. Ob das abzuwenden ist, hängt davon ab, in wiefern sich die Hersteller drehen. So wie das heute aussieht, wird es in 2 Jahren keine Fotoapparate mehr geben. Oder kann sich wirklich jemand vorstellen, eine M6 oder noch schlimmer X-pro 3 zu erwerben?

    • @ Martin,

      ja, ich! Weniger weil es dann etwas anderes, besseres zum Bilder machen geben wird, sondern weil meine alt „eingefrästen“ Gewohnheiten bedient werden möchten! Die Vorstellung das ich mit einem mir nicht angenehmen Gegenstand Bilder machen soll erschreckt mich.

      Nein ich möchte selbst an Rädchen drehen und meine eigenen Vorstellungen zur Bildgestaltung anwenden, KI ist für das untere Foto Segment ein Seegen, hat aber in echt professionellen Kameras wenig zu suchen. Dafür ist die anspruchsvolle Fotografie zu individuell!

      Ich sehe die Entwicklung eher positiv, denn sie wird den Markt bereinigen! Was dann übrig ist hat Hand und Fuß. Es wird einfache, preiswerte Bildaufzeichnungsgeräte geben. Genau so wird es sehr wenige aber dafür hochwertige, teurere Qualitätsprodukte geben. Fuji und Leica wird dabei sein!

      • Hallo Alfred,
        Mein Artikel war kein Wettern gegen die Kameraindustrie, sondern der Versuch, diese aus ihrem Tiefschlaf zu erwecken. Ein Fotoapparat fühlt sich heute immer noch wie früher an. Das ist eigentlich nicht schlecht, ich selbst habe eine Fuji. Nur….ich selbst kenne mit 61 die frühere Fotografie, und die meisten jungen Leute können mit heutigen Kameras nichts anfangen. Da dreht sich alles um das SP. Das ist es, was die Hersteller nicht interessiert. Als Vorschläge von mir:
        100%ige Einbindung des SP als Massenspeicher, Menüvorwahl in Schwierigkeitsgrade, wozu Expertenmodus für den Einsteiger. Handliche Geräte, sehr gute und günstige Optiken. Im Grunde benötigen Kameras kaum noch Bedienelemente, wenn das Menü im SP gespiegelt wird, bzw.die gesamte Bedienung. Was total überflüssig ist, sind zusätzliche Aufnahmemodi und Filmsimulationen. Als Fuji Besitzer nervt mich das nur. Unterm Strich, es muss einfacher werden und flüssiger laufen.

      • @ Herr Berding

        Da haben Sie aber das Schlepperei-Problem nicht gelöst.

        Dann noch das umständliche Objektive wechseln
        Die geringe Dynamik, da man HDR-Technologien nicht an Bord hat.
        Und natürlich diese Mondpreise.
        Das Theater mit RAW-Bearbeitung. Nicht dass ich das nicht kann. Aber es ist eben verlorene Lebenszeit. Und das Theater mit Abo-Modellen.
        Und am besten für jede neue Kamera eine neue Version des Bildbearbeitungsprogramms und am besten gleich einen leistungsfähigeren Computer mit dazu.

        Die Wahrheit ist doch, dass die älteren Herrschaften – von Motiven, bei denen die Smarties nicht mithalten können abgesehen – den Weg des Gewohnten und Bekannten gehen.

        Das ist nichts Schlechtes, sondern von unserem Gehirn so vorgesehen, dass man das, was man oft braucht, leicht verfügbar hat. Und was leicht verfügbar ist und nicht irgendwo aus den Tiefen des Gehirns ausgebuddelt werden muss, macht das Leben einfacher.
        Wir sind – sofern die Neugierde nicht im Weg ist – darauf programmiert, zunächst auf Bekanntes zurück zu greifen. Je älter man ist, umso mehr.
        Unser Gehirn arbeitet so. Es ist effizent, gerade im Hinblick auf unsere Herkunft. Man hatte eben sofort das Notwendige verfügbar, wenn ein Angriff durch Leute einer anderen Art – etwa Tiger – drohte.

        Je größer die Angst vor dem Neuen, desto mehr redet man sich das Alte schön.

    • @ Martin,

      ja, vermutlich werden ein paar Firmen aufgeben müssen. Und trotzdem vermute ich, daß es weiterhin Anbieter für Fotoapparate und -noch bessere- Objektive geben wird. Darauf freue ich mich besonders.

      Ich vermute, daß der Markt nicht noch weiter schrumpfen kann. Die Talsole ist erreicht. In meinem Umfeld der 45 bis 55-jährigen hat sich die letzten Jahre sowieso schon niemand mehr eine klassische Kamera gekauft. Außer mir.

      Die Bildqualität, die die Smartphones vor fünf Jahren geboten haben, haben den meisten genügt und tun es auch heute. Ich sehe ständig schlechte Fotos von Smartphones: langweilige Motive, Kinder und Tiere von oben fotografiert, die Menschen viel zu klein auf den Bildern, Standard-Posen und Motive, unpassende Filmsimulationen, kein Blitz, verwackelt, Schutzfolie noch vor der LInse (ungelogen!), Finger vor der Linse… Und trotzdem mögen die Menschen ihre Fotos. Das ist auch gut so.

      Da ist es -meines Erachtens- schon egal ob ein Smartphone über 100 Megapixel hat und wie viele Einstellungen es hat. Den meisten in meinem Umfeld ist das schon zu kompliziert. Das ist bei jungen Menschen vermutlich anders.

      Was uns Profis, Enthusiasten, Hobbyistent hier unterscheidet, ist doch das Wissen um das Bild. Die „Motivklingel“ beim richtigen Motiv, die Komposition des Bildes, die Bedeutung von Farben, der Einsatz und Unterschied von Technik wie Zeit, Blende, ISO, Stativ, Blitz, Filtern… Ich habe noch niemand gesehen, der in der Früh um vier aufsteht, um in der Früh um 6 ein besonderes Motiv in den Alpen mit einem Smartphone aufzunehmen. Und auch noch niemanden gesehen, der sich Skizzen für Portraitaufnahmen macht, die er dann mit dem Smartphone schießt.

      Auch wenn die Smartphones technisch noch besser werden, es ist egal. Die meisten Menschen erkennen den Mehrwert nur in Teilen. Und wir freuen uns, daß wir an unseren Kameras so viel einstellen können und doch den richtigen ND-Filter eingesteckt zu haben. Und wir freuen uns, wenn im Urlaub alle über unsere große Fototasche lachen und hinterher alle unsere Fotos für ihre Kalender haben wollen.

      Zum Abschluss: was machen wir, wenn die Fotografie als Hobby gestorben ist? Schmetterlinge aufspießen? Viel Geld für Minieisenbahnen und Postwertzeichen ausgeben? Noch mehr Zeit vor der Glotze verbringen? Darauf habe ich keine Lust. Ich geh lieber raus und entdecke die Welt. Mit meinen Augen und meiner Kamera.

      Gut Licht, Euer Alberich

      • Ich bin total bei Dir
        Bin gestern um 0500Uhr hoch, um Kraniche im sonnenaufgang in einem bestimmten Moor zu fotografieren. Noch waren dort mehr Kamera-Nutzer als Smart-Dings User……
        Gruß
        Jürgen

      • @Alberich
        ich würde dir gerne die Smartphone-Bilder und Videos meiner Töchter, gemacht mit der neuesten Smartphone-Generation, zeigen. Die Bildqualität stehen – in PC-Monitor- Auflösung meinen in nichts oder kaum nach und manche Bildkomposition übertrifft sogar meine. Das Problem ist einfach, dass man, wenn man ein bisschen Gefühl für Situationen und Kompositionen hat, viel einfacher und vor allem viel schneller gute Bilder machen kann (habe einen halben Tag das i-phone 11pro ausprobieren dürfen – einfach genial) , ich war schockiert wie gut die Bilder wurden – und das ohne zusätzliche Bearbeitung. Einarbeitungszeit um zu fotografieren oder zu filmen, Null Sekunden. Mit meiner Kamera habe ich ein halbes Jahr gebraucht um langsam an das Maximum zu kommen was die Kamera zu leisten vermag. Dazu hat heute keiner mehr Lust. Wozu auch, wenn ich das Gleiche oder oft sogar ein besseres Ergebnis erziele als mit der Kamera? Mein Problem ist übrigens ähnlich gelagert wie deines. Was mach ich, wenn das so weitergeht? Die Qualität der SP könnte mir mittelfristig mein geliebtes Hobby wegnehmen!
        Natürlich gibt es – noch – Gebiete in denen das SP noch nicht an eine gute Kamera heranreicht, aber mit der nächsten oder übernächsten Generation wird auch das gelöst sein. Ich sehe – leider. leider, leider schwarz und wünsche mir aber, dass ich total falsch liege.

    • Moin Martin
      Ich kenne noch einen, der solange wie er schleppen kann, einen vernünftigen Fotoapparat mit sich rumschleppen wird. MICH….Denn…ich habe nicht mal ein Wischfon.
      Aber viele Ideen, wenn ich draussen stehe, um ein schönes Foto zu gestalten.
      Und in 2 jahren dürfte meine Ausrüstung zwar etwas Älter geworden sein, aber immer noch brauchbar.
      Was ich dann im „Rollator Zeitalter“ allerdings mache…..keine Ahnung, aber meine Kamera wird garantiert nicht gegen so ein Wischdings eingetauscht. Und einen Nischenhersteller wird es immer geben!

  • Vor ungefähr einem Jahr hatte Fuji berichtet das Canon und Nikon bis zu 50% verlieren werden, da kam aber ganz schönes Gelächter von der Canon und Nikon Fraktion. Und jetzt wird hier tiefes Trübsal geblasen 👍 Im Laufe der Zeit ist mir HIER auch aufgefallen das wenn zB Sony oder Fuji was vorstellt eine Euphorie unter den Besitzern auslöst (Beispiel Alfred, in kurzer Zeit, GFX 50,GFX 100, XT3 und demnächst Pro3) während bei Canon/Nikon fast nur Kritik kommt (selbst aus dem eigenen Lager)
    Und dann dieses ewige Geplänkel einer „Dame“ über Jahre musste man diesen Canon Lobgesang ertragen und nun die Fortsetzung mit dem Smartphone….hoffe sie hat sich schon getraut die SIM Karte einzusetzen 📸

    • Hallo Mirko
      ich bin noch nicht solange hier aktiv. Aber ich kann mich entsinnen, dass wirklich jede neue SONY KAMERA niedergemacht wurde, immer mit den gleichen Argumenten,…..Wirklich beliebt war die Akku-Laufzeit.
      Auch immer von den gleichen Schreibern hier. Nun, wo CANIKON auch im spiegellosen Bereich angekommen ist, höre/lese ich eigentlich nichts mehr von den damaligen Schreibern. Ausser, gestern bei AMAZON, da hat sich ein nicht SONY FANBOY(hier im Forum sehr gut bekannt), will ich mal vorsichtig ausdrücken, über die SONY A7III großkotzig ausgelassen. Ohne weiteren Kommentar von mir.
      Ich finde es gut, dass auch die vermeindlich ganz großen Hersteller sich langsam, aber sicher, an das spiegelose Format gewöhnen…… Konkurenz belebt das Geschäft. Überall gleich.
      Und der Fortschritt profitiert doch davon letztendlich.

      • Jürgen,
        zur Zeit der Fuji XT2 war hier auch so ein Profi unterwegs der sein bei AMAZON geschriebenes hier fortführen musste, natürlich unter anderen Namen. 😉

      • Also ich habe mir jetzt mal die letzten Rezensionen zu A73 auf amazon durchgelesen und die Kommentare.
        Na ja – alles nicht ernst zu nehmen.

      • @Sabrina

        Der Hersteller, der seine Fans hinter sich versammeln kann, dabei sein Nutzerverhalten verstehen kann, der seine Berührungspunkte zum Fan aufrechterhalten wird und Kameras baut, die durch spätere Updates „mehr können“, der wird gewinnen.

        Eher nicht gewinnen wird der, der sein System schließt und Bindung über Anschlüsse, oder Objektive erreichen möchte. Zwänge helfen nur mittelfristig.

        Nur der Hersteller, der seine Kamera in die Cloud stellt, der seine Dienste digital „verlängert“, kommt „durchs Loch“.

        Die Nutzer, die „Ihre“ Marke durch digitale Zurückhaltung nicht unterstützen, werden dazu beitragen, dass es genau „Ihre“ Marke zukünftig nicht mehr geben wird. Dabei schützt uns die DSGVO vor Datenmissbrauch. Nun ja…

        Analog kann man das bei den Autoherstellern erkennen. Obwohl fossile Brennstoffe ausgehen werden, setzen die Verbraucher aus Gewohnheiten lieber auf Benzin-, oder Dieselmotoren, denken an das finanzielle Jetzt. Die Kunden wollten keine E-Autos, die Hersteller boten Sie wegen mangelnder Abnahme teurer an und so gab es noch weniger Interessenten. Dadurch schrumpfte die Entwicklung dieser Autos auf ein Minimum zusammen.

        So geht es auch den Kameraproduzenten. Bleiben wir Nutzer so, wie wir heute sind, geben wir keine, bis gar keine Daten an die Hersteller. Der Hersteller wird sich nicht in Schnelle verbessern können und bald schon lösen die Smartphones tatsächlich die bekannten Marken ab.

      • @Stefan

        (Entschuldigung, dass ich hier mal auf ein wichtiges Nebenthema abschweife, weil Stefan es so „nebenbei“, und leider mit irreführendem Duktus erwähnte.)
        Das Beispiel mit den Autos (fossil/elektrisch) ist gewaltig schief bzw. falsch; ich würde das nie anführen, denn: Wenn man erst einmal 80.000-120.000 km batterieelektrisch und ausschliesslich mit Ökostrom (Sonne, Wind, Fäulnisgas) fahren muss, um einen Gleichstand in der CO2-Bilanz zu erreichen, dann kann man diese Umweltpolitik nur als demagogische, verlogene Propaganda bezeichnen, die lediglich der Industrie dient, nicht aber der Umwelt und den Menschen. So weit sind unsere bisherigen „Haupt“parteien bzw. unser System („Demokratie“?) offenbar von der Auto-(Industrie-)lobby unterwandert und Mitbürger wie Stefan getäuscht worden; als Symptom dafür kann auch das KBA (KraftfahrtBundesAmt) dienen, das von sich aus nichts gegen die Abgasbetrügereien der Industriekriminalität tat (man lese mal dazu bei der DUH / Deutsche Umwelthilfe); US-amerikanische Behörden mussten erst massiv werden, bis hier die ersten kleinen Bewegungen gegen den millionenfachen Betrug unternommen wurden. Unter diesen Umständen ist es NICHT sinnvoll elektrisch zu fahren! Da ist oft der Benziner und sowieso der Diesel mindestens 80.000 km weit besser! Und die Bahn? wird uns auch immer von der PolitPropanganda schöngerechnet (greenwashing): die Bahn gibt nur den reinen Fahrstromverbrauch an, verbraucht aber in Wirklichlichkeit sehr viel mehr Strom (der wird aber geheimgehalten!): für alle Nebenverbräuche der Züge, wie Heizung(Klimaanlagen), Restaurant, …, für die gewaltigen Baumaassnahmen im Schienenbau, GleiswegErhaltung, (Signal-)Technik, Bahnhöfe, Streckenausbau, Verwaltung (Gebäude/Heizung/Licht), also für einen riesigen Apparat! Wir fahren mit unserem Auto ab 2 Personen wohl deutlich umweltfreundlicher (CO2-Bilanz) als die Bahn, selbst wenn man den Straassenbau mitrechnet!
        Ende der Exkursion!

        Zur Fotobranche:
        Canons Bekenntnis zum Einbruch der Umsätze ist nichts als für Aktiongesellschaften vorgeschriebene Pflicht. Da gibt es kein Bedauern oder Schadenfreude, denn wenn es im nächsten Quartalsbericht keine UmsatzEinbuussen gibt, wird das schon als Erfolg verbucht, obwohl Canon vielleicht garnichts dafür getan hat. Nur der Vergleich mit einer Marke, die offenbar auf den Kunden, oder auch FotoBlogs wie diesen hier 🙂 , gehört hat, die ihren Umsatz steigert, bringt ErkenntnisGewinn.
        Es ist „ganz normal“, wenn Canoniker bei guten Konkurrenzprodukten wie von FUJI, PANASONIC, SONY, … diese heruntermachen, denn es findet bei vielen eine Identifizierung mit der Marke statt (Werbe-/Psychologie), damit wird die Marke ein Teil der (psychologischen) Familie, die man dann verteidigt, u.U., je nach Persönlickeit, auch mit unlauteren Mitteln. Diskussionen (auch hier) mit solchen „marken’fan’atischen“ Personen bringen nichts! Das ist wie bei Autos (s.o.): nur reale Tatsachen und persönliche Offenheit, nicht abgeschriebene Propaganda, können eine Diskussion fruchtbar machen, sonst wird es nur ideologisch.

      • @ Stefan
        Konzerne wie VW oder Mercedes sind weltweit tätig.
        Wenn diese Firmen zu dem Ergebnis gekommen wären, dass Elektroantrieb wirtschaftlich günstiger ist, hätten die das längst umgesetzt und den Gewinn eingestrichen.

        Woher wissen Sie, dass beispielsweise Erdöl fossilen Ursprungs ist?

        Weil das nur oft genug behauptet worden ist, oder weil Sie da mal genauer hingeschaut haben, woher die das haben?

        Übrigens sind Kriege (neudeutsch „Einsätze“ – wie bei der Feuerwehr sozusagen) und Militär die Hauptverursacher von Umweltschäden.

        Es darf durchaus mal auffallen, dass ausgerechnet die Kriegstreiber, die weltweit die Länder in Schutt und Asche legen, uns etwas von „Klimaschutz“ erzählen.

        Der „Klimaabdruck“ ist übrigens bei denen am größten, die das höchste Einkommen haben.

        Solange die sich nicht bescheiden – übrigens die Klimapropagandisten stammen aus diesen Kreisen – kann es so schlimm mit dem Klima nicht bestellt sein – wenn man davon absieht, dass die Heizkosten zu hoch sind und jeden Winter Menschen erfrieren.

        Lasst Euch nichts von denen erzählen, die sich das größte Stück vom Kuchen nehmen.

      • @Sabrina
        @renus

        Sorry, dass ich diese Diskussion in das Politische habe abdriften lassen. Es geht (mir) nicht im die Kraftstoffe, oder ob E-Mobile besser sind, sondern um das Nutzerverhalten. Kein Hersteller bringt Dinge raus, die nicht gekauft werden. Sie sind dann eben unwirtschaftlich.

        Wenn wir Nutzer uns ändern, ändert sich auch die Industrie.

        Solang wir aber Beispielswiese unser Nutzen nicht mit den Kameranbietern teilen, wird sich auch an den wesentlichen Produkteigenschaften nichts ändern (können).

        Es fehlt in den Kameras eine direkte Verbindung zu den Markenherstellern. Anders machen es Apple, Google & Co. Die schauen permanent nach, wie man die Smartphones (und dessen Kameras) betreibt.

    • @Mirko
      das stimmt so nicht! Canon hat gesagt, dass der Markt um 50% schrumpfen wird und sie entsprechende Verluste hinnehmen müssen, woraufhin Fuji mitgeteilt hat, dass sie 17% dazu gewinnen. Darüber wurde gelächelt!!!!

    • Ich fotografiere selber mit einer EOS 800D und diversen Sigma-Objektiven (18-35 und 10-20) und überlege längerfristig auf Vollformat zu wechseln bzw zu ergänzen, da es mir unter 18mm (APS-C) an Lichtstärke und Bildqualität fehlt.

      Ich persönlich würde jedoch trotz der aktuellen Preisnachlässe weder eine EOS R, noch eine RP kaufen und zwar aus folgenden Gründen:
      1. Kein IBIS. Nikon, Sony, Olympus, Panasonic, teilweise Fuji bieten IBIS an. Warum nicht Canon?? Es würde das Arbeiten ohne Stativ so sehr erleichtern.
      2. Kein Joystick.
      3. Bei der RP: Dynamikumfang.
      4. Preis. Der Body einer RP kostet in Ö (Stand heute) ab ca 1300,-, der der R ab ca 2100,-. Z6 ab ca 1500,-. Sony A7iii ab ca 1950,- und hat dafür Dual-Slot.

      Klar: meine 800D hat die genannten Punkte auch nicht, aber dafür ist der Preis deutlich günstiger.

      Falls es wirklich Argumente für die R und die RP gegenüber dem Mitbewerb geben sollte bitte ich das Forum mir es mitzuteilen 🙂

      MfG, C

  • Mittlerweile freue ich mich über jeden den ich mit einer Systemkamera beim Bilder machen treffe! Mir sind die „Marken“ ob mit oder ohne Spiegel egal. Hauptsache die Menschen haben Freude an ihren Bildern.

    Vor meiner Gartentüre am See habe ich mit einem jungen Surfern gesprochen welcher mir sehr stolz seine „Fotoausrüstung“ gezeigt hat! Es war eine Lumix DMC-FZ300. Eine Bridge Kamera!! Sehr ordentlich auf dem Stativ montiert kommunizierte das Teil mit seinem Smartphone und die 600mm Lichtstärke f/2,8 lieferten für seinen Zweck genau die Bilder/Videos die er haben möchte. Das Ding kostet gerade mal 400 Euro! So viel zu preiswerten Kameras und Smartphones. Wie viel kostet ein 600mm Vollformat Zoom Objektiv, von dem ich keines mit 2,8 Lichtstärke gefunden habe?

    Wir sehen unsere geliebten Systemkameras langsam aber sich den Bach runter gehen, ich leider auch, wollen es nicht wahr haben oder reden uns den Vorgang schön und vergessen darüber das es NOCH nicht so weit ist und wir uns für die nächsten Jahre mit erstklassigen Fotogeräten eindecken könnten.

    Es ist wie mit dem E-Mobilen, jeder weis im Grunde das es den Verbrenner nicht mehr lange geben wird und wer heute einen neuen Verbrenner kauft hat sein Geld einfach vernichtet. Für unproblematisches elektrisches fahren fehlt aber für die nächsten Jahre eine vernünftige Infrastruktur! Was macht der eventuelle Kunde? Er fährt sein altes Auto so lange bis es für ihn elektrisch passt. Effekt? Umsatzeinbruch in der gesamten Automobilindustrie.

    Foto Neukunden kaufen in den seltensten Fällen Vollformat Systeme für weit über 3.000 Euro. Die die mit DSLR Vollformat und vielen Objektiven versorgt sind werden den Teufel tun und nur deswegen weil sie durch einen EVF sehen könnten sehr viel Geld ausgeben. Den Bildern sieht kein Mensch an ob sie mit oder ohne Spiegel gemacht wurden. Der Effekt? Sinkende Umsätze!

    • Alfred,
      die Geschichte mit dem Surfer hat nur einen kleinen Haken, die „echte Brennweite“ der Panasonic beträgt 4,5 – 108 mm bei f2.8 😉 Verstehe nicht warum das immer gerne verwechselt wird, für ein „echtes“ 24-600/ f2.8 benötigt man mit Sicherheit Arme aus Stahl und in den passenden Kugelkopf ,der das Gewicht sicher hält, möchte ich auch nicht investieren 📸

    • @Alfred
      meine Schwester hatte die FZ 1000, die Bilder sind toll auf Instagram und Smartphone Grösse oder vielleicht gerade noch auf dem PC, aber ihre Bilder aus Südamerika hätte sie doch lieber mit einem „richtigen“ Fotoapparat machen sollen und ich denke die FZ 300 macht auch keine Bilder mit denen Du oder ich auch nur annähernd zufrieden wären. Das i-phone 11pro oder das Samsung 10plus machen (ausser vielleicht im Telebereich) mit Sicherheit bessere Bilder.

      • Hallo Mirko, servus joe,

        ist mir alles bewusst, für den Surfer und seinen Anspruch reicht es anscheinend. Dem geht es um Halsen und Wenden, Sprünge und dergleichen, angesehen werden die Bilder und Videos auf einem HD Monitor. Dafür müsste das genügen.

        Wegen der Bildqualität schleppe ich meistens das Mittelformat durch die Gegend. Wenn es kommoder und schneller zugeht kommt APS-C zum Einsatz.

  • Generell zum Thema ohne großartig auszuschweifen!
    Ich fotografiere mit Canon in meiner Freizeit, ich hab damit schon tolle Fotos geschafft und bin zufrieden.
    Mit den Kameras zu arbeiten macht Spaß.

    Das hat mich in den Jahren schon ordentlich „Mücken gekostet“, aber irgendwie waren alle Gerätschaften bezahlbar!

    Aber seit einiger Zeit wird Ausrüstung immer teurer. Den Wunsch mir eine R zu holen habe ich verworfen.
    Ich hatte sie schon in der Hand.
    Die Kamera und die Objektive sind einfach zu teuer!!

    • Der weltweite Smartphone Markt ist auch rückläufig und das weltweite Absatzminus hier hat im 2. Quartal 2019 noch zugelegt und wird im 3. Quartal noch größer.

      Die Margen sinken in diesem SP Markt noch wesentlich dramatischer als im klassischen Kamera Markt !

      Die Canon Zahlen sind natürlich sehr schlecht, insbesondere die EBIT Zahlen sind dramatisch, aber auch alle ! anderen Kamera Hersteller haben Umsatz Minus.

      Im klassischen Kamera Markt wird noch Geld verdient im Smartphone Markt so gut wie nicht mehr.