Kameras Kaufberatung

Das sind die besten Kameras und Objektive für Porträts laut DPReview

DPReview TV empfiehlt in einem neuen Video die besten Kameras und Objektive für Porträts in fünf verschiedenen Preisbereichen.

Kameras und Objektive für Porträts

Viele aktuelle Smartphones haben einen Porträtmodus mit einem überraschend guten Bokeh zu bieten, einer richtigen Kamera mit lichtstarker Porträtbrennweite können Smartphones aber nach wie vor nicht das Wasser reichen. Doch welche Kameras und Objektive sind für Porträts eigentlich empfehlenswert?

Dieser Frage sind Chris und Jordan von DPReview TV auf den Grund gegangen und man muss hier zunächst einmal festhalten, dass es sich bei den Empfehlungen um eine sehr subjektive Geschichte handelt. Außerdem sollte bedacht werden, dass es im Grunde keine wirklich “schlechte” Kamera für Porträts gibt, das verwendete Objektiv hat da schon einen deutlich größeren Einfluss auf das fertige Bild. Bei der Kamera entscheiden am Ende oftmals nur Kleinigkeiten wie zum Beispiel ein besserer Augenautofokus, der beim Fotografieren die Arbeit ein wenig erleichtert, aber schlussendlich keine Voraussetzung für gute Porträts darstellt.

Doch kommen wir zu den Empfehlungen, die von Chris und Jordan jeweils für unterschiedliche Budgets ausgesprochen werden.

Unter 1.000 Dollar

Für einen Preis von unter 1.000 Dollar würde sich Chris für die Sony A6100 (erstklassiger Eye-AF und Tracking-AF) sowie das Sigma 30mm f/1.4 DC DN entscheiden. Eigentlich würde er als Objektiv lieber das Sigma 56mm f/1.4 DC DN Contemporary wählen, mit diesem Objektiv steigt der Preis aber leicht über 1.000 Dollar. Auch mit der Canon EOS M50 Mark II, die als Alternative zur Sony A6100 genannt wird, schafft man es nicht ganz, den Preis zusammen mit dem Sigma 56mm f/1.4 unter 1.000 Dollar zu drücken. Wenn man bereit ist, das Budget minimal zu erweitern, wäre das Sigma 56mm aber Chris klare Empfehlung.

Unter 2.000 Dollar

Im Preisbereich von unter 2.000 Dollar würde sich Chris für die Fuji X-S10 zusammen mit dem Fuji 56mm f/1.2 R entscheiden. Wer eine etwas längere Brennweite bevorzugt, sollte sich das Fuji 90mm f/2 LM WR mal etwas genauer anschauen.

Unter 3.000 Dollar

Im Preisbereich von unter 3.000 Dollar hat sich Chris zunächst einmal für das Objektiv entschieden und seine Wahl ist eindeutig auf das Sigma 85mm f/1.4 DG DN gefallen. Da dieses Objektiv für L-Mount und E-Mount erhältlich ist, kommen für ihn als Kameras entweder die Panasonic S5 oder die Sony A7c in Frage. Chris würde sich schlussendlich für die A7c entscheiden, die zwar einige eindeutige Schwachstellen aufweist, im Vergleich zur Panasonic S5 aber mit dem besseren Eye-AF und Tracking-AF punktet.

Unter 5.000 Dollar

Für maximal 5.000 Dollar würde Chris die Nikon Z7 II mit dem Nikon Z 85mm f/1.8 S kaufen. Alternativen dazu wären die Sony A7r IIIA mit dem 50mm f/1.2 GM oder die Canon EOS R6 mit dem 85mm f/2 Macro (mit dem Canon RF 85mm f/1.2 L kommt man leider über 5.000 Dollar).

Unter 10.000 Dollar

Wenn Geld (fast) keine Rolle mehr spielt, würde Chris bei der Fuji GFX 100S und dem Fuji GF 110mm f/2 LM WR zuschlagen. Alternativ könnte man hier auch zur Canon EOS R5 mit 85mm f/1.2 L greifen.

Hier könnt ihr euch das komplette Video anschauen:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Welche Kamera und welches Objektiv würdet ihr speziell für Porträts empfehlen? Ich denke es lohnt sich, auch mal einen Blick auf etwas ältere Kameras zu werfen. Zudem würde ich noch die Canon EOS RP zusammen mit dem Samyang 85mm f/1.4 oder dem Canon RF 85mm f/2 als eher günstige und neue (Vollformat-) Option in den Raum werfen.

guest
56 Kommentare
älteste
neueste
Feedback
Zeige alle Kommentare
Thorsten

Lumix S5 mit dem 1.8/85 Lumix.
Das Objektiv habe ich mir kürzlich zugelegt und kann es nur empfehlen, scharf bei Offenblende mit wunderschönem Bokeh zum moderaten Preis. Auch der Augen AF funktioniert ganz ausgezeichnet, Testsieger beim Augen- AF Vergleichstest von Kameras aller Hersteller mit einer Trefferquote von 100% F
Kann ich bestätigen. Nachzulesen in Fotomagazin 11/20.

Fleischwolf

Wenn ich mich richtig erinnere, war das ein Vergleichstest der AF Systeme insgesamt und da war die S5 auch nicht Testsieger. So kann man sich Testergebnisse auch schönreden.

Thorsten

Ich habe auch nicht behauptet, das sie in Summe Testsieger war, sie lag insgesamt auf dem 3. Rang von insgesamt 6 Kameras, nach Sony A9-2 und Canon R5, die übrigens jeweils mehr als doppelt so teuer sind.
Aber sie war Testsieger im Bereich Augen/Gesichtserkennung, darum geht es ja hier.
Der Test bestand aus 3 Teilen. 1. Augen/Gesichtserkennung, 2. AF Tracking mit gleichförmigen Bewegungen und 3. Mit ungleichmäßigen Bewegungen.
In den Pruefpunkten Augen/Gesichtserkennung war die zusammen mit der Nikon Z6 auf dem 1 Platz in allen 4 Situationen mit 100% scharfer Bilder.

Fleischwolf

Für mich ist der Unterschied Kapitelsieger und Testsieger schon relevant, da ich nicht nur Augen fotografiere. Davon abgesehen hat es immer einen faden Beigeschmack, wenn man beim zitieren etwas weglässt.
Was den Augen-Autofokus betrifft, scheint sie laut DPreview der A7C unterlegen zu sein.
Während alle über den AF (auch Auge) der Z6 schimpfen, wird diese zusammen mit der S5 “Testsieger”. Einer der Gründe, all diese Tests nicht ernst zu nehmen und sich selber ein Urteil zu bilden. Als Anregung ja, aber sicher nicht als Beweis für die Überlegenheit des eigenen Systems.

Thorsten

Ich habe nichts weggelassen, da es hier um den Augen AF geht, wie ich gleich Anfangs schrieb, einfach mal aufmerksam lesen.
Das Urteil habe ich mir schon selbst gebildet, da ich die S5 mit dem 1.8/85 besitze. Und ich kann das Urteil des Fotomagazins nur bestätigen. Falls es nicht sehr gut wäre, haette ich das 85er wieder zurück gegeben.

Thorsten Hej

Das Sigma 30mm 1.4 auf eine Sony A6100? Crop ist 1,5 also 45mm KB äquivalent? Für Portraits…? Aha…

Auch wenn MFT immer verpöhnt wird, bin ich mir sicher, dass eine E-M10 Mark III mit dem 45mm 1.8 besser abliefert, als die Empfehlung da oben… Aber Olympus bzw OM zahlt halt nichts mehr für PR…

Thorsten

Da ich mehrere MFT Kameras besitze, auch die Olympus EM1-3 und auch das 1.8/45 schon seit vielen Jahren: Die S5 mit dem Lumix 1.8/85 ist sehr viel besser, deutlich weicheres und schöneres Bokeh und auch die Augen/Gesichtserkennung ist derjenigen der Olympus EM1-3 klar überlegen, das hat übrigens auch das Fotomagazin festgestellt, die EM1-3 wurde auch getestet. Übrigens in dem Punkt die beste Kamera von Olympus. Meine Lumix G9 (MFT) ist in Punkto Augen/Gesichtserkennung auch besser als die EM1-3, die ich ansonsten sehr schätze, aber der AF Tracking und auch Augenerkennung sind nicht ihre Stärken. Das Bokeh des KB 1.8/85 Lumis ist sogar sehr viel besser als das meines exzellenten Zuiko 1.8/75, die Schärfe bei Offenblende ist ebenbürtig. Das 1.8/45 ist ein gutes Objektiv, keine Frage, aber das Lumix 1.8/85 ist eben erheblich besser für Portraits geeignet. Das 1.8/45 ist ja auch in der Bildwirkung nur ein 3.5/90 KB- Äquivalent, ein sehr großer Unterschied in der Praxis. Die Freistellung des 1.8/85 ist ja auch um 2 Blenden besser. Braucht man nicht immer, aber manchmal doch von großem Vorteil. Man sollte nicht über etwas urteilen, das man nicht persöhnlich kennt, da ich beides besitze, kann ich das doch recht gut. Ich habe… Weiterlesen »

Raphael

Warum L Mount für Landschaft?

Thorsten

Grundsätzlich KB für Landschaft wegen des deutlich höheren Bearbeitungspotentials in den RAW Daten. Ich bin bei KB von Sony auf L- Mount umgestiegen, weil mir die Handhabung deutlich besser gefällt, auch die Qualität ist bei Panasonic klar besser. Stichwort: Sony Bajonet und Verschlussproblem, sowie ist bei Sony BRK nicht mit dem Zeitauslöser koppelbar, da im gleichen Menue. Was sie sich dabei gedacht haben? Das verwende ich gern in Kombi wenn ich HDR Bilder anfertigen will. Außerdem verfügt der Fernauslöser bei Sony nur über eine schwache USB- Buche an der Kamera, die leicht bricht (schon passiert- leichter Zug reicht schon aus). Panasonic verwendet stabile Klinkenbuchsen. Außerdem sind im Winter die Sony Kameras für mich mit dicken Handschuhen kaum bedienbar, wegen des zu geringen Abstands zwischen Handgriff und Objektiv, je nach Objektiv. Auch gefallen mir die Farben bei Panasonic besser, wirken natürlicher, mit einer besseren Gründifferentierung. Des weiteren besitzt die S1/S1R ein für Stativaufnahmen geradezu ideales Klappdisplay für hoch und Quarformat, ohne Drehgelenk, bei dem es nicht zu Kollisionen mit einem L- Winkel kommen kann, den ich vom Stativ immer nutze. Bei Sony muß man sich in den Dreck legen, bei Hochformataufnahmen, da nur nach oben klappbar. Weiterer Grund: Die sehr viel… Weiterlesen »

Thorsten Hej

@Thorsten

“Man sollte nicht über etwas urteilen, das man nicht persöhnlich kennt, da ich beides besitze, kann ich das doch recht gut”
Sorry, aber ich fotografiere mit Vollformat (Nikon Z), APS-C ( Fuji X-T4) und MFT (OM-D E-M5III). Hatte sogar schon Shootings mit Mittelformat (Hasselblad X1D). Ich kenne alle Sensorgrößen und ihre Vor- und Nachteile. So viel zum Schw***vergleich.

Ich habe mich in meinem Kommentar auf das Sigma 30mm auf Sony APS-C bezogen, also warum dein Vortrag zur Lumix S? Und ja, klar hat FF eine stärke Freistellung als MFT. Wo ist die neue Erkenntnis?

Ich kann deinen Kommentar leider nur als Lumix-Fanboy-Geschwafel und Pseudo-Fachwissen ohne Relation zu meinem Kommentar abtun…. Sorry!

Thorsten

Warum?
Wegen deines Kommentars:
Zitat:
Auch wenn MFT immer verpöhnt wird, bin ich mir sicher, dass eine E-M10 Mark III mit dem 45mm 1.8 besser abliefert, als die Empfehlung da oben…”
Wenn dir die Vorteile eines größeren Sensors klar sind, warum dieser unqualifizierte Kommentar? Dann geht dein Gegenüber eben automatisch davon aus, das du keinen Vergleich hast. Ist doch logisch!

Thorsten Hej

@ Thorsten

Weil es bei dem Sigma 30mm und der A6100 um die Kategorie bis 1000,- ging. Zeig mir mal ne Lumix S oder eine andere adäquate FF mit Portraitobjektiv in dem Preisbereich. Und bisher habe ich jede Wette gewonnen, als es darum ging das MFT-Skeptiker erkennen sollten, ob das Foto mit MFT oder APS-C geschossen wurde. Soviel zum Thema “unqualifiziert”….

Jürgen Saibic

Vorteile des größeren Sensors bei Porträts?

Thorsten

Keine ernsthafte Frage, oder?
Vorteil ist eben die um 2 Blenden geringere Tiefenschärfe bei gleicher Blende und damit das deutlich weichere und harmonischere Bokeh. Kann man nutzen, muß man aber nicht, wenn man 2 Stufen weiter abblendet und die Brennweite halbiert, hat man eben MFT Verhältnisse.
Ein 1.8/85 an KB, würde einem MFT Objektiv 0.9/42.5 entsprechen. Es gibt für MFT ein 0.95/42,5 von Voigtländer, das ich auch besitze, nutze es aber für Planzen und Pilzfotografie, wegen des tollen Bokehs für Stimmungsaufnahmen, auch wegen der super Nahgrenze. Das hat aber den Nachteil, dass es kein AF besitzt und damit auch keine Augenerkennung möglich ist und außerdem ist es teurer und obendrein erst ab f2.8 so richtig scharf. Das Lumix und bestimmt auch Konkurrenten sind eben schon bei f1.8 richtig scharf. In der Praxis ein gewaltiger Unterschied.
Ich muß die offene Blende ja an KB auch nicht nutzen, habe aber uneingeschränkt die Möglichkeit.
Warum nutzen denn professionelle Portrait und People Fotografen KB oder Mittelformatsysteme, bei ständig sinkenden Honoraren? Alles Masochisten die zu viel Geld haben und sich gern den Buckel krum schleppen.

Thorsten Hej

“Keine ernsthafte Frage, oder?”

Lass dieses Getue und guck ein bisschen weniger Wiesner, Calvin oder Jaworski. Bokeh und Hintergrundmatsch ist nicht das wichtigste. Schau Dir mal die großen Portraitfotografen wie Marco Grob oder Charlie Gray an. Hintergrundunschärfe ja, aber lange kein Gematsche, wie es eine FF-Offenblende verursachen würde.
Dein Bigger-is-better-Getexte hier, outet dich eigentlich nur als Amateur. Lass es einfach….

Thorsten

Du hast deine Meinung und ich habe meine. Aber schon mal etwas vom Unterschied zwischen Meinung und Fakten gelesen?
Ich lass es gut sein.

Jürgen Saibic

Da habe ich aber andere Erfahrungen, komme mit Mft bei Porträts erheblich besser hin.

Thorsten Hej

FF macht schon Spaß, aber MFT eben auch. Lass ihn reden. Manche sind so stolz, dass sie endlich FF haben, dass sie es herumposaunen müssen, dass alles andere nicht so gut ist und FF der wahre Profi-Shit ist. Kenne ich bisher nur aus dem Sony-Lager.. Jetzt kommt halt ein Lumix-Jünger dazu…

Thorsten

Höre ich da Neid heraus?
Zu mir: Ich fotografiere schon seit 30 Jahren halbprofessionell Natur. In 1. Linie Landschaft und Makro. Habe mit Pentax, Contax, Nikon (die längste Zeit) Olympus, Panasonic und Sony fotografiert.
Jeder nutzt das was er mag und womit er nach dem eigenen Budget die besten Ergebnisse erziehlt.
Personen/ Portrait fotografiere ich ausschließlich privat, von Hochzeiten/Events in der Vergangenheit abgesehen, das kostet aber zu viel Zeit und bringt zu wenig ein, da ich es nicht hauptberuflich mache.
Ich will mit meiner Ausrüstung nicht prahlen, warum auch? Aber doch klar machen das ich schon viele Jahre mit mehreren Systemen arbeite/gearbeitet habe, aktuell nur mit MFT und L- Mount und bin hoch zufrieden, mit beiden Systemen. Ich lasse mir auch kein dummes Zeug erzählen, von Theoretikern (Vermutung). Alle Formate haben so ihre Vorzüge und Schwächen, ansonsten hätte ich sie nicht/nicht mehr.
Übrigens hier eine kleine Auswahl meiner Naturbilder:
https://naturfotografen-forum.de/o419605-Thorsten%20Belder

Matthias

Hallo Thorsten,
sehr schöne Bilder.
Und was lernt man daraus? Es reicht eben nicht, sich eine teure Kamera mit Zip und Zap zu kaufen,
damit durch die Welt zu rennen und alles zu knipsen, was einem vor die Linse kommt…:-))

Thorsten

Volle Zustimmung!

Rolf Carl

Kompliment, sehr schöne Bilder!

Thomas Müller

Thorsten, tolle Bilder, meine Gratulation dazu!!

Frank

Hallo Thorsten, wirklich schöne Bilder die wieder einmal belegen: Nicht die Kamera macht die besten Fotos, sondern der Fotograf.

Thorsten

Danke

Leonhard

DANKE, Thorsten!
Wurde hier schon des öfteren ausgeschimpft, weil ich mich nicht für Technik interessieren würde, wobei diese Aussage nicht eines gewissen Schwachsinns entbehrt.
Freundlicher Weise haben Sie mit Ihren Bildern hier den Beweis erbracht, dass solange die nicht den Motiv-Zeitpunkt-Lichtstimmung-richtige_Blende-Bildausschnitt-AF erfunden haben, solange müssen eben Leute wie Sie hinter der Kamera stehen.
Und eine MF vor dem Auge bringt auch nichts, wenn ein SP-Bildsensor im Kopf sitzt.
Ach, ich höre mal auf zu stänkern, aber die Bilder waren echt sehenswert!

Thorsten

Danke, volle Zustimmung zu deinen Ausführungen!

Andreas S.

Eine neue Best-for-Liste? Ich hol schonmal das Popcorn! 😉

Leonhard

Also verstehen muss ich diese Liste nun nicht wirklich!
Wenn man schon solch einen gewaltigen Wert auf den AF legt, wieso lässt man dann bei 10.000 die Kamera mit dem derzeit aller besten AF, die SONY A1, dann weg?
Selbst bei 7.300 reichen ja wohl die restlichen 2.700 noch für ein Objektiv, würde ich einmal annehmen!
Popcorn hole ich keines, Nüsse sind gesünder, da das Popcorn ja meistens Zucker hat!

Raphael

Weil die höhere BQ durch den größeren Sensor deutlich wichtiger ist für das Bildergebnis als ein (noch) schnellerere AF (als ob die modernen AF Systeme nicht schon seit Jahren mehr als schnell genug sind- gerade für Portraits…)

Leonhard

Da steht im Text “Alternativ die R5!”
Seit wann hat den die R5 einen größeren Sensor als die A1?

Rolf Carl

Hat sie nicht. Der Punkt ist aber der, dass die A1 eine auf Sport und Wildlife getrimmte Kamera ist mit hoher Seriengeschwindigkeit. Bei Portrait braucht es aber dies nicht, sondern nur einen guten AF. Somit macht es keinen Sinn, zusätzlich für Funktionen zu bezahlen, die man für die Portraitfotografie gar nicht braucht. Alles klar soweit?

Leonhard

Die Sony A1 gehört aber vom Preis her gesehen mit in diese Gruppe, hat nun mal zur Zeit den besten AF und ist genau wie auch die R5 letztendlich auch universell einsetzbar.
Eine gute Bekannte von mir, die hat 2 Stück von der Sorte, eigentlich interessiert die weder 50MP (Sie würde sagen: wer den Bildausschnitt nicht hin bekommt sollte Buchhalter werden), noch interessiert sie sich für 30B/S, 20 B/S reichen ihr vollkommen. Wenn aber jemand die Kamera hin und wieder für weit und schnell braucht, dann wäre er doch mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn er sich für Portrait auch noch eine A7III oder sonst etwas zulegen würde. Ich bin auch überzeugt, das Lebensende dieser neuen Kameras wird weniger an Auslösungen hängen als an anderem Verschleiß!
Bei der Frage, brauche ich eine A1 oder R5 ist es doch das Problem, wann die aussteigen, bei “normal” gehen die alle mit, genau wie der gesamte Rest auch. Allerdings glaube ich, beim Erscheinen der Z9 hat sich die Frage oben dann erledigt, jedenfalls bis zur nächsten Runde.

moss

Also das beste Objektiv steht doch fest: das geschulte Auge.

moss

Klar. Eye AF bei Portrait und Dauerfeuer. Eins der Bilder wird es schon sein.
Oder Fotografen unterhalten sich mit dem Menschen den Sie ablichten möchten und erzeugen eine Stimmung in der der richtige Moment verborgen ist und drücken dann auf den Auslöser, wenn der/die Abgebildete gar nicht mehr darüber nachdenkt, das gerade fotografiert wird.

Leonhard

Sehr schöner Beitrag, werter Moss!
Die Frage “was kann ich mit dem Werkzeug” ist nach wie vor viel wichtiger als die Frage “was kann das Werkzeug mit mir”, an dieser Tatsache wird sich auch so schnell nichts ändern!
Genau wie die Aussage “MF hat die größeren Bildpunkte”, im Prinzip ja, aber …..
Eine GFX 50S mit 50MP hat größere Punkte als die Sony A1 mit 50MP, aber eine GFX 50S hat mit einem Adapter auf KB noch 30MP, ergo, eine R hat auch 30MP auf gleicher Fläche! Da sollten doch die Punkte dann auch gleich groß sein, nehme ich mal laienhaft an? Bessere Bildqualität bei MF, im Prinzip ja, aber, eben nur dann, wenn ich sie bedienen kann.

Marco

Da bin ich voll und ganz bei Dir.
Jemanden porträtieren empfinde ich auch eher als “den Charakter offen legen” anstatt ein Foto mit maximalem Bokeh und maximaler Vordergrund Schärfe. Ich fotografiere Portraits gerne mit der Lensbaby Velvet Serie oder aber mit etwas kantigem (Burnside35). Je nach Charakter

Thorsten

Mann muß ja mit einem sogenannten Portrait- Objektiv mit weit offener Blende, weichem Bokeh und Top Schärfe, nicht immer weit offen mit cremigem Bokeh fotografieren, man kann aber, das ist der Vorteil für viele, mich eingeschlossen.
Seit wann ist ein Objektiv das schon bei Offenblende scharf abbildet von Nachteil? Wenn man diese Schärfe nicht wünscht, kann man das ganz leicht in der EBV korrigieren.
Die entscheidende Frage für mich ist, ob man sich so ein Objektiv leisten will. Wem Freistellung und Bokeh grundsätzlich egal sind, der benötigt das ja nicht. Aber vielen Kunden ist es eben oft nicht egal.

Marco

Thorsten ich möchte hier nicht die Arbeitsweisen anderer kritisieren. Ich wollte nur meine Vorliebe bei Portraits kundtun. Na klar besitze ich auch AF- Objektive mit schönem Bokeh und Top Schärfe. Aber ich habe mich daran sattgesehen.

Thorsten

🙂

Rolf Carl

Moss, zugegeben, ich bin kein Portrait-Spezialist, aber mir ist es tatsächlich schon passiert, dass die Person, die ich ablichten wollte, genau in dem Moment des Auslösens die Augen geschlossen hatte. Mit einer kleinen Serie von 4 bis 6 Aufnahmen hätte ich genau den entspannten Ausdruck erwischt, den ich mir gewünscht hätte. Eine Serie oder weitere Aufnahmen kurz danach machen also durchaus Sinn. Vielleicht gibt es hier ja einen Portrait-Spezialisten, der aus seiner Praxis berichten könnte, würde mich sehr interessieren.

Mirko

mein Lieblingsobjektiv für Portraits ist das 24-400/ 5.6-11

Rolf Carl

Endlich mal ein Fachmann, meines ist das 100-400 f4.5-6.3.

Thorsten

Genau, Fachmänner aus der Praxis — Mist mit dem 1.8/85 doch das Falsche gekauft 😀

maratony

Ich les dich schon lange um zu erkennen wann du lustig wirst 😀

Thomas Müller

Mirkko, aber hoffentlich aus chinesischer Produktion, das von Chop Suey soll besonders gut sein, da haben auch die 7 Handwerker mitgewirkt.

Mirko

Thomas, davon habe ich auch schon gelesen und werde es mir zusätzlich auch noch holen. Mein 24-400 stammt aber vom Hersteller „Blend Schon Zu“. Es ist ein Geheimtipp unter den „Portraits Fotografen“ 📸

Thomas Bube

Fuji mit dem 56 ist wirklich ein Traum wenn das Licht gut bzw . kontrollierbar ist.

Habe das GF110 und muss wirklich sagen es ist bis dato das beste obwohl ich 35 oder 50mm bei Portraits aufgrund der Nähe zum Modell bevorzuge.

Rolf Carl

Das ist jetzt wieder mal typisch Amateur; wenn das Licht gut bzw. kontrollierbar ist.
Wo ist das Problem? Es gibt doch Reflektoren in verschiedenen Grössen, Studiobeleuchtung bis zum geht nicht mehr und wenn es Outdoor sein soll, kann man ja einfach auf einen bedeckten Tag warten.
Also deine Probleme möchte ich mal gerne haben.

maratony

R6 + 85mmf1.2 über 5.000€.
Ich bin froh dass ich nicht solche Preise zahlen muss!

Mirko

aber dafür sind wir mit unseren Halbsensor auch nur Halbprofis 😎

Leonhard

Na endlich hat es hier mal einer verstanden!
Vollprofis müssen VF haben, sagt ja schon das Wort!
Somit ist man mit MF logischer Weise der Überprofi! Also, Laufschuhe an die Füße und los ins Geschäft, damit wir noch eine abgekommen, halbe Sachen braucht die Welt nicht und bei immer nur voll droht eine Entziehungskur.
Man darf sich auch nie eine leichte Kamera zulegen, sonst wäre man ja ein Halbstarker!

Thorsten

Nur ein Beispiel, es gibt von anderen Herstelelrn sicherlich auch andere rel. günstige Angebote:
Das Lumix S5- Gehäuse kostet aktuell 1610€, das 1.8/85 nochmal 640€. Und die Kamera hat auch noch den besseren Augen/Gesichts AF als die R5 lt Fotomagazin Vergleichstest. Und wenn man das ganze gebraucht erwerben würde, könnte man nochmals sparen. Das Objektiv ist aber neu, das wird man wohl gebraucht nicht finden.
Allles eine Frage der Prioritäten, der eine fährt ein dickes Auto, der nächste versäuft oder verhurt sein Geld, oder kauft sich schränkeweise Schuhe….

Markus B.

Man könnte aber auch eine gebrauchte Canon R mit einem RF85 2.0 verwenden. Das macht trotz Lichtstäre 2.0 tolle Portraits und die Kombi kostet unter 2.000€…

lichtbetrieb

Man sollte generell solche Listen nicht zu ernst nehmen. Sie sind eher Orientierungshilfen. Für mich ist das 105er f1.4 Art mein absolutes non plus ultra Portrait Objektiv. Zusammen mit der EOS R habe ich bis Mitte diesen Jahres auch keine Unsummen für das Setup bezahlt (unter 3000). Mittlerweile habe ich allerdings die R durch die R6 ersetzt.

Wer sich klug anstellt, kauft gebraucht, da kann man schon sehr gute VF Setups für 1000 und wenn’s noch etwas moderner werden soll für 2000 erwerben.

Thorsten

Genau, jeder nach seinen Vorlieben und Bedürfnissen. Auch 2,8er Makroobjektive um die 100mm eignen sich sehr gut als Portraitobjektive, zumindest an KB, an MFT wären sie ja ein 5.6/200, Oft reicht mir auch f2.8, aber eben nicht immer. Das 1,4/105 ist sicherlich eine gute Linse, wäre mir für meine Bedürfniusse aber etwas lang, jedem das seine. Auch ein 1.8/35 ist nicht zu verachten, mit etwas mehr Umgebung….
Für die MFT Fraktion: Es gibt ja von Olympus und Panasonic zwei sehr gute Portraitobjektive das 1.2/42.5 PanaLeica bzw 1,2/45 Zuiko, aber die sind 1. teuer und 2. eben nur auf KB gerechnet: 2.5/85 bzw 90er Objektive . Aber dafür hat man bei den neueren Olympus OMD- Kameras die besten Bildstbilisatoren des Marktes, aber die Konkurrenz holt auf. Schön ist doch die Vielfalt.