Fujifilm Kameras

Fuji: Neuer RAW-Konverter für ältere Rechner vorgestellt

Mit der neuen Fuji X RAW Studio Software ist nun auch eine schnelle RAW-Konvertierung mit leistungsschwachen Computern möglich.

Fujis neuer RAW-Konverter nutzt Prozessor der Kamera

Fujifilm hat heute nicht nur die Fuji X-E3 sowie zwei neue Objektive vorgestellt, sondern mit X RAW Studio auch eine neue Software zur RAW-Konvertierung präsentiert.

Generell erfordert RAW-Konvertierung einen halbwegs schnellen Computer, außerdem liefern entsprechende Programme teilweise etwas andere Ergebnisse als die Kamera selbst. Fujifilm will beide Probleme mit der neuen X RAW Studio Software lösen, indem bei der Software einfach der Prozessor aus der Kamera genutzt wird. Dieser ist um ein vielfaches leistungsstärker als der Prozessor eines durchschnittlichen Computers, was dementsprechend zu einer sehr hohen Geschwindigkeit der RAW-Konvertierung führen dürfte.

Das bedeutet: Man verbindet die Kamera via USB mit dem Computer und nutzt dann die neue X RAW Studio Software, die natürlich eine übersichtlichere Bedienoberfläche und mehr Möglichkeiten bietet als der kamerainterne RAW-Konverter. Bei der Konvertierung greift die Software dann auf den leistungsstarken Prozessor der Kamera zurück. Praktisch.

Kamera und Software müssen kompatibel sein

Voraussetzung ist jedoch, dass die Fuji Kamera mit der Software kompatibel ist. Das trifft zunächst einmal auf die Fuji X-E3 zu, in den nächsten Wochen sollen dann die X-T2, GFX 50S, X100F und X-Pro2 via Firmwareupdate mit der neuen Funktion ausgestattet werden. Interessant ist, dass die X-T20 wohl nicht unterstützt werden soll. Wenn jemand zwischen der X-T20 und der X-E3 schwankt (beide Kameras sind ungefähr gleich teuer) und die neue Software nutzen möchte, ist das also ein klarer Pluspunkt für die X-E3.

Fujifilm X RAW Studio wird ab Ende November 2017 kostenlos für Mac und ab Januar 2018 kostenlos für Windows erhältlich sein.

Insgesamt eine wirklich schöne Idee von Fujifilm. Gerade für diejenigen, die keinen aktuellen High-End-Computer für mehrere tausend Euro besitzen, sondern vielleicht auf ein eher leistungsschwaches Modell zurückgreifen müssen, könnte die Fuji X RAW Studio Software interessant sein.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

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