Fujifilm Kameras

Fuji widerspricht Canon vehement, X-T3 sehr erfolgreich

Düstere Zukunft für die Kameraindustrie? Fujifilm sieht das anders. Außerdem spricht der Hersteller über den extremen Erfolg der X-T3.

Zukunft der Kameraindustrie: Düster oder rosig?

Vor einigen Wochen hat ein Interview die Runde gemacht, in dem sich Canons CEO Fujio Mitarai zur Zukunft der Kameraindustrie geäußert hat. Canons Prognose war dabei alles andere als positiv, der Marktführer geht nämlich davon aus, dass der Kameramarkt in den nächsten zwei Jahren um ungefähr 50% einbrechen wird.

Fujifilm hingegen sieht das ganz anders. So hat Toshihisa lida nämlich in einem Interview mit Imaging Resource verlauten lassen, dass man bei Fujifilm der Meinung ist, dass die Kamerabranche in den nächsten Jahren sogar wachsen könnte. Die Voraussetzung ist allerdings, dass die Hersteller wirklich innovative Produkte entwickeln, in die die Kunden dann auch gerne investieren. Die Unternehmen haben es nach der Meinung von Toshihisa lida selbst in der Hand, rentabel zu bleiben.

Des Weiteren sieht Fujifilm vor allem im asiatischen Raum noch Möglichkeiten für Wachstum, da die Population in einigen Ländern in den nächsten Jahren weiter ansteigen soll.

Canon geht also pessimistisch (oder realistisch?) und Fujifilm optimistisch in die nächsten Jahren, so kann man das Ganze kurz und knapp zusammenfassen.

X-T3 erfolgreich, Zukunft der X-H Serie?

Auch zur Fuji X-T3 hat sich Toshihisa lida in dem Interview kurz geäußert und seinen Angaben zufolge ist die Kamera rund 40% erfolgreicher als die X-T2, die ja schon alles andere als ein Ladenhüter war. Allerdings stehe die X-T3 etwas zu sehr in Konkurrenz mit der X-H1, weshalb man bei der X-H2 wohl stärkere Unterschiede zur X-T3 herausarbeiten möchte. Es sollen in Zukunft aber definitiv beide Serien weitergeführt werden.

Um den Vollformatbereich wird Fujifilm übrigens weiterhin einen Bogen machen, da der Markt laut Fuji nur zu einem Drittel aus Vollformatkameras und zu zwei Dritteln aus APS-C-, Mikro-Four-Thirds- und Mittelformatkameras besteht. Wenn sich die anderen Unternehmen aktuell also fast alle auf den Vollformatbereich konzentrieren, kann Fuji im APS-C- und Mittelformatbereich für Furore sorgen.

Quelle: Imaging Resource

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

101 Kommentare

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  • Für Canon ist die Zukunft sicher düsterer als je erwartet – aber wer zu lange schläft und erst kurz vor dem neuen Winter erwacht, hat kaum genug Zeit sich neuen Speck anzufressen…
    Vielleicht am Ende für alle Canon-Fotografen gut, wenn Canon sich jetzt mal überschlagen muß um halbwegs technisch mit zu kommen.

    Und noch besser für Fujifilm, wenn sie mehr verkaufen als erwartet – wenn auch auf eher geringem Niveau (viel geringer als Canon).

    Canon bin ich los und Fuji habe ich gerade auch verkauft – beide werden noch ein paar Jahre brauchen um zu dem technischen Niveau aufzuschließen mit dem ich jetzt lieber arbeite.
    Aber Technik ist nicht alles und wer keine Super-Tele nutzt, der hat weiter spaß mit Fuji oder Canon-DSLR.

      • das ist, wie immer – schwierig allgemeingültig zu beantworten.
        Aber die neuesten Kameras der Alpha Serie bieten bei entsprechenden Objektiven, 100-400 mm und 2.8/400 mm – das was am weitaus meisten scharfe Treffer liefert.
        Bisher war das Nikon D500/D5 und das geht immer noch sehr gut – es mangelt aber an modernen, schnellen Objektiven.
        Sigma und Adapter waren für mich leider keine verlässliche Hilfe.
        Der Wechsel hat aber ein großes Preisschild – aber ich denke, wenn man bei Canon/Nikon bleibt, wird es noch teurer, weil man ja doch alles austauschen muß, oder man ist zufrieden, wie es vor 2 Jahren war.

      • @Cat

        Das meinst Du jetzt aber nicht im Ernst, dass Du wegen scharfer Bilder zu Sony gewechselt bist. Das ist ja echt der Brüller!!! Scharfe Bilder kann man mit allen Kameras machen! Oder mache ich etwas falsch, dass ich auch scharfe Bilder habe? Leider reicht mir persönlich das noch nicht aus, ich will gute Motive – und die kann man leider nicht kaufen! Auch nicht bei Sony!

      • Danke für Ihre ausgesprochen neutrale Information.

        Ich denke, bei Sony sind Sie ganz genau richtig.

        Alle anderen erfreuen sich am Dual-Pixel-Autofokus.

      • Tja einige gehen zu Fuß in die Stadt und andere mit dem Hybrid.
        Unbestreitbar dürfte aber sein, das der Fahrer schneller am Ziel ist und vor mehr erledigen kann (sofern Parkplatz).
        So ist es auch mit den heutigen Fotokameras, die EOS R ist zu Fuß gut nutzbar und die Alpha ist ein leiser, schneller Hybrid – der ein Schweinegeld kostet.
        Bloß kein Neid.
        500 mm , 600 mm, 250-600 mm sind Anfang 2020 verfügbar- bis dahin reichen vielen die Canon Linsen.
        Abgesehen davon – wer ein 2.8/400 mm verfügbar hat, braucht kaum jemals ein 500 mm, 600 mm, 800 mm – das erledigen Konverter, Halbformat-Gehäuse oder Ausschnitte.

    • Ach Cat, gut dass Sony für so Vogelfotografen wie dich jetzt auch endlich ne 400mm Festbrennweite hat 😉
      Wobei du ab 500mm dann schon wieder bei Sony aufgeschmissen bist, bzw dich mit Dritt-Herstellern befassen musst. Oder die lahmen Dritthersteller-Adapter nutzen musst, um dir ne Canon Linse davorzuschnallen. Soviel zum Schärfevorteil…

      Ich kann dir nur sagen, die EOS R ist ein Träumchen für Studiofotografie, wo sie ihre Stärken mit dem komplett adaptierbaren EF-Arsenal, den 30MP und dem exakten Fokus ausspielen kann. Den Fokus findet sie bei mir sogar in einem Zimmer, wo die Tür nur 10cm aufsteht und ansonsten keine Lichtquelle existiert (und wo sogar der exzellente mittlere Fokuspunkt einer 6D versagt). Probier das mal mit deiner Sony, dann siehst du aber schnell alt aus. Und vergessen wir nicht – wir reden hier von Canons erster Generation.

      Und von wegen zu lange schlafen: Canon war noch nie erster mit irgendwas. Aber sie haben es drauf, irgendwann Kameras zu bringen, die Preis-Leistungstechnisch immer das meiste auf dem Markt in den Schatten stellen – siehe EOS M50. Und wenn die RP unter 1000 fällt, kann Sony sich warm anziehen.

      • und wer mit dem Messer richtig umgehen kann, wird der Sieger sein
        ein Messer kann immer stechen, die Einsatzzeit der Schusswaffen ist von der Munitionsmenge abhängig und die Phase des Nachladens kann tödlich sein

        ähnlich ist das in der Fotografie, was nützt mir eine innovative Kamera, wenn sie plötzlich nicht mehr kann, weil die 4 mitgeführten Akkus leer sind
        das ist fortschrittlich?

  • Tja, so unterschiedlich können die Prognosen und Sichtweisen sein, die im Fall von Canon und Fuji auch entscheidend durch die momentane Resonanz ihrer Produkte in der Fachpresse geprägt sein dürften. Fuji hat mit der X-T3 eine Kamera, die fast ausschliesslich in den Himmel gelobt wird, bei Canon sind die Meinungen über ihre DSLMs und ihre Strategie eher verhalten. Ich tendiere dazu, Fuji Recht zu geben, denn ich kann mir es nicht vorstellen, dass so viele Wettbewerber auf dem doch beschränkten VF-Markt Erfolg haben können, jedenfalls nicht, solange die Preise für aktuelle Technik und für ein brauchbares Objektivset derart hoch sind, wie dies momentan der Fall ist. Die Anzahl der Kunden, die mindestens 4´000 bis 5´000 Euro für eine VF-Ausrüstung ausgeben möchten, ist doch beschränkt. In den nächsten Jahren werden die Smartphones auch noch nicht an die Möglichkeiten einer guten APS-Systemkamera herankommen, dazu muss sich in der Objektivtechnik und Sensortechnik noch etwas tun, was sicherlich der Fall sein wird, aber eben noch etwas mehr Zeit braucht. Alleine schon die bei APS und mFT möglichen anderen Preisregionen sprechen für weiterhin weit grössere Absatzmengen als beim VF und somit für die Fuji-Prognose, die Qualität deren Produkte ergänzen dies dann. Warum Canon nicht auch das APS-Format als DSLM forciert und hier nur weniger als halbherzig das M-Bajonett am Leben hält ist mir ein Rätsel. Canon bedient momentan eigentlich nur die ganz preissensitiven und die preislich völlig schmerzfreien Kunden. Das Gros dazwischen überlässt man freiwillig der Konkurrenz, wie beispielsweise Fuji.

    • Thomas,
      eigentlich kann man täglich auf irgendeiner Fuji Seite lesen, „Hallo ich bin der XY und habe bisher mit Canon/ Nikon fotografiert“ viele haben auch nur beim „Halbformat“ den Hersteller gewechselt, ich kann auch nicht verstehen das die zwei Großen das klaffende Loch nicht stopfen. 🤔

      Da Fuji auch keine DSLR’s oder ein breitgefechertes Angebot an Kompaktkameras im Programm haben konnten sie da auch keine Einbrüche verbuchen, auch zu fragen „he welches Objektiv sollen wir bringen“ kommt beim Kunden an und verhindert gleichzeitig das man am Markt vorbei produziert.

      • ja ja, die Wechsler die meinen alles richtig gemacht zu haben.

        Blöd dabei ist nur, das das laute „Verlautbaren“ meist nur von den „extremen“ Seiten kommt, Stichwort Filterblase.

        Die allermeisten sind jedoch zufrieden mit dem was sie haben und geben das natürlich nicht jeden Tag im Internet zum „Besten“. In diesem Fall also: sie fotografieren einfach und gut ist.

        Das dieses Forum eine klare Tendenz hat den vermeintlichen Marktführern Nikon und Canon zu attestieren, das andere Mütter schönere Töchter haben – geschenkt. Nur sollten dabei die lautesten „Verlautbarer“ nicht den Fehler machen zu glauben, das ihre Filterblase die einzig richtige ist.

      • Pateese,
        woher kommen denn die Fuji Anwender, vom Himmel ? Alles Neuanfänger ? Fuji ist ein Hersteller welcher seit der Einführung ein jährliches „+“ verbucht (auch ohne Instax) und kein „-„ wie manch ein anderer Hersteller. Also woher kommen die Käufer wenn es sich nur um eine Filterblase handelt ?
        Es war damals eine schlaue Entscheidung von Fuji das F Mount fallen zu lassen und sich mit DSLM neu aufzustellen, genauso wie Panasonic, Olympus und Sony, und diese Neuaufstellung ist Fuji halt gut gelungen 📸

      • @ Mirko

        ….Pateese,
        woher kommen denn die Fuji Anwender…
        hallo Mirko,
        Pateese meint eher der Wechsel von Canikon zu Sony, weil die die schärferen Bilder machen.
        Hat Cat ja zumindest bestätigt.
        Zu Fuji wechseln kommt spätestens mit dem Alter, wenn alles zittert und der Rücken sich krümmt.
        Aber Spaß beiseite, habe gerade die Tage im Fenster der T3 gesehen, wäre schon eine tolle Ergänzung für mich, da öfter mal Altstadt/Hafen, ls der Hund an der Leine, rs dann die XT3.

      • @Rinde,
        aber wenn das Zittern anfängt hilft IBIS und Fuji hat kein Ibis 😂
        Naja der Rücken war letztendlich auch bei mir der Auslöser um von Groß auf Klein umzusteigen 📸

  • Damit hat Fuji alles richtig gemacht hat.

    Weil ich mir das schon vor fast einem Jahr so dachte habe ich meine Vollformat in „Rente“ geschickt und bin auf Spiegelloses Mittelformat und APSC aus dem Hause Fuji umgestiegen.

    Somit brauche ich mir in den nächsten Jahren keine Gedanken um neue Objektive machen, ob die genügend Auflösung (bis 150 Megapixel) haben, ich muss kein Adapter Gedöns mitmachen und die Bedienung der zwei Systeme ist gleich.

    Wichtig ist allerdings das man den richtigen RAW Konverter verwendet, in meinem Fall ist das CaptureOne. Ich habe schon lange nicht mehr so entspannt und flüssig wie mit diesen beiden Systemen gearbeitet.

    • ….ohhman… wie oft willst du eigentlich noch erzählen das du mit Mittelformat fotografierst?

      Manchmal hab ich den Eindruck, hier schreiben viele Bots oder Fake-Profile, die jeden Tag inhaltlich das selbe posten.

      • A, weil es vielleicht neue Leser nicht wissen und B, weil ich damit aus dem derzeitigen „Vollformat Wahnsinn“ draußen bin. Planungssicherheit ist bei mir ein Thema!

    • Alfred, was meinst du eigentlich mit „Vollformat Wahnsinn“?
      Hast vor kurzen erst selbst geschrieben, dass du mit deiner Canon KB-Kamera deinen Lebensunterhalt verdient hast und jetzt ist dieses Format auf einmal ein „Wahnsinn“ nur weil du jetzt auf dem APS-C trip bist?
      Ich meine, eine Kamera-Kombination aus MF und APS-C mit all seinen Objektiven die ich dazu brauche, ist auch nicht der „Weisheit letzter Schluss“.
      In diesem Forum lesen sicherlich auch Leute mit, die erst mit dem Fotografieren beginnen und sich orientieren möchten, was sie sich am besten anschaffen sollen und da schreibt jemand der sich als professioneller Fotograf ausgibt, „Vollformat ist ein Wahnsinn“!
      Ich habe bei der Anschaffung meines Foto Equipment auch schon einiges an „Lehrgeld“ bezahlt. Jetzt bin ich bei 2 gleichen KB-Kameras mit einigen hochwertigen Objektiven angelangt und das wars. (meine Planungssicherheit)
      Und noch etwas zu deinem Adapter Gedöns : Konnte Adapterlösung bei Canon testen, es funktioniert perfekt und bei Nikon wird es nicht anders sein.

      Warum hast du dir in deiner Zeit als professioneller Fotograf überhaupt ein KB-System angeschafft und nicht gleich alles mit MF und APS-C gemacht?

      • Hallo Kandy,

        es ist ein großer Unterschied ob jemand beruflich fotografieren muss oder als Hobbyist fotografieren darf.

        Es spielen da noch andere Faktoren wie die Verfügbarkeit von selten benutztem Equipment bei meinem Großhändler im Rent Service eine Rolle. Für Canon, Nikon, Hasselblad oder PhaseOne ist fast alles vorrätig. Meine Systeme waren Jahrzehnte lang Canon oder diverse digitale Rückteile an einer Fachkamera.

        Das Adapter Geschraube nervt beim Arbeitsablauf ungemein und kostet Zeit die nicht immer zur Verfügung steht weil es auch mal schnell gehen muss.

        Nach 47 Jahren als Berufsfotograf muss ich nicht mehr, sondern ich darf fotografieren was ich möchte und zwar dann wenn mir danach ist. Deswegen habe ich in ein System in der Oberklasse und in eines für unterwegs gewechselt. Das beide die selbe Bedienung haben, das Fuji einen sehr guten Update Service bietet und das es mit der Bildbearbeitung dadurch einfacher wird ist mir wichtig.

        Der Wechsel zu einem Spiegellosen Vollformat wäre wie ein Systemwechsel weil ich mir alle Objektive neu kaufen müsste. Da sind die wenigen Euros mehr im Mittelformat besser und sicherer angelegt. Vollformat im Gelände ist bei längeren Touren sehr anstrengend, das kann Fuji mit der leichteren X-T3 und den kleineren Objektiven fast genau so gut wie die VF.

        Ich hoffe ich konnte einige Deiner Fragen zufriedenstellend beantworten.

  • Drei ähnliche, keine gegenteiligen Meinungen!?! Das ist selten hier im Forum! Um so überzeugender erscheint die Einschätzung von Fuji. Allein dies ergibt ein gutes Bild von Fuji: die haben verstanden!

  • der Marktführer …. blah blah blah …
    Ja so langsam must du dich von diesem Standard Satz für Canon verabschieden. Canon hat ja bereits die Vorhersage der Imaging Division für Kameras FY 2019 mit -6% gegenüber FY 2018 nach unten korrigiert.

  • Ich halte Fuji nach wie vor trotz der vielen neuen VF-Kameras für ein attraktives System.
    Meine X-T3 ist deutlich schneller und schlanker als die Canon EOS R, die ich heute in der Hand hatte.
    Ausserdem ist eine Fuji APS-C Ausstattung immer noch deutlich günstiger als ein VF-System von Sony, Canon oder Nikon.
    Der Markt für VF-Kameras wird meiner Meinung nach komplett überschätzt. In diesem Segment tummeln sich gerade zu viele Anbieter mit zu vielen teuren Kameras. Wer soll das kaufen?

  • Die Canikon Krise war sowas von abzusehen. Jetzt noch in sterbende Schwingspiegelbajonette zu investieren, scheint vielen Klassenauf- bzw. Fotografieneueinsteigern zu gewagt oder schlicht unsinnig, zumal viele von den weichen optischen Rechnungen steinalt sind und nur fürs Marketing immer wieder umgelabelt wurden. Die neuen Spiegellos-Bajonette liefern aber entweder noch nicht genügend oder viel zu teure Auswahl an Glas. Zumindest Nikon hat zwei saubere Erstgenerations-FF-DSLMs in den Markt geworfen, allerdings nicht genügend oder genügend attraktive Gläser, so dass jeder der mit Nikon in das FF-DSLM einsteigen wollte, dann vielleicht doch lieber die zweite Generation an Bodies abwartet.

    Canon hat bodyseitig gar nix gemacht, außer zwei unglückliche, thermisch delikate Spiegelsensorbastarde in den Markt zu werfen, hat im Grunde also nur jeweils eine 5D und eine 6D ihrer Spiegel beraubt. Das waren aber zwei Spiegelkameras, die bereits bei Erscheinen sensor- und prozessorseitig schon nicht mehr wettberbsfähig waren und die jetzt durch die Bastardisierung nur noch mehr an ihrer ursprünglichen Leistung eingebüßt haben, denken wir nur an die unzeitgemäßen Serienbildraten unter Fokusnachführung oder den ‚Sucherlag‘. Dafür versucht Canon ein paar entsprechende Imageträger-Scherben für Highend Kunden zu vermarkten, die 98% der potentiellen Kunden weder tragen noch bezahlen wollten.

    Fuji hat es richtig gemacht, nicht etwa mit dem Mittelformatexoten, der immer ein Exot bleiben wird, auch wenn Prokosch hier im Forum noch zwei weitere Jahre rumpelstilzchenesk ums MF-Feuer tanzen wird, aber mit dem APS-C Format. Nur Pentax und Fuji haben es verstanden, bezahlbares und qualitativ ansprechendes Glas für dieses Segment anzubieten, das auch Hobbyenthusiasten und sogar die sog. ‚Profis‘ zu überzeugen weiß.

    Die anderen drei Hersteller haben das Format entweder von Anfang an nicht ernst genug genommen gehabt, ganz egal ob mit oder ohne Spiegel, oder sie haben dort bewusst gepennt, um Hobby-Landschaftsleute wie mich ins FF zu erpressen, was ihnen an meinem Beispiel und an Sony’s mit dem Erscheinen des 24-105 dann auch gelungen ist.

    Der Fanboyismus bei Canon ist stark und das Trägheitsmoment vorhandener Linsen trägt sogar noch weiter. Aber es wächst halt auch eine neue Generation heran, wie gleichzeitig die Klappspiegel-OVF-Mimimimi Rentnergeneration zusehends arthritischer und rheumatischer wird. Dass viele junge Leute heute Apple eher peinlich denn cool finden, mag Canon vielleicht auch so ereilen (zurecht!!!). Der Nokiahype war seinerzeit ja auch ganz schnell abgeklungen gewesen.

    Wenn Canon mit der kommenden EOS Rs auch nur eine schon vorhandene 5Ds(r) kannibalisieren wird, um den dort seit 2015 laufenden Sensor – nur um 20 MP aufgebohrt – hineinzufankensteinen, dann war es das für viele. Das war dann der sprichwörtliche Tropfen. Eine Landschaftskamera ohne Dual-Gain und BSI, die in der Postproduction auch nur Verstärkerrauschen und Bandingartefakte, aber eben keine Farb- und Detailinformationen in den Schatten preisgibt, ist schon seit 2012 nicht mehr zeitgemäß.

    Von der 6D auf die 6D Mk II hatten sie auch nur die Megapixel aufgebohrt gehabt. So macht VW das mit seinen Rumpfmotoren seit den 80igern. Wenn dann irgendwann die Zylinderstege reißen und keine thermischen und mechanischen Reserven mehr da sind (von den Abgasen oder der Laufkultur will ich gar nicht gesprochen haben), dann muss irgendwann ein R&D/F&E Waterloo kommen. So eine Halbleiterfab bedarf der ständigen Entwicklung und Innovation. Man braucht die besten Technologien, Physiker und Linien um wettbewerbsfähig zu bleiben. All diese Dinge und Spezialisten, wie auch die entspr. Lizenzen findet man nicht im Wald.

    Von daher stimmen beide Prognosen, die von Fuji (eine Firma die berechtigt weiter durchstartet) und die von Canon (einem sterbenden Riesen).

    • Der größte Vorteil von Sony sind übrigens die Objektive.
      Die kann man gegen die Wand werfen und hat mit ein bissel Glück hinterher sogar bessere Qualität als vorher. Das muss man erstmal hinkriegen.

    • Übrigens – die EOS M50 sowie das die EF-M 11-22 und 18-55 gibt es jetzt auch in gekrümmter Form – vor lachen über die Sony Landschaftsfotografen mit der hohen Serienbildrate und dem bei Szenen mit hoher Dynamik immer wieder zu kleinen Dynamikumfang.
      Was ich doch mit meiner EOS-M3, trefficherem Autofokus, F5,6 und HDR-Technologie mittels Lightroom doch die Sony-Jünger beneide – um ihre religiöse Fähigkeit, andere Kamerasysteme nicht mal zu testen.

      Dummerweise gibt es Kameras, die noch ein bissel mehr zu bieten haben als letztlich nicht ausreichende Sensordynamik, geringfügig höhere Serienbildraten, damit wenigstes ein Bild dabei ist, das scharf ist und einen nicht sonderlich empfindlichen Autofokus.

  • Ich tendiere weniger dazu einem der Beiden recht zu geben, vielmehr möchte ich ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern. Wie einige wissen, arbeite ich bei einem angesehenen Fotohändler in der Bodensee Region.

    Viele Kunden sind einfach sauer auf die Großen, zuerst haben sie den Markt verpennt und dann stolpern sie ausschließlich mit Vollformat Kameras in den Markt und vergessen dabei ihr APS-C Klientele, in dem sie diesen Markt nur Halbherzig oder gar nicht bedienen. Die Hauptargumente für Spiegellose sind erstens die Größe und zweitens das Gewicht, die weiteren Vorteile von solchen Systemen, wie z.B. elektronischer Verschluss oder Serienbildgeschwindigkeit usw., empfinden die Kunden eher als angenehme Nebenerscheinung. Was hilft eine kleine und leichte Systemkamera wenn diese Vorteile durch große, schwere Objektive verloren gehen.
    Haltet doch mal eine Sony a7x mit 90mm GM neben eine Fujifilm X-T3 mit XF56mm, da ist der Hobbykunde und auch der Hochzeitsfotograf nicht lange zu überzeugen und der Preisunterschied ist ein weiterer Kaufanreiz.
    Bevor mich jetzt der PM Shitstorm trifft, ja Sony verkauft sich auch super, aber ich rede jetzt über die Argumente für den APS-C / MFT Markt.

    Jetzt vergleichen wir mal die APS-C und MFT Systeme auf dem Markt.

    Olympus: Gute Kameras und hervorragende pro Objektive. Leider haben sie einen groben Marketingfehler begangen, in den sie vielen Händlern von heute auf Morgen den Pro-Vertrieb weggenommen haben, sind sie bei vielen Händlern ganz raus geflogen so auch bei uns und genau das bekommen sie gegenwärtig sehr stark zu spüren.

    Panasonic: Baut technisch sehr interessante Systemkameras mit teils klaren Fokus auf Video. Durch den MFT Verbund mit Olympus gibt es ein riesen Objektivsortiment wie bei Olympus auch. In letzter Zeit zeigen sich die Kunden vermehrt verunsichert, aufgrund der kommenden Vollformate. Ich muss immer wieder betonen, dass die S1/r lediglich eine Erweiterung des Portfolios darstellt.

    Sony APS-C: Gute Kameras mit tollem Autofokus, aber das Gehäuse polarisiert zu stark. Nix für große Hände und Grifferweiterung Fehlanzeige; mit z.B. großem Tele und großen Händen ein Desaster. Viele Kunden hoffen auf die a7000 und träumen von vom Gehäuse im klassischen DSLR Design. Auch das Objektivsortiment lässt stark zu wünschen übrig. Dank Fremdherstellern wie Tamron oder Sigma, gibt es das Eine oder Andere Schmankerl und die Zeiss Objektive sind auch nicht zu verachten. Ein Vorteil der unbedingt zu erwähnen ist, APS-C und Vollformat haben das gleiche Bajonett, toll für Aufsteiger.

    Canon: Leider haben die den Markt kräftig verpennt, mit der M-Serie haben Sie jetzt jedoch kleine und leichte Systemkameras im Angebot. Und das war’s dann auch schon mit dem Lob. Wie kann man sich nur auf einen Objektivdurchmesser von 60,9mm festlegen? Was bei kleinen Festbrennweiten noch ganz OK ist, verbaut einem bei Zoom- Objektiven die Möglichkeit, lichtstarke Linsen zu bauen. Lichtstärke ist nun mal mitunter von der Eingangsöffnung abhängig, der Herr Physik will das so und da kann auch Canon nix tricksen. Des weiteren war immer ein riesen Vorteil von Canon, dass der Einsteiger sich auch Vollformat Objektive kaufen konnte und die bei einem Aufstieg ins Vollformat mitgegangen sind. Für Kunden die sich jetzt ein M-System kaufen, war’s das erst mal, die Entscheidung für Vollformat kommt einem Systemwechsel gleich.

    Nikon: Nikon lag wohl mit Canon zusammen im Bet! Ein früher Versuch, mit dem Nikon 1 System, war eher als Experiment zu verbuchen. Jetzt endlich haben Sie zwei Systemkameras im Angebot aber wo bleibt die APS-C? Auf diese Art verprellen Sie sich die letzten APS-C Kunden die Ihnen sogar die halbherzigen Updates der D3XXX und D5XXX Serien nicht sonderlich krumm genommen haben. Immerhin hat Nikon noch die Chance den APS-C Fehler von Canon nicht zu machen, wenn sie den hoffentlich kommenden APS-C Spiegellosen das Bajonett der großen Schwester spendieren.

    Fujifilm: Die haben Ihre Hausaufgaben gemacht. Konsequente Weiterentwicklung der Kameras, eine hervorragende Firmware-Updatepolitik, und sie hören wie kaum ein Hersteller auf die Wünsche und Anregungen der Kunden. In wenigen Jahren ist das Objektivportfolio kontinuierlich gewachsen und lässt zwischenzeitlich fast keine Wünsche offen.

    Pentax: Schlaf mein Prinz, schlaf….

    Kommen wir zum Verkaufs Ranking für nicht Vollformat Kameras.
    (Bezieht sich ausschließlich auf die Verkäufe in dem Geschäft in dem ich arbeite und auf Aussage eines Händlers in einem Nachbarort. Des weiteren ist das Ranking regional bedingt.)

    1. Fujifilm
    2. Panasonic
    3. Sony
    4. Canon
    Olympus und Pentax nicht im Vertrieb.
    Nikon und Leica – nicht relevant!

    So, und da ich mit dem Adler Suchsystem tippe, halte ich jetzt meinen glühenden Finger unters eiskalte Wasser.

    • Danke für den informativen und sachlichen Kommentar aus erster Quelle – dem Fotofachgeschäft. Das sind die Infos, die wir brauchen und entgegen der vielen subjektiven Meinungen mit Fakten arbeitet. Klasse!

    • Genau so. Und deswegen hab ich mir gestern die G9 mit ein paar Leica Objektiven gegönnt. Das schwere Canon Geraffel mit all den L Objektiven hat zwar nicht ausgedient, da ist die 5D MK IV zu schade für, aber sie wird nur noch sehr reduziert eingesetzt.

    • Also,
      gefühlt, was auch meinen kleinen Händler angeht, hast du den Nagel auf den Kopf getroffen.
      Bin nur mal gespannt, was so im Bereich des 2/300ers von Fuji noch kommen soll. Ich denke nicht, daß das jetzt ein Verkaufsrenner ist.

      • Ich habe letzte Woche das 200mm 2.0 mit dem 1.4xKonverter ausprobiert, ich muss schon sagen, ein netter WOW-Effekt war sofort vorhanden. Liegt aber leider nicht in meinen Budget, ich habe standardmäßig das 100-400mm.

      • Hi Pinin,
        ja, leider ist das 2/200 auch too much für mich.
        Hatte das zusammen mit der X-T3 auf der Photokina kurz getestet. Ein hervorragendes Objektiv, ist aber nunmal ein 300er umgerechnet. Wenn man dagegen ein 2,8/400 oder eine noch längere lichtstarke Linse sieht, bzw. deren Fotos, ist bei mir der WOW-Effekt einfach noch größer.
        By the way, bist du auch so zufrieden mit dem 100-400?

    • Bei allem Lob an Fuji – sollte man nicht übersehen:

      Viele der frühen Objektive sind jetzt schon veraltet, AF, Blendenringe, Sonnenblenden – eher ein Grauen.
      Fuji hätte längst 14 mm, 18 mm, 27 mm, 35 mm, 18-55 mm, 60 mm mit neuer Technik u Mechanik ausstatten müssen.
      2.8/16-55 mm und 18-135 mm enttäuschen viele, das 2.8/8-16 mm ist extrem groß u teuer, das 80 mm vignettiert zu stark u überzeugt die wenigsten. Mein 100-400 mm war nach einem Jahr ständiger Nutzung fast ausgeleiert.
      Also für mich, nicht alles Gold was glänzt!
      Und keine Aufstiegschance zu Vollformat!
      Es fehlen immer noch dringend:
      16-80 mm – 4/300 mm – Fisheye, und einiges mehr.

      Nikon kann viel gewinnen, wenn sie sich auf ihr DX-Format besinnen, das sie als erster eingeführt haben – eine Z500 und Z7500 u Z3500 müssen her!
      Sony macht bisher alles richtig – aber teuer.

      • Blendenringe ein Grauen? Für mich sind Blendenringe am Objektiv genau ein Vorteil des Fuji-Bedienkonzepts. Für mich (erhebe keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit) passt das wunderbar und ist genau ein Teil des Umstands, weshalb ich die Bedienung der Fuji so intuitiv und einfach finde. Was die Sonnenblenden betrifft, soweit ich das bisher beurteilen kann, sehe ich zwischen den Fuji-Sonnenblenden und denen anderer Marken keinen wesentlichen Qualitätsunterschied. Und ein Fisheye vermisse ich auch nicht, Fisheyes sind schon sehr spezielle Objektive mit selten passenden Darstellungenseigenschaften. Falls man es doch vermisst, kann man ja auf Dritthersteller wie Samyang zurückgreifen.

      • Fisheye? Samyang 8mm, Preis/Leistung absolut stimmig für so ein hin & wieder Objektiv (inklusive Blendenring)

    • Ich nutze das M-System und bin absolut begeistert. Wenn man wie ich nicht – und das war ich nie, auf’s Zoomen angewiesen ist, bekommt man auch hier äusserst lichtstarke Optiken. Mit Adapter ist sowieso alles kein Problem. Canon hat hier neben den PowerShot’s ein nettes Hintertürchen für den APSC-Bereich geschaffen.
      Habe übrigens meine letzte Vollformat – eine 610 nachdem mir meine 750 Nik geklaut wurde verkauft. Alles zu voluminös und teuer für Reisen (wenn es geklaut wird). Vollformat mit Spiegel bekommt man übrigens inzwischen ab ca.600 Euronen (z.Bsp.5DII)- wer es braucht. Eine Top-Kamera.
      Fuji? Naja, wer’s mag und für einen derartigen Systemwechsel bereit ist… Bei Canon mit seinem M-System kannst du alles anflanschen. Selbst die teuersten L Optiken. Sieht zwar durch das Grössenverhältnis teils merkwürdig aus, aber es geht. Ich sehe nicht, dass die irgendwas verpennt haben. Eher schaffen sie was neues, sind innovativ .

      • Wobei Canon ja selber sagt, sie schauen sich mal an, wie das M-System noch so läuft. Aber ist doch schön, wenn für dich das System passt.
        Eigentlich eine völlig unsinnige Strategie, die Canon da so fährt. So ähnlich wie Nikon mit seiner V1. Das versteht doch kein Käufer und schon gar nicht ein Aufsteiger innerhalb eines Systems, daß er ein völlig anderes Bajonett hat.
        Bisher war es so, ich konnte (bei Nikon jedenfalls) schon Vollformat-Linsen für meine APS-C Kamera verwenden und beim Aufstieg auf Vollformat dann erstmal die APS-C Linsen weiter verwenden.
        Wenn ich da erst einen Adapter brauche, fühle ich mich auch nicht mehr ans System gebunden. Da kann ich gleich das für mich passende System suchen. Sony z.B. arbeitet auch sehr gut mit Canon Objektiven zusammen.
        Mal sehen, was da so im Vollformat-Sektor geboten wird. Das wird erstmal ein Innovation-Treiber bei der ganzen Konkurrenz werden, denke ich.

      • Könntest recht haben. Allerdings glaube ich nicht, daß Canon (oder ein anderer Hersteller) dauerhaft ein anderes APS-C Bajonett als das Vollformat Bajonett laufen lassen wird.
        Die haben ein viel zu großes Interesse daran, daß APS-C Nutzer zum Vollformat der eigenen Marke aufsteigen.
        Aber vielleicht bleibt das M-Bajonett ja auch. Dann müssten die Verkaufszahlen allerdings wirklich hoch genug sein.

    • Dein Verkaufsranking ist absolut nicht aussagekräftig. Gerade in solchen kleinen Shops, wo man Kameras noch anfassen kann, verkehrt erstens ein ganz anderes Klientel namens „Ich komme ohne Plan und brauche jemand, der mir sagt was ich kaufen soll“-Kunden.
      Und zweitens wirst du wahrscheinlich die Leute bei der Kaufentscheidung auch (vielleicht sogar unbewusst) beeinflussen, so wie ich es schon öfter in solchen Shops am eigenen Leib erfahren habe.
      Ich komme rein, will die EOS R ausprobieren und der Verkäufer kaut mir 20 Minuten ein Öhrchen über Sony, obwohl ich ihm schon zu Anfang erklärt habe dass ein Systemwechsel aufgrund der Anschaffungskosten für neue Objektive für mich nicht in Frage kommt.

      Schau mal beim Geizhals Preisvergleich in die Top 10 (Beliebtheitsranking) oder beim größten amerikanischen Händler B&H bei den Bestsellern. Da zeichnet sich ein GANZ anderes Bild:
      https://geizhals.de/?o=35
      https://www.bhphotovideo.com/c/buy/items/ci/29242/N/3722173815

      • Sorry, aber die kleine Dorfklitsche sind wir nicht, wir haben auch einen rissigen Online Shop der mehr als 80% des Gesamtumsatz ausmacht, ein Ladenlokal leistet man sich heute ausschließlich aus Image Gründen. Beraten werden bei uns Kunden nach eingehender kurzer Bedarfsanalyse, in allen Richtungen. Die Kunden die komplett ohne Plan ins Geschäft kommen sind sehr gering, viele Kunden kennen jemanden der jemanden kennt der Fotograf ist, und andere haben gelesen das… Und ja, auch von mir werden Kunden nach dieser kleinen Bedarfsanalyse eventuell unberaten. Nur weil sein Bekannter der ein „super Fotograf“ ist ihm sagt, das nur Vollformat das Wahre ist und die Canon EOS 5D Mk VI die beste Kamera auf dem Markt ist, braucht es nicht für ihn so sein, vielleicht ist ja doch
        Wie ich betont habe ist das Ranking auch Regional, ich würde mir nicht anmassen etwas anderes zu schreiben.
        Du hast z.B. das B+H Ranking angeführt. Glaubst du wirklich das die Sony RX1R II unter den best verkauten Kameras ist, oder die Nikon D810, Canon EOS 6D (erste Generation) usw. Die Sony RX1R z.B. hat ein ganz spezielles Klientel und ist alles andere als ein Verkaufsschlager. Die anderen beiden Kameras die ich aus der Liste erwähnt habe, sind veraltet sowie auch die Sony’s a MKII und liegen wie Blei im Lager. Solche Rankings werden von vielen Anbietern geführt um bei den Kunden ein Must Have Gefühl zu erzeugen und damit die Lagerrestbestände abzubauen.

      • Das erklärt immer noch nicht das Geizhals Ranking.
        Das kann zwar auch mal durch Schnäppchenangebote etwas schwanken, aber generell kann man davon ausgehen, wenn sich dort eine Kamera wie die Sony A7III, EOS R oder Nikon Z6 monatelang in den Top Ten halten, hat dies auch in bundesweiten Absatzzahlen einen großen Einfluss.
        Während Fuji und Pana dort eher Kategorie „ferner liefen“ ist.

      • Uneternal,
        letztendlich sagt der Name schon alles, Geizhals….
        Ich gehe immer noch zum konventionellen Fotofachgeschäft, in meinen Fall Calumet, und lasse mir gerne irgend einen Quatsch aufschwatzen da ich total blöd bin und von nix eine Ahnung habe….
        Das einzige was ich mal auf solchen tollen Seiten bestellt habe waren Objektive von 7Artisans oder mal einen Filter, ansonsten bin ich dankbar für persönliche Fachberatung wo dennoch 10-15% Rabatt drinnen sind 👍

    • Genau so ist es und nicht anders!! Habe mir gestern nach 15 Jahren Canon meine erste Fuji bei meinem Händler gekauft…bin begeistert, aber wir müssen erst noch Freunde werden 😉 Habe fast alles von Canon verkauft, meine Sony a6300 mit dem 16-70 Zeiss darf noch bleiben, aber die Tendenz geht ganz klar zum kompletten Fuji Wechsel!
      Schon alleine die Akku-Politik von Canon, hatte jetzt zum Schluss vier verschiedene Akkus.

    • Zitat:
      „Viele Kunden sind einfach sauer auf die Großen, zuerst haben sie den Markt verpennt und dann stolpern sie ausschließlich mit Vollformat Kameras in den Markt“

      Das betrifft Canon nicht, die mit der EOS-M schon eine für Landschaftfotografie recht gute Kamera boten und nun mit der EOS M50 eine sehr gute und wie von mir vorausgesagt sehr erfolgreiche Kamera im Markt haben.

      Das betrifft Nikon, die schon immer den Fehler machen, sich auf professionelle Portraitfotografen zu konzentrieren, die aber weitgehend am Aussterben sind.
      So hatte Nikon über viele Jahre kein Ultraweitwinkel im Sortiment. Da musste die Leute auf das 10-20 mm von Sigma ausweichen. Jetzt haben Sie eines im Angebot, aber nur für DSLR-APS-C. Aber DSLR ist was für Leute mit der heiligen Christopherus-Plakette, wie es Otto Waalkes formuliert hat.
      Nikon wird wohl wie Leica im Lager der Exoten verschwinden, wenn sie weiter auf teuer setzen. Oder sie gehen pleite.

  • Ich würde tatsächlich keinem der beiden widersprechen 😉 Canon schaut wie auch bei den Kameras nur auf sich selbst und da ziehen dunkle Gewitterwolken auf, auch wenn sie mit viel Geld positives Feedback kaufen. Fuji macht derzeit alles richtig. XT3, günstiger als der Vorgänger und vollgepackt mit Video Features, wer hätte das vor 4 Jahren gedacht. Und wäre das 18-55 2.8 mit OIS würde ich nicht auf die XH2 warten.

    • Ja, das wäre toll, wenn das 16-55 OIS hätte. Ebenso das 90er.
      Und, das habe ich gerade in einem ziemlich heftigen Sturm erlebt, bei dem auch der parkende Wagen schon am schwanken war, Fuji kann Bildstabilisatoren bauen.
      Das 100-400 hatte erst so stark hin und her geschwankt, daß es in den Sport-Modus gewechselt war. Wenn ich es geschafft hatte, die Linse mal einen kurzen Moment ruhig zu halten, ist der normale Stabilisator angegangen. Und da war einfach Ruhe, das war extrem beeindruckend, wie standhaft das Objektiv war. Der Sturm war im Sucher kaum zu bemerken. Deshalb, Fuji kann OIS.

  • Also ich glaube eher an die Canon Version, denn ich hatte das Vergnügen mit dem i-phone XS Max meiner Tochter fotografieren zu dürfen. Die Qualität bei normalen Lichtverhältnissen ist unglaublich und bis DIN A4 Grösse nicht von einem DSLR/DSLM-Foto zu unterscheiden. Und selbst Nachtfotos sind unter bestimmten Bedingungen bis zu DIN A4 sehr beeindruckend. Aus ihrer Klassenstufe habe zwei 2 (zwei) eine Kamera, alle andern fotografieren mit dem Handy. Das sind gerade mal etwas mehr als 2% (96 Schüler). Also ich würde mich freuen, ich läge falsch, aber der Optimismus von Fuji hört sich für mich eher an wie das Pfeifen im dunklen Wald.
    Und mal ganz nebenbei, wenn man die Sofortbildkameras bei Fuji abzieht, sind die Verkaufszahlen doch recht übersichtlich.

    • Definitiv, ich bin schon verblüfft was mein Samsung alles kann…aber das ist erst der Anfang!
      Sony bringt in Kürze das Smartphohne Xperia1 mit 4K Display, dreifach Kamera und Augen-AF heraus 😉
      Da werden einige ins schwitzen kommen, besonders Canon! :))

    • Mit den Smartphones, erst recht mit den derzeit besten wie dem XS Max oder dem Mate 20 Pro, kann man hervorragende Fotos machen, ja joe, das stimmt zweifellos, allerdings vor allem hochwertige Knipserfotos, bei denen die Kameras der Telefone und deren Software das ausgleichen, was dem Bediener an Fotofachwissen fehlt. Telebrennweiten, mal abgesehen von ganz geringen Brennweitenstufen (bei Huawei) sowie digitalen und damit minderwertigen Zoomfunktionen, fehlen bei Smartphones noch vollständig. Ebenso schnelle Serienaufnahmen. Ausschnittsvergrösserungen werden ebenfalls sehr schnell qualitativ völlig minderwertig. Die Nachtfotos, die ich bisher von aktuellen I-Phones und Huaweis (habe selbst eines) gesehen habe, wirken doch eher unnatürlich und künstlich aufgepeppt. Über letzteres beschwere ich mich nicht, denn ich finde dies immer noch besser, als die bisherige Situation, dass solche Aufnahmen mit Smartphones gar nicht möglich waren. Nur, mit guten Schwachlichtaufnahmen aus hochwertigen DSLMs (oder auch DSLRs) ist das meiner Ansicht nach noch nicht vergleichbar.

      Als Schüler mit 15 Jahren hatte ich mir selbst auch noch keine VF-Spiegelreflex leisten können und wenn ich das richtig in Erinnerung habe, auch keiner meiner damaligen Mitschüler. Als damals schon sehr interessierter Hobby-Fotograf, hatte ich eine kleine Kompakte Yashica mit Festbrennweite, etwas, was preislich mit heutigen Smartphones vergleichbar ist. Aus meiner Jahrgangsstufe meiner Schule wurden aber dann gleich 2 Mitschüler Berufsfotografen, beide begannen erst gegen Ende der Oberstufe mit ernsthafter Fotografie. Es wundert mich also nicht, dass in den Klassenstufen von 12-17 Jährigen kaum hochwertige Kameras vorhanden sind und halte dies für die Zukunft des Kameramarkts für wenig aussagekräftig. Übrigens, meine beiden 8-jährigen Jungs haben Kameras seit dem sie 4(!!!) waren, erst billige Kinderkameras, dann Kompaktkameras, mit denen sie begeistert ihre Umwelt festhalten und dokumentieren. Ich muss mich mit Händen und Füssen dagegen wehren, dass sie mir meine DSLMs stibitzen. Smartphones haben sie hingegen noch nicht.

      Ich kann also aus meiner persönlichen Erfahrung etwas ganz anderes für den Fotomarkt prognostizieren und zwar eher das, was Fuji als Zukunft vermutet 😉 .

      • P.S.: …… und für die Zukunft des Smartphone-Markts sehe ich aufgrund meiner Erfahrung aus meiner Famile schwarz 😉

      • …hinzu kommt das auch der Markt für Smartphone langsam gesättigt ist und ein Smartphone mit Top Ausrüstung auch keine 2,50€ kostet…achja und Huawei wurde doch schon wieder ertappt dabei „echte“ Kamerabilder als eigene Smartphone Bilder auszugeben 📸

        Was macht dein Kamlan 50/1.1 ?

      • Hallo Mirko,

        das steht zur Zeit im Regal hinter mir und wartet auf seinen nächsten Einsatz. Ich hatte die letzte Woche leider so gut wie keine Zeit für´s Fotografieren gefunden. Familie und Beruf hatten Vorrang. Soweit ich es bisher testen konnte bin ich sehr zufrieden damit und es erweitert meine fotografischen Möglichkeiten. Ich versuche Stimmungen einzufangen und das kann man mit Blitzeinsatz praktisch nie. Also bin ich ein dankbarer Abnehmer von lichtstarken Objektiven, um solche Fotos auch bei Schwachlicht machen zu können. Das Kamlan erweitert deshalb für wenig Geld meine fotografischen Möglichkeiten und ich finde, die BQ mit diesem Objektiv möglich ist, ist erstaunlich gut. Wenn meine Fotokasse wieder stimmt, könnte ich mir aber vorstellen auch das 56mm 1,2 Fuji mir zuzulegen. Der AF fehlt mir bei den meisten Fotos mit dem Kamlan halt schon.

        Wie bist Du mit Deinem 7artisan zufrieden?

      • …das 7Artisans gefällt mir so gut das ich mir das 35/1.2 auch gleich noch bestellt habe. Gerade das diese Objektive keinen AF bieten machen sie für mich interessant, man muss sich halt wieder Zeit nehmen und sich durchbeißen, bei einen Fujinon würde ich (macht der Gewohnheit) ruckzuck wieder auf AF stellen und fertig.
        Das 56mm ist ein feines Objektiv wird Dir bestimmt viel Freude bereiten, das „einfache“ erhält man ziemlich „günstig“ in Holland.

      • @Thomas Müller

        Die Schüler über die ich rede sind in der Abitursklasse und könnten sich zum grössten Teil locker eine vernünftige Kamera leisten, aber ich sehe es doch bei meinen Töchtern, seit die Handys so gut geworden sind, nimmt keine mehr eine meiner Kameras mit, was früher doch öfters der Fall war. Die Wollen zwar gute Fotos aber vor allem das erlebte sofort teilen und das geht am besten mit dem Handy, dazu haben sie das immer dabei, also ich hoffe ich täusche mich, aber ich fürchte ich habe Recht mit meiner Prognose.

        @Mirko

        Das stimmt, der Handy Markt ist gesättigt, aber das ist auch der TV-Markt und leider auch der Kameramarkt. Sei mal ehrlich, bräuchtest du eine neue Kamera um bessere Bilder zu machen? Ich nicht, wenn dann geht es doch nur darum mal wieder was Neues zu haben. Wo sind denn die Kameras in den letzten 8/9Jahren besser geworden? In der Bildqualität doch nur marginal, einzig im Videobereich hat es Fortschritte gegeben, allerdings werden ca. 98% aller Videos mit dem Handy gemacht. Wie gesagt, falls nicht der absolute Superknaller kommt sehe ich eher pessimistisch in die Fotozukunft.
        Übrigens meine Jüngste hat sich auf Weihnachten eine Sofortbildkamera von Fuji gewünscht, die war 4 Wochen im Einsatz, es wurden ca 20 bis 25 Bilder gemacht und jetzt liegt sie nur noch in der Schublade, da die Bilder so klein sind, dass man selbst mit dem schlechtesten Handy bessere Bilder macht.

      • @joe
        Du hast schon recht, es existieren natürlich auch gewichtige Argumente dafür, dass der Kameramarkt weiter schrumpfen könnte. Ich würde dies jedoch nicht an der Beobachtung im eigenen Umfeld festmachen, das ist für eine statistische Relevanz einfach eine zu geringe Anzahl an Probanden, die noch dazu nicht unbedingt repräsentativ für den potentiellen Käufermarkt ist. Smartphones vergleiche ich mit den früheren Billigkameras, wie den „Ritsch-Ratsch-Klicks“, auch die waren sehr weit verbreitet und lieferten für damalige Verhältnisse und Erwartungshaltung an Fotos brauchbare Bilder. Trotzdem stiegen dann doch viele im Laufe des Lebens auf SLRs oder hochwertige KB-Kameras mit Festbrennweite um. Auch damals waren dies Leute, die mehr von der Fotografie wollten, als den Schnappschuss vom Familienfest oder die Gruppenaufnahme vom Ausflug des Kegelvereins. Für die nächsten Jahre bin ich deshalb für die Entwicklung des gesamten Kameramarkts nicht ganz so pessimistisch, gebe aber zu, dass bei mir auch etwas Zweckoptimismus hinzukommt.

      • Mirko, danke für den Tipp mit Holland, ich schaue mich mal um, wen Du dabei meinen könntest. Aber auch zu Hause in der Schweiz ist Fotoequipment beim „richtigen“ Händler oftmals günstiger als in D.

        An das 35mm 1,2 habe ich auch schon gedacht, tendiere momentan aber eher zum Fuji 35mm 1,4, das ja preislich nicht abgehoben ist und trotzdem licht- und abbildungsstark ist. Klar, es ist eines der ältesten XFs, aber es hat immerhin einen AF. Da ich mit der 35mm Brennweite weder schnelle Serienaufnahmen machen noch Hochzeitsfotografie betreiben möchte, stört mich der nicht ganz so schnelle und etwas lautere AF kaum.

      • Joe,
        natürlich kann man mit den älteren Modellen weiterhin sehr gute Aufnahmen erzielen und ich glaube die wenigsten erneuern ihre Kamera jedes Jahr aufs neue. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe liegt der Schnitt bei 4,6 Jahren bevor die Kamera durch ein neues Modell vom Verbraucher ersetzt wird.
        Für mich würde das bedeuten XT1,XT3,XT5 usw. aber was würde es bedeuten wenn kein Nachfolger im laufenden Zyklos vorhanden ist? Nochmals das gleiche Modell kaufen, warten auf das Neue ?
        Wenn man so liest hört man doch gerade von Canon Anwendern das sie das warten leid sind und sich was Neues wünschen, egal ob DSLR oder DSLM.
        Auf der anderen Seite berichtet uns Canon das der Markt bei Kompaktkameras sowie Einsteigerkameras (DSLR) stark rückläufig sei, was macht Canon ? Sie stellten uns 2018 gleich 3 Einsteigerkameras vor und wie man gerade auf dieser Seite lesen kann soll die nächste Einsteigerkamera folgen. Was ist mit den Semipro Modellen ? Nichts, warten warten warten, ich kann da einige genervte Canon Anwender verstehen. Ich vermute auch Du würdest wieder Geld ausgeben wenn ein Nachfolger deiner 5D MK??? erhältlich wäre, oder nicht ?

      • Thomas,
        wie soll man das beschreiben,
        die Fuji Optik „die Landschaft“ perfekt bis in die Ecken
        7Artisans, „der Baum in der Landschaft“ inkl. Vignette
        oder wenn man die Farben der Fuji total verschiebt passt das 7A mit seinen analogen Charme besser zum Look und in der Kneipe macht das Ding auch reichlich Spaß 😂

      • @ Thomas Müller
        Natürlich hast Du Recht, dass meine Beobachtungen bei meinen Töchtern keine zuverlässige Aussage zulassen, durfte (musste) mich selbst 5 Jahre während des Studiums mit Statistik und Ökonometrie befassen, dennoch ist die beobachtete Grundgesamtheit relativ gross, da ich als Dozent an einer Fachhochschule mit über 1500 Studenten arbeite und mich auch mit meinen Kollegen/Studenten austausche. Ich bin dort das Fosil mit der DSLR-Kamera, ab und zu sieht man eine Sony, das wars dann aber auch. Und wie gesagt es ist ja auch keine Vorhersage, sondern nur eine Beobachtung, die mich – bezüglich Kameras – etwas pessimistisch stimmt. Hoffen wir, dass ich so richtig liege wie bei meinen Lottozahlen – nämlich total daneben!

      • @ Mirko

        Vor ein/zwei Jahren hätte ich dir zu 100% rechtgegeben, da hätte ich das nächste Modell vorbestellt, aber inzwischen bin auch ich etwas vernünftiger geworden, weil ich meine Bilder der letzten 10 Jahre auf Wunsch der Kinder (für den 18. Geburtstag) sortiert habe. Das Erstaunliche war, dass nicht unbedingt die neuesten Bilder die besten waren, sondern die bei denen das Motiv stimmte. Die Qualitätsunterschiede der Bilder sind so minimal, dass letztlich nur das Motiv entscheidet.
        Der Zufall wollte es, dass ich Canonnutzer wurde. Canon hatte 2010 einfach die mit Abstand beste, bezahlbare VF Kamera (5D MKII), wäre sie von Nikon oder Sony oder wem auch immer gekommen, hätte ich heute eine andere Marke. Dass Leute, die sich ein neues System kaufen, sich vorwiegend für Sony entscheiden verstehe ich durchaus, aber als Bestandskunde zu wechseln, weil Canon etwas hinter Sony herhinkt verstehe ich wirklich nicht, denn in ein bis zwei Jahren kann sich das umkehren und die Unterschiede sind sowieso – meiner Meinung nach – im Praxistest minimal, so dass es egal ist womit ich fotografiere.
        Warum bringt Canon immer noch Einsteigerkameras und nicht die super tollen mega DSLM’s? Weil sie es noch nicht können. 2016 haben sie ein neues Entwicklungszentrum für Sensoren in den USA eröffnet und es dauert mindestens zwei bis drei Jahre bis etwas Vernünftiges rauskommt, das dann danach auch noch den Praxistest bestehen muss, deshalb versuchen sie die Zeit bis 2020 irgendwie zu überbrücken, auch um im Gespräch zu bleiben. Sollte Canon – zumindest in Teilen – es bis 2020 nicht schaffen auf Sony aufzuschliessen, dann wird es tatsächlich eng für Canon. Wobei mich das nicht davon abhält weiter mit meinen Kisten zu fotografieren.
        Übrigens in meinem direkten Umfeld, Kollege bzw. Schwager, der eine fotografiert mit Olympus OM1MKII (Ex-Nikon), der andere mit Fuji xPro II und beide sind glücklich mit ihren Systemen, wobei ich natürlich immer denke – wie die beiden anderen wohl auch – dass meine Bilder die besten sind.

      • Joe,
        Du bist zufriedener Canon Kunde aber was müsste Canon tun um Dir erneut das Geld aus der Tasche locken zu können ?
        Im Großen und Ganzen gebe ich Dir recht, mache mit der XT3 plötzlich keine anderen Bilder, ganz im Gegenteil nun hat Fuji endlich den AF erheblich verbessert und ich fotografiere die letzte Zeit fast ausschließlich mit reinen MF Objektiven 😀

      • Hallo Thomas,
        darf ich mal ganz neugierig fragen, wie du mit der Center-Schärfe deines Kamlan 50/1.1 zufrieden bist?
        Das ist ein Objektiv, an dem ich schon ziemlich lange interessiert bin. Nur gibt es immer mal wieder Beispiel-Aufnahmen, deren Bokeh nicht zu toll ist oder auch die Schärfe nicht so wirklich überzeugt.
        Ich meine, für S/W Aufnahmen im Dunkeln oder bei Nacht?

      • Servus Ingo,
        mein Tip einfach bestellen (am besten bei Amazon) und bei Unzufriedenheit zurück senden. Wer nun denkt man bekomme für rund 160 € eine „Hochleistungslinse“ wird enttäuscht sein aber wer sich sagt „ich habe das bekommen für das was ich bezahlt habe“ wird zufrieden sein. (Serienstreuung mal außen vor gelassen)
        Ich würde nie auf die Idee kommen zB. mit den 7A Objektiven in die Berge zu fahren um perfekte Landschaftsaufnahmen damit zu machen, dafür habe ich meine Fujinon Objektive aber für solche Projekte wie dein angeführtes Beispiel sind die China Objektive gut zu gebrauchen und sie machen unheimlich Spaß….da sie keinen AF/MF Schalter bieten 📸 (meine Ansicht)

      • Hallo Ingo,
        ich bin mit dem Kamlan ganz zufrieden, aber es verhält sich genau so wie es Mirko bereits beschrieben hat. Die Zufriedenheit hängt von der Erwartungshaltung an solch ein Objektiv ab und die war und ist bei mir nicht allzu hoch. Es war mir klar, dass man für ca 150,00 Euro keine Wunder erwarten darf und genau so verhält es sich auch. Die Schärfe, insbesondere in der Bildmitte, geht für mich völlig in Ordnung, insbesondere wenn man zumindest leicht abblendet. Ich habe aber klar schärfere Objektive, allerdings in anderen Preisregionen als neu ca 150 Euro. Das Kamlan habe ich mir vor allem wegen der Maximalblende von 1,1 zugelegt, weil ich eben so wenig wie möglich blitzen möchte und ich ein Faible für Schwachlichtaufnahmen habe. Genau das liefert mir das Kamlan auch, solche Aufnahmen haben – wie soll ich es bezeichnen – so eine Art Retro-Touch. Möglicherweise rührt der auch daher, dass zumindest mein Kamlan bei Blende 1,1 nicht völlig knackscharf ist.

        Meine Zusammenfassung: Wer ein Objektiv haben möchte, das bei (extremer) Offenblende von 1,1 knackscharfe Bilder liefert, der wird vermutlich mit dem Kamlan eher nicht glücklich werden. Wer hingegen für wenig Geld Schwachlichtaufnahmen bei noch akzeptablen ISO-Werten ohne Blitz machen möchte und der auch akzeptiert, dass das Objektiv keine Spitzenschärfe liefert, für den ist es genau das richtige Objektiv. Ich hoffe, das hilft Dir für Deine Entscheidung etwas weiter.

      • Hallo Thomas,
        mal eine kleine Geschichte von mir (sind ja eh am Thema schon vorbei 😂 )
        Mein Interesse an „anderen“ Objektiven (inkl. Altglas) wurde letztes Jahr bei einen Fuji Treffen auf einen Weinfest geweckt. Dort hatte ein „Fuji Jünger“ das Meyer-Görlitz 100/2.8 mit, welches letztendlich den ganzen Abend an meiner Kamera saß. Ich war hin und weg von der Linse und steht momentan ganz oben bei mir auf der „haben wollen Liste“
        Zur Zeit gehört das Helios zu meinen liebsten „Kreativ Objektiven“ es ist einfach unmöglich so mit einer Fuji Linse zu fotografieren (abgesehen von Bea im Nachgang) mittlerweile habe ich schon zwei, das 44-3 mit gedrehter Linse (leider Blende defekt) und das 44-2 für normale Anwendungen. Nun wird das Programm durch 7A Objektive erweitert und freue mich schon auf das 35/1.2 und als nächstes wird wohl das 12/2.8 folgen. Ich hatte bestimmt seit Dezember keine Fuji Linse mehr längerfristig vorne dran (war allerdings auch nicht großartig in der Landschaft unterwegs)
        Weißabgleich +4 auf rot und -3 Blau dann ein wenig an Schatten/Lichter spielen, vom Objektiv kommt Vignette + Lensflare und fertig ist das Farbfoto „Made by 80‘s“ ganz ohne Bildbearbeitung 📸
        Ich liebe es, immer…Nein aber schön zu wissen das es geht bzw das man es machen kann
        Schönes Wochenende

      • @Mirko

        also wenn Canon mir (noch) mehr Geld aus der Tasche ziehen wollte, dann müsste folgendes passieren:
        Video: 4K60B/s, FHD 120B/s, HD 240B/s
        Foto: da schlagen zwei Seelen in meiner Brust – einerseits MP ohne Ende (> 50MP) für meine Landschaftsaufnahmen oder +/- 20 MP und dafür extreme Nachttauglichkeit.
        Geschwindigkeit ist für mich absolut irrelevant, ich weiss nicht einmal wie viele Bilder meine 5D4 maximal pro Sekunde macht.
        Preis: Unter 4000.-
        Aber eigentlich bin ich auch jetzt schon recht zufrieden, seitdem ich endlich gelernt habe wie ich meine Videos richtig bearbeite möchte ich aber in diesem Bereich etwas mehr machen.

      • @Mirko @Thomas
        Danke für die motivierenden Worte. Na, dann werde ich mir die Linse wohl mal kaufen, allerdings erst in 2-3 Monaten, dann passt es besser.
        Klar, für Schärfe passt das 90er und das 1.4/16er doch schon sehr gut. Das 1.4/35 finder ich vom Rendering und häufig auch Bokeh her klasse.
        Ist eben das Bedürfnis, ein wenig vom alten Noctilux-Flair genießen zu können.
        Und natürlich auch bei einigen Veranstaltungen, bei denen wirklich nur mit Kerzenlicht gearbeitet wird, stimmungsvolle Fotos zu machen. Wenn das nicht passt, dann meckern ich hier richtig laut ;-).
        Hab noch ein Jupiter 1.5/50er hier, das liefert schon einiges an Character und ist tatsächlich sogar recht scharf dabei.
        Ich muß dazusagen, daß ich Brille trage. Sehr weiche Bilder oder sogar leicht unscharfe Fotos, insbesondere wenn das Bokeh nicht cremig ist, irritieren mich einfach stark. Als ob ich die Brille vergessen hätte.

    • Wer den unterschied zwischen einem i-Phone Bild und DSLR/DSLM-Fotos nicht sieht für den ist das Handy auch das richtige, und das sage ich ohne abwertend klingen zu wollen. ich gehe davon aus, das die Handy Ai Technologie, bald in der einen oder anderen Kamera Einzug hält. Vor allem in 1Zöllern denen es auf Grund der Sensorgröße an Möglichkeiten zum Freistellen mangelt, wäre dies ein Gewinn.

      • @Pini

        so dachte ich auch bevor ich die Bilder meiner Tochter, die sie mit dem i-phone XS Max gemacht hat, gesehen habe. Bei halbwegs normalen Lichtbedingungen erkennst du bis DIN A4 keinen Unterschied, da gehe ich jede Wette ein!

  • Das Smartphone Kameras noch nicht so weit sind, ist wie Pfeifen Nachts im dunklen Wald.
    2014 gab es auf dpreview einen Bildvergleich. Canon EOS 10D; 20D; 30D; 40D; Nikon D800; iPhone 4S; iPhone 5S; iPhone 5; Nokia Lumina 1020
    Da waren die Smart Phone Kameras bereits soweit.
    Aktuell ein Vergleich auf dKamera. Galaxy S7; S8; S9; S10e; S10; Canon EOS R
    Und auf You Tube Galaxy S10 vs Canon 1 DX II
    Also der Unterschied ist nicht mehr groß.
    Außerdem arbeitet Oppo an einem 10x Zoom und Nokia hat ein Smart Phone mit 5 Kameras, was wahre Wunderdinge können soll.
    Wenn ich auch lieber mit einer „richtigen Kamera“ arbeite, ganze Generationen kennen nichts anderes als Smart Phone vor die Nase halten.
    Für den meisten Kram reicht das auch voll aus, z.B. Schnappschuß vom Nachwuchs oder Gruppenbild von der Geburtstagsfeier.
    Dann gibt es da so böse Gerüchte. Panasonic will seinen Consumer-Photo-Bereich an Leica abgeben. Olympus will nur noch in Medizintechnik machen.
    Allerdings haben einige Olympus Vertretungen sich ganz schnell bemüht, dieses böse Gerücht, zu dementieren.
    Canons M50 und Fujis X-T3 haben sich nur über den günstigen Preis verkauft.
    Die Handy Fotografen würden gern auch mit richtiger Kamera, nur müßte die dann so viel, wie ihr Handy bieten. Also nicht Belichtungsumfang und Rauschfreiheit, sondern automatische, kamerainterne Bildaufbereitung, geschwinder Upload ins Web u.s.w..
    Und für die wahren Magier des Lichts. Planungssicherheit und aktuelle Technik bieten derzeit Fuji, Olympus, Sony. Dazu noch komplette Systeme – im Hier und Jetzt.

    • @ Pini

      ….Und für die wahren Magier des Lichts. Planungssicherheit und aktuelle Technik bieten derzeit Fuji, Olympus, Sony. …..

      hallo Pini, einen größeren Schwachsinn kann man wohl nicht mehr schreiben. Entschuldigen Sie.
      Wer z B als Neueinsteiger ins Nikon F System einsteigt, wohl gemerkt, nur als Beispiel !!
      hat im Nikon Lager alles, aber auch alles an guten und weniger guten Linsen für jeden Zweck.
      Wo bitte benötigen Sie Planungssicherheit, und für was wollen Sie als Fotograf planen ????

      Können Sie als Neueinsteiger mit den vorhanden -F- Linsen Ihre Aufträge nicht mehr abarbeiten ??
      Die Spiegellosen (Nikon) werden im Augenblick nur gepuscht, weil sie m ü s s e n verkauft werden.
      Die BQ der Z7 erreicht noch nicht die der D850 !!

      Wer also, wie ich z.B. auf -Z- wechseln sollte, müßte feststellen, das die -Z- mind eine Klasse besser daherkommt als die vorhanden F !!!!

      Ob man das auch auf Canon beziehen kann, kann ich nicht sagen.

      Fuji hätte wohl im KB kaum eine Chance, da wohl die wirklich interessierten dann auf MF steigen würden.
      Mit der XT3 haben sie endlich den AF der XT2 verbessert, was auch wirklich nötig war.
      Die XT 3 ist eine Klasse Allround- Kamera ohne Tierfotografie, hier fehlen noch die schnellen 500/600er mit f4.

      vor 3 Tagen bei einem Stadtbummel, da der Sohn Prüfung hatte, konnte ich mir Erfurt einmal ansehen, Junge eine Fotogenuß. Ich hatte das 12-24 natürlich im Auto liegen gelassen. Ein folgenschwerer Fehler!!
      Aber ein Fotogeschäft !! der hatte das Fuji Programm, die XT3 sah mich so verlangend an, süß ist sie ja, und das 10-24 daneben, allerdings hatte der Laden noch zu. Das hätte ich brauchen können.
      Ich hab sie mir auf die Liste geschrieben. Denn für Stadtbummel/Hafentouren kann man auch 2 Fujis vertragen, eine mit WW, eine mit Standartlinse.

      • @ Rinde
        Da es geklärt ist, um wessen Schwachsinn, es sich handelt, also um meinen Schwachsinn, folgende Anmerkungen.
        Nikon ist ein gutes Beispiel für Planungssicherheit. Wenn es nur um eine DSLR mit Pentprismen-Spiegelsucher und zwei Kitobjektive vom Grabbeltisch geht, braucht niemand Panungssicherheit. Nur vielleicht einmal einen Reperaturservice.
        Geht es allerdings, ob ambitionierter Einsteiger, ambitionierter Könner oder Berufsfotograf, um viel Geld und die Zukunft, dann …
        Kann man sich bei Nikon etwa die Frage stellen, wo geht die Reise hin und sind sie als Firma aus dem Tal der Tränen (zu wenig Verkäufe) heraus? Wer im F System mit allem versorgt ist, was er braucht, kann sich entspannt zurück lehnen. Aber neu ins F System einsteigen oder viel Geld investieren? Wer DSLM will, kann sich frei entscheiden, denn eine Investition ins Z System kommt einem Systemwechsel gleich. Am besten aufgestellt, ist da Sony, VF oder APS-C no problem. Oder man geht eine Nummer kleiner zu Fuji (sollten die nicht Nikon helfen), mit der Möglichkeit zu MF. Noch etwas kleiner und man ist bei Olympus. Sollte das L-Konsortium eine Masse Erfolg haben und Panasonic wieder mehr Staubsauger verkaufen, dann ist auch dieser Hersteller eine Überlegung wert. Oder gar Sigma und wer Geld übrig hat Leica. Bei all diesen Überlegungen, ob Neueinstieg oder kostspielige Investition, spielt Planungssicherheit eine tragende Rolle.
        Das Zauberwort heißt Zukunft, denn was ist in zwei bis fünf Jahren?
        Überleben alle, keiner, einer?
        Wird die Art der Fotografie vielleicht eine ganz andere sein, 4K, 8K,16K. Man filmt eher und eine Art Trefferautomatik schlägt einem die besten Bilder vor.
        Und dann noch die Smart Phones, deren Kameras und Sensoren immer besser werden, wobei die interne, computerisierte Bildaufbereitung, Dynamik, Farbe, Bokeh, Entrauschen usw übernimmt.

    • Zitat:
      „Canons M50 und Fujis X-T3 haben sich nur über den günstigen Preis verkauft.“

      Die Preise werfen satte Gewinne ab. Nix da mit günstig.

  • Was Canon das Leben schwer macht ist das Ranglistendenken. Ein Beispiel z.b. Die RP, weshalb hat Canon hier so einen kleinen Akku eingebaut ( ca 250 Bilderchen ) doch nur um bei einer Nachfolgekamera die Möglichkeit der Verbesserung auf einen größeren Akku aufrecht zu erhalten. Nur keinen Mitbewerber im eigenen Haus gegen die R schaffen. Alt bewährtes wird einfach mal weggelassen ( Daumenrat ) um es bei neuen Modellen wieder einzuführen.
    Die guten Optiken gibt es nur für die größten Kameramodelle (VF).
    Dieses Problem hat Fujifilm nicht.
    Die geben bei APS-C alles weil es sich eh um Ihre Toplinie handelt.

    • Ja, genau das ist das Problem bei Canon.
      Künstlich alle Kameras unter den ganz teuren Topmodellen für Profis zu beschneiden.
      Features die ich vor 10 Jahren in einer 200€ Kamera hatte fehlen den 600€ Mirrorless Kameras von Canon.
      Die Powershot SX 50 Hs kann Dinge die die EOS M100 nicht kann.
      Und das rein Softwareseitig, also völlig künstlich, nicht wegen Bauteilen und Preisersparnis beim Bau beschnitten.
      (Mal davon abgesehen dass ein drehring um den 5 Wege Schalter auch nur Cents kosten würde.)

      Würde man nicht mit Features geizen und alle Modelle gleich ausstatten, könnte man immer noch verschiedene Größen, mit oder ohne Sucher, Materialien etc anbieten,
      sich aber mehr auf die Produktion von Objektiven oder besseren Nachfolgern konzentrieren.
      (Diese würde man ja auch verkaufen!)
      IMHO steht sich Canon (aber auch andere) mit der Segmentierung ihrer Modellpalette permanent selbst im weg,
      Während Smartphones immer mehr können und in 4K Videos mit Mikrofon drann drehen, beschneidet man bei canon lieber die günstigen Kameras auf 1080p ohne Mikrofonanschluss etc. die man sonst genau den Smartphonenutzern als zusätzliche Alternative dafür verkaufen könnte, nur damit man künstlich sein Angebot fragmentiert.

  • Fuji hatte immer schon die Nische professionelle Fotografie bedient. Der analoge Ausflug ins Vollformat war damals nicht sehr erfolgreich. Sie haben daraus gelernt. Heute ist das Spiegellose APSC fast genau so gut wie Vollformat. Vorteile sind die Größe, das Gewicht im System und die Bezahlbarkeit.

    Für den besonders Bild verwöhnten, solventen Kunden werden attraktive Mittelformat Systeme angeboten die preislich nur knapp über den Vollformat Boliden liegen.

    Im APSC Bereich kann der Kunde preiswert in das X-System einsteigen, das Objektiv Angebot ist bis auf die Tier/Sportfotografie vielfältig, auch hier ist eine einfachere und eine professionelle Auswahl möglich.

    Meine persönliche Meinung ist das Fuji, Sony und die L-Allianz am meisten von den Canon, Nikon Umstellungsschwierigkeiten (R/Z Bajonett) und der dadurch verursachten Kunden Verärgerung profitieren werden.

    Denn der berufliche Nutzer sieht wegen eines elektronischen Suchers keinen Grund sofort so etwas wie einen teuren Haus internen Systemwechsel durchzuführen oder mit Adaptern rumzuhampeln. Dem gelegentlich fotografierenden Hobbyisten ist das egal, bei einer beruflichen Nutzung nervt das Geschraube ungemein und kostet Zeit die man nicht hat.

  • Canon hat irgendwie den Anschluss an die Zeit verpasst. Durch Marketingstrategie zum Platzhirsch hochkatapultiert, ohne auf die Bedürfnisse der Fotografen einzugehen. Zuviel Plastik, ungenügende Dichtungen machen aus Canon eher eine Studio- u. Werbekamera. Panasonic ging völlig neue Wege mit einer Allianz, die zukunftsweisend sein kann. Fujifilm richtet seine Strategie richtig aus, in dem man sich auf APS-C und Mittelformat konzentriert. Sowohl Panasonic, als auch Fujifilm verfügen über Kameras, die extrem gut abgedichtet sind und sogar bei Minusgraden einsetzbar sind. Auffällig bei beiden Herstellern: die Kameras werden robuster, hochwertiger und grösser. Damit auch besser zuhandhaben im Profi-Alltag. Canon belässt alles bei seinen Standards …und mit dieser Einstellung wird man überholt.

    • @ Tom Bauser

      „Canon hat irgendwie den Anschluss an die Zeit verpasst. Durch Marketingstrategie zum Platzhirsch hochkatapultiert, ohne auf die Bedürfnisse der Fotografen einzugehen.“

      Also wenn Canon dadurch zum Platzhirsch geworden wäre, dann wären sie tatsächlich genial! Aber da gibt es eine ganze Menge anderer Gründe:
      1. Mit der 5D II 2008 die erste bezahlbare Vollformat mit – für damals – hervorragender Videoqualität!
      2. Den besten Service aller Kamerahersteller
      3. Gute Bild- und vor allem Farbqualität die von wenigen erreicht wird.
      4. Robust und absolut allwettertauglich, einzig Pentax ist da noch einen Ticken besser!
      5. Hervorragende Objektivauswahl in allen Preisklassen.
      6. Ein sehr gutes eigenes RAW-Bearbeitungsprogramm (Photo-Professional 4)

      Das Einzige beim dem sie heute etwas hinter der Konkurrenz liegen ist der Sensor, allerdings sind in der Praxis die Unterschiede so minimal, dass es keine Rolle spielt.
      Und alle Sensoren ausserhalb der Canon Welt sind Sony Sensoren. Fuji, Nikon, Pentax, Panasonic, Olympus sind alle abhängig von Sony – ohne Sony läuft dort gar nichts – dann kannst du gleich zu Sony wechseln!

      Wenn Du so eine Kritik wie oben raushaust, dann musst Du Fakten bringen und nicht irgendwie aus der hohlen Hand was runterschreiben!

      P.S.: hätte 2008/9 Fuji, Nikon oder Sony etwas ähnliches gehabt wäre ich übrigens dort, aber die waren damals noch nicht so weit.

    • Hallo Sabrina,

      schön das Du wieder da bist. Fujifilm X-T100 schwarz mit XC 15-45mm F3.5-5.6 OIS PZ für ungefähr 600 Euro oder eine Fujifilm GFX 50R mit GF 32-64 mm F4,0 R WR für gerade mal 7.000 Euro?

      Wenn da mal das Preis Leistungsverhältnis nicht stimmt !! Verschenken wird keiner etwas, jeder will Gewinne machen, selbst Du hättest gerne Zinsen für Dein Erspartes.

      Bitte genauer hinsehen und weniger „Meinung“ machen.

      • Sorry, Alfred,

        aber bei einer Fuji GFX 50R mit GF 32-64 F4 für 7000 Euro stimmt bei mir das Preis-/Leistungsverhältnis definitiv nicht, aber auch gar nicht!

      • Nikon D850 mit 24-70mm 2.8 VR kostet auch um die 5000€. Mittelformat digital mit „nur“ 2000€ Preisunterschied zum Vollformat, gab’s noch nie.

      • Markus J.

        Gut, dass du gleich das Beispiel mit der D850 bringst. Mit einem Tamron oder Sigma Objektiv kommt man nur noch auf 4000 Euro, und die beiden sind ebensogut. Bei Fuji MF geht das nicht, da ist man auf die sauteuren Originale angewiesen.

        Die D850 ist einiges vielseitiger; sie kann auch Sport, Wildlife und Makro. Wenn sich bei der Fuji MF etwas bewegt, ist man verloren. Ein Makroobjektiv gibt’s schon gar nicht, da muss man sich mit einem Zwischenring behelfen.

        Fazit: Die Fuji MF ist ein Nischenprodukt für einige Landschafts- und Studiofotografen. Für die wenigen Prozente mehr Auflösung muss man einige Tausender mehr auf den Tisch legen. Wer rechnen kann, bleibt beim VF.

      • Es geht ja nicht um die nackte Menge Geld. Noch nie konnte der Kunde das „kleine“ Spiegellose Mittelformat einschließlich Zoom so preiswert kaufen.

        Während meiner beruflichen Tätigkeit waren die digitalen Rückteile an der Fachkamera nicht unter 15.000,- Euro zu haben. Wollte man eine Mittelformat (auf die das Rückteil passt) plus Objektive dazu kaufen waren nochmals 10.000 fällig.

        Aus dieser Sicht ist eine GFX-50R mit Objektiv ein echtes Schnäppchen.

        Was mich bei den neuen Spiegellosen Vollformat DSLM ärgert ist nicht der Gehäuse Preis, sondern es sind die Preise der dazu gehörigen Objektive. Da legt man für ein Canon RF 28-70mm f/2L USM 3.245.- ein Nikkor Z 24-70 mm 1:2,8 S 2.500,- ein Panasonic Lumix 24-105mm /4,0 S Makro OIS 1.400,- Euro auf den Tisch.

        Im Vergleich dazu sind die Fuji Mittelformat GF Objektive die zwischen 1.800 und 3.300 Euro kosten als Sonderangebote zu sehen.

        Es geht in meiner Aussage darum das die für den Kunden gebotenen Vorteile eines Spiegellosen Vollformat Systems in keinem Verhältnis zu den geforderten Preisen stehen.

        Das ist meine persönliche Sichtweise, ich habe nicht den Anspruch das jemand der selben Meinung ist!

      • Hallo Rolf Carl

        Das GF 120mm F 4 R LM OIS WR Makro gibt es schon länger, gut der Preis liegt bei 2.900,- aber für die Makro und die Sachfotografie kommt das Gehäuse an die Fachkamera die mit diversen Rodenstock Objektiven betrieben wird.
        Die üblichen Wald und Wiesen Makros werden mit der leicht transportablen X-T3 gemacht. Die „schnellen“ Motive ebenso. Sport ist nicht mein Ding sonst hätte ich das richtige Gerät von Canon, Nikon, oder Sony im Einsatz.

      • Wer was universelles will ist beim Vollformat natürlich besser aufgehoben. Wer die maximale Qualität braucht (oder will) beschäftigt sich früher oder später mit dem Mittelformat, sofern es zum Einsatzzweck passt. Das sich Wildlife-Fotografen dafür nicht interessieren liegt auf der Hand, Schnelligkeit war noch nie eine Stärke des Mittelformats. Jeder sucht sich sein Werkzeug nach seinen Bedürfnissen.
        Ändert trotzdem alles nichts an der Tatsache das Mittelformat so erschwinglich wie noch nie ist und es hat seine Kunden.

      • Noch ein paar ergänzende Gedanken:

        Die heutigen MF Kameras lassen sich nur schlecht mit den früheren vergleichen, denn das Bildformat war einiges grösser: Fuji GFX 50: 3.29 x 4.38 cm (1.7 x VF), analoges MF: 4.5 x 6 oder 6 x 9 cm. Heute sind also der Grössen- und auch der Qualitätsunterschied nicht so relevant wie früher. Aber natürlich, wer das Letzte herausholen will, ich denke da auch noch an Modefotografen, die werden sich so eine Kamera besorgen. Aber eine breitere Käuferschicht, auch unter den Profis, wird MF wohl eher nicht ansprechen.

        Dass es schon ein Makro gibt, wusste ich nicht. Aber eben, fast 3000 Euro. Wer A sagt, muss wahrscheinlich einfach leer schlucken und auch B sagen. Oder eben, man kauft dann noch eine kleinere Kamera, die diese Aufgaben meistern kann. Das schlägt aber dann eben mit einem zweiten, komplett neuen System zu Buche.

        Ärgern tue ich mich über die Preise der neuen spiegellosen Systeme von Canon und Nikon nicht. Es ist ja niemand gezwungen, sofort umzusteigen. Wer immer das Neuste will, zahlt in der Regel sowieso zu viel. Die Preise kommen runter, das ist nur eine Frage der Zeit. Sony langt ja mit den G Master auch kräftig zu.

        Eigentlich wäre MF ja perfekt für die Landschaftsfotografie. Dennoch kenne ich nur wenige, die sich eine MF Kamera gekauft haben. Ich würde jetzt mal schätzen, dass mindestens 95 % mit VF fotografieren.

      • Noch so eine persönliche Erfahrung…

        Vor einigen Wochen war ich mit den Skiern in den Dolomiten auf Tour, dabei meine X-T3 mit 3 Festbrennweiten und dem Stativ.

        Alle Aufnahmen, wirklich alle, in Ruhe und mit Bedacht vom Stativ gemacht. Alle Objektive mit der „förderlichen“ Blende verwendet. Was soll ich sagen? Zeichnung, Schärfe vom Allerfeinsten. Da kommen bei mir echte Zweifel auf. Braucht es die größeren Sensor Formate wirklich?

        Klar, im Studio ist die GFX unglaublich gut, auch die wenigen Landschaften, sofern vom Stativ gemacht, sind auf einem Niveau zu dem ich traumhaft sage. Das ist schon noch mal etwas obendrauf. Trotzdem bin ich überzeugt das bis zur Bildgröße 90x120cm keine Unterschiede zu den X-T3 Aufnahmen mit dem Auge auszumachen sind.

        Vielleicht hat Fuji das auch so gesehen und deswegen das Vollformat übersprungen. Nach oben haben sie mit der neuen GFX100 noch genügend Luft, die Mittelformat Objektive sollen bis 150 Megapixel gerechnet sein, das müsste doch reichen.

      • Markus J.

        Klaro, für Landschaft perfekt, auch für Portrait. Ein Profifotograf, der mir so spontan einfällt und nur Landschaft macht, ist Rainer Mirau. Er fotografiert auch mit MF.

        Alfred,

        sag ich ja immer; auch APS-C ermöglicht erstklassige Bilder, die für 99 % der Fotografen absolut ausreichen. Das „Gemeimnis“ liegt wie du sagst darin, Topobjektive dranzuschrauben, das Stativ zu benützen und in RAW zu fotografieren. Bei Blende 5.6 – 8 kriegt man in der Regel eine durchgängige Schärfe hin, was bei den meisten Objektiven der optimale Bereich ist.

        Vollformat (oder auch MF) macht eigentlich nur Sinn, wenn man riesengrosse Ausdrucke braucht, oder eben beim Sport oder der Tierfotografie das Rauschen im Griff haben und eine bessere Freistellung erreichen will.

        Auf Reisen und in den Bergen habe ich immer APS-C dabei, das wird bei dir nach deiner Erfahrung in den Dolomiten wohl auch nicht mehr anders sein.

    • Fuji hat durchaus preisgünstige APS-C Kameras im Angebot, die mit Canons M-Kameras mithalten können. Das Objektivangebot von Fuji im APS-C Bereich ist hingegen deutlich attraktiver als die M-Objektive bei Canon. Bei Canons M-Programm ist momentan vor allem das Problem, dass man nicht weiss, was Canon für die Zukunft damit vor hat. Für Canon dürfte es viel attraktiver sein auch für das R-Bajonett APS-C Kameras anzubieten, ähnlich wie EF-S, als gross noch in das M-Programm zu investieren.