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Fuji X-T30 II: Alle technischen Daten geleakt

Wenige Stunden vor der offiziellen Präsentation wurden alle technischen Daten der Fuji X-T30 II geleakt. Was hat die neue DSLM zu bieten?

Es hat sich in den letzten Tagen bereits angedeutet, dass die Fuji X-T30 Mark II eine Kamera mit vergleichsweise wenigen Neuerungen werden wird. Eine Quelle hat zuletzt von einer „X-T30 auf Firmware-Steroiden“ gesprochen, woraus man schließen konnte, dass sich an der Hardware im Vergleich zur Vorgängerin nicht wirklich etwas getan hat.

Neuerungen der X-T30 II

Diese Vermutung wird nun durch die via Nokishita geleakten technischen Daten der X-T30 II mehr oder weniger bestätigt. Die Spezifikationen stimmen zu großen Teilen mit denen der X-T30 überein, wenn man genau hinschaut, findet man allerdings auch ein paar relevante Neuerungen:

  • Zwei neue Filmsimulationsmodi, Classic Negative und Eterna Bleach Bypass
  • Verbesserter Autofokus, besseres Tracking, Autofokus bis maximal -7 EV
  • 4K-Videos mit 60 fps, Full-HD-Videos (High Speed Recording) mit 240 fps (?)
  • 8 fps Serienbildgeschwindigkeit für 458 JPEGs (X-T30 nur 90 JPEGs)

Auch sonst findet man noch ein paar minimale Unterschiede, die aber tendenziell vernachlässigt werden können. So hat die X-T30 II zum Beispiel eine um 10 Bilder längere Akkulaufzeit und 5 Gramm weniger Gewicht zu bieten, außerdem ist sie bereits ab -10 Grad und nicht erst ab 0 Grad betriebsbereit. Wenn ihr die technischen Daten der X-T30 II (siehe PDF Dokument hier) selbst mit denen der X-T30 vergleichen wollt, schaut am besten auf diese Produktseite der X-T30.

4K-Videos mit 60 fps?

Mit einem verbesserten Autofokus und den neuen Filmsimulationsmodi konnte man rechnen, das sind schließlich genau die „Firmware-Steroide“, von der die Quelle gesprochen hat.

Wirklich interessant sind hingegen die verbesserten Videofunktionen, mit der X-T30 konnte man nämlich nur 4K-Videos mit 30 fps und Full-HD-Videos mit 120 fps aufzeichnen. Verwunderlich ist außerdem, dass in der ebenfalls geleakten Pressemitteilung nur von 4K-Videos mit 30 Bildern die Rede ist. In der Tabelle der technischen Daten steht aber definitiv „4K (3.840 x 2.160) 59.94p“. Vielleicht bezieht sie die Pressemitteilung auf DCI 4K mit einer Auflösung von 4.096 x 2.160, dort sind nämlich maximal 30 fps möglich. Falls nicht muss man davon ausgehen, dass sich in einem der beiden geleakten Dokumente ein Fehler eingeschlichen hat.

Des Weiteren scheint Fujifilm noch beim Zwischenspeicher nachgebessert zu haben, alle Serienbildgeschwindigkeiten können bei der X-T30 II über einen etwas längeren Zeitraum gehalten werden. Die sonstigen technischen Daten stimmen aber – wenn ich nichts übersehen habe – im Großen und Ganzen mit denen der X-T30 überein.

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moss

Dann sollte Sie sich ja preislich bei der „Alten“ ansiedeln.

joe

Also was ich da so lese, da wären einige froh das gäbe es in ihrer Kamera auch. 240fps in FHD ist doch eine Ansage! Fuji ist wirklich die einzige Alternative zu den „grossen Zwei“

Thorsten Hej

„Fuji ist wirklich die einzige Alternative zu den “grossen Zwei”“

Ähm, nein!

100carat

Das als Nachfolgemodell anzubieten, wäre frech. So wie es aussieht handelt es sich ausschließlich um ein Softwäre-Update (womit wurden die 5g eingespart?). In einer Zeit, in der sich mehr und mehr Unternehmen der Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und besonderen Kundennähe rühmen, sollten solche Verbesserungen als Firmware-Update angeboten werden. Es muss ja nicht umsonst sein. 100,- € für alle X-T30 Besitzer, die ihre Kamera um nützliche Funktionen ergänzen möchten. Das wäre lobenswert und zeitgemäß.

Andererseits wird sich Fujifilm sagen: Warum sollen wir mit fairen Kunden-Modellen anfangen, wenn die übrigen Hersteller aus dem vollen schöpfen …?

ccc

Wir leben ja in der Zeit der Abo-Modelle. Siehe Amazon (prime), Netflix, Audible, Bildbearbeitungssoftware, MS Office, aber auch z.B. tlw bei Auto-Serviceverträgen, und in vielen anderen Bereichen.
Ich fände es nur logisch, wenn Kamerahersteller auch auf diesen Zug aufspringen würden – oder dies zumindest versuchen. Alle großen Hersteller stellen ja nicht nur Kameras her. Hier sind verschiedenste Varianten denkbar – z.B. ein Abo, das Firmware-Updates (mit echten Verbesserungen) und RAW-Converter inkludiert. Letzere könnten auch von „Fremdherstellern“ kommen.
Man würde sich dann leichter tun, über Firmware-/Software-Updates (endlich??) mehr computational imaging in die Kameras einfließen zu lassen. Für den Hersteller bringt es vor allem Kundenbindung.
Bevor jetzt jemand heftig widerspricht, wie gesagt, für den Hersteller brächte so etwas einige Benefits.

Rüdiger

Ich lese zwischen den Zeilen, dass man einen neuen SOC und mehr Speicher verbaut hat. Grund dafür könnte sein, dass der Chiphersteller das alte Modell abkündigt, was in der aktuellen Lage ziemlich oft vorkommt, weil Chips Mangelware sind und die Hersteller ihre Produktion optimieren.

Wenn der neue Chip mehr kostet und mehr Features bietet, würde Fuji pro Kamera weniger Gewinn machen. Dagegen kann man so ein paar Features verbessern und die Kamera als X-T30 II etwas teurer anbieten.

Es ist kein reines Firmwareupdate und nur Fuji weiß, was man in der alten X-T30 mit Firmware nachrüsten kann. Vielleicht kommt da ja noch was.

Markus B.

Sehe ich ähnlich. Es ist sehr ärgerlich für die Kunden, dass Fuji mittlerweile durch fehlende oder minimalistische Firmware-Upgrades versucht die Kunden zum Kauf neuer Produkte zu bewegen. Das ist weder kundenfreundlich, noch ökologisch oder nachhaltig. Ich war früher überzeugter Fuji-User, habe fast seit der X-T4 bis zur X-T3 fast alle Kameras genutzt. Inzwischen bin ich zurück ins VF-Lager zu Canon. Die Politik von Fuji und die fehlenden Innovationen waren ein Grund für den Wechsel. Kameras und Objektive fast nur noch made in China, fehlende Firmware Unterstützung und steigende Preise…grundsätzlich waren mir Fuji Kameras immer sympathisch, aber aktuell läuft die Firma in die falsche Richtung.

Mirko

ClassicNegative & BleachBypass könnte man dann wohl der XT3 auch nachreichen und somit diese X Trans Generation verabschieden 📸 Laut FR bzw. deren Quelle soll wohl die XH2 in zwei Ausführungen auf dem Markt kommen, ich tippe das Fuji zwei neue Sensoren bringt

BEN

4K 60P wären prima, allerdings glaube ich noch nicht recht dran. Wenn sich dieses Feature bestätigen sollte, hätte sie das der SX10 (teurer?) voraus. Das gibts erst ab der T3/T4.

Martin Berding

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Besitzer der jetzigen X-T30 ihre Kameras schnell verhökern oder gar wegwerfen. Die jetzige ist ein Top Modell, die neue kann nur ein kleines bisschen mehr. Es wäre nun wirklich auch von Fuji ein Wort, wenn sie sagen: schickt eure Kamera ein, wir bringen sie auf den neuesten Stand. Dann noch einen schmackhaften Preis machen und die Welt ist in Ordnung. Die Neuerungen sind eh nur marginal. Schauen wir mal zu den anderen, Canon, Nikon; Sony, da existieren auch MK1, MK2, MK3. Keiner regt sich darüber auf.

Anders Varnaemen

„Canon, Nikon; Sony, da existieren auch MK1, MK2, MK3. Keiner regt sich darüber auf.“
Kommt drauf an. Bei Canon gab’s zuletzt auch einmal so einen lachhaften Wechsel von EOS M5 zu EOS M5 II, der nicht mehr als so ein Mini-Update war.
Sony wurde in vielen Foren oft dafür kritisiert, aber bei vielen von deren Kameras, z.B. RX1 auf RX1 II oder A99 auf A99 II fand ich den Unterschied sehr groß, und auch beim Sprung von A7 II zur A7 III oder A7S II zur A7S III.

Thomas Müller

Bei diesen geringen Verbesserungen wird wohl kaum ein Eigentümer einer X-T30 diese durch die MkII Version ersetzen wollen. Folglich richtet sich die MkII Version vor allem an Neukäufer. Sie steht in direkter Konkurrenz zur S10 und diese hat einen IBIS und auch die Filmsimulationa Eterna Bleach Bypass, dafür aber nur 4k 30fps. Wenn ich das richtige sehe, kann die S10 auch FullHD 240fps Vermutlich wird der AF der MkII dem der S10 entsprechen, denn der Phasen-AF des Hybrid-AFs der S10 soll auch bis -7EV funktionieren. Sie unterscheiden sich in der Anlenkung der Displays sowie im Bedienkonzept voneinander. Technisch sind sie sich also sehr ähnlich, der technische Hauptunterschied dürfte der IBIS der S10 sein. Für Videos ist das ein ganz entscheidender Unterschied. Eine auch auf Video ausgerichtete Kamera ohne IBIS ist mMn einfach nicht mehr zeitgemäss. Sollte die MkII zum gleichen oder ungefähr gleichen Preis wie die S10 angeboten werden, wäre die S10 mMn das deutlich attraktivere Angebot. Da ich davon ausgehe, dass die MkII höchstens unwesentlich günstiger bepreist sein wird als der aktuelle Strassenpreis der S10, wird sie mMn vor allem von jenen Fuji-Kunden gekauft werden, bei denen Video keine Rolle spielt und die eine möglichst kleine und kompakte vor… Weiterlesen »

Georg

Sicher wurde nicht nur die Firmware, sondern auch etwas an der Elektronik verändert.

Das würde erklären, warum die Kamera leicht schneller (60fps/240fps + Autofokus), etwas energiesparender (10 Bilder) und auch etwas leichter (5 Gramm) ist.

Ich finde es gut, dass Fuji eine Mark II und keine T40 bringt.

Für einen echten Nachfolger sollte es schon etwas mehr sein.

Aber was eigentlich?
Meiner Meinung nach, sollten sie eine X-T5 mit 45 MP bringen und dann eine X-T50 mit ca. 30 MP.

Dann gibt es wieder eine richtige Diversifikation.

Aktuell frage ich mich schon, wieso ich mit einer X-T4 rumlaufe, obwohl rein fotografisch die X-T30 auf dem selben Niveau ist und nur 1/3 davon kostet.