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Fuji X-T4 offiziell präsentiert: IBIS, neuer Akku, besserer AF & mehr

Die Fuji X-T4 ist da! Wir gehen im Artikel detailliert auf alle wichtigen Merkmale und Funktionen der neuen DSLM ein.

Endlich ist sie da, die Fuji X-T4! Nach den unzähligen Leaks und Gerüchten der letzten Wochen hat Fujifilm die Nachfolgerin der X-T3 heute offiziell vorgestellt und es haben sich diverse Informationen bestätigt, die in den letzten Tagen durchgesickert waren.

Fuji X-T4 schon jetzt im deutschen Fachhandel vorbestellen bei: Calumetphoto | Foto Koch

Sensor & IBIS

26 Megapixel auf einem X-Trans-Sensor im APS-C-Format – da hat sich im Vergleich zur X-T3 nichts geändert. Doch der Sensor der X-T4 ist nun erstmals in der X-T Reihe beweglich gelagert. Oder anders ausgedrückt: Die Kamera arbeitet mit einem 5-Achsen-Bildstabilisator (kurz: IBIS), der bis zu 6,5 Blendenstufen längere Belichtungszeiten ermöglicht – allerdings nur mit 18 der 29 erhältlichen Fujifilm-Objektive. Welche genau das sind, hat Fujifilm nicht genauer angegeben. Mit den anderen Objektiven sollen 5 Blendenstufen ausgeglichen werden können.

Verschluss & Serienbildgeschwindigkeit

Fujifilm spendiert der X-T4 einen neuen Verschluss. Dieser arbeitet nicht nur deutlich leiser als bei der X-T3, sondern ist mit maximal 15 fps auch spürbar schneller. Zudem ist er für 300.000 Auslösungen ausgelegt. Mit elektronischen Verschluss sind in der Spitze 20 fps Serienbildgeschwindigkeit möglich.

Verbesserter Autofokus

Der Hybrid-Autofokus der Fuji X-T4 arbeitet weiterhin mit 425 Messfeldern, doch unter der Haube hat Fujifilm hier trotzdem deutlich nachgebessert. Neue AF-Algorithmen sorgen nämlich für eine höhere Geschwindigkeit und eine verdoppelte Trefferquote beim Tracking-AF. Spürbar verbessert worden sein sollen außerdem auch die Gesichts- und Augenerkennung, zudem verrichtet der AF nun bis -6 EV und nicht mehr nur bis -3 EV seine Dienste.

EVF & Display

Beim elektronischen Sucher bleibt alles beim Alten: 3,69 Millionen Bildpunkte, 0,75-fache Vergrößerung. Neu ist hingegen das Touch-Display, welches 3 Zoll groß ist, mit 1,62 Millionen Bildpunkten auflöst und erstmals auch seitlich aus dem Gehäuse herausgeklappt werden kann. Das bedeutet auf der einen Seite mehr Flexibilität, auf der anderen Seite erhält man diese Flexibilität aber nur, wenn sich das Display links “neben” der Kamera befindet.

Videos

Videos zeichnet die Fuji X-T4 in 4K mit 60 Bildern pro Sekunde auf, bei Full-HD-Videos sind sogar 240 fps möglich. Videos können – genau wie Fotos auch – nun im Übrigen auf beide Speicherkarten gleichzeitig geschrieben werden. Schade ist, dass Fujifilm bei der X-T4 auf einen Kopfhörerausgang verzichtet, auch wenn Kopfhörer über den USB-C-Ausgang angeschlossen werden können.

Gehäuse & Akkulaufzeit

Am Gehäuse der X-T4 hat Fujifilm einige kleine Veränderungen vorgenommen. So wurde zum einen der Griff optimiert und vergrößert, zum anderen gibt es einen neuen AF-ON Button und der Schalter für die Belichtungsmessung muss einem Umschalter zwischen Foto- und Videofunktion weichen. Die DSLM speichert nun im Übrigen die Einstellungen und Menüs für Foto- und Videofunktion separat.

Die wichtigste Gehäuseneuerungen neben dem Display findet sich aber im Inneren der Kamera. Die Rede ist hier natürlich von dem neuen NP-W235 Akku, der für 500 Bilder im normalen Modus und 600 Bilder im Eco-Modus reichen soll – eine deutliche Steigerung im Vergleich zur X-T3.

Weitere technische Daten

Zu den weiteren technischen Daten der Fuji X-T4 gehören:

  • Eterna Bleach Bypass Filmsimulationsmodus (+ Classic Negative)
  • Verschlusszeiten: 1/8.000 Sekunde mechanisch, 1/32.000 Sekunde elektronisch
  • Zusätzlicher digitaler Bildstabilisator bei Videos (leichter Crop-Faktor)
  • Schnelles Laden via USB (USB-PD)
  • WLAN und Bluetooth

Preis und Verfügbarkeit

Die Fuji X-T4 soll ab Ende April 2020 in den Farben Schwarz und Silber zum Preis von 1.799 Euro erhältlich sein. Vorbestellt werden kann die neue Kamera bereits hier bei Calumetphoto oder hier bei Foto Koch.

Was haltet ihr von der neuen X-T4?

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

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