Kameras Neuheiten

Hasselblad präsentiert Mittelformatkamera X1D II 50C und neues Objektiv

Es gibt Neuigkeiten von Hasselblad! Der Hersteller hat eine neue Mittelformatkamera sowie ein neues Objektiv präsentiert.

Frischer Wind im Mittelformat

Fujifilm hat in den letzten Monaten im Bereich der Mittelformatkameras für frischen Wind gesorgt. Erst kürzlich hat der Hersteller die GFX 100 vorgestellt, außerdem hat Fuji seit einigen Monaten mit der GFX 50R auch eine ziemlich günstige Mittelformatkamera im Angebot.

Hasselblad X1D II 50C mit kleinen Verbesserungen

Diese beiden Kameras üben natürlich auch Druck auf die Konkurrenz und somit zum Beispiel auf Hasselblad aus. Nun kommt von Hasselblad eine „Reaktion“ auf die günstigen und recht kompakten Mittelformatkameras von Fujifilm. Diese Antwort heißt X1D II 50C und kommt im Vergleich mit zu ihrer Vorgängerin mit einigen kleinen Verbesserungen daher.

Zu diesen Verbesserungen gehören primär ein neues Display und ein neuer elektronischer Sucher. Das Display wächst von 3 auf 3,6 Zoll und bietet auch eine deutlich höhere Auflösung (2,36 Millionen Pixel im Vergleich zu 920.000 Pixel). Auch der EVF besticht mit einer höheren Auflösung von insgesamt 3,69 Millionen Pixeln und zudem auch einer 0,87-fachen Vergrößerung sowie einer höheren Bildwiederholfrequenz. Ansonsten will Hasselblad noch die Geschwindigkeiten sowie die Bedienung der Kamera verbessert haben, sodass das Fotografieren schneller und unkomplizierter von der Hand geht.

Sensor mit 50 Megapixeln

Der Mittelformatsensor der Hasselblad X1D II 50C löst nach wie vor mit 50 Megapixeln auf und ist 43,8 x 32,9mm groß, das Gewicht der Kamera beläuft sich auf 766 Gramm ohne Objektiv. Im Vergleich zur Vorgängerin hat Hasselblad den Preis ein wenig gesenkt, sodass das neue Modell jetzt „nur“ noch 5.950 Euro kostet.

Kaufen könnt ihr die X1D II 50C zum Beispiel hier bei Foto Koch.

Neues Objektiv

Des Weiteren hat Hasselblad ein neues Objektiv vorgestellt, das XCD 35-75mm f/3.5-4.5, welches ab Oktober für rund 5.400 Euro erhältlich sein soll. Und last but not least wurde auch noch die Entwicklung eines verbesserten digitalen Rückteils (CFV II 50C) sowie des neuen Kameragehäuses 907X angekündigt.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

45 Kommentare

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  • Vom Design her wäre sie genau mein Ding.
    @ Albrecht – hier würde mich genau deine Expertise interessieren mit Blick auf den direkten Wettbewerber, der ja gerade im Anflug ist zu Dir.

      • Servus Mathias

        es sind gleich mehrere Unterschiede warum nur das Mitbewerber Modell GFX100 für mich in Frage kommt. Erstens der bewegliche noch bessere Suche, zweitens der IBIS der das Mittelformat endlich „Hand tauglich“ macht, drittens der neue Rückseitig belichtete Sensor mit höheren ISO Möglichkeiten und viertens die Auflösung.

        Das direkte Konkurrenz Modell wäre die GFX-50R mit ebenfalls 50 Megapixel. Wahrscheinlich wird es nicht lange dauern und die GFX-100R wird lieferbar sein.

        Trotzdem werde ich schon wegen dem integrierten Handgriff (zwei Akkus) und dem verbesserten AF das größere Modell bevorzugen. Für klein und leicht habe ich die X-T3 oder bald vielleicht eine X-Pro3.

        Nichts gegen die X1D II 50C von Hasselblad, sie ist eine richtig gute Kamera und wer schon ein passendes Objektiv Sortiment besitzt kommt nicht um sie herum, sonst wird es wirklich kostspielig.

    • Mir persönlich gefällt sie ja optisch auch sehr gut nur gehören auch Objektive mit dazu und wenn man nun das 35-75mm + 65mm + 21mm dazu nimmt landet man bei gut 17.500$, die Fuji GFX 100 wäre mit den fast identischen Brennweiten gut 1000$ günstiger und die GFX 50S/R um einiges mehr. Aber Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft

  • Der neue Preis lässt ja genügend Raum für eine neue 100MP Hasselblad. Dadurch wird der Einstieg in das tolle System natürlich auch etwas einfacher.
    Auch die Gebrauchtpreise sinken dann natürlich und zusätzlich werden mehr Kameras gebraucht erhältlich sein.
    Also, eigentlich eine gute Situation für den Einstieg ins Mittelformat.
    Technisch gesehen ist die große Fuji allerdings natürlich weiter entwickelt, deshalb wird wohl bald eine ähnliche Hasselblad X1D 100 C erscheinen.

  • Guten Morgen Alfred,
    Danke für die (wie immer sehr sachliche und erfreulich neutral formulierte) Einschätzung.
    Ich denke, gerade der IBIS ist hier ein mehr als valides Argument.
    Also weiter die Vorfreude genießen.

    • … ich bin aber gerade selber über mich erstaunt, wie offensichtlich bei einem so rationalen Thema der dahinter stehenden technischen Fakten ich auf das Design anspringen. Da spricht mich die Hasselblad eben doch mega an, auch wenn es preislich außerhalb meiner Liga bleibt…

      • Vernunft!

        Meistens macht alles vernünftige wenig Spaß. Mein vernünftiges technisch perfektes Fahrzeug transportiert alles, auch Schwiegermütter. Spaß? Nein! Mein aus jeder Perspektive völlig unvernünftiger Zweisitzer ohne Dach transportiert Gefühle und macht irre glücklich!

        Für Bilder machen im herkömmlichen Sinn würde eigentlich sogar die geschenkte Kamera im Smartphone reichen. Macht das längere Zeit Spaß?

        Wenn ich Mittelformat in der Hand habe geht es mir ausgesprochen gut, im Kopf sind schon die Bilder gespeichert die ich damit gestalten möchte. Vernünftig betrachtet könnte ich sie mit der APS-C genau so fertigen. Würde mir der selbe Vorgang Freude bereiten wo ich den Unterschied zu MF kenne?

        Seit vorsichtig, leiht euch kein Mittelformat System aus, der Virus ist sehr ansteckend. Wer einen netten Bänker kennt ist äußerst gefährdet, besonders wo Kredite zur Zeit so billig sind.

  • ich kann mir nicht helfen, aber das fuji-design auch in sachen anwendung, gefällt mir besser. allein schon ein objektiv mit nur einem ring ist für mich eine fehlkonstruktion. die einzige ausnahme mache ich da für pancake-objektive. direkter als rendelringe mit iso und belichtungszeit mit optionaler automatikeinstellung geht es doch garnicht. stattdessen ein rudel tasten und rendelräder um die psam zu bedienen, wenn es nur bei diesen bleibt.

    • …den größeren Vorteil hat Fuji da man fast alles an Altglas „adaptieren“ kann und bei der Hasselblad eben nicht,
      ach vielleicht hat man in ein paar Jahren Glück und bekommt ein „Vitrinenstück“ angeboten….da wäre es mir eigentlich egal ob da Hasselblad oder Fujifilm drauf steht 📸

      • ich würde so ziemlich jede mittelformat annehmen, erhielt ich eine günstige die gut in schuss ist mit zwei bis drei brauchbaren brennweiten (18mm, 40mm, 135mm in kb), ideal mit eingebauter belichtungsmessung. 😉

        hat übrigens mal jemand hier das viltrox 85mm f1.8 stm testen können?

        und jetzt geht es raus. die agfamatic 5008 (ritschratsch), bestückt mit einem iso100sw, will eingesetzt werden. 😉

  • Das Gefühl kenne ich zu gut. Auch wenn Digital MF außen vor bleiben muss. Aber MF 6×6 aus der instand gesetzten Rolleicord aus den 30igern von meinem Opa…war das ein emotionales Gefühl, damit wieder Bilder zu machen. Auch wenn ich nicht mehr wie vor 40 Jahren selber die Dunkelkammer anwerfe. Aber Emotion pur.
    Ich glaub, ich schau doch mal, ein moderne MF in Hand zu bekommen….

    • … Und als kleine Ergänzung: ich war so hin und weg, dass die ersten drei Aufnahmen Mehrfachbelichtungen geworden sind, weil ich vor lauter Aufregung nicht dran gedacht habe, den Film manuell weiter zu drehe… 😅

      • Keine Hektik…
        Es ist schwierig

        heute eine analoge Mittelformat in gutem Zustand zu finden, denn 95% des Bestandes waren im harten beruflichen Einsatz.

        Es gibt Gott sei Dank die Hasselblad, eine 503 CX oder 500C ist noch in gutem Zustand aufzutreiben. Leider sind die geforderten Preise dafür in einer abgehobenen Region. Leica lässt grüßen! Um einen Belichtungsmesser kommt man trotzdem nicht herum.

        Eine sehr interessante, zweiäugige Alternative ist die Mamiya 330 mit Wechselobjektiven. Weitwinkel, Tele sind preiswert und recht gut. Foto Köberl im österreichischen Graz bietet so etwas zur Zeit an. Diese Kameras wurden oft von ambitionierten Amateuren verwendet was den meist guten Zustand erklärt.

        Nach dem Sinn für eine solche Anschaffung darf man nicht fragen denn jede „Einsteiger Kamera“ macht technisch bessere Fotos, was den Bildern fehlt kann selbst der beste „Retro“ Filter nicht ersetzen.

  • Mit Hasselblad verbinde ich immer noch 6x6cm, aber sollte der Chip mal erscheinen kann man sich solch eine Kamera nicht mehr Leisten, gar nicht daran zu denken wieviel dann eine 6x7cm kosten würde, völlig unabhängig davon ob man eine solche Datenmenge überhaupt benötigen würde und einen Rechner hätte, der sie auch verarbeiten könnte. Aber meine analoge steht immer noch im Schrank und ab und zu betätige ich noch den Auslöser und erfreue mich am zarten Plopp.

  • Übersicht….

    Alle früheren Mittelformat und Großformat Hersteller sind zu „Nischenproduzenten“ geworden.

    PhaseOne bedient die Spitze des Eisberges, Hasselblad hatte das Glück das sie von Anfang an auf ihre Altkunden zugreifen konnten. Da mittlerweile Bilder nichts mehr wert sind haben sich viele Berufsfotografen mit ihren Studios ins Nirwana verabschiedet. Nun kommt plötzlich Fuji mit einem technisch sehr gutem innovativen System um die Ecke das auch noch viel preiswerter ist. Sogar so preiswert das sie von oben die Vollformat Boliden ins Visier nehmen können.

    Hasselblad musste reagieren, deswegen die X1D II 50C und das digitale Rückteil CFV II 50C. Nur noch 6.000 Euro sind zu erzielen. Bei den geringen Stückzahlen ist das sehr gefährlich für das Unternehmen.

    Für Besitzer von Hasselblad Produkten ist jetzt die Gelegenheit gekommen sich für wenig Geld auf den neuesten Stand zu bringen.

    Neutral, unternehmerisch betrachtet stellt sich die Frage ob sich das professionelle Bilder machen überhaupt noch lohnt, denn Composing aus Konstruktionsprogrammen mit echtem Bildmaterial erfordert andere Investitionen.

    Übrigens, ob eine X1D ll 50C zwei Karten Slots hat interessiert niemanden wenn sie im Studio am Rechner arbeitet.

      • @Mathias,

        Du bist so etwas von gemein, jetzt bleibt mir nichts anderes übrig als die Verhandlungen über den Verbleib meiner GFX50s aufzunehmen und mein Konto zubelasten.

      • Hallo Alfred,
        Ja, das Leben ist schön manchmal grausam… 😁
        Aber im Ernst – diese Kamera scheint alle Sünden wert zu sein. Ich versteh dich immer besser.
        Und freu mich jetzt um so mehr auf deinen Livebericht, wenn du sie dann endlich in den Händen hast.

      • Mittelformat muss man auch noch einmal in Klein und Groß trennen. Wer absolute Spitzenleistung braucht, oder will kommt an den Rückteilen der Fa. PhaseOne nicht vorbei.

        Bei Hasselblad ist es die H6D-400c MS – 400 Megapixel Multi-Shot Kamera für schlappe 47.600 Euro. Da ist die X1D II 50C für 5.950 Euro ein echtes Schnäppchen.

        Meine Entscheidung für das kleine Mittelformat fiel in dem Moment wo Canon Spiegellos wurde und das neue R-Bajonett gebracht hat. Das kommt praktisch einem Systemwechsel gleich bis man die neuen besseren Objektive angeschafft hat. Also wenn schon Systemwechsel zu Spiegellos dann gleich eine Stufe nach oben. Als klein, leicht und Ersatz zum Vollformat kam die X-T3 in die Fototasche.

        Hasselblad hat leider keine kleinen Kameras die in der Bedienung gleich zum Mittelformat sind.

    • Hallo Alfred,

      Bei Mittelformat wird meistens von Fuji gesprochen, wie ordnet sich da Pentax ein, war früher doch auch eine sehr angesehene Marke. Über deren Mittelformatsystem hörgt man wenig oder gar nichts? LG

      • @eberhard, das ist eine interessante frage. ich habe mir gerade mal das angebot an objektiven angeschaut und betrachte ich das 75mm f2.8 bei pentax, erhalte ich in keinem anderen format etwas günstigeres (nicht mit billiger zu verwechseln 😉 ).

      • hallo mirko,
        das jüngste was ich hier erfahren habe war, daß der nachfolger der pentax k3ii im jahr 2020 erscheinen soll. eigenartig ist dabei, daß es scheinbar keine erneuerungen zum 100. geburtstag erscheinen. ich hätte ja mit einer pentax c gerechnet. wie damals die lx für 60, das c für 100. 😉

      • @Eberhard

        Die Pentax 645Z ist in die Jahre gekommen.

        Während Pentax mit der Hybrid Kamera PK und der K1-Mark-ll durchaus interessante Produkte anbietet (leider völlig unbemerkt vom Amateur) haben sie es bisher verabsäumt eine Weiterentwicklung vom Mittelformat System 645Z zu betreiben. Das Objektiv Sortiment ist komplett, die Preise dafür sind in Ordnung.

        Nun überholen Fuji und sogar Hasselblad mit Spiegellosen Modellen links und rechts. Die Pentax 645Z in ihrer derzeitigen Form dürfte um Preislich konkurrenzfähig zu sein nicht mehr als 2.800 Euro kosten damit der Fotograf den Spiegelkasten übersieht.

        Was sie haben müsste ist IBIS und die hybride Technik wie sie die PK APS-C Kamera aus gleichem Hause anbietet, dann wäre auch der Spiegel egal.

        Eigentlich schade das die Werbeabteilung im Hause Pentax immer noch im Winterschlafmodus ist. Dabei hätten sowohl APS-C als auch Vollformat viele Alleinstellungsmerkmale anzubieten die für den professionellen Fotografen von Interesse sein könnten.

      • Daniel, das ist ja eben das Problem bei Pentax da es kaum was zu tratschen gibt…sie haben solide Kameras, tolle Objektive nur wird eben kein Rummel darum veranstaltet

    • Danke für die Antworten, jetzt erklärt sich für mich die auf den ersten Blick leicht günstigeren Preise. Die sich aber wieder relativieren wenn man bedenkt ein „älteres System“ zu bekommen. Dann wäre ja die Hasselblad, als neustes Modell, fast schon ein Schnäppchen!

      • hello eberhard,
        ich weiß nicht, ob man das so sagen kann. die pentax ist für tropisches klima geeignet. das sollte mal eine andere mitmachen. 😉
        wer weiß was da sonst noch so drin steckt, wenn man sich die kamera mal genauer anschaut.

      • Hallo Daniel,

        Ja du hast recht, wenn man sich die Daten anschaut wird extra auf die extremen Temperaturen hingewiesen und auf eine super Abdichtung. Also doch ein System, dass man nicht außer Acht lassen sollte.

  • Ich bin hier wohl der Einzige, der etwas aus der Praxis sagen kann, da ich das 1er Modell besitze.
    Ich bin nach wie vor begeistert von dieser Kamera. Von der Bedienung könnten sich die meisten anderen
    Hersteller eine dicke Scheibe abschneiden. Einfach und intuitiv.
    Ich sehe die Kamera allerdings nicht als direkte Konkurrenz zur Fuji GFX100. Grund, die Hassi trägt kaum mehr auf als eine Sony A7, das Gehäuse ist nur etwas höher. Zweiter Grund, die Objektive sind sehr kompakt und haben Zentralverschluss. Ideal für Langzeitbelichtungen und das Verwacklungsrisiko reduziert sich. Wegen den kompakten Abmessungen, war die Fuji GFX50S relativ schnell raus, die R gab es noch nicht.