Marktgeschehen

Kameramarkt: Von Erholung derzeit keine Spur

Die Verkaufszahlen von Kameras bewegen sich nach wie vor auf einem schwachen Niveau und liegen jetzt sogar wieder unter den Zahlen von 2020.

CIPA Zahlen für September 2021

Die Camera & Imaging Products Association (kurz: CIPA) sammelt regelmäßig Daten zu allen Kameras und Objektiven, die die großen Kamerahersteller auf der ganzen Welt verkaufen. Kürzlich hat die CIPA die Daten für September 2021 veröffentlicht – und diese Zahlen sehen alles andere als rosig aus. Nachdem die Branche im Frühjahr 2021 zumindest die absolut katastrophalen Verkaufszahlen von 2020 hinter sich lassen konnte, ist die Anzahl der weltweit verkauften Kameras nun nämlich wieder unter das Niveau von 2020 gerutscht. Im Vergleich zu 2019 sind die Absatzzahlen sogar um mehr als 50 Prozent eingebrochen:

Wenn man sich die Kurve des bisherigen Jahres (Farbe orange) anschaut, dann sieht das im Gesamten auf den ersten Blick gar nicht so schlecht aus. Grundsätzlich ist die Erholung im Vergleich zum Vorjahr natürlich positiv zu bewerten, mit einer Kür hat das allerdings nichts zu tun. Vielmehr war es eine absolute Pflichtaufgabe für die Kamerahersteller, die wegen der Coronakrise und zahlreicher geschlossener Fabriken katastrophal schlechten Zahlen des letzten Jahres zu überbieten.

Die Nachfrage ist da, die Produkte aber nicht

Den leichten Aufschwung des Frühjahres scheinen Canon, Nikon, Sony & Co. nun leider nicht in den Herbst mitnehmen zu können. Darüber hinaus muss man damit rechnen, dass das normalerweise starke Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr zumindest zu Teilen ausbleiben wird, schließlich haben alle großen Hersteller derzeit mit Lieferproblemen zu kämpfen. Es ist also schön, dass neue Kameras wie die Canon EOS R3, Sony A7 IV und Nikon Z9 vorgestellt wurden, doch wenn sie nicht lieferbar sind, bringt das am Ende auch keine besseren Verkaufszahlen.

Für die Hersteller ist das eine verdammt ärgerliche Situation. Die Nachfrage sollte im Moment prinzipiell gar nicht so schlecht ausfallen, wie es die CPIA Daten suggerieren. Allerdings ist es für alle schwierig, mit der Produktion hinterherzukommen.

Die gute Nachricht ist: Verkaufszahlen sagen nichts darüber aus, ob ein Unternehmen profitabel ist oder nicht. Und die letzten Quartalszahlen sahen ja zumindest bei Canon und Nikon gar nicht mal so schlecht aus.

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Mani

Daß die Stückzahlen weiter rückläufig sind, wundert mich nicht.
Den alltäglichen Kameramarkt haben Smartphones bald zu 100% übernommen,

Thomas Bube

Gerade bei Videos (Urlaub, Familie) haben Smartphones gut aufgeholt. Und man kann diese auch gleich am Gerät editieren und teilen

Uwe

Auch wenn Handykameras immer besser werden, sind professionelle Bilder dank Instagram und Co. gefragter denn je. Im Consumerbereich – klar, da gewinnt ganz eindeutig das Smartphone, aber ein gutes Glas (Objektiv), kann einfach keine Smartphonekamera der Welt ersetzen, das ist halt mal rein physikalisch so. Möchte man Bilder mit geringen Schärfebereich, die beim Betrachter eine bestimmte Stimmung hervorrufen ist das Smartphone keine Konkurenz zu einer Kamera mit gutem Objektiv.

Maratony

Dann hast du kein gutes Smartphone. Ich habe eine Huawei P30 und das macht durch die Software hervorragende Arbeit. Der Unschärfebereich kommt zwar aus einem Algorithmus, aber das interessiert den Betrachter kaum, weil er in der Regel den Unterschied nicht erkennt. Und die Handys werden nicht schlechter. Das ist die Zukunft, da kann Physik nach Hause gehen, wenn es auch im Gerät erzeugt werden kann.

J.Friedrich

Ich muss Dir “leider recht geben. Wenn man die “Foto-Entwicklungskurve” bei Smartphones der letzten 5 Jahre noch 2-3 Jahre fortschreibt, dann ist das so! Alles was kleiner als APS-Sensoren hat, sehe ich faktisch keinerlei wesentliche Bedeutung und Neuheiten oder echte Mark-II Weiterentwicklung mehr … und Softwareseitig hinkt die Branche um mind. 3 Gerätegenerationen den SM hinterher … MFT z.b. je 2000,– für ein 1,7 10-25 oder 25-50mm Optik bei der Freistellungsequivalent 3,5 bei VF entspricht, also trotzdem nur bedingt möglich oder wieder Softwareseitig, was soll das heute noch bringen wenn Porträtmodus im SM bei 20 MP deutlich besser ist. Da wird ein SM-Preis selbst von 1500,– EURO mit 4 integrierten Optiken doch zum Schnäppchen …

Leonhard

Diese Softwarehinkerei wird eher schlimmer denn besser werden.
Wenn Samsung pro verkauftem SP 2 Euro für Softwareentwicklung rechnet, dann kommt da ein Betrag heraus, bei dem Sony-San, Canon-San und Nikon-San so wie so aber bitterlich zu weinen anfangen.
Kriegen doch die kleinen der SP-Branche schon zu spüren, kann ein Grund dafür sein, dass das Sony-SP so unheimlich preisgünstig angeboten werden soll, die leidlichen Stückzahlen eben.

Markus B.

Warum überrascht das nicht? 1.) Kameraverkäufe sind seit Jahren rückläufig, weil immer mehr Hobbyknipser das Handy nehmen. 2.) Corona hat die Taschen der Verbraucher nicht gerade mit Geld gefüllt. 3.) Die Neuheiten, die vorgestellt werden, sind aufgrund der Chipkrise nicht lieferbar…

Martin Berding

Die Neuheiten sind ja auch nicht ganz billig. Soll jetzt nicht heißen, dass wieder Grabbeltisch Angebote kommen sollen, aber 6000€ für eine Z9 ist nicht von jedem bezahlbar. Selbst Fuji im APS-C ist, obwohl sehr gut, doch schon ziemlich teuer. Nun gut, was solls, laufen die alten Sachen eben etwas länger.

Markus B.

Das sehe ich inzwischen auch so. Kameras gehen ja nicht kaputt, weil sie 2 Jahre alt sind;) Und wenn man trotzdem etwas braucht, kann man sich getrost bei den jungen Gebrauchten umschauen. Wer nicht drauf besteht, als erster die Verpackung zu öffnen, der findet genug junge Kameras, die 20-30% unter Neuwert liegen…

stadelfrosch

Sind bei den Verkaufszahlen die aktuelle Lieferschwierigkeiten, berücksichtigt? Es werden doch abertausende Geräte nicht ausgeliefert, die in den Umsatzzahlen fehlen.

Markus B.

Produktionszahlen sind nicht gleich Verkaufszahlen. Im übrigen scheint es sich hier um die produzierten bzw. ausgelieferten Kameras und nicht um die tatsächlich an Endkunden verkauften Kameras zu handeln (“Quantity of total shipment of DSC”).

Cat

Ja es ist schade, die Probleme sind hausgemacht. Die Technologie passt nicht, viele Menschen geben lieber 500, 1000 und noch mehr für ein Smartphone aus.
Wieviele halbwegs aktuelle Kameras, ohne Spiegel gibt es im Vollformat unter 1500?
Und die Preise für Objektive?
Ich bin nicht betroffen, aber wer zahlt denn noch gerne 5000-10000€ für eine kleine Kameraausrüstung?
Und MFT hat ja auch nicht wenigen das Fell über die Ohren gezogen (preislich) und mit aufkommen vom Vollformat ohne Spiegel haben dann doch noch einige erkannt, das die Systeme gar nicht so deutlich größer und schwerer sind.
Also, die letzten japanischen Kamera-Anbieter müssen sich noch mehr anstrengen und vor allem sehen das sie liefern können. Als Nächstes sterben sonst bald die letzten kompetenten Händler…

Vamiwa

Herr Vamiwa, warum haben Sie seit 2 Jahren keine neue Kamera gekauft obwohl sie auf der Suche sind? Meine Antwort: Diese Frage ist so einfach nicht zu erklären, aber am Ende doch plausibel: 1. befinden wir uns in einer Pandemie und ich bin seit Beginn nicht auf Urlaub oder Veranstaltungen gewesen und habe auch keine Models gebucht. 2. habe ich in dieser Zeit wieder vermehrt analog fotografiert. 3. sind mir die angebotenen Neuigkeiten zu groß, zu schwer, der Vorteil von spiegellos nicht mehr erkennbar, da kann ich gleich mit meinem alten Canonzeugs mit den großen weißen und super auffälligen Objektiven herumlaufen. 4. haben die Preise doch extrem angezogen und wir reden da nicht von 3 stelligen Summen. Da sind wir dann schon beim 5. Punkt, dem Handy welche beim Preis auch teuer sind, aber nicht so sehr steigen und dafür auch mehr bieten und nicht bloß wie 6. alte Technik in neues Gewand kleiden und teuer verkaufen. Bei 7. stellen sich – so wie ich – viele schon die Frage der Nachhaltigkeit und warum die Technik nicht in Modulbauweise angeboten wird. 8. ist auch, daß man immer weniger fotografieren darf. Man ist zunehmend mit Urheberschaft und Copyrightfragen konfrontiert als auch… Weiterlesen »

Alfred Proksch

Sehe ich mir (bin sehr gut mit 2 Systemen versorgt) die aktuellen Kameras der Hersteller genauer an so haben diese wahnsinnig geile Technik verbaut die ersten kaum lieferbar und zweitens für meine persönliche Art der Fotografie nicht erforderlich ist.

Eineinhalb Jahre lang sind meine Einkünfte durch die Pandemie Auswirkungen gesunken. Momentan geht es wieder leicht aufwärts.

So wie ich das kommen sehe findet weltweit ein erzwungener Umbruch statt. Alle Bereiche unserer Wirtschaft besonders aber unsere Lebensweise steht auf dem Prüfstand. Verzicht steht an!

Luxusgüter wie Kamera Systeme und ähnliches werden noch exklusiver werden. Multimediale Smartphones bieten als „Beigabe“ Foto und Videofunktionen die schon heute mehr als ausreichend für den „Hausgebrauch“ sind. Und Smartphones MUSS man haben, warum brauche ich nicht erläutern.

Vor diesem Hintergrund verwundern mich die aktuellen CIPA Zahlen recht wenig.

Jürgen W

Ich habe mir gerade vorgestern eine neue Kamera gekauft, die erste seit Jahren. Ich hatte insgesamt 4 Nikon und Sony DSLRs. 4 Sony SLTs, und 5 Sony und Panasonic Spiegellose (und drei Fujifilm Instant-Kameras), und jetzt ist es ………….. nach langer Zeit mal wieder eine Vollformat-DSLR geworden. Mehr brauche ich (fast) nicht. Ein Grund: es gibt so viele preiswerte Objektive. Jetzt fehlt noch eine Kompakte, meine Sony RX100II sucht einen Nachfolger … aber ansonsten gehen mir die ganzen Technikfeatures der neuen Apparate eher auf den Geist.

Alfred Proksch

Manchmal wenn mir nach Technik ist oder wenn es gefordert wird nehme ich das „Große“ System. Meistens reicht mir das kleine ziemlich manuelle System weil ich mir damit schon vor der Aufnahme ausführliche Gedanken über den von mir gewünschten Bildeindruck machen muss.

Nicht 20 fast gleiche Bilder in der Sekunde müssen nachträglich gesichtet werden sondern höchstens zehn unterschiedliche von einem Objekt. Das entschleunigt ungemein und nebenbei ist die Anzahl der “Treffer“ höher.

Deine nachvollziehbare Entscheidung eine DSLR zu kaufen ist mutig, auch das Du das hier kundtust. Meines Erachtens ist sie schon deshalb richtig weil keiner an Deinen Bildern einen Unterschied merken wird. Die dafür vorgesehenen Finanzen sind in einem Objektiv Park besser investiert.

Glückwunsch zu Deiner klugen Entscheidung.

Leonhard

Wird der Gründe viele geben, wenn nicht geliefert werden kann geht auch nichts über die Theke wird wohl der Hauptgrund sein. Aber es gibt auch noch Corona bedingt einige Aspekte, jedenfalls in Deutschland, da hat der deutsche Michel bisher noch gar nicht daran gedacht. So haben einige in meinem Bekanntenkreis von Vater Staat ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk bekommen, in einigen Fällen trifft es manche Familien hart. So haben wir hier ein mittelaltes Paar, die arbeiten beide im Tourismus. Natürlich hatten beide Kurzarbeit und bekamen die letzten beiden Jahre weniger Geld, so weit, so gut. Nun haben die für 2020 die Erklärung machen lassen und die Freude war riesig, beide dürfen wegen dem KUG jetzt noch einmal in etwa eine Sony A7IV an den lieben Vater Staat überweisen, die blöde Steuerprogression eben. Wenn man nun aber so einem mittelalten Paar gleich 2 Sony A7IV abbucht, aber anstatt auch nur eine zu liefern nur den Satz “es wird abgebucht” zukommen lässt, dann dürfte die Kauflaune bei manchen auch leicht getrübt sein. Dafür hat man aber dem einen oder anderen Konkursverschlepper in unserem schönen Städtchen (man kennt sich in kleinen Orten) noch etwa eine Mio. hinten rein geblasen, was dann Gott sei Dank… Weiterlesen »

Immer Besser

Ich habe gerade meine gesamte bisherige Fotoausrüstung verkauft. Wurde mir aus den Händen gerissen, da praktisch nichts brauchbares lieferbar ist.
Jetzt kann ich neu starten und werde mir wohl die Z9 und ein paar gute Objektive zulegen.

Ingo

Jetzt nimm das nicht übel, aber hat die Z9 vermutlich eine Lieferzeit von über einem Jahr? Allerdings eine Traumkamera.

Immer Besser

Mein Nikon Flagship Store kann angeblich 5 Stk. im Dezember liefern. Da sollte ich dabei sein.

Alfred Proksch

Wenn Du zu den Glücklichen gehörst die eine erwerben können, dann schnell zugreifen. Ich würde schon mal aus rechtlichen Gründen eine kleine Anzahlung leisten.

Ich hoffe du hast die Folgekosten im Blickfeld!

Joe

Hat irgendjemand etwas anderes erwartet? Einiges kann nicht geliefert werden, anderes kann nicht fertiggestellt werden. Ist im Automarkt nicht viel anders. Das treibt die Preise nach oben und reduziert zusätzlich die Nachfrage.

Markus B.

Im Gegensatz zu Kameras gibt es bei Autos schon Nachfrage. Diese kann aber leider nicht bedient werden;)

Joe

Die gibt es auch bei Kameras, siehe Z9, die nicht befriedigt werden kann.

Helmuth Ehl

Kurze Bemerkung zu Lieferfähigkeiten: Bei z.B. Foto-Koch sind zur Zeit 25 Canon RF-Objektive
gelistet, davon können gerade mal 7 !!! geliefert werden. U.a. das 35mm f1,8, das 600mm f11, das
50mm f1,8 usw. Es ist nicht eine hochgeöffnete Spitzenoptik dabei. Auf mein im Februar bestelltes
24-105mm f4 warte ich bis heute. Wer will da in ein System neu einsteigen?
Und, wie oben schon erwähnt, es fehlen mittelpreisige Kameras.

joe

Geduld!

joe

Habe soeben für meine Tochter auf ihren Geburtstag das iphone13 bestellt. Lieferzeit ca. 4 Wochen!!! Selbst Apple kann nicht zaubern!

Knut

Das die Dinge zur Zeit unregelmäßig lieferbar sind, finde ich sogar gut. Der Mensch schafft es ja nicht sich selbst auf Grund des Zustandes der Welt zu beschränken. Überall nur ich will, ich will, ich will und zwar sofort. Was den Kameramakt, sprich die Anzahl der Hersteller betrifft, kann man spekulieren. Ich persönlich liebe ja das Spiel mit Zeit, Blende und Belichtungskorrektur. Mir ist aber auch klar dass die meisten keine Lust dazu haben. Ich finde es auch herrlich am Jahresende Fotobücher zu machen mit dem Wissen was man da alles beachtet hat. Aber das machen auch die wenigsten. Klick und Teilen so sieht der Markt aus. Aber zurück zu den Herstellern. Alle Systeme haben ja so ihre Vorzüge. Vielleicht überleben ja auch die jetzigen. Nur wird das Sortiment nicht mehr so tief sein. Brauchen sie dann aber auch nicht. Die Preise steigen etwas aber das schreckt Enthusiasten nicht ab. Die Zeiten der 500€ DSLR sind dann vorbei. Diese Geräte dienen eh nur der Markteroberung. Sicher, der Konsument sieht das anders. Aber er ist auch nur Konsument und kein Firmenlenker. Marktstrategie, Taktik, Umsatz, Gewinn, Marken Innung, Mischkalkulationen sind dem Konsumenten fremd. Man merkt das immer besonders deutlich wenn Fritz und… Weiterlesen »

Mirko

Gesunde Einstellung die ich voll teile

Knut

Vielen Dank.
Machen wir schöne Bilder egal mit welcher Ausrüstung.

Frank

Ich wäre schon damit einverstanden, dass nicht mehr der schnelle Konsum durch Dumpingpreise angeheizt wird. Bleibt allein die Frage, ob die Hersteller sich darauf einlassen, für einen längeren Zeitraum die Systeme zu pflegen. Wenn die SP-Technik weiterhin den Kameras so rasant davon läuft, dann wird die Anzahl der Kamerakäufer nochmals rapide sinken. Was wiederum zu noch schneller steigenden Preisen führt, damit sich die Investitionen der Hersteller wieder rechnen. Wenn ich mehrere Tausender beim Händler auf die Ladentheke legen soll, dann erwarte ich auch, dass ich für genau diese Kamera auch nach 12 Jahren noch Ersatzteile angeboten bekomme, oder Objektive erwerben kann. Denn nur dann ergibt es einen Sinn, bei einer pekuniären Störung vielleicht auch mal auf eine gebrauchte Kamera zurück zu greifen. Das wird nämlich dann auch durch den erzwungenen Wandel in der Wirtschaft vonnöten sein, Rohstoffe wieder länger zu nutzen, bzw. Technik zu recyceln. Ich persönlich habe für die nächsten Jahre genug Material, um tolle Bilder zu machen. Vielleicht noch hier oder da ein Objektiv zum System. Die Fotografie ist mir wichtiger, als das Material dazu. Auf Kredit wird da nichts gekauft. Wenn ich mir als Rentner mit deutlichen Einkommenseinbußen das nicht mehr leisten kann, dann ist das einfach… Weiterlesen »

Knut

Da gebe ich dir vollkommen recht.
Auf dass wir tolle Bilder machen.

Jürgen K.

Du sprichst mir aus der Seele.
Ich habe vor 3 Jahren angefangen für meine Renter Zeit die gewünschten Gläser zusammenzukaufen.
das hat bis auf ein 70200mm/F2.8 auch schon geklappt.
Ne neue Kamera im nächsten Jahr……und dann mit dem Womo tagelang auf Tour:-)

joe

Hallo Knut, bei aller berechtigter Kritik, Kameras zerstören nicht die Welt! Um es kurz zu machen, es geht letztlich um den pro Kopf Verbrauch an Ressourcen und dem dazugehörigen CO2-Ausstoss. Den grössten haben die Chinesen, dann folgen mit knappem Abstand die Amis und abgeschlagen die Europäer. Wenn wir das auf den pro Kopf Verbrauch umrechnen, ergibt sich ein interessantes Ergebnis: Europa erzeugt pro Kopf 20%mehr CO2 als China (wobei China stark aufholt), die Amerikaner erzeugen pro Kopf 3,5 mal mehr CO2 als die Chinesen und fast 3 Mal so viel wie Europa. Sind wir in der Lage schnelle genug Lösungen zu finden um den Ressourcenverbrauch und den CO2-Ausstoss zu reduzieren? Eher nicht, denn die Inder liegen schon in den Startlöchern und wollen auch mehr Konsum und somit wird das CO2 Problem nicht kleiner, die Afrikaner werden auch nicht freiwillig arm und bescheiden bleiben wollen. Der Mensch (Ausnahmen gibt es immer) wird sich nicht ändern und die Lösung des Problems ist ein Tabu, man darf nicht einmal darüber nachdenken, dann kommen die Gutmenschen aus ihren Verstecken und zeigen mit dem Finger auf einem. Selbst wenn Europa und auch die Amis, also die ganze westliche Welt tatsächlich den menschengemachten CO2-Ausstoss auf Null… Weiterlesen »

Knut

Ja, das ist doch genau mein Reden. Es fängt aber im kleinen und bei jedem einzelnen an. Wenn ich dir Kinder über zwei Generationen so erziehe das es ihnen zusteht getragen zu werden, alle Bedürfnisse sofort erfüllt zu bekommen kann sich nichts ändern.
Ich halte es für vermessen ja geradezu unanständig mit dem Finger auf die Chinesen zu zeigen weil ich weiß das ein riesiger Teil, wenn nicht der größte Teil unseres nicht notwendigen Konsums auf der Produktion in China beruht.
Wie sagte ich neulich einem Kollegen sagte wenn 40 Millionen Bundesbürger täglich 1 Watt einsparen, sind das 40 Megawatt an Einsparungen täglich.
Es beginnt im kleinen. Da kann jeder einzelne was tun. Stell dir nur mal vor 1 Milliarden Menschen in den Industrienationen würden das umsetzen. Jedes bisschen Prozent zählt.
Gerade weil es Jahrzehnte braucht um die entandenen Schäden zu kompensieren braucht jede mögliche Einsparung.das Lastenrad ist in der Regel keine. Siehe dir den Gebrauch in den Städten einfach mal vor Ort an.

Joe

Zwei Generationen = 50Jahre! Dann ist eh alles zu spät und wie viele Kinder dieser Welt erreichst Du?

Foamberg

was mich immer am meisten wundert ist dass sich viele menschen high end kamerasysteme kaufen aber vom print (eigentlich die essenz der fotografie) keine ahnung haben, ja nicht mal einen fine-art dienstleister kennen..!!! da finde ich es gar nicht so schlecht dass den menschen das geld ausgeht um sich sinnlosen materiellen balast zu kaufen! 🙂

Rolf Carl

Was mich immer am meisten wundert, ist, dass einige Menschen glauben, “dass sich viele Menschen high end kamerasysteme kaufen aber vom print (eigentlich die essenz der fotografie) keine ahnung haben, ja nicht mal einen fine-art dienstleister kennen..!!!”
Hast du für deine Aussage irgendwelche konkreten Anhaltspunkte, oder ist das schon der Beginn der Märchenstunde?
Es gibt übrigens auch noch Grossbuchstaben (für Fine Art German).

Alfred Proksch

Schon viele haben versucht das „Betriebssystem“ Mensch zu verändern, geht aber nicht weil unsere „Software“ dieses nicht zulässt.

Momentan probieren sich die „Umweltverbände“ (nicht abwertend gemeint) daran aus ob man nicht mit „Lenkung“ unseren Planeten retten könnte. Theoretisch ja, praktisch eher weniger weil einfach zu viele Interessen berücksichtigt werden müssen.

Da kommen Lieferschwierigkeiten gerade recht. Ich kann mich noch gut daran erinnern das Betriebe so etwas einfaches wie „Lagerhaltung“ betrieben haben um durchgängig arbeiten zu können.

Systemkameras kauft der Gewerbetreibende nicht jede Woche also dürften Lieferzeiten nicht das große Problem sein. Wenn der Hobbyist sich System „Y“ unbedingt kaufen möchte kann er erwartungsvoll einige Monate darauf warten, Vorfreude ist auch schön.

Pragmatismus ist vielleicht der geforderte Ansatz. Gut Ding will Weile haben!

Frank

Software, das sind doch vom Menschen geschriebene Programme. Und die “menschliche Software” ist ein durch die Erziehung geschriebenes Betriebssystem, welches uns als Lebensgrundlage dient. Wenn dieses Programm schon schlecht geschrieben wurde, dann stottert der Ablauf das ganze Leben lang. Dann werden Menschen auch anfällig dafür sich einreden zu lassen, daß ihr Leben eben nur mit dem System Y noch lebenswert ist.
Es kommt nicht nur auf die Geduld an, sondern auch die Fähigkeit selbst abschätzen zu können, welche Bedürfnisse wir wirklich haben. Da spielt die Kamera des anderen Fotografen doch eher eine untergeordnete Rolle. Und weder Soft- noch Hardware spielen bei dem Erkennen interessanter Motive die Hauptrolle.
Wir benötigten erwähnte Umweltverbände gar nicht, wenn die Ansprüche an das Leben nicht so ungleich über den Planeten verteilt wären. Wir doktern an neuen Automobilen herum, die einen besseren Umweltstandard zu bekommen. Zunächst aber müssen dafür neue Techniken entwickelt und produziert werden, die viel Intelligenz binden, und viele Rohstoffe verbrauchen.
Gleichen Effekt kann ich aber auch erreichen, indem ich das Auto gezielter einsetze, und vielleicht auch mal wieder das gute alte Fahrrad aus der Garage hole, anstatt am Wochenende wie viele Andere auch zum Vergnügungspark X fahre.

joe

Genau, das Fahrrad rette die Welt! Wenns denn so einfach wäre. Mit dem Lastenrad transportieren wir in Zukunft unsere Kinder und Waren. Also, inzwischen verursacht die Bekleidungsindustrie einen höheren Ressourcenverbrauch und CO2-Ausstoss als der gesamte Autoverkehr! 87% – das ist kein Schreibfehler – aller Kleider werden nicht verkauft, sondern verbrannt oder sonst wie vernichtet. Die Chemikalien die auf Baumwollfeldern verwendet werden machen es unmöglich dort jemals wieder Pflanzen zur Lebensmittelproduktion anzupflanzen. Der Mikroabrieb bei der Wäsche von Kunstfaserkleidung kann nicht aus dem Abwasser herausgefiltert werden und verusacht eine Verschmutzung der Gewässer und Weltmeere mit Mikropartikeln. Wir sind zu viele und wir können unser Verhalten nicht schnell genug ändern um noch etwas zu retten. Sollte man jetzt weitermachen wie bisher? Da sollten nicht reden geschwungen werden, sondern jeder einzelne sollte sich an der eigenen Nase packen, nur wird dies nicht geschehen. Sprüche von Greta verändern die Welt sowieso nicht, die Jugendlichen gehen freitags auf die Strasse und fliegen samstags übers Wochenende für 30.-€ nach Amsterdam, Lissabon, Barcelona…Retten kann uns nur sowas wie Corona, aber nicht so eine “Light-Version” wie die jetzige! Die Welt kann auch ohne Menschen existieren, nur umgekehrt funktioniert es nicht, das haben wir leider zu spät bemerkt und… Weiterlesen »

Knut

Da liegt schon der Fehler.

Genau, das Fahrrad rette die Welt! Wenns denn so einfach wäre. Mit dem Lastenrad transportieren wir in Zukunft unsere Kinder und… .

Schau dir das Alter der transportierten Kinder im Lastenrad an.

In dem Alter konnte ich schon alleine laufen und mein Kinderrad alleine schieben.
Meinen Kumpels ging es nicht anders.
Wie haben wir dass bloß überlebt. One youtube und Popopudern.
Selbst ist der Mann. Selbst rausfinden, selbst ausprobieren, kein anderer zuständig, mach es selbst. Frag nicht, mach.

Eigenständig gehen, eigenständig stehen.

Joe

Das rettet trotzdem nicht die Welt! Es ging darum, dass alle sich auf das Auto einschiessen und ganz vergessen, dass 94% des CO2 andere Ursachen hat. Man nehme nur als Beispiel Kohlekraftwerke statt Atom oder Gas. Container Schiffe, von denen die 20 (zwanzig) grössten umweltschädlicher sind als alle Autos dieser Welt. Achtung, nicht falsch verstehen, ich bin kein Befürworter von grenzenlosem Autoverkehr und umweltschädlichen Verbrennern, ich möchte nur darauf hinweisen, dass es wie erwähnt 94% andere Ursachen gibt, die man nicht aus dem Auge verlieren sollte.

moss

Bei den Containerschiffen (oder dem 20´ger Vergleich) geht es ´nur´ um Schwefeloxide (Schwefeldioxid).
Ist zwar schlimm genug, aber es betrifft nicht pauschal alle Schadstoffe.

Leonhard

Erstens, wo liegt nun die Umweltbelastung, wenn ein Kind im Lastenrad gefahren wird und ich sehe hier eher mehr Leute, die haben einen Anhänger am Fahrrad und drinnen liegt der Hund.
Wenn man sich mal vor Augen führt, dass der Hund ein Hetzjäger ist, dann wird die Sache aber so richtig gaga, wir treten in die Pedale, um einem Tier seinen Trieb am Laufen zu nehmen, da muss man erst mal drauf kommen!

Frank

Natürlich geht es nicht allein und die Wahl Fahrrad oder Auto. Das ist mir auch klar. Aber es geht darum zu begreifen, daß die Menschen in bestimmten Teilen der Erde einen Großteil der Ressourcen nur für sich beanspruchen. Und wenn die Menschheit auf diesem Planeten schon im August soviel Schadstoffe wie für das ganze Jahr vorgesehen ausgestoßen hat, dann rettet uns auch die beste Technik nicht mehr. So schnell können wir den erwünschten Effekt eben nicht mehr erzeugen. Die Politik ist hier gefragt, weil es das Flugticket für 30 Euro eben nicht mehr geben darf. Und auch das T-Shirt von KIK für 2,99 Euro darf es nicht mehr geben. So lange diese Angebote existieren, werden immer wieder Menschen davon Gebrauch machen. Dann wäre der achtsame Konsument der Dumme, weil der kauft das T-Shirt beim Fachhandel für 29 Euro. Auch die Vernichtung von unverkäuflichen Kleidungsstücken, so wie Rücksendewaren beim Internethandel gehört verboten. Und 3 Kleider bei Zalando zu bestellen, und alle 3 wieder zurückschicken verursacht einen Schaden, der sich irgendwie im Preis auch niederschlagen muß. Auch der Kameramarkt ist hier gefordert. Die Produktzyklen müssen sich deutlich verlängern. Ich kann mich beispielsweise noch daran erinnern, daß es in der Hausgerätebranche aufgearbeitete Elektronikmodule… Weiterlesen »

joe

Glaubst du im Ernst, dass die Politiker die Produkte verteuern wieder gewählt werden? Es gibt in der Neoklassik, bekannter unter Neoliberalismus eine interessante Theorie, die sogenannte: “Public Choice” – also öffentliche Wahlen. Weil Politiker wiedergewählt werden wollen, ist ihr Ziel nicht das Wohl des Landes oder gar der Welt, sondern nur die Wiederwahl und deswegen entscheiden sie gemäss den Wünschen ihrer Wählerbasis. Aus diesem Grund, sollten eben gerade nicht Politiker über solch wichtigen Dinge entscheiden, aber das führt hier zu weit. Grundsätzlich sind in der Klimapolitik nur zwei Dinge zielführend – aber nicht durchsetzbar – massive Preissteigerungen und drastische reduktion des Bevölkerungswachstums. Alles andere ist Pillepalle.

Leonhard

Richtig, Reduktion des Bevölkerungswachstums geht nicht, wie sollte dies auch gehen? Preissteigerungen haben die ja schon hinbekommen, also dort ist das Ziel schon erreicht, die werden in den nächsten Jahren sogar so massiv werden, da kann man die Politik nur loben. Ja, Politiker wollen gewählt werden, weswegen die dem Volk auch Unsinn erzählen und teilweise als Klimaretter genau dieses Klima noch ruinieren, indem man vollkommen schwachsinnige, aber populäre Entscheidungen fällt, z.B. Ausstieg aus der Kernenergie. Anstatt das ganze schöne Geld für Windrädchen, Solarzellen und anderen Unfug zu vergeuden hätte man massiv in die Entwicklung der Kernfusion investieren müssen, da dies aber nicht populär war hat man es eben gelassen. Aber wir brauchen von der Politik auch nichts mehr zu erwarten, da sind kaum noch welche, die sich an ihrer Geisteskraft einen Bruch heben werden, um es noch höflich auszudrücken, und wer nicht einmal in der Lage ist, beim Gang in Koalitionsverhandlungen seine Ziele klar zu formulieren, der sollte nicht in eine Regierung gehen, wie soll da ein einziger brauchbarer Klimavertrag zustande kommen? Aber Planwirtschaft bringt auch nichts, hat nirgends funktioniert und wird auch nicht funktionieren. Die einzige Lösung ist aus meiner Sicht mehr auf sortenreine, wieder verwertbare Rohstoffe zu setzen,… Weiterlesen »

Frank

Gut, drastische Reduktion des Bevölkerungswachstums. Wie wäre das zu realisieren?
Die Menschen zeugen just in den Regionen auf dem Planeten die meisten Kinder, in denen das Einkommen sehr gering ist. Nach dem Motto: Einer wird schon überleben, und der sichert dann den Fortbestand und das Einkommen.
Geht aber auch nicht. Dafür müßte erst eine gewaltige Umverteilung stattfinden, damit der Wohlstand bei den Armen wächst. Preissteigerungen müssen auch nicht unbedingt dort ankommen, wo sie dringend gebraucht werden.

Leonhard

Zitat: “Gut, drastische Reduktion des Bevölkerungswachstums. Wie wäre das zu realisieren?” Zitat Ende.
Sehr gute Frage, Frank, denken wir die Sache mal zu Ende:
Al hat im letzten Jahr sehr viele Schuhe verkauft und sitzt mit seiner schrecklich netten Familie im Reisebüro. Am Ende sagt die nette Dame hinter dem Tresen: “Da wir leider nur noch klimaneutrale Reisen verkaufen dürfen müssen wir für ihren Urlaub in Afrika 10 Menschen liquidieren!”
Al ist vollkommen erschüttert und fragt: “Und was kostet mich dass dann wieder?”
Gott Lob ist dies in Afrika noch recht preiswert und es kommen nur 500$ oben drauf, erst zögert er noch doch Dumpfbacke gibt den Ausschlag: “Aber Papi, für den Umweltschutz ist uns doch nichts zu teuer!” Man bucht und in Zentralafrika werden die Karabiner durchgeladen.
Und was lernen wir nun daraus? Ganz einfach, vor dem Ablassen gewisser Sprüche sollten wir besser erst zu Ende denken, dann merken wir was, hoffe ich wenigstens.
Deine Überlegungen klappen nebenbei auch nicht, selbst wenn man sie durchführen würde, da käme unter anderem noch mal das religiös motivierte Reproduktionsverhalten zu tragen und einiges mehr.

Frank

Sehr schlechtes Beispiel Leonhard. Weil es an den Realitäten vorbei an einem drastisch konstruierten Beispiel das Problem ad absurdum führt. Das Problem der Ungleichverteilung ist eine Realität, die durch dein Beispiel aufzeigt, wie die Werbung durch das Stichwort “Umweltschutz” unterbewußt unser Handeln zu bestimmen versucht. Letztendlich kann nur jeder Mensch für sich ganz allein entscheiden, was er persönlich bereit ist an seinem Leben zu verändern. Politik muß aber hier auch steuernd unterstützen, sonst wird das Ganze zum Verlust für den reflektierten Menschen. Wenn ich mir das finanziell leisten kann, dann mag das noch angehen. Ansonsten wird dieses Modell scheitern. Und doch, meine Überlegung könnte schon klappen, wenn der Kaffeebauer in Kolumbien, die Textilarbeiterin in Bangladesh, oder der Schlachter bei Tönjes einen fairen Preis für sein Produkt bekommt. Aber so lange börsennotierte Unternehmen mit Unterstützung der Politik, womöglich auch noch mit Steuergeldern gestützt den Endpreis einer Ware, so wie den Preis für Rohprodukte oder Dienstleistungen bestimmen, so lange wird die Ungleichverteilung fortgeschrieben. Religiös motivierte Reproduktionsverhalten sind noch mal ein paar andere Schuhe. “Halte Du sie arm, ich halte sie dumm” war auch hier in Europa lange eine Devise des Machterhalts der Eliten eines Landes. Viel besser ist das Modell “Laß sie… Weiterlesen »

Leonhard

Dies war kein Beispiel, es ist lediglich die praktische Umsetzung solcher komischen Ideen, man könne Menschen alles vorschreiben, inklusive die Zahl der Nachkommen. Drastisch, na ja, eher die von uns verdrängte reale Politik vieler Systeme, frag mal Frauen im erweiterten Zentralasien, die würden dies eher für ihre reale Welt ansehen denn als Satire. Faire Preise gibt es nicht, genau so wenig wie einen fairen Mindestlohn, reine Definitionssache. Während Bundestagsabgeordnete 150.000 € für eine “normale Provision” ansehen wird gerade über 12 € die Stunde gefeilscht, Mahlzeit! Mit Deiner Vorstellung der Umverteilung hapert es schon deswegen, weil man ja auch von der Politik großer Weltkirchen beeinflusst wir: “Wachset und mehret Euch!” Hier schreiben sich viele unterschiedliche Religionsgemeinschaften Mitgliederzuwachs auf die Fahne. In vielen Ländern musst Du einen Stammhalter haben, kommen 5 Mädchen zur Welt, dann bleibt Dir nichts anderes als Versuch Nummer 6 übrig, da helfen keine Umverteilungen. Von welcher Politik sprichst Du eigentlich? Bevölkerungswachstum ist eine globale Angelegenheit, welche Weltregierung sollte da bitteschön irgend etwas an der Sache ändern können, bzw. auch nur wollen. Nicht nur in Europa war auch der Spruch “Räder müssen rollen für den Krieg und Kinderwagen für den nächsten Sieg” eine dieser Phrasen, die schon zeigt, dass… Weiterlesen »

joe

Alfred, ich bin ganz Deiner Meinung, der Mensch wird sich nicht ändern. Wann werden Probleme angegangen? Erst wenn der “Karren” gegen die Wand gefahren wurde, wird gehandelt. Die Leute wählen doch keinen der sagt, wir müssen den Gürtel enger schnallen, die Steuern und die Preise müssen erhöht werden und die Heizung stellt ihr auch etwas kühler ein. Ein eigenes Auto könnt ihr vergessen und alle Benzin/Dieselautos werden ab 2025 verboten.

Knut

Der Mensch ändert sich nicht. Deshalb schreit er ja nach der Politik.
Andere sollen es richten nur man selbst nicht.
Die Masse vergissdabei dass es eben doch der einzelne machen muss und wundert sich dann das die Politik dann Gesetze beschließt die der einzelne umsetzten muss. Dann kann der Konsument aber wieder mit dem Finger auf andere zeigen und blöken die anderen sind schuld.

Leonhard

Nachdem ich mir nun 2 mal das Wasser aus den Schuhen gekippt habe versuche ich nun mal, stark vereinfacht, bin ein einfaches Gemüt, meine Sicht der menschlichen Software hier darzustellen: Das menschliche Gehirn dürfen wir uns nicht als einen PC, sondern eher als eine Workstation vorstellen, auf unterschiedlichen Ebenen arbeitet unterschiedliche Hardware wie auch Software. Die unterste Ebene dieser Software (eine Art BIOS) ist bereits bespielt, noch ehe wir die liebe Mama verlassen! Sowohl die Steuerung der Organe als auch grundlegende Selbsterhaltungsprogramme funktionieren einwandfrei, eine ganz wichtige Urfunktion für das Weiterleben als vollkommen wehrloses Wesen. Mama erkennen wir bereits am Geruch, dann sehen wir Papa und lächeln ihn an. Dieses Lächeln führt dazu, dass der Alte sich freut und am nächsten Tag auf der Arbeit (einer muss die Kohle ja verdienen) den Kollegen glücklich erzählt: “Er hat mich angelächelt, er mag mich” Hierüber kommt nun das BS der Workstation, es kommuniziert mit dem BIOS und dem letzten darüber liegenden Windows. Hier sind beim Menschen nun die abgeleiteten Bedürfnisse untergebracht, außerdem werden hier über Erfolg oder Misserfolg auch Strategiepakete gespeichert. Also wäre der Mensch jetzt schon vollkommen funktionsfähig, sowohl die nötigsten tierischen Funktionen wie auch die Bedürfniswelt kann damit befriedigt werden,… Weiterlesen »

Alfred Proksch

Leonhard Danke für diese ausführliche und verständliche Erklärung. Genau so war das von mir auch gemeint!

Erst wer begriffen hat wie er selbst funktioniert und „programmiert“ ist versteht auf welche Art die eigene Veränderung ablaufen muss.

Und da gibt es noch so seltsame Dinge wie das innerste ICH, das Unterbewusstsein, das Bewusstsein nebst Bildung und Intelligenz. An letzterer hapert es trotz Bildung des öfteren!

Leonhard

Vollkommen richtig erkannt, leider ist es nur mit dem Lernen so eine Sache, teilweise ist es eben so, wir können nur lernen wie wir sind und müssen daraus die richtigen Schlüsse für unser Leben ziehen. So kriege ich hier immer die Krise, wenn über die optimale Kamera geschrieben wird, dabei lassen wir aber leider das wichtigste Gehäuse regelmäßig außen vor, nämlich unseren Kopf: Da Du noch gut zu Fuß bist steigen wir beide (alles wieder vereinfacht, ich bin eben ein einfaches Gemüt) in den Kopf von zwei Fotografen, nennen wir sie mal PB und AP. Schau Dir nun bitte die minimale Abweichung der Schädelknochen im Bereich der Basis an, hier mussten die Gehirne sich im Wachstum eben anders entwickeln, dadurch wurden beide Gehirne unterschiedlich stark im Bereich Technik und Kunst angelegt. Die Augen sind bei Beiden super, wahre Adleraugen. Beide sehen gestochen scharf, beide sehen das Selbe (stimmt so auch nicht ganz), aber beide machen daraus ein vollkommen anderes Bild. Beim gleichen Motiv sieht der eine die Emotion hinter dem Bild, der andere die technische Seite. Beide werden nie wirklich verstehen, was der Andere sieht, kann sogar zu Streit führen, Meister ihres Faches sind ja beide, aber eben unterschiedliche Fächer.… Weiterlesen »

Jörg

Die Hersteller und Händler müssen sich halt auch mal an die eigene Nase fassen. Eigene Erfahrung von heute morgen um 9:30Uhr:

  • Besuch im Fotofachgeschäft um die Wunschkamera (aktuelles Modell, aber keine “Hyper-Neuheit”) zu kaufen. Kamera wurde vom Händler auf seiner Homepage und auf sonstigen Online-Kanälen aktiv beworben. Kunde ist bereit 1550€ + weitere 200€ für Zubehör etc. direkt auf den Tisch zu legen
  • Händler hat weder ein Vorführgerät noch verkaufsfähige Ware da und klagt dann sein Leid, daß die Hersteller ihn aktuell nicht bzw. unzuverlässig beliefern. Kann ja verstehen, daß er auch nix für die Situation kann, aber ich lass mich doch nicht auf eine Warteliste setzen, solange er mir nicht sagen kann, ob er überhaupt genügend Kameras für die ganze Liste bekommt und auch nicht klar ist, wann die Kameras kommen … wenn die Kamera nämlich nicht rechtzeitig kommt, ist die Cashback-Aktion des Herstellers vorbei, was mich als Kunde weitere 200€ kostet.

Liebe Kamerahersteller: So funktioniert das nicht … bzw. ihr braucht Euch über sinkende Verkaufszahlen nicht wundern!