Kodak Marktgeschehen

Kodak meldet steigende Umsätze und deutlich mehr Geld in der Kasse

Kodak hat seine Jahreszahlen für 2025 vorgelegt. Das Unternehmen steht finanziell deutlich besser da als noch im vergangenen Sommer.

Kodak hat seine Geschäftszahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 veröffentlicht. Der Konzern aus Rochester erzielte demnach im Gesamtjahr einen Umsatz von 1,069 Milliarden Dollar, ein Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im vierten Quartal lag der Umsatz bei 290 Millionen Dollar, neun Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Besonders stark entwickelte sich die Sparte Advanced Materials & Chemicals (AM&C), die unter anderem Analogfilme umfasst. Deren Umsatz stieg im Gesamtjahr um 17 Prozent auf 316 Millionen Dollar, im vierten Quartal sogar um 25 Prozent. Das Print-Geschäft legte im letzten Quartal leicht zu, verzeichnete im Gesamtjahr aber ein Minus von drei Prozent.

Das operative Ergebnis (EBITDA) verbesserte sich im Gesamtjahr von 26 auf 62 Millionen Dollar, was ein Plus von 138 Prozent darstellt. Der Kassenbestand lag zum Jahresende bei 337 Millionen Dollar, ein Anstieg um 136 Millionen gegenüber dem Vorjahr. Unterm Strich steht für 2025 zwar ein Nettoverlust von 128 Millionen Dollar. Dieser geht aber größtenteils auf eine Einmalbelastung zurück: Kodak hat einen alten Pensionsfonds aufgelöst und musste auf die dabei freigewordenen Mittel eine Sondersteuer zahlen.

CEO Jim Continenza sprach von einem “starken vierten Quartal” als Grundlage für weiteres Wachstum. Die Bilanz sei so solide wie seit Jahren nicht, die jährlichen Zinskosten um rund 40 Millionen Dollar gesunken.

Die Zahlen markieren eine deutliche Wende gegenüber dem Sommer 2025: Noch im August hatte Kodak in einer SEC-Pflichtmitteilung “erhebliche Zweifel” an der Fortführung der Geschäftstätigkeit geäußert, bei damals nur 155 Millionen Dollar Kassenbestand und 500 Millionen Dollar Schulden. Kodak hatte damals umgehend reagiert und betont, weder eine Geschäftsaufgabe noch eine erneute Insolvenz zu planen. Die “Going Concern”-Mitteilung sei eine technische Pflichtangabe gewesen.

Parallel investiert Kodak in den Direktvertrieb von Analogfilmen. Nach dem Start mit Kodacolor und Ultramax im Herbst 2025 sind seit Februar 2026 auch die Profi-Klassiker Ektar 100 und Tri-X 400 direkt über Kodak erhältlich. Das AM&C-Wachstum dürfte mit der anhaltenden Nachfrage nach Analogfilm zusammenhängen, auch wenn Kodak die Umsätze nicht nach Einzelprodukten aufschlüsselt.

via: Digital Camera World | Beitragsbild: Connor Betts

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chris xx

Find ich schön und gut; jetzt fehlt nur noch ein Camerahersteller der den Mut hat eine hochwertige analoge Camera mit Wechselobjektiven herzustellen. Ich meine jetzt nicht Leica. Weil die ja doch etwas teuer sind. Es gibt zwar den Gebrauchtmarkt mit alten Cameras; aber die sind halt alt; und wenn die kaput sind …; je nach dem was das für eine Camera das ist, wars das.

Mirko

Freut mich für Kodak 📷 Auf mich warten aber für das Frühjahr, 3x Farbfilme aus China, 2x Optik Oldschool, 1x Harman Redscale und 1x Harman Azure. Der Frühling wird schön bunt werden 🤪

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