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Leica M10 Monochrom: Die neue Königin unter den Schwarzweißkameras

40 Megapixel ohne lichtschluckende Farbfilter mit einem normalen ISO-Bereich von 160 bis 100.000. Die Leica M10 Monochrom ist die neue Königin unter den Schwarzweißkameras.

Kamera für Schwarzweißfotografie

Der neu vorgestellten Leica M10 Monochrom könnte man vermutlich schon jetzt den Titel der außergewöhnlichsten Kamera der Jahres verleihen. Der Grund liegt auf der Hand: Die M10 Monochrom ist eine reine Schwarzweißkamera und fällt damit in eine Nische wie kaum eine andere Kamera auf dem Markt.

Neuer Sensor mit 40 Megapixeln

Das Herzstück der neuen M10 Monochrom ist der neu entwickelte Vollformatsensor. Dieser löst mit 40 Megapixeln auf und deckt einen deutlich größeren ISO-Bereich ab als der Sensor der Vorgängerin. ISO 160 bis ISO 100.000 sind im normalen Bereich möglich, bei der Vorgängerin waren es lediglich ISO 320 bis ISO 25.000.

Was außerdem interessant zu wissen ist: Da der Sensor ohne Farbfilter auskommt und ausschließlich Schwarzweiß-Bilder aufnehmen kann, gelangt deutlich mehr Licht auf den Sensor als bei einer herkömmlichen Kamera. Zudem verzichtet Leica auch auf einen Tiefpassfilter, sodass die Schwarzweißbilder der Leica M10 Monochrom in Bezug auf die Bildqualität absolut erstklassig sein werden.

Weitere technische Daten

Ansonsten basiert die Leica M10 Monochrom zu großen Teilen auf der M10-P. Das bedeutet, dass Leica hier unter anderem auf einen Messsucher und ein 3 Zoll großes Display mit 1,04 Millionen Bildpunkten setzt. Die Serienbildfunktion der neuen Kamera reicht für 4,5 fps und kann für etwa zehn Aufnahmen gehalten werden. Verschluss und Auslöser sollen laut Leica besonders leise arbeiten, außerdem verzichtet der Hersteller auf Video-Funktionen und spendiert der M10 Monochrom ein komplett schwarzes Gehäuse – passend zu den inneren Werten der Kamera.

Die Leica M10 Monochrom soll ab sofort zu einem Preis von 8.200 Euro beim Händler eurer Wahl erhältlich sein.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

68 Kommentare

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  • Es gibt kein Geldproblem, höchstens ein Finanzierungsproblem!

    Ich kenne nur DREI Fotogeräte mit einem reinen Schwarz/Weiß Sensor. Erstens das Huawei Smartphone (fast geschenkt), zweitens das PhaseOne IQ3 100MP Achromatic ein Digitalback das mit einem 100-Megapixel-Schwarzweiß-Sensor ausgestattet ist für knapp 45.000 Euro und drittens jetzt die Leica M10 Monochrom für sparsame 8.200 Euro.

    Aus dieser Sicht relativieren sich die Kosten von 14 bis 17 tausend Euro mit den vier gewünschten Objektiven.

    Über die technischen Vorteile eines reinen S/W Sensors habe ich hier schon ausführlich referiert. Deswegen würde ich jedem der vorschnell antworten möchte erst einmal eine gründliche Eigeninformation ans Herz legen wollen.

    Die Zielgruppe für diese Art von Hochleistungsgeräten ist sehr schmal. Das liegt auch daran das die allerwenigsten Nutzer jemals eine reine S/W Datei vor Augen hatten. Wer zum Beispiel eine 100 Megapixel IQ3 Datei auf einem vernünftigen Monitor mit eigenen Augen gesehen hat mag nichts mehr anderes.

    In dieser Liga wird auch die neue Leica Monochrome spielen. Dafür geht der geforderte Preis dann in Ordnung.

    • Hallo Alfred Proksch,
      die Kamera lässt dich sowieso nicht mehr los.
      Manchmal muß man einfach mit dem Herzen entscheiden.
      Allerdings, vielleicht solltest du dann auch eine gebrauchte M240 mit einkalkulieren.
      Die Option, mit Farbe zu fotografieren, ist nunmal auch sehr wichtig.

      • @daniel,

        Als da wären: das Voigtländer Nokton 1,5/75mm asph. VM, das Voigtländer Nokton 1,4/35 SC VM II und dann für ein vernünftiges Weitwinkel sparen! Die beiden Objektive zeigen schon wofür ich die Monochrome einsetzen möchte.

        So wie früher kaufmännisch denken ist da nicht angesagt, erstens weil es sonst keine Auswahl gibt und zweitens habe ich die unwahrscheinlich guten original S/W Dateien im Kopf.

        @Ingo,

        Leider hast Du das wie ich auch sofort überrissen, was ist mit Farbe? Keine Ahnung!!! Solange ich nicht mit meinen Überlegungen und der Rechnerei durch bin passiert erst einmal nichts. Alles bisherige verkaufen? Mich auf das schmalere Einsatz Gebiet beschränken? Eine Leica CL oder eine SL2 (Panasonic) dazu kaufen? Oder Dein Vorschlag eine gebrauchte M240?

      • ich habe an dem voigtländer nokton 40mm f1.4 gefallen gefunden. eine schöne kompakte, lichtstarke normalbrennweite. dazu das ultron 28mm f2.0. später dann ein tele und ein ultraweitwinkel. man wird ja träumen dürfen. 😉

      • @ Alfred Proksch @ Daniel
        Daniel, oh ja, mit dem Ultron 2/28 würde ich völlig unterstützen.
        Damals an der M8 hat das einen hervorragenden Eindruck gemacht.
        War allerdings ein 35er. Verglichen mit dem Leica 35er ASPH ist das Leica sichtbar besser, aber das Voigtländer ist schon eine feine Linse.
        @ Alfred Proksch
        Wenn ich mal so dreist sein darf, dir einen Ratschlag zu geben.
        Lass das mit der CL oder der Panasonic, die ansonsten wirklich gut sein soll (Die Leica SL2 soll allerdings andere Farben darstellen).
        Die direkte Verwendung der Objektive, von eventuellem Zubehör und natürlich die Bedienlogik macht ein zweites (Farb-) Gehäuse M ja eigentlich naheliegend.
        Und eine M ist relativ schmal, die kann gut auch einen Platz in der Fototasche finden ohne zu viel Platz zu beanspruchen.
        Ansonsten geht nämlich auch das Überlegen los, habe ich lieber die Panasonic in der Hand oder die Leica, welche macht die schöneren Aufnahmen auch in S/W usw.. Kurz gesagt, mann ist dann immer etwas unzufrieden und am Grübeln, weil beide Kameras ja jeweils ihre Vorteile haben. Und das lenkt einfach von den Fotos ab.

      • Mein Vorschlag,
        für Farbe die Zenit M, da ist für ca. 6500 € sogar schon das Zenitar 35/1.0 mit dabei, welches fabelhaft sein soll. Den Rest mit Voigtländer Objektiven ausstatten …. 📷

      • das zeiss biogon 28mm f2.8 macht auch keinen schlechten eindruck. (bezogen auf von mir bevorzugten brennweiten) 😉 schade nur, daß das zeiss nicht so schön kompakt ist wie das elmarit von leica. und zum leica macro elmar m 90mm f4 gibt es keine alternative. ich habe bis jetzt jedenfalls noch keine gefunden.

      • @Ingo, das mir der angesprochene Bedienlogik ist genau das Thema. Auf der anderen Seite möchte ich die farbige Mittelformat Qualität nicht unbedingt verlieren.

        Rein spekulativ könnte genau so gut eine Leica M11 mit dem farbigen 40 Megapixel Sensor in den Startlöchern stehen. Logisch fände ich das, auch auf der Hand liegend!

        Dann hätte ich keine Probleme mit einem Systemwechsel.

      • @Alfred Proksch
        Das ist natürlich ein Feld für Spekulationen. Eine solche M11 kommt vermutlich. Aber bei Leica weiß man natürlich nie genau wann. Hast du es eilig oder kannst du ein paar Jahre warten?

    • Lieber Alfred,

      wenn ich in deinem Alter wäre und kein Wildlife mehr machen könnte aufgrund von Altersschwächen, dann würde ich mir für die Streetfotografie genau so eine Leica kaufen, und zwar nicht mit den Voigtländer und ähnlichem Schrott, sondern mit den Originalen. Denn ob du nun 20 oder 30 Riesen auf den Tisch legst, ist so was von Hans wie Heiri! Auf die Qualität und den Spass kommt es an, und nicht auf ein paar Tausender!

      Und die MF selbstverständlich behalten, kann ja sein, dann einem etwas farbiges über den Weg läuft, da muss man einfach gerüstet sein, ist ja klar wie Klossbrühe.

      • Sagt jemand, der immer mit seinem Vermögen angibt, aber hauptsächlich Fremdobjektive an seine Nikons schraubt …

        Ist immer interessant, wenn jemand über fremdes Geld entscheidet.

        Voigtländer Objektive sind weit von Schrott entfernt!

      • Genau,

        weil die Sigmas Art besser sind als Nikkor.

        An Voigländer-Objektiven war ich auch mal interessiert, aber die Bewertungen sind unterirdisch, zudem haben sie kein AF.

      • AF haben die genannten Leica Objektive auch nicht.

        Das Voigtländer 40mm Nokton z.B. ist der Hammer und hat gut 30cm weniger Einstellgrenze als das Leica.

      • Voigtländer interessiert mich nicht mehr, auch wenn es mal eines geben sollte, das zufällig etwas besser ist.

        Du meinst die Naheinstellgrenze? Wenn ich die brauche, nehme ich ein Makro mit Masstab 1:1, vorzugsweise von Sigma. Und dafür brauche ich auch nicht die Leica, da nehme ich meine Nikon.

    • Ich will dir nicht wiedersprechen, da mir dafür einfach das know how fehlt aber tatsächlich ist der limitierende Faktor unser Auge. Wir können je nach Angabe 60-80 verschiedene Grautöne voneinander untscheiden, vielleicht sind es auch 100, aber irgendwann ist da Schluss.

      Deshalb „fenstern“ Radiologen z.B. ihr Bild -dh. sie suchen sich einen Schmalen bereich der Grautöne heraus den sie ansehen wollen und lassen die irrelevanten töne weg.

      Ich kann mir daher vorstellen, dass die Bilder die diese Kamera schießt enormes nachbearbeitungspotential haben, aber nicht wirklich, dass sie viel besser aussehen als ein normales sw Bild aus einer Farbkamera aber viellicht irre ich mich da auch.

      • Hi Julius,
        ich kann nur für die M9 Monochrom sprechen.
        Und ja, die hat ein wirklich großen Nachbearbeitungspotential. Beziehungsweise ist hier das Nachbearbeiten auch notwendig, da sonst viel zu viele Grautöne das Bild einfach flau erscheinen lassen.
        Aber wenn du das kannst, dann sind die Bilder einfach etwas besonderes. Ich glaube nicht, daß eine Farb-Kamera in der Lage ist, so feine und trotzdem klare Nuancen zu liefern.

      • hallo julius, es geht ja weit über die grautöne hinaus. durch das weg lassen der farbfilter erhöht sich zum beispiel die lichtstärke des sensors. was mit farbfilter bsp. iso 100 wär, ist ohne auf einmal iso 320 (genaue werte kenne ich natürlich nicht). dazu kommt die feinheit in den bildern. du hast nicht mehr vier bildpunkte für einen farbpunkt, sondern kannst jeden bildpunkt für hell oder dunkel nutzen. damit sollte sich die auflösung wesentlich erhöhen (linienpaare).

  • Auf den ersten Blick: Eine wirklich bemerkenswerte Kamera mit sehr guten Bildergebnissen, wie die ersten Hands-on-Fotos zeigen. Allerdings mit der 35er und 90er Optik sind wir schon bei 27k. Eine wirtschaftliche Betrachtung ist da vermutlich nicht mehr möglich.

  • Diese schöne Kamera ist für mich Schwarz-Weiss-Hobbyknipser unerreichbar. Daher werde ich auch weiterhin mit meiner Pen F und ein paar Olympus Festbrennweiten sehr viel Spaß haben.

    • So ist es. Schließlich macht das Motiv und dessen „In Szene Setzung“ den Großteil eines gelungenen Bildes aus.

      Wobei ich die Leica auch gerne mal in der Hand hätte. Ist aber eine andere Preisliga.

    • du wirst auch mit ner leica keine besseren bilder machen. treibt euch mal 2-3 wochen nicht auf solchen ich habe die dickste potte und brauch ständig neue technikspielereiseiten rum um mich weiterzuentwickeln und ihr werdet alle sehen das es keine neue kamera braucht. reinste commedy hier und man weis auch jetz schon wer wo was unter den nächsten artikeln postet 😀

      • Es soll ja Menschen geben, die heiraten Produkte. Keine Angst, soweit ist es bei mir nicht. Aber die M10 Monochrom ist sehr nahe an meinem Traum einer perfekten Kamera. Ich hätte ja noch den Bildschim hinten weggelassen, aber ohne diesen seltsamen „Spannhebel“ der M10-D. Aber im Wachzustand werde ich mich wohl für eine NIKON Z 6 oder eine SONY A7III entscheiden. Hier adaptiere ich dann mein LEICA Altglas und bin zufrieden.

  • Schönes Gerät. Aber das Auflösungspotential will und kann ich gar nicht umsetzen, denn der hierfür erforderliche Workflow ist sicherlich nicht nur kostenintensiv, sondern kostet auch viel Zeit und Hingabe. Ich sehe mich wahrscheinlich auch außerstande, den Leistungsunterschied wirklich erkennen zu können. Aber dennoch ein schönes Gerät mit einen Haben-Wollen-Effekt.
    Ich bleibe bei meiner „bescheidenen“ 262 mit ihren zwei Summariten und ergänze diese ggf. noch mit ein bis zwei lichtstarken Voigtländern.

  • Eigentlich hätte ich jetzt doch ein paar kräftige Sätze zu einem Kamerabody ohne Objektiv erwartet.
    In der Qualität von z.B.
    „Eine Brennweite von 120 bis 300mm bei einer durchgängigen Lichtstärke von f/2.8 klingt auf dem Papier natürlich verdammt interessant, aber ich sage es mal so: Schlagt euch das gleich wieder aus dem Kopf. Das Objektiv kostet 11.000 Euro.“
    „So oder so sehe ich aber nicht, dass Nikon wahnsinnig viele Exemplare des Nikon Noct 58mm f/0.95 verkaufen wird. Was die Frage aufwirft, ob es aus der Sicht von Nikon nicht vielleicht sinnvoller gewesen wäre, die Ressourcen in die Entwicklung anderer Objektive zu stecken.“ (bei 9000 Euro).

      • Eigentlich hatte ich ungefähr zu dieser Uhrzeit einen Kommentar zur Leica abgeschickt, welcher aber hier nicht erschienen ist. Vielleicht gab es ein technisches Problem, anders kann ich es mir nicht erklären, warum jetzt ein Nikon-Kommentar hier zu sehen ist. Vielleicht weiß ja Mark da mehr.

      • Nein, sorry, das war missverständlich ausgedrückt.
        Ich bin ausschließlich rOBERT.
        Aber der Kommentar von Tobias passt ja eigentlich wunderbar zu den vergangenen Nikon-Themen, so dass ich vermute, dass sein Kommentar aus Versehen oder durch einen technischen Fehler bei Leica gelandet ist.
        Mein Kommentar ist ja nun mittlerweile doch hier aufgetaucht (15:40). Ich hatte mich da scheinbar um rund zwei Stunden vertan.
        Also viele Grüße von rOBERT, der nicht Tobias ist, was Mark und Tobias sicherlich bestätigen können.

    • tobias, es ist meist die verhältnismäßigkeit die diese fragen stellen lässt. bestätigt werden die preise der leica durch das noct. so kostet das leica noctilux 50mm f0.95, 10.500,-€. der preisunterschied zum noct besteht in der wesentlich leichteren und kompakteren bauweise.

      sicher ist das nichts was sich ein handwerker, techniker oder ingenieur in deutschland leisten kann. dafür muss man zahnarzt, investmentbanker oder jurist sein, oder aus luxembourg stammen. 😉

      • Da unterschätzt Du den Verdienst von Handwerkern aber gewaltig 😉

        Fotografen werden übrigens auch dem Handwerk zugeordnet.

      • hallo mz, ausnahmen bestätigen die regel. aber ein elektrikergeselle, kfz-mechaniker oder anstreicher im angestelltenverhältnis verdient auch heute nicht viel. da habe ich schon ganz andere jammern hören. der schönste spruch war vor etwa 12 jahren: „wir mussten uns zuhause einschränken, da mein vater nur 6000,-€ verdient und wir mit vier personen davon leben müssen.“ da bekommt man natürlich sofort mitleid.

        wenn ein ausgebildeter photograph mit seinem handwerkzeug arbeitet und ich vergleiche das sagen wir mal mit einer schreinerei, ist eine photoausrüstung von 50.000,-€ natürlich ein schnäppchen. handwerkzeug kostet geld, wenn man professionelle leistung erbringen will.

        ich hätte mich vielleicht oben etwas genauer ausdrücken sollen und einen bezug zum hobby klarstellen müssen.

    • Zu dem Noct: Das ist mmn nach „Halo“ Objektiv. Halo nennt man bei Autos Modelle, die das Image eines Herstellers aufpolieren sollen. Mit dem Noct will Nikon die Möglichkeiten des Z Bajonett darstellen. Es ist das beste 0.95 der Welt, unerreichbar für Emount und wahrscheinlich selbst M Bajonett.

      • @ Sven Hanzel
        So ein Objektiv kann ja auch ganz brillant sein, wenn es zum richtigen Zeitpunkt erscheint.
        Aber bei einem so unvollständigem System wie dem Z System gleich mit so einer Linse zu beginnen, das ruft wenig Begeisterung hervor. Insbesondere bei denen, die noch nicht einmal ein komplettes System bei Nikon kaufen können.
        Und dann lieber erstmal eine Z Kamera bringen, die auch Sport sicher aufnehmen kann als ein solches Objektiv ohne Autofokus.
        Ich möchte sogar behaupten, das Leica Noctilux ist optische besser. Jedenfalls habe ich bei ihm weniger optische Fehler gesehen als bei dem Nikon, wenn ich die Beispielbilder vergleiche.

  • Ja es gibt etliche Anbieter für den Leica M Mount, sogar aus China! Das Summicron-M asph. 2,0/90mm gibt es nur von Leica. Die neu entwickelten Voigtländer VM II Objektive sind wirklich sehr gut optimiert. Als hervorragendes Weitwinkel (mit Aufstecksucher) möchte ich das Zeiss Distagon T* 2,8/15 ZM verwenden, es ist wegen der Floating Elements innen fokussiert, verzerrungsfrei und scharf bis in die Ecken, das hat Leica nicht im Angebot. Übrigens mit 4.100 Euro nicht gerade preiswert.

    Wenn jemand wirklich sparen möchte, sich eine gebrauchte Leica M Monochrom für 3.500-4.500 kauft kann mit 3 neuen China Brennweiten durchaus seinen SW Spaß unter 5.000 Euro haben. Jeder kann sich frei entscheiden was ihm ehrliche Schwarz/Weiß Fotografie wert ist, oder ob ihm eine ungefähre Annäherung aus einer interpolierten Farbdatei in Graustufen ausreicht.

    Zwischen theoretischen Messwerten und den praktischen Ergebnissen sitzt der Faktor Mensch mit all seinen Fehlern. Vergleichbar mit optimalen Lebensmitteln, Gewürzen, dem Koch und dem Geschmack des daraus entstandenen Gerichtes.

    • Hallo Alfred Proksch,
      deine Formulierung der ehrlichen Schwarzweiß-Fotografie hat mich irritiert.
      Was verstehst du denn darunter?
      Also, für mich ist das so. Das Auge nimmt die Welt in Farbe auf, das heißt einfach in unterschiedlichen Wellenlängen, die in elektrische Impulse umgesetzt werden.
      In Schwarz-Weiß ist das dann die Helligkeit der Graustufen. Nur gibt es hier keine Referenz, wie hell z.B. Rot in absoluten Werten dargestellt werden muß. Nur in Relation zu den anderen Farben. Und da war schon jeder Schwarzweiß-Film damals anders in seiner Gradation und auch in der Sensitivität für verschiedene Farben.
      Insofern ist es für mich eigentlich ziemlich gleich, ob ein Farbfoto später in Schwarzweiß konvertiert wird oder die Farben direkt in Schwarzweiß (also reine Helligkeitswerte) vom Sensor aufgenommen werden.
      Was verstehst du denn unter ehrlicher Schwarzweiß-Fotografie?

      • Servus Ingo,

        wie Dir bekannt ist entsteht die Farbigkeit des Sensors (der zeichnet erst nur die Luminanz auf) durch eine vorgelegte Rot, Grün, Blau Matrix. Die vorgelegten Filter nehmen gleichzeitig viel Helligkeit aus dem Bild. Es braucht also 3 Pixel für eine Farbe. Jetzt kommt der Rechner mit seinem Algorithmus zum Einsatz und fügt (interpoliert) jedem Luminanz Wert die passende Farbe zu 1 (einem) Pixel hinzu. Das dieses nicht fehlerfrei möglich ist kann sich jeder denken.

        Das menschliche Auge hat „Zapfen“ und „Stäbchen“, Zapfen sehen Rot, Grün, Blau und die Stäbchen sehen die Luminanz. Den Rest erledigt unser Hirn mehr oder weniger fehlerhaft. Farbfehlsichtigkeit (Farbblindheit) ist meist nicht den Zapfen geschuldet sondern ein Verarbeitungsfehler im Gehirn.

        „Ehrliche“ Schwarz/Weiß Dateien haben ihre Information aus jedem einzelnen Pixel. Weil kein Filter davor sitzt in vollem Helligkeitsumfang und ohne fehlerhafte Interpolierung. Deswegen entstehen Aufnahmen mit extrem hoher Dynamik und Bilder mit durch-gezeichneten Lichtern und Schatten auch unter Lichtbedingungen mit hohem Kontrast. Der Schärfe Eindruck ist wesentlich besser.

        Deswegen ist es nicht egal wie ein Graustufenbild entsteht. Seit ich eine PhaseOne IQ3 100MP Achromatic Schwarz/Weiß Bilddatei mit einer meiner aufwendig bearbeiteten SW Datei der GFX100 verglichen habe (hätte ich besser nicht gemacht) ist klar wo der Hammer hängt!

        Entschuldige die ausführliche Antwort sie soll nicht belehrend oder Besserwisserisch sein sondern ich gebe lediglich meine Erfahrung zum Thema wieder.

      • Hi Alfred Proksch,
        ja, da hast du recht. Ist mir soweit auch bekannt.
        Und gerade die feinen Abstufungen in den Gradationen bekommt die Kamera direkt besser hin.
        Ich weiß auch, daß die Farben durch Interpolation nur Näherungswerte sind.
        Ich wollte nur erwähnen, daß die Helligkeitsumsetzung der Farben bei einem SW-Sensor (der ja z.B. auch einen IR-Sperrfilter benötigt) auch nur bei der Umsetzung berechnete Werte sind, die durch einen eventuell vorgesetzten Farbfilter noch mehr verschoben werden.
        Aber belehrt fühle ich mich nicht, ich rede nur gerne über die Technik mit dir. Leisten kann ich mir die Kamera ja eh nicht. Ich schaue mir aber gerne gute Fotos an, die damit gemacht werden.

      • Übrigens,
        von einer Sigma umgewandelte SW-Fotos die mit dem Foevon Sensor aufgenommen wurden (jedenfalls bei den älteren Modellen) zeigen tatsächlich einen Vorgeschmack auf die Technik der Leica, weil hier die Farben tatsächlich auch nicht interpoliert werden sondern je nach Langwelligkeit des Lichts beim Eindringen in den Sensor (Eindringtiefe) berechnet werden.

      • Ingo, ob ich mir die Leica Monochrome leisten werde ist noch nicht entschieden. Da spielen noch so blöde Dinge wie eine neue Heizung eine Rolle. Umwelt muss auch sein! Mal sehen wie die jüngsten Zahlen bezüglich der Einkünfte sind und was der Fiskus davon haben möchte.

        Ich bin was das angeht sehr altmodisch, alles was ich benutze ist bezahlt und somit meines.

        Momentan bin ich mehr mit dem Aktiengeschäft zugange als mir lieb ist, die Immobilien wollen auch betreut sein sonst sind Verluste jederzeit möglich. Wenn ich gut bin ist eine Leica Ausrüstung kein Problem, wenn nicht dauert es eben etwas länger.

        Bilder machen ist sehr entspannend und macht den Kopf wieder frei. Wenn sie gut sind, das ist sofort sichtbar, wird der Serotonin Spiegel höher, das macht zufrieden und glücklich. Egal mit welchem Fotogerät.

        Das Schöne hier bei Photografix sind die vielfältigen Ansichten zum Thema Fotografie, Gerüchten, Geräten! Ich kann dazulernen, erfahre was andere Bildermacher bewegt und warum sie sich für dieses oder jenes System entschieden haben.

        Das Marken Geschnatter ist sogar recht lustig, besonders ernst nehme ich die Äußerungen aber nicht. Behaupten kann jeder alles, besonders wenn es mit der Wahrheit nicht weit her ist. Nur weil die eine Unwahrheit 100x wiederholen wird sie nicht besser, auch nicht wenn sie 1000x „geteilt“ wird.

        Ingo der Sigma Foveon Sensor ist ein Sonderfall, hat mich eine Zeit lang beschäftigt. Schade das da nichts voran geht.

        Von der Idee wie die geniale Wankelmaschine welche ohne Ventile auskommt mit allem was brennbar ist gefüttert werden kann und bei einer festen Drehzahl extrem sparsam läuft.

      • Alfred Proksch, ein schöner Vergleich mit dem Foevon Sensor.
        Hab mal einen Mazda mit Wankelmotor gefahren (30 Minuten). Der dreht ja witzig hoch, aber viel Druck dahinter habe ich nicht gespürt.
        Vielleicht kaufe ich mir mal eine moderne Quatro, einfach weil sie etwas besonderes ist.

  • Die Leica ist so schön, mit der fotografiert man nicht, die stellt man in die Vitrine und betrachte und bewundert dieses technische Meisterwerk. Ich freue mich für jeden der sich diese Kamera leisten kann und leisten will, denn damit die Bilder mit dieser Kamera wirklich so werden wie man sich das bei dieser Kamera erwünscht und erhofft braucht es Zeit und Geduld um das richtige Motiv im richtigen Licht erscheinen zu lassen. Also hiermit könnte die Rückkehr zu „echter“ Fotografie möglich sein, weg von der Schnell-Knipserei der digitalen Zeit. Fangt an zu sparen!

    • Zitat joe „…Zeit und Geduld um das richtige Motiv im richtigen Licht erscheinen zu lassen…“

      Also ehrlich Joe, so sollte man generell und mit jeder Kamera Fotos machen.

      • @MZ
        Also ehrlich MZ noch nie ein Familienfest fotografiert, noch nie auf einem Sportereignis gewesen, noch nie ein spezielles Motiv schnell ablichten wollen? Man Du hälst einem schon für saublöd, ich fotografiere seit über 40Jahren!!!
        Den Unterschied zwischen analog und digital Fotografie muss ich ja nicht erklären, nehme ich an.

    • @joe

      nanana…

      Du schreibst: weg von der Schnellknipserei… und dann diese Antwort.

      Ja was denn nun?

      Für Familienfeierbilder die schnell gehen sollen nimmt heute doch eh jeder sein Handy.

      Die Ansage ich fotografiere seit über 40 Jahren, sagt übrigens gar nichts aus, manche fahren 40 Jahre Auto, sind aber grottenschlechte Verkehrsteilnehmer.

      • @MZ
        Stellst Du dich jetzt blöd oder..? Hast Du jemals analog fotografiert? Wenn ja, dann kennst du die Antwort, wenn nein, dann hast du leider wenig Ahnung von Fotografie an und für sich in beiden Fällen ist somit eine weitere Diskussion mit Dir nicht zielführend.

  • Die LEICA M10 Monochrom bewahrt das Erbe von Oskar Barnack und ist beinahe schon eine zwingende Folge der Historie von LEICA. Danke LEICA für dieses Stück Kamerageschichte! Als Leserin der LFI freue ich mich schon auf die kommenden Bilder im Blog. Im Gehäuse der LEICA M10-D wäre der Monochrom-Sensor meiner Meinung nach noch besser aufgehoben. Aber bitte ohne diesen seltsamen Spannhebel, der keiner ist. (Nur falls ein LEICA-Designer mitliest: Das nachzuholende Fach heißt Produktsemantik). 😉

    • … und ohne Speicherkartenaufnahme, dafür mit einem integrierten Speicher für 36 Aufnahmen.
      Scherz beiseite, eine Leica M10-D Monochrom wäre jedenfalls der Gipfel des digitalen Purismus. Danach käme nur noch die analoge Leica MD-2.

  • „Königin unter Schwarzweißkameras“. Gibt es eigentlich noch mehr Kameras die nur Monochrom können oder dürfen. Ohne Frage, eine der interessantesten Kameras die es gibt.

    • „Leider“ habe ich vor sechs Monaten die M Monochrom gekauft. Eine tolle Kamera für mich. Sonst hätte ich wohl jetzt zugeschlagen – aber jetzt tauschen ist wohl Unsinn !

    • Hallo Charlie,

      es gibt nur ein digitales Rückteil für sündhaftes Geld und eine Linsen Sensor Einheit in einem Smartphone.

      Was mich verwundert ist das die Systemhersteller nicht schon längst die Farbmatrix vor dem Schwarz/Weiß Sensor klappbar gemacht haben. Dann könnte der Kunde schon vor der Aufnahme entscheiden ob er ein erstklassiges super dynamisches, scharfes, echtes SW Bild möchte oder ob es ein hervorragendes farbiges Foto sein soll.

      Das würde ich als echte Innovation begrüßen. Leider ist ein Software gerechnetes Graustufenbild (bietet jeder Hersteller) viel billiger. Wer den Unterschied der beiden Möglichkeiten gesehen hat wird die Software Variante nie verwenden.

      • Danke für die Antwort. Genau deine Überlegungen zum klappbaren S/W-Sensor ging mir beim Erscheinen der ersten MM schon durch den Kopf. So mache ich halt ohne klappbaren Sensor.

      • Hallo,
        wegklappen des Bayerfilter macht kein technisch wenig Sinn, da dass extrem aufwendig wäre
        1. das Bayerfilter unter den Sammellinsen der einzelnen Sensorpixel angebracht ist
        2. die Klappmimik im Bereich >1um Genauigkeit arbeiten müsste.

        Die Lösung gibt’s schon lange, wurde bzw. wird aber von den Systemkamera Hersteller stur ignoriert.
        Man nehme einfach einen 2-ten Sensor mit ins Gehäuse, siehe SP die haben bis zu 5 oder vielleicht heute auch schon mehr !

      • Hi Alfred Proksch,
        so etwas ähnliches war in den Anfangszeiten der Digitalkameras möglich.
        Die Canon D2000 hatte damals einen abnehmbaren Moiré-Filter vor dem Sensor. Da kam dann eine Glasscheibe für rein.
        Und es gab die Kodak Kodak DCS 760m (monochrome), tatsächlich schon eine Schwarz-Weiß Kamera.
        Die Technologien wurden aber nicht weiterentwickelt, wären zu teuer geworden, vermute ich mal.