Nikon Objektive

Neues Nikon 600mm f/5.6 Objektiv im Anmarsch, soll relativ leicht werden

Nikon wird angeblich in den nächsten Monaten ein neues 600mm f/5.6 PF Objektiv auf den Markt bringen, welches vergleichsweise leicht und günstig werden soll.

Neues 600mm Objektiv von Nikon

Ein einigermaßen leichtes und günstiges 600mm Objektiv wäre für viele Wildlife Fotografen ein Traum, vor allem in Kombination mit der Nikon D850. Nun hat eine verlässliche Quelle verlauten lassen, dass Nikon derzeit an einem eben solchen Objektiv arbeitet, konkret soll es ein 600mm f/5.6 PF werden. „PF“ steht für dabei „Phasen Fresnel“, eine Technologie, die es Nikon erlaubt, das Objektiv einigermaßen kompakt und leicht zu bauen. Wobei das natürlich relativ gesehen werden muss – ein 600mm Objektiv ist niemals wirklich leicht, aber im direkten Vergleich mit dem aktuellen 600mm f/4 Objektiv von Nikon soll das neue Objektiv eben kompakter ausfallen. Auch soll der Preis anscheinend niedriger angesetzt werden, wobei man dann immernoch mit einem Preis im Bereich von knapp 10.000 Euro rechnen muss.

Quelle: Nikonrumors

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

7 Kommentare

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  • Ja super – endlich!
    Die Super-Teles müssen leichter und kürzer werden.
    Und dann sehen Sony, mFT, Sigma und Fuji auch vielleicht wieder rasch alt aus gegen Nikon und Canon.
    Nur fürchte ich, dass Nikon das wieder für DSLR anbietet – und ob der AF-Motor sich dann wenigstens bei Nutzung an zukünftiger DSLM mit Adapter verträgt?
    Hoffentlich macht Nikon das richtig.
    Canon kontert mit 4.0/600 mm DO.
    Klar das wird vermutlich alles 5 stellig im Preis – ist aber ein Wettbewerbsvorteil.
    Das ist die beste Angriffsstrategie gegen Versuche wie Sony Alpha 9 – denn am Ende entscheiden immer die Objektive.
    F:2,8/400 mm und 4.0/600 mm Objektive werden immer überflüssiger, da sie nur bei sehr wenigen Motiven noch echte Vorteile bringen.

    • Das mit dem Wettbewerbsvorteil müßtest Du mir nochmal erkären. Ich bin mittlerweile Rentner, ok, bin auch selbst dran Schuld, würde aber trotzdem gerne mal mit einem guten Objektiv von Nikon arbeiten…………..ah, ich höre gerade meine Frau aus dem Hintergrund: Dann geh doch zu SIGMA. Ok, bin schon unterwegs…………

    • Es gibt schon sehr gute und sehr günstige 600mm Objektive von Tamron und Sigma mit dieser Lichtstärke (150-600mm), also wenn schon, dann 2.8 oder 4.0 – wenn man es beruflich für Paparazzi-Fotografie verwendet oder sonst keine anderen Hobbys hat. In der Wildnis ohne Zoom, das kann man vergessen, da hat man in den seltensten Fällen den richtigen Ausschnitt.

      • Den Ausschnitt macht man im Super-Tele-Bereich schon lange über den Sensor – erst recht in der Wildnis.
        Wer ein 5,6/150-600 mm besitzt (wie ich auch) nutzt es letztlich überwiegend bei 600 mm und ggf. mit Konverter. Für Actionaufnahmen sind diese Objektive ohnehin sehr unhandlich, da ist ein 100-400 mm die bessere Lösung.
        Und f:2.8/Objektive oder f:4.0 bei 600 mm haben eine so schmale Schärfentiefe, das man in den allermeisten Fällen abblenden muß. Das bringt einen nicht unbedingt weiter.
        Die Superlichtstarken werden hauptsächlich so lichtstark gekauft, damit dahinter noch ein Konverter einwandfrei arbeitet.
        Doch seit AF-Systeme bis f:8 einwandfrei fokussieren, ist auch das nicht mehr notwendig.
        Nikon und Canon wissen da genau was gefragt ist und was sie anbieten müssen.

        Sigma ist gut und schön – aber außer 4/500 mm haben die nichts modernes.
        Wir werden sehen was kommt und wie es einschlägt.

      • Cat,

        es ist ein 6.3 150-600, und ja, man benützt dieses Objektiv tatsächlich eher bei 600 mm. Ein 100-400er ist sicher die bessere Lösung, vor allem wenn man es mit einer Crop-Kamera benützt (z.B. D500).

        Mit einem 2.8 400 mm oder einem 4 600 mm muss man eben nicht abblenden! Man gewinnt Verschlusszeit und erhält dazu ein schönes Bokeh, das man mit einer kleineren Blende vermasselt (Freistellung!).

        Ich weiss, dass viele Wildlifefotografen gerne mit Konverter arbeiten, aber ich finde dies nicht sehr sinnvoll ausser im Makrobereich, da man da den Massstab vergrössern kann mit nur kleinem Qualitätsverlust. Bei Teleaufnahmen, vor allem bei bewegten Motiven, bewirkt der Konverter, dass der Autofokus langsamer wird und dadurch die Quote von scharfen Bildern massiv fällt.

        Ich finde auch, dass Sigma bei den Teles langsam nachliefern dürfte, sie haben zwar tolle Teles, aber viele noch ohne OS, wie z.B. das 200-500 f2.8.

      • Ich kann zwar nur für mich sprechen, aber eine Festbrennweite im Supertele würde mir für Wildlife nie genügen. Zwar mach ich mit meinem 100-400mm die meisten Fotos im Bereich 300 bis 400mm, manchmal auch mit Konverter, aber es kommt dennoch vor, das ich zügig rauszoomen muss und dann hätte ich mit einer Festbrennweite verloren.
        Ich hatte diesen Winter erst das Erlebnis, dass ein Reh plötzlich keine 10 Meter vor mir stand, da hätte so eine lange Festbrennweite kein brauchbares Ergebnis geliefert und zum Objektivwechsel ist da keine Zeit. Das Reh war glaub ich ähnlich überrascht wie ich und hat sich dann auch schnell verdrückt.

      • Mache mit dem Sigma u.a. Bilder vom Mond oder im Zoo und die Bilder sind knackscharf, das geht auch mit einem 10mal teureren Objektiv nicht wirklich besser, ausser es hat eine längere Brennweite. Und gerade bei Wildlife/Tieren ist eine Zoom einfach die bessere Lösung, da stimme ich Mace zu 100% zu.