Kameras Nikon

Nikon kündigt an, sich auf 8K konzentrieren zu wollen

Nikon hat in einem Interview angekündigt, sich in Zukunft verstärkt auf 8K konzentrieren zu wollen. Außerdem sieht man das Gesundheitswesen als Wachstumsfeld.

8K-Videos auf dem Vormarsch

Die Nikon D850 wird zu den ersten Kameras gehören, die auf der Verpackung mit „8K“ werben können. Denn wie Nikon bereits offiziell angekündigt hat wird es mit der D850 möglich sein, Time-Lapse-Videos in 8K aufzunehmen.

Generell wird sich der Videomarkt in den nächsten Jahren voraussichtlich stark in Richtung 8K bewegen, das deutet sich bereits seit Jahren an. Schon die Olympischen Sommerspiele 2016 wurden in Japan teilweise in 8K übertragen, bei den in Tokio stattfindenden Sommerspielen 2020 soll dann noch wesentlich stärker auf eine 8K-Übertragung gesetzt werden.

Nikon möchte sich auf 8K konzentrieren

Panasonic hat schon im Jahr 2015 verkündet, dass man früher oder später 8K Kameras herausbringen wird und nun zieht auch Nikon nach und kündigt in einem Interview mit dem japanischen Magazin Asahi an, dass der Fokus in den nächsten Jahren unter anderem auf 8K liegen wird!

Konkret kündigt Nikon an, sich mit 8K-Videos deutlicher von Smartphones abheben zu wollen. Außerdem wolle man mit einer absolut herausragenden Bildqualität überzeugen und sich primär auf High-End-Kameras konzentrieren, was ja grundlegend nichts Neues ist – im Gegenteil. Schon vor einigen Monaten hatte Nikon angekündigt, dass man zum einen weniger neue Modelle auf den Markt bringen möchte und der Fokus zum anderen auf teuren High-End-Kameras liegen soll.

Dass das Augenmerk derzeit auch auf 8K-Videos liegt, war so direkt aber noch nicht kommuniziert worden. Des Weiteren kündigt Nikon auch an, dass man sich auf das Gesundheitswesen konzentrieren möchte, da man hier ein neues Wachstumsfeld und eine Möglichkeit zur Steigerung des Gewinns sieht.

8K-Videos könnten im Übrigen auch für Fotografen interessant sein. So könnten mithilfe eines 8K-Fotomodus beispielsweise Bilder mit jeweils 33 Megapixeln aus einem flüssigen Video mit 30 Bildern pro Sekunde extrahiert werden.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

8 Kommentare

Hier klicken zum kommentieren

  • Abwarten von welchem „8K“ die Rede ist. DCI 8K (8192 horizontal) oder UHD-2 bzw. NHK Super Hi-Vision (7680 horizontal). Mehr interessiert mich aber, in welchem Dateiformat zukünftig gespeichert werden soll, in welcher Quali (Farbtiefe etc.) und ob auch 1080p@120Hz und 2160p@60Hz möglich werden. Ein bisschen mehr Freiheiten bei der Wahl der Auflösung und Bildfrequenz wären eh wünschenswert. Bei Kinokameras ist es doch auch möglich und eh nur Software.

    • „…und eh nur Software.“ Irrtum, diese Kameras sind nicht umsonst so groß. Sie brauchen einen Riesen Akku für bescheidene Laufzeit, gute Kühlung und enorme Rechenpower. Das ist alles eine Frage der Hardware.

      • Ich meine natürlich innerhalb der verfügbaren Leistung und Hardware. Wenn eine Kamera 8K aufnehmen kann, sollte sie theoretisch auch 6K und 5K aufnehmen können, ob 16:9, 2:1 oder 2,39:1 oder bei maximal 60Hz auch 50 und 48Hz.

  • 8K ohne richtige Anwendung, ohne verbreitete Endgeräte, ohne bezahlbare Monitore, mit gigantischen Datenmengen. Nikon setzt bestimmt auf das richtige Pferd.

      • Die Nikon Verantwortlichen sind bestimmt zu dem Schluß gekommen, das wirtschaftliche Überleben nur mit viel (Über) Mut und Weitsicht gewährleistet ist. Und nachdem fast alle Mitbewerber zukunftsweisende Produkte auf dem Markt haben, überspringt Nikon die nächsten Jahre einfach.

        Das hat mit Henne und Ei nix zu tun.
        Das ist unternehmerischer Harakiri.

  • Zum Thema „8K ohne richtige Anwendung“, „Harakiri“ und „Über“-Mut:

    Ich bin mehrmals im Jahr in Japan. Jeder zweite Verkäufer (einer Kamera) kann Ihnen dort erzählen, mit welchen Kameras und TV-Geräten (!) die Olympischen Spiele in Tokio (in drei Jahren) präsentiert werden. „Über“-Mut? Nein. 4K TV-Übertragung? Nein. Selbstverständlich mehr… Japan beabsichtigt, in dieser Hinsicht weltweit Zeichen zu setzen und wird zur richtigen Zeit werbewirksam Endgeräte auf den Markt werfen. Dass Nikon sich wirtschaftlich nicht ins Abseits stellt, ist sicherlich nachvollziehbar. Das hat (zumindest) in Japan nichts mit Übermut bzw. Harakiri zu tun, sondern mit Weitblick.

    • Und in diesen Jahren verliert Nikon am Weltmarkt seine Bedeutung. Ein paar treue Nikonianer in Japan werden den fortschreitenden Untergang der Marke nicht aufhalten können. Das könnten nur Millionen begeisterter und zufriedener Kunden weltweit.

      Nach den Mißerfolgen der letzten Jahre mit technischen Problemen, falschen Produkten und erst gar nicht auf den Markt gebrachte Kameras, braucht Nikon jetzt (!!) marktfähige Produkte. Spektakuläre Ankündigungen ziehen mit dem aktuellen Image nicht mehr. Klasse Produkte jetzt, sonst setzt sich die Abwanderung in andere Systeme beschleunigt fort. Und wer gerade gewechselt hat, der kehrt so schnell nicht wieder.

      Dagegen nichts zu unternehmen ist Harakiri.