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Nikon D4s: Profi-DSLR mit ISO 409.600 offiziell vorgestellt

Nikon hat sein neues Flaggschiff präsentiert, die D4s. Die Kamera kommt mit 16,2 Megapixeln sowie ISO 409.600 auf den Markt und soll in erster Linie bei schlechten Lichtverhältnissen überzeugen können.

Es wird schnell deutlich, dass die Nikon D4s keine völlig neue Kamera ist, sondern vielmehr ein Update zur inzwischen schon zwei Jahre alten Nikon D4 darstellt, um auf dem Profi-Markt aktuell zu bleiben und nicht ins Hintertreffen zu geraten. Schließlich ist der Profi-Bereich das einzige Segment, in dem Nikon den Markt mit 60 Prozent Anteilen anführt – sonst hat stets Canon die Nase vorne. Und auch in Bezug auf eine Profi-DSLR könnte Canon ja schon bald zum Gegenschlag ausholen.

Sensor mit 16,2 Megapixeln

In Sachen Sensor hat sich nichts getan, hier kommt erneut ein CMOS-Sensor im FX-Format mit einer Auflösung von 16,2 Megapixeln zum Einsatz. Im Inneren der Kamera arbeitet ein EXPEED 4 Prozessor, der den alten EXPEED 4 ablöst, ungefähr 30 Prozent schneller ist als sein Vorgänger und in Kombination mit der besseren Sensor-Technik einige Verbesserungen ermöglicht.

ISO 409.600, 11 Bilder pro Sekunde, bessere Bildqualität

Zu diesen Verbesserungen gehört zunächst einmal die erhöhte Serienbildgeschwindigkeit, die Nikon D4s schafft inzwischen nämlich 11 Bilder pro Sekunde inklusive Motivverfolgung des Autofokus. Ebenfalls erhöht wurde die maximale ISO-Empfindlichkeit, die nun bei ISO 409.600 liegt, außerdem soll sich die Bildqualität der Nikon D4s insgesamt verbessert haben, gerade und vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen. So soll man die Bildqualität der D4 mit ISO 400 nun mit der Nikon D4s auch noch bei ISO 800 erzielen können. Die Verschlusszeit der Kamera reicht von 1/8.000 Sekunde bis 30 Sekunden.
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Autofokus mit „Messfeldgruppensteuerung“

Der Autofokus der D4s arbeitet mit insgesamt 51 Messfeldern und verfügt auch über eine neue Funktion, die sich Messfeldgruppensteuerung nennt. Hierbei können fünf Autofokuspunkte, die individuell platziert werden können, zusammen geschaltet werden, wodurch sich eine bessere Leistung in Sachen Autofokusnachführung ergeben soll. Auch die Schärfenachführung soll sich verbessert haben.

Videos in Full HD mit 60p

Videos sind mit der Nikon D4s natürlich ebenfalls kein Problem, aufgenommen wird in Full HD und mit bis zu 60p. Die Videosignale können im Übrigen ohne Komprimierung direkt über HDMI ausgegeben werden. Und apropos „ausgeben“, über Gigabit-Ethernet können Bilder nun direkt ausgegeben werden, auf im neuen kleinen Format RAW S. Das ist beispielsweise dann praktisch, wenn man seine Aufnahmen direkt einem Bearbeiter schicken möchte. Auf WLAN muss man als Nutzer der Nikon D4s allerdings weiterhin verzichten. Die Merkmale der D4s werden abgerundet durch ein 3,2-Zoll-Display mit 921.000 Bildpunkten, zwei Speicherkartenslots (UDMA7 und XQD), ein der Nikon D4 ähnliches aber leicht modifiziertes Metallgehäuse und ein Gewicht von 1.350 Gramm.

Preis & Verfügbarkeit

Die Nikon D4s soll ab März für rund 6.150 Euro in den Regalen der Händler stehen. Damit ist sie etwas teurer als ihre Vorgängerin.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

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