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Nikon D850: Dynamikumfang besser als bei der D810

Die Nikon D850 weiß in Sachen Dynamikumfang und Rauschverhalten zu überzeugen. Im Vergleich zur D810 gibt es hier definitiv eine Steigerung.

Nikon D850 Dynamikumfang

Ein großer Dynamikumfang ist in den Augen vieler Fotografen wichtig. Und wer zuletzt mit der Nikon D810 gearbeitet hat, der war in dieser Hinsicht ziemlich verwöhnt, denn die Nikon D810 war laut DxOMark in den letzten Jahren die Vollformatkamera mit dem größten und somit besten Dynamikumfang.

Die Nikon D850 hat in dieser Hinsicht also ein schweres Erbe anzutreten und man durfte zurecht zweifeln, ob es Nikon gelungen ist, wieder einen solch erstklassigen Dynamikumfang zu liefern. Denn der Fokus lag ja bei der Nikon D850 zum einen auf einer Erhöhung der Auflösung und zum anderen auf einer Steigerung der Geschwindigkeit – und beide Aspekte wirken sich generell nicht unbedingt positiv auf den Dynamikumfang aus. So haben wir beispielsweise auch bei der Sony A9 gesehen, dass die Hersteller bei der Bildqualität kleine Kompromisse in Kauf nehmen müssen, um die enormen Geschwindigkeiten realisieren zu können.

Erste Testergebnisse sehen positiv aus

Doch Nikon scheint es trotz der höheren Auflösung und der gesteigerten Serienbildgeschwindigkeit gelungen zu sein, die gesamte Bildqualität und auch den Dynamikumfang der D850 im Vergleich zur D810 zu verbessern. Ein erstes Video von Tony Northrup hatte das bereits angedeutet und nun wird das Ganze durch eine erste Analyse von DPReview bestätigt:

„Nikon D850 retains class-leading low ISO dynamic range, improves on high ISO“

Während die D850 in den niedrigen ISO-Bereichen also gleichauf mit der D810 liegt, gibt es recht deutliche Verbesserungen in den hohen ISO-Bereichen. Außerdem ist die Tatsache, dass man bei der D850 bis auf ISO 64 heruntergehen kann, im Vergleich zu den Kameras anderer Hersteller ein großer Vorteil.

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Wenn man sich die Testergebnisse zum Dynamikumfang von Photons to Photos anschaut, dann sieht man dort wunderbar, dass der Dynamikumfang von Nikon D850 (schwarz) und Nikon D810 (blau) in den niedrigen ISO-Bereichen quasi identisch ist. Ab ISO 400 werden dann aber deutliche Unterschiede sichtbar und die D850 überzeugt mit einem besseren Dynamikumfang:

Nikon D850 schwarz, Nikon D810 blau (© Photons to Photos)
Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

9 Kommentare

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  • mit der Hauptkonkurrentin 5D Mark IV aber auch schon mit der III kann man auf ISO 50 gehen. OK der Dynamikumfang ist nicht so gut – aber ich halte die Diskussion darüber eh für relativ unwichtig.

    • Wo und wie oft braucht man ISO 50?
      Selbst die Studioblitzherstller geben an die Leitzahl bei ISO 100 mit Reflektor …
      Und ob ISO 50 oder 100 die kürzeste Blitzsynchronzeit bleibt bei 1/250 s.
      Also bis zu 1/8000 s geht es nur im FP Modus Nikon und HSS Modus bei Canon.
      Multibltz M 6 TTL(Made in Germany) ist ein Super Studioblitz mit Akku; damit kann man mit offener Blende gegen die Sonne blitzen bei Porträt und Fashion Aufnahmen.

    • hallo Joe –
      warum kommst Du auf die Idee, sie mit der 5D Mark IV zu vergleichen? Völlig daneben! Begründung: 16 MP Unterschied! Vergleichen muß man mit der EOS 5Ds mit 50 MP! Jetzt nur mehr 4 MP Unterschied! Und Letztgenannte
      kann hier nicht mithalten, rauschen, rauschen . . . !

  • Neidvoll könnte man auf die D850 schauen. Ich selbst nutze noch eine 5D3. Der Schritt auf die 5D4 war mir persönlich für den technischen Mehrgewinn zu klein.

    Das mehr an Megapixel an einer 5Ds oder D850 bremst mich eher, da die Datenmengen im Rechner verwaltet werden müssen. Neidvoll blicke ich jedoch seit einiger Zeit auf das Rauschverhalten der D810 und jetzt auf das der D850.

    Canon kann hier leider nicht mithalten, oder doch?

    Vielseits wird darüber gesproochen, dass eben richtig belichtet werden muss, dann rauscht es auch nicht. Ist das so?

    Wie sieht es in der blauen Strunde / Nacht aus – oder bei kontraststarken Motiven? Eben dann, wenn die Landschaft am schönsten ist.
    Ich helfe mir hierbei mit einer Belichtungsreihe, funktioniert recht gut. Doch die Auflösungsqualität einer z.B. 5DSR oder D850 erreiche ich natürlich nicht.

    Wie sieht es denn hier mit den Erfahrungen anderer aus?

    Mal das Bedienkonzept und die Linsen beiseite gelassen, welche Cam hat die Nase in Sachen Sensor/Bildqualität vorne?
    Canon oder Nikon. Ich würde ja leider auf Nikon tippen, wie sehen das die anderen?

    • hallo lumin
      Es sieht folgend aus:
      Die beste DSLR am Sektor APS-C hat Nikon – die D500 !
      Die beste Vollformatkamera hat jetzt auch Nikon – die D850 !
      Die wichtigsten Punke:
      der AF – aus der D5
      bester AF bei Dämmerung -4LW !!!
      bester Dynamikumfang
      bestes Rauschverhalten
      Nikon ist wieder Platzhirsch !

    • Richtig belichten ist das Stichwort, vor allem in der Dämmerung. Einfach das Histogramm benützen und möglichst auf die rechte Seite belichten, also so hell wie möglich, aber ohne ausgefressene Lichter. Ist die Belichtung eher auf der dunklen Seite, muss nachträglich zu stark aufgehellt werden, was das Rauschen verstärkt.

  • Hallo zusammen!
    Was hat ETR (expose to the right) mit dem Vergleich der beiden Kameras zu tun? ETR ist reine Physik und bei jedem Sensor zu bevorzugen. Bei sehr grossem Dynamikumfang im Bild helfen nur noch Mehrfachbelichtungen und die entsprechenden Techniken (HDR, UDI, Exposure Bleeding).
    Was die D850 an Dynamikumfang bietet ist schon Klasse! Im Vergleich zur Nikon D5 sind das Welten… Canon Kameras hatte ich in der letzte Zeit keine in den Fingern. Die Testwerte sollten jedoch eindeutig sein!