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Was der Nikon D850 zum Verhängnis werden könnte

Pressebild der Nikon D850

Die Nikon D850 scheint eine rundum gelungene Kamera zu sein. Doch eine Sache könnte der D850 noch zum Verhängnis werden.

Nikon D850: Definitiv eine gelungene Kamera

Es ist noch zu früh, um die Nikon D850 final zu beurteilen. Wie bei jeder neuen Kamera sollte man ausführliche Testberichte von großen Magazinen abwarten und die D850 mal selbst in die Hand nehmen, bevor man eine Kaufentscheidung trifft. Doch ich denke man kann zum jetzigen Zeitpunkt trotzdem schon festhalten, dass die Nikon D850 eine gelungene Kamera ist. Vielleicht nicht bahnbrechend, vielleicht nicht herausragend – aber in jedem Fall gelungen!

Die technischen Daten lesen sich auf dem Papier sehr gut, Nikon hat tolle Objektive im Angebot und die Bildqualität des Sensors sollte im Normalfall hervorragend sein. Nun gibt es bestimmt den ein oder anderen, der die Nikon D850 mit ihrem Preis von 3.799 Euro zu teuer findet, was durchaus legitim ist. Doch auch hier denke ich kann man festhalten, dass die D850 zwar teuer, aber noch nicht zu teuer ist.

Natürlich hat die Nikon D850 – wie jede andere Kamera auch – Schwächen. Doch insgesamt sind das nach jetzigem Wissensstand Schwächen, mit denen man sich als Fotograf vermutlich ganz gut anfreunden kann.

Die Probleme der Nikon Kameras

Die Nikon D850 ist auf dem aktuellen Stand der Technik, hat vermutlich keine größeren Schwächen, ist nicht allzu überteuert – okay, wo ist nun der Haken? Was könnte der Nikon D850 noch zum Verhängnis werden?

Es ist eine Sache, die Nikon Kameras in den letzten Jahren manchmal ein wenig in schlechtes Licht gerückt hat. Ich spreche hier von der Tatsache, dass viele Nikon Kameras (und vor allem auch Profimodelle mit Vollformatsensoren) in den letzten Jahren mit irgendwelchen Fehlern und Problemen zu kämpfen hatten. Nikon D600, Nikon D800, Nikon D750, sie alle waren in irgendeiner Art und Weise fehlerhaft. Natürlich nicht alle Exemplare, aber doch einige. Die Nikon D750 hat beispielsweise seit drei Jahren Probleme und Nikon bekommt das einfach nicht in den Griff.

Außerdem hat sich Nikon im Umgang mit diesen Problemen meiner Meinung nach nicht immer mit Ruhm bekleckert. Im Jahr 2014 habe ich dazu mal einen sehr ausführlichen Artikel mit der Überschrift „Der Fall Nikon(s)“ geschrieben, wer sich ein wenig in die ganze Thematik einlesen möchte, dem empfehle ich erst diesen Artikel und anschließend die Fortsetzungen der ganzen Geschichte („Der Fall Nikon(s) geht weiter“).

Hat Nikon aus den Fehlern gelernt?

Wer mit seiner Nikon Kamera nie Probleme hatte, der wird vermutlich der Meinung sein, dass das Ganze ja nicht so schlimm ist. Stimmt ja irgendwie auch, wenn man nicht selbst betroffen ist, sind angebliche Probleme nicht weiter relevant. Doch wer betroffen ist, und nach einem Umtausch wieder eine nicht einwandfrei funktionierende Kamera erhält, und dann von Nikon keine Hilfe mehr bekommt – der wird zurecht verärgert sein. Und er hat vielleicht das Vertrauen in Nikon als Hersteller verloren.

Ich komme auf den Punkt: Viele Vollformatkameras von Nikon hatten in den letzten Jahren Probleme. Bei der Nikon D610 war es Abrieb auf den Sensoren, bei der D800 funktionierte der Autofokus nicht immer einwandfrei, bei der D750 machte der Verschluss Probleme. Nikon hat nicht immer optimal auf diese Probleme reagiert und schafft es manchmal auch nach Jahren noch nicht, die Fehler ganz aus der Welt zu schaffen. So etwas darf bei der Nikon D850 nicht passieren! Schon gar weil es bei Nikon gerade einen großen Umbruch gab und die D850 gewissermaßen der erste große Schritt in Richtung positive Zukunft werden soll.

Ich hoffe Nikon aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt!

Hattet ihr mal Probleme mit einer Nikon Kamera?

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

53 Kommentare

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  • Nikon-Probleme:
    Mit der D300 begannen ganz andere Probleme, der erstmals richtig schnell drehende AF (Schraube im Bajonett) verschließ die älteren AF-D Motoren sehr schnell – einzige Rettung waren Silent-Wave Objektive – ich hatte 2.8/80-200 mm, 2.8/105 mm Micro, 2.8/60 mm Micro und andere alle paar Monate wieder in Reparatur bis mir Nikon zu sehr rumzickte. Im gleichen Zeitraum wurde das Presse-Team ausgetauscht und bewährte Köpfe verschwanden in den Ruhestand und wurden durch ahnungslose bis sogar unverfrorene Köpfe ersetzt.
    Da war es Zeit die Reißleine zu ziehen.
    Die Dramen um die Vollformatkameras habe ich dann nur noch mit sicheren Canon-Gehäusen mit bekommen.
    Aber auch da war Nikon viel zu spät dran – 6 Jahre wurde beteuert, kein Mensch braucht VF, das könne sich nie mit den Kameras und den kleinen Bajonetten vertragen und sei schlicht nicht machbar – Canon machte es einfach und Nikon mußte auch was liefern. Gegen ihre vertretene Überzeugung.
    Auch heute wird wieder VF über alles gestellt und die D850 wird sicher häufig gekauft werden.
    Bessere Fotos scheinen mir per se damit nicht möglich.

    Das Problem liegt aber noch wo anders – Japaner sehen keine Fehler – alles ist perfekt – das ist ein Mentalitätsproblem. Doch Kunden muß man ernst nehmen, sonst verschwindet man.

    • Ich würde eher sagen die Deutschen sehen keine Fehler bzw. wollen sie nicht ansprechen (VW, Berliner Flughafen). Insbesondere aus Japan kommen spezielle Methoden um mit Fehlern gut umzugehen, bsp. wie Kaizen (kontinuierliche Verbesserung) und Kanban (effiziente Produktionssteuerung).

      • Nein Stephan, hier in Germany wird – wie neuerdings auffällig – geziehlt betrogen u Kunden verarscht – das ist was ganz anderes als in Japan.
        Aber in der Fehlererkennung sind wir in vielem schneller.

        Welchen Sinn macht es in Fotokameras bewegliche Monitore nur für die Horizontale beweglich zu machen? So als würden wir alle künftig filmen.
        Welchen Sinn hat es überhaupt Filmfunktionen für 4K in einem Gerät für Fotos unter zu bringen, die dann professionell nie zufrieden stellen können?
        Wieso stelle ich Kameras her, die klein sind u baue dann neue Objektive möglichst groß und dick?
        Wieso verkleinere ich Akkus in Geräten, die 4x so viel Energie brauchen?
        Wieso forciere ich VF, wenn die Vorteile beim Halbformat überwiegen?
        Wieso entwickle ich nicht endlich Blitzgeräte die mit den Kamera-Akkus versorgt werden?
        Wieso werden Kameras nicht gleich mit Sucher ausgestattet, wieso nicht gleich Sucher schnell und hochauflösend?
        Wieso haben fast alle die Smartphone-Technik verschlafen?
        Wieso gibt es bis heute keinen Diebstahlschutz, Code o.ä. In Kameras?
        Wieso setzen die auf Atomkraft wenn ohnehin schon 2 Städte darunter leiden mussten und erkenne nicht die Gefahr durch Erdbeben?
        Und 100 Sachen mehr, die Japaner ganz anders oder gar nicht sehen.

        Wer jemals mit Japanischen Mitmenschen diskutiert hat, weiß das die vieles ganz anders sehen und Fehler immer noch ein echtes Problem für sie sind.

  • Ich erinnere ‚evidenzbasierte‘ *räusper* Statistiken und ‚repräsentative‘ *hüstel* Umfragen, in denen Nikon bei der Haltbarkeit als auch der Ausfallsicherheit im Feld immer geführt hat? O.O Selbstverständlich relativ zu den verkauften Geräten/Auslösungen auf den verkauften Geräten. Ob diese Erhebungen nun vom ADAC oder der Vereinigung der Canon Hater (der ich angehöre) gemacht worden sind, das kann ich nicht sagen.

    Viel schlimmer sind doch neben den oft sehr früh verschlissenen Verschlüssen, den Bananenbodies (reift beim Kunden) und Platinenproblemen bei der Mutter aller Hersteller – Canon – die bekannten, aber nicht abzustellenden Sensorissues. Damit meine ich nicht etwa nur Flecken und Banding Artefakte, sondern Hotpixel und Fixed Pattern Noise, über für Raw-Shooter tolerablem Niveau, wenn diese (etwa im Landschaftsbereich) eine zeitgemäße Dynamik ins Ausgabemedium hineinkomprimieren müssen. Das ist etwas, das dann gar nicht behebbar wäre. Das war in keiner Redaktion je ein Thema und alle haben brav auf ihre überschärften Mittelton-Jpgs geglotzt und je nachdem, ob der Rauschfilter rigide oder eben sanft eingriff, ein Modell als verrauscht dafür kantenscharf und ein anderes als angenehm rauscharm, aber weniger detailreich gelobt. Das war immer eine Verhöhnung, war infantil, genau wie sich an Hauttönen im Jpg-Betrieb abzuarbeiten, aber es war eben kein Test!

    Nikon hatte solch schwerwiegenden Issues nie, trotzdem wird heute darüber ein Propagandafass aufgemacht, dass es hier und da gekniffen haben mag, unabhängig von Mark jetzt. Der interpretiert und spiegelt ja nur, was draußen so ge’rumour’t wird. Ich bin kein Nikonfan, weil auch kein Spiegelreflexfan mehr und ganz früher war eh Minolta, aber warum darf sich Mutti Canon wirklich alles an Primadonnaallüren und maßlosen Ansprüchen erlauben, aber sobald Papi nur einmal bei Tisch in der Nase popelt und ein anderes Mal einen Furz abdrückt, wird darüber ein Fass auf-, aber nicht mehr zugemacht? Versteh ich nicht! Kommt mir als überzeugtem Canon-Hater ( der diesen Billighersteller auf die Plätze zurückwünscht, weil dieser doch nur vom Marketing und der Massenhysterie zu Premium aufgeblasen wurde. Etwas Vergleichbares gab es in der Neuzeit nur bei Crapple, mit einer vergleichbaren Preis-Leistungskatastrophe ) das nur so vor, weil ich in der – von meiner Befangenheit – korrumpierten Wahrnehmung das nun mal so sehen will, oder erscheint das auch anderen schräg?

    • Da ich selber nun mit Canon fotografiere, habe ich bei Ihren Beiträgen irgendwie den Eindruck, es gibt noch eine Fake-Firma, die unter dem Label Canon vertreibt.

      Ich weiß nicht, woher Sie das alles haben.

      Wenn ich schon diesen Blödsinn von der angeblich nicht zeitgemäßen Dynamik lese, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Und ich habe ja den Vergleich zumindest zu Nikon und Sony.

      Bei meiner EOS-M3 treten all diese Probleme bislang nicht auf. Und ich vergrößere auf 200%, dass sind dann 96Mpx.

      Bleiben Sie mal lieber bei der Nikon D850, anstatt bei jeder Gelegenheit über Canon herzuziehen.

      übrigens – bei Amazon turnt auch so einer rum, der dort solche Geschichten verbreitet.

    • CANON ist nicht mit Kameras und Sensoren Nummer 1 – mit weitem Abstand geworden!
      Sondern mit Objektiven und Objektivtechnik!
      EOS – als alle geschraubt haben
      IS – als alle mit 5 Beinen rumgespielt sind
      USM – als alle ins AF Ziel gedreht und gebrummt haben
      DO – und fast alle glauben noch es wäre nur was für Leuchttürme
      Neue leichte Metalllegierungen – und alle bauen noch schwer
      BR Glas –
      Und danach kamen erst ein weitgehend glückliches Händchen mit Kameragehäusen, eine clevere Preispolitik u viel Marketing.
      Und bis heute, nach 30 Jahren EOS bietet keiner so preiswerte Kameras u Objektive, die sehr gute BQ zulassen.
      Aber ich trenne mich auch immer stärker von Canon, weil sie bei den Kameras immer offensichtlicher den Anschluss verlieren oder das Marketing utopische Preise rausschreit. Und will das Farbrauschen Canons größtes Sensorproblem für mich ist.
      Aber ich würde nie eine Marke hassen, ich kaufe immer zuerst Objektive u dann die Kamera dazu.

    • @ Tobi
      Ich schließe mich Ihnen hier an. Nikon wird eigentlich nur schlecht gemacht, obwohl die doch techn führend sind.

      @ cat
      Ich schätze Sie sehr, jedoch stellt sich mir die bohrend Frage:
      Als die D300 und die D3 herauskam, schrie die Konkurrenz vor Schreck auf, S O gut waren diese Kameras zur Ihrer Zeit ! ! !
      Ich habe mir in 2007 nach einer gestohlenen Minolta A1 ( 5 MP) auf mehrere Empfehlungen hin eine Nikon gekauft, rein zufällig die D300, die gerade herausgekommen war.
      Gleichzeitig natürlich passende Objektive, also keine alten „Gurken“
      Somit ist die D300 ein reines Arbeitstier bis heute !!
      Nie Probleme !! In keiner Weise !! Also klare Kaufempfehlung an alle anderen, die ein Arbeitstier suchen.

      Da Sie anscheinend länger fotografieren, stellt sich sich mir die Frage, WARUM haben Sie damals nicht wenigstens EIN neues Objektiv gekauft, und so, wie sehr viele damals, festgestellt, das die D300 eine wahre Kanone ist !!
      Alternativ war ja als VF die D3 auf dem Markt, die damals Canon ebenfalls in den Schatten stellte.
      Bitte verstehen Sei mich recht, ich will hier nicht Canon unter den Teppich reden, aber Probleme könnte man auch anders lösen, als einfach wegzulaufen.
      Sie hätten sich mit Nikon sachlich unterhalten sollen, Foren lesen, neue Objektive probieren sollen usw, usw..
      Dann wären Sie zu einem anderen Schluß gekommen.

      • @Volker

        Ich habe die D300 ja ein Jahr benutzt, so ist es nicht und hatte dann auch die D3.
        Das führte natürlich dazu, dass man sich Objektive wie 2.8/80-200 mm – wo Nikon ja ohnehin schon im „Hintertreffen“ gegen Canon war und 2.8/60 mm Micro und 2.8/300 mm nicht mal eben auch noch neu kauft.
        Nikon hat versprochen, alles bleibt kompatibel und das war es eben nicht wirklich und die ersten AF-S Objektive waren nun auch nicht ausschließlich der Hit – Nikon hat bis 2016 gebraucht um ein erstmalig ausgereiftes 2.8/70-200 mm heraus zu bringen.
        Es war einfach sehr ärgerlich was bei Nikon Deutschland intern los war und das die Hilfsbereitschaft klein war, im gesamten Kollegenkreis – klar, wer mit einer neuen Kamera auch die Objektive neu kauft – ist in der besten Position und normalerweise mache ich das auch so.
        Ich wollte nur ausdrücken, das es nicht nur Probleme mit Sensoren in Kameras gab, sondern auch einige mit den Objektiven.
        Inzwischen sehe ich Canon in der schwächeren Position und nutze die D500 und die neuesten Objektive – so lange sich damit Geld verdienen lässt, kann man das machen.

      • Lieber Volker, Nikon muss man nicht schlecht machen. Wenn eine 2000-EUR-DSLR wie die D750 über Jahre hinweg an Problemen leidet, die nicht gelöst werden, dann IST das schlecht.
        Ich habe 2x D750. Bei der 1. aus 2015 lösen sich die Gummierungen an beiden Seiten des Bodys. Bei der 2. aus 2016 bleibt neuerdings der Spiegel hängen und geht nach dem Auslösen nicht mehr in die Ausgangsposition zurück. Insgesamt hat die D750 eine haptische Überempfindlichkeit. Wenn man sie im Standby am Körper trägt, schaltet sich schon mal der Live View ein oder das Menü schaltet sich ein. Es sind alles Dinge, die mit einer D700 nie vorgekommen sind.
        Da kann ich mich wirklich nur der Hoffnung von Mark anschließen, dass Nikon bei der D850 aus seinen Fehlern gelernt hat!

        Micha, Eventfotograf aus Karlsruhe

  • Na, irgendwer möchte immer der erste sein, der das Haar in der Suppe findet. Auch wenn sie noch gar nicht serviert wurde.
    Ich fange ab sofort an, Artikel zu kommentieren, die noch gar nicht geschrieben wurden. Das wird ein Spaß!
    Früher gab es mal den Begriff der „ungelegten Eier“. Könnte man wieder ausgraben.

  • Wann ist wieder Mut gefragt?

    Der Mut der dazu gehört einen reinrassigen Fotoapparat erster Güte zu bauen und eine reinrassige Videokamera erster Güte herzustellen.

    Natürlich kann man aus jedem Sensor sowohl das Eine als auch das Andere auslesen, ist beides auszulesen denn besser?

    Da kauft sich der Nutzer einen der Superboliden und muss ihn mit Fremdteilen zur vernünftig bedienbaren Videokamera umbauen, Fotos machen ist dann eine Qual, weil die Fremdteile einschließlich dem Mikro im Wege sind. Das sind für berufliche Nutzer unsinnige Funktionen. Jeder hat Foto und Video getrennt weil auch die professionelle Nachbearbeitung Spezialisten erfordert.

    Für den normalen Hobbyisten ist das eine wichtige Funktion für das Urlaubsvideo, falls er kein Smartphone dabei hat. MFT und APSC einschließlich Videofunktion eine super Sache!

    Für das Vollformat sehe ich eher Foto relevante Möglichkeiten wie Pixel Shift, Wetterfestigkeit, Bildstabilisierung für jedes Objektiv durch den Sensor oder Dynamikerhöhung über Mehrfachaufnahmen als sinnvoll an. Also jene technischen machbaren Möglichkeiten mit denen sich die Bildqualität steigern lässt.

    Ob elektronische Spielereien so etwas wie Film Simulation in einem Boliden nützlich sind ist Geschmackssache oder fördert den Spieltrieb was ja auch ganz nett sein kann.

    • Die Video Funktion kostet in der Herstellung vielleicht 5 Euro mehr und verschlechtert die Fotofunktion nicht. Da ist es doch dumm und nicht mutig, darauf zu verzichten. Man hat die Option, und kaum eine Video Kamera hat einen 135mm Sensor. Dieser ermöglicht Bildwirkungen, die von Fotos her bekannt sind. In Bildqualität steht die Foto- auch einer expliziten Video-Kamera nicht nach. Wenn man z.B. bei einer Hochzeit sowohl Filme als auch Fotos produziert, braucht man keine 2 Ausrüstungen. Wer einen Kinofilm dreht, wird sicherlich keine Fotokamera, sondern eine 8K Arri nutzen. Was meine Wahl vergrößert kann nicht schlecht sein. Ob man es braucht oder nicht ist bei den Kosten wohl egal. Belegen Sie halt die Video Taste mit einer anderen Funktion.

      • Das genau diese Antwort kommt war abzusehen. Für solche Zwecke wie Familienangelegenheiten oder Hobby Aktionen kann der Anwender zum Beispiel die Panasonic GH-5 erwerben, das ist eigentlich eine hervorragende Videokamera die auch Foto kann. Da kann man sich dann im Nachhinein das „Ringwechsel“ Bild aus der Videosequenz aussuchen. Das alles macht dann Onkel Heinz für umsonst.

        Bei professionell dokumentierten Hochzeiten habe ich des öfteren mindestens zwei Aufnahme Teams gesehen, Foto und Video getrennt. Ach so, das Brautpaar und der Pfarrer waren mit Mikrophonen versehen, sonst versteht man ja nichts vor lauter Rauschen. Dann gab es noch Personen die mit Licht für eine akzeptable Ausleuchtung sorgten. Und es waren keine Prominenten Hochzeiten wo so gearbeitet wurde.

        Die 5 Euro Aufpreis sind eine nette Sache und es ist richtig das Vollformat Videos ihren eigenen Reiz haben, aber eine „Alles in Einem“ Kamera ergibt der Zusatznutzen trotzdem nicht.

        Für mich der Studio Fotografie betreibt bedeutet ein Bewegtbild Auftrag immer einen erheblichen Mehraufwand der mit einer zusätzlichen Videofunktion nicht abgedeckt werden kann.

        Es gibt einen Alleskönner, das Schweizer Taschenmesser, trotzdem möchte ich mein Steak nicht damit schneiden müssen.

      • Alfred, ich verstehe Ihren Ansatz wirklich nicht. Was stört Sie daran, dass bei einer Kamera neben einer Ausstattung als professionelle Fotokamera, für diejenigen, die es brauchen oder meinen zu brauchen, auch eine hochwertige Videofunktion integriert ist. Ignorieren Sie doch einfach den Videoteil, solche Kameras werden ja nicht dadurch schlechter, dass sie auch Funktionen hat, die Sie nicht interessieren und die zumindest in hoher Qualität teilweise sogar erst durch Zukaufteile realisiert werden können.

        Ganz offensichtlich besteht der Bedarf für solche Kameras, denn alle grossen Anbieter sind bereits in diese Richtung gegangen oder gehen in genau diese Richtung. Vermutlich betreiben all diese Anbieter auch vor der Entwicklung einer Kamera eine Bedarfsanalyse bei Kunden, alles andere wäre aus unternehmerischer Sicht mehr als fahrlässig. Professionelle Videokameras gibt es ja ausserdem seit langer Zeit, offensichtlich gibt es aber auch einen Bedarf für die Möglichkeit hochwertiger Videoerstellung, ohne dass man dafür erst einen hohen vierstelligen oder gar fünfstelligen Betrag investieren muss. Umgekehrt vermute ich, dass eine Fotokamera jenseits der 2´500 Euro, die vollständig auf eine Videofunktion verzichtet, heute eine Nischenkamera wäre und damit für Kamerahersteller zu geringen Umsatz generieren würde. Warum also sollte ein Kamerahersteller, der auf Stückzahlen angewiesen ist, den Mut haben, eine unvernünftige wirtschaftliche Entscheidung zu treffen?

      • @Thomas Müller Nur des Arguments willen: die Videofunktion kann die Kamera komplexer machen und es gibt ev. einen zusätzlichen Videobutton, der bei manchen Kameras nicht mal umprogrammierbar ist… Aber so richtig überzeugen kann ich mich grad auch nicht 🙂

      • @Ich: Da bin ich aber beruhigt, dass Sie sich mit Ihrem Argument selbst nicht so richtig überzeugen können ;-). Ja, es kommt ein Videobutton und möglicherweise eine Einstellungsposition an einem Einstellrad hinzu, ebenso wie weitere Ein- und Ausgänge. DIe Videoeinstellungen sind üblicherweise in einem Ordner des Menues zusammengefasst. Ich halte es für möglich, dass – insbesondere ein Profi, der Tagein/Tagaus mit Kameraeinstellungen zu tun hat – es hinbekommt, diese wenigen Videoergänzungen einfach zu ignorieren, für alle anderen werde ich einen Workshop dafür anbieten ;-).

    • Kosten, Kompromiss & Wettbewerb sind Faktoren, die auch Profis im Auge haben müssen. Wenn es also ein Fotoapparat (fast) kostenlos zusätzlich ermöglicht, professionelle Videos zu drehen, warum gibt es darüber Beschwerden? Wer genug und zahlungskräftige Kundschaft habe, die auch ein Team finanziert und die Ausrüstung, ist fein raus. Da kann jeder sein Ding machen, am besten noch ein Portrait-Maler. Fraglos ist eine Filmkamera auf ihre Funktion hin optimiert. Man muß nur im Auge haben, das eine Filmkamera, die eine, der 135mm Fotokamera entsprechende, Filmqualität hat, wohl im 5 Stelligen Preissegment angesiedelt ist. Und das muß man als Profi erst einmal wieder reinbekommen. Es ist vielmehr wie mit Unimog einem LKW, der auch Feldarbeiten erledigen kann und Traktor. Diese erledigt der Unimog ebenso gut wie ein Traktor, aber nicht ganz so praktisch. Der Traktor hingegen ist auf der Straße einfach lahm. Aber beide sind profissionell. Was Sie, Herr Proksch wohl ärgert, ist, daß Amateure Profi Qalität erreichen können und vielfach übertreffen. Wie ich es bei so manchem Profi Bild oder Video schon sah. Und das liegt dann nicht an der Ausrüstung! In vielen Fällen können und verzichten die Leute auf Profi-Fotografen. Da kann man über Amateur Ergebnisse mäkeln wie man will…

      • Die zweite Möglichkeit sich zu profilieren ist der Hinweis das gute Bilder nichts mit guten Werkzeugen zu tun haben. Ist manchmal sogar richtig wenn zufällig alles passt.

        Meine Kunden möchten nicht auf professionelle Arbeit verzichten sonst hätten sie schon lange alles in Eigenregie erledigt, weil es viel billiger wäre. Die „Geiz ist geil“ Ergebnisse wurden mir sogar gezeigt, teilweise sogar technisch sehr gut gemachter Pfusch, aber eben nicht verwendbar weil sich der Kunde damit sein Image versauen würde.

        Wie richtig bemerkt, ist die Werbung eine eigene Berufssparte in der ausgebildete Fachleute arbeiten, ihnen Dilettantismus vorzuwerfen weil es schwarze Schafe, oft Quereinsteiger, gibt finde ich verwerflich. Bei allen Gewerken sind bessere und weniger gute Betriebe zu finden. In freiberuflichen Gewässern tummeln sich gerne Künstler der „besonderen“ Art. Die sind extra stolz wenn ihnen eine Veröffentlichung gelingt. Es sei ihnen gegönnt!!

        Ich wünsche allen Fotografen ob privat oder beruflich Spaß beim Bilder machen und viel Erfolg beim Verkauf ihrer Produkte.

      • Habe ich da einen Nerv getroffen, Herr Proksch? Haben Amateure Sie schon überholt? Was unterstellen Sie mir eigentlich immer? Daß bestmögliche Werkzeuge bestmögliche Ergebnisse ermöglichen bestreite ich in keinster Weise. Aber gute und schlechte Fotos erzeugen Amateure. Doch auch Profis mit feinster Technik und langer Erfahrung sind nicht automatisch von der Muse geküßt. Wenn Sie mit der Video Funktion Ihrer Fotokamera nicht klarkommen, filmen Sie halt mit Ihrer Profi-Videokamera. Was ich einfach nicht verstehen kann, ist Ihre Beschwerde über eine (fast) kostenlose Zusatzfunktion, die es einer begabten Hand ermöglicht, ebensogute Videos mit der Fotokamera zu erzeugen. Diese Funktion nicht einzubauen, weil es alte Hasen überfordert, halte ich eben für dämlich. Mut ist etwas ganz anderes.

  • Ich habe mit drei Nikon-Kameras gehabt und keine Probleme.

    Lediglich die technische Ausstattung bezüglich des Autofokus war etwas dürftig.

    Aber irgendwelche Ausfälle, Fehljustierungen, Randunschärfen oder andere Fehler
    Nichts – alles in Ordnung.

    Und ich wäre auch bei Nikon geblieben, wenn die nicht auf das spiegellose Segment (APS-C) verzichten würden.

    Aber ich bin Nikon nicht böse, dass sie mir die Gelegenheit gaben, Sony und Canon kennenzulernen mit einem eindeutigen Favoriten: Canon

  • Hatte eine D80, D90, D7000, Df und jetzt eine D500. Nie auch nur das kleinste Problem. Habe parallel dazu auch Mehrere Fujis ( gerade X-Pro2) und eine Sony A 7rII genutzt. Alles Stromfresser wegen der elektronischen Sucher, die doch bei den meisten Gelegenheiten nicht mit einem optischen Sucher mithalten können. Also bleibe ich brav bei Oma Nikon.

  • Seltsame Art von Berichterstattung: Alte Fehler von anderen Produkten schon mal auf ein neues Produkt übertragen…
    Übrigens: „Beim Ford T-Modell war die Hinterachse Schrott! Wird der Ford Edge mit den gleichen Problemen kämpfen?“

    Hatte bisher 5 Nikons und früher 6 Pentaxen im Einsatz. Je eine hatte ein Problem. Beide wurden von den Herstellern perfekt in Ordnung gebracht!
    Zu beiden Firman habe ich volles Vertrauen. Fehler können auftreten oder Optimierungen sich aufdrängen. Daher wählen wir Profis einen Anbieter mit gutem Service!

    Was soll das Gejammer im voraus??

    • Zum Beispiel:

      Nikon D750: Verschlussprobleme, die Schattierungen auf den Bildern hervorrufen können
      Nikon D600: Ölflecken bzw. Abrieb auf dem Sensor
      Nikon D800: Autofokus-Probleme

      Habe ich jetzt auch am Ende des Artikels noch ergänzt.

  • tja, da hat der Herr Göpferich wieder mal was auf dem Tisch geworfen – und alle sind begeistert weil es von Nikon was schlechtes zu berichten gibt – wow !!!

    ich fotografiere seit 1983 mit Nikon ( F3, F4, F5, D1, D2, D2H, D3S, D4, D5) und – und – nein, ich bin der einzige auf der Welt, der keine Probleme mit Nikon hat. – logisch kann mal was sein und ?

    probiert die 850er doch erst, bevor ihr sie schlecht macht !!!

    • @Rudolf – also ich habe alles, nur nicht das Gefühl, dass auf dieser Seite Nikon bashing stattfindet (eher Canon bashing – aber nicht von den Betreibern der Seite). Dass Nikon Qualitätsprobleme hatte ist auch mir als Canonianer bekannt, die Frage ist halt wie geht man als Hersteller damit um.

      Ich finde, man darf diese Dinge thematisieren, ohne dass man gleich Verschwörungstheorien verbreitet oder Personen etwas in bösartiger Weise unterstellt.

      Wenn Sie allerdings diesen Eindruck haben, dass hier etwas gemacht oder beschrieben wird mit dem Sie nicht einverstanden sind, dann können Sie – meiner Meinung nach – das durchaus thematisieren, aber nicht in so abschätziger Art formulieren und den Betreibern etwas unterstellen. „Le ton fait la musique“ oder es kommt immer darauf an wie man es formuliert.

  • Ja, seit 08/2009 besitze ich die Nikon D3X. Und seit 2014 bekomme ich überwiegend unscharfe Bilder. Woran das liegt, weiß ich nicht.

    Ich hatte bisher zwei mal ein Objektiv [Nikon AF-S Nikkor 70-200mm 1:2,8G ED VR II] bei Nikon zur Reparatur. Nach fünf Jahren gab es den ersten Defekt.

  • Bei meinen Kameras:

    Nikon D50 : Verunreinigungen im Sucher, Kamera wurde nach langem Hin und Her vom Händler getauscht.
    Nikon D80: Alles gut (bis auf die Bildqualität).
    Nikon D300: Eine Offenbarung, was Bildqualität, Robustheit und Gebrauchsfertigkeit angeht
    Nikon D700 (!): Nach längerer Zeit in der Kälte (- 5 Grad) konnte die Blende nicht mehr verstellt werden.
    Nikon D750 (Kauf 1 Jahr nach der Markteinführung): Verschluss mußte gewechselt werden, da die Kamera gelegentlich nach Auslösung „hing“.
    Nikon D500: AF, Speed, Bildqualität und Benutzerfreundlichkeit at it’s best. DX is back.

    Alle Defekte hat der Nikon Service Düsseldorf zu meiner vollsten Zufriedenheit schnell gefixt. Nikon hat (hatte?) ein echtes Problem mit der Qualitätssicherung, arbeitet aber daran, dass zu eliminieren.

    Aber wenn ich mir vorstelle, dass soviel Nutzer auch bei der D600 und D800 (ich kenne Fotografen, die davon ein Lied singen können) betroffen waren und die Reaktion anfangs von Nikon unterirdisch war (es gab keine Reaktion, die den Kunden wirklich zufrieden stellen konnte), scheint es auch an einer fehlgeleiteten Philosophie von Nikon zu liegen. Aber Nikon ist lernfähig und hatte zumindest bei der Reparatur der Geräte gelernt (Suche über Serien-Nummer, um betroffenen Geräte zu finden, eindeutige Bestimmung de Fehlerursache).

    Ich kann mir gut vorstellen zu hoffen, dass sie es jetzt auch gelernt haben, wieder fehlerfreie Produkte auszuliefern, aber ich glaube es nicht, wenn sie gleichzeitig aus wirtschaftlichen Gründen so viel Personal abbauen. Das ist ein Teufelskreis – weniger Umsatz – weniger Personal – weniger Qualität.

    Ob Nikon noch die Kurve kriegt und auch den technischen Wandel Richtung (EVF, Sensor Bildstabilisierung) und die Wünsche der Kunden berücksichtigt (freie WLAN Schnittstelle statt Snapbridge – siehe offener Brief von Gunther Wegner) bleibt spannend.

    Ein treuer Nikon Kunde, der 30 Jahre mit Nikon fotografiert.

  • Hallo Kollegen!
    Wer erzählt das APS-C Sensor besser ist wie Vollformat Sensor erzählt ein blöder Witz.
    Und Nikon D 850 Vollformat Sensor mit 46 Megapixel wird nie die Bildqualität haben wie eine Mittelformatkamera mit 50 Megapixel.
    Aber jeder soll Glücklich werden mit seiner Kamera!
    Ich habe die Nikon D 800 und 610 und als Hobbyfotograf bin ich sehr zufrieden damit.
    Nikon D 850 ist ein Traum, aber bei diesem Preis sage ich: „NEIN“!

    • Ich war am Wochenende in einem alten Atombuker der Bundesregierung unterwegs. Fotografieren erlaubt, jedoch ohne Stativ. Viele Bilder habe ich mit ISO8000 bis ISO12800 machen müssen. Sehen gut aus mit KB Sensor. Ich kenne APS-C Bilder von da mit ISO10000 und schmunzel gerade über deine Aussage. Ehrlich.

      • Ich schmunzle über Ihre Aussage.

        Mit APS-C kann man die Blende viel weiter öffnen bei viel weniger Qualitätseinbußen am Rand und fotografiert mit ISO 3200 während Sie sich Ihre ISO 10000 Bilder auf 6 Mpx runterskaliert schönreden.

        Aber gut – wer zu viel Geld hat, der soll es ruhig ausgeben.

        Machen ja viele so, dass Sie sich das schönreden, wenn sie vom Fotohändler eine Kleinbildkamera aufgeschwatzt bekamen.

      • @Sabrina:
        Eine lustige Aussage, wenn man bedenkt, dass die meisten Fotografen KB wegen der geringeren Schärfentiefe kaufen und dann noch einmal tausende Euros in hochöffnende Linsen investieren. Wer allen Ernstes glaubt, das seien alles Marketing-Opfer hat meines Erachtens nach eine recht individuelle Sicht auf die Dinge oder einen klammen Geldbeutel.
        Darüber hinaus für den konkreten Fall kann ich ihnen sagen, dass ISO3200 Bilder der meisten KB Kameras wesentlich gefälliger und rauschärmer wirken als viele ISO1600 Bilder von APS-C Kameras.
        Ein weiterer Denkfehler von Ihnen ist der, dass in dunklen, lichtarmen Situationen ein KB-Knipser und ein APS-C Knipser nicht auf die gleiche Schärfentiefe belichten, sondern die Blende maximal weit öffnen und dann mit der ISO soweit hoch gehen wie es nötig ist.
        Aber was reg ich mich auf .. reine Neiddiskussion …

    • Also der Preis scheint zu stimmen, sonst wär sie nicht schon vor der Auslieferung ausverkauft. Selbst ich könnte mir vorstellen diese Nikon zu kaufen – in der Schweiz kostet Sie – bei Vorbestellung auch nur rund 3100.-€ umgerechnet.

    • Ich würde einfach mal einen guten Test sehen, wo Bilder von APS-C und Vollformat verglichen werden – trotz intensiver Suche hab ich nichts Schlaues gefunden – oder ich konnte ausser in Grösstvergrösserungen oder bei sehr wenig Licht keine wesentlichen Unterschiede entdecken. Kennt jemand eine gute Website, wo man die Qualitätsunterschiede gut erkennen kann?

      • Hallo Ich, In der Zeitschrift „Fototest“ (Ausgabe 5/16) wurden die APS-C und FF Flaggschiffe der führenden Kamerahersteller gegenübergestellt und ausführlich getestet. Klares Verdikt: die APS-C Kameras waren chancenlos! Vor Allem bei der Bildqualität wurden die „Kleinen“ teilweise förmlich deklassiert. Um bei Nikon zu bleiben, da konnte die D500 gegenüber der D810 punkto Rauschverhalten einigermassen mithalten, erkaufte sich diesen Erfolg allerdings auf Kosten der geringeren Auflösung. Da hatte der grössere Sensor der D810 klar die Nase vorn. Allerdings muss man natürlich bedenken, dass die D500 für Wildlife und Sport gebaut wurde, und da ist das Rauschverhalten wichtiger als die absolute Auflösung. Es kommt halt immer darauf an, was für Motive man fotografiert.

      • @ Rolf Carl

        Wenn die APS-C Kameras bei diesen Tests chancenlos waren, dann sage ich Ihnen, dass Sie Fototest in die Tonne treten können.

        Ich selbst habe mir auf Wikipedia die Fotos angeschaut, die mit dem Alkoholformat gemacht wurden und die mit APS-C.

        Die Fotos mit dem Alkohol-Format waren grottig:

        unscharf am Rand
        starke CAs
        erhebliche Vignette

        Und das, obwohl die Blende korrekt gewählt war (1/11)

        Weiter schaute ich mit Nachaufnahmen an. Stark verrauscht.

        Es waren Fotos mit der Nikon D600, deren Nachfolgemodell ich kaufen wollte

        Vergessen Sie diesen Fototest-Artikel.

        Das einzige Metier, wo das Alkohol-Format wirklich überlegen ist (bei gleicher Sensorauflösung) ist die Architektur- und Landschaftsfotografie bei guten Lichtverhältnissen und bei Stativaufnahmen.
        Und das auch nur aus einem Grund: Sie können dann die niedrigste ISO nutzen, bei der das Alkoholformat von den etwas größeren Pixeln profitiert.

        Eine weitere sinnvolle Anwendung ist die Verwendung einer hohen Sensorauflösung, die allerdings durch den starken Qualitätsabfall am 30% Rand des Alkoholformat-Objektivs stark limitiert ist.

        An APS-C EOS-M3 kann ich auf 200% Diagonale vergrößern, was dann 96 Mpx entspricht.
        Das dürfte beim Alkoholformat kaum ohne sichtbare Qualitätseinschränkungen am Rand möglich sein.

      • @ Jens

        Sie müssen dort bei den APS-C Kameras statt ISO 6400 die ISO 3200 wählen, weil sie die Blende bei APS-C für die gleiche Schärfentiefe mehr als doppelt so weit öffnen können.

        Dann ist der Unterschied schon nicht mehr so groß.

        Zudem hängt das Rauschen auch davon ab, wie oft ein Sensor ausgelesen wird (öfter auslesen führt zu höherer Dynamik aber zu stärkerem Ausleserauschen)

        Also
        Die Bilder kann man nicht so einfach 1:1 zur Bewertung der Kamera nehmen.

        Das beste ist immer noch, einen Händler zu suchen, bei dem man mit mehreren Modellen RAW-Bilder aufnehmen und dann in Ruhe auf dem heimischen PC bearbeiten kann.

        Das einzige, wo das Alkoholformat im normalen Betrieb überlegen ist, sind der Preis, das Gewicht, der sportliche Wert beim Schleppen und die Erfordernisse an das Stativ.

        Deswegen bin ich ja auch der Meinung, dass es in erster Linie Laien sind, die sich das Alkohol-Format zulegen.

      • @Sabrina

        Nennen Sie bitte einen bekannten Profifotografen der seine Aufträge mit einer APS-C Kamera durchführt.

      • @Sabrina:
        Lustig … „in erster Linie Laien die sich KB-Format zulegen“ ….. spätestens jetzt ärger ich mich darüber, dass ich Ihnen oben mit Inhalt geantwortet habe. Thanx for making my day! 😀

      • @ Sabrina
        Ist es wirklich die EOS M3, die sie über das APS-C Format so frohlocken lässt?
        Und was für Objektive verwenden sie dazu?
        Ich glaube, dass es viele „Alkohol-Format Nutzer“ brennend interessiert, was ein Profi wie sie da so verwendet!

  • Mit einer Kamera hatte ich bisher noch kein, oder doch?

    Wie man’s nimmt.

    Das Problem begann am Abend des 04.05.2016, als ich meine im Januar 2016 bestellte D500 auspackte und in Betrieb nehmen wollte. Zunächst nahm sie keine Fremdakkus an, dann saugte sie meinen Originalakku aus einer anderen Nikon sehr schnell leer. Dann schlug die Inbetriebnahme des integrierten und heftig beworbenen WiFis fehl. Schnell recherchiert, damit war ich offenbar nicht der Einzige. Gunther Wegner hatte bereits einen Mitschnitt eines LiveChats mit einem Nikon-Supportmitarbeiter auf seiner Website.

    Das Batterieproblem hatte Nikon schnell eingesehen und bereits Anfang Juni 2016 gab es ein Angebot für alle D500-Besitzer, die alle vorhandenen Originalakkus des Typs EN-EL15 Lion01 kostenlos gegen welche des Type Lion20 eintauschen durften. Nikon hatte irgendetwas am Energiemanagement geändert und es nicht kommuniziert und das Austauschprogramm aufgelegt, als sich die User zunehmend im Web meldeten. ich selbst hatte in meiner Amazon-Rezension zur D500 Mitte Mai 2016 sehr konkrete Zahlen genannt.

    Das WiFi-Problem bei den Nikon-DSLRs ab der D500 bis heute zur D850 – und zwischen dem Erstverkaufsdatum beider Kameras liegen 16 Monate – ist bis heute nicht gelöst worden, obwohl es verhältnismäßig einfach sein sollte, die Firmware soweit freizuschalten, dass man WiFi ohne eine Bluetooth LE-Verbindung über Snapbridge nutzen können sollte.

    Natürlich weiß ich, dass Nikon eine japanische Firma ist und als jemand der sogar mehrere Jahre in einer japanischen Firma gearbeitet hat weiß ich aus eigener Erfahrung, dass sich Japaner, was das Zugeben eigener Fehler betrifft, mitunter schwer tun.

    Die schnelle und gute Lösung des Batteriedesasters zeigt, dass Nikon etwas gelernt haben könnte, das nunmehr schon 16-monatige Aussitzen des Snapbridgedesasters indiziert das Gegenteil.

    Ich denke, dass Nikon jedenfalls noch nicht vollständig aus den Fehlern gelernt hat und das hier noch erhebliches Potential nach oben besteht. Andererseits ist der Umgang mit Fehlern in der deutschen Autoindustrie nicht besser, nur anders. Hier wie dort werden Fehler erst dann und sehr verspätet zugegeben, wenn der öffentliche Druck zu groß wird.

    Allerdings: Nur weil die D600, die D800 und die D750 Probleme hatten oder im Falle der D750 noch haben, heißt das nicht, dass die D850 auch Probleme habe wird

  • Keine Probleme gehabt. Weder mit der D3X, noch mit der D750 oder der D810. Die Ergebnisse sind bis jetzt immer tadellos gewesen. Ich bin fast 30 Jahre Berufsfotograf gewesen und nutze die besagten Kameras privat seit ihrem Erscheinen, die D3X seit 2008. Die Kameras sind verlässlich und machen, was ich von ihnen will. Und weiß Gott, ich fühle meinem Equipment wirklich auf den Zahn.

  • Hallo Kollegen!
    FOTOTEST ist eine Super Zeitschrift!
    Herr Artur Landt ist ein alter Hase in der Fotobranche und schreibt Super Artikel!
    Die Bildqualität bei APS-C Sensoren wird immer schlechter sein als bei Vollformat Sensoren, die Physik hat ihre
    Gesetze.
    Und glauben sie mir wenn Mittelformat Sensoren keine Vorteile hätten, würde niemand keine Phase One mit 100 Megapixel kaufen!
    Jeder soll Glücklich werden mit seiner Kamera und Spaß haben beim fotografieren!
    Nikon D 850 wird sicherlich eine TOP Kamera sein; aber bei deisem Preis keine Volkskamera…
    Ich behalte meine Nikon D 800 und 610 und warte ab wie der Preis ist nach einem Jahr!

  • An die ganzen Menschen die hier ständig nur nach Problemen oder Vergleichen suchen.
    Ihr seit alles keine Fotografen sondern lediglich irgendwelche Technik Poser. Niemand der wirklich ernsthaft fotografiert interessiert der scheiß. Schon mit den Kameras vor 15 Jahren waren außergewöhnliche Bilder möglich, was meint ihr was mit dieser erst möglich wird.
    Word.